Beiträge von fak

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    1) Dazu hast du jetzt direkt nichts geschrieben, aber wenn du nicht viel Wert auf Körperlichkeit legst im Training (prinzipiell natürlich zurecht) kann ich mir vorstellen, dass es sinnvoll wäre, da die Intensität ein wenig hochzuschrauben. Wenn generell ein härterer Stil gespielt wird als von euch, dann kann man sich dem auch ein wenig anpassen, ohne natürlich deswegen zur Kloppertruppe zu werden oder gar Dinge wie Tätlichkeiten und absichtliche Fouls zu forcieren. Wenn ihr auch ab und an mal Foul spielt kommt ihr aus der Opferrolle raus.


    2) Wenn es vom Trainer der gegnerischen Mannschaft über die Maßen forciert wird, würde ich mich mit dem unterhalten. Am besten ruhig (hat auch den Vorteil, dass er zumindest in der Zeit keine komischen Anweisungen reinbrüllen kann, zumindest wenn es während des Spiels stattfindet). Notfalls aber da auch in den Konflikt gehen und mal laut werden, je nach Typ. Es ist natürlich wichtig, dass nicht von draußen Aggressionen ins Spiel getragen werden. Wenn aber ein anderer Trainer das eh schon tut und der Schiedsrichter nicht eingreift, kann es aus meiner Sicht sinnvoll sein, das in einem gewissen Rahmen ein wenig eskalieren zu lassen. Führt dazu, dass entweder der andere Trainer sich ein wenig gibt; alternativ je nachdem auch dazu, dass der Schiedsrichter eingreifen muss und dann danach mehr Ruhe ist (funktioniert natürlich nicht, wenn ein 15jähriger pfeift, der einer solchen Situation überhaupt nicht gewachsen sein kann).


    3) Vertritt weiterhin den Grundsatz, dass Eltern und Spieler Schiedsrichterentscheidungen nicht zu kommentieren haben. Wenn aber der Eindruck entsteht, dass man benachteiligt wird, dann ergibt sich daraus logisch das Gefühl, dass man etwas dagegen tun muss. Das ist meines Erachtens auch Traineraufgabe. Wenn du beim Vieraugengespräch bleiben möchtest kannst du vielleicht einen zugänglichen Schiedsrichter vor dem Spiel auf die Problematik hinweisen. Natürlich nicht, indem du sagst, dass bislang nur Pflaumen gepfiffen haben, die alle gegen euch waren ;) - sondern eher so, dass deine Mannschaft einen technisch betonten Fußball spielt und in den letzten Wochen Gegner sehr hart gegen euch angetreten sind und du dir wünschst, dass er darauf besonders achtet. Darüber hinaus würde ich aber die Haltung zu Äußerungen zum Schiedsrichter vielleicht überdenken. Es ist sicherlich grundsätzlich richtig, Schiedsrichterentscheidungen nicht zu kommentieren. Allerdings nützt das auch nichts, wenn sich dann Aggressionen aufstauen und es irgendwann Ausbrüche durch Beschimpfungen oder gar Tätlichkeiten deiner Spieler gibt. Ich kommentiere grundsätzlich erstmal auch keine Schiedsrichterentscheidungen; wenn ich allerdings den Eindruck habe, dass ein Schiedsrichter entweder so viel laufen lässt, dass es mir zu aggressiv wird, wenn er sich keine Mühe gibt und daraus ständig falsche Entscheidungen resultieren (junger, fitter Schiedsrichter der nur an der Mittellinie steht), oder wenn ich das Gefühl habe, dass sich ein Schiedsrichter sehr durch Äußerungen des Gegners von außen beeinflussen lässt, dann gebe ich da meine Zurückhaltung etwas auf. Nicht so, dass ich dann anfangen würde, rumzubrüllen, aber so, dass ich an dem ein oder anderen Punkt schon mal, in ruhigem Ton, "Abseits" oder "das war Foul" rufe. Gerade für unsichere Schiedsrichter ist es ja zunächst mal bequem, möglichst viel laufen zu lassen und keine Entscheidungen zu treffen. Wenn ich dann aber schon mal etwas reinrufe, dann zwinge ich den Schiedsrichter mit diesem Input dazu, sich dazu innerlich zu positionieren und ein wenig aktiver in seiner Bewertung von Situationen zu werden. Diese Vorgehensweise hat auch den Vorteil, dass ich meinen Spielern sagen kann, dass sie sich aufs Fußballspielen konzentrieren können, um den Schiri kümmere ich mich schon, wenn es da etwas zu tun gibt. Gerade wenn ich weiß, dass ein schwacher Schiedsrichter angesetzt ist, erinnere ich daran auch nochmal vor dem Spiel und habe damit gute Erfahrungen gemacht.

    Jep, ich denke auch, dass es hier sehr auf die frühzeitige, klare Kommunikation ankommt. Und darüber würde ich dann auch nicht groß diskutieren. Es ist nämlich einfach sinnvoll so, wie du es machst. Je nach Gegnern in den Spielgruppen könnte man auch komplett mischen, aber den ältesten Jahrgang zusammen lassen geht sicher auch. Kompletter Quatsch wäre eine Einteilung nach Leistung, aber auch, sich danach zu richten, wer mit wem will und was den Eltern noch so einfällt. Also: Weg so fortsetzen und dran denken, dass man sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern "erziehen" muss. Was in dem Fall halt heißt, dass sie verstehen müssen, dass da das Leistungsprinzip keine Rolle spielt (und am besten vorsorglich auch schon einmal, dass wenn das später in einem gewissen Umfang eine Rolle spielen sollte, man auch nicht jede Entscheidung ständig mit jedem - natürlich total objektiv urteilenden...- Elternteil bequatschen kann).

    Ich habe vor 14 Jahren bei meiner ersten Trainertätigkeit auch so ähnlich angefangen. Mit 17 als Trainer angefangen und dann mal schön ohne jegliche Vorbildung, Erfahrung oder Tipps 25 F-Jugendliche in einer Halle. Ich habe keine Ahnung, wie ich das überhaupt hinbekommen habe. Heute läuft sowas bei uns im Verein nicht mehr, meine Einschätzung wäre aber, dass du damit nicht alleine bist, dass viele Trainer vor einer ähnlichen Situation stehen.


    Gut ist schon mal, dass du nicht mehr ganz alleine bist. Ihr braucht aber denke ich noch zwei weitere Leute, um 40 Kinder in dem Alter einigermaßen vernünftig betreuen zu können. Da ist jetzt die Frage, wie sehr du in deinem Ort und in dem Verein vernetzt bist, ob dir da Leute einfallen, die du ansprechen kannst. Am ehesten lassen sich natürlich Väter von den Kindern mal bequatschen (hat ja bei dir auch geklappt ;-)). Ein weiterer Klassiker wären ältere Nachwuchsspieler. Wobei bei 40 Spielern schon ein zweiter Erwachsener noch gut wäre. Ich vermute ja mal, dass ihr auch Wettkämpfe zu betreuen habt und dann mehrere Mannschaften habt. Wenn du selbst keine Leute im Sinn hast, die du ansprechen kannst, dann erkundige dich bei der Jugendleitung, ob die noch Ideen haben. Vierzig Kinder kann man zu zweit nicht vernünftig betreuen und ich würde da dann auch, wenn sich keine Besserung einstellt auf die ein oder andere Weise, einen Aufnahmestop setzen. Wenn du einen inaktiven Jugendleiter hast kümmert der sich spätestens dann um die Sache, wenn er davon etwas mitbekommt. Du solltest aber im Sinne der Kinder und vor allem um deine Nerven zu schonen da aktiv werden, um die Situation zu ändern. Bei dem aktuellen Betreuungsverhältnis lassen sich zwar mit viel Mühe die Kinder irgendwie betreuen, aber ein gutes Kindertraining sieht sicherlich anders aus.

    Ich war als Trainer noch nie in der Situation, bei uns kommen die Gegner wenn sie zu wenige Spieler haben gleich gar nicht ;-).


    Habe das zweimal angeboten bekommen, als ich zu früheren Zeiten mal mit zu wenigen Spielern bei einem Spiel war. Habe beide Male abgelehnt, weil ich erstens nicht finde, dass ein Kind der anderen Mannschaft in puncto Spielzeit darunter leiden sollte, dass ich zu wenige/zu unzuverlässige Spieler habe, weil ich es b) ganz interessant finde, mal in Unterzahl zu spielen und c) dann auch noch darauf hoffe, dass genau das eintritt, was thomasg geschrieben hat, nämlich dass sich vielleicht einige darüber ärgern, dass andere unnötig fehlen (hängt natürlich immer davon ab, woran die Unterzahl liegt).

    Ich sehe es auch so, dass du bezüglich der Spieleinsätze rotieren solltest. Es ist für die Kinder und deren Eltern sinnvoller, wenn nur eine vernünftige Anzahl Spieler dabei ist, als wenn jeder jedes Wochenende dabei ist und dafür nur ein paar Minuten Einsatzzeit bekommt. Die Wettkämpfe sind zwar für die Kinder schön und wichtig, aber in der F-Jugend jetzt noch kein so essentieller Bestandteil, dass das ein Drama ist, wenn man alle paar Wochen bei einem aussetzen muss. Wird bei uns seit Jahren so praktiziert und gibt eigentlich keine Probleme, wenn man die Einsatzzeiten unter allen regelmäßig im Training anwesenden gleichmäßig verteilt.


    Unabhängig davon kann man natürlich trotzdem die zur Verfügung stehende Einsatzzeit vergrößern durch Freundschaftsspiele oder das genannte Modell mit den Bambini, wenn man die Zeit hat und investieren möchte und das für hilfreich hält. Schadet sicher nicht.

    Was verstehst du denn unter "Basics" und was unter "fortgeschrittenes" Training?


    Generell hat man diese Situation im Prinzip in jedem Verein in diesen Altersklassen. Wenn das von der Betreuungssituation her klappt würde ich durchaus, je nach Thema, die Gruppen mal teilen und in der einen Gruppe etwas schwierigere Übungen machen, in der anderen leichtere. Wichtig ist aber, dass der Respekt untereinander nicht leidet. Wenn da jetzt schon einige ankommen und schwierigere Übungen einfordern, dann kann das für dich durchaus ein Hinweis sein, aber letzten Endes entscheidest du, was angemessene Herausforderungen sind und was noch nicht geht. Kann sein, dass trotzdem alles noch zu einfach ist für den ein oder anderen Grundschulhelden. Wenn solche Sachen angesprochen werden kann ich mir auch vorstellen, dass da manchmal auch Unmut den schwächeren Spielern gegenüber aufkommt, je nach Charakter. Dem würde ich massiv entgegen wirken und respektvollen Umgang fordern.

    Noch als weiteren Erfahrungswert: ich verwende auch ca. 10 Stunden pro Woche auf Fußball. Das sind in der Regel zwei Trainingseinheiten und ein Spiel, jeweils mit Vor- und Nachbereitung. Diese Zeit trifft so allerdings nur zu, weil ich in einem Trainer- und Betreuerteam bin, in dem ich mich nicht um Materialien kümmern muss und in dem ein anderer Trainer für die administrativen Dinge zuständig ist. Ist also reine Fußballzeit. Mit den anderen Sachen, wenn man sie ordentlich machen will, würde sich die Zeit vermutlich etwa verdoppeln.


    Co-Trainer/in dazu holen ist sicherlich generell eine gute Idee.

    fak


    Ich sehe dort durchaus eine Verbindung. So könnte man bereits in einem früheren Stadium Zuschauer mit einem Stadionverbot belegen, anstatt erst einmal zu warten, bzw. zuzuschauen, bis sie selbst die Ordneranweisungen ignorieren. Unsere Polizei sollte nicht auch noch für Dummköpfe und Idiioten auf den Haupt- oder Nebenplätzen der Fussballstadien den Kopf hinhalten müssen. Und wenn überhaupt, dann sollte der Beweis angetreten werden müssen, dass man alle Vereinsmaßnahmen ausgeschöpft hat. Ansonsten sollte der Polizeieinsatz kostenpflichtig für den Verein sein.


    Es ist selbstverständlich ein vernünftiger Grundsatz, seinen Kram möglichst selbst zu regeln. Aber einen Nachweis führen, dass ein Polizeieinsatz wirklich notwendig war? Das finde ich höchst problematisch und es geht tatsächlich denke ich in eine Richtung, von der ich mir anhand deiner sonstigen Beiträge hier eigentlich nicht vorstellen kann, dass du sie für gut hältst: nämlich Individualisierung, Übertragung von Gemeinschaftsaufgaben auf Einzelne oder einzelne Gruppen. Wenn ich mir nicht sicher sein kann, dass ich, wenn ich das für angebracht halte, mich an staatliche Autoritäten wenden kann, dann muss ich in zunehmendem Maße selbst diese Autorität übernehmen. Das halte ich nicht für wünschenswert.


    Man kann vielleicht an der Stelle darüber reden, an der von vornherein eine Durchführung von kommerziellen Veranstaltungen ohne massiven Polizeischutz nicht möglich ist. Darunter fällt aber ein Kreisklassenspiel meiner Ansicht nach nicht und ich finde, wir sollten sehr vorsichtig sein, die Inanspruchnahme von staatlicher Schutzleistung wie dieser an Bedingungen zu knüpfen.

    "Die Polizei hat schon genug damit zu tun, sich tattäglich um die Kriminalität zu kümmern und ist dabei vielfach personell gar nicht in der Lage. Da will man nicht auch noch der Vollstrecker für das "Restrisiko" der Vereine sein. Ich sehe weiterhin die Vereine an erster Stelle in der Pflicht. Die Polizei ist nur dann der richtige Ansprechpartner, wenn der Verein seine Möglichkeiten ausgeschöpft hat."


    sehr schön gesagt, und das sollte genauso endlich auch für den profifußball gelten!
    die um absolute gewinnmaximierung bemühten vereine schöpfen nämlich bei weitem ihre möglichkeiten was sicherheit und ordnung angeht nicht aus.
    und ich habe längst die lust verloren für das hobby stadionfußball meine steuergelder verbrennen zu sehen.


    Da sind wir jetzt aber bei einem völlig anderen Thema. Ob Veranstaltungen von vornherein von einem massiven Polizeiaufgebot geschützt werden oder ob zu einer Veranstaltung Polizei gerufen wird, weil dem dortigen Personal nicht Folge geleistet wird, ist dann doch ein großer Unterschied.

    fak


    Das ist aber keine schöne Vereinspolitik! Denn eigentlich beruht die Gründung von Vereinen auf die Selbstverwaltung von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Darin enthalten ist eine größtmögliche Autonomie die Dinge nach den eigenen Wünschen regeln zu wollen. Delegiert man die Verantwortung, dann müsse besonders triftige Gründe vorliegen. Deshalb sollte die Delegation der Verantwortung nur in besonders begründbaren Einzelfällen vorliegen. Sie präventiv einzusetzen, weil ja vielleicht daraus etwas entstehen könnte, hieße in meinen Augen nur Verantwortung für die angenehmen Aufgaben des Vereinslebens wahrzunehmen.


    Die Polizei hat schon genug damit zu tun, sich tattäglich um die Kriminalität zu kümmern und ist dabei vielfach personell gar nicht in der Lage. Da will man nicht auch noch der Vollstrecker für das "Restrisiko" der Vereine sein. Ich sehe weiterhin die Vereine an erster Stelle in der Pflicht. Die Polizei ist nur dann der richtige Ansprechpartner, wenn der Verein seine Möglichkeiten ausgeschöpft hat.


    Schön ist das natürlich nicht. Aber angemessen. Wir stellen uns ja durchaus der Verantwortung. Was würdest du denn machen, wenn Zuschauer sich nicht dort aufhalten, wo Zuschauer hingehören, sondern stattdessen fast auf dem Spielfeld stehen und aggressiv das Spiel beeinflussen? Wenn du dann Ordner hinschickst und deren Aussagen ignoriert werden? In dem Moment kann ich nicht davon ausgehen, dass ich mit meinem Hausrecht weiterkomme und dementsprechend ist es angemessen, eine Instanz hinzuzuziehen, der dann hoffentlich Folge geleistet wird. Ich finde es traurig, dass das nötig ist, sehe aber keine vernünftige Alternative in einem solchen Fall. Wenn Leute darauf bestehen, sich daneben zu benehmen, dann sollen sie das tun, aber bitte nicht auf unserem Vereinsgelände während einer unserer Veranstaltungen. Wenn wir als Verein dafür Sorge tragen, dann handeln wir doch genau in dem Sinne, was du sagst: wir regeln Dinge nach den eigenen Wünschen. Wenn sich das mit unseren Mitteln nicht regeln lässt holen wir eben die Hilfe von jemand, der mehr Mittel zur Verfügung hat. Ich halte das auch für einen sinnvolleren Umgang mit der Rolle der Polizei, als erst auf eine Eskalation zu warten. Dass die Polizei unterbesetzt ist ist wiederum ein anderes Thema.


    Das ist explizit auf der letzten diesbezüglichen Sitzung als Änderung der Satzung beschlossen worden. Keine Ahnung warum, aber es ist eine neue Regelung, die zur nächsten Saison in Kraft treten wird.


    Das ist denke ich die alte Fassung der Ordnung. Tatsächlich wurde §10 Satz 2 so geändert, wie das im Ausgangsbeitrag beschrieben wurde. Die unterschiedliche Behandlung von Jungen und Mädchen bleibt also (bzw. wird eben ab Sommer neu eingeführt).

    Ohne mal in dem Bereich aktiv gewesen zu sein frage ich mich zunächst mal, wieso es in der G-Jugend ein irgendwie geartetes Entscheidungsschießen gibt?


    Wenn's sowas aber schon geben muss, dann würde ich entweder halt jeden mal schießen lassen und das selbst bestimmen, oder diejenigen schießen lassen, die wollen.

    Ich habe mit Funino selbst keine Erfahrung, aber mit "großem" Abschlussspiel vs. kleinere Abschlussspielformen. Unsere Jungs haben von Anfang an kennengelernt, dass Abschlussspiele unterschiedlich gestaltet sein können. Die freuen sich auch mal, wenn wir ein großes Spiel machen, mal 11 gegen 11 spielen, wenn wir den Platz haben und es inhaltlich sinnvoll ist. Die kommen aber gar nicht auf die Idee, sich über andere Formen von Spielen zu beschweren, weil sie das von klein auf kennen. Hier sehe ich auch eine mögliche Ursache für die Lustlosigkeit: wenn die Kinder es eher gewöhnt sind, bestimmte Spielformen zu machen, dann kann es schon mal etwas Eingewöhnungszeit brauchen, bis sie sich mit etwas neuem anfreunden. Wir hatten vor ein paar Jahren hier einen Bambinitrainer, dem dann irgendwann der Laufpass gegeben wurde, weil er sich nicht an die Vorgaben bezüglich Kinderfußball oder hier eben sogar Bambini"fußball"training gehalten hat. Als die dann jemand anders übernommen hat, waren die in den ersten Trainings immer traurig, weil es kein "richtiges" Spiel am Ende gab. "Richtiges Spiel" war für sie, dass alle ein großes Spiel über die ganze Halle oder über eine Platzhälfte machten. Das hatte sich aber nach ein paar Trainingseinheiten schnell erledigt. Sie wollen normal ja wie die Großen sein, aber wenn es für sie normal ist, dann machen sie auch ganz schnell andere Dinge mit Begeisterung, die eben manchmal sinnvoller sein können. Du scheinst ja sehr überzeugt von Funino zu sein, also einfach beim nächsten Mal wieder heran wagen.

    Also vielleicht bin ich ja ein Fußballromantiker alter Schule, aber ich finde wenn schon im C-Jugend Bereich Trainer Kinder 'von außerhalb' mit in den Verein bringen, läuft irgendwas falsch. Kenne ich eigentlich eher aus dem Erwachsenenbereich, und schon da ist es ja nicht ganz unkritisch zu sehen (da den eigenen Nachwuchskräften ja das Wasser abgegraben wird, wenn schon in der Kreisliga nicht auf den eigenen Nachwuchs gesetzt wird sondern 'gestandene Kräfte' aus Nachbarvereinen geholt werden).


    Ich finde wenn es nicht tatsächlich um Klassenwechsel zum Zwecke der Talentförderung geht sollte man das lassen. Es sei denn die Verhältnisse im alten Verein sind so schlecht, das man die Kinder einfach davor schützen möchte.


    Sehe ich grundlegend auch so, würde allerdings noch hinzufügen, dass es für mich auch denkbar wäre, Spieler mitzunehmen, die von sich aus auf dich zukommen (bzw. deren Eltern auf dich zukommen). Es ist aber immer eine Gratwanderung, am liebsten wäre mir in so einer Situation, wenn gar keine Spieler mitgehen. Was aber natürlich dann wieder anders zu sehen ist, wenn es objektiv betrachtet für die Spieler eine schlechte Lösung ist, beim alten Verein zu bleiben. Das können wir hier natürlich nicht beurteilen.

    Ja, den Schuh muss ich mir wohl anziehen, ich hab es wahrscheinlich zu lange unter Zickerei abgetan...


    Muss aber auch sagen dass ich nicht gedacht hätte, dass der Rest der Mädels sich da so instrumentalisieren lässt, hatte den Eindruck das es den meisten auch einfach nur auf die Nerven geht...da lag ich wohl falsch.


    Aus eigener Erfahrung mit Klassenkameradinnen in dem Alter und etwas jünger: das schließt sich ja nicht aus ;) . Gerade, wenn man mit solch albern überzogenen Konflikten keine Erfahrung hat, lässt man sich gerne mal reinziehen, obwohl es einen eigentlich nur nervt.

    Follkao: wenn der Verband den Einsatz von Mädchen in reinen Jungenteams verbieten würde, sähe ich darin keine Diskriminierung sondern nur eine sportliche Beeinträchtigung.


    Aber ein Spiel (übrigens auch bei zwei Juniorinnenteams) zu werten oder nicht sollte nicht vom Geschlecht, der Hautfarbe, Herkunft usw. abhängen.


    Generell fand ich das bisherige Verbot von zwei Pflichtspielen an einem Tag für Junioren UND Juniorinnen durchaus sinnvoll.


    Es fällt ja schwer, dahinter zu blicken, womit diese Unterscheidung begründet wird. Dem letzten Satz kann ich mich allerdings unabhängig von diesem fehlenden Wissen anschließen. Habe mich auch etwas gewundert, als ich das vor einigen Tagen gelesen habe.

    Ich bin der Meinung, dass die Polizei bei vielen Kreisligaspielen viel eher gerufen werden sollte.


    Ist bei uns Vereinspolitik. Wir hatten letzte Saison einen Fall, in dem das relativ spontan getan wurde (also die Polizei gerufen). Gegnerischer Trainer heizte ständig das Spiel an und Zuschauer von auswärts gingen vor die Bande und standen direkt am Spielfeldrand und brüllten von dort rein. Dann sind unsere Ordner hin und haben die Zuschauer aufgefordert, den Spielfeldrand zu verlassen und hinter die Bande zu gehen. Ein Zuschauer weigerte sich und der Trainer wehrte sich dagegen, dass die Zuschauer hinter die Bande sollten -> Polizei gerufen. Die kam dann gleich mit 6 Beamten inklusive Hunden, was ein gewisser Overkill war; aber die Hunde waren halt gerade auch frei und bei nem Fußballspiel weiß man nie, sagte mir ein Polizist. Das schlug dann ein wenig Wellen, zumal das Spiel auch abgebrochen wurde (Gegner meldete zur Halbzeit bei mehreren Toren Rückstand einige verletzte Spieler...). Bei uns hat sich aber im Nachhinein die Sichtweise durchgesetzt, dass es sinnvoll war, so zu handeln und das es genau so wieder gemacht würde. Man muss nicht die Polizei immer erst dann rufen, wenn schlimmes schon passiert ist. Wenn eine schwierig zu kontrollierende Situation mit Aggressionen entsteht lieber mal frühzeitig reagieren. Im Zweifelsfall erarbeitet man sich dann als Verein auch einen gewissen Ruf. Manche werden das belächeln, aber es wird sicher auch dazu führen, dass Leute gewarnt sind, die sich möglicherweise daneben benehmen würden.