In unserem Nachbarverein hat so ein Trainer das Training einfach Samstag vormittag stattfinden lassen.
Beiträge von koeppchen
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So einfach ist die Welt nicht, Thomas Doll. Nach dem Motto: Was nicht sein kann, das will ich nicht sehen!?
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Aus meiner Sicht ist allein die Tatsache, dass eine Mannschaft in Überzahl antritt und dann hoch gewinnt noch keine Verletzung des Fairplay. Habe es selbst noch nicht erlebt, dass ein Trainer der Mannschaft in Überzahl dann sein Team reduziert hätte. Fair Play ist für mich dann, den Gegner nicht lächerlich zu machen, kein übertriebenes Jubeln, kein ehrgeiziges Rumkrakeelen am Seitenrand. Und dann am besten nach dem Spiel zur unterlegenenen Mannschaft hinzugehen und zu sagen "ihr habt toll gekämpft" (falls das halbwegs stimmt). In gewisser Weise ist es meine Schuld als Trainer, bzw. die Schuld der Mannschaft oder die Schuld nicht kooperierender anderer Mannschaften im Verein (!), wenn man mit "zu wenigen" Spielern aufläuft.
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Die Kehrseite der Medaille: Wir spielten vor einigen Jahren mit der D-Jugend in der Bezirksstaffel. Dort hat der Herbstmeister, dessen engagierter Trainer immer nach Spielern Ausschau hält, die ihn verstärken können, in der Winterpause beim Tabellenletzten 2 Spieler abgeworben. Der Vater eines der Spieler war stv. Jugendleiter (!) beim abgebenden Verein. Der Spieler wechselte mit Zustimmung, d.h. 3 Monate Sperre und war zum ersten Rückrundenspiel im März spielberechtigt. Sein Ex-Verein spielte in der Rückrunde noch genau 2 Spiele, verlor u.a. gegen uns als Vorletzte und zog seine Mannschaft zurück. Das, obwohl es noch eine D2 im Spielbetrieb gab!
Die Story hat einen sehr heiklen Beigeschmack, finde ich. Wir sind am Saisonende auch abgestiegen und es lag nicht an dem Rückzug... Aber durch solche "Machenschaften" kann der sportliche Wettbewerb schon mal ganz schön verzerrt werden. -
Hut ab vor deinem Engagement. Wirklich unwahrscheinlich, dass ein talentierter und erfahrener Ex-Fußballer bereit steht, der den Job besser machen würde als du...
Was mich sehr verwundert, ist die Aussage des BFV, ob du überhaupt die Prüfung ablegen willst. Hallo???? Haben wir immer noch Trainerausbilder, die denken, dass das einzige Ziel des Jugendfußballs ist, Nationalspieler herauszubringen, oder was? Wer eine Lizenz auf dem Niveau des FÜL machen will, sich engagiert und lernwillig ist, sollte definitiv nicht an seinem "fußballerischen Eigenkönnen" scheitern. Finde ich zumindest. -
Zitat:
kekses schrieb am 24.11.2008 14:08
Wie schon erwähnt habe ich davon von betroffenen Eltern erfahren. Die jungs die es "getroffen hat" trauten sich nicht etwas zu sagen (immerhin fast 3 Jahre Altersunterschied).
Nur ein dritter junge hat seinem Vater erzählt was er gesehen hat und so ist es bekannt geworden.
Ich tu mich schwer, mir eine Meinung zu bilden, da wir
a) die Geschichte über 3 Ecken erfahren und
b) die Beteiligten nicht kennen.
Ich finde, dass einige vorschnell drastische Strafen fordern. Wichtig ist, dass das nie wieder vorkommt. Daher finde ich die von Holler vorgeschlagene direkte Konfrontation eine gute Idee. Auf diesem Wege erfährt man dann auch mehr über die genauen Umstände und "Motive" -
Naja, wenn hier eine 18-jährige Trainerin fragen würde, ob sie eine männliche B-Jugend trainieren soll, würden wohl auch die meisten abraten...
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Tja, eine sachlich richtige Entscheidung wird falsch, wenn sie aus falschen Motiven und mit einer falschen Begründung getroffen wird...
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Ich denke, wie bcefferen: Du musst unter den Eltern nach Co-Trainern suchen. Das wirst du schnell merken, welche Eltern immer dabei sind, und sich für die Mannschaft interessieren usw. Diese Eltern einfach mal in einer ruhigen Minute fragen...
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Was passiert auf dem Bolzplatz, wenn sich 4 oder 5 Kinder treffen?
Z.B. Weltmeisterschaft (jeder gegen jeden), 2 gegen 2 auf ein Tor, Luft... Ist alles besser als das Training ausfallen zu lassen! -
Von mir mal eine andere Erfahrung zu dem Thema. Unsere C-Jugend letzten Saison hatte eine ziemlich schwierige Saison, die vom ständigen Abstiegskampf geprägt war. Teilweise sah es recht aussichstlos aus. Dadurch kam es auch zu Reibereien zwischen Spielern und Trainern - dabei schienen sich einige 2-3 türkische Spieler, die schon lange im Verein sind, besondere Querulanten zu sein. Mit den Worten "Mache es wenn du es besser kannst" hat mein Trainerkollege einen von ihnen versucht als Kapitän in die Verantwortung zu nehmen. Aber im Laufe der Winterpause gab es immer wieder kleinere Situationen, als wir dachten: Nur ohne diese(n) Spieler kann sich ein Teamgeist entwickeln. Tja, es lief ganz anders. Diese Jungs entwickelten sich im Laufe der Rückrunde zu DEN Führungsspielern, die alles für die Mannschaft getan haben. Nach dem enstcheidenden "Abstiegskrimi", den wir gewinnen konnten, sagte mir unser Kapitän, dass er seit 3 Tagen nur noch an dieses Spiel denkt!! Seine kämpferische Leistung war entsprechend herausragend. Bei den meisten unserer deutschen Spieler mussten wir erkennen, dass für unser Ziel nicht viel mehr Herzblut investiert haben als für ne Runde Counterstrike Zocken. Aber auch sie haben ihr Spiel gemacht. Die große menschliche Enttäuschung der Saison war auch ein ausländischer Spieler, der im Winter zu uns gewechselt ist.
Bei uns im Verein würde ich sagen, dass mindestens die Hälfte der ausländischen Spieler gut bis sehr gut integriert ist. Trotzdem gibt es das Problem der Grüppchenbildung.
Aus meiner Erfahrung möchte ich noch ein Statement aus anderer Sichtweise bringen:
Die Integration der Ausländer ist eine der großen Aufgaben des Jugendfußballs!! Die Bedeutung des Jugendfußballs was Integration angeht, wird ENORM unterschätzt. Jede multinationale Fußballmannschaft spart unserem Staat große Beträge, die sonst in der Jugendhilfe ausgegeben werden müssten! Die Jugendlichen sind weg von der Straße und machen etwas SINNVOLLES.
Was oft bei rein türkischen, albanischen, kroatischen (und deutschen?) Mannschaften abgeht, sollte Grund genug für gemischte Teams sein.
(Danke Sanja, für den letzten Absatz in deinem Beitrag
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Der Eindruck, den ich von bcefferen bekomme, ist dass er sich durch mehrere eigene Erfahrungen ein Bild gemacht hat, und er traut (!) sich, diese Erfahrungen hier zu berichten und eine Warnung auszusprechen. Die meisten anderen vermuten hinter seinen kritischen Überlegungen sofort eine böse Anti-Homosexuellen-Kampagne und verwenden wesentlich deutlichere Worte und ihre Argumente schweifen meist sofort ins allgemeine ab. Wie z.B. mein Vorgänger.
Ich würde das Topic als Hinweis nehmen, dass hier Fehlentwicklungen passieren können, und dass man wachsam sein sollte, wenn es solche Anzeichen gibt! Selbstverständlich ohne jegliche Vorverurteilung. -
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Für mich ist klar, dass du als nächsten Schritt noch mal Kontakt mit deinem ex-Co-Trainer aufnehmen solltest. Entweder ihn anrufen oder zu einem persönlichen Gespräch bitten. So zwischen Tür und Angel ansprechen würde ich ihn nicht. Erklär ihm das Problem mit der "Gerüchteküche" unter den Eltern. Dann würde ich ihm klar machen, dass ihr als Trainerteam, d.h. mit ihm als Co-Trainer einige gute und erfolgreiche Jahre hattet und dass du ihm auch noch mal für seinen Einsatz danken möchtest; aber dass du findest, die Art und Weise wie er aufgehört hat, macht das ganze Bild kaputt. Sag ihm, es habe eben in letzter Zeit nicht mehr so gepasst, aber dir wäre es wichtig, ein einigermaßen sauberes Ende der Zusammenarbeit zu haben. Müsst euch eben eine schöne Formulierung für den Grund des Rücktritts zulegen.
Dann würde ich ihm vorschlagen, dass ihr ihn im Elternkreis z.B. beim Abschlussfest mit einem Geschenk verabschiedet.
Falls du dir nicht vorstellen kannst, dass ihr zu zweit zu einer Lösung kommt, dann versuch ein Gespräch mit dem Jugendleiter (vielleicht auch oder zusätzlich mit einem "neutralen" Elternteil) auszumachen, um das zu besprechen. -
Ich halte es mit dem Loben so wie Andre. Besonders wichtig ist Lob, wenn man merkt, dass einem Spieler oder der ganzen Mannschaft das Selbstvertrauen fehlt. Wenn jemand sein drittes Tor zum 8:0 schießt, dann brauche ich ihn nicht unbedingt mehr loben, dann hat er das Selbstvertrauen und weiß selbst was er gut gemacht hat. Wenn aber zum Beispiel ein Spieler das Tor nicht trifft, ist es immerhin positiv, dass er sich Chancen erarbeitet. Und wenn nach vergebenen Chancen Kritik von außen kommt, wird der Spieler immer nervöser.
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Es hört sich nicht so an, als würden die Co-Trainer Schlange stehen, um sich bei Franzi zu bewerben... Ich denke, wenn du meinst, der Trainerkollege kann die Mannschaft weiterbringen und auch du dir vorstellen kannst, mit ihm zusammenzuarbeiten, dann solltest du einen Gesprächstermin ausmachen. Überlege dir dann vorher, was du ihm anbieten willst, sei aber auch grundsätzlich bereit, ihm ein Stück entgegenzukommen. Denn die perfekte Lösung, um alle deine Sorgen zu zerstreuen, wird es nicht geben. Der Co-Trainer, der die Mädels autoritätsmäßig im Griff hat, ohne einer von ihnen zu nahe zu treten, und der auch noch Autorität hat, wenn du alle Entscheidungen triffst, den gibt es nicht. Die Konstruktion kann nur als Trainerteam funktionieren, wenn ihr euch klarmacht, wer wofür zuständig ist. Es darf auf keinen Fall sein, dass Entscheidungen des einen Trainers vom anderen ungültig gemacht werden. Fazit: Wenn du die Autoritätsproblem mit der Mannschaft lösen willst, dann wirst du einen Teil der Zügel aus der Hand geben müssen. Ansonsten musst du es selbst so gut wie möglich in den Griff bekommen....
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ich zumindest halte es für eine gute Lösung, Hans. Konsequenz ist nötig, aber es bedeutet nicht immer, buchstabengetreu die Vorgaben umzusetzen. Zwischen schwarz und weiß gibts auch noch grau.
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Ja, das stimmt. Man bekommt allerdings einen Zuschuss, so viel ich weiß.
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Bei uns in Württemberg wird zur nächsten Saison in der D-Jugend 9 gegen 9 eingeführt. Spielfeld von 16-er zu 16-er und auf große (!) Tore.
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Ich habe es als Spieler auch selbst erlebt, als schwächerer Spieler ohne realistische Chance auf einen Platz in der Mannschaft angelogen zu werden. Naja, ich wusste mich schon einzuschätzen, aber der Trainer hat immer gesagt, wer ins Training kommt und sich anstrengt, der spielt auch. Tja ... nur war das bei mir nicht der Fall. Es war eher als Motivation für die Stammspieler gedacht, damit sie ins Training kommen. Ich saß immer bis zur 5:0-Führung auf der Bank (und das kommt ja selten vor...). Der Gipfel fand ich, als mein Trainer mir erklärt hat, mir fehle halt die "Spielpraxis".
Für mich war das eine große Motivation, Trainer zu werden, auch mit schwächeren Spielern fair und ehrlich umzugehen. Aber viele hören bei derartigen Situationen frustriert auf. Schade so was.
