Beiträge von koeppchen

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    Ja stimmt, laut Gesetz ist es unbezahlter Urlaub. In meinem Fall hat der Arbeitgeber eine Kompromisslösung vorgeschlagen: Es wird bezahlter Sonderurlaub gewährt, allerdings nur für die Hälfte der Zeit - die andere Hälfte musste ich durch Überstunden und Urlaub selbst aufbringen.

    Warum eigentlich die fußballerische Eingangsprüfung verschärfen? Wie wärs, mal die persönliche Eignung als TRAINER abzuprüfen???
    Von einer Verschärfung des C-Leistungssport halte ich wenig. Ein Bezirksliga-Trainer sollte schon die Möglichkeit, eine Ausbildungsstufe mehr zu erklimmen, als der F-Jugend-Trainer, der mit dem C-Bereitensport gut bedient ist...

    Gesinnung zu Hause lassen, geht das? Das glaube ich eher nicht. Wenn jemand eine Weltanschauung hat, von der er überzeugt ist, wird er dann nicht versuchen, andere von dieser richtigen Weltanschauung zu überzeugen, wenn sich eine Gelegenheit dazu bietet?
    Wäre es nicht geradezu ein Zeichen von seiner Unaufrichtigkeit, mit den Kumpels rechte Ideologien zu propagieren und beim Fußball alle gleich zu behandeln - unabhängig von der Herkunft?
    Günter fragt, ob es dem Trainer vielleicht gut tut, nicht nur in rechtsextremen Kreisen unterwegs zu sein, sondern im Verein noch andere Kontakte zu pflegen. Das ist sicher richtig, Ausgrenzung kann dazu führen, dass so einer noch radikaler wird. Aber sollte nicht der Schutz der Kinder an erster Stelle stehen?

    Zodiak,


    das finde ich sehr interessant. Was hast du denn für eine Truppe? A-Jugend oder Herren-Mannschaft?
    Werden in der Gruppe eher die Formalien wie Abmeldungen oder Kaderbekanntgabe erledigt? Oder entwickeln sich auch Diskussionen, wie z.B. wer hat den entscheidenden fehler zum Gegentor gemacht, Training war heute wieder blöd oder ich bin der Torschützenkönig?

    nichts
    geht mir im Moment mehr auf den Keks, als wenn der traurige, die Seele
    verletzte, dem Kifu feindliche Bankdrücker als Argumentation für
    den Kifu herhalten muss. und dieser Frust muss weg.
    ich möchte hier keinen Ersatzdiskussion für den Kifu führen, sondern ganz allein das Thema Bankdrücker angehen.

    Mir fehlt noch der klare Lösungsvorschlag zum Thema "traurige Bankdrücker". Wie ist die Situation im Jugendfußball, und wie sollte man das angehen?

    übrigens, alle, aber auch alle Spieler , die ich von E bis einschliesslich D trainiert habe, haben in der C-Jugend weitergespielt, das bei 2 Jahrgängen.
    da ist kein Einziger abgesprungen.

    Na da bin ich aber froh! Kann es sein, dass du das schon mal erwähnt hast?

    Habe es schon verstanden. Aber wie gesagt noch nie erlebt.


    Und unter der Überschrift "traurige Bankdrücker" passt der Beitrag von trainer2005 viel besser als dein etwas konstruiertes Beispiel, weil er einfach realistischer ist und ständig vorkommt...

    Günter, musst du wirklich die Entscheidungen aus deiner Trainerkarriere hier rechtfertigen? Es ist schwierig für mich, jetzt zu sagen, das war falsch, denn du kannst mir ja beweisen, dass es richtig war, nicht wahr? Dass die Spieler, die bei dir gespielt haben, nicht aufgehört haben, dass Kompromiss-Trainer wie du den richtigen Weg wählen und Trainer mit einer klaren Konzeption, wie sie Andre predigt, den falschen Weg....


    Aus meiner Erfahrung, und das sind auch schon über 10 Jahre als Trainer plus eine zweijährige Spielererfahrung als Bankdrücker, möchte ich ganz deutlich das Statement von trainer2005 aus dem anderen Thema unterstreichen:

    Deine Argumentation ist auch überhaupt nicht schlüssig. Es ging nie darum, dass auf der Bank sitzen eine Katastrophe ist, wenn es ALLE trifft, unabhängig von der Spielstärke! Aber DAS ist verdammt unrealistisch. Ich habe noch nie gesehen, dass ein Trainer seine beiden stärksten Spieler das ganze Spiel auf der Bank sitzen lässt. Was Andre und andere jedoch völlig zu recht radikal bekämpfen, ist die Tatsache, dass schwächere Spieler unbeachtet auf der Bank sitzen bis kurz vor Schluss.

    Ich finde, die Frage ist nicht gut formuliert.
    Welchen Teil der "Philosophie im Kinderfußball" wendet der Trainer nicht an? Macht er alles falsch, oder nur einen Teilaspekt? Wichtig ist mir hier eine Gewichtung.
    Beispiel: Trainer A ist extrem gewinnorientiert, schwächere Spieler spielen kaum, wer Fehler macht, wird fertiggemacht. Nicht zu tolerieren, klar.
    Beispiel: Trainer B hat die Philosophie des Kinderfußballs verstanden, aber während der Spiele fiebert er enorm mit. Er läuft die Linie auf und ab und ruft immer wieder Anweisungen aufs Spielfeld. Andererseits lobt er auch und verzeiht Fehler. Die Kinder können aber nicht unbeeinflusst spielen. Weshalb sollte man diesen Trainer rauswerfen?
    Was ist die Konsequenz im Fall "kein Trainer"? Muss die Mannschaft aufgelöst werden oder findet sich ein anderer Trainer?


    Vielmehr könnte man fragen: Wie weit muss ein Trainer von der "Philosophie im Kinderfußball" abweichen, dass es besser ist, die Mannschaft aufzulösen? Das geht dann in Richtung "Einzelfallentscheidung".


    Definitiv unterstützen würde ich jede Maßnahme, um die Grundprinzipien des Kifu bewusst zu machen und durchzusetzen. Ob das die Fair Play Liga ist, oder einen verpflichtenden Trainer-Führerschein, Abschaffung der Tabellen usw.

    Ich verschicke Infos, die alle bekommen sollen, auch per Mail. Facebook ist höchstens ein zusätzliches Medium. Da manche von den Jungs aber viele Stunden dort verbringen, kann man sie auf dem Weg gut erreichen.


    Zw3rg und Apu, eure Postings gehen in die Richtung, wo ich auch "Gefahren" sehe. Habt ihr mal konkret einen kritischen Fall miterlebt, als über die sozialen Nezwerke ein Konflikt in der Mannschaft entstanden ist?

    Hallo Trainer,


    ich wollte mal fragen, welche Erfahrungen ihr mit dem Medium Facebook in Bezug auf euer Team habt. Einer meiner Spieler hat jetzt eine "geschlossene Gruppe" für unsere Mannschaft aufgemacht und alle Spieler eingeladen, die seine "Freunde" sind. jetzt postet er dort Trainings- und Turniertermine, aber auch Fotos, Videos usw. Ich finde das eigentlich positiv, denn die Jungs werden dann im Facebook daran erinnert, dass heute Training ist, oder können sich verabreden, gemeinsam mit dem Fahrrad zu fahren.
    Wenn aber Fotos oder Videos gepostet werden, könnte ich mir auch vorstellen, dass mal der eine oder andere in einem schlechten Licht gezeigt wird, in Kommentaren gelästert wird usw.
    Von einer anderen Mannschaft habe ich schon gehört, dass ein Spieler von anderen im Facebook gemobbt wurde...
    Bin gespannt auf eure Meinungen und Erlebnisse!


    Gruß
    koeppchen

    Deshalb ist es oft besser (zum Zwecke der Balleroberung) als AV dem Gegner die Innenbahn anzubieten, ihn also zu dem helfenden IV zu "treiben", damit dieser dann (im Verbund mit dem AV) den Ball erobert.
    Dies gilt natürlich vor allem bei weiter Entfernung zum eigenen Tor, also bei geringer Torgefahr. Am eigenen Strafraum, oder bei unoranisierter Kette (Unterzahl oder Gleichzahl) bietet man die Außenbahn an.

    Laut meiner Trainerausbilder ist dieser Punkt unter Experten strittig. Vor allem, wenn das Team das Ballgewinnspiel noch nicht so gut beherrscht, wird empfohlen, einen Angreifer in Ballbesitz auf die Außenbahn zu lenken, auch wenn nur innen das "doppeln" möglich ist.

    Noch ein anderer Aspekt: Die Übernahme einer neuen Mannschaft kann dir als Trainer auch gut tun. Ich konnte früher mir nicht recht vorstellen, eine andere Mannschaft zu trainieren, habe immer meine (damalige) Mannschaft für etwas ganz Besonderes gehalten.
    Jetzt trainiere ich in einem anderen Verein eine andere Truppe, bei der es inzwischen noch mehr Spaß macht - nachdem wir die eine oder andere Krise überstanden haben. Durch den Wechsel der Mannschaft habe ich als Trainer einen großen Schritt nach vorn gemacht, glaube ich. Man sieht vieles mit anderen Augen...

    Hm, diese Frage habe ich mir noch nicht gestellt, weil ich mit meinem Team noch nicht die Stufe davor erreicht habe:
    "Im Training genauso viel wie im Spiel abverlangen", d.h. im Training 100% geben, immer an die Grenzen gehen.


    Neulich gab ich vor dem Training der Mannschaft auf den Weg, jeder einzelne solle diesmal ganz bewusst an seine Grenzen gehen, versuchen so engagiert und gut Fußball zu spielen und die Übungen zu machen, wie er es kann.
    Ich war ganz gespannt, als ich nach dem Training gefragt habe: "Wer von euch denkt, dass er heute an seine Grenze gekommen ist? Dass er so gut oder fast so gut gespielt hat, wie er kann?". Es hat sich keiner gemeldet. Alle bestätigten die Gegenfrage "Wer denkt, dass er noch ein ganzes Stück besser spielen kann?" Dann die Frage nach dem warum. Warum konntet ihr heute nicht eure beste Leistung erreichen. Antwort von einigen: Es war eben nur Training, nur im Spiel kann man wirklich Bestleistung abrufen. Ein paar wenige sahen das anders, waren der Meinung auch im Training kann man so gut wie möglich spielen, muss es zumindest versuchen.


    Was denkt ihr darüber? Welche Methoden gibt es, die Spieler auch im Training zu Bestleistung zu motivieren?

    trainer2005, wichtig ist vor allem, dass du dir selbst treu bleibst. Das bedeutet, weiterhin das Team in den Vordergrund zu stellen! In der Aufteilung der Mannschaften hast du allerdings gewisse Freiheiten, die du nutzen kannst.
    Ich bin in einer ähnlichen Situation, habe auch eine C-Mannschaft, die eher unterlegen ist. In der Bezirkshallenrunde habe ich zwei Mannschaften aufgestellt. Vor dem Turnier haben wir in den Ferien einige Hallensituationen trainiert. Ich habe dann eine Mannschaft aus denen gebildet, die im Training da waren und sich sehr bemüht haben, die Dinge umzusetzen. Die andere Mannschaft aus denen, die im Urlaub waren, oder die sich im Training nicht so angestrengt haben. So war nachher eine Mannschaft etwas stärker, vor allem im Zusammenspiel und beim Ball gewinnen, die andere Mannschaft war individuell kaum schlechter, hat aber weniger zusammengespielt. In dieser Aufteilung haben wir dann die drei Turniere gespielt, sind mit beiden Mannschaften deutlich ausgeschieden. Ein Team hatte 11 Punkte, das andere 7 aus insgesamt 10 Spielen.
    Am vorletzten Wochenende haben wir unser erstes Privathallenturnier gehabt, da habe ich von den 10 Spielern, die in den Ferien im Training waren, die 7 mitgenommen, welche den besten Trainingseindruck, v.a. was das Engagement angeht, gemacht haben. Es wurde ein tolles Turnier, am Ende Vierter von 12 Mannschaften, für unsere Verhältnisse ein echter Erfolg.
    Jetzt kommen noch zwei Turniere, bei denen wir jeweils wieder zwei Teams stellen. Dadurch werden alle zu ausreichend vielen Turniereinsätzen kommen, und wir Trainer sind nicht ständig in der Halle. Die Aufteilung steht noch nicht fest, wir werden sie wohl wieder vom Engagement im Training abhängig machen...
    Übrigens: Die 7 Spieler eines Teams spielen (außer dem Torspieler) immer zu fast gleichen Teilen. Ich teile die Feldspieler in zwei Dreiergruppen (vorne und hinten) ein, und diese müssen selbst absprechen, wie und wann sie auswechseln.

    Hängt wohl alles von der persönlichen Grundeinstellung ab.
    Ich bin klar der Meinung, dass E- und F-Jugend-Mannschaften von Bundesligisten nicht sein müssen. Warum?

    • verlorene Kindheit, wie von Andre schon beschrieben. Selbst bestimmte Zeit zum Spielen ist wichtig und wertvoll!!
    • Die Chance, das "große Ziel" Profifußball zu erreichen, ist extrem gering (da wie Sir Alex schrieb, Talentprognosen noch schwierig sind)
    • Die Gefahr, dass die Spieler unter einem von Eltern, Trainern und sich selbst erzeugten Druck leiden, ist groß!
    • Die Spieler erhalten falsche Prioritäten! Eine verschobenes Bild der Bedeutung von Leistung, der Wertigkeit von Menschen, die weniger leisten (können). Wenn ein Kind einige Jahre in einem Profiverein gespielt hat, wo (fast) nur Leistung zählt, wird es oft Schwierigkeiten in einer normalen Dorfmannschaft haben, wo auch untalentierte spielen!

    Ich spreche hier von Kindern bis 11 Jahren, die noch wenig eigene Urteilsfähigkeit haben, und von ihren erwachsenen Vorbildern (Eltern, Trainer, Lehrer) oft noch vieles einfach übernehmen.
    Es ist auch nicht verwunderlich, dass Eltern, für die Leistung im Leben das Entscheidende ist, nichts Verwerfliches an einem Wechsel zu einem Proficlub finden.