die Anfrage hat sich erledigt (ersten Beitrag nicht richtig gelesen, habe gestern mit Abstoß weiter spielen lassen wenn der TW den Ball gefangen hat. Damit war natürlich der Drive raus und die Grundidee des Spiels in diesen Fällen unterlaufen. Morgen lasse ich das nochmal spielen, dann kommt gleich der nächste rein und der TW wirft den Ball raus, ich Dämel.
Beiträge von thomasg
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Tut mir leid wenn das jetzt kein sachlicher Beitrag zum Thema ist, aber ich lese gerade beim Sonntagsfrühstück die neue 11Freunde und dieses Zitat aus dem dort vorgestelltem Buch von Andrea Pirlo passt zum Thema und ist so niedlich, den muss man jetzt einfach mal bringen: 'Aufwärmen ist nichts mehr als die Masturbartion von Konditionstrainern'
Ich denke nicht, dass er tatsächlich so darüber denkt, er hat natürlich auch einen professionellen Co-Autor, mit dem er an verkaufswirksamen Sprüchen gearbeitet haben wird. In einem anderen Zitat ist von Freistößen die Rede, die wie Kinder für ihn seien. Naja.
Tatsächlich möchte ich mich an dieser Stelle mal bei allen hier engagiert schreibenden Trainern bedanken, von denen man immer mal Anregungen für das eigene Training mitnehmen kann. Habe mir gerade auch die von Zodiak angehängte Datei ausgedruckt, vielen Dank dafür. Nicht das ich mit meiner Mädchen C das ganze Programm durchführen kann, aber Bausteine und Anregungen kann man immer brauchen. Und wirklich schön das gute Trainer bereit sind, ihre Ideen und Vorstellungen offen zu kommunizieren und damit auch für alle anderen nutzbar zu machen

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Mal ein letzter Nachklapp zur Hallenrunde: Gestern war Endrunde, wir als Hinrunden-Kreisklassenerster gegen die ersten drei der Kreisliga-Tabelle und eine Mannschaft aus der Bezirksklasse. Wir sind ziemlich überfahren worden, 1:3, 0:5, 0:3, 1:6. Deutliche Erkenntnis: Der Unterschied lag nicht im körperlichen oder im Zweikampf- oder technischen Bereich (Ballbehandlung etc.). Der Unterschied lag eindeutig im taktischen Bereich, wenn ich das Spielerverhalten 'Spielen und stehen' bei uns und 'Spielen und gehen' beim Gegner mal als taktisches Element bezeichne. Sind unsere Mädchen einfach nicht gewöhnt, diese Form der 'Wachheit' ist ihnen von den bisherigen Gegnern nicht abverlangt worden. Die sind mehrfach sauber durch unsere Reihen marschiert, da wird bei uns noch dem abgespielten Ball hinterher geguckt und bei denen war die Abspielerin schon wieder in eine anspielbare Position gelaufen.
Natürlich ist das auch eine Frage der Erfahrung. Die anderen spielen schon seit Jahren in der Kreisliga ständig gegeneinander und für uns waren es die ersten Gehversuche auf diesem Niveau. Aber eine Schlüsselerkenntnis aus dieser Hallenrunde ist für mich eindeutig, neben dem Schwerpunkt Kleinfeldspielen auch verstärkt und gezielt Dinge ins Training einzubauen, die ein bestimmtes Verhalten fördern. Habe ich bislang vernachlässigt. Die haben einfach besser Fußball gespielt und ich denke auch durchaus verstanden, warum sie dieses und jenes auf dem Platz tun und nicht nur Trainer-Anweisungen befolgt.
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Aus heutiger Sicht betrachtet hatte ich als Kind und Jugendlicher sicherlich ein erbärmliches Training. Wie oben schon beschrieben das Althergebrachte 'viele stehen, zwei machen was, dann die nächsten', null Taktik, es war ohnehin die große Zeit der Manndeckung, sogar im Mittelfeld hatte jeder seinen festen Gegenspieler. Ich habe mein Lebtag als Jugendspieler kein Spiel auf vier Tore gemacht oder eine Torschussübung mit Anschlussaktion oder etwas in der Richtung.
Und was soll ich sagen: Geil wars, habe nur gute Erinnerungen an meine Jugend-Fußballzeit, war einfach ne schöne Zeit (sicherlich verklären die Jahre auch so manches).
Sicherlich sollte man, wenn man Trainer ist, Interesse an den Entwicklungen haben und ein altersgerechtes und vernünftiges Training anbieten. Aber es gibt schlimmere Dinge als kein altersgerechtes Fußballtraining zu haben, ich habe schon ein Problem damit das Fußball mitunter als etwas sehr Überhöhtes betrachtet wird. Ich habe es in einem anderen Thread schonmal geschrieben: Hat man als Elternteil die gleichen Probleme damit oder sich überhaupt schon einmal dafür interessiert, ob z.B. das Schwimmtraining beim DLRG oder der Reitunterricht der Kinder perfekt, mittel oder unterdurchschnittlich ist ? Und warum kann nicht einfach ein zufriedenes und glückliches Kind der Maßstab sein ? In dem Sinne ist mir jeder unterdurchschnittliche Trainer, der aber kein gewinngeiler Arsch ist und schwächere Kinder quasi vom Spielbetrieb ausschließt, lieber als der Taktikfucks mit ausgeklügeltem Trainingsplan, der nur die Besten spielen läßt (Ideal wäre natürlich Mister Kompetenz, der auch noch alle spielen läßt. Kriegt man aber nicht immer. Und solange jeder Verein - die Gesprächsrunden gehen bei uns gerade wieder los- sehen muss wie er seine Mannschaften mit der Mangelware Trainer im Breitensport-KIFU bestückt sind Diskussionen über die Trainingsqualität eben müßig, da können wir in 5 oder 50 Jahren immer noch schreiben.
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Zum einfach nur spielen lassen braucht's keinen Trainer.
Ich denke schon, dass es einen Unterschied macht, ob man einfach 8:8 pölen lässt oder Kleinfeldspiele a la Horst Wein. Habe ich bislang viel gemacht. Die Erkenntnis, dass man sich freilaufen muss für ein Zusammenspiel sollte eigentlich längst angekommen sein. Aber ein strukturiert gemeinschaftlich vorgehender Gegener ist dass schon eine andere Hausnummer. Da muss man zum Herstellen der Waffengleichheit doch wohl auch zusätzlich taktisch ein bisschen was vermitteln.
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Sir Alex,
die Ungarn haben in der legendären ersten Niederlage der Engländer in Wembley die Abwehr der Engländer u.a. durch die simple taktische Variante durcheinander gebracht, dass der Mittelstürmer sich hin und wieder hat ins Mittelfeld zurück fallen lassen. Aus heutiger Sicht unglaublich simpel, aber damals eine Revolution. Kannte man einfach nicht. Und da standen lauter Nationalspieler auf dem Platz und die hatten darauf keine Antwort.
Dann können Kinder mit wenig Fußballerfahrung erst recht keine Antwort auf taktisch überlegen eingestellte Gegner finden. Ich muss zugeben, dass ich bislang taktisch fast gar nichts gemacht habe. Aber das in der Halle war wirklich ein frappierendes Erlebnis. Ich weiß, dass ich kampfstarke und fitte Mädchen habe, und plötzlich standen die nur noch hilflos auf dem Platz und verloren einen Ball nach dem anderen vor dem eigenen Tor. War mir eine Lehre, so hilflos will ich sie da nicht stehen lassen.
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Aber weitaus wichtiger wäre die Erkenntnis des Trainers gewesen, im Spiel nichts zu fordern, was nicht vorher ausreichend trainiert wurde. Denn ganz offensichtlich war sein Keeper auf diese Situation nicht eingestellt, weshalb er genervt und gereizt wirkte?
Extrem wichtig, aber dafür muss man erst mal erkennen was auf dem Platz eigentlich los ist. Ich höre zu oft, wenn es nicht gut läuft die Standarts 'die tun heute zu wenig' 'die schlafen heute' usw.usf. und in Bezug auf obige Situation (keine Anspielstationen) das nervige 'Angebote, ihr müsst Angebote machen'. Ja wie denn ohne vorher mal zeigen und üben, wie so was funktionieren kann ?
Wir hatten -als gute Kreisklassenmannschaft- in der ersten Hallenrunde erstmalig einen Gegner aus der Kreisliga. Die haben bei Abstößen einfach zugestellt, unsere Spieler haben sich zuwenig bewegt (sind so enges Decken einfach nicht gewohnt), haben also vor dem eigenen Tor immer wieder in Zweikämpfen nach Abstößen den Ball verloren und es gab ein 0:5 in 12 Minuten. Nicht weiter schlimm, ich wusste woran es lag. Unsere Spieler waren nicht wirklich schlechter, sondern da hat eine Mannschaft mit taktischer Vorgabe (draufgehen, zustellen) gegen eine Mannschaft ohne jede taktische Vorgabe gespielt, die damit nicht umzugehen wusste. Leider ist nicht zu verhindern, dass in diesem Moment der Überforderung oftmals die Kinder angepflaumt werden für ihr angeblich unkonzentriertes Spiel und nicht erkannt wird, das man in dem Bereich einfach noch zu wenig trainiert und gezeigt hat.
Ich habe dann in der Woche danach ein wenig gesurft, auch dfb training online hat da einige Vorschläge, wie man durch Freilaufaktionen dem Klammergriff entkommt. Das reichte dann ein einziges Training, und in der 2. Hallenrunde im Rückspiel gab es ein 1:1 gegen die gleiche Mannschaft.
War mir ein echtes Aha-Erlebnis. Ich werde jetzt zu Saisonstart draußen auch ein bißchen Taktik (Spieleröffnung, leichtere Verschiebaktionen wie z.B. von 3-3-2 auf 2-3-3 bei gegnerischen/eigenen Balbesitz) ins Training mit reinnehmen und im Spiel fordern, zumal wir jetzt ja auch in der Kreisliga unterwegs sind, wo vermutlich bei den anderen Mannschaft auch mehr passiert in der Richtung. Habe ich bislang völlig vernachlässigt, da wir bislang auch so ganz gut zurecht gekommen sind.
Ich schreib das nicht um zu zeigen was ich fürn toller Hecht bin. Ich kann nur einfach nicht verstehen warum sich so viele Leute, die sich im Jugendbereich als Trainer tummeln, nicht etwas besser informieren was man bei Kindern in welchem Alter voraussetzen kann und was nicht ? Das Angepflaume und Gemeckere kommt doch oft daher, dass von den Kindern schon etwas erwartet wird was sie einfach noch nicht von alleine können. Jeder Verein sollte jeden angehenden Kindertrainer zumindest verpflichten, z.B. 'Fußball von morgen Band 1' vom DFB durchzulesen. Abseits von schnöden Trainingstipps kann das hier wirklich etwas die Augen öffnen. Und zuviel Aufwand ist das wohl nicht. Viele die ich so erlebe dürften noch nie etwas in der Richtung gelesen haben, sonst würden sie ihre Spieler nicht so behandeln.
Ist jetzt etwas ausgeartet, im Bezug zum Thema finde ich: Spieleröffnungen sollten geübt und auch angewendet werden, aber auf jeden Gegner darf man finde ich so reagieren, das man sich befreien kann. Und wenn es dann eben mal wieder weite Abstöße sind, wenn es nicht anders geht. Finde ich nicht schlimm, wenn es nicht das einzige Mittel der Truppe ist.
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Jetzt auch überdenken: Festes Ritual einführen oder immer wieder was Neues betreiben? Hat beides Argumente, bestimmt. Ritual vs. immer wieder neue kognitive Reize. Nunja.[/quote]
Also ich habe in der Hinrunde mit den Mädchen immer das gleiche Programm vor dem Spiel gemacht, weil ich gedacht habe das wäre sinnvoll um eine Stimmung 'jetzt geht es los' zu erzeugen und um mental auf den Wettbewerb einzustimmen. Werde ich in der Rückrunde vermutlich nicht mehr so machen, wird vielleicht doch etwas langweilig. Werde wohl mehr switchen mit verschiedenen Formen. Das Programm sah so aus:
- im Kreis zwei oder drei Bälle zuspielen je nach Anzahl der Spieler. Erst im Stand, dann mit Hinterherlaufen und Position wechseln.
- ca. 15 x 15 m Viereck, verschieden Laufstile (Hopserlauf, Seitgalopp, Anfersen etc.) hoch, zurück locker joggen, ein oder zwei '70 %'-Sprints über etwas längere Strecke.
- bißchen Dehnen / Stabis, aber gaaaaaaanz vorsichtig und langsam, mehr um ein Gefühl für den Körper zu kriegen und wo man was merken sollte, Dehnen finde ich auch ein schwieriges Thema ohne eigene solide Kenntnisse
- 15 x 15 m Viereck nutzen für weiteres Aufwärmen mit Passübungen (gerade rüber pass, schräg rüber laufen und umgekehrt)
- in der restlichen Zeit noch ein paar Schüsse aufs Tor. Ist dann tatsächlich das übliche viele stehen und einer macht was, aber das eigentliche Aufwärmen ist dann schon vorbei und es ist mehr für die Sicherheit des Torhüters, die will noch gerne ein paar Schüsse drauf habenHabe ca. 30 Minuten bislang immer als völlig ausreichend angesehen. Ausführliche Ansprache vor dem Spiel bislang Fehlanzeige, ich sage die Aufstellung an, mit welchen Wechseln zu rechnen ist (steht im Grunde vorher fest, die Wechselspieler wissen im voraus ungefähr wann sie dran kommen und das sorgt auch für Ruhe am Platz).
Unabhängig vom Programm finde ich den Umstand, Ruhe und Struktur zu vermitteln und als Trainer nicht Nervösität und Anspannung auszustrahlen, auch wichtig. Habe es mir angewöhnt, alles (Spielbericht, Platzaufbau, gfls. Markierungen fürs Aufwärmen) fertig zu haben, bevor die ersten Mädchen aus der Kabine kommen. War in der ersten Zeit nicht so. Die eine oder andere braucht doch noch ihre mentale Streicheleinheit (andere dagegen überhaupt nicht), da ist man dann schnell genervt wenn man noch was zu erledigen hat. Habe als Co. bei einem Vortrainer 'gelernt', der Spielerinnen angepflaumt hat die was zu ihm sagen wollten während er wichtige Gespräche mit anderen Leuten am Platz geführt hat. Finde ich verheerend, ne gewisse Zeit vor dem Spiel und danach ist alleine für die Spieler da, da will ich auch nicht über die Bundesliga reden oder was abends noch los ist. Und so angespannt man selber auch sein mag: Nix anmerken lassen !
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Hallo,
wollte mal ein kleines feedback nach dem 2. Hallenspieltag (s. Bericht 49) geben. Samstag im Training zeichnete sich ab, dass ich am Sonntag 11 Spielerinnen dabei haben würde, falls ich nicht noch welche von den 4 Stärksten streiche, die am ersten Spieltag schon gespielt haben. Ich habe mich dennoch dazu entschieden, alle 11 Spielerinnen mitzunehmen, um konkurrenzfähiger zu sein. Die Ergebnisse waren alle knapp (0:1, 1:1, 1:1, 1:0, 2:0) mit einem echten 'Endspiel' um Platz 2 im letzten Spiel. Letztlich haben wir uns für die Endrunde qualifiziert, aber die Spielzeiten waren insbesondere für die schwächsten 3 Spielerinnen grenzwertig. Alle waren zumindest in 3 Spielen eingesetzt, jede auch mal von Anfang an, aber jeweils nur ein paar Minuten, so dass ich zugeben muss dass einige Mädchen auf lediglich ca. 12-15 Minuten Spielzeit gekommen sind.
Mein Gefühl dabei hinterher ? Sehr zwiespältig.
Für die Mannschaft ist es durchaus ein toller Erfolg, bei einem Turnier mal zu den qualifizierten Mannschaften zu gehören. Ist das erste Mal seit E-Jugend, früher in der Anfangszeit waren wir auch schon die 'Watschenmannschaft' bei Turnieren mit den meisten Gegentoren, in Reichweite der Qualifikationsränge (ob Halle oder VGH-Cup draußen) waren wir nie. Ich denke schon das das durchaus auch positive Auswirkungen auf des Mannschafts-Selbstbewußtsein hat. Insbesondere der ältere Jahrgang hat eine sehr schlechte Vorsaison hinter sich, die blühen dieses Jahr richtig auf wo sie auch mal Erfolge haben.
Aber die Mädchen die kaum gespielt haben waren vermutlich nicht besonders glücklich. Und sie haben, als ich sie gebracht habe, durchaus alle ordentlich ihren Job gemacht (Devise war 'Vollgas, dranbleiben und stören, und wenn es nur für ein paar Minuten reicht'). Bei einer gründlicheren Planung (zwei ausgewogene 8'er Kader, aber das hatte ich mir durch die unzureichende Planung selbst versaut) hätten wir uns vermutlich nicht qualifiziert, wir hätten uns aber ordentlich verkauft.
Würde ich es wieder machen ? Nein. Es hat sich nicht gut angefühlt, in den ersten Spielen Spielerinnen gar nicht zu bringen. Und als sie dann gespielt haben, kämpfen sie auch noch und geben alles was sie können und machen einen ordentlichen Job. Im Gegensatz zu mir heute, das war ein Riesenbock, da habe ich geschlampt als Trainer.
Meine Lehre daraus ist eindeutig. Wir sind zwar aufgestiegen und haben in der Rückrunde schwerere Gegner, aber solche Konzessionsentscheidungen mache ich nicht wieder, es bleibt bei der Rotation (Gleichmäßiges Streichen von starken und schwächeren Spielerinnen) wie in der Hinrunde.
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Hallo voetballer15,
das Trainerdasein im Kinderfußballbereich kann sehr erfüllend sein. Ich habe selbst bis ca. Ende zwanzig aktiv Fußball gespielt und musste dann leider relativ früh aufhören wg. Knieproblemen. Ich haben dann viele Jahre gar nichts mehr in dem Bereich gemacht und war auch kaum auf Fußballplätzen unterwegs. Dann hat irgenwann meine Tochter mit Fußball angefangen und so bin ich als Trainer wieder dazu gekommen und habe jetzt von E-Jgd. bis aktuell C-Jugend trainiert. Ist für mein Leben absolut bereichernd und schön, wieder im Fußball unterwegs zu sein.
Du hast nur sehr kurz aktiv Fußball gespielt. Ich glaube nicht dass man ein sehr guter Fußballer gewesen sein muss, um Jugendmannschaften zu trainieren. Aber gewisse Grundtechniken sollte man schon draufhaben. Aber das kann man sicherlich auch alleine üben, um sich beim Vormachen nicht zu blamieren.
Ich würde Dir auf jeden Fall als Einstieg dazu raten, den Trainerschein für den Breitensport zu machen, um Grundlagen über den sinnvollen Aufbau des Trainings zu haben. Habe ich damals nicht gemacht, und in der ersten Zeit ist wirklich viel Trainingszeit verschwendet worden, die man besser hätte nutzen können, muss ich rückblickend sagen. Als Literatur empfielt sich, gerade wenn man 'unten' (E-Jugend) anfängt, auch das Buch von Horst Wein zum Thema Spielintelligenz (Horst Wein ist ein 'Querdenker', der Fußballtraining sehr stark an Spielformen orientiert und nicht -wie man es ansonsten oft vorfindet bei Trainern alter Prägung- an Übungsformen. War mein größter Fehler damals einfach erst mal mitzumachen was der damalige (aus heutiger Sicht extrem schlechte) Trainer verbockt hat, auch hinsichtlich von Einsatzzeiten der Spieler am Spieltag (Stichwort Kernmannschaft-Ergänzungsspieler), Ansprache an die Mannschaft etc.pp. Den Mist hätte ich viel früher stoppen sollen. Der DFB hat auch einiges an Literatur, da sollte man ruhig die paar Euros riskieren. Es geht nicht nur um Trainingsideen, sondern auch warum man in welcher Altersstufe etwas trainiert und etwas anderes lieber noch nicht.
Knackpunkt dürfte aber die Zeit sein. Wenn Du schon Probleme hast, selbst Zeit zum Training zu haben, dann wirst Du Dich umgucken wieviel Zeit der Trainerjob abverlangt. Da fährst Du nicht nur zum Training und Spiel (und bist der erste und letzte am Platz),sondern das ist ja auch vorzubereiten (aber bei Interesse am Fußball guckt man sowieso immer nach Methoden, was man so machen kann, ist für mich kein Aufwand sondern es macht Spaß). Aber Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind gerade beim Trainer natürlich wichtig, da kann man nicht immer mal ne Viertelstunde zu spät kommen. Bei den von Dir geschilderten Schwierigkeiten, warum Du momentan selbst nicht aktiv spielen kannst, musst Du selber einschätzen ob es klappen kann. Ansonsten nur zu, es gibt wohl kaum einen Breitensportverein der nicht Trainer für Jugendmannschaften sucht, und es ist definitv ein tolles Hobby ! Ich weiß schon gar nicht mehr ob mir das Spielen damals genauso viel Spaß gemacht hat

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Niiiiiiiemals in jungen Jahren das Dribbling verbieten. Ein Spieler, der sich ins Dribbling traut und in späteren Jahren dadurch 'Lücken' in das Spiel des Gegners reißt und Freiräume schafft ist Gold wert. Das sage ich mit relativ wenig Trainer-Erfahrung, aber zumindest von E-C Jugend betreue ich jetzt überwiegend die gleichen Mädels durchgehend und die Ego-Dribbler kommen schon irgendwann zum abgeben und Pässe spielen, keine Sorge. Man sollte aber maßvoll eingreifen, eher anregen als fordern. Es wird ja noch gelernt, was auf dem Platz funktioniert und was nicht. Und jetzt bin ich froh, einige mutige Mädels in der Mannschaft zu haben die sich was trauen. Und 1:1 / 2:2 / 3:3 Spielformen auf verschiedenste Tore- und Platzvariationen kann man gar nicht genug machen.
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Ich bin auch einer von denen, die den Einsatz von taktischen (wenn auch körperlich harmlosen) Fouls zur Spielunterbrechung nicht in Ordnung finden. Wenn aber alles nach dem Motto läuft 'wenn die anderen das machen, sind wir sonst im Nachteil' dann ist das wohl nicht aufzuhalten. Schade für den (nicht nur Kinder-)Fußball ist es allemal. Was ist eigentlich mit der Agression und dem Gebölke, das auch durch solche Aktionen hervorgerufen wird, wenn auch die rein körperliche Auswirkung nicht schlimm war. Wie war das noch mit der ganzen Diskussion mit Agressivität an der Seitenlinie etc. ? rufe ich dann doch selbst hervor, wenn ich unsportliches Verhalten toleriere oder sogar vorgebe als Trainer.
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o.k., wer seine Grenzen nach oben hin testen will muss dann auch akzeptieren, dass es irgendwann evtl. nicht mehr reicht und man dann auch nicht mehr auf dem Platz steht. Kann ich nachvollziehen und akzeptieren, wenn es das Konzept ist das jedem bewusst ist. Man muss da ja nicht hin und kann ja auch wieder wechseln. Ist trotzdem definitiv nicht meine Welt.
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So sah der Trainer keine wirklichen Alternativen auf der Bank, daher hat er nicht gewechselt, um sich unmittelbar nach dem Spiel von Eltern vorwerfen zu lassen Ihnen den Sonntag kaputt gemacht zu haben weil Ihre Söhne nicht gespielt haben!
Gerade Spielern des Jahrganges 2004 bietet der Verein Alternativen an! Ich würde da einem Wechsel nicht im Wege stehen !
Gordinho,
habe gerade nochmal ein paar Berichte gelesen und oben mal eine Passage kopiert. Der Mann mag ja fachlich top sein, aber wer als D-Jugend-Trainer völlig ungerührt die Startelf durchspielen lässt und das auch noch völlig o.k. findet dass ein paar Spieler gar nicht reinkommen, na ja ich weiß nicht. Es zieht sich ja durch die Berichte durch, das er nach der Suche nach der perfekten Startelf ist und die anderen können dann in Freundschaftsspielen ran. Er mag den Jungs über Laufwege und Bewegungsmuster auf dem Platz weit mehr beibringen als andere Trainer, aber ich finde nicht dass ein D-Jugend-Trainer am Spieltag so agieren sollte, Leistungsverein hin- oder her.
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Was ich nicht so richtig verstanden habe ist, warum Du plötzlich noch Spielerinnen berücksichtigen musst, die nicht beim Training waren. Die würden bei mir wohl als erstes gestrichen, wenn ich zu viele Spielerinnen zu bedienen hätte.
Karl, Andre
im Grunde weiß ich ja dass es richtiger ist, alle zu berücksichtigen. Es ist nur ne ziemliche Unwucht in der Spielstärke der jeweiligen 8'er Kader gegeben, da ich nicht vorgeplant habe und einfach beim letzten Training einen Tag vor dem Turnier die Mannschaft für den ersten Spieltag festgezurrt habe. Das hätte ich ein bißchen besser vorplanen müssen, soll mir eine Lehre sein. In der Saison sieht man die Mädels ja zweimal die Woche und hat dann noch ein paar Tage Luft bis zum Spiel, um Dinge zu regeln. So habe ich mich durch den Winter-Schlendrian etwas einlullen lassen und habe dann in der Abschluss-Hektik nach dem Training nicht richtig sortiert. Den Mädchen die nicht beim Training waren will ich keinen Vorwurf machen, die sind die Woche danach wieder dabei und dafür fehlen dann vermutlich 2-3 andere, ist normaler 'Schwund' jetzt im Wintertraining Samstag morgen um 10.00 in der Halle. Es wird sich zumindest ordentlich über Whatsapp abgemeldet und ich will auch nicht kontrollieren, ob jemand tatsächlich erkältet ist oder auch mal Samstag ausschlafen möchte, solange die Trainingsbeteiligung insgesamt o.k. ist.
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Aber eine Gewissensfrage zum Thread Thema Einsatzzeiten habe ich mal und würde gerne wissen, wie ihr das händeln würdet:
In der Saison draußen habe ich (16 Spielerinnen und mal zu 7, mal zu 9 gespielt) zwei Pötte mit Spielerinnen gemacht und jeweils aus dem 'guten' und 'schwächeren' Pott jeweils gleichviel Spielerinnen gestrichen, um das ganze ausgewogen hinzukriegen. Es haben nicht alle gleichlang gespielt, aber jede Spielerin hat wenn sie dabei war eine ordentliche Spielzeit von ca. 25 Minuten gekriegt, und jede hat auch mal ein Spiel aussetzen müssen. Ist insgesamt sehr gut gelaufen, keine Mosereien untereinander oder so, alle haben den Modus akzeptiert. Insgesamt versuche ich dabei immer, über 70 min. eine durchgehend gleichstarke Mannschaft auf dem Platz zu haben, also habe ich nie mit der bestmöglichen Aufstellung auf dem Platz gestanden (da man sich ja dann zwansläufig nach und nach 'schwach' wechseln müsste). Hat wie gesagt draußen super funktioniert, sind sogar Erster geworden. Mal gucken ob ich nach dem Aufstieg in die Kreisliga den Modus halten kann.
Für den 1. Vorrundenspieltag in der Halle hatte ich 13 Spielerinnen einsatzbereit. Am Samstag vorher hatten wir Training, da musste ich 4 Mädchen streichen, da ich mit mehr als 9 Spielerinnen (TW + 2 x 4 Feldspielerinnen) nicht antreten möchte. Wir haben dann überraschend gut abgeschnitten, von 6 Mannschaften liegen wir auf Platz 2, der zur Teilnahme an der Endrunde berechtigen würde. Den gestrichenen Mädchen habe ich gesagt, sie sind dann eben am nächsten Spieltag dabei. Jetzt am Sonntag ist Rückrunde, vorher Samstag nochmal Training.
Ich hatte bei der Zusage an die 'gestrichenen' Mädchen (zwei gute und zwei schwächere) gar nicht bedacht, dass 3 Mädchen beim Training gar nicht dabei waren, die auch noch berücksichtigt werden müssen (leider alle von der schwächeren Seite). Gehe ich jetzt nach meinem bisherigen Modus vor, muss ich 7 Mädchen vom ersten Spieltag streichen, falls die 7 alle fit sind, die noch nicht gespielt haben. Das würde aber bedeuten, dass wir vermutlich ziemlich baden gehen würden. Wir würden nicht nur nicht die Endrunde erreichen (was ich ehrlich verschmerzen könnte, unsere D ist am gleichen Tag schon für die Endrunde qualifiziert und ich könnte endlich mal wieder als Zuschauer ohne Nervenzittern einen Fußballnachmittag verleben), aber wir wären wirklich sehr chancenlos und würden absehbar in 5 Spiele mit teils deutlichen Niederlagen gehen.
Ich würde daher gerne die vier stärksten Mädchen nochmal nominieren als 'Gerüst' für die Mannschaft. Hätte dann aber zur Folge, dass ich entweder mit 11 Mädchen antrete oder 2 Mädchen streichen muss, die noch nicht gespielt haben. Meine erste Wahl wäre jetzt, tatsächlich 11 Mädchen zu nominieren aber den schwächsten Mädchen offen zu sagen, dass sie kaum mit Einsatzzeiten rechnen können, um wenigstens ehrlich zu sein.
Von der sportlichen Entwicklung her ist das alles egal, selbst wer bei 5 x 12 Minuten regelmäßig die halbe Spielzeit auf dem Platz ist, hat nach einem kompletten Turniertag weniger Spielzeit als bei einem einzigen Spiel draußen. Letztlich geht es allein um den psychologischen Aspekt der Sache, wie würdet ihr vorgehen ? Altersstufe ist C-Jugend, in der Halle haben wir diesen Winter nur Samstags trainiert, keine sonstigen Turnierteilnahmen oder so da ich nach der Draußen-Hinrunde durchaus bewußt mal den Fußball etwas runterfahren wollte, um mit den Mädels danach wieder mit richtig Bock draußen anzufangen. Die Hallenkreismeisterschaft ist also die einzige Wettkampfgelegenheit der Wintersaison für meine Mädels.
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schon geil die Berichte nach dem Motto 'weil x,y und z mit dabei waren, haben wir verloren, die können nämlich nicht viel'.
So viel Respekt ich auch vor dem Aufwand habe (bei mir gibt es einmal zu Saisonbeginn einen Zettel mit Spiel- und Abfahrtszeiten, Treffpunkte etc.), so zwiespältig sehe ich das mit den Spielberichten (auch denen in milderer Form). Das ist doch alles eine Fußball-Lernphase, sehe ich in der C immer noch so, da kann ich doch nicht Spielberichte machen und mich über individuelle oder gruppentaktische Fehler beklagen, die zu Niederlagen geführt haben. Mein Job als Trainer ist es doch in dieser Lernphase den Mut und das Vertrauen zu vermitteln, das Fehler nunmal vorkommen und völlig normal sind auf dem Weg des Lernens, wie Fußball funktioniert. Diese Aufgabe beißt sich m.E. direkt mit dem Verfassen solcher Berichte, wo jeder nochmal nachlesen kann was nicht gut war.
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Einige hatten es auch schon geschrieben. Was mich oft stört ist die Tatsache, dass gerade die Eltern verlangen bzw. erwarten, dass das Spiel auf dem 9er-Feld sofort funktioniert. Dadurch entstehen dann Gedanken wie unsere, dass wir als Trainer schon in der vorherigen Jugend etwas vorarbeiten wollen. Ich weiß nicht ob es euch auch so geht aber mir ist das schon oft aufgefallen.
Exakt. Im Mädchenbereich sind wir später dran, wir sind diese Saison beim Übergang von d-jugend in c-jugend erst dran mit der Umstellung von 7'er auf 9'er. Mit der Erwartung da ranzugehen, dass von Anfang an alles klappt und sie im ersten Spiel schon so spielen, als wenn sie es schon ein halbes Jahr geübt haben, ist doch quatsch. Wir haben uns in der vergangenen Saison null darauf vorbereitet, da genügend Baustellen für alles andere ohnehin da waren (und sind). Und ich übe immer noch keine Spieleröffnungen ein und setze mehr auf Erfahrungen sammeln und im Training viele Kleinfeldspiele, um das 'sinnvolle Zusammenwirken' auf dem Platz in kleinen Ausschnitten zu üben.
Es gibt Mannschaften, deren Aufbau sieht besser aus. Aber mitunter klappt alles in sich zusammen, wenn man den Aufbau stört, weil sie auf bestimmte Verhaltensweisen 'geeicht' wurden. Letztlich geht es doch immer darum, sich in vernünftigen Abständen zueinander über den Platz zu bewegen, um sich in Angriff und Abwehr gegenseitig unterstützen zu können. Wenn man das vermittelt bekommt, ist die Feldgröße und Spieleranzahl schon fast wieder egal. Ist meiner Meinung nach wichtiger, als das der Spielaufbau schon ein bißchen 'wie bei den Großen' aussieht.
Ich werde jetzt im 1. C-Jugend-Jahr auch in der Rückrunde weiterhin viel auf Kleinfeldspielformen setzen (Kann hier das DFB-Buch Ausbilden mit Konzept 2 sehr empfehlen, habe ich mir zu Weihnachten gegönnt und enthält viele Anregungen als aufbauende Ergänzung zum Buch von Horst Wein). Geht alles in Richtung 'Lösungen finden durch Spielformen' und nicht zuviele feste Vorgaben setzen nach dem Motto: so und so hat der Spielaufbau auszusehen.
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Also ich weiß nicht, ich finde eher Training ist Training und Spiel ist Spiel. Ich würde bei einem Testspiel kein gesondertes 'Rahmenprogramm' machen, nur weil es kein Punktspiel ist, schon gar nicht hinterher noch Übungen ansetzen. Dann lieber zwei Tage später im Training wieder Gas geben. Maximal so locker und entspannt nebenbei 3:3 kicken oder Fußballtennis oder so was ohne große Zielvorgaben, damit man in Bewegung bleibt.
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Ein Anstoß ist ja kein Freistoß 17 Meter vor dem Tor, daher wohl die Nachlässigkeit bei der Regelanwendung. Ich kannte den Trick vorher nicht, habe ich noch nie gesehen. Finde ich sensationell geil. In Zeiten des modernen Systemfußballs sagt da ein Trainer im höherklassigen Fußball einfach mal: Wir versuchens, alle wie in der E-Jugend nach vorne stürmen und einer schlägt den Ball hoch nach vorne. Wie geil ist eigentlich diese Idee ???
