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    Servus DSV,


    aufgeben würde ich die Trainertätigkeit nicht aber große Bedenken habe ich immer.


    Unser Verein hatte im September einen Trikotsatz gewonnen. der bei einer feierlichen Übergabe abgeholt werden sollte.
    Einfache Strecke ca. 100km. Ich sollte mir den Vereinsbus nehmen, ein paar Jungs für das Übergabefoto einpacken und hinfahren.


    Habe es aber nicht gemacht, weil mir die Verantwortung zu groß ist, dass ich mit fremden Kindern (hatte die Mannschaft erst August übernommen) so weit fahren soll. Aber nicht weil ich mit den Jungs nicht klar gekommen wäre, sondern weil ich mir die Frage gestellt habe, was passiert wenn wir einen Unfall haben. Mit dieser Last möchte ich nicht leben, deshalb vermeide ich das Fahren von Spielern.


    Thema kippendes Tor:
    Den Kindern habe ich deutlich erklärt warum sie sich nicht ans Tor hängen oder damit rumspielen sollen. Klare Ansprache:
    - wenn das Tor kippt und einen erwischt kann er schwer verletzt sein oder sterben
    - Eltern haben dann kein Kind mehr, Geschwister hat keinen Bruder mehr
    - ich trage die Verantwortung - heisst ich kann dafür von der Polizei ins Gefängnis gebracht werden
    - meine Kinder dürfen dann eine zeitlang nicht mehr zu ihrem Papa (nur Besuche)
    - Training und Spiele gibt es dann auch erst mal nicht mehr


    Wie gesagt, ist jetzt vom Wortlaut für F-Jungs. Und bei uns aufm Dorf kennen sich alle Kinder untereinander.
    Auch den Eltern erklären, dass das Fehlverhalten auch ihres Kindes, den Trainer ins Gefängnis bringen kann.


    Ich versuche das Worst-Case auch immer zu verdrängen, achte aber darauf das ich das Risiko minimiere.
    Einfach die Sinne für diese Thema schärfen und wenn man Bedenken hat, auch mal NEIN sagen...


    Gruß,
    sb

    TW-Trainer
    Bezogen auf Post 54: Gut das Du "die meisten" geschrieben hast. Mal abgesehen davon, dass sich mir hinsichtlich der von Dir ins Spiel gebrachten Trainingsmethodik so gar keine Kausalität zur hier gestellten Frage des Threads erschließt.
    Mir ist unter anderem aus diesen Gründen ohnehin ein wenig die Lust am Schreiben hier vergangen.


    Der Grund meines Postings ist meiner Überschrift zu entnehmen.


    Da möchte ich dir zustimmen. Oftmals geht der rote Faden verloren.
    Nach einigen Posts wo das eigentliche Thema gerade interessant wird, geht das Thema flöten.
    Und dann hat die Masse auch keine Lust mehr zu antworten. Aber ist jetzt genug Off-Topic!


    Das eigentliche Thema: Jeder Spieler, der dabei ist, wird eingesetzt - gilt das für euch immer?


    Ja, selbstverständlich setze ich jeden Spieler ein der mitkommt. Ich habe ja eine gemischte F aus 2006, 2007 und 2008.
    Für die Kadernominierung schaue ich das die 2006er und 2007er Vorrang haben. Ist mit den Kindern und Eltern so abgeklärt, denn die Zeit von den 2008ern kommt ja noch. Auch im Spiel schaue ich, dass der älteste Jahrgang ein bisschen mehr Einsatzzeiten hat. Sie brauchen die Spielpraxis am meisten, denn im nächsten Jahr gehts ja in die E.


    Aber wie gesagt nur aus diesem Grund. Nicht weil ich gewinnen möchte oder den ein oder anderen Spieler als zu schlecht befinde.


    Gruß,
    sb

    Lernen heißt hier auch Verstehen!


    Richtig! Ich als Trainer empfinde es aber als sehr schmalen Grad zwischen dem was Horst Wein lehrt - die Spieler sollen sich das selbst erarbeiten und Lösungen finden - und dem Vorzeigen (Vorgeben), und Erklären von diversen Dingen.


    Bestes Beispiel ist für mich Coerver. Auf der Trainertech live miterlebt und ein bisschen als Drill-Training empfunden.
    Jetzt, ein paar Monate später finde ich es eigentlich gar nicht so schlecht. Weil du intensiv etwas üben kannst.


    Selbst in den untersten Leistungsebenen, werden die Schwächsten permanent aussortiert und durch stärkere Spieler ersetzt.

    Ist etwas was mich sehr ärgert. Erste Frage wenn ein Junge bei uns ins Dorf gezogen ist. "Und kann der gut mit dem Ball umgehen?" Zwischen den Zeilen versteht man die Wertung ob es sich lohnt ihn in den Verein zu holen oder ob man wartet bis er mal vorbeikommt. Dann heult man aber rum wenn man nicht genug Jungs zum Vereinsfußball begeistern kann. :cursing:


    Ich habe zwei, drei Jungs neu dazubekommen und mir war wurscht wie sie fußballerisch drauf sind. Meine erste Frage war, ob sie Bock auf Fussball haben. Sie haben ja gesagt und damit war das Thema durch. Wie weit sie sind, sehe ich dann im Training und kann versuchen, ihnen das ein oder andere beizubringen.


    Und der Dorftrainer sieht sich garantiert nicht als Ausbilder im Fussball, da hat er mit ganz anderen Dingen zu tun zu kämpfen

    Ich glaube das Problem ist, dass sich zu viele Dorftrainer als Ausbilder sehen, das Ganze zu ernst nehmen und die "anderen Dinge" ignorieren oder ausblenden. Einige dieser Trainer kenne ich. Den interessiert das nicht wenn der Paul anfängt zu weinen, wenn er sich wehgetan hat.


    Ich sehe mich schon als Ausbilder. Aber nicht - wie du auch von dir schreibst - auf dem hohen Roß. Sondern als Begleiter, Unterstützer, wie auch immer genannt.
    Und wenn bei ihnen was haften bleibt, habe ich sie ja ausgebildet. Dazu gehören fußballerische und "andere" Dinge. Andere Dinge sind für mich zwischenmenschliche Dinge, wie Schulstress, Elternstress, etc...

    Servus zusammen,


    also meine Erfahrungen:


    Vor der Einführung
    Geht damit los, dass die JLs bei uns im Bezirk erst am 22.09.2014 eine E-Mail vom Gruppenleiter bekommen haben, mit Infos und einem PDF-Flyer über die FPL. Die ersten Spiele starteten am 23.09.2014!!! Der Verteiler des BFVs wurde am 01.09.2014 an die Gruppenleiter versendet. Bei uns gab es weder Schulungen, Infoveranstaltungen oder vielleicht ein Spiel als Vorführung. (sowas soll es mal im Mai gegeben haben) Auch hatte der BFV darin geschrieben das Flyer an die Gruppenleiter rausgehen mit der Bitte um Verteilung an die Vereine. Falls Vereine die schneller brauchten (gab Probleme beim Druck) hätte man die als Trainer auch direkt beim BFV bestellen können.


    Der Gruppenleiter schrieb dann, dass er die Verteilung der Flyer per Post aus Kostengründen nicht für sinnvoll hält. Wenn Vereine was haben möchten sollte man sich bei ihm melden.


    Dann der entscheidene Satz: Die Spiele sollen im sportlich fairen Rahmen ablaufen, die Regeln der FPL müssen aber nicht buchstabengetreu eingehalten werden. Es soll vor dem Spiel festgelegt werden wie das Spiel ablaufen soll...



    Bei den Spielen
    Ich habe mit meinen F-Jungs 5 Spiele gemacht. Vor jedem Spiel wurde ich IMMER gefragt nach welchen Regeln wir spielen!!!
    Als ich dann dumm nachfragte welche Regeln sie meinten: Naja, so wie immer oder dieses Fair Play.
    Auch berichteten mir andere Trainer das es wohl Trainer gab die darauf bestanden nach alten Regeln zu spielen. Zumindest waren alle Trainer froh, wenn ich sagte das ich nach FPL spielen lasse. Außer einer...naja der meinte dann: "Ach, du machst das schon. Interessiert mich nicht. Was das soll."
    Man merkte allen Trainern die Verunsicherung und Nervosität an, alle waren ruhig und sachlich und alle (bis auf den einen) waren ganz überrascht das es funktioniert. hat. Allerdings muss ich dazusagen das wir alle Spiele deutlich verloren haben. Wie sich das entwickelt hätte wenn das Ergebnis knapp gewesen wäre, weiß ich nicht. Vielleicht wären sie dann öfter eingeschritten...


    Spieler
    Die Spieler haben das ALLE super gemacht. Du hast natürlich die Spieler erkannt die auf Unfair trainiert werden und das fair sein nicht kannten. Die waren z.T. überrascht wenn unsere Jungs meinten, sie hätten jetzt Einwurf oder Ecke. Fouls waren keine schlimmen dabei. Wenn dann eher harmlose und die Spieler erkannten das selbst. Auch wenn ich als Schiri vielleicht das eine oder andere Mal abgepfiffen hätte, bin ich nicht eingeschritten.


    Anpfiff
    Wir haben bei Heimspielen immer dem Gegner die Platzauswahl und den Anstoß überlassen.


    Das solls erst mal gewesen sein...


    Gruß,
    sb

    Egal welche Probleme hier im Forum beschrieben werden. Das grundlegende Problem bei den meisten ist:

    Ein paar Tage darauf rief mich der Trainer an und meinete mein Sohn brauche nicht mehr zum Training zu kommen da er ihn nicht mehr in der Manschft haben möchte weil unsere Kommunikation nicht funkzioniert.

    Die Kommunikation!
    Wodurch wird die Kommunikation gestört und gehemmt? Durch Erwartungshaltung!
    Beide Seiten haben eine gewisse Erwartung. Wir Trainer und der Verein auf der einen Seite und die Eltern auf der anderen Seite.
    Und wenn dann in der Kommunikation was falsch läuft - egal von welcher Seite - dann entstehen Probleme wie Dieses hier.


    Ich habe leider gerade nicht mehr Zeit genauer darauf einzugehen aber ich wollte das mal in die Runde werfen... ;)


    Gruß,
    sb

    Zwei Dumme, ein Gedanke, was?

    Absolut! :thumbup:


    Marco:

    Zitat

    Gute Idee mit der Tafel, jedoch wäre unsere Abwehr dann schwach besetzt.Hin zu käme, dass wir wohl beim nächsten Spiel dadurch verlieren würden, alle wieder rumjammern und die Stimmung schlecht wäre.


    Das soll ja so sein!!! :D Du sollst ja auch nur so tun als wenn du die nächste Aufstellung mitteilst. Damit sich alle aufregen! Dann kannst du sie bei den Hörnern packen, denn sie sind es ja, die nicht in der Abwehr spielen möchten. Und dann die Fragen von dir ans Team bzw. die Konfrontation, wie es die anderen hier beschrieben haben.
    Micha hats gut formuliert. Mach es nicht zu deinem Problem, sondern zum "Team-Problem". Aber nicht mit der Keule, sondern versuche sie mitzunehmen. Ihr sitzt alle im gleichen Boot.


    Gruß,
    sb

    Ursache, unter anderem, ist dieser Kommentar:

    Sehe es auch so, nur manchmal begreifen das die sogenannten Trainer nicht. Meine Meinung ist, ein Spieler der auf eine Position spielen soll/muss die ihm nicht liegt, spielt automatisch schwächer, als jemand der auf einer Position spielt, die ihm besser liegt.


    Da wird vielen Kindern schon in der G-Jugend eingeredet auf was für einer Position sie am Stärksten sind. Entweder kommt es von den Eltern oder Trainern, die feste Positionen vergeben. Von den Kindern vielleicht auch manchmal, weil ihr Vorbild z.B. Schweini ist und sie gerne so sein würden wie er.


    Ich würde dieses Thema vor dem nächsten Training mal klar ansprechen. An der Taktiktafel würde ich die mögliche nächste Aufstellung fürs Spiel mitteilen.
    Angefangen im Sturm. Alle Spieler die unbedingt Sturm spielen möchten, würde ich als Stürmer aufschreiben. Dann die Mittelfeldspieler und dann zum interessanten Punkt, der Abwehr. Schreib die Namen hin, die gerne in der Abwehr spielen.
    Wenn du "Glück" hast bleiben da nicht viele. Dann würde ich mal gaaaaaanz plump in die Runde fragen, was an dem Bild nicht stimmt. :D
    Und sie dann fragen, was sie als Trainer machen würden? Mannschaft abmelden, weil keiner hinten spielen will? In der Winterpause 5 neue Abwehrspieler verpflichten? (für Ablöse kannst ja die Mannschaftskasse plündern)


    Klar haben Spieler in dem Alter schon die Möglichkeit ihre Stärken und Schwächen einzuschätzen. Klar sollen sie auch gerne da spielen, wo sie sich wohl fühlen.
    Aber erstens steht das Wohl der Mannschaft ganz oben und zweitens - und das würde ich auch deutlich sagen - macht es als Trainer keinen Spaß wenn du vor jedem Spiel überlegst wer gerne wo spielen würde. Du aber "Angst" haben musst, dass danach wieder jemand kommt und meint er will den Verein verlassen.


    Wichtig: Dann würde ich mir die Spieler rauspicken die du für gute Abwehrspieler hälst und vor allen erklären warum du das tust. So von wegen: "Mensch, Tommy. Du warst im letzten Spiel so super. Hast uns echt paarmal den Arsch gerettet. Wir brauchen dich da. Und wenns mal passt, bringe ich dich auch mal im Sturm."


    Is nur mal so eine Idee. :)


    Gruß,
    sb

    Hi Marco,
    zu folgendem:

    Das meine Jungs die Skibbings (und die meisten anderen Aufwärm-Übungen) steif und wackelig ausführen bereitet mir irgendwie ein bisschen Sorge,


    Ich habe überhaupt kein "Fachwissen" über richtiges Bewegen bzw. Laufen. Ich habe mir dieses E-Book Funktionelles Warm-Up von Simone Schubert gekauft. Einige Sachen (die Einfachen) mache ich bei meiner F-Jugend zur Einstimmung am Anfang selbst. Habe jetzt Kontakte zu der Laufgruppe unseres Vereins bzw. laufbegeisterten Leuten geknüpft und sie gefragt ob jemand mal beim Training vorbeischauen könnte und mit den Jungs mal ein paar Übungen machen könnte. Natürlich alles altersgerecht und mit Spaß. Ich denke es wird auch mal eine Abwechslung sein, wenn jemand anders mal beim Training dabei ist. Andere Person, andere Ansprache, etc.


    Weiß ja nicht wie deine Jungs so drauf sind aber das wäre vielleicht eine Möglichkeit für dich...


    Gruß,
    sb

    Servus bareida,


    ich habe mit meiner F-Jugend jetzt zwei Spiele gespielt. Das erste haben wir 1:22, das zweite 0:17 verloren.
    Ich habe sieben 2006er, drei 2007er und einen 2008er in meiner Mannschaft. Wir haben nicht genug Jungs um nach Jahrgang einzuteilen. Eingeteilt wurden wir als F1.


    Nun, wIe ich das zurzeit handhabe:


    1. Ergebnisse werden vom Verband nicht veröffentlicht, also interessieren sie mich auch nicht.
    Mit den Jungs spreche ich nie über das Ergebnis. Das ist nie Thema. Wenn ein Spieler das mal anreißt, erkläre ich ihnen, dass das Ergebnis nur zweitranging ist.
    In erster Linie geht es darum, dass sich jeder Einzelne verbessert. Dann bringe ich Beispiele von Szenen, die sie toll gelöst haben. (Bei uns zur Zeit Szenen wo sie Gegentore verhindert haben)
    Das mit dem Ergebnis erkläre ich auch den Eltern und bitte sie, dass zuhause nicht zu thematisieren. Wie Radagast schon richtig sagt, ist für die meisten Kinder das Ergebnis eh nicht wichtig.


    2. Warum verliert man so hoch? Sind meine Spieler so schlecht?
    Unsere Gegner sind meistens einen Kopf größer. Sie treten mit einem festen Spielsystem an und die Spieler haben feste Positionen. Die Trainer machen einen auf Pep oder Kloppo, mit Taktikanweisungen wie: "So, Robert jetzt Seitenwechsel und dann auf den 8-Meter-Punkt flanken. Und Tom, du musst dann mit dem Kopf ran." Im ersten Spiel haben wir gegen einen solchen Gegner in den ersten 10 Minuten, glaube ich 7 Gegentore bekommen. Da sind meine Jungs, schlichtweg überfordert ABER nicht weil sie so schlecht sind.


    3. Was kann man dagegen machen?


    Eltern mit ins Boot nehmen und erklären!
    Letzte Woche nach dem Training (erstes Spiel war auch schon gespielt) kam ein Vater auf mich zu und meinte - UND KEIN SCHERZ: "Tja, naja Ergebnis ist ja egal aber wie kann man den Jungs helfen, dass sie mal Ordnung auf dem Platz haben. Die rennen ja alle Richtung Ball. Also unser damaliger G-Trainer (in einer anderen Stadt) hat das Spielfeld mal in Vierecke geteilt. Da gab es dann ein Viereck für den Außenverteidiger, für Innenverteidiger und so weiter. Und dann hat er so das Trainingsspiel gemacht. Jeder durfte nur in seinem Feld zum Ball gehen. ICH: Und das hat geklappt? "Ja, das hat voll geholfen. Die Jungs waren so selbstsicher und haben jedes Spiel gewonnen. Im nächsten Jahr in der F-Jugend hats dann nicht mehr geklappt. ICH: Warum? "Naja, der Trainer hat das nicht so trainiert. Und der Spieler der vorher rechts hinten gespielt hat, sollte dann links vorne spielen. Ich so: Und warum konnte der das nicht spielen? Der wusste gar nicht was er auf der Position machen sollte. Ach übrigens: auch mein Junge sagte mir nach dem letzten Spiel, dass er gar nicht wusste was er vorne rechts machen sollte. Hast du ihm nix gesagt, was er machen soll. ICH: Ich habe ihm gesagt, er soll sich den Ball schnappen und versuchen ein Tor zu erzielen und bei Gegnerangriff hinten helfen soll. Naja, er wusste gar nicht wo er stehen soll und laufen soll...


    Ich habe ihn dann erlöst und ihm meine Sicht der Dinge erklärt. Was ich trainiere, was ich im Spiel sehen will, was ich vorgebe (gemeinsam Tore erzielen, Gegentore verhindern).
    Er war erstaunt über mein Fachwissen (Danke nochmal an die Trainertech-Ausrichter, Referenten und Teilnehmer) und fand die Vorgehensweise interessant und ist schon gespannt wie sich das entwickelt.


    Spielern erklären worum es geht
    Meine Tochter ist jetzt erste Klasse. Erste zwei Wochen haben sie 'mi' und 'mu' gelesen und geschrieben. Meine Tochter war voll genervt, andauernd das gleiche zu lesen.
    Ich habe ihr erklärt warum das so ist und das man erst in nem halben Jahr oder Jahr dann alles lesen kann.
    Da fielen mir spontan meine F-Jungs ein. Wir müssen mit mi und mu anfangen, dann weitermachen mit mimu und so weiter. Also habe ich die 2. und 3. Klässler gefragt wie sie denn Lesen gelernt haben und ihn dann klar gemacht, das es im Fußball genauso ist. Und zurzeit nervt es vielleicht das nicht alles im Spiel gleich so klappt aber irgendwann klappt es auch im Spiel.


    Training anpassen
    Ich versuche das Training so anzupassen, dass die Spieler Spaß haben. So von wegen, wir verlieren zwar jedes Spiel aber das Training macht so viel Spass, da muss ich unbedingt hin.
    Ich habe viele Spieler die im Zweikampf "zurückziehen", also habe ich letztens 1:1 nach Sprint trainiert. Dann das 3:3:3 auf vier Tore von Horst Wein. Zwischendurch Matze Nowaks Technik und Kreativtraining und Dirks Fungames. Head & Catch ist echt der Renner! :D Und immer wieder Ballführungs-Spiele und -Übungen. In den nächsten Wochen ist nach Ballführung das Passen, Ballan- und mitnahme dran. Danach dann Torschuß. (weil Tore schießen üben sie eh jeden Tag auf dem Bolzplatz)


    4. Abwarten und Tee trinken
    EInfach Geduld haben und abwarten. Mein persönliches Ziel ist es, dass wenn ich meine Jungs an die E-Jugend übergebe, sie nicht so große Anpassungsschwierigkeiten haben wie jetzt zurzeit.
    In der Rückrunde wird nach Stärke eingeteilt. Vielleicht haben sie dann auch schon mal ein Erfolgserlebnis. Zur Zeit gewinnen wir "nur" an Erfahrung. Auch ganz wichtig.


    Vielleicht konnte ich dir damit ja ein wenig neuen Input geben...


    Gruß,
    sb

    ... hätte ich noch einen Vorschlag.

    Da hier wirklich kein Ordentlicher Beitrag mehr zum THEMA kommt , könnta euch die kommentare auch sparen.


    Also, ich hatte im letzten Jahr auch ein zwei Jungs dabei, die lustlos waren und somit Übungen gestört haben.
    Gerade das dahinspazieren bei Übungen wo es auf Schnelligkeit ankommt, kenne ich nur zu gut.


    Ich habe die Jungs direkt darauf angesprochen. Habe ihnen erklärt, warum ich diese Übungen mache und was ich von ihnen sehen möchte. Habe sie auch gefragt ob sie keinen Bock auf Training haben. Das hat sich dann als Ritual eingebürgert, dass ich die Spieler beim Ankommen am Platz gefragt habe, ob sie heute Bock haben. Sie fragten mich ob es heute wieder so anstrengend wird. Ich sagte mit einem Grinsen: "Selbstverständlich!" :thumbup:


    Habe auch ausgemacht, dass wenn sie diese Übungen nicht machen wollen, sollen sie Bescheid sagen und nur zuschauen. Das war völlig ok für mich persönlich.
    Das Angebot haben sie ein, zweimal in Anspruch genommen. Danach war ihnen das wahrscheinlich zu langweilig und sie haben von sich aus ordentlicher mitgemacht.


    War bei mir jetzt ein Dorfverein ohne Leistungsanspruch. Das du da anders denkst ist doch ok. Wird ja keiner gezwungen zu dir ins Training zu kommen.
    Irgendwann kommt man halt an den Punkt: entweder - oder. Und die Jungs sind ja auch alt genug um damit konfrontiert zu werden. Mache dir Gedanken (hast du ja schon) und handle dann nach deinem Bauchgefühl...das klappt bei mir ganz gut. ;)


    Gruß,
    sb

    maitre999
    Also ich habe vor die Übungen auch bei meiner F-Jugend zu machen.
    Also erst mal z.B. die Koordinationsleiter durchlaufen. Wenn man merkt das sie das gut können, steigert man es mit den verschiedenen Optionen.
    So lang die Spieler halt Spaß dran haben...


    Hatte mir auch schon die DVD "Innovatives Technik- und Kreativtraining" geholt. Die Schritte wie Schere oder Revelino sollen sie einfach mal gemacht haben.
    So wie Matze Nowak auch auf der DVD sinngemäß meint, dass diese neuen Bewegungen erst schwer fallen, weil man sie nicht gewohnt ist.
    Ich möchte halt das die Kinder diese Bewegungen erst mal nur kennenlernen.


    Wenn man das schon ab der F einfließen lässt bin ich mal gespannt wie es dann im D-Alter ausschaut. :rolleyes:

    Dirk
    Das ist ja die Frage die mich gerade beschäftigt. ?(:D


    Von mir aus - und wie es ja auch gelehrt wird - würde ich die Kids, blöd gesagt, "einfach draufloslaufen lassen" und Spaß haben lassen.
    Also nach dem Motto: Alle greifen an und alle verteidigen. (so wie ich das in der G gemacht habe)


    Wenn ich jetzt aber die F-Spiele in unserer Gegend gesehen habe, frage ich mich ob man nicht schon eine gewisse Grundformation vorgeben sollte.
    Da habe ich Trainer gesehen, die ihren Spielern taktische Anweisungen geben und wenn es nicht funktioniert wird gebrüllt.
    Wenn ich meine Jungs so einfach drauflosspielen lasse, werden die ja in jedem Spiel abgeschossen.


    Also wie hier ja geschrieben wurde. Durch z.B. 3-2-1. Du sagst, ok ihr drei seid Abwehrspieler, ihr zwei die Mittelfeldspieler und du vorne der Stürmer.


    Wie gesagt, dass ist worüber ich mir als Neuer F-Trainer Gedanken mache...


    Gruß,
    sb

    Wow, das hast du sehr gut und ausführlich beschrieben, Christoph. Danke! :)
    Ich werde mal das 3-1-2 austesten, das hört sich schlüssig an...


    Zudem sollte man die im Kinderfussball kein zu großes Dogma auf der Formation machen. Trotzdem gibt es diverse, nicht zu leugnende Effekte in den verschiedenen Anordungen und die kann man sich als Trainer zu Nutze machen

    Das meinte ich ja in meinem ersten Kommentar. Zum einem wird immer gelehrt, dass man als Kindertrainer kein Taktiktraining machen sollst.
    Andererseits musst/willst du den Kids ja einen Plan für das Spiel mitgeben.


    Gerade beim Übergang von G auf F. In der G können ruhig alle dem Ball hinterherjagen aber in der F sollte ja schon etwas Struktur auf dem Platz sein.
    Oder wie bei Jugendabteilung im Übergangsjahr von E auf D (hatte ich ja letztes Jahr). Da möchte man die Jungs ja doch ein bisschen auf die kommenden Aufgaben vorbereiten und ihnen etwas Spielverständnis mitgeben.


    Gruß,
    sb

    Für Turniere tue ich mich mit einer endgültigen Meinung auch sehr schwer, obwohl ich für die Spielrunden ein großer Befürworter der FPL bin.


    Wir hatten im Juli auch ein Jugendturnier wo die Ergebnisse mitgeschrieben wurden und am Ende Platzierungen verteilt worden sind.
    Zum einen fand ich es nicht gut, weil Eltern und Trainer nur mit Rechnen beschäftigt waren "Im nächsten Spiel reicht uns ein Unentschieden, dann sind wir Dritter."
    Dennoch fand ich dann bei der Siegerehrung schön zu sehen, wie gespannt die Kids waren, welchen Platz sie belegt haben. Auch die Letztplatzierten haben sich über den Pokal gefreut.


    Wie @Nitram schon sagt, der Wettkampfcharakter sollte nicht verloren gehen. Das wäre schade.


    Das "Problem" bei der ganzen Sache sind doch eigentlich die Ergebnis-Trainer und -Eltern. Also die, für die der Spaß der Kinder nicht im Vordergrund steht
    Und solange es diese Leute gibt, muss man wohl auch solche Durchführungsbestimmungen rausbringen um die ganze Sache zu erden.

    Ohne zu behaupten das meine Übungen besser sind aber diese Übung ist ja mal so was von Ar...langweilig.
    Kann man mal kurz machen um die verschiedenen Ballan- und mitnahmetechniken zu erklären und auszutesten.
    Aber ansonsten zu monoton und auch spielfern. Je länger die Übung läuft desto ungenauer werden die Aktionen.


    Da müsste man - wie Jugendabteilung schon sagt - bissl was variieren. z.B. durch Gegenspieler bei der Ballannahme, damit da Dampf drin ist.

    Da verstehen wir uns schon.Grundsatzdiskussionen gibt es über dieses Thema schon genug. :D


    Das kommt natürlich auch auf die vorhandenen Spieler an. Klingt blöd ist aber so...
    Wir haben unseren technisch Besten immer zentral als Ausputzer gehabt. Also auf der fettgedruckten Position: 2-1-2-1


    Wenn der Gegner die Zentrale dicht gemacht hat, waren wir oftmals nicht in der Lage andere Lösungen zu finden.
    Oder wenn er einen schlechten Tag hatte, ging auch nix. Und noch schlimmer wie ich finde - wenn er mal ausfiel - konnte keiner die Rolle ausfüllen.
    Aus diesem Grund würde ich als Grundformation 3-3 mit zwei Reihen spielen. Also nicht versetzt. Diese Grundordnung sollten meine Jungs immer wieder herstellen.


    Außerdem verschieben sich die Ketten dann. Im Idealfall steht also vorne oder hinten keiner blöd bzw. alleine rum.
    Alternative wäre für mich das 3-2-1, was Dani2 auch meinte. Da ist die Raumaufteilung auch gut (vor)gegeben.


    Zu welcher Aufstellung würdest du den tendieren?

    Welches System bevorzugt Ihr bei einer E Jugend ( 6+ TW ) bzw welche vorteile haben die Verschiedenen Systeme ?


    Wir haben letztes Jahr (Aufstellung hatte ich meinem Trainerkollegen überlassen) meistens 2-1-2-1 gespielt. Die hintere 1 war der Ausputzer der sich bei Gegenangriffen nach hinten fallen lassen hat und in der Offensive unterstützen sollte. Jedoch fand ich das die Spieler diese taktischen Anweisungen noch gar nicht richtig umsetzen konnten. Oftmals war der Ausputzer zu weit vorne und wir somit hinten zu offen. Oder unser Stoßstürmer hatte vorne wenig Unterstützung bzw. kam nicht schnell genug mit nach hinten.


    Ich persönlich würde es gerne mal mit einem "einfachen" 3-3 versuchen, da man ja in der E-Jugend noch keine taktischen Dinge trainieren sollte. Dazu fand ich da Andre's Idee mit dem 3er-Block-Wechsel ganz interessant...


    Ich habe mit meiner Mannschaft im letzten Jahr (F-D Mädchen) ein 1-3-2 mit Ball und ein 3-2-1gegen den Ball gespielt. Da finde ich die Raumaufteiling jeweils am gelungensten.


    Sorry, aber das hört sich so an als wenn du "Taktiktraining" gemacht hast. Nicht falsch verstehen bitte, aber mich beschäftigt die Frage von Jugendabteilung auch, weil ich die Spieler ja schon irgendwo auf dem Feld positionieren muss, also eine Grundaufstellung vorgeben sollte.
    Hast du das mit deinen Mädchen im Trainingsspiel besprochen bzw. ihnen erklärt wie sie sich verhalten sollen? Also wo ist der Mittelweg zwischen "Fußballspiel erklären" und "Taktiktraining"?


    Gruß,
    sb

    Doch ob man Veränderungen erreicht, indem man in Diskussionen die Diskutanten beleidigt?

    Absolut nicht! Man sollte das fachlich, sachlich diskutieren...


    @all
    Aber wie müsste man jetzt vorgehen um etwas in einem "Dorfverein" zu verändern? Also jetzt mal das mit der Bezahlung außen vor...


    Ich mache es so das ich mich als Neuling eher zurückhalte, schon allein aus Respekt vor denen die das schon ein paar Jahre machen, weil sie es so lange machen.
    Ich bereite mein Training nach den Vorgaben des DFB, Horst Wein etc. vor. Dazu noch ein paar "neue" Sachen wie von Matze Nowak...


    Dann hoffe ich, wie im letzten Jahr bei den Bambinis, das die Kinder und Eltern so begeistert sind, dass sich das im Ort rumspricht.
    Damit dann jemand vom Verein (egal ob JL oder Trainerkollege) mal bei mir nachfragt was ich da überhaupt mache.


    Also nicht die Holzhammer-Methode, wie manch anderer hier :whistling: , sondern erst mal schauen ob das funktioniert und ob es Interesse im Verein bzw. Trainerkollegen weckt.


    Gibt es da Tipps und Anregungen eurerseits?