Beiträge von thomasg

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    Um in 1 oder 2 Spielen Einsatzzeiten zu gewähren, würdest du als in Kauf nehmen, in der normalen Staffel die Mannschaft in fast allen Spielen zu unterfordern. Also die Entwicklung von 12 Spielern (wobei sich die 2 Schwachen auch weiterentwickelt haben)
    werden zurückgestellt aus einem möglichen (?) vorrangigen (?) Interesse von 2 Spielern in einem oder zwei Spielen.


    Günter, ganz so war es nicht bei uns. Wir hatten 2 schwache Gegner, gegen die es quasi Spaziergänge waren. Alle anderen Spiele waren knapp mit einem besseren Ende für uns, wir hatten neben einem 7:0 und 11:1 auch 1:0, 2:1, 2:0, 2:0. In allen Spielen (bis auf den letzten Spieltag gegen den Tabellenzweiten) habe ich vorher Spielerinnen aus dem Kader gestrichen nach dem Motto je 1 Starke/ 1 Schwache, damit alle am Spieltag ausreichend Spielzeit haben. Wenn es in der Rückrunde eine Klasse höher jetzt gegen ausschließlich starke Gegner geht, sehe ich das Problem auf mich zukommen, das die Aktzeptanz des Streichens von starken Spielerinnen nicht mehr so gegeben sein wird, weil das in eine Niederlagenserie hinauslaufen könnte, in die man sehenden Auges rennt. Die Mädels sind ja auch nicht doof. Im Augenblick hoffe ich noch, dass ich vielleicht keine Streichungen vornehmen muss und sich das 'Luxusproblem zuviele Spielerinnen' von selbst erledigt, da wir in der Rückrunde wohl ausschließlich 9'er spielen und 1-2 Mädchen am jeweiligen Spieltag vermutlich ohnehin fehlen werden bei einem 16'er Kader wg. anderer Termine, das zeigt die Erfahrung (in der Hinrunde haben wir hälftig 7'er gespielt, da ging es nicht ohne Streichungen).


    Die Motivation eines Teams speist sich nun mal auch aus den Ergebnissen, egal wie sie zustande kommen. Der Blick auf die Tabelle kurz nach dem Spiel mit dem Smartphone ist auch für C-Mädchen schon obligatorisch. Mir würde in der Kreisliga ein unterer Mittelfeldplatz schon reichen oder überhaupt Spiele auf Augenhöhe (egal mit welchem Ausgang). Mein Ego als Trainer ist mit dem Staffelsieg für die nächsten Jahre befriedigt, das haben wir schon gefeiert, gebe ich zu mit Staffelsiegershirts und so. Aber darum geht es beim Vorausgucken in die nächste Halbserie nicht. Sondern tatsächlich um die Frage wie gehe ich mit Spielern um, die definitiv eine Klasse höher überfordert sein werden und der Mannschaft nicht helfen können und wie schaffe ich es, dass diese Spieler trotzdem ausreichend spielen und dies von der Mannschaft akzeptiert wird. Das Leistungsgfälle ist -wie vermutlich bei jedem Dorfverein der nur eine Mannschaft in einer Altersklasse stellen kann- beträchtlich. Es geht mir nicht darum völlig entspannt an der Seitenlinie dem nächsten lockeren Sieg entgegen zu sehen. Tatsächlich hätte ich das 11:0 Spiel am liebsten zur Halbzeit beendet, hat keinen Spaß gemacht.

    Aber es ist blöderweise auch immer die Frage, was passiert in der Meisterrunde mit den beiden? Kommen die da auf Spielzeit?


    Ein ganz wichtiger Punkt meiner Meinung nach. Dann steigt man unter 'Weglassen' der schwächeren Spieler als 1.-3. auf und spielt dann in der Rückrunde nur noch gegen Gegner diesen oder noch stärkeren Kalibers. Was dann, spielt man dann plötzlich wieder mit gleichen Einsatzzeiten weiter ? Da würde ich lieber in der Klasse bleiben wollen, in denen ich allen bedenkenlos Einsatzzeiten geben kann und nicht überfordere. Bin selber gerade von der Kreisklasse in die Kreisliga aufgestiegen und bin mir nicht ganz sicher, ob ich mich darüber freuen soll, habe 16 Spielerinnen bei 9'er Größe, einige werden auf dem Platz nicht viel Wirkung haben gegen die starken Gegner. Da bin ich jetzt schon gespannt ob das Achten auf vernünftige Einsatzzeiten in der Rückrunde auf genauso viel Liebe bei Mitspielerinnen und Eltern stößt wie in der Hinrunde.......


    Der Beitrag schneidet sich ein wenig mit einem vorherigen Beitrag von mir, wo ich selbst schildere das ich im letzten Saisonspiel nicht alle ausgedehnt eingesetzt habe, um Staffelsieger zu werden. Aber wir waren sowieso schon für die Kreisliga qualifiziert, da ging es nur noch um Platz 1 oder 2 in der Hinrunde. Bei einer reinen Aufstiegsentscheidung würde ich eher sagen entweder die Mannschaft schafft es mit den üblichen Einsatzzeiten oder nicht, ansonsten kann es doch in der höheren Klasse auch nicht reichen.

    Ich bin auch ein großer Anhänger der Prinzipien von Horst Wein und bin mir sicher, dass er nichts dagegen hat, die richtigen Techniken am Ball (Spannstoß, Passtechnik etc.) deduktiv zu lehren. Beim 'Learning by Doing' nach Horst Wein geht es m.M. nach darum, keine Laufwege/Passwege etc. vorzugeben. Es gibt ja viele, die z.B. Spieleröffnungen gezielt trainieren. Bei Horst Wein geht es darum, durch viele Kleinfeldspiele das Verhalten im Raum nach und nach durch die im Spiel gemachten Erfahrungen selbst zu lernen und auf jede Veränderung der Spielsituation mit einem geeigneten Verhalten zu reagieren, ohne dass explizit Lauf- und Verhaltensweisen vom Trainer vorgegeben wurden. Der Trainer ist bei Horst Wein eher Moderator und Ratgeber in der Aktion, kein Anweiser. Für mich ist das Konzept sehr logisch und es besteht überhaupt kein Widerspruch darin, nach einem Kleinfeldspiel beim anschl. Schusstraining die Schusshaltung per Anweisung zu korrigieren.


    Hat nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber Horst Wein muss ich verteidigen. Ich finde es allerdings auch etwas praxisfern, dass in seinem Standartwerk das Thema Technikausbildung am Ball so gar nicht vorkommt. Training in unteren Jahrgängen so ganz ohne Technikschulung sollte man m.M. nicht machen. Aber warum nicht kombiniert, also z.B. erst ein bisschen coerver-Übungen als Einstieg und anschl. Kleinfeld/Funinio. Mache ich oft, kommt gut an und bringt meiner Meinung nach gut was. Passübungen nach dem Motto 'spielen und gehen' mache ich dagegen so gut wie gar nicht. Da fehlt den Mädels nach meiner Beobachtung der Bezug zum Spiel, schwierig da Begeisterung für eine Übung zu wecken.


    Um wieder den Bogen zum Thema zu finden: Logisch MUSS jeder Spieler im Wettkampf länger auf dem Platz sein, um etwas zu lernen. Wer das nicht aushält und nur seine Kerntruppe auf dem Platz sehen will ist kein guter Jugendtrainer (im Training vielleicht, aber sicher nicht am Spieltag)

    Schwieriges Thema. Wir hatten diese Saison 16 Spielerinnen und haben teils 7'er, teils 9'er gespielt. Ich habe dann, um nicht zuviele Wechselspieler dabei zu haben, immer 'Streichpärchen' aus je einer stärkeren und einer schwächeren Spielerin gebildet. Am Spieltag selber haben nicht alle gleichlang gespielt, aber ca. 25-30 min Spielzeit (bei 2x35 min in der C) gab es für jede. War hinzukriegen bei 4-5 Wechselspielerinnen, auch wenn die Stärkeren schon deutlich länger gespielt haben. Wurde insgesamt auch gut akzeptiert, auch von den Eltern gab es (zumindest keine offenen) keine Proteste, auch wenn Stärkere gestrichen wurden. Ich bin auch der Auffassung, das die C-Jugend immer noch ein 'Ausbildungsbetrieb' ist und das Mitbewegen in einer Mannschaft lernt man nicht in 5-min-Alibieinsätzen.


    Nur im letzten Spiel zum Saisonabschluss wollte ich nicht mehr streichen und 15 Spielerinnen waren dabei, 9'er Spiel. Von der Konstellation ergab es sich, dass wir als Tabellenerster mit zwei Punkten Vorsprung zum Tabellenzweiten gefahren sind und um den Staffelsieg gespielt haben. Bei einer völligen Neueinteilung der Gruppen in der Rückrunde durchaus ein eigener kleiner Erfolg, wie ich finde (jaja, KIFU ich weiß, aber wie oft können die Mädels denn mal Meister oder so was ähnliches -wie z.B. Staffelsieger- werden. Wird nicht so oft vorkommen). Ich muss ehrlich sagen, dass ich 3 Mädchen in der ersten Halbzeit gar nicht eingewechselt habe. Habe ich sonst noch nie gemacht. Dies sind alle noch gekommen, aber mit Spielzeiten von vielleicht teilweise ca. 15 Minuten. Da habe ich mich davon leiten lassen, die Möglichkeit des Staffelsieges vor der Maxime 'für jede mindestens 30 Minuten Spielzeit' zu setzen. Schuldig im Sinne des KIFU-Grundgedankens, ich weiß. Aber bei so einer Konstellation würde ich es wieder machen. Wir haben gewonnen und wenn man nach dem Spiel sieht, wie die Mannschaft vor Freude platzt (Gerade die Spielerinnen des älteren Jahrgangs waren in den letzten 2 Jahren nicht gerade vom Erfolg verwöhnt) dann kann man das bei der Ausgangslage mal machen, finde ich. Da nehme ich bei anderen Mannschaften teilweise ein ganz anderes Auswechsel (bzw. Nicht-Auswechsel) Verhalten war.

    Immer mal ein Tipp : Wer kaputt ist soll sich defensiver verhalten und sich mehr hinten aufhalten, so kann er immer noch das Spiel des Gegners stören. Wer kaputt ist und vorne an der Mittellinie rumsteht, ist für das Spiel verloren und kann nicht mehr helfen. Also als Anregung mal mitgeben dass sie sich im Verteidigungsmodus bewegen sollten wenn läuferisch nicht mehr viel geht, zum zurück spurten reicht es dann erst recht nicht mehr.


    Spezifisches Training im Konditionsbereich finde ich in dieser Altersklasse nicht angebracht.

    Wenn ich sowas lese, freue ich mich schon auf nächsten Samstag. Letzter Spieltag gegen die 2.C eines im Mädchenbereich in allen Altersklassen gut geführten Vereins. Die 1.C spielt als einzige Kreismannschaft auf Bezirksebene, die 2.C betreitet gegen uns quasi ein Endspiel um den Staffelsieg, wir gehen mit 2 Punkten Vorsprung ins letzte Spiel. Ehrlich gesagt habe ich keinen Bock auf Kontrollen nach dem Motto 'von denen spielen doch 4 normalerweise in der ersten'. Keine Ahnung ob ich jetzt erstmalig genauer hinschauen und kontrollieren sollte und wie ich mit eventuellen Hinweisen vor den Spielen damit umgehe. Normalerweise guckt bei uns noch keiner nach den Pässen. Die liegen zwar immer mit dabei, aber unter den Trainern war bislang niemand, der sich ernsthaft mit Kontrollen beschäftigt (noch keine vom Verband gestellten Schiedsrichter, erst ab B-Jugend im Mädchenbereich).


    Einstweilen hoffe ich auf eine faire Vorgehensweise des Gegners, ist ja auch irgendwie nicht prickelnd ein paar eigene Mädchen draußen zu lassen, die sich aber anschließend über den Staffelsieg freuen sollen, obwohl sie gar nicht mitgespielt haben. Wenn der Trainer sportiv eingestellt ist dürfte das auch nicht passieren. Aber vielleicht gucke ich mir unsere Jugendordnung auch schon mal an......


    Grundsätzlich glaube ich aber, das gewinngeile Trainer, die sich nicht daran stören mit ihrem Verhalten ihre eigenen Spieler vor den Kopf zu stoßen, mit den Regularien zum Festspielen nicht zu stoppen sind. Dafür sind die Möglichkeiten des Betruges doch viel zu groß. Im Zweifel spielen diese Kinder dann eben unter fremden Pass mit und tauchen im Spielbericht gar nicht auf.

    Ich möchte mich herzlich für die Vorstellung des Einstiegsspiels 'Funjoggen' bedanken. Das Demo-Video von der Trainertec hat mich sehr angesprochen und ich habe das mal beim Training als Einstieg probiert. Ich hatte durchaus Bedenken, die mittlerweile C-Damen könnten das ja auch womöglich als uncool und albern empfinden.


    Aber was soll ich sagen, ein Knaller. Ein paar Durchgänge, und die Mädels sind drauf eingestiegen wie nichts Gutes. War ein echt geiler Einstieg ins Training. Schon was anderes als wenn man mit ner Passübung oder so was startet, die Mädels waren sofort dabei. Nach meiner Einschätzung nicht wirklich ne echte Aufwärmübung, kann man ja auch nicht unbegrenzt laufen lassen. Aber ein paar Durchgänge zum sofortigen Stressabbau und Ankommen im Training kann ich nur empfehlen.


    Danke und gerne mehr davon ! Solche Spielchen zum Einstimmen und Auflockern zwischendurch möchte ich gerne ein paar mehr im Köcher haben.

    Ich würde Dir dazu raten, Dich von Deinem Trainerkollegen zu trennen. Es macht einfach keinen Sinn, gemeinsam eine Mannschaft betreuen zu wollen, wenn man grundsätzlich ständig Meinungsverschiedenheiten in wesentlichen Dingen hat. Glaube mir, ich spreche aus Erfahrung.
    Ich war aus genau diesem Grund mal kurz vor dem Aufhören, dann konnte der andere zeitlich nicht mehr und das Problem hatte sich für ca. 1 1/2 Jahre von selbst erledigt. Jetzt wollte er zur neuen Saison wieder einsteigen (unsere Töchter spielen beide in der Manschaft). Das habe ich dem Verein gegenüber abgeblockt und deutlich gesagt, dass ich als Trainer nur zur Verfügung stehe, wenn der andere nicht dazu kommt. Hat geholfen. Ich hatte auch erst Bedenken, da die Mannschaft jetzt in der C-Jugend mit 16 Spielern größer ist als vorher in der D-Jugend mit 10 Spielern. Aber es hilft nichts, nur aus diesem Grund jemanden dabei zu haben mit dem man sich gar nicht versteht geht nicht. Bei dem Training habe ich jetzt jeweils Montags und Mittwochs jemand anderen dabei, der das Training mitleitet. Vielleicht kannst Du ja auch aus der Elternschaft welche mobilisieren, wenn es jeweils nur für einen abend die Woche ist und du die komplette Vorplanung machst (finden viele doch eher erleichternd, wenn sie um Hilfe gebeten werden).

    Intelligenter ist das 2-4-2 schon gegenüber dem 3-3-2, genauso wie in der Halle das 1-2-1 statt dem 2-2. Wenn das System mit Leben gefüllt wird, wird man gegen die 'einfacher' spielenden Mannschaften häufig Überzahl erzeugen und überlegen sein. Aber da wir bei den Mädels mehr 7'er als 9'er Spiele haben, erscheint es mir dennoch sinnvoller zu sein, das dem 2-3-1 ähnliche 3-3-2 zu spielen. Bei den paar Spielen kann man nicht wirklich taktisch was umsetzen. Aber in der Halle werde ich es mal mit dem 1-2-1 versuchen, mit ein bisschen Taktik fängt der richtige Fußball doch an.

    Ich trainiere eine Mädchenmannschaft (1. Jahr C-Jgd.), die ihre ersten Gehversuche bei der Umstellung von 7'er auf 9'er unternimmt. Im D-Jgd. 7'er haben wir 2-3-1 gespielt, was gut und zufriedenstellend geklappt hat. Wir haben heute am 4. Spieltag das erste mal mit 9'er spielen können, an den ersten Spieltagen hatten die Gegner leider nicht genügend Spielerinnen (bzw. einer wollte nur zu siebt spielen, obwohl 15 Spielerinnen anwesend waren, ärgerlich).


    Ich stehe also unmittelbar unter den Nachwirkungen des ersten Spiels meiner Mannschaft im 9'er Spiel, vorbereitet wurde das lediglich durch eine kurze Ansprache vor dem Spiel (Hütchen aufs Spielfeld gelegt, ein 3-4-1 mit offensiven/defensiven Mittelfeldhütchen dargestellt und erläutert: stärkere Aufgabenteilung als im 7'er gewohnt, mehr Positionstreue, versucht -aber offenbar nur versucht- die Teamarbeit in der offensiven/defensiven Mittelfeldarbeit zu erläutern.


    Es war ein mühsames Unterfangen, offenbar war es sehr schwer für meine Neueinsteiger im 9'er System, insbesondere die Rolle im defensiven und offensiven Mittelfeld zu interpretieren. Da herrschte sehr viel Unsicherheit. Für mich steht fest (trotz 1:0 Sieg) beim nächstenmal das 3:3:2 auszuprobieren. Gerade bei der Eingewöhnungszeit an die neue Spielermenge auf dem Platz überzeugt mich das Argument, eine klarere Aufgabenzuweisung vornehmen zu können, wovon ich mir eine größere Sicherheit der Spieler auf dem Platz verspreche. Ich geh erst mal einen Schritt zurück zur Einfachheit und Klarheit.


    Nur zwei Verteidiger oder eine Viererkette würde ich nur mit taktisch gut geschulten Mannschaften mit hoher Qualität befürworten, da ein entsprechend gut ausgefeiltes Zusammenwirken der gesamten Mannschaft erforderlich ist, sonst hat man entweder hinten oder vorne große Lücken. Da sollte man gut hinterfragen ob die Ausbildung der Spieler schon dem gewollten System entspricht.

    Hallo Jungtrainer97,


    wenn Du einen reinen Jungjahrgang hast liegt es vielleicht doch an der körperlichen Unterlegenheit, die sich im Laufe des Spiels bemerkbar macht gegen Mannschaften, die mit älteren Spielern besetzt sind und deine sind nach der ersten Hälfte einfach platter als die anderen ? Das eine Jahr Unterschied macht sich schon sehr bemerkbar, dass ist dann auch keine Konzentrationssache. Wird im nächsten Jahr vermutlich dann schon völlig anders aussehen, wenn deine Jungs im älteren Jahrgang sind.

    Ich habe momentan eine Mädchen C-Jugend mit 16 Spielerinnen. Wir spielen mal zu siebt, mal zu neunt je nachdem mit wieviel Spielern der Gegner antritt, dass versuche ich immer eine Woche vorher zu klären. Spielen wir zu siebt, streiche ich 4 aus dem Kader, spielen wir zu neunt streiche ich 2. Ich bilde immer 'Streichpärchen' von jeweils einer Spielerin der schwächeren und einer Spielerin der stärkeren Hälfte des Kaders, um durchgehend eine in etwa gleichstark besetzte Mannschaft zu haben (na ja, das Fehlen von 2 besonders kampfstarken Spielerinnen wird mir schon besonders weh tun, aber auch die sind mal dran-aber ganz sicher nicht gleichzeitig). Ist aber absoluter Breitensport, in einer 7-Staffel spielen in der Rückrunde die ersten drei Mannschaften in der Kreisliga weiter und die letzten vier in der Kreisklasse, um mehr geht es nicht. Das Modell ist vermutlich nichts für leistungsorientierte Bereiche. Läuft aber ganz gut an und wird augenscheinlich gut akzeptiert, nach zwei Spielen noch kein Rumoren, jeder hat es akzeptiert.


    Wobei - wenn wir tatsächlich die Kreisliga erreichen sollten, was gar nicht so unwahrscheinlich ist - krieg ich vielleicht doch größere Probleme, die stärksten mit an einer Rotation zu beteiligen. Da kann ich mich als Trainer nicht ganz von frei machen, dass ich gegen starke Gegner gerne auch ne starke Mannschaft stellen möchte. Das wird dann schon eher auch ein innerer Kampf, ob das dann einfach so wie jetzt fortgesetzt wird.

    Hallo guenter,


    ist mir völlig neu dass man da gar nicht aufpassen muss. Meine einzige Fußballmeisterschaft in meiner ganzen Karriere damals in der B-Jugend ist uns aberkannt worden, da wir mit 3 Mann immer Samstags B-Jugend und Sonntags A-Jugend gespielt haben. Es hieß wir wären durch die A-Jugend-Einsätze festgespielt gewesen und hätten nicht mehr in der B-Jugend spielen dürfen. Zumindest ist uns das so von unserem Trainer so erklärt worden. Ist aber schon gut 30 Jahre her......aktuell habe ich noch nie in eine Spielordnung wegen so was geschaut, da ein Aushelfen der Mannschaften untereinander in den letzten Jahren nie nötig war.

    Meines Wissens gibt es in die Richtung nach oben (also jüngere in älteren Jugendmannschaften) keine Beschränkung. Ich kenne auch hier im Verein Mädels, die im 1. C. Jugend Jahr schon bei der B-Jugend mitgespielt haben. Ich habe ein sehr talentiertes Mädchen, dass als D-Jugendliche schon (mit Pass und ordentlicher Meldung im Spielbericht) in einem B-Jugend-Pflichtspiel mitgespielt hat, weil der Trainer das Mädchen mal sehen wollte. Das eigentliche Problem ist das Festspielen, falls das Mädchen doch wieder eine Altersklasse runter mitspielen will. Aber das ist nach Deinen Ausführungen ja nicht gewollt. Ich sehe da keine Probleme.

    NF,


    Du kannst mal davon ausgehen dass alle Jugendtrainer, egal ob leistungsorientiert oder im Dorf-Breitensport, zeitlich gut ausgelastet sind. Mit zwomal Training, Vorbereitung und Spiel sind in der Woche schnell mal 7,8 Stunden weg, wenn nicht mehr. Dürfte so ziemlich jedem so gehen, der sich hier als aktiver Trainer tumelt, nicht nur Dir.


    So kurz nach einer ersten Anfrage einen zweiten Beitrag zu schreiben in einem so unflätigen Stil entschuldigt sich dadurch aber nicht. Du gibst hier mit der Bitte um Ratschläge keine Bestellung bei einem Unternehmen auf, dass innerhalb von 10 Stunden zu liefern hat. Ist mir unbegreiflich wie man sich so verhalten kann. Dich läßt man tatsächlich auf Kinder los ? Wie reagierst Du denn erst im Training oder beim Spiel, wenn etwas nicht nach Deinen Wünschen läuft ? Läufst Du im realen Leben dann auch als Beleidigungsmaschine durchs die Landschaft ? Tatsächlich armes Trainerdeutschland, wie Du schon selber sagst.


    Die meisten regelmäßigen User hier dürften sich so ziemlich jeden neuen Beitrag anschauen, um mal zu gucken ob was für die eigene Arbeit Neues und Anregendes drin ist. Viele Aufrufe ohne Antwort wird daher wohl die Regel sein. Gelassenheit ist eine wichtige Eigenschaft für einen Jugendtrainer, schon mal drüber nachgedacht ?

    Hallo Marco84,


    ich würde keinesfalls das Abschlusspiel streichen oder Strafrunden laufen lassen, wenn Übungen nicht gut klappen. Das isolierte Übungen schlechter als Spielformen ankommen, liegt in der Natur der Sache. Immer 100 % Eifer und Begeisterung bei Übungen zu sehen kann man nicht erwarten, zumindest nicht bei der normalen Dorfmannschaft. Ich hatte diese Woche die ersten beiden Einheiten, Montag war sehr gut und Mittwoch so lala. Habe dann extra das Abschlusspiel vorgezogen und die Mädchen ne ganze halbe Stunde pölen lassen. Wie Du schon beschrieben hast stieg gleich die Einsatzbereitschaft und die Freude gleich enorm. Kann ich nichts falsches dran sehen. Was hätte ich erreicht, wenn ich statt dessen bestraft hätte ? gar nix ! Meiner Überzeugung nach ist es ein Hobby, das freiwillig ausgeübt wird und es liegt an mir, einen Ablauf hinzukriegen, der die Mädchen dazu bewegt immer wieder zu kommen. Die Verzeiflung, wenn ein vorbereitetes Programm nicht gut angenommen wird, kenne ich auch, aber versuche gelassen zu bleiben.

    Gibt es eigentlich einen richtigen Fußball der Wissenden und einen falschen Fußball der anderen ? Ich denke nicht. Andre, schick hier bitte ein paar gute Trainer mit C-Lizenz vorbei, dann kann ich endlich aufhören.


    Mann, Mann, Mann, Fußball ist ein Spiel. Was ist den die Seele des Spiels ? Mir reicht, wenn alle Kinder weitermachen und wieder ein Jahr dranhängen. Hätte nie gedacht, dass meine Tochter länger als eine Saison spielt, ist wirklich keine Heißkiste. Jetzt ist sie schon C-Jugend, und fast alle Mädchen die mit ihr vor ein paar Jahren angefangen haben sind auch noch dabei. Das ist es doch. Reicht mir.

    Andre,


    auch wenn Du vielleicht nicht mehr antwortest hier noch eine kleine Anmerkung von mir. Du hattest vor ein paar Tagen einen Thread eröffnet, in dem Du sehr scharf die unterdurchschnittliche Ausbildung in den meisten Vereinen anprangerst (die Jungs kommen in die A-Jugend und wissen nicht, was ablaufen ist, taktisches Verteidigen/Verschieben in der Kette etc.pp.). Jetzt lobst Du ein Konzept, das vollständig aus freiem Spielen besteht und sagst 'warum kriegen die das im Verein nicht geschissen'. Ja was denn nu ?


    Das ist so eine der Widersprüchlichkeiten, die mir hier im Forum auffallen und die mir als Trainer zu denken geben. Ich hatte gestern meine erste Einheit als C-Jugend-Trainer und bin mir nicht ganz sicher, wie sehr ich auf taktische Dinge eingehen soll oder muß. Im letzten Jahr in der D-Jugend haben wir 2 Mannschaften gemeinsam trainiert, die beiden anderen Trainer waren sehr leistungsbezogen. Spiele wurden häufig eingefroren, Spieleröffnungen wurden intensiv eingeübt usw.. Mein Eindruck war, das diese Dinge von den Spielerinnen als sehr langweilig empfunden wurde, die hätten lieber einfach gespielt.


    Auch KK hat das in seinen Beiträgen immer hinbekommen, einerseits die Gängelung durch wichtigtuerische Trainer und zu wenig freies Spiel zu bemängeln und gleichzeitig zu bedauern, dass seine Söhne nicht gut genug ausgebildet worden sind.


    Was denn nun ? Spaß/Freude am Bewegungsspiel Fußball vermitteln oder Ausbildung,Ausbildung,Ausbildung ?


    Aber sehr schade dass Du das Forum verlassen willst.


    Papa Joe,


    tolle Idee natürlich (von Haftungsfragen habe ich bei freien Angeboten zuwenig Ahnung). Da kommen die Kids wieder zu dem, was wir (JG. 66) damals sowieso jeden Tag gemacht haben: pölen,pölen,pölen bis die Sonne untergeht.

    andre, natürlich ist die Frage legitim. Legitim ist aber auch, bei ehrenamtlicher Tätigkeit selbst die Grenze zu setzen, was man leisten kann und will. Es ist ja nicht so, dass ein Wettbewerb um die Trainerposten herrscht. Dein Ansatz mit höheren Beiträgen und Honoraren für Trainer ist mit Sicherheit richtig, um das Prinzip 'Jeder der will kann Trainer sein' zu durchbrechen. Auch -oder gerade weil- ich dann nicht mehr dabei wäre.