bei den europäischen Teams fällt auf, dass vor allem diejenigen noch im Rennen sind, bei denen die jeweiligen Länder (Verbände und Staat) sehr viel Geld und Engagement in die Nachwuchsförderung / Eliteförderung gesteckt haben. Sie können nun auf einen qualitativ u. quantitativ starken Pool zurückgreifen.
Deutschland hat ja bekanntlich vor etlichen Jahren die Zeichen der Zeit erkannt. Leistungszentren wurden geschaffen und die Profivereine zu Ausbildungszentren gezwungen. Nachwuchsligen mußten bedient werden.
In Frankreich gibt es das Ganze schon länger:
ZitatAlles anzeigenWesentlicher Grund für die international herausragende Stellung, die
sich der französische Fußball seit etwa Mitte der 1980er Jahre
erarbeitet hat, ist das System der Talentförderung, das unter anderem
alle Erstligavereine dazu verpflichtet, eine Art Sportinternat (Centre de Formation) und eine zweite Mannschaft für Nachwuchsspieler (Reserve Pro)
zu unterhalten; auch der französische Fußballverband selbst betreibt in
den verschiedenen Regionen des Landes solche ?Talentschmieden? sowie
das Institut national de formation (INF) und das Centre technique national Fernand-Sastre in Clairefontaine.
Zudem bietet der Fußball gerade den Nachkommen der zahlreichen
Einwanderer aus der französischsprachigen Welt in Afrika, der Karibik
und dem pazifischen Raum eine der wenigen Chancen zu gesellschaftlicher
Anerkennung und sozialem Aufstieg. Die Kehrseite dieses fußballerischen
Aufschwungs: seit Jahren spielen die allermeisten Spieler des
erweiterten Nationalkaders nicht mehr in Lens, Nantes, Paris oder
Toulouse, sondern in den Top-Ligen Italiens, Englands und Spaniens,
seltener auch in Deutschland.
Dass die Niederländer seit langem eine durchgängig sehr gute Nachwuchsausbildung betreiben, macht sich bezahlt.
Griechenland weiß ich nicht.
Schweiz hat gutes Nachwuchskonzept seit Mitte der 90er.
