Beiträge von soccerbook

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    Das ist für mich genau der springende Punkt. Hier muss man entscheiden ob man im Amateur oder Leistungsfußball trainiert.

    Da hast du mMn absolut Recht. Und wenn man vom Breitensport in den Leistungssport wechselt muss einem dieser Unterschied auch klar sein BEVOR man sich entscheidet.
    Eltern und auch die Kinder... wobei die Eltern da mehr Probleme mit haben könnten.


    Gruß,
    sb

    Servus Steini,


    Was denkt Ihr zu obiger Meinung des Trainerkollegen ?


    Wenn es so ist wie du es geschildert hast, finde ich es vollkommen ok, wie der Kollege das handhabt.


    Wie handhabt Ihr das ? Ist es Euch wichtig ? Oder ist es allgemein als Trainer wichtig ? Und wenn ihr von privatem Stress wisst, wie reagiert darauf ?

    Ich bin da eher offen. Wenn ich was über die Jungs höre, speichere ich mir das ab und schaue ob es im Training deswegen "Auffälligkeiten" gibt. Wenn ja, frage ich die Spieler warum sie so drauf sind. Wenn sie antworten würde ich mit ihnen darüber sprechen. ABER nur soweit mich das etwas angeht... Wenn sie nicht reden wollen, ist es auch ok.


    Ob es mir wichtig ist oder nicht kann ich schwer sagen. Wenn ein Spieler auch mit privaten Problemen zu mir kommen würde, zeugt das ja von Vertrauen.


    Allgemein und das merkt man ja auch hier im Forum, werden diese Themen ja bedeutender. Heutzutage kann man als Coach Pädagoge, Sozialarbeiter, Psychologe und Erzieher sein.
    Ob man das als Trainer macht, muss jeder für sich entscheiden. Das ist auch der Konflikt den manche Trainer heutzutage haben. Sie kennen noch die Zeit wo es "nur" um Fußball spielen oder trainieren ging. Da gab es zwar auch Scheidungen oder schlechte Noten aber es wurde halt nie so zum Thema gemacht. (Aussage meines JL)


    Von daher kann ich jeden verstehen, der sagt: "ich bin Fußballtrainer und bei mir geht's ausschließlich darum."


    Gruß,
    sb

    @open
    Das mit dem Erklären für die Eltern bzw. das mitmachen der Eltern halte ich für eine sehr gute Idee.
    Der Einfall kam mir auch auf der Trainertech, weil ich wie gesagt sehr interessant fand, dass Ralf oder Christian ihre Übungen erklärt haben und genau wussten was jetzt gleich auf dem Feld passieren wird. Somit kann man als Trainer seine Kompetenz zeigen und die Eltern merken wahrscheinlich, "ok der Trainer macht da zwar "neue Übungen" aber ich verstehe warum".
    Das setzt aber voraus das man sich als Trainer bildet bzw. weiterbildet und meiner Meinung nach, auch über den Tellerrand hinausschaut.


    guenter
    Deine letzten Beiträge finde ich super. Druck - so finde ich - macht man sich immer selbst.
    Wenn man du von Rahmenbedingungen sprichst, gehe ich noch ein Schritt weiter und sage, dass manche Dinge - z.B. Abmelden beim Coach - ganz normaler Anstand ist.


    Ich weiß, jetzt komme ich wieder mit nem Beispiel: :D
    Meine Tochter geht zum Ballett. Ihre Lehrerin achtet sehr darauf das die Rahmenbedingungen/ Verhaltensregeln eingehalten werden.
    Sie macht nichts anderes als z.B. um Punkt 16 Uhr mit allen zusammen den Tanzraum zu betreten, die Kinder müssen sich davor in einer Reihe aufstellen.
    Sie achtet darauf das alle Kinder die richtige Kleidung und Schuhe anhaben. Wenn diese Dinge nicht klappen, spricht sie die Kinder oder Eltern an, dass es so nicht geht.
    Einige Eltern melden ihre Kinder nach ein zwei Stunden wieder ab, weil die Lehrerin so streng sei. 8o


    Das ist für mich nicht streng, dass sind für mich ganz normale Rahmenbedingungen/ Verhaltensregeln die man - egal ob Fußball oder Ballett - zu befolgen hat.
    Wer damit nicht klar kommt, wird aber überall Probleme haben...


    Gruß,
    sb

    Ich spüre natürlich Druck von Seiten der Elternschaft. Die meisten wollen nur gewinnen.


    Man soll auch gewinnen wollen. Da hat TRPietro was interessantes gefragt. Warum "angeblicher Druck" mit Erfolgsdenken in Verbindung gebracht wird?
    Den Druck macht man sich meistens selbst. Ich sag immer: "Ich muss gar nichts, außer sterben."


    Das bestmöglochste für die Jungs? Oder für sich? Darum geht es die ganze Zeit.


    Für die Jungs. Das hat sich herausgestellt wenn wir darüber gesprochen haben, warum er seine Vorstellungen hat und manchmal zu ehrgeizig war.
    Er ist halt nicht der Typ der das so vermitteln konnte. Aber dennoch kein schlechter Mensch.


    Junge Menschen müssen nicht alles so hinnehmen. Man kann durchaus Rücksicht auf dienanderen nehmen, wenn man mit denen arbeitet.

    Und da kommen wir auch zum springenden Punkt. Hinter vorgehaltener Hand haben sich viele Eltern und Kinder bei mir darüber beschwert. Ich habe ihnen aber immer gesagt, dass müssten sie mit ihm besprechen. Keiner, bis auf ein Vater, hat das mal mit ihm selbst besprochen. Nachdem der Vater aber mit ihm sprach, setze bei ihm ein Prozess ein und er wurde entspannter.


    Gibt ja so ein Sprichwort: Wenn keiner sagt was man falsch macht, kann man es auch nicht abstellen. (oder so ähnlich)
    Auch die Spieler sollten sich so etwas nicht gefallen lassen.

    die Gegenfrage wäre: "Stellen wir das Geleistete, nähmlich die "kindgerechte Vorgehensweise", die Vortschritte im sozialen Bereich u.s.w. zu wenig in die Öffentlichkeit ? Sprich, kommunizieren wir das zu wenig, im Verein, bei Elternabenden u.s.w. ?


    Du warst doch auch auf der Tagung, oder?
    Was ich ganz interessant fand, war als z.B. Ralf oder Christian bei ihren Übungen die Sachen erklärt haben.
    Was passiert als nächstes mit den Spielern (als ihr nicht mehr wusstet welche Farbe ihr jetzt bespielt), warum mache ich diese Übung so oder so?
    Meinst du man sollte es als Coach - wenn Interesse bei den Eltern besteht - das auch mal erklären?

    Du wirfst aber viele Fragen auf, Uzunbacak. 8|:rolleyes::D


    Spürst du Druck? Gibst du Druck weiter?


    Wenn ich mit meinem Kollegen darüber geredet habe, meinte er das er auch nicht weiß warum er so ist.
    Er will halt das bestmöglichste für die Jungs. Einsatz der Spieler sehen, so dass sie Spiele gewinnen können.
    Und er meinte, er kommt halt aus der Zeit wo man den Coach noch mit Handgeben und "Grüß Gott" begrüßt hat. Da herrschten andere Sitten.


    Ich habe es nach anfänglichen Problemen damit, so hingenommen und mir gesagt: Er ist halt so wie er ist. Den Charakter (nur auf den Fußball bezogen) kann nur er selbst ändern.


    Gruß,
    sb


    Ach und nochwas. Prahlen mit Hausarbeit geht nicht? Ha, vor den Spielermamas kannste super damit prahlen. Problem dabei ist das die Spielermama ihrem Mann zuhause sagt: "Der Trainer von unserem Sohn bügelt auch die Wäsche." :thumbup:


    was ist das denn für eine Spielphylosophie im KIFU.?


    Oder wird Altes wieder hervorgekramt und für modern erklärt? so haben wir vor 50 Jahren gespielt.


    Das würde ich jetzt nicht Spielphylosophie nennen. Das wäre für mich intuitives Handeln. So wie ich fak verstanden habe, wurde das nur so gemacht, weil der Gegner viel Druck ausgeübt hat.


    Da sind wir wieder bei den Themen der Trainertech: Wahrnehmung, Spielintelligenz und Handlungsschnelligkeit.
    Wenn in der E-Jugend mal die Ansage bzw. der Tipp vom Trainer kommt, finde ich das okay.
    Besser natürlich man erklärt den Jungs das kurz oder sie kommen sogar selber drauf.

    Nicht kapiert? Also, wer das nicht verstanden hat, bekommt nicht mal mehr 'ne flache Vier. Doppel-Sechs, setzen!


    Wie war das nochmal? Wer lesen kann ist klar im Vorteil? :thumbup:


    Solange man damit erfolgreich ist, ist es super. Ich fürchte dann nur, dass wir wieder mehr Kick'n'Rush Fussball sehen werden.
    War doch bei der WM auch schon so oder irre ich mich da?


    Gruß,
    sb


    Nein, nein sauerlandcoach. Dein Einwurf war genau richtig und passt gut zum Beitrag von siebener. :)


    Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich nie den Fußball so akribisch taktisch angeschaut habe. Von daher finde ich persönlich solche Themen sehr interessant.


    Aber genau wie die meisten hier schreiben, sind es ja keine neuen Dinge die da erfunden werden. Also überrascht muss man da nicht sein.
    Stichwort von dir 3er-Kette. Gab es früher schon, wurde irgendwann als altmodisch verteufelt und kommt jetzt wieder in Mode.


    Ich finde es aber genial, wenn sich Trainer trauen "alte Mittel" wieder zum Leben zu erwecken und in den "modernen Fußball" integrieren.
    Dann ist die Überraschung beim Gegner doch groß...


    In der Praxis mit den Kids stell ich mir das auch interessant vor... :D


    pietro,
    das eine hat bei MIR - ich kann da ja nur von mir reden - mit dem anderen Nix zu tun.
    Also auch wenn ich sehr auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen versuche, hat das ja nix mit Larifari zu tun.
    Ich habe schon klare Regeln und da bin ich dann nicht mehr der liebe Traineronkel der duziduzi macht.


    Aber auch da haue ich nicht mit der Keule um mich, sondern versuche es andersrum.


    Vielleicht ein Beispiel:
    Wenn ich letztes Jahr in der E-Jugend die Teams fürs Abschlußspiel zusammengestellt habe, hieß es gleich immer. "Oh, Trainer, das ist ja voll ungerecht."
    Da habe ich den Spieler gefragt ob er es gerecht findet, dass er sich und seine Teamkameraden jetzt so schlecht macht. Anstatt sich und seine Kameraden zu motivieren.


    Dann habe ich eben bei diesen "Schwächeren" mitgespielt - ohne groß einzugreifen - nur um sie so zu pushen das sie das Spiel gewinnen wollten.
    Die Jungs haben noch nie so gehechelt nach einem Trainingsspiel. ;) Nach dem Spiel habe ich sie nochmal darauf angesprochen und sie haben kapiert worum es mir ging.


    Die Teams habe ich natürlich mit Absicht so eingeteilt, weil ich das "gewinnen wollen" fördern wollte. Zum einen wollte ich die die im Training so Larifari rumliefen mal ein bisschen anstacheln, damit sie merken worum es beim Fussball geht. Zum anderen hatten sich unsere "Stärkeren" - ich mag das Wort nicht - gefreut das auch sie mal gefordert waren und keiner den Hampelmann gemacht hat.


    Man hätte auch mit schreien oder Trainingsausschluß kommen können, nur das ist nicht meine Art.


    guenter  Karl
    Bei euren Beiträgen gehe ich voll mit.


    Generell aber noch was: Ich hatte ja letztes Jahr auch einen sehr ehrgeizigen Kollegen an meiner Seite. Von dem habe sehr viel lernen können. Was Disziplin und Autorität angeht.
    Was bei mir anfangs zu wenig war, war bei ihm zu viel. Von daher würde ich auch nie auf die "Überehrgeizigen" Trainer mit dem Finger zeigen. Vielmehr sollte es ein offener Dialog zwischen den Trainern sein. Wie eben hier im Forum, auf der Vereinstrainersitzung oder auf der Trainertech...


    Gruß,
    sb

    Servus Uzunbacak,


    Was ist der Sinn unseres Daseins?


    Einfach und überspitzt formuliert: Bei uns gibt's ein Fußballverein. Ich hatte mal erwähnt das mir das Spaß machen würde. Verein hat mich gefragt und dann bin ich Trainer geworden.
    Wenn es den Verein oder keine Spieler geben würde, hätte ich keine Daseinsberechtigung. Das gilt auch für die Trainer die sich (zu) wichtig nehmen...


    Möchten wir gute Fußballer für die erste Liga züchten? Können wirs?
    Möchten wir gute Jungs/Mädels nur "vorbereiten" (geistig wie körperlich) für höhere Ligen?
    Möchten wir als Trainer dieses Amt als Hobby sehen oder als Aufgabe?
    Dürfen wir Erwartungen haben an Kindern? Dadurch machen wir den Kindern evtl. Stress, dürfen wirs?


    Züchten? Nein, ich züchte nur Tomaten und Gurken in meinem Garten? ;)
    Aber mal im Ernst: Die Frage stellt sich mir gar nicht. Ich hatte vergangene Saison Jungs im Alter von 5 - 11 Jahren.
    Es geht mir nur immer nur darum den Kiddies eine gute Zeit zu ermöglichen wenn sie beim Fußball sind. Was in der Zukunft sein könnte, damit befasse ich mich nicht.
    Ich möchte die Kinder "vorbereiten" und ausbilden fürs Leben, nicht für höhere Ligen.
    Erwartungen darf man haben, man sollte aber nicht den Kindern die Schuld geben wenn sie diese nicht erfüllen können.
    Deshalb habe ich - klingt komisch, ist aber so - keine Erwartungen.


    Ist es unser Hobby?
    Wenn es unser Hobby ist, warum üben wir Druck aus, in vielelerlei Hinsicht, dass die Kinder besser werden? Warum stellen wir uns auch unter Druck, dass wir besser werden? Ist HOBBY mit ZWANG vereinbar?
    Sollen die Kinder überhaupt besser werden, wenn das Fußballspielen auch ihr Hobby ist? Gibts ein systematisiertes Hobby?


    Ja, es ist mein Hobby. Wie eben erwähnt: keine Erwartungen = kein Druck.
    Das ist ja das gute: auch an mich stelle ich keine Erwartungen. Meinen Druck würde ich ja wieder an die Kinder weitergeben. Heißt aber nicht, dass ich mich nicht verbessern will.
    Die Frage ist: Möchte (nicht will) der Spieler besser werden. Wenn er das möchte, versuche ich ihm dabei zu helfen.


    Sollen wir die Kinder lieber in Ruhe lassen?
    Mit dem Besserwerden?


    Fragen kost ja nix. :D Blöd nur, wenn dann die halbe Mannschaft sagt das sie nicht besser werden will, sondern einfach nur Fußball spielen will.


    Ich mache es als Hobby, sehe mich nicht als Nabel der Welt und versuche den Kindern auf ihrem Lebensweg etwas mitzugeben.
    Bei mir sind es erst Sachen wie Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Teamzusammenhalt und Bewegung.
    Ich habe Kinder die haben kein Selbstvertrauen, keine Erziehung oder sogar stärker ausgeprägte persönliche Störungen.
    Als "Werkzeug" ist der Fußball sehr gut geeignet, finde ich. Sie entwickeln sich persönlich und lernen nebenbei noch Fußball spielen.


    Wie wir ja schon auf der Tagung festgestellt haben, hat man als Trainer viele andere Sachen mit denen man konfrontiert wird...


    Gruß,
    sb

    ...und nagt stellenweise sogar an meinen persönlichen Ansichten hinsichtlich der Möglichkeiten in Sachen Altersstufen, ....schade das ich mich nicht aufraffen konnte, die Zeit und das Geld für das Treffen auf mich zu nehmen.


    Da hast du echt was verpasst, Andre!
    Dank Uwe hatte ich mich entschlossen doch dran teilzunehmen und habe es nicht bereut. So viele Informationen, Meinungen und Anregungen.


    Vor allem was auch die Frage nach der Altersklasse angeht, die ich mir auch immer stelle bzw. gestellt habe.


    Wie ich - für mich - bei der Trainertech gelernt habe, sollte man dieser Frage nicht allzu viel Zeit widmen.
    Wenn man die Übung GENAU kennt, also Abläufe, Steigerungen, evtl. auftretende Probleme im Kopf hat und seine Spieler genau kennt stellt sich diese Frage eigentlich nicht mehr.
    Wo ich beim Vortrag von Ralf Santellii bin. Der hat nämlich genau das angesprochen und aufgezeigt.


    Also, egal ob es Übungen von Simone, Matthias oder Dirk waren. überall habe ich für nächste Saison in der F-Jugend was mitnehmen können, ohne nach der Altersklasse zu fragen.


    Gruß,
    sb

    war bei mir Trainingsschwerpunkt in der F-Jugend beim Dorfverein. :D


    Ha, guenter.
    Ich übernehme in der nächsten Saison ja unsere F-Jugend.
    Da bekommen die kleinen Racker erst mal eine gescheite Taktikschulung "Fehlpass". :thumbup:


    Chris:
    In dem Video habe ich jetzt eine Szene gesehen, wo das hätte sein können. Dein Eindruck täuscht also nicht.
    Bei Kloppo oder Tuchel könnte ich mir allerdings vorstellen das sie das als ein gutes Mittel für ihren Spielstil sehen.


    Ich finde es sehr bemerkenswert wenn es Trainer gibt die sich so etwas ausdenken. Immer wieder überlegen wie sie den Gegner überraschen können.

    Servus Ralf,


    das freut mich sehr, dass der DFB da endlich mehr Initiative zeigt.


    Ich finde die FPL klasse. Nach meiner nun endenden ersten Saison als Trainer habe ich so einiges am Spielfeldrand gesehen und erlebt.
    Zu oft konnte ich beim Verhalten einiger Eltern und Trainer nur noch den Kopf schütteln. Aber auch über Kinder die nicht im Sinne des Fair Play handelten.


    In dem Bericht finde ich schön, dass es vor allem darum geht die Kinder zu entscheiden lassen, Wie das Beispiel von Hernn Fandel oder deine Anmerkung das die Kinder stolz darauf sind mitentscheiden zu dürfen.


    Ich hoffe das es bei uns Bayern schnellstmöglich eingeführt wird. Abstimmung ist ja am übernächsten Wochenende aber ich habe nirgends rauslesen können für wann.


    Weißt du oder jemand anders aus dem Forum wann die Einführung für Bayern geplant ist?


    Gruß,
    sb

    Moin moin,
    also ich habe ein ähnliches Problem:


    Wir haben zwar nur zwei Spiele verloren aber gerade da, fiel mir auf das wir beim Fussballspielen Defizite haben.
    Mein Trainerkollege macht gerne so Parcours-Trainings. D.h. zwei, drei Anspieler im Feld verteilt und dann läuft der erste aus der Reihe an, passt zum Ersten, dann zum Zweiten, und so weiter. Bei ihm werden auch die Grundtechniken in starren Übungen abgehalten und dauern dann 10-15 Min.


    Wenn ich das sehe, frage ich mich oft was es den Spielern dann im Spiel helfen soll? Natürlich müssen Grundlagen trainiert werden. Aber zum Beispiel dieses Parcours-Training findet ohne Gegnerdruck statt. Oder z.B. Torschußtraining. Ich kann natürlich mal eine Übung einstreuen wo sie ohne Gegnerdruck zielen können aber im Spiel sieht das anders aus.


    Also gehe ich her (ich mache ein Training pro Woche allein) und lasse in meinem Training größtenteils "nur" spielen. Ich fange an mit einem großen Spiel (da bei uns 16-20 Jungs sind: 7:7, 8:7)


    Dann unterbreche ich das Spiel und mache z.B. eine 3:1-Übung direkt auf dem Spielfeld. Drei Verteidiger neben das Tor. Die anderen Dreier-Teams 30 Meter vorm Tor. Immer ein Verteidiger läuft ins Feld. Die drei Spieler sollen jetzt versuchen ein Tor zu erzielen. Davor frage ich, gemäß Horst Wein die Stürmer und Verteidiger was nun zu tun ist, damit sie erfolgreich sind. Wir haben das letzte Woche gemacht und es fing dann so Larifari an, dass die Verteidiger leichtes Spiel hatten. Nach jedem Versuch steigerte sich bei den Jungs aber der Ehrgeiz und sie waren richtig motiviert UND - ganz wichtig - wollten gar nicht mehr aufhören mit dieser Übung. Wenn es bei einem Dreier-Team nicht klappt, gehe ich mit ihnen nochmal durch auf was sie achten müssen und lasse sie gleich nochmal versuchen. Das steigert sich soweit, dass sich einige Jungs beim Anstellen schon absprechen wie sie jetzt spielen werden.


    - viele Spielformen (anfangen mit 1:1 z.B. Andre's 3-2-1 und dann steigern zu 2:1, 2:2...)
    - ich fordere eigentlich nichts ein außer das die Jungs gallig sein sollen, den Ball zu bekommen
    - ich rufe STOP, alle Spieler müssen dann sofort stehen bleiben und wir schauen uns die Situation gemeinsam an und ich frage nach Lösungen
    - die Spieler zum miteinander sprechen motivieren (Leo, Hintermann, Rechts, Links,...)


    sb

    Ihr macht den Fehler, ihre Angst ernst zu nehmen und als unveränderlich anzunehmen.


    Gaaaaaanz wichtig, was tobn schreibt! Es geht nicht darum die Angst zu ignorieren, sondern diese Angst zu ergründen.
    Beispiel meiner Tochter. Jedesmal wenn wir mit dem Rad am Fussballplatz vorbeifahren und die kleinen Mädels gerade trainieren, will sie unbedingt zuschauen und bleibt lange stehen.
    Dann sage ich zu ihr: Lass uns doch mal zum Training gehen! Antwort: Nö, ich habe Angst. Dann frage ich sie warum sie Angst hat bzw. wo vor. In dem Gespräch stellt sich dann heraus, dass sie eigentlich schon gerne würde, sich aber nicht traut.
    Das hat aber nix mit Angst zu tun. Das ist bloß eine neue Herausforderung für sie. (wenn sie erstmal da wäre, würde sie eh wieder alle rumkommandieren)


    Und mir scheint es so als wenn ihr, als Familie bzw. Eltern das ganze Thema ein bissl zu ernst nehmt.
    Vielleicht ist es gar nicht so gut wenn ihr Eltern gleichzeitig auch Betreuer seid. Also ich schicke meine Kinder in einen Verein, damit sie auch mal ohne Mama+Papa was machen können.
    Also sich frei entfalten können. Neue, eigene Erfahrungen machen können.


    NEIN!!! Natürlich kann sie der Mannschaft helfen, jetzt rede ihr nicht auch noch ein, dass sie mit ihren Zweifeln Recht hat!! Macht ganz normal Training, lasst sie vielleicht im Training einmal mehr ins Tor, damit sie sich daran gewöhnen kann. Und macht ihr vor allem klar, dass nichts von ihr erwartet wird.

    Bloß nicht alles an die große Glocke hängen!


    Gruß,
    sb

    Bis jetzt wurde in diesem Thread fast ausschließlich über diese technischen Facetten gesprochen, nicht jedoch über das zweite Thema : Passivität/Aggresivität gegen(über) den Ball.
    Wie habt ihr das in eure Mannschaft bekommen?


    Siehe Post 3 von Andre. In der Broschüre Nr. 7 vom DFB.
    Ich habe letztens mit Seite 8/9 angefangen. Als zweite Übungsform hatte ich diese hier: 1:1 nach Sprint
    Mache die Übung auch ohne Sprint ums Feld. Dann starten die Spieler neben den Pfosten.


    Danach dann eine Spielform (4:4) wo du das eben trainierte sehen möchtest. Und erkläre den Spielern am besten vor der Übung das ihr das gleich in einer Spielform testet.
    Das klappt bei meinen Jungs ganz gut, weil sie den Zusammenhang erkennen. Also warum machen wir jetzt die Übung...


    Und dann vormachen wie du dir Aggressivität zum Ball vorstellst. D.h. was ist in Ordnung und was ist Foulspiel. Grätschen und Halten sind bei mir strengstens verboten... :whistling:


    Gruß,
    sb