Ich bin da eher bei Andre... Wenn Trainer im Forum Fragen stellen, dann kann und sollte man sie schon hinterfragen.
Anders als Horsti und Fußballbaron denke ich nicht, dass jeder Trainer seine Mannschaft optimal trainiert, weil er sie am besten kennt.
Da kann ich bei mir anfangen. Ich habe im Laufe der Jahre enorm viel falsch gemacht.
Aber ich habe - in der Realität - schon so viele über-ehrgeizige Trainer gesehen, die kurz-, mittel- oder langfristig ein Team kaputt machen. Dem einen oder anderen könnte so eine DIskussion im Trainertalk auch mal die Augen öffnen. Und wenn nicht, dann halt nicht. Schließlich kann jeder selbst entscheiden, ob er Ratschläge annimmt.
Beiträge von koeppchen
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Ich würde die Positionen nicht so festlegen. Eine gewisse Flexibilität/Vielseitigkeit sollte ein B-Jugend-Spieler noch mitbringen, oder?
WIchtig ist dafür aber die Frage, auf welchem Level ihr spielt... -
Geht auch bei kleinen Vereinen...
Warum auch nicht? -
Ich versuche mir vorzustellen, wie das in meiner Mannschaft wäre. Eigentlich ein Luxusproblem, aber dennoch keine einfache Situation.
Ich würde wohl zunächst mit dem Mannschaftsrat sprechen, dann mit der ganzen "alten" Mannschaft.
Aber auf jeden Fall braucht man einen Plan, viele Argumente und einen Kompromissvorschlag. Ziel sollte wohl sein, dass alle in dieser Saison ausreichend spielen, aber v.a. dass nächste Saison eine A- und B-Jugend zu Stande kommt. Dieses letzte Ziel ist nur mit den neuen zu erreichen, und sollte nicht in Frage gestellt werden! -
Ich würde es an deiner Stelle genau so machen. Viel Erfolg!
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Bei Schiedsrichterveranstaltungen wird die Anwesenheitspflicht oft sehr eng gesehen. Vielleicht hat dein Obmann da keinen Spielraum.
Ich weiß auch, dass viele Schiri-Anwärter versuchen, eine Ausnahme zu bekommen.
Vermutlich können sie das gar nicht anders machen, sonst wären die Seminare ganz leer und jeder würde die Regeln zu Hause durchlesen. -
Die gleiche Kritik kommt bei unterschiedlichen Spielerpersönlichkeiten anders an. Und die Tatsache, dass sich sonst keiner beschwert, bedeutet nicht, dass die anderen das alle gut finden. Viele Kinder und Jugendliche tun sich schwer, sich zu beschweren bzw. ehrliche Rückmeldung an den Trainer zu geben.
Habe mir erlaubt, zu antworten, auch wenn ich nicht gefragt war. -
Mentala, du hast ein sehr wichtiges Thema angesprochen: "Wie entwickelt man / formt man ein Team?"
Es ist ein langfristiger Prozess, das ist richtig.
Jedoch gibt es im (Breitensport-) Jugendfußball nicht oft das Problem, dass ein Trainer nach einem halben Jahr entlassen wird. Im Gegenteil, viele Trainer arbeiten über Jahre mit ihrer Mannschaft. Das Team verändert sich, klar, jede Saison ein wenig. Immerhin ist nach zwei Jahren die Jahrgangszusammenstellung wieder gleich.
Daher würde mich schon interessieren: Was ist aus deiner Sicht am wichtigsten, um mittel- bzw. langfristig ein Team zu formen? Und gibt es Grundsätze im Mentaltraining, die so einfach zu verstehen sind, dass sie eigentlich jeder Trainer anwenden könnte / sollte, auch ohne eine lange Spezial-Ausbildung gemacht zu haben?Und zu deinem Zitat, dass man aus Menschen mit Führungsanspruch keinen Teamplayer machen kann: Können sie nicht mit einer Führungsfunktion auch wichtige Teamplayer sein? Auch Führungsspieler können einem Team gut tun. Oder habe ich das falsch verstanden?
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Steini:
Ja es rattert bei mir schon vor der Halbzeit. Vor allem suche ich nach Verbesserungsbedarf, wenn vieles schon gut läuft. Habe letztes Spiel meinen Kapitän in der Halbzeit kritisiert, obwohl er insgesamt ganz OK drauf war. Er hat auch leicht widersprochen, aber in Halbzeit zwei ist er dann über sich hinausgewachsen.
Aber die umgekehrte Situation, dass die erste Halbzeit nicht gut lief, gibt es auch. In diesem Fall starte ich die Halbzeitansprache manchmal etwas lauter und eindringlicher, werde dann ruhiger, und spreche betont auch Positives an.
Die Halbzeitpause finde ich eine sehr spannende Situation, interessant zu beobachten, wie Mannschaften doch manchmal verändert aus der Kabine kommen. -
Weiß ich nicht. Bei Matthias Sammer habe ich beobachtet, dass er in seiner Beurteilung von Mannschaften und Spielen ziemlich "antizyklisch" war und ist. D.h. wenn die meisten denken, alles ist toll, kritisiert er, und in schlechten Zeiten baut er auf...
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Steini, ich habe mich in deinem Beitrag voll wiedererkannt.
Mein Team war eher die Situation gewöhnt, dass es zur Halbzeit nicht so gut stand. Dann gab es eine Halbzeitansprache, die auch zwei oder drei Punkte ruhig und klar angesprochen hat, in denen wir uns verbessern müssen. Meist hat das zu einer motivierten Leistung in der zweiten Halbzeit geführt.
ABER nach einer guten ersten Halbzeit ist Lob oft nicht auf fruchtbaren Boden gefallen. Ich habe das gleiche wie du beobachtet, dass die Mannschaft genau die Dinge schlecht gemacht hat, die ich in der Halbzeit gelobt habe! Es kamen sogar Spieler zu mir, die sagten, ich soll in der Halbzeit nicht mehr loben, das tue der Mannschaft nicht gut.
Letztlich ist es so, dass die Spieler selbst in der Lage sind, ein Ergebnis zu deuten. Die Aufgabe des Trainers ist da schon, auch mal die andere Sicht zu vertreten. Nach dem Motto, es steht zwar 1:0, aber es ist noch nichts gewonnen. Wir beurteilen das Spiel als ganzes, und eine gute erste Halbzeit allein interessiert da kaum jemanden usw.
Und umgekehrt, wenn es 0:2 steht, aber die Leistung gut ist, dann muss man das so bewerten und in der Halbzeit eher motivierende Worte finden. Das Zwischenergebnis haben sie eh im Kopf.
Ein Bundesliga Trainer, bei dem ich diese Haltung stark beobachtet habe, war Matthias Sammer... -
Es ist schon gut, sich Gedanken zu machen. In der beschriebenen Situation - 2 Mannschaften beim eigenen Turnier - haben wir vor Jahren in der F-Jugend eine stärkere und eine schwächere Mannschaft gemacht. Was folgte, war der größte Elternkrach meiner Trainerkarriere. Zwei ehemalige Trainer, deren Kinder in der schwächeren Mannschaft waren, konnten sich nicht verkneifen, nach dem Turnier seitenlange Mails voller Vorwürfe zu schreiben.
Was besonders interessant war: Unser Jahrgang war in diesem Turnier so erfolgreich wie nie. Die stärkere Mannschaft wurde Turniersieger, die schwächere hat immerhin die Zwischenrunde erreicht!
Es war wohl der Neid.... Wären beide Mannschaften ausgeschieden, wäre nichts passiert. -
Habe auch schon dreimal in den letzten Jahren einen "Durchgang" Einzelgespräche mit allen Spielern der Mannschaft (15-18 Spieler) geführt.
Ich fand das auch sehr hilfreich und auch bei den Spielern ist es sehr gut angekommen. Außerdem habe ich als Trainer sehr gutes Feedback bekommen, das kommt oft nicht von selbst...
Wenn man aber tatsächlich 10-15 Minuten pro Spieler braucht (das ist realisitisch), dann frage ich mich schon, wie man mit jedem Spieler alle 2-3 Wochen so ein Gespräch führen kann!? So viel Zeit habe ich leider nicht. Genausowenig ist mir klar, wie so ein Gespräch während des Trainings stattfinden kann? Da hat man doch als Trainer (und als Spieler) meist anderes zu tun. VOR dem Training hat den Nachteil, dass ein Zeitdruck da ist. Daher habe ich die besten Erfahrungen mit Gesprächen nach dem Training gemacht. -
Ja da ist Geduld gefragt. Ich hatte eine ähnliche Situation vor einem guten Jahr in der B-Jugend mit 8 Neuanfängern....
Deine Idee mit den Patenschaften find ich schon mal gut. Wichtig ist aber zunächst mal, allen Spielern die Situation klarzumachen:Die Leistungsunterschiede sind da, sie sind normal und sie werden noch eine Weile bleiben.
Eine gute Entwicklung der Mannschaft kann nur kommen, wenn die Etablierten die Neuen unterstützen und bei Fehlern nicht frustriert sind.
Genauso wichtig ist, dass die Neuen sich helfen lassen und sich bewusst sind, dass sie sich noch etwas mehr anstrengen müssen als die anderen.
Das ist also ein gemeinsames Projekt, das nicht einfach ist!
Wenn die Integration jedoch gelingt, dann gewinnt mittel- bis langfristig die Mannschaft, und damit gewinnen alle.Nach einem Jahr kann ich ein sehr gutes Fazit ziehen. Von den 8 neuen hat nur einer nach zwei Monaten aufgehört. Die anderen haben sich in dieser Zeit sehr stark verbessert, und was noch wichtiger ist: Der Teamgeist und Zusammenhalt in der Mannschaft ist deutlich besser, als er zuvor war.
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Ich trainiere auch eine B-Jugend und habe den Kapitän bisher immer wählen lassen. Letzte Saison war es leider so, dass zwei Spieler gleich viele Stimmen hatten, und bei der Stichwahl im folgenden Training waren sie wieder gleich auf. Sie wurden dann beide Kapitän, und bildeten gemeinsam mit dem Drittplatzierten den Mannschaftsrat. Im Laufe der Saison habe ich noch angeregt, zwei weitere Spieler in den Mannschaftsrat aufzunehmen. Wir haben uns dann alle vier bis sechs Wochen nach dem Training mit dem Mannschaftsrat getroffen, um aktuelle Themen zu besprechen. Im Laufe der Saison wurde das immer offener und fruchtbarer, es kamen auch gute Vorschläge aus dem Mannschaftsrat, z.B. zu Ausflügen oder der Verbesserung der Disziplin im Training. Ich muss dazusagen, dass ich außergewöhnlich viele verantwortungsbewusste Spieler in meiner Mannschaft habe.
Daher werde ich auch in der neuen Saison den Kapitän wählen lassen - ich erwarte sowieso dass der geeigneteste Spieler gewählt wird und die Gefahr, dass ein ungeeigneter Spieler gewählt wird ist sehr gering. Ich finde es sehr wichtig, dass der Kapitän das Vertrauen der Mannschaft hat. Wichtig ist aber auch, der Mannschaft klarzumachen, welche Aufgaben der Kapitän hat und welche Eigenschaften er haben sollte. In diesem Sinne ist mir das "gesunde Demokratieverständnis" viel wert.
Wenn der Trainer seinen Kapitän einfach bestimmt, zeugt das aus meiner Sicht davon, dass er seiner Mannschaft kein richtiges Urteil zutraut! -
Du hast recht, wenn ein Spieler mal einen schlechten Tag erwischt hat, kann solche Kritik viel kaputt machen.
Noch dazu, wenn sie indirekt geäußert wird.... Da hat der Trainer wenig Feingefühl bewiesen. In so einer Situation sollte er sich eher vor den Spieler stellen. -
Unsere Staffelleiter machen zumeist vernünftige Einteilungen.
Es gibt da nur Kleinigkeiten zu verbessern.
Und wenn man eine Idee hat, kann man nen Antrag auf dem Staffeltag stellen...Unsere E-Jugend-Mannschaften spielen im Herbst meist eine 6-er Staffel, d.h. 5 Samstage im September/Oktober vor den Herbstferien.
Manchen bei uns ist das eher zu wenig
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Ja kicker, es sind ein paar wahre Dinge, die du da schreibst....
Meine Motivation ist hauptsächlich eine langfristige Teamentwicklung. Aus Spielern, die in der B-Jugend neu mit dem Fußball spielen anfangen (allein sechs Spieler im letzten Jahr!) und Spielern, denen die Atmosphäre im Team gefällt, denen es gefällt mitgestalten zu können, von den Trainern mit Respekt behandelt zu werden usw.
Andere, die mehr "Erfolge" haben wollten, sind weggegangen, aber hier wächst etwas zusammen, das wertvoller ist als Meistertitel. Ein ganz besonderes Team, welches eine gemeinsame Idee vom Fußball hat - und das sich von Misserfolgen nicht entmutigen lässt - das nach einem 0:6 in der ersten Hälfte die zweite Hälfte 2:0 gewinnt und anschließend ohne Enttäuschung sagt "Der Spielverlauf war mal wieder typisch für uns." Es ist geil, so eine Mannschaft zu trainieren... -
Ich hab da mal vor Jahren die Motivation für das "Trainer sein" zusammengeschrieben...
Vielleicht erkennt sich ja der ein oder andere von euch wieder
Freizeitausgleich
- Ich kann an der frischen Luft sein, mich bewegen --> Gesundheit, Wohlbefinden
- Training ist Ausgleich zu Arbeit, Schule usw.; bedeutet „abschalten können“.
- Hier kann ich Chef sein, „richtige Entscheidungen“ treffen, gestalten.
- Arbeit mit Jugendlichen hält jung, und zeigt neue Persprektiven.
Gestaltungsmöglichkeiten
- Jetzt kann ich besser machen, was meine Trainer falsch gemacht haben!
- Die Taktik austüfteln, jeden Spieler nach seinen Stärken einzusetzen und Erkenntnisse aus dem letzten Spiel auszuwerten, macht einen Riesenspaß!
- Nie ist ein Fußballspiel so spannend wie als Trainer! Ich habe teilweise die Möglichkeit einem Spiel die entscheidende Wendung zu geben oder den entscheidenden Fehler zu machen.
- Ich sehe, wie die Spieler sich weiterentwicklen und auch meine „Handschrift“ in ihrem Spiel.
- Ich kann den Spielern vermitteln, was Teamgeist bedeutet, damit sie ihre Mitspieler akzeptieren und „zusammen spielen“, und wie eine Mannschaft mit Rückschlägen umgeht.
persönlicher Nutzen (Benefit)
- Ich lerne viele Leute kennen, habe mit Menschen zu tun, die mein Engagement wertschätzen --> Aufbau von Kontakten („Beziehungen“), von denen ich in vielfältiger Weise profitieren kann.
- Erfahrungen als Trainer sind für die Weiterentwicklung meiner Persönlichkeit wertvoll: Ich trage Verantwortung; lerne zu überzeugen, zu motivieren und zu argumentieren.
- Ehrenamtliches Engagement macht sich gut im Lebenslauf und in Bewerbungsgesprächen, ist Voraussetzung für Stipendien usw.
- Fußball erklären hilft auch, selbst den Sport besser zu verstehen und sich fußballerisch zu verbessern.
Spaß im Team
- Im Jugendfußball wird Integration gelebt, Deutsche und Ausländer haben gemeinsam Spaß am Fußball, mein Engagement verbessert unsere Gesellschaft im Kleinen.
- Spaß, Lachen, Flachsen: Mit Kindern und Jugendlichen ist es nie langweilig!
- Ich habe Mitstreiter im Trainerteam, mit denen ich an einem Strang ziehe, um die Mannschaft zu verbessern. Mit ihnen kann ich Ideen besprechen und über die Spieler diskutieren!
- Meine Spieler sind „dankbar“, sie freuen sich mich zu sehen und verbinden mich mit ihrem Lieblings-Hobby. Sie erinnern sich auch später noch an ihren Trainer „damals“ und was er ihnen beigebracht hat.
- Mit den Jugendlichen den Moment genießen, das kann man von ihnen sehr schön neu erleben.
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Vermutlich ist das auch wieder in jedem Landesverband anders....
Ich selbst kenne keinen Fall, bei dem für den Wechsel eines Jugendspielers auf Bezirksebene Ablöse gezahlt wurde.
Aber es ist auch hier in der Diskussion. Ein Vorstand war der Meinung, wir könnten für einen Jugendspieler Ablöse fordern.Ich denke, während der Wechselfrist (bei uns bis zum 15.07.) sollte ein Jugendspieler auf Bezirksebene ohne Sperre oder Ablöse wechseln können.
Nach der Wechselfrist ist es angemessen, den abgebenden Verein nach einer Zustimmung zu fragen.Ich habe noch nie bei einem Spieler die Zustimmung verweigert. Je nach Fall könnte ich mir aber vorstellen, das bei einem Wechsel während der Saison zu machen. Das kommt dann auch sehr auf das Verhalten des Spielers und des "abwerbenden" Vereins an.
