ich kann andre bestätigen. in meiner c haben in der abgelaufenen saison recht viele jungs aufgehört.
allerdings muss man dann auch genau hinschauen warum sie dies taten:
familiere gründe waren bei zwei jungs der auslöser. kein bock mehr auf nix, die tatsache, dass sie nicht besonders gut fußball spielten, machte den entschluss einfacher.
einer hat seinen gesamten freundeskreis ausgetauscht und kam deshalb nicht mehr. ein weiterer spielt jetzt handball, weil sein vater das so will und ein junge badminton, weil er recht zart (geblieben) ist und den "fullcontact" im fußek vermeiden möchte. für wiederum einen jungen war es ein ausflug vom leichtathletik zum fußball, der ihm nicht den spass brachte, den er sich erhofft hatte und zwei jungs waren von januar bis zum juni von ihrem alten verein für pflichtspiele gesperrt und haben nun ganz aufgehört. sie fühlten sich nicht als teil des teams. ein junge hat eine kriminelle karriere gestartet...
ich frage mich oft, ob es an mir lag oder die umstände schuld waren? nun sind von denen, die aufgehört haben sportlich gesehen keine verluste dabei, menschlich hingegen schon. aber was hätte man tun können? ich habe immer versucht, die schwächeren an das niveau der guten heranzubringen, lange zeit sogar, aber ich habe die erfahrung gemacht, dass die guten sich "herabziehen" liessen. so gab es zuletzt schon eher trainingsgruppen, die entsprechend der leistung und auch in hinsicht auf das nächste spiel zusammengestellt waren. so ist der kader von zeitweise 21 kindern nunmehr mit neuzugängen auf 17 jungs zusammengeschrumpft, wo ich "nur" noch 2-3 jungs habe, die aus verschiedenen Gründen etwas hinterher hinken. bei allen habe ich aber die berechtigte hoffnung, dass sie die distanz früh oder später überbrücken können, da es sich hauptsächlich um koordinative und körperliche schwächen handelt, bedingt durch extremen wachstum oder das gegenteil. technisch passt das nämlich alles soweit. und drei jungs von siebzehn sind einfacher zu verbessern als 10 von 21 oder?
zu den trainingsvorgaben des dfbs möchte ich nochfolgendes sagen:
schaut man sich mal die "mustertrainings" des dfb bei den kreisauswahlgruppen an, so klappt dies dort immer.
versucht man diese trainings eins zu eins nachzutrainieren, muss man allerdings feststellen, dass man höchstens 60 prozent von dem schafft, was vorgesehen ist.
warum? ganz einfach: bei der kreisauswahl sind die besten, hochmotivierten jungs, die sich alle präsentieren wollen.
in den heimteams sind sie dann lockerer, unkonzentrierter und selbst das ball holen dauert länger. hinzu kommen schwächere kinder.
frage: taugen diese vorgaben des dfb nun als unbedingte vorgabe oder muss man grundsätzlich mit bausteinen arbeiten und sein eigens ding machen?
und könnte dann nicht auch, wie oben bei anderen beschrieben, manch anderes hinzu kommen, das der dfb nicht auf der liste hat?
warum sollte dies dann falsch sein, wenn das vorbildtraining doch auch an der realität der meisten jugendteams vorbei geht?