Wirklich ein schöner Fred, das was ihr beschreibt ist auch die Realität, wie ich sie erlebe. Seit der F-Jugend verfolge ich im Jahrgang 94 unsere umliegenden Mannschaften. Ziemlich schnell haben sich einige wirklich dominante Teams herausgebildet, die uns Gegner meist an die Wand gespielt haben. Dann beobachtet man die Trainer, die diese Mannschaften geformt haben. Ganz offen: Von - sagen wir - 5 dieser Erfolgstrainer würde ich mit vieren äußerst ungern ein Bierchen im Vereinsheim trinken, um mir ihre Ansichten über Fußball anzuhören. Wenn man diese Menschen am Seitenrand bzw. vor oder nach dem Spiel erlebt, spürt man immer dass der Erfolg (das gewinnen) immer an erster Stelle steht, vor dem Wohlfühlen in der Mannschaft, vor dem kindgerechten Umgang, und erst recht vor den Bedürfnissen der schwächeren Spieler. Ich bin mir ganz sicher, dass diese Trainer genau wie oben beschrieben, sehr früh mit Mannschaftstaktik begonnen haben, hohe Disziplin von den Kindern (seit der F-Jugend) einfordern und natürlich von erfolgshungrigen Eltern unterstützt werden. Schön ist es für mich, wenn ich hier lese, dass dies für die Entwicklung der Spieler nicht gut ist. Ich glaube es in den von mir angesprochenen Fällen nicht, die Spieler der angesprochenen Vereine sind teilweise schon zu C-Jugend-Landesstaffel Vereinen gewechselt und ich habe schon den Eindruck, dass sie ihr fußballerisches Rüstzeug mitbekommen haben. Eher könnte ich mir vorstellen, dass der eine oder andere Spieler sich, so bald er alt genug ist, um gegen seine Eltern zu rebellieren, mit dem Fußball spielen aufhören wird. Wenn die Kinder von klein auf unter Erfolgsdruck gesetzt werden, sind sie oft irgendwann ausgebrannt und verlieren den Spaß am Fußball. Mal sehen, ich werde das weiter beobachten.
Zur Geschichte mit Freund siebener und seiner D-jugend könnte ich auch noch einen langen Text schreiben - mache ich mal später. Auf jeden Fall kann ich das sehr gut nachvollziehen; wir mussten auch immer wieder dem älteren Jahrgang aushelfen, der seine schwächeren Spieler vergrault hat, weil sie nicht gut genug waren. Wenn man sich dann selbst immer um jeden einzelnen bemüht hat, und dafür auch auf einen Teil des sportlichen Erfolgs verzichtet hat, und man muss dann einem solchen Trainerkollegen noch mit (natürlich möglichst starken) Spielern unter die Arme greifen, dann bekommt man schon mal einen dicken Hals!
Beiträge von koeppchen
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Ich sehe es eher wie Siebener. Wegen unsauberen Schuhen werde ich mich nicht aufreiben. Klar, wenn die Kabine verschmutzt wird, sieht die Situation anders aus, aber das scheint mir der entscheidende Unterschied im Denken zu sein. Ein bisschen Eigenverantwortung muss man auch lassen, so lange die Mannschaft bzw. das Umfeld dadurch keinen Schaden nimmt.
Die 5 polemischen (ist Ok so
) Fragen von Andre würde ich keineswegs in einen Topf stecken. Frage 1 s.o., Frage 2 ist auch klar: zum Einlaufen Trikots in die Hose, danach egal; Frage 3: muss man Eingreifen, wenn es provozierend gemacht wird, Frage 4 keine Diskussion, Frage 5 kommt auf den Einzelfall an....
Wenn so sehr auf Details geachtet wird, entstehen so viele Nebenkriegsschauplätze und die Jungs konzentrieren sich nicht mehr aufs Wesentliche, sondern nur darauf, wer gerade mal wieder gegen eine Regel verstößt und ob der Trainer es merkt und ihn auch ordentlich zusammenstaucht.
Aber vielleicht hab ich auch nur eine zu brave Mannschaft? -
Stopp, nicht dass du mich verwechselst, ich bin nicht der Topicstarter. Und ich sehe deinen Vorschlag deswegen kritisch, weil das "Mentale" immer mitspielt. Hey wenn die Gegner 2 Jahre jünger und 2 Köpfe kleiner sind und die Mannschaft gewinnt knapp, wie willst du so was als Erfolgserlebnis verkaufen??? Da erwartet doch jeder einen klaren Sieg, das sind schlechte Voraussetzungen...
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Ja, so lange es kleines Erfolgserlebnis und kein großes Misserfolgserlebnis wird! Für meine C2 würde es gegen die eigene D1 sicher schwer werden...
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Der erste Schritt sollte schon sein, dass sich alle im Klaren sind, wie die Situation ist. Dass es nicht den kompletten Umschwung geben wird - die Mannschaft wird kaum mehrere Spiele in Folge gewinnen diese Saison denke ich. Dann müssen eben neue Ziele ausgegeben werden. "Das beste daraus machen". Zwei Sachen würde ich von dem Team erwarten: Kein Gemotze wenn einem Spieler etwas misslingt. Und kein Aufgeben, wenn man Gegentore kassieren. Jeder macht 100 % weiter und lässt seine Mitspieler nicht im Stich.
Ich hatte letzte Saison eine ähnliche C2-Mannschaft. Der Vorteil war natürlich, dass ambitionierte Spieler sich in der C1 Selbstvertrauen holen konnten (und auch Siege). Aber trotzdem haben auch solche Spieler im Normalfall gerne und engagiert bei uns ausgeholfen... Und die schwächeren Spieler waren auch gut dabei. Einmal haben wir ein Spiel 12:1 verloren (gegen den Meister), aber beim Stand von 0:12 hat die Mannschaft trotzdem weitergespielt und schließlich das Ehrentor geschossen. So kann dann ein Erfolgserlebnis auch aussehen.
Also wie gesagt, der Teamgeist ist das Wichtigste, aber dazu müssen die Erwartungen auf ein realistisches Maß heruntergeschraubt werden. Und vielleicht kannst du der Truppe auch Hoffnung machen: "Nächste Woche spielen wir gegen den Vorletzten, der hat auch noch nicht gewonnen..."
Ich könnte auch ein Freundschaftsspiel anbieten, aber der Weg ist wohl etwas weit
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Sind ganz schön viele Übungen auf Soccerdrills... Wenn sogar der Administrator welche aus den Augen verliert

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Es gibt da noch zwei Doppelpassübungen im Hütchenrechteck. Voraussetzung ist Hütchenrechteck ca. 15 x 25 m.
Übung 1: http://fussballseminar.de/Uebungen/direktspiel/direkt_01.htm
Übung 2: nur 1 Spieler in der Mitte, 4 an den Außenhütchen, ein weiterer Spieler an dem Starthütchen mit Ball. Doppelpass mit dem Mittelspieler dann Pass übers Eck in den Lauf des am nä. Hütchen wartenden Spielers, der wieder über Eck in den Lauf des nächsten Spielers, der ist wieder an der langen Seite, macht also Doppelpass usw.
Bei beiden Übungen die Umlaufrichtung ändern (Beidfüßigkeit) -
ich würde da auch den Trainer der A2 in die Pflicht nehmen. Und mit ihm zusammen dann an die betreffenden Spieler herangehen. Und ruhig die Abmeldung der A2 mal erwähnen - dem Trainer gegenüber. Wozu ist man schließlich EIN Verein?
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Komm(t) doch einfach zu uns! Ist zwar nicht der nächste Weg, aber wir könnten noch ein paar Spieler und einen so engagierten Trainer gebrauchen

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Hmmm die erste Idee wäre natürlich, eine 7-er Mannschaft zu melden, wenn das in eurem Fußballbezirk möglich ist. Wir haben das letzte Saison in einer ähnlichen Situation erfolgreich so gemacht.
Andere Möglichkeit wäre vielleicht, aus dem Freundeskreis der Spieler noch Jungs zum Einsteigen zu motivieren. Das liegt ja auch im Interesse deiner Spieler, das solltest du ihnen auf jeden Fall erklären. In diesem Fall wäre es ja auch (fast) egal, wie gut jemand Fußball spielen kann, Hauptsache es kommen zahlenmäßig noch ein paar dazu.
Ich trainiere in dieser Saison auch eine C2 und bin skeptisch ob die Spielerzahl immer reichen wird. Aber zur Not kenne ich ein paar Jungs, die in den letzten Jahren mit Fußballspielen aufgehört haben wegen einer anderen Sportart - aber die ich in einer "Notsituation" engagieren könnte, um nicht in Unterzahl zu einem Spiel zu fahren!
Und der letzte Punkt ist natürlich die Zusammenarbeit mit dem C1-Trainer. Auch das klappt bei mir ganz gut - dass ich mit ihm vereinbaren kann, dass er nur ein oder zwei Wechselspieler mitnimmt, und wir dafür in Sollstärke antreten können. Und wie siehts bei euch in der D-Jugend aus? Haben die evtl. zu viele Spieler -
Das wird ein anderer Name von WM sein. Nur dass die letzten zwei und nicht nur der letzte rausfliegt. Jeder gegen jeden auf ein Tor, oder?
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Bei uns dauert es immer recht lange, bis Neuerungen umgesetzt werden... Ist aber vielleicht besser als die Brechstange.
@ Eye-See: Ist mit auch aufgefallen, wollte aber keine Haarspalterei betreiben
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Bei uns:
G: 4er 290g
F: 4er 290g
E: 5er 290g
D: 5er 350g
Bei der D-Jugend gibt es keine Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinfeld, das ergibt ja auch keinen Sinn. -
Zitat:
Sambu schrieb am 15.07.2007 14:32
koeppchen:
D9 auf große Tore? Du meinst die 7m*2,44m-Tore? ... und von denen hat jeder Verein in Württemberg zwei bewegliche rumstehen?
Hmmm im Zweifel würde ja auch ein bewegliches Tor reichen. Aber es sollen über Förderprogramme Zuschüsse bereitgestellt werden, damit die Vereine sich das leisten können. Es soll aber die Wahlmöglichkeit einer D7-Mannschaft erhalten bleiben. Nur die 11-er Mannschaften werden abgeschafft. -
kleinere Spielfelder bedeutet im Normalfall auch kleinere Tore. Dadurch nimmt das Gebolze eher ab. Ist doch viel leichter, bei D11 - große Tore, kleiner Torwart - ein Fernschusstor zu erzielen. Ein Spieler mit hartem Schuss muss nur in den halben Meter Platz zwischen Torwart und Latte treffen, nicht einmal besonders gezielt.
Hier in Württemberg wird nächsten Sommer D9 auf GROSSE Tore eingeführt. Das verstärkt m.E. noch diesen (ungewünschten) Effekt. Diese Saison habe ich eine C7 trainiert, die auf 5m-Tore spielt. Im Vergleich zum großen Feld gibt es eher deutlich weniger "Gebolze". -
Hmmm, das is natürlich ein sehr einseitiger Text. Einige Argumente sind gut, andere weniger.
Besonders die Absätze mit den Spielertypen, die angeblich durch die Änderung benachteiligt werden, kann ich so nicht nachvollziehen. Warum sollte ein dickerer, aber zweikampfstarker Spieler auf einem Kleinfeld schlechter zurechtkommen als beim 11 gegen 11? Gerade beim Kleinfeld kann man m.E. durch gute Übersicht viel Laufarbeit sparen. Klar, ein körperlich starker, schneller Spieler mit viel Kondition tobt sich in der D-Jugend gerne auf dem Großfeld aus. Aber andererseits bringt ihn auch beim Kleinfeldfußball seine Schnelligkeit weiter. Und durch die häufigeren Ballkontakte verbessert sich dann die Technik automatisch.
Dagegen ist es sicher aus den erwähnten Gründen problematisch, wenn G-Junioren auf Stangentore ohne Netze spielen müssen. Tore mit Netzen, richtige Trikots, ein "richtiger" Schiedsrichter, das macht doch für die Kinder ein echtes Spiel aus, im Gegensatz zu Training bzw. Bolzplatz. Das darf man ihnen nicht nehmen! -
Sorry ich verstehe deinen Beitrag nicht. Vor allem den dritten Satz!
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Ein blödes Detail der deutschen Sprache, das Siezen... Ich finde durchaus, dass unter Sportlern das DU selbstverständlich ist und sein sollte. Auch gegnerische Trainerkollegen duze ich automatisch und habe kaum schlechte Erfahrungen gemacht. In unserem Verein ist das DU keine Frage. Es gibt praktisch niemanden, der sich siezt. Bei Eltern muss man zwischen du und Sie von Fall zu Fall unterscheiden.
Ich habe die (sicher nicht wirklich gute) Strategie, du und Sie zu vermeiden, bis die Eltern mich duzen, und dann zurückzuduzen
Für mich wäre es undenkbar, mich von den Spielern Siezen zu lassen. Der Sportverein ist eine Umgebung, wo jeder geduzt wird ohne zu überlegen, was ich als sehr angenehm empfinde. -
Bei uns gibt es ein Quali-Runden-System, d.h. in der C- und D-Jugend werden alle Ligen außer der Bezirksstaffel im Winter neu eingeteilt.
Wir haben in der C-Jugend für die nächste Saison 2 Mannschaften gemeldet, eine 11-er und eine 7-er.
Morgen trainieren wir zum ersten Mal mit den neuen C-Jugend-Jahrgängen. Es wollen auch einige Spieler von außerhalb kommen. Dann muss die Entscheidung fallen. Wir haben so zwischen 28 und 33 Spieler, eben auch ein paar Wackelkandidaten. Daher sind wir wirklich noch unentschlossen, ob wir doch noch eine 11-er C2 statt einer 7-er Mannschaft machen... Ich werde morgen auch mit den Spielern, die aus der D-Jugend kommen, sprechen. Nicht dass da noch ein paar abspringen. Aber eigentlich bin ich zuversichtlich! -
Habe ein ähnliches Problem. Gibt es bei euch auch die Möglichkeit, im Winter für die Rückrunde die Mannschaftsmeldung noch zu ändern von 7-er auf 11-er?
Ansonsten versuch dir Klarheit zu verschaffen! Sprich mit den fehlenden Spielern, mit den Eltern, mit dem Trainer, der sie letzte Saison hatte... Wenn es dann nur 12-13 "sichere" Spieler sind, dann ist es schon eine Grenzsituation, wo man eine 11-er Mannschaft kaum noch schafft.
