Beiträge von fak

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    Ach so...4 vs 2 wird bei uns vor dem Training selbständig schon gespielt von denen, die schon auf dem Platz sind. Und teils haben die Spieler individuelle Aufgaben, die sie auch vor dem Training erledigen (je nach Spieler zum Beispiel Kräftigungsübungen oder bestimmte technische Übungen). Das gehört ja irgendwie auch zum Aufwärmen.

    Spielgemeinschaften sind aus meiner Sicht nur dann interessant, wenn man selbst langfristig nicht in der (in Ausnahmefällen etwa im höheren Jugendbereich auch mal kurzfristig) nicht in der Lage ist, eine eigene Mannschaft zu stellen. Wenn das nicht der Fall ist führt es in der Regel nur zu zusätzlichem Organisationsaufwand und zu Reibereien. Meines Erachtens ist euer Verein doch hier in einer guten Position. Wenn der andere Verein keine Mannschaft stellen kann werden dortige Spielerinnen, die weiterspielen wollen, zu euch kommen.


    Man kann natürlich eine Spielgemeinschaft auch dahingehend ausnutzen, dass der eigene Verein davon profitiert und der andere Verein mehr oder weniger nur zahlt. So eine Spielgemeinschaft hatte unser Verein einige Jahre als schwacher Partner. Das hat sich dann allerdings schnell aufgelöst, als wir die Rollenverteilung angleichen wollten und das Ganze hat zunächst mal, vorsichtig formuliert, nicht unbedingt zu einer Verbesserung des Verhältnisses zwischen den beiden Vereinen geführt.

    Fußballerisch das, was Zodiak sagt. Dann wäre für mich noch die Frage, wie es psychologisch aussieht. Lange Bälle kloppen kann je neben fehlenden Lösungen auch daran liegen, dass man Schiss hat, andere Lösungen auszuprobieren. Gibt's also vielleicht zu große Angst vor Ballverlusten und wenn woran liegt die? Schreiender Trainer? Motzende Mannschaftskameraden? Oder einfach generelle Angst vor Fehlern? Das wäre neben dem rein spielerisch-taktischen noch ein Ansatz.


    Reine Dribbelparcours finden übrigens viele Kids langweilig, sie sind ja auch recht anstrengend, vor allem wegen der erforderlichen Konzentration. Deshalb kommt bei mir im Training zum Abschluss an einen Dribbelparcours auch immer ein Torschuss.

    Das möchte ich mal deutlich bekräftigen. Bei uns haben sich Dribbelparcours mittlerweile als die absolute Hassübung herauskristallisiert. Da würden unsere Spieler lieber einfach Runden laufen oder Stabilisationsübungen machen als einen Dribbelparcours ohne Torschuss oder dergleichen.

    Das hängt denke ich ein wenig von der Spielklasse und von der sonstigen Konstellation ab. Wechselt man etwa die Mannschaft bzw. wechselt ein Teil der Spieler, wann findet im Verein der Jahrgangswechsel statt. Diese Saison haben wir sehr viel Zeit zwischen Saisonende und Ferienbeginn (wobei es noch sein kann, dass Relegationsspiele stattfinden für einzelne Mannschaften, was das dann wieder etwas verkürzen würde). Wir werden also den Jahrgangswechsel relativ bald machen und dann in Richtung nächste Saison trainieren. Das ist aus meiner Sicht sinnvoll, weil man dann wesentlich intensiver trainiert, als wenn man die Saison ausklingen lässt in den alten Jahrgängen. Wir werden mit der C1 vermutlich Verbandsliga spielen, weshalb die Saison dann noch in den Ferien losgehen wird. Aufgrund der Urlaube in den Ferien ist die Zeit vor den Ferien dann die einzige, in der wir mit komplettem Kader eine Vorbereitung machen können.


    In der Regel machen wir nur Freundschaftsspiele, keine Turniere. Geringerer Zeitaufwand und in der Regel berechenbarer. Diesmal haben wir auch mal zur Abwechslung ein Turnier mit reingenommen, das sich angeboten hat, weil es gut klang und nicht ewig viele Mannschaften hat.

    Sicherlich ist auch richtig, dass gerne mal Mannschaften gemeldet werden, wo die Spielerzahl das nicht wirklich hergibt. Ich finde das allerdings auch schwierig, muss ich sagen. Was mache ich, wenn ich 28 Spieler habe? Das ist für eine Mannschaft zu viel, für zwei zu wenig. Da habe ich ein gewisses Verständnis dafür, dass man es dann probiert. Allerdings sollte man halt die Zuverlässigkeit mit einberechnen. Wir haben 31 Spieler für zwei Mannschaften und an zwei Spieltagen diese Saison wurde es eng, weil trotz jahrelangen Ermahnungen immer noch Hornochsen drei Tage vor dem Spieltag damit rausrücken, dass sie am Wochenende in ein Zeltlager fahren. Ähnliches kommt bei anderen Vereinen dann halt in noch krasserer Form vor. Diese Saison wurde ein Spiel von uns abgesagt; der gegnerische Trainer rief morgens an und sagte, ihn hätten gerade vier Spieler informiert, dass sie gemeinsam in einen Freizeitpark fahren würden...konsequenterweise hat der Verein die Mannschaft dann abgemeldet - gibt aber wieder eine Lücke im Spielplan. Ich denke, dass es einfach aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten und möglicherweise zunehmender Egoismen schwieriger ist als früher, Kinder und Jugendliche auf Verpflichtungen festzunageln. Da fahre ich halt mal in den Freizeitpark, wenn mir das heute lieber ist als Fußballspielen. Und nächste Woche will ich dann aber wieder Fußball spielen und beklage mich am besten noch, wenn ich zu wenig Spielzeit bekomme. Wir haben da seit Jahren enorm drauf geachtet, dass solche Verhaltensweisen nicht Sitte werden, es ist aber immer noch ein Kampf. Kennen sicher die meisten. Mein Eindruck ist, dass in anderen Vereinen zwar auch Wert darauf gelegt wird, in manchen aber sicher nicht im selben Maße wie bei uns. Und wenn dann altersbedingte Änderungen dazukommen, dann wird's halt schwer abzuschätzen, ob man noch eine Mannschaft melden kann oder nicht. Vielleicht müsste man tatsächlich drastischer strafen - aber trifft's dann die richtigen?

    Der Screenshot oben ist schon krass, so drastisch habe ich das hier bei uns noch nicht mitbekommen. Es gibt immer wieder zurückgezogene Mannschaften. speziell ab C aufwärts und vor allem die 2. oder 3. Mannschaften. Aber dass es die halbe Staffel betrifft, habe ich noch nicht gesehen...Damit "umgegangen" wird nicht wirklich, die Spiele fallen halt aus. An den freien Tagen Freundschaftsspiele auszumachen, klappt eher selten.


    Neben dem allgemeinen Drop-Out (der ja vielfältige Gründe haben kann), sehe ich hier speziell das Ligasystem mit als Ursache. Oft werden Mannschaften abgemeldet, die am Tabellenende rumkrebsen und kein Bein auf den Boden kriegen. Dass die Jungs da die Lust verlieren, kann ich verstehen (auch wenn ich das nicht gut heiße). Könnte man das vor allem im Breitensport nicht anders organisieren?


    Grüße
    Oliver


    Es ist in der Tat so, dass meiner Erfahrung nach oft die Mannschaften von unten abgemeldet werden. Was dazu führt, dass ich dann mit meiner Truppe jedes Mal Letzter werde, weil alle schwächeren abgemeldet werden... :D


    Ich bin aber der Meinung, dass man das auch mal aushalten muss, viele Spiele zu verlieren. Und glaube auch, dass man das kann, wenn entsprechend damit umgegangen wird. Bei uns hat diese Saison kein einziger Spieler aufgehört, nächste Saison sind auch weiterhin alle dabei. Die Jungs haben halt von Anfang an gelernt, dass es nicht nur ums Gewinnen geht. Ich habe zwar immer mal wieder den Eindruck, dass das auch den ein oder anderen Punkt kostet, aber unter dem Strich kommt doch besseres dabei raus, als bei anderen Vereinen, die dann abmelden müssen.

    Hallo zusammen,


    ich betreue an Spieltagen unsere C2, die in der Kreisstaffel spielt. Wobei sich das mit den Spieltagen in Grenzen hält. Eigentlich sollten es 12 Mannschaften in der Staffel sein; jetzt am Ende der Saison sind noch sieben übrig, wir werden am Ende 13 Spiele ausgetragen haben. Der Spielplan ist zerschossen bis zum Geht-nicht-mehr. Man hat ständig spielfrei. Ich habe mal ein Bild angehangen, wie der Spieltag in unserer Staffel dieses Wochenende bei fussball.de aussieht. Besonders schön sind natürlich die Fälle, in denen den Vereinen am Wochenende, an dem man eigentlich gegen sie spielen würde, auffällt, dass sie gar nicht genug Spieler haben. Man kann zwar versuchen, das mit Freundschaftsspielen aufzufangen; da ist es aber auch nicht so leicht, immer Gegner zu finden, die "Pflicht"spiele sind da schon sicherer. Ich vermute mal fast, dass das in anderen Kreisen nicht anders aussieht. Wie wird bei euch damit umgegangen?


    Letzteres ist halt einfach nur unsouverän. Sind halt auch nicht alle Schiedsrichter souveräne Persönlichkeiten. Mich nervt's, wenn Schiris sich nicht anstrengen. Dass der 70jährige, übergewichtige Schiri seine Adleraugen von der Mittellinie aus zum Einsatz bringt ist zwar nicht ideal, aber verständlich, wenn es halt nicht genug Schiedsrichter gibt. Aber wenn 16jährige an der Mittellinie rumstehen und lustlos irgendwas pfeifen oder auch nicht, das finde ich dann nicht so toll.


    Selbst pfeifen hilft tatsächlich. Muss vielleicht nicht gleich 10x sein. Da würden wir bei uns im Verein auch den eigenen Nachwuchsschiris die Spiele wegnehmen, mal ganz abgesehen vom zeitlichen Aufwand. Aber wir machen zum Beispiel zu Beginn der Hallenrunde immer ein internes Turnier, unter anderem um uns an die Hallenregeln zu gewöhnen. Das gilt dann auch für die Trainer; die pfeifen dann jeweils einige Spiele, was dazu führt, dass wir einerseits bei den speziellen Regeln sicherer werden und andererseits man auch mal wieder realisiert, dass Pfeifen nicht immer ganz einfach ist.


    Es ist eine Sache, optimistisch zu sein und den Kindern was zuzutrauen. Das haben wir vor ein paar Jahren auch mal gemacht und haben uns dabei verschätzt, es war aber auf lange Sicht nicht schädlich, weil das ganze Gebilde recht gefestigt war. Etwas anderes ist es aber, eine Spielklasse anzugehen, bei der offensichtlich ist, dass eine Mannschaft da nichts zu suchen hat. Haben wir gerade wieder im Nachbarverein, der es immer ganz toll findet, hohe Spielklassen zu haben. Da steht dann mal eine D-Jugend mit 9:215 Toren nach 20 Spieltagen da. Das ist sicher nicht im Sinne der Kinder und man hätte einfach eine Klasse tiefer melden können und wäre dann wahrscheinlich auch unten gelandet, aber nicht mit solchen Ergebnissen. Wir sind mit unserer D-Jugend letzte Saison auch bewusst nicht hochgegangen und es war eine gute Entscheidung. Nächste Saison gehen wir mit der C-Jugend in eine Spielklasse, in der unser Verein normal nicht ist und sind aber überzeugt davon, dass die Mannschaft das kann und dass es ein tolles Erlebnis wird. Ich habe gar nichts dagegen, sich Herausforderungen zu stellen, ich glaube nur, dass sich in vielen Vereinen kaum jemand Gedanken darum macht, dass es auch mal sinnvoll sein kann, eine Klasse tiefer zu spielen. Sicher, oft kann man es nicht abschätzen, manchmal aber eben schon.

    erinnert mich an unsere C-Jugend, der letzte Jahrgang hat den kompletten Kreis dominiert, Kreispokal gewonnen, überlegen aufgestiegen, die jetzige Truppe kann da nicht mal ansatzweise mithalten, hinzukommt, dass dort gerade mal 3 aus dem ältesten Jahrgang mitspielen, der Rest ist jüngerer Jahrgang oder sogar noch älterer D-Jugend-Jahrgang.
    Die Trainingsbeteiligung ist genauso wie bei dir, da kommen so maximal 8, normaler ist eher 6. Die Absagen kommen alle erst nach Mittag des Trainingstages mit Gründen, die echt unfassbar lächerlich sind. Aber was will man als Trainer machen? Konsequenzen gehen schlecht, da der Trainer auch immer kämpfen muss um 11 zusammenzubekommen.


    Bisher wurden alle Spiele ausnahmelos verloren, Highlights waren zwei 1:2-Niederlagen, eine sogar gegen den Tabellen-2. zu zehnt.


    Was ich mich bei so einer Situation frage: wieso geht man da in die höhere Spielklasse? Oder muss man den Aufstieg bei euch nehmen? Das scheint ja hier offensichtlich gewesen zu sein, dass die Spielklasse nicht passt.

    fak:


    Gib doch einmal " warum sind Kommunen pleite", als Suchbegriff bei einer bekannten Suchmaschine ein. Wenn Du noch dazu mit offenen Augen und Ohren durch das Leben gehst, solltest du auch erkennen können, dass dies aufgrund einiger Dinge, die stattfinden, absehbar wohl nicht besser werden wird. Jeder kann sich hier sein eigenes Bild machen.


    Ich gehe durchaus mit offenen Augen durchs Leben und beschäftige mich sehr viel mit gesellschaftlichen und politischen Dingen, finde das aber nicht so offensichtlich, wieso die Dinge so liegen, wie sie liegen. Meine Vermutung ist, dass der Hauptgrund in der herrschenden Ideologie liegt und der damit verbundenen Umverteilung von der Mitte nach oben, wobei dann auch Kommunen als diejenigen, die für alle Dinge bereitstellen, betroffen sind. Ich bin mir aber nicht sicher, dass das alles ist, oder ob es überhaupt richtig ist, das als wichtig anzusehen, ob es vielleicht andere Gründe gibt. Deswegen hätte mich halt interessiert, wie das jemand sieht, der das ja anscheinend recht offensichtlich findet, welche Gründe es gibt.

    Versuchen, Dinge nicht zu persönlich zu nehmen. Das ist ein ganz zentraler Punkt bei jeder Form von pädagogischer Arbeit, wozu ich Fußballtraining durchaus zählen würde (ist aber sicherlich auch generell keine schlechte Haltung). Man tendiert dazu, gerade wenn man sich mit seiner ganzen Person auf die Aufgabe stürzt, Dinge persönlich zu nehmen, die aber gar nichts mit einem zu tun haben. Also: dass es mal Ärger gibt, das hat nicht unbedingt etwas mit dir zu tun. Dass Spieler aufhören oder wechseln, das hat nicht unbedingt mit dir zu tun. Natürlich sollte man immer wieder seine eigene Tätigkeit hinterfragen, aber es wird immer Situationen geben, in denen Verhaltensweisen und Entscheidungen von anderen Personen, seien sie rational oder irrational, einem selbst gegen den Strich gehen. Das ist dann bei so engem persönlichen Kontakt zu den Menschen manchmal schwierig zu akzeptieren; genau diese Akzeptanz ist aber sehr wichtig, damit es einen nicht über die Maßen stresst.

    fak


    Kann ich dir gerne sagen: Der Wirtschaft gehts gut, zumindest ok, aber der Staat muss die Steuereinnahmen reinvestieren um weiter Wachstum zu gewährleisten. Parallel kommen Ausgaben zur Instandhaltung der Infrastruktur und Umwelt, etc. Da steht der Sport an letzter Stelle


    Verstehe ich nicht ganz. In welcher Form werden denn die Steuereinnahmen reinvestiert, um Wachstum zu gewährleisten? Und wäre nicht zum Beispiel eine Investition in Sportstätten auch ein Konjunkturprogramm? Und Sportstätten sind ja auch Teil der Infrastruktur, die du nennst. Und was Straßen usw. anbelangt, das scheint ja, was man so hört, auch nicht immer perfekt zu laufen. Wo geht denn das ganze, immer mehr werdende Geld, das durch das ständige Wachstum erwirtschaftet wird, hin?


    Das mag ein wenig vom Thema wegführen, aber es ist doch so schön nebulös formuliert, dass mich doch mal interessieren würde, was dahinter steckt. Was mir zunächst mal auffällt, ist, dass die Wirtschaft wächst und wächst, aber auf kommunaler Ebene kein Geld da ist. Aber über die Gründe dafür bin ich mir nicht so im Klaren.

    Ich schließe mich hier @Zodiak's Meinung an. Zusätzlich noch ein paar Turniere spielen und sich so schon einmal kennen lernen, bevor es nach der Pause in die richtige Saisonvorbereitung geht.


    Wenn man denn eine richtige Saisonvorbereitung hat. Ich freue mich schon sehr auf die Wochen vor den späten Sommerferien dieses Jahr, weil wir dann im Gegensatz zu sonst tatsächlich am ersten Spieltag schon einigermaßen vorbereitet sein werden. In den Ferien, wenn die Hälfte der Spieler im Urlaub ist, ist das ja immer so eine Sache...

    Äh...gerade gemerkt, dass du vermutlich über eine F-Jugend schreibst, irgendwie meinte ich, dass wir uns im höheren Jugendbereich befänden...damit kannst du einen Großteil von dem, was ich geschrieben habe, streichen.


    Mit dem Schiedsrichter sprechen, ruhig, und auch vorab, würde ich nach wie vor. Alles andere...wenn's so ist, ist's halt so. Bleib einfach bei deiner Linie, das wird langfristig belohnt.