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    Das kommt wirklich darauf an, ob Du den sportlichen Erfolg oder den gemeinschaftlichen Spaß in den Vordergrund stellst. Je intensiver das Verhältnis, desto mehr wird diskutiert. Es gibt auch Eltern, die gezielt die Nähe des Trainers suchen, um Einfluss zu nehmen. Das führt wieder zu Neid und Misstrauen bei den anderen.


    Genau auf der Grundlage dieser Unterscheidung habe ich meine Aussage getroffen, dass es im Dorfverein wichtiger ist, als maximalen sportlichen Erfolg zu haben. Wobei natürlich auch hier (und gerade hier) die Gefahr besteht, dass durch persönliche Beziehungen dann Animositäten ins Spiel kommen, wenn der Sohn des Freundes dann mal nicht aufgestellt wird etc.


    In unserem Trainerteam hat der Cheftrainer ein enges Verhältnis zu vielen Eltern (ehemalige Mitspieler, Jugendfreunde, und er hat einen Sohn dabei, sprich andere Eltern kennt er aus dem schulischen Kontext und die Kinder sind gut miteinander befreundet), die Diskussionen halten sich aber in sehr engen Grenzen. Das wiederum liegt vermutlich daran, dass aufgrund seiner Geschichte im Fußball und seines Engagements niemand auf die Idee kommt, seine Kompetenz anzuzweifeln und daran, dass wir uns nach ganz klar kommunizierten Kriterien richten, die auch bei den stärkeren/persönlich näherstehenden Spielern greifen. Ich glaube allerdings, dass vor allem die Vorgeschichte im Fußball und damit nicht zu hinterfragende Kompetenz die entscheidende Rolle spielt, es dürfte also in vielen Fällen schwerer sein, die hier besprochenen Probleme zu vermeiden, als es bei uns ist.

    Eins ist klar: Mit ner Viererkette kann man nicht viele Chance generieren...


    Bitte nicht generalisieren, wenn man nicht die Erfahrungen hat, um das zu rechtfertigen. Wir haben die zwei Jahre D-Jugend mit Viererkette gespielt. Im ersten Jahr waren wir allen Gegnern unterlegen und es war schon deswegen sinnvoll, viele Spieler hinten zu haben. Im zweiten Jahr haben wir dann mit Viererkette durchaus viele Chancen generiert. Wir hatten allerdings auch zwei Außenspieler, die im Stützpunkt spielen und dort beide bei den Sprintwerten deutschlandweit im oberen Dezil liegen (da hatten die Gegner auch richtig Spaß dran...) und die auch einigermaßen ausdauernd sind. Es hängt also wie immer maßgeblich von den Spielern ab, die man hat. Ich würde nach wie vor aber auch ohne solche Spieler die Viererkette für erwägenswert halten, weil es für mich eine sinnvolle Möglichkeit darstellt, die Breite einigermaßen zu nutzen.

    Entweder die Eltern vertrauen dir als Trainer, dann sollen sie für die Dauer des Spiels und des Trainings auch dir die Verantwortung übertragen. Oder wenn sie das nicht tun, dann sollen sie ihre Kinder halt weglassen. So deutlich würde ich das auch mitteilen.


    Eltern, selbst, wenn sie Ahnung vom Fußball haben, wissen nicht, was du für Vorgaben machst in der Kabine und im Training. Damit sind jegliche Anweisungen vor dem Spiel oder während der Halbzeit von Eltern in der Regel kontraproduktiv. So würde ich das auch begründen, dass in der Halbzeit etwa keine Gespräche zwischen Eltern und Kindern stattfinden sollten. Das würde ich sowohl Spielern wie auch Eltern immer wieder sagen. Konsequenz kann dann bei Missachtung auch mal sein, dass ein Spieler weniger oder gar nicht spielt. Du bist zusammen mit den Spielern die Mannschaft, ihr seid für das Spiel die Einheit. Da hat dann keiner dazwischen zu funken.


    Ich würde mich auch generell auf die Seite stellen, auf der die Eltern nicht sind. Wir haben schon echt vernünftige (und gut erzogene :-)) Eltern, aber ich könnte da trotzdem immer durchdrehen, wenn ein Platz bei einem Auswärtsspiel so angelegt ist, dass wir auf derselben Seite landen wie die Eltern. Ich versucht das unbedingt zu vermeiden.


    Den Ratschlag, keine persönlichen Beziehungen einzugehen, halte ich für unsinnig. Gilt vielleicht in einem leistungsorientierten Verein, aber im kleineren Verein, gerade im klassischen Dorfverein, sind die Beziehungen rund um den Fußball doch die Hauptsache und nicht der Fußball an sich.

    Die Presseerklärung ist echt ein Witz .
    Für solch ein schweres Vergehen muss die Strafe auch dementsprechend sein . Ich kann dieses verbale Rumgeeiere echt nicht mehr hören . Es ist doch immer das selbe .
    Aber die Justiz mit ihrem Täterschutz funktioniert ja seit Jahrzehnten nicht in Deutschland . Was dabei rauskommt sieht man ja an solchen Auswüchsen und das diese sich mehren ... Als Täter wirst du von Justiz und staatlichen Institutionen verhätschelt .


    M f g


    Jetzt mal konkret: wenn der Haupttäter kein Vereinsmitglied ist, was stellst du dir dann über ein Hausverbot hinaus vor? Ich wüsste nicht, was der Verein darüber hinaus tun sollte.

    esist ja nicht so das da richtig druck vom verein gemacht wird, es wurde eben nur erwähnt das es schön wäre wenn es eine truppe in jeder jugend ins halbfinale schaffen würde. bei mir gibt es keinen star und auch sonst ist es recht homogen bei uns. die vorgabe vom verein wäre mir eigentlich auch wurscht nur bin ich selbst am schwanken da natürlich auch die gefahr besteht das es dann keine von beiden mannschaften ins halbfinale schafft, was natürlich dann auch zwie spiele weniger bedeutet und sich dann zwei teams ärgern und der verein auch noch.


    Die gleichmäßige Einteilung von Mannschaften, also KEINE leistungsmäßige Einteilung in dem Altersbereich ist für mich so wichtig, dass ich davon meine Trainertätigkeit abhängig machen würde. In einem Verein, der ernsthaft gegenteiliges fordert, würde ich nach der Erfahrung, die ich mit gleichmäßigem Einteilen gemacht habe, nicht mehr aktiv sein wollen. Die Vorteile einer leistungsunabhängigen Einteilung im unteren Jugendbereich sind meines Erachtens so dermaßen hoch, dass alles andere wirklich dumm ist.


    Ich würde also leistungsunabhängig einteilen. Und da ärgern sich dann nicht zwei Mannschaften. Da haben dann zwei Mannschaften Spaß gehabt, weil sie Fußball gespielt haben, egal ob sie zwei Spiele mehr gewonnen haben oder nicht. Die einzigen, die sich ärgern, sind vielleicht Menschen im Verein, die nichts kapiert haben.

    Um mal das mit dem Selbstverständnis klarzustellen, weil das verkürzt ausgedrückt war und daher für etwas Verwirrung gesorgt hat: mit Selbstverständnis meine ich natürlich nicht, dass jeder Bankdirektor werden will. Ich hoffe doch, dass die meisten Leute eher einen ehrenwerten Beruf anstreben...was ich meinte: es gibt zwar Teile der Gesellschaft, in denen sich das Rollenverständnis geändert hat, aber weitgehend ist es doch nach wie vor, dass eine Frau zwar arbeiten darf und soll, ein Mann aber arbeiten muss um gesellschaftliches Ansehen zu genießen. Das gilt umso mehr in einem eher konservativen Umfeld, das u.a. bei vielen Menschen mit Migrationshintergrund vorherrschen dürfte. Wenn ich jetzt gleichzeitig schlechte Bildungschancen habe und aber die Vorstellung, dass ich als Mann, um was zu taugen, so viel verdienen muss, dass ich eine Familie gut davon ernähren kann, dann wird das in dem Moment zum Problem für mein Selbstbild, in dem es in der Wirtschaft nur in sehr geringem Maße Tätigkeiten gibt, die für mich erreichbar sind und dementsprechend gut bezahlt werden. Diese Art Jobs sind in den letzten Jahrzehnten immer mehr weggefallen. Auf individueller Ebene hilft nur Bildung, im Konkurrenzkampf mit Anderen; gesellschaftlich ist das aber dann strukturell ein Problem, darüber will ich mich aber jetzt hier nicht auslassen, da kommen wir dann wirklich zu weit vom Thema ab.


    Damit sind wir also bei der Bildung. Was ist - immer, aber besonders in Deutschland - die beste Voraussetzung dafür, reich zu werden? Reiche Eltern haben. Was ist - immer, aber besonders in Deutschland - die beste Voraussetzung dafür, eine gute Bildung zu haben? Gebildete Eltern zu haben. Das ist so und lässt sich auch nicht komplett verändern (es sei denn man würde mit ganz radikalen Methoden ran gehen, die aber nicht gewollt sind, auch von mir nicht). Die Kenntnis dieser Tatsache verbietet aber meines Erachtens Aussagen wie "wer sich bilden will, der kann sich ja bilden". Ja, ab einem gewissen Alter, ab dem man jemanden selbst verantwortlich machen kann. Dann ist aber schon wahnsinnig viel passiert. Meine Nichte wächst mit einem Vater auf, der Chef in einem Mittelstandunternehmen ist, einer Mutter, die Juristin ist, Großeltern die Lehrer waren und Tante und Onkel, die auch Lehrer sind. Was die außerschulisch an in Deutschland geschätzter Bildung mitbekommt schon in den ersten Lebensjahren, das kann ein Kind aus einer Arbeiterfamilie mit Migrationshintergrund, in der in Deutschland geschätzte Bildung nicht in dem Maße vorhanden ist, im Normalfall gar nicht aufholen (auch ohne Migrationshintergrund ist es schwer genug, wobei da kulturell weniger aufzuholen ist dann). Aus dieser Tatsache ergibt sich dann durchaus eine gesellschaftliche Verantwortung, meines Erachtens, diese Unterschiede abzumildern, etwa indem sich das Schulsystem nicht ganz so sehr auf das Elternhaus verlässt. Diese Verantwortung lässt sich humanistisch begründen, aber durchaus auch ganz utilitaristisch - wem ich genug Chancen biete, der fühlt sich eher in der Gesellschaft wohl und der haut mir mit geringerer Wahrscheinlichkeit auf dem Fußballplatz eine auf die Schnauze, weil ihm hier alles auf den Sack geht, weil er keine Chancen sieht.


    Diese generellen Überlegungen sind unabhängig davon, ob Einzelne gebotene Möglichkeiten dann nicht nutzen. Es schreibt ja niemand hier in dem Forum, der alle seine Möglichkeiten nutzt, denn das tut niemand.


    Warum ich mich so sehr auf Menschen mit Migrationshintergrund beziehe: es ist denke ich im Fußball sehr einfach, Vorurteile gegen Ausländer zu entwickeln. Deswegen ist es wichtig, das zu diskutieren und sich klar zu machen, dass es mitnichten um irgendwelche genetischen Dispositionen geht, sondern dass es letztlich um soziale Lagen geht. Etwas, was mittlerweile wieder in einem gewissen Maße diskutiert wird, aber doch lange Zeit und immer noch nicht die Rolle spielt in Diskussionen, die ihm eigentlich zukommen sollte, nämlich die entscheidende.


    Nichtsdestotrotz bleibt es auf individueller Ebene natürlich dabei, dass Fehlverhalten Konsequenzen haben muss. Da sehe ich es im Fußball auch durchaus so, dass zwar Resozialisierung auch hier bei Vergehen ein grundsätzliches Anliegen sein sollte. Nur, da es ja hier nur um einen Bereich der Gesellschaft geht, sehe ich die Grenzen da etwas enger als gesamtgesellschaftlich und es ist durchaus legitim, Leute, die sich nicht unter Kontrolle haben, irgendwann dann auch konsequent rauszuschmeißen. Dabei ist es dann im Verein wichtig, Soziales vor sportlichen Erfolg zu stellen und unter den Vereinen, sich solidarisch zu verhalten.

    Wir spielen in der Halle 2-2.


    Verteidigen in sehr enger Stellung in der eigenen Hälfte. Angreifen wie draußen auch aus breiter Stellung, wobei einer der offensiv positionierten im Spielaufbau oft ins Zentrum kommt. Dazu Spiel mit wenigen Kontakten und den Torhüter einbinden, wann immer das möglich ist (beim Futsal seltener als beim Hallenfußball).


    Übungen würde ich in weiten Teilen so machen wie draußen, wobei sich wie du schreibst ein Fokus auf Kombinationsspiel anbietet. Ggf. kann man hier und da Geräte aus der Halle einbauen, die man draußen nicht zur Verfügung hat (haben wir insbesondere in unteren Jugenden gerne im Bereich Koordination gemacht).

    passt doch.


    Also entweder ich steh gerade auf dem Schlauch oder du =) .


    Wenn es um die aktuelle Hallenrunde geht, dann ist doch die Kombination aus 2001 und 2002 etwas überraschend, weil das eine ein D-Jugendjahrgang ist und das andere ein C-Jugendjahrgang!? Letzte Saison oder nächste Saison wäre es weniger eine Überraschung, aber jetzt finde ich da die Nachfrage schon logisch. Spielt der Jahrgang 2002 in dem Fall in der C-Jugend mit, oder wie kommt das zustande?

    Wie dürfen die Kinder euch Ansprechen, Du/Sie - Vor/Nachname?


    Das kommt für mich auf deine Persönlichkeit und deine Stellung im Ort, zu anderen Eltern und Kindern usw. an. Für mich wäre jetzt auch ein "Sie" nicht völlig verboten, aber üblicher und in den meisten Fällen gebräuchlich ist doch "du" und der Vorname. Das mach ich sogar auch so und ich bin ein ziemlich distanzierter Mensch, der sonst die Existenz des "Sie" durchaus schätzt und es auch gerne verwendet.

    Was Bestrafung anbelangt bin ich der Ansicht, dass man in bestimmten Fällen da sehr deutlich werden sollte. Schwere Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter sind für mich so weit weg von angemessenem Verhalten und passieren auf Grundlage eines solchen Kontrollverlusts, dass für mich das Minimum eine mehrmonatige Sperre ist. Das aber nur dann, wenn es sonst noch keine deutlichen Vorfälle gegeben haben sollte mit einem Täter. Sollte es eine Wiederholungstat sein bzw. es schon weniger schwere, aber doch deutliche Verstöße gegeben haben, sollte ein Spieler/Funktionär dann definitiv aus dem Verein ausgeschlossen werden. Und, das gehört dann auch dazu, möglichst auch nicht beim nächsten Verein wieder aufgenommen werden. Ein Grund, warum bei uns vor einer Weile eine JSG aufgelöst wurde, war, dass der Partnerverein gegen unseren Widerspruch Spieler (A-Jugend) aufnehmen wollte, die aus einem anderen Verein wegen Tätlichkeiten gegen den Schiedsrichter ausgeschlossen worden waren. So geht's halt nicht, dass ein Verein Konsequenzen zieht und der nächste ihm dann in den Rücken fällt.


    Als Ursache sehe ich in der Regel eine schlechte soziale Stellung die zu massiver Frustration führt. Dies kommt im städtischen Raum mehr zum Tragen, weil es eine Ballung von sozial schlecht gestellten gibt. Dass es in diesen Milieus dann zu einem höheren Anteil als gesamtgesellschaftlich Menschen mit Migrationshintergrund sollte nicht zu dem Fehlschluss führen, dass der Migrationshintergrund ursächlich für das Fehlverhalten ist. Die soziale Lage, Lebensperspektiven sind i.d.R. ursächlich für Gewaltpotential. Mit Veränderung der Arbeitswelt und zunehmender (finanzieller und damit leider in der Regel sozialer) Ungleichheit wächst die Anzahl derer, die sich teils bewusst, teils unbewusst, aus der Gesellschaft entfernen. Das trifft in besonderem Maße auf junge Männer mit geringer Bildung zu, die braucht nämlich, hübsch kapitalistisch gesprochen, bei uns kein Mensch. Sie haben wenig Chancen in der Gesellschaft eine Rolle einzunehmen, die ihrem Selbstverständnis gerecht werden könnte. Und eine Gesellschaft, die für mich keinen passenden Platz hat, die ist dann vielleicht nicht unbedingt mehr meine. Das sehe ich als ursächlich an. Und habe da allerdings keinerlei Hoffnung, dass sich diese Grundlage ändert. Sie wird, so die politisch-wirtschaftliche Entwicklung, eher weiter in die Richtung gehen. Bleibt also nur, sich seinen Mikrokosmos in einem neuen Biedermeier möglichst sauber zu halten. Bei uns im Verein klappt es, im Fußballkreis zu weiten Teilen auch.

    Ich finde es immer wieder interessant, dass Schläger so oft so leicht aus so einer Geschichte herauskommen - wegen schlechtem Umgang, schlechter Kindheit, etc.


    Fragt mal jemand die Opfer ?


    Ich greife mir mal diesen Beitrag heraus, es waren aber auch einige andere dabei, die es nicht schaffen, zu trennen. Und das ist notwendig. Zu trennen zwischen einerseits Ursachenforschung (und dann vielleicht auch noch Ideen zu deren Beseitigung) und andererseits der Reaktion auf bereits geschehene Dinge. Die Bestrafung und direkte Konsequenz aus Handlungen ist das Eine, das Andere sind grundlegendere Überlegungen.


    Wir dürften uns einig sein, dass es schöner ist, wenn man Vorfälle dieser Art vermeiden kann. Dementsprechend muss über Ursachen diskutiert werden. Wenn also über soziale Hintergründe von Spielern gesprochen wird, dann ist das ein Erklärungsversuch. Das impliziert aber keine Entschuldigung. Und auch keine Ignoranz Opfern gegenüber. Es legt lediglich den Fokus auf die Erklärung von Vorgängen, was dann Grundlage für eine Verbesserung der Situation ist. Das negiert überhaupt nicht, dass Bestrafungen notwendig sein können und auch nicht, dass es schlimme Folgen für Opfer haben kann.

    Ein G Spieler hat in der F nichts verloren. Was soll der Unsinn? Und jetzt sag mir keiner was von besonderer Förderung. Bei einem G Spieler muss die Förderung ganz sicher nicht so laufen, das er in der F spielt. Ich musste 4 Jahre darum kämpfen, das 3 Spieler endlich in Ihrer Altersklasse spielen. Die sind Jahre lang mitgezogen worden. Weil Trainer und Väter dicke Freunde sind haben sie über Jahre Plätze für Kinder aus der Altersklasse blockiert. Der Jahrgang in dem Sie hätten spielen sollen war dauernd unterbesetzt.


    Was war das Ergebnis? Der ältere Jahrgang bekommt jetzt eine Klatsche nach der anderen weil über Jahre Kinder Spielzeiten blockierten. Der junge Jahrgang hat ein halbes Jahr gebraucht um sich neu zu finden.


    Kinder gehören in Ihre Altersklasse und gut ist. Wenn einer zu gut dafür ist und eine besondere Förderung braucht dann soll er zu einem Bundesligisten gehen.


    Grundlegend sehe ich das auch so. Den letzten Satz in seiner Absolutheit möchte ich aber nicht so stehen lassen, weil es meines Erachtens Situationen gibt, in denen es sinnvoll ist, Ausnahmen zu machen. Das ist aber sicher nicht im G-/F-Bereich. Dort sollte die Förderung ja sowieso nicht so fußballspezifisch sein und dann macht es auch erst recht wenig Sinn, Spieler hochzuziehen. Zumal es eben von der Entwicklung her, sowohl körperlich als auch mental, in diesem Alter noch wahnsinnig viel ausmacht, wenn ein halbes oder gar ein ganzes Jahr zwischen zwei Kindern liegen. Das ändert sich aber, wenn die Kinder/Jugendlichen älter werden. Wenn dann die körperlichen und mentalen Voraussetzungen entsprechend eingeschätzt werden, kann es meines Erachtens bei passenden Rahmenbedingungen durchaus sinnvoll sein, Spieler hochzuziehen. Trifft bei uns aktuell im Verein auf zwei Spieler zu. Wir haben im Verein im B-Jugend-Alter einen Torwart für eine Mannschaft. Im C-Jugend-Alter haben wir fünf Torhüter für zwei Mannschaften. Darunter in jedem Jahrgang einen richtig guten, was sich auch darin zeigt, dass sie beide zum Stützpunkt fahren. Diese Torhüter, die 1. richtig gut und 2. beide sehr engagiert sind, sollen beide viel Spielzeit bekommen, mehr als 50% der Spiele. Wenn wir das beides in der C-Jugend machen, dann wird die Spielzeit für die drei anderen Torhüter in der C-Jugend eng. Also haben wir den starken Torhüter im älteren Jahrgang hoch in die B-Jugend gezogen. Er hat dort eine passende Herausforderung, der andere dortige Torhüter fehlt sowieso gerne mal und unsere Torhüter bekommen in der C-Jugend alle ausreichend Spielzeiten im Tor.


    Anderer Fall: richtig talentierter Junge, älterer D-Jugend-Jahrgang. Aufgrund der Erfahrung von vor zwei Jahren gingen wir davon aus, dass er beim Verbleib in der D-Jugend nicht vernünftig gefordert wird. Also haben wir uns entschlossen ihn hochzuziehen, unter der Vorgabe, dass er auf jeden Fall bei uns trainiert und wir dann leistungsmäßig schauen, ob es in der C-Jugend für die 1. Mannschaft reicht. Wenn nicht, dann würde er allerdings nicht 2. Mannschaft in der C-Jugend spielen, sondern D1, aber weiterhin bei uns trainieren. Er spielt aber jetzt regelmäßig C1 und ist dort einer der besten Spieler, wir denken also, dass die Entscheidung gepasst hat. Das war natürlich nur deswegen machbar und sinnvoll, weil sowohl C-Jugend als auch D-Jugend sowohl was die Anzahl der Spieler anbelangt als auch was die Leistungsstärke anbelangt in für die sich dann ergebenden Besetzungen passenden Spielklassen spielen.


    Der Wechsel zum Bundesligaverein ist in beiden geschilderten Fällen meines Erachtens eine schlechtere Option. Wir sind hier in der Fußballprovinz; der nächste Bundesligaverein mit richtig guter Förderung ist Mainz 05, das sind aber anderthalb Stunden Fahrt; auf etwas niedrigerem Level gäbe es in die andere Richtung den Bonner SC, aber das ist immer noch eine knappe Stunde Fahrt. Für den Torhüter darüber hinaus deshalb nicht sinnvoll, weil ich denke, dass er zwar gut ist, aber nicht so gut. Für den jüngeren Feldspieler wäre so ein Aufwand einfach noch zu früh, da bin ich doch froh, dass wir ihn aktuell noch bei uns im Verein vernünftig gefördert bekommen.


    Ich gebe dir Recht, dass ein Hochziehen die Ausnahme sein sollte, halte sie aber nicht in allen Fällen für falsch. Entscheidend ist für mich dabei, dass nicht willkürlich anhand von Sympathien und Freundschaften und auf Initiative von Eltern, sondern nach sportlich wie menschlich sinnvollen Kriterien von Seiten des Vereins gehandelt wird.

    Wobei man später z.B. Bänke umkippen und an einigen Stellen auf die Auslinien legen kann, um eine ganz nette Variation ins Spiel zu bringen.


    Die Idee merke ich mir mal für die 3 Termine, an denen wir tatsächlich Hallenzeiten haben diesen Winter...

    70% finde ich im Prinzip völlig in Ordnung für die Altersklasse. Dann aber noch Einzelfälle angucken, wie schon beschrieben. Rein statistisch, um mal einen kleinen Ausflug zu machen: vielleicht wäre hier der Median interessanter als der Mittelwert? Bei so wenigen Spielern machen einzelne Ausreißer viel aus. Median läge in diesem Fall bei der Trainingsbeteiligung des Spielers, der die siebtbeste Trainingsbeteiligung hat. Ist eine andere Möglichkeit, eine Aussage über eine Gruppe an Werten zu machen, als alles zusammenzuzählen und dann durch die Anzahl zu teilen.


    Bei schlechtem Wetter nur noch 6 finde ich etwas hart. Trainiert ihr bei Sturm und Eis, dann ist das vielleicht verständlich, aber davon gehe ich in der F-Jugend mal nicht aus? Und dann wundert es mich etwas, dass es so viele vom Wetter abhängig machen. Da würde ich glaube ich versuchen, etwas auf die Eltern einzuwirken, dass niemand davon stirbt, dass er drei Regentropfen abbekommt.

    Für bestimmte Positionen suche Ich eh keine Spieler.
    Geht mehr ums Allgemeine


    @ Günter : Das Training von der E 2 wird mir nichts nutzen da diese nicht in den D Jugendbereich hochgezogen werden.
    Das Training von der D3 ist .. Naja wie soll Ichs sagen ???
    Aber Ich werd in den kommenden Tagen mal mit dem Trainer der D3 reden um zu schaun welche Aktuellen Jungjahrgänge sich weiter entwickelt haben bzw welche auf einem guten weg sind .


    Ich würde, wie guenter es empfohlen hat, erst selbst schauen und dann das Gespräch suchen. So kannst du dir erstmal deinen eigenen Eindruck machen.

    Wir (C-Jugend) haben 33 Spieler. An Spieltagen sind das zwei Mannschaften, für den Trainingsbetrieb ist es eine große Gruppe. Im Training haben wir dann je nach Inhalten und verfügbaren Trainern 1-4 Gruppen. Eine Gruppe bei taktischen Inhalten, i.d.R. 3 oder auch mal 4 bei technischem Schwerpunkt. Natürlich haben wir auch selten 33 Spieler im Training. Die Gruppen werden je nach Trainingsinhalt nach Positionsgruppe oder nach Stärke beim jeweiligen Thema eingeteilt. Damit (das läuft im Prinzip schon seit der F-Jugend so) fahren wir denke ich ganz gut, weil wir einerseits jedem Spieler Übungen auf dem passenden Niveau anbieten können aber andererseits die Gruppe als eine große Gruppe zusammenhalten. Das wird sicherlich gerade dann von Vorteil sein, wenn es irgendwann in Richtung B-Jugend geht und (hoffentlich) die besten Spieler den Verein verlassen, einige andere sicher leider dem aktiven Fußball den Rücken kehren und es dann wahrscheinlich nur noch eine Mannschaft gibt. Die Spieler werden dann aber schon seit Jahren Teil einer Gemeinschaft gewesen sein, auch wenn sie an Spieltagen teils wenig zusammengespielt haben.