Beiträge von Mentala

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    Fußballer49: Danach wäre es ja komplett überflüssig, überhaupt zu trainieren?! Bei dem bisschen Fortschritt würde ich mir wirklich überlegen, ob ich meine Spritzigkeit überhaupt noch unterstützen kann...oder ob ich hier überhaupt beim richtigen Sport bin...
    Ist ein Spielertyp, der froh ist, wenn 90 Minuten vorbei sind, überhaupt einsetzbar? Ist das ein Fußballspieler? Soll oder muss er Fußball spielen? Möchte jemand, der sich selbst im Weg steht, nicht auch eventuell Unterstützung haben? Was machst Du mit dem, der eine solche Einstellung mit auf den Platz nimmt?
    Vielleicht ist er ja bereit sich bis zum Äußersten einzubringen?! Vielleicht fehlt ihm nur der richtige Partner, die für ihn "richtige" Ansprache?!
    Mentaltraining bringt immer einiges in Schwung. Und das hängt nicht von einer Veranlagung ab!

    Hallo Crow,
    es tut mir Leid, dass Du einen solchen Eindruck von mir oder meinen Berufskollegen hast. Ich denke, dass es durchaus lobenswert ist, wenn sich ein Mentaltrainer ehrenamtlich für die Sportjugend engagieren will. Ich kenne keinen, der das tut, und das hat nichts mit den vielzitierten Dollarzeichen zu tun. Vielleicht denkst Du aber auch daran, wie die Diskussion in diesem Forum vonstatten gegangen ist. Alles wird hinterfragt, in eine bestimmte mit Vorurteilen beladene Ecke gestellt, mit theoretischem Halbwissen bestückt, verklausuliert....aber leider nicht angepackt. Und so geht es nicht nur hier zu sondern auch im normalen Leben. Ein Dienstleister ist nur so gut, wie ihm die Menschen (ver) trauen. Jemand, der Mentaltraining, coaching und so weiter anbietet, hat nicht die große Anzahl von Klienten, die ihm die Bude einrennen. Ein Mentaltrainer hat keine Einkünfte von den Krankenkassen. Er muss seine Leistung ständig selbst anbieten und auf Folgeaufträge hoffen. Mentaltrainer können also nur auf private Einkünfte von Menschen hoffen, denen schnell und unbürokratisch geholfen werden kann. Vor allem ist es kein Nebenjob.
    Ein Psychotherapeut dagegen hat seine permanenten Einkünfte, kann sich vor Patienten kaum retten, ist überlaufen und hat eventuell noch Platz und Zeit, sich auch um ein Ehrenamt zu kümmern. Vielleicht solltest Du für die praktische Umsetzung von mentalem Training in einer Jugendmannschaft eher auf diese Berufsgruppe zurückgreifen. Die Gelben Seiten geben Auskunft, wo der nächste zu finden ist. (Es soll sogar manche Psychotherapeuten geben, die ausschließlich per Telefon arbeiten und sich das Gespräch pro Minute bezahlen lassen)
    Ich persönlich bin gern bereit, mich hier mit Ideen und Vorschlägen einzubringen. Natürlich nur im Rahmen der Möglichkeiten, die die Beschreibung eines Problems hergibt.
    Wie ich in einem meiner früheren Beiträge hier angeboten habe, stellt mir die Fragen und ich bemühe mich :)

    MichaMittelfeld: Das ist eine der grundsätzlichen Fragen. Kein Mentaltrainer wird ehrenamtlich sein Wissen und seine Fähigkeiten einsetzen. Die Ausbildung dazu war zu teuer! Es kommt also darauf an, dass die Verantwortlichen des Vereins mitziehen und eventuell ein paar Groschen auf den Tisch legen. Sicherlich wird es einen Mentaltrainer in Deiner Umgebung geben, der auch mal für kleines Geld arbeitet. Ich mache das regelmäßig, aber überleben muss auch ich. (Ein Psychotherapeut wird auch nicht für ein "Vergelt's Gott" arbeiten, sondern er lebt von seiner Arbeit und seinem Erfolg.) Genauso wie ein Trainer, der mal schnell wenn er für Geld arbeitet, entlassen wird, ist die Arbeit eines Mentalrainers erfolgsabhängig. Gehört habe ich allerdings noch nicht, dass ein Mentaltrainer wegen Unfähigkeit auf die Straße gesetzt wird. Nur aus mangelndem Zugang zu den Sportlern... oder Betrugs oder so.... . Mentaltraining unterstützt im Allgemeinen, ob Hobbysport oder Spitzensport. Es kommt darauf an, welche Ziele der Sportler hat!


    @Kicker: Wenn Du damit Erfolg hast, bitte sehr. Kommt es denn darauf an, dass Dein Grundsatz gilt oder ist es vielmehr so, dass die Mannschaft bzw. der einzelne Sportler Dir sagt oder im Spiel mitteilt was läuft oder nicht?
    Und im Übrigen: Im TV wird so oft über die Erfolge des Mentaltrainings
    berichtet, dass selbst Journalisten wissen, was ein Sportler macht, wenn
    er sich mental übt. Und das sagen sie den Zuschauern auch!

    Was machen Eltern, die meinen, bei ihren Kindern Verhaltenausffälligkeiten wahrzunehmen. Sie gehen, weil sie selbst nicht weiter wissen, zu einem Spezialisten, der die Kinder nicht kennt. Das ist ein großer Vorteil, denn dessen Leinwand ist weiß und füllt sich mit dem, was die Kinder erzählen, was in ihnen vorgeht und womit sie Probleme haben..
    Ich kann nicht so ganz nachvollziehen, wieso manchmal so theoretisch diskutiert wird. Da es diverse Untersuchungen hinsichtlich der Optimierung von Bewegungsabläufen gibt, der Optimierung von Chancen, zum Erfolg zu kommen oder sein Ziel zu erreichen, ist es doch jetzt eine Frage des Mutes, sich mal einen Mentaltrainer zu holen, der das Format bei einem Spieler umsetzt. Das Ergebnis spricht doch dann für sich, oder?
    Das Ergebnis in hunderten von Tests lautet fast immer gleich: Die Hinzunahme von Mentaltraining erhöht die Chancen, sein Ziel zu erreichen. Was ist denn da jetzt noch diskutabel???
    Im Fernsehen kann man bei jeder Sportart erkennen, wie die einzelnen Sportler mit der erlernten mentalen Vorgehensweise umgehen. Sie stehen nicht ohne Grund an der Weltspitze.
    Also: Wenn ein Trainer den Eindruck hat, in seiner Mannschaft steckt noch viel Potenzial, das noch nicht so ganz herausgekitzelt worden ist, sollte er einfach einen Mentaltrainer einsetzen, der das richtige Werkzeug jederzeit bei (in) sich trägt. Ich betone, dass es sich hierbei um jemanden handeln sollte, der sich auskennt. Alles andere ist Flickwerk und bringt nicht den gewünschten Erfolg.

    Steini
    Frag ihn, ob er noch Freude am Fußball hat. Vielleicht wird er mehr oder weniger von seinem Umfeld gezwungen mitzumachen. Vielleicht will er sich lieber auf eine andere Sportart konzentrieren, vielleicht sind seine schulischen Leistungen nicht so doll und er will/muss sich ein bisschen mehr darauf konzentrieren. Das wirst Du herausfinden, wenn Du ihn so intensiv fragst. Schau Dir seine Haltung bei der Beantwortung an. (Schultern, Arme/Finger, Füße)
    Kümmere Dich um ihn speziell und vielleicht findet er für sich ja den richtigen Weg. Ihn darauf hinzustupsen führt zu Verkrampfung und Verstärkung der Angst. Arbeite mit ihm an seiner inneren Einstellung. Wenn die nicht mehr passt, wird er in einer anderen Sportart glücklicher und erfolgreicher. Vielleicht kannst Du auch über ein Vorbild an ihn herankommen (Phillipp Lahm ist auch klein und schmächtig, aber ein großer Kämpfer, der keine Angst vor langen Menschen hat, sich jedoch selbst seiner Stärke bewusst ist und sich nicht unnötig in Gefahrensituationen begibt.) Mach mit ihm die Übung: "Was würde Dein Vorbild dazu sagen?" Arbeite mit ihm seine Stärken im Spiel heraus, vernachlässige die Schwächen.

    Danke thomasg für den Pott, auf den sich alle setzen sollten.
    Ich habe mich in die ganze Debatte auch nur eingemischt, weil ich der Meinung war, dass es ganz sinnvoll sein kann, über die Ziele und den Nutzen eines Mentaltrainings zu sprechen.
    Im Mentaltraining geht es vornehmlich um Ziele und deren Realisierung. Die Vorstellung, wie es ist, wenn das Ziel erreicht ist und die Spieler sind zufrieden mit sich. Wie sind die Gesten, wie fühlt sich die Zielerreichung an, welche Farbe hat sie, wie riecht sie und wie schmeckt sie. Im Mentaltraining geht es darum, Blockaden (Ängste) zu erkennen und zu lösen. Es geht darum, wie sich der Spieler selbst einschätzt und wie es andere tun (Was kann er daraus lernen...). Es geht darum, das Selbst-Bewusstsein zu schärfen, die Eigen-Wahrnehmung zu vergrößern. Es geht darum, die Konzentrationsfähigkeit ad hoc auf den Punkt zu bringen.
    Ihr seht, es geht dabei nicht nur um das Spiel oder ein Ergebnis, sondern auch um die Persönlichkeitsentwicklung. Was man beim Mentaltraining lernt ist auf alle Lebensbereiche anwendbar.
    Das sind Formate, die ein Mentaltrainer beherrscht, die sinnvoll sind und von frühester Jugend an einsetzbar.
    Soweit zum Nutzen.
    Mentaltraining ist auch als Prävention ein hilfreiches Werkzeug. Um sich vor Stress (Druck von außen) zu schützen und einem Burn-out vorzubeugen.
    Wer braucht das nicht????
    Ich gebe meinen Klienten die notwendigen Werkzeuge immer schriftlich an die Hand, damit sie sie jederzeit selbst üben können. Es heißt nicht umsonst "Training".
    Insofern braucht man mich gar nicht mehr ständig einzusetzen. Das spart Kosten. Allerdings ist es dringend notwendig, dass wirklich alle Beteiligten um die Spieler herum (Eltern,Trainer, Vorstand...) dieses Format mittragen. Es kostet die Spieler etwa 4 Minuten pro Tag, um sich zu weiter zu entwickeln, Pläne umzusetzen und den Nutzen des Mentaltrainings voll auszuschöpfen. Das ist nicht zuviel verlangt.
    Es stärkt die Persönlichkeit eines Spielers und seine Rolle.
    Um Mentaltraining auch erfolgreich umzusetzen, ist es nötig, die Beweggründe eines jeden Spielers und des Trainers herauszufinden. Was treibt ihn an, warum ist er in der Mannschaft, welche Position will er selbst einnehmen, welche Funktion sieht er für sich in der Mannschaft, in welchen Situationen kann er die Mitspieler antreiben, welche Ziele hat er...?
    Eine Menge Fragen, die nur einzeln mit einem Spieler zu beantworten sind. Wenn ein Mentaltrainer dann diese Erkenntnisse zusammenfügen kann, ist es ein leichtes, dem Trainer wertvolle Tipps für den Einsatz eines jeden Spielers in der Mannschaft zu geben. Daraus kann der Trainer dann wirklich ein Team zusammenstellen, das von gegenseitigem Vertrauen und Verantwortung für sich selbst geprägt ist. Die einzelnen Spieler ziehen sich dann wie ein Magnet gegenseitig an, ergänzen sich und wissen automatisch wie der Mannschaftskamerad (Sagt man das heute noch?) läuft und wie er am besten den Ball annimmt und weiterverarbeitet. Der Erfolg ist damit vorprogrammiert.
    Insofern kann es nur von Vorteil sein, wenn Trainer und Mentalcoach zusammenarbeiten und sich gegenseitig ergänzen.
    Soweit einiges zu den praktischen Tipps, die gefordert worden sind.
    Ich habe vor kurzem den Film "Die Kunst zu gewinnen - Moneyball " gesehen. Absolut sehenswert und ein Paradebeispiel, wie sich mentales Training auf die Spieler auswirkt. Das ist ein wahres Meisterwerk der Umsetzung von mentalem Training bis fast zum grandiosen Erfolg. (Der Appell an die Motive, die einfühlende Ansprache...)
    Ich persönlich neige dazu, für solche Maßnahmen wirklich einen externen Spezialisten hinzuzuziehen.

    Ich glaube, ich sollte mal alle zwei Stunden hier erscheinen...
    Zur Grundsatzfrage MC und MT. Es ist das gleiche gemeint. Ein Trainer begleitet genauso wie ein Coach. In den USA wird der "gemeine Fußballtrainer" auch Coach genannt. Und da diese Bezeichnungen alle aus den Staaten stammen, sollten wir dies einfach nur auf die Sprachenvielfalt zurückführen. (Damit es nicht langweilig wird...)
    @Kicker (97): Einen Trainer zu überzeugen Mentaltraining als Unterstützung heranzuziehen, kann man nur in der Praxis. Nur der Mentaltrainer selbst kann ihm vor Augen führen, wozu das Ganze gut ist. Ohne einen wesentlichen Teil eines Vereins, also den Trainer, geht nichts, kommt man nicht an die anderen Verantwortlichen (Eltern, Vorstände, Physiotherapeuten...) ran und kann auch nichts bewirken. Wenn Deine Motivation so stark ist, so weiter zu machen wie Du bisher gearbeitet hast, tu das und trotze allen Widerständen. Wenn nicht, lass die Finger davon und zieh' Dich zurück. Dann geht es Dir besser und der Trainer kann sein Stil so lange weiterverfolgen, bis er keine Kinder mehr zum trainieren hat.
    @ crow (98): Hypnose ist der Weg zur Trance (entspannter Zustand)! Dies erreicht man mit Beschreibungen von Bildern, die dem Klienten auch etwas "sagen". Das ist keine Suggestion. Ein seriös arbeitender Mentaltrainer hangelt sich an diesen Geschichten entlang, um den Klienten eventuell zu einer Perspektivänderung zu bewegen (Schau Dir das mal aus der Sicht eines...an). Das wäre nur ein Beispiel. Etwas zu suggerieren geht nur, wenn das Unbewusste eines Klienten die "Beeinflussung" als Möglichkeit erkennt. Und dies hängt wieder von der Prägung des Einzelnen ab. Viele Faktoren also, die zum Erfolg führen können. Eine "Negativ-Suggestion" kann es nicht geben... Wenn Du tendenziell (Motiv Macht) nicht zum Verbrecher taugst, kann Dir jeder so viel einreden wie er will, er wird Dich nicht dazu bewegen können. Massen sind ein Thema für sich und die Verführer gab es schon immer, genauso wie es Leute gab und gibt, bei denen diese Worte und ihre Bedeutung nicht angekommen sind. Ich kenne den Film nicht, aber solchen Ausschnitten wird oft sehr viel zugemutet bzw. unterstellt. Wenn ein Kind ausrastet ist es immer wieder feststellbar, dass auf die Benutzung Video- oder sonstige gewaltverherrlichende Spiel zurückgegriffen wird. Liegt es nicht in der Verantwortung der Eltern, ihre Kinder zu coachen (begleiten)?????
    @Kicker (100): Meine Aufgabe ist es wirklich nicht, den Trainer zu trainieren! Er hat meistens mehr Erfahrung als seine Spieler. Mein Aufgabe ist, ihn für eine neue Möglichkeit zu öffnen, den Kopf frei zu bekommen, sich ganz auf ein Spiel zu konzentrieren usw. Wissenschafft schafft Thesen, die es zu begründen gilt.
    @Kicker (102) Miteinander diskutieren, geht das überhaupt? Einer legt eine Behauptung auf den Tisch und die anderen legen ihre Meinung dazu (wie Karten). Was soll jetzt daraus entstehen? Jeder hat seine eigenen Erfahrungen und seinen eigenen Stil. Soll jetzt aus dem Haufen auf dem Tisch ein Papierbrei entstehen, um neue Karten zu produzieren? Auch hier gilt: akzeptiere eine Meinung, auch wenn sie nicht Deine ist. (Einer der Erfolge der Reiss-Profile-Analyse.) Offenheit bei gleichzeitiger Toleranz. Viel über Reiss-Profile kannst Du unter www.reissprofile.eu erfahren, auch über den Einsatz im Sport.


    Danke für die Komplimente, bezüglich der Verständlichkeit meiner Aussagen im Forum.


    Bis heute Abend, bitte eine verbalen Keilereien mehr :)

    "Mentaltraining kann jeder" würde ich so nicht stehen lassen. Nicht umsonst ist es in der Schweiz und in Österreich ein Studienberuf. Eine sehr gute Vorbildung und einen Sinn für punktgenaues Coaching für die Seele (Geist) ist sicherlich unabdingbar für die Effektivität. Die Ausbilder der Mentaltrainer in Deutschland sind Psychotherapeuten. Ich persönlich bezeichne Mentaltraining oft als die "kleine Schwester der Psychotherapie". Wichtig ist doch nur, dass die Menschen Unterstützung erfahren, ob sie nun gleich zum Psychotherapeuten gehen oder sich eines Mentaltrainers bedienen. Vor allem Offenheit und Empathie ist Grundvoraussetzung für den Mentaltrainer, um in die unbewusste Ebene vorzudringen. Falsch machen... na, ja... kann man schon, Erfahrung schadet nicht. Lernen kann man das auf jeden Fall. Es stellt sich nur die Frage, ob es sinnvoll ist. Jeder sollte das tun, worin er gut ist.


    Zu Wikipedia: Ein erfolgreiches Format hat immer Neider. Alles was mit dem Kopf zu tun hat, ist ja auch noch lange nicht bis ins Detail zu Ende erforscht. Insofern ist vieles Theorie und erhält eigentlich nur seine Berechtigung durch den Erfolg des Formats. Ich persönlich bin restlos überzeugt vom Reiss Profile, weil es eben wie gesagt, die Motive (Werte, Erziehung und Erfahrungen) eines Menschen in das Profil einbindet. Viele wissen nicht, welchen Nutzen dieses Profil hat, aber wenn sie dann wirklich ihre Motive erfahren, sind sie oft überrascht. Der Nutzen eines solchen Profils hat sich gerade bei Führungskräften in Unternehmen und bei Sportlern gezeigt. Mit Angst hat das Reiss Profil wirklich nichts zu tun! Im Gegenteil schärft es die Sinne für sich selbst und andere, stärkt das Selbstbewusstsein, wenn man sich selbst bewusst wird und vieles andere mehr.


    Ich bin gern bereit, auch durchaus intensiveren Austausch mit diesem oder jenem zu führen. Telefon habe ich auch :)


    Zum Eine-Minute-Lächeln: Probiere es doch einfach mal aus! Schaden kann es nicht!

    Es ist wissenschaftlich fundiert, was ich geschrieben habe.


    Warum macht man den Kasper, warum macht man sich wichtig?! Hier greift das Lebensmotiv "Anerkennung". Resonanz bekommen, egal was ich tue. Einer braucht es, ein andere legt keinen Wert auf besonderes Lob oder Wahrnehmung durch andere. Manche Menschen aus der Umgebung steigen darauf ein, andere empören sich, wieder andere wenden sich ab und schütteln den Kopf.
    Warum stichelt man?! Hier greift die Ausprägung des Lebensmotivs "Rache/Kampf". Das Messen mit anderen, die Grenzen der anderen ausloten und bis an die Schwelle zur Toleranz vorstoßen. Auch eine hohe Ausprägung des Motivs "Macht" kann hier eine Rolle spielen.


    Ich greife Dein Bild vom Spiegel mal auf und verrate hier eine meiner Tipps aus dem Mentaltrainin. Wenn Du mal schlechte Laune hast, einfach nicht in den Tritt kommst, schlecht geschlafen hast oder andere Unbilden Dir den Tag vers... , probiere folgende Aktion: Nimm Deine Armbanduhr, stelle Dich vor den Spiegel, schaue Dich an und lächle. Mach das genau EINE MINUTE lang. Ich bin gespannt, welche Reaktion Dein Gehirn auf die Probleme zeigt.


    Ich würde mich freuen, wenn Du es mir mitteilst.

    Die Lebensmotive sind vorhanden. Die sind nicht zu gewichten, sondern in ihrer Gewichtung festzustellen. Diese Motive liegen im Unbewussten und sind gar nicht so klar zu erkennen. Viele Menschen, die einen solchen Test mitgemacht haben, sind erstaunt über sich selbst, manchmal auch irritiert.
    Oft verhält man sich nach den eruierten Ergebnissen, oft schlüpft man aber auch in Rollen. Hat man sie mal in ihrer Gewichtung festgestellt, lassen sich daraus Schlüsse für das Verhalten ziehen. Dies gilt für die Fremdwahrnehmung als auch für die Eigenwahrnehmung. Die Feststellung der Motiv-Ausprägung hat Auswirkung auf zukünftiges Verhalten und öffnet die Sinnesorgane für anders-geprägte Menschen.
    In vielen Tests wird das Verhalten untersucht und nicht das WARUM. Viele Menschen verhalten sich so, wie es die Umgebung erfordert. Ihre Werte, Erziehung, Erfahrung (daraus bestehen die Motive) spielen dabei keine Rolle. Das führt zu Stress und Burn out. Schlimm ist, wenn in vielen Persönlichkeitstest ausschließlich das Verhalten eines Menschen beurteilt wird. Wie jeder weiß, verhält sich jeder so, wie er sich gerade fühlt. Mit einem Reiss Profil werden eben die Lebensmotive in ihrer Ausprägung festgestellt, nicht bewertet.


    Auch die religiöse Bibel wird genutzt, weil gerade keine Alternative vorhanden ist.


    Mentaltraining im Sport: Wenn ich mir zum Beispiel ein Bild von mir als Sieger in einem Wettbewerb ausmale, diese Situation in all ihren Facetten phantasievoll wiederhole, dann vergrößere ich die Chance, tatsächlich die oberste Treppe zu besteigen. Dem Gehirn ist es gleichgültig, ob ich mir etwas vorstelle oder ob ich es schon mal erlebt oder gesehen habe. Es schüttet die gleichen Botenstoffe aus. Voraussetzung ist, dass das Ziel realistisch ist, genau formuliert, messbar in Schritten, die genaue Zeit vorkommt und attraktiv ist. Und hier kommt wieder ins Spiel, dass ein Bild von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich gemalt wird (Farbe, Gefühl, Geräusche drumherum, Gerüche und der Geschmack). Daher kann es keine gemeinsamen Ziele geben. Jeder bringt seine eigenen Vorstelllungen ein, je nach der Ausprägung seiner Lebensmotive.

    Dazu folgendes: Im Prinzip nicht schlecht, wenn jeder ein Bild vor Augen hat. Dieses Bild muss natürlich vorher geübt werden. Jeder hat ein anderes Bild des Ziels. Die Vorgehensweise ist sehr konstruktiv, wenn vorher ein Mentaltrainer diese Bilder schon einmal mit dem Spieler zusammen aufgerufen hat. Unter "zur Ruhe kommen" kann sich ein Gehrin nichts vorstellen. Besser wäre, tief einatmen in den Bauch, so drei vier Mal...gemeinsam. Dann das jeweilige Bild aufrufen lassen...
    Die Überlegungen, die sich jeder machen sollte wären effektiver, wenn sie täglich trainiert werden. Von heute auf morgen kann die Einstellung nicht verändert werden.
    Glückwunsch zu einem ernsthaften Versuch, über das körperliche Fußballtraining hinaus, die Konzentration zu schärfen. Man kann das noch besser und für JEDE Situation hervorrufen, aber das ist schon mal ein guter Anfang. Mach das ruhig weiter, Du kannst nichts falsch machen und solltest diese Übung weiter durchführen. Es kann sich nichts abnutzen. Du setzt es ja auch nur ein, um die Sinne für eine besondere Situation zu schärfen. Wenn Du noch mehr Tipps brauchst, wende Dich gerne auch weiter an mich :] .

    @Kicker: Macht ist eines der 16 Grundmotive der Menschen. Individuell ist lediglich die Ausprägung. Und die zeichnet bis in die feinsten Nuancen hinein die Einzigartigkeit eines Menschen aus. Es gibt insgesamt 16 Lebensmotive bei einem Menschen. Das haben wissenschaftliche Untersuchungen herausgefunden. Das Lebensmotiv "Macht" kann von der Ausprägung her ein Mensch sein, der sich bedingungslos führen lässt, bis zu einem Menschen, der keinen neben sich gelten lässt. Das eine ist so gut für einen Menschen wie das andere. Es kann uns im Weg stehen wie auch weiterbringen, wenn man es leben darf.
    Für die Teamfähigkeit ist ein anderes Lebensmotiv zuständig, nämlich das der "Unabhängigkeit". Hier geht es um Teamorientierung oder Eigenständigkeit in der Entscheidung. je nach Ausprägung.
    "Wenn ich nun aber von einer ursprünglicheren Sehnsucht, einer
    Gemeinschaft auf Gedeih und Verderb zuzugehören, für sie (notfalls) zu
    (ver)brennen" ...
    Kicker, das ist Freuds Theorie von der Massenpsychologie. Dazu gehört erst einmal die Definition einer Masse und den daraus resultierenden Symptomen. Das wäre aber ein eigener Exkurs, zu dem man auch die Zustände in den Stadien heranziehen kann.
    Du sprichst von Fremdmotivation. Es hat sich herausgestellt, dass ein !Motivator! lediglich für einen kurzen Zeitraum Erfolg hat. Wie ich oben schon beschrieben habe, kann ein Trainer noch so viele Gesten und Worte benutzen, wenn sie die Menschen gegenüber nicht berührt und damit antreibt. "Wir müssen gewinnen" trifft niemanden. "Wenn...dann", geht ebenso vorbei. Eventuell ein "Bild" kreieren, wo sich jeder als Bestandteil eines Ganzen, als Mosaikstein, Puzzleteil oder ähnliches erkennt, das bietet dem Gehirn Futter und regt die Phantasie an. Das könnte auch die letzten Reserven herauslocken.
    Rationale Mediation...Meditation meinst Du? Meditation ist eine Reise ins Unbewusste, schließt also Rationalität, Bewusstes, aus. Mediation ist zu finden im Bereich der Schlichtung.

    guenter: Nicht nur dort, sondern gerade auch in den Bereichen, wo der Trainer noch kein richtiges Einschätzungsvermögen hat (Leistung). Hier sollte er sich um den Menschen kümmern, um ihn zu fordern und natürlich auch zu fördern. Er sollte herausfinden, was den anderen antreibt und ihn damit zu Höchstleistungen führen. Das eigene Vermögen kennt der Trainer doch selbst und muss sich deswegen nicht mit anderen (vermeintlich Schwächeren) messen. Der Trainer sollte wissen, wo, wie und warum er einen jungen Fußballspieler einsetzen kann.


    Durch Anpassung förderst Du niemanden, sondern nur mit neuen Herausforderungen. Dann kannst Du sehr genau messen, ob Deine persönliche Einschätzung des Leistungsniveaus des einzelnen Spielers richtig war. Hast Du Dich getäuscht, änderst Du die Einteilung. Du hast daraus gelernt und der Spieler hat wieder eine ganze Menge über sich selbst erfahren.


    Motivation ist Eigenmotivation! Niemand außer Du selbst kann Dich motivieren! Motive haben viel mit Gefühl zu tun. Wenn ein Trainer diese Motive (Gefühle) nicht kennt, wird er kläglich am Kopf des Spielers scheitern. Haben Fußballtrainer nicht die Aufgabe, die Spieler körperlich fit zu machen, damit sie Kondition bekommen, Spielzüge zu erklären, die Spieler dort einzusetzen, wo sie am besten sind, Fußball-Theorie zu vermitteln, auch mal zwei linke Füße zu entwirren...?


    Wissen von oder über etwas kann man nie genug haben. Man sollte nur wissen, wann, wo, bei wem und wie ich es einsetze, damit der andere auch zuhört und davon profitieren kann.
    Das gilt nicht nur für Verkäufer sondern für den Lebensweg jedes Einzelnen. Jeder Trainer verkauft sich selbst auch ein bisschen. Seine Persönlichkeit, seine soziale Kompetenz. Als Trainer sollte man leiten können, eventuell Einfluss nehmen, sanft und sicher. In Abhängigkeit seiner Persönlichkeit und dem Wissen darum, dass er das Spiel zumindest theoretisch besser beherrscht als die zu betreuenden Spieler. Der Sieg beginnt immer im Kopf!

    Würde ich jetzt nicht so einfach sagen. Er hat eine hohe Ausprägung im Lebensmotiv "Neugier". Es ist also die Frage, ob bei anderen, deren Ausprägung in diesem Fall nicht so hoch ist, das Wissen einfach vorbeigeht. Du siehst, es ist eine spannende Angelegenheit, seine Motive zu kennen und sich eventuell über die Fremdwirkung Gedanken zu machen. Auch, um Respekt und Toleranz gegenüber andersmotivierten Menschen zu leben. So ist es in allen Lebenbereichen. Gezeigt hat sich eben, dass sich gerade im Sport diese Kenntnis für Trainer positiv ausgewirkt hat. Wer die Motivationen der Menschen in seiner Umgebung kennt, hat es einfach leichter im Umgang mit ihnen. Ist zum Beispiel ein Trainer im Lebensmotiv "Macht" sehr ausgeprägt, ist es schwer für ihn zu akzeptieren, dass es neben ihm auch andere gibt, die ebenfalls führen wollen. Dies führt oft zu großen Unstimmigkeiten und Missverständnissen. Es braucht Menschen in seiner Umgebung, die sich diesem Führungswillen unterordnen. Dies kann auch zu Machmissbrauch führen, vor allem auch bei Kindern, die noch lernen. Es ist sicherlich gut, auch einmal darüber nachzudenken, welche Auswirkung ein Beweggrund hat, die solches bewirkt. Es braucht für den Erfolg eines sportlichen Ziels großes Einfühlungsvermögen. Nicht nur "heiße Ansprachen" oder direkte Demotivation durch verbale Äußerungen. Gut gemeinte Motivation kann auch sehr schnell zu einer allgemeinen Demotivation führen.

    Hallo Kicker, ich kann mir gut vorstellen, dass nicht alle hier Dich verstehen. Es könnte von Dir ja auch so gewollt sein. Ich schlage vor, dass wir hier auf einer Ebene diskutieren, die für alle zugänglich ist. Die Philosophie sollte hier einen sehr unbedeutenden Platz haben und nicht in den Vordergrund gerückt sein. Ich denke, dass es im Wesentlichen doch für alle darum geht, praktische Handhabungen zum Beispiel zum Thema Motivation zu bekommen und nicht darum, ob etwas funktioniert oder nicht. So hatte ich jedenfalls die Eröffnung des Themas durch Dich verstanden. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass mentales Training dann einen Effekt hat, wenn der Klient wirklich etwas verändern will. Wie oben bereits durch TW Trainer angesprochen, ist Mentaltraining im Sport ein heute nicht mehr wegzudenkendes Format zur Motivation und zur Zielerreichung.

    Sorry, dass ich auf alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen erst jetzt antworten kann.
    @Kicker: Ein Fußballteam (oder Team im Allgemeinen) ist genauso wie ein Kegelklub kein Sozialkörper sondern eher ein Organismus. Viele Einzelfaktoren können Erfolg oder Misserfolg bestimmen. Gibt es Verletzungen, kann er sterben, bekommt er genügend erfolgreiche positive Suggestionen, kann er größer und stärker werden. Ein Fußballteam besteht aus Individuen, die durch eine Gemeinsamkeit (Fußball als sportliche Betätigung) zusammengekommen sind. Jeder einzelne bringt eigene Beweggründe mit und in die Mannschaft ein. Wenn zum Beispiel ein Spieler eine hohe Ausprägung im Bereich Kampf/Rache hat, so wäre der Trainer gut beraten, diesen Spieler einzusetzen wenn die Mannschaft zurückliegt. In diesem Fall wäre es sicher, dass die anderen Spieler der Mannschaft noch einmal mitgerissen werden, um das Ergebnis zu drehen. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Trainer in der Pause seine Worte mit Lautstärke unterstreicht. Wenn jemand anderes in der Mannschaft eine niedrige Ausprägung im Bereich Kampf/Rache hat, wird er sagen, ich hab doch schon alles gegeben, ich kann nicht mehr. Die Folge ist: Die "heiße Anmache" in der Kabine spornt ihn nicht an, sondern geht an ihm vorbei. Für ihn ist vielleicht ein anderer Hinweis wichtiger: "Später gibt's ein gutes Essen, aber nur wenn wir gewinnen." Das und vieles andere mehr sollte ein guter Trainer wissen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und auf diese Weise hat man Spieler, die auch das umsetzen, was das Spiel erfordert. Nur die Vielzahl von Einzelleistungen und -motivationen können den Erfolg eines Teams ausmachen.


    @ Andre: Mentaltraining beeinflusst nicht, sondern fo(ö)rdert. Suggestionen sind nur so erfolgreich, wie sie vom Klienten angenommen (assimiliert) werden. Mit einer Suggestion werden Gefühle und Motive angesprochen, die der Klient sowieso schon hat, die aber eventuell "verschüttet" sind. Um sie anzusprechen und zu befreien, braucht man die entsprechende Kommunikationsebene mit dem Menschen, mit dem man sich gerade befasst. Man kann daher niemanden etwas "einreden", was er sowieso nicht empfindet. Eine Suggestion, also eher "auf den rechten Weg bringen", findet in einer Phase der Entspannung statt. Übrigens: Ich kann hier nur für mich sprechen. Was andere machen, ist mir nicht bekannt und wird auch von mir nicht bewertet.
    Ein Trainer ist ausgebildet, um seine Mannschaft auf den körperlichen, also sportlichen Weg zu bringen. Er sollte sich daher vielleicht nicht auf Ebenen begeben, für die er nicht kompetent ist. Als Mentaltrainerin kann ich auch nicht über die körperliche Fitness oder den medizinischen Zustand eines Menschen urteilen. Jeder sollte also das tun, was ihn glücklich macht und von dem er etwas versteht. Zu Deinem PS: Jeder ist seines Glückes Schmied. Niemand muss, jeder kann. Eins hat sich herausgestellt: Diejenigen, die sich aus einer Mannschaft nicht für die Betreuung durch einen Mentaltrainer entscheiden, erfahren durch Beobachtung, wie sich Einstellungen und Verhalten der anderen Mitglieder zum Guten verändert. Daraus ziehen sie oft die Konsequenz, es doch einmal zu versuchen. Mentaltraining ist nicht nur gut für den Sport sondern auch gut für das Leben allgemein, für die Perspektive, für die Ziele, für die Selbstachtsamkeit, für die Kommunikation und für alles, was dem Menschen noch so auf seinem Lebensweg begegnet. Man kann mit mentalem Training zum Beispiel verhindern, dass Stress entsteht, in der Folge ein Burn out oder noch mehr...
    Ich hoffe, ich habe Eure Vorbehalte ein wenig ausräumen können.