Beiträge von koeppchen

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    Ich denke, es ist klar, dass so etwas nicht zu Lasten der Vereine gehen kann. Was ich mir gut vorstellen könnte, ist dass z.B. Schulsozialarbeiter oder Jugendamt, wenn sie von einem Kind erfahren, dass aus finanziellen Gründen nicht Fußball spielen kann (auch wenn das bei der niedrigen Beitragshöhe - wie bereits angesprochen - in Frage gestellt werden muss), die Angelegenheit in die Hand nehmen, und z.B. nen Antrag bei der o.g. Stiftung stellen...

    Sehe ich auch so ähnlich. Vielleicht scheiden von den Torwartkandidaten schon mal 2 sowieso aus - und die anderen drei sollten "rotieren" und sonst im Feld spielen. Einen zu überreden halte ich nicht für eine gute Lösung und ist auch irgendwie ungerecht. Im Laufe der Saison löst sich das Problem dann vielleicht von selbst.

    Die Kinder

    - können nicht mit ihren Freunden, Nachbarn, Mitschülern Fußball spielen, sondern werden in eine entfernte Stadt in eine neue Mannschaft "verpflanzt".
    - werden deswegen vielleicht zu Außenseitern - oder: "Angebern"
    - lernen nicht zu verlieren, weil sie in der besten Mannschaft im Umkreis spielen
    - verbringen Zeit auf der Straße (wohl nicht zu selten im Stau), die sie viel besser nutzen könnten (kicken, mit Freunden spielen, evtl. Hausaufgaben usw.)
    - haben ein Ziel vor Augen (Profi in dem Verein zu werden, in dem sie spielen), das ziemlich unrealistisch ist.
    - sind in vielen Fällen nur zum Profiverein gewechselt, um den Ehrgeiz der Eltern zu befriedigen

    Klar hängt alles davon ab, wie Eltern und Umfeld den Wechsel zum Profiverein einschätzen und den Kindern rüberbringen! Aber die erwähnten Gefahren sind da, und wenn nicht alle sich extrem bemühen, diese Negativeffekte zu verhindern, wird der eine oder andere eintreffen.
    Das ist in etwa so wie bei den Tabellen in der F-Jugend. Wenn alle verantwortungsvoll und bewusst damit umgehen ist das kein Problem. Aber wir sind alle Menschen, und man kann ja auch ein bisschen weitsichtig sein und sich gewissen Gefahren nicht aussetzen, oder? Manche Dinge bekommen sowieso eine Eigendynamik, die man dann nicht mehr im Griff hat...

    Wichtig ist es schnell einzuschreiten, wenn Spieler schlecht gemacht werden. Auch eine Strafe (zumindest, wenn es sich wiederholt) ist sinnvoll. Aber genau erklären, warum es jedem Spieler, der ganzen Mannschaft schadet, wenn einzelne ausgelacht werden. Dass sie damit auch den Erfolg der Mannschaft gefährden....

    Die SAiten, die man aufzieht, sind die SAiten einer Gitarre oder so, nicht die SEiten eines Buchs :)
    Spaß ist natürlich wichtig, aber ohne Disziplin geht alles drunter und drüber...
    Der Weg ist, möglichst immer fair und konsequent durchzugreifen. Habe schlechte Erfahrungen mit Trainern gemacht, die sagen, ab jetzt wird alles anders, wir greifen härter durch usw. und ständig das den Spielern und Eltern angekündigt haben. Gemessen wird man an Taten nicht an Worten. Und da ist es wichtig, Disziplin zu schaffen, aber auch eine positive Einstellung den Spielern gegenüber zu behalten. Und den Jungs das Gefühl zu geben, dass alle gleich (fair) angepackt werden...

    Haben gestern überraschend unentschieden gespielt. Zur Halbzeit sogar 2:0 geführt. Und das gegen den Tabellendritten!! Im Fußball ist echt vieles möglich :)

    Wir stehen im Moment bei 4 Niederlagen in Folge. Und heute wird vermutlich eine weitere dazukommen. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass es schlecht läuft. Die Gegner sind alle körperlich überlegen und wir stellen wohl im Schnitt die jüngste Mannschaft der Staffel. Die Spieler und wir Trainer würden natürlich gern mal wieder gewinnen und nicht als Tabellenletzter abschließen. Wir spielen am Samstag gegen den Vorletzten. Aber selbst wenn dieses Spiel verloren gehen sollte, ist das keine Katastrophe. Die Spieler haben sich weiterentwickelt und wir haben in der Rückrunde keinen Spieler verloren. Das war für uns die ganze Saison schon die erste Priorität.
    Was bei unserem Team besonders heraussticht ist der Teamgeist trotz allem. Die Spieler werfen sich nicht gegenseitig ihre Fehler vor und in den Spielen motzen die Gegner viel mehr untereinander als wir. Trotzdem spielt unser Team nicht irgendwie willenlos sondern kämpft und setzt sich ein, (fast) egal, wie der Spielstand ist.... Ich freue mich auch heute wieder, die Mannschaft zu betreuen. Und wenn ein überraschender Sieg herusspringt, um so besser :)

    Dann hab ich wohl den Satz mit "Vorbereitung aufs harte Leben" falsch verstanden? Das kannst du ja noch mal erklären. Ich bin immer sehr misstrauisch, wenn ich höre "Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Wenn wir den Kindern im Fußball keinen Druck machen, dann sind wir fehl am Platz und behindern ihre Entwicklung." Erstens, weil ich wie gesagt andere Erfahrungen mache. Und zweitens, weil damit oft ein übertriebenes Erfolgsdenken in oft schon jungen Altersklassen "begründet" wird. Ich will dir das nicht vorwerfen, aber ich warne vor solchen "Scheinargumenten", die sich gut anhören, aber wenig mehr sind als heiße Luft.

    Mit Schuss ins eigene Bein meinte ich die Konsequenzen für die Vereine. Wenn man ihnen sozusagen verbietet, ohne Koordinator am Jugendspielbetrieb teilzunehmen. Bezahlung durch den DFB würde das Problem wohl abmildern. Aber es fehlt mit Sicherheit auch an ausreichend engagierten und fähigen Leuten. Andererseits, warum nicht einen Schritt in diese Richtung gehen? Ich stimme dir absolut zu, dass der DFB sich viel zu wenig dafür einsetzt, moderne und kindgerechte Methoden in die Vereine (an die Basis) zu transportieren. Und die Abschaffung der Tabellen befürworte ich zwar sehr, aber es ist im Endeffekt eine Maßnahme, die den Verband nichts kostet! Hier dürften ruhig noch mehr Ideen umgesetzt werden, die das Problem stärker an der Wurzel packen...

    "Ich könnte auch sagen, dass es ein absolutes Versäumnis und eine Pflichtverletzung ist, dass die Vorbereitung der Kinder auf das harte Leben, auf die Realität hier ein kleines Stück versäumt wird."

    Ne also echt nicht!!! Es ist nun wirklich nicht der Sinn des Kinderfußballs, die Kinder auf unsere "harte" Leistungsgesellschaft vorzubereiten. Ganz im Gegenteil sind die Kinder auch etwas wert, wenn sie nicht gewinnen. Natürlich sollte der Willen da sein gewinnen zu wollen. Die meisten Kinder entwickeln sich mit wenig Druck, etwas leisten zu müssen, besser als mit viel Ergebnis und Leistungsdruck! Und das müssen die Rahmenbedingungen und die Trainer ermöglichen.
    Andre, du machst deine Argumente mit solcher Polemik wie oben leider unglaubwürdig. Und es ist doch irgendwie komisch, dass du diese Maßnahme (Abschaffung der Tabellen) scheinbar nicht verstehst!! Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Es kann sein, dass sich im Umfeld deiner Mannschaft nichts verändert hat! Ich behaupte: Wenn es nur eine oder zwei Mannschaften pro Bezirk gibt, bei denen sich das Denken ändert, dann hat sich die Maßnahme schon gelohnt. Oder - etwas langfristiger gedacht: Vielleicht ändert die Maßnahme bei erfahrenen Leuten wenig. Aber neue F-Jugend-Trainer, die von außen in den "Jugendfußballbetrieb" hereinkommen, die stellen sich schnell die Frage, warum es keine Tabellen gibt. Wenn denen das jemand erklärt, nach dem Motto "In der F-Jugend sollte das Gewinnen keine Priorität haben", dann wird das bei einem Trainerneuling MIT SICHERHEIT einen Denkprozess in Gang setzen. Und nach einpaar Jahren ist da vielleicht eine neue Generation von Kindertrainern, die diese Philosophie besser verinnerlicht haben...

    Was deine "Kernaussage" betrifft, magst du mit manchen deiner Ideen recht haben. Aber im Endeffekt wird es immer an der Jugendleitung eines jeden Vereins liegen, welche Trainer sie engagiert und toleriert. Der DFB hat da kein Druckmittel und auch kaum Möglichkeiten, jedem Verein auf die Finger zu schauen. Und Vereine, die keinen ausgebildeten 400 Euro -Trainerkoordinatoren haben, sollten keine Jugendmannschaften melden dürfen???? Besser könnte sich ein Verband nicht ins eigene Bein schießen :(

    Hmm ich sehe das auch so, dass das geschriebene Wort stärker ist als das gesprochene - in dem Sinne, dass man sich das jederzeit wieder ins Gedächtnis rufen kann, dass es im Lauf der Zeit nicht verfälscht wird, dass man es anderen zeigen kann usw. Aber gerade deswegen kann es mehr Schaden anrichten. Und die erwähnten Formulierungsschwierigkeiten kommen noch dazu....

    Also bei uns gehen immer Kapitän und Trainer zum Schiri, um ihm die Hand zu geben. Nicht umgekehrt... Übrigens habe ich ein gesundes Misstrauen gegenüber Trainern, die ach so oft durch Schiris benachteiligt werden und dahinter eine Verschwörung wittern!

    Würde ich, aus den genannten Gründen, eher nicht machen... Kommt natürlich auch auf den Zusammenhalt der Mannschaft an. Es macht aber durchaus Sinn, den Kindern Feedback zu geben. Dann aber eher nach dem Motto "das kannst du gut" - "da kannst du dich noch verbessern". Wichtig ist, bei allen etwas Positives zu finden!

    Eben. Und keiner hat behauptet, dass es nicht auch Mannschaften gibt, die spielerisch gut sind, obwohl sie als 11-er antreten. Vielleicht wäre aber auch mit dieser Mannschaft noch mehr möglich, wenn sie 7-er spielen würden? Das kann keiner genau sagen ;)

    "Leistungsorientierte" Einteilung und Väter als Trainer - das beißt sich!! Mag sein, dass einzelne Väter ihre Kinder neutral betrachten, aber bei der Mehrheit ist das NICHT so... In so einem Umfeld ist es problematisch, wenn DAS Thema in der E-Jugend ist, wer in die E1; E2 usw. kommt. Ich sehe in dem Thema ständigen Diskussionsbedarf - und wenn die Trainer nicht sehr kompetent und neutral sind, werden immer welche ungerecht behandelt, oder sich zumindest so behandelt fühlen....

    Mit dieser dünnen Spielerdecke sind 2 Mannschaften schon knapp. Ist es nicht möglich, die C2 als 7-er Mannschaft antreten zu lassen?