Beiträge von crow

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    Fussballbaron,
    alles was du schreibst hört sich für mich sehr vernünftig an und kenne es auch aus anderen Sportarten so. Leider sieht es mit dem wollen beim Fußball aber nicht so aus wie du es hier so locker hin schreibst. Ich mein, Fußball ist DIE Sportart in Deutschland aber den Willen Trainer zu sein hat keiner den ich kenne. Diese Tatsache ist einfach lächerlich. Ich bin da keine Ausnahme. Ich bin Vater eines vom Fußball begeisterten Jungen und versuchte in erster Linie ihn zu unterstützen - bevor ich angesprochen wurde -.


    Aber um ein annehmbarer Trainer zu sein/werden MUSS man wenigstens mit dem Ball umgehen können! Auch brauch man das nötige Wissen drum herum. Aber vor allem auch das Interesse am Fußball. Ich hatte nichts davon.


    Du schreibst von einem Coach. Ja, alles super aber woher nehmen? Es will ja noch nicht mal jemand FREIWILLIG Trainer werden. Insofern DVD´s und Internet... für mehr reicht die Zeit nicht. Aber vor allem auch das Interesse bzw. der Sinn! Ich habe nur einen Sohn! Dieser ist auch nur ein Mal 4, 5, 6, (bis hier war ich nur Vater) 7, 8 (hier war ich Co-Trainer). So nun wurde er zu einem Probetraining eingeladen (größerer Verein...) dazu ziehen wir auch noch um. Die ganze Arbeit vom Trainer hier im Dorf für diesen Verein in Bezug zu mir ist durch den Umzug für die Katz!!!
    Ich bin Vater und habe kein Interesse an der Sportart, mein Interesse liegt bei meinem Sohn!!! Gaaaaaaanz sicher werde ich nicht noch ein Mal Co-Trainer oder Betreuer! Das Lernen NEIN, das SUCHEN nimmt zu viel Zeit in Anspruch. Gerade dann, wenn man altersgerechte "Dinge" sucht.


    Edit*
    Als kleiner Denkanstoß: Weder unser Mannschaftstrainer - welchen ich als Trainer und Mensch sehr schätze - noch ich spielen aktiv Fußball. Ich schau mir noch nicht mal Spiele von den Profis an ;) und doch hat unser Dorfverein 2 Herren Mannschaften und Senioren... btw so sieht es auch in anderen Jugenden aus 8|


    hmm


    kannst du mir folgen?


    So etwas finde ich lächerlich/traurig!!!

    Fussballbaron,


    Es macht den Eindruck, als ob ihr ein Konzept für die "Trainerarbeit" in eurem Verein habt. Ich denke da genau wie guenter, dass viele Vereine genau hier das Problem haben. Insofern würde es evtl. helfen, wenn du deine Situation, Voraussetzungen (wie z. B. Einzugsgebiet...), Ausrichtung bzw. Philosophie... im Verein etwas näher umschreibst.


    Wie/wodurch/wann gewinnt Ihr das Interesse der Menschen für eine "Ausbildung" zum Trainer. Ich finde das Grundproblem ist doch, dass die meisten potenzialeren Kandidaten - welche schon zumindest selbst Fußball gespielt haben - viele Vorwände haben um diese doch so wichtige "Arbeit" nicht zu machen. Dadurch erklären sich, dann auch die Quereinsteiger für diesen Ehrenamtlichen Job und gestalten ihn nach dem zur Verfügung stehenden besten Wissen und Gewissen und sammeln eigene Erfahrungen.

    Gebe Kicker hier vollkommen Recht.


    Aber ganz ehrlich Stefan, ich finde es sehr übertrieben - Schwimmbad, Kino, Pizza... -. Das fördert doch noch mehr Druck, oder warum sollten sich Trainer und Eltern so aufführen???


    Ich hatte früher immer mit Prüfungsangst zu kämpfen - Teilweise sehr extrem -. Mir hat folgendes geholfen:


    1. Ich habe für mich selbst paar Fragen beantwortet.


    Was ist das schlimmste was passieren kann, wenn ich versage?


    Was ist das schlimmste was mir überhaupt passieren könnte?


    Wie könnte die gleich aber weit schlimmere Situation aussehen (Umstände...)? => Bin ich froh, dass es bei mir nicht so schlimm ist!


    Was passieren kann, wird leicht zu beantworten sein. Bei der dritten Frage kann man seiner Phantasie freien Lauf lassen - z. B. die Spiele würden zum Sichten genutzt werden; es kommen X1000 Zuschauer; das Spiel wird im Fernseher übertragen... halt alles was weit mehr Druck bedeuten würde.


    2. Dann habe ich mir mein langfristiges Ziel vor Augen geführt und das Problemchen im Verhältnis zum dem Weg dorthin gegenüber gestellt. Ich habe gesehen, dass ich weit schwierigere Herausforderungen antreten werde und war ganz froh, dass ich es jetzt bis hierher geschafft habe und war ein Stück stolz darauf. (Hier habe ich dann teilweise sogar angefangen die anstehende Herausforderung zu genießen. Vor allem dann, wenn ich wusste das ich dazu nie wieder die Gelegenheit hätte!)


    Ich habe das Prinzip: aus der Mücke einen Elefanten machen einfach umgedreht und als Bonbon mir eine kleine Belohnung für das kurzfristige (bevorstehende) erfüllte Ziel ausgedacht - etwas nicht alltägliches -.

    Germancoach
    Vorab finde die Idee super.


    Wurde bei uns nicht vorgegeben aber es hat sich folgendes Eingespielt:
    In einer Situation, wenn wir von der Defensive durch erfolgreiche Balleroberung in die Offensive switchen ruft ein Spieler laut: "Konter" ... und ab geht´s Richtung Tor mit der ganzen Truppe - bis auf einen -. Das Ergebnis ist, dass alle Spieler gerade in solchen Momenten sodann voll Konzentriert bei der Sache sind und dadurch den noch nicht geordneten Gegner meist überfordern.


    Kann mir gut vorstellen, dass solche kurzen Ansagen aus der Mannschaft heraus allgemein helfen könnten.

    Andre


    Ich finde es schön, dass es so engagierte Menschen im Freizeitbereich ganz speziell im Fußball gibt. Es gibt aber auch Kinder die sehr gerne "Ergebnisse" erzielen möchten. Solche die es gerne immer wieder versuchen trotz der noch eben erfahrenen "Niederlage" oder eines Schmerzes immer wieder aufstehen und weiter machen.


    Nein, ich rede nicht ausschließlich von Fußball. So etwas habe ich Beispielsweise beim Turnen meiner Nichten gesehen. Bei einer Übung vom Baren geflogen - da hat es mir vom zusehen weh getan - wieder aufgestanden und auf ein Neues immer und immer wieder bis es dann geklappt hat.


    Auch wurde hier von Klein an geübt, Wettkämpfe bestritten und Medaillen gewonnen - unter anderem waren da Dinge wie Niedersachsenmeisterin dabei... -. Nein, nicht weil die Eltern es wollten, sondern weil die Kinder es wollten! Auch kann ich solche Beispiele aus anderen Sportarten bringen. Sportarten in denen man selbst als Weltmeister nicht in Millionen schwimmt. Es gibt tatsächlich Menschen - Kinder und Eltern - die nehmen das ganze auf sich ohne dabei $-Zeichen in den Augen zu haben.


    Warum darf sich ein Kind im Fußball nicht Ergebnisorientiert verhalten. Nein, nicht Ergebnis im Sinne von Spielendstand, sondern die sportliche Entwicklung. Das Interesse/Neugier am lernen neuer Fähigkeiten. Warum gleich alles was mit "Leistung" zu tun hat schlecht machen. Gibt es nichts positives daran?


    Ja, auch ich habe Bedenken im Leistungsorientierten Fußball aber würde ich dem Kind es nicht verbieten wollen, wenn es den Willen dafür zeigt. Ja, es gibt neben Sport - egal ob Fußball oder was anderes - wichtigere Bereiche im Leben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade die sportlich sehr engagierten Kinder meist besser in der Schule sind - nicht immer die besten aber doch mit ganz oben dabei -. Daher sehe ich hier, dass die Aufgabe der Eltern darin besteht, die Kinder zu Unterstützen soweit es geht. Unterstütz heißt jetzt aber auch nicht, nur im sportlichen Bereich sondern eher in der Prioritätensetzung.


    Du beschreibst einen Cocktail für die Zukunft. Was sich so anhört als ob man sich nicht menschlich auf Zeit trennen kann und dadurch einem die Tür offen bleibt. Warum kann man/muss man akzeptieren können, dass einer eher schwächer ist aber bei den stärkeren Spielern wird alles schlecht gemacht und nur negativ gesehen. Darf insofern der Sohn nicht die Zeit nutzen - wenn er die anderen Bereich des Lebens im Griff hat - und sich versuchen weiter zu entwickeln. Muss er hier und jetzt eine endgültige Entscheidung treffen? Oder kann er in den Verein wieder zurück, wenn er nach einem oder mehreren Jahren die Kurve nicht mehr hinkriegt. Leben wir nicht in einer modernen und flexiblen Gesellschaft?

    Hallo Oliver,


    Deine Situation ist voll nachvollziehbar. Als Trainer ohne tatsächlicher eigenen Erfahrung ist dieser "Job" sehr zeitaufwendig (zumindest für mich selbst als nur Co-Trainer). Den Nachteil mit einem extrem großen Leistungsgefälle - welcher, wie bereits von Dir beschrieben, zur Überforderung führt - sollte man nicht unterschätzen.


    Ich verstehe das so, dass durch diese großen Unterschiede, die eher schwächeren Kinder mit der Zeit die Lust am Fußball verlieren werden und den Verein verlassen. Die Kinder sehen ja selbst wann sie eher die Mannschaft durch ihren Einsatz unterstützen bzw. zum Erfolg etwas beitragen und wann sie eher die Mannschaft "runterziehen". Auch wenn niemand in der Mannschaft dies ausspricht und auch keine Kritik bezüglich sportlichen Fähigkeiten kommen, merken die Kinder es immer noch selbst. Machen sie Fehler, wodurch der Mannschaft einen Nachteil wiederfährt, so bekommt dieser Fehler weit mehr Gewicht, wenn andere in der Mannschaft eine gleiche Situation spielend "meistern".


    Durch den Wechsel in einen anderen Verein bekommt Dein Sohn auch etwas Konkurenz, dies wirkt sich im sportlichen Sinne sehr positiv für die weitere Entwicklung beider Seiten aus - Dorfverein und für Deinen Sohn -. Ich denke, dass man mit den Freunden immer noch in der Freizeit spielen kann und dies Dein Sohn auch weiterhin wird. So zumindest hat mein Sohn Freunde durch den Fußball aber er triff sich auch mit anderen Freunden die kein Fußball spielen.


    Mich persönlich würde es interessieren worauf Du selbst bei dem neuen Verein mehr Wert gelegt hast und worauf du besonders geachtet hast. Wie groß war der Wunsch Deines Sohnes auf genau den Verein und warum dieser?


    Durch den beruflich bedingten Umzug und der Tatsache dass mein Sohn weiter in einem Verein spielen will stehen wir vor der selben Aufgabe. Bislang sieht unser "Plan" so aus, dass er bei 2 bis 3 Vereinen ein Probetraining macht und dadurch vergleichen kann und sich sodann entscheidet. Ganz sicher würden wir den Verein nicht wechseln, wenn wir nicht umziehen müssten. Hier in im Dorfverein würde er, wie bereits in die F-Jugend, ein Jahr früher in die E-Jugend wechseln.

    Im Ernst zweifle ich an den Appellen zur Fairness, weil dieser den Spieler nicht raus genommen hat. Auch kommt bei mir der Verdacht immer wieder hoch, dass diese nur geäußert wurden, weil ich das Spiel auf die Digicam aufgezeichnet habe. Andererseits kann es auch sein, dass der Junge geistig krank ist, ich dann wenigstens aber einen Hinweis verlange. Keine Ahnung was ich davon halten soll und ob ich mich beim nächsten Spiel - Rückspiel - beherrschen kann.



    Ich bin nur froh, dass wir einen solch besonnen und erfahrenen Mannschaftstrainer haben. Mit dem Abpfiff habe ich mit dem Abbau des Platzes begonnen während dieser noch allen das "Elfmeterschießen" angeboten und dann mit Ihnen durchgeführt hat.


    Ich habe zwar gegenüber den anderen Spielern der Gastmannschaft die Anerkennung für faire und gute Aktionen geäußert, aber weiß nicht ob diese so ernst - wie immer - gemeint oder als provokantes Aufzeigen für den besagten Spieler war. Wie gesagt ich war echt auf 180 und dies gerade weil er diesen Spieler nicht raus genommen hat, obwohl er es hätte machen können.

    Sry, aber selbst nach dem ich darüber geschlafen und auch versucht habe Abstand zu nehmen bin ich auf 180, wenn ich an dieses Spiel denke und daher habe ich diesen Schreibstil gewählt.

    Bericht aus unserem letzten Spiel


    Die Kinder stehen am Mittelpunkt zur Begrüßung, welche der Gast-Trainer als Platz-Richter führt. In seiner kurzen Ansprache werden Verweise ausgesprochen die z. B. das unterlassen der Grätschen besonders betonen.


    Das Spiel wird angepfiffen und schon kurz darauf sieht man die ersten Grätschen. Diese werden von Hinten und ohne Erfolg auf den Ball direkt in die Hacken durch wenige Spieler der Gastmannschaft ausgeführt. Ein Spieler der Heimmannschaft schaft durch ein Solo-Dribbling ein Tor trotz der Grätsche in die Hacken zu erzielen. Gleich im Anschluss darauf werden alle - Zuschauer, Trainer und Spieler- auf einen am Boden liegenden und am Solo unbeteiligten Spieler der Gastmannschaft aufmerksam. Trainer und Co-Trainer der Heimmannschaft kommen mit Kühlkoffer zum betroffenen Spieler, dem inzwischen der Trainer und die Mutter versuchen zu helfen und zu trösten, weil er scheinbar umgeknickt ist. Die Eltern und Spieler der Gastmannschaft rätselt und fordert teilweise lautstark die Anolierung des Tor´s. Trainer und Mutter des wieder spielbereiten Spielers der Gastmannschaft bedanken sich für die Hilfsbereitschaft und das Spiel wird mit einem Anstoß weiter gespielt. Im laufenden Spiel nimmt die Härte der Spielweise, nur noch inzwischen eines Spielers der Gastmannschaft, zu. Dieser schupst, tritt und grätscht von Hinten die Spieler der Heimmannschaft welche den Ball führen. In der zweiten Halbzeit hört man immer wieder den Trainer der Gastmannschaft, welcher zur Fairness appelliert. Selbst die eigene Mutter fängt langsam an Entschuldigungen zu fordern. Es ist sehr auffällig wie dieser Junge vor Wut in sein Trikot beißt und er die Spieler der Heimmannschaft lautstark beschimpft. Die Spieler der Heimmannschaft haben offensichtlich die Lust am Spiel verloren und lassen sich auch wegen Verletzungen vom Platz nehmen. Die Härte der Spielweise spitz sich zu als ein Junge der Heimmannschaft mit dem Spieler der Gastmannschaft zum Ball laufen und der Spieler der Heimmannschaft im Lauf geschupst und dann von hinten in die Beine getreten wird. Hierdurch fällt der Junge der Heimmannschaft und fängt vor Schmerzen laut an zu weinen. Der Junge der Heimmannschaft wird dann beruhigt und der Trainer der Heimmannschaft erklärt dem Spieler der Gastmannschaft im ruhigen sehr bestimmenden Ton, dass diese Spielweise nichts mit Fußball zu tun hat. Das Spiel wird dann mit einem deutlichen X:0 Sieg für die Heimmannschaft abgepfiffen.

    JuDge,


    im Sommer ziehe ich mit meiner Fam. wieder zurück nach Koblenz (450 km). Dort bin ich aufgewachsen und habe somit noch viele Kontakte. Früher habe wir uns im Sommer - als viele von uns Kinder hatten - sporadisch Samstag nachmittags getroffen und auf freien Schulgelände - dort wo es die kleinen Tore gab "Straßenfußball" gespielt (auch Spiele gegen andere gleichgesinnte im Umkreis von 20 km wurden sporadisch organisiert). Die Verlierer durften sich in bestimmter Pose ins Tor stellen und die Gewinner je ein Mal abziehen. Just for fun eben und um sich mal wieder zu sehen. Des Weiteren spielt mein kleinster Bruder noch aktiv Fußball, wodurch ich denke (hoffe), dass eine Mannschaft schnell stehen würde. Der traditionelle Vereinsfußball mit dem großen Feld war für die wenigsten von uns attraktiv :whistling: .


    In einer Halle und mit einem leichten Anreiz auf "Wettkampf" - hier können wir "alte untalentierte Säcke" nicht wirklich konkurrieren - würde es zusätzlich einen positiven Charakter (neben etwas Fitness und Kontaktpflege) bekommen und den Winter überbrücken. Für uns würden die typischen Hallenzeiten keine Alternative darstellen.

    Hallo Andre,


    Treppenläufe... fördern ja, neben dem Muskelaufbau, den Automatismus des Laufens/Starten auf dem Fußballen. Hier würde ich auch aus dem Bauchgefühl besonders Wert drauf legen und das Training möglichst mit Übungen spicken welche dies "fordern".


    Dabei fallen mir Übungen zum Dribbeln im Slalom ein. Wichtig dabei ist viele Situationen zum Geschwindigkeits- und Richtungswechsel zu provozieren und somit möglichst oft den Antritt auf dem Fußballen zu "stimulieren".
    Auch bei Finten wird der Antritt geübt. Nebeneffekt ist hier, dass die Jungs sich in den offensiven Situationen des 1:1 gestärkt fühlen und evtl. Erfolgserlebnisse gewinnen. Als Bonbon würde ich den Jungs auch erklären was die Finte provozieren soll und warum man diese insofern quasi Blind beherrschen sollte.


    Grundsätzlich würde ich (wieder aus dem Bauchgefühl) sehen wollen, dass die Jungs die Technik richtig ausführen bevor ich zu Gewichten wie z. B. Medizinbällen greife bzw. Leistung/Geschwindigkeit abverlange.


    Gruß


    P.S.:
    Beim Boxen benutzt man gerne auch das Seilspringen um die Fußarbeit zu verbessern.

    JuDge,


    gibt es Links wo man die Mannschafte sehen kann. Habe mal danach "gegoogelt" (Ort futsal...), aber habe leider dort nicht viel Aussagekräftiges finden können. Im Notfall sollte es doch kein Problem sein ein Team auf die Beine zu stellen bzw. eine Halle zu organisieren (wenn die Kosten nicht den Rahmen sprengen). Wie ist da eure Erfahrung?


    Gruß

    Uwe,


    weil ich sehr überzeugend sein kann, halte ich mich was die Interessen der Kinder angeht etwas zurück und frage öfters bei meiner Frau nach ob nicht ich die treibende Kraft war und ob das Kind es selber will (für mich der einzige und wichtigste Punkt).


    Er hat bei dem Spiel auch mit "gefiebert". Man hörte oft: da spiel doch durch die Lücke / booh versuch´s doch mal...


    Aber halt aus seiner Sicht/Erfahrung (Schulhoffußball, Vereinsfußball und natürlich das spielen der Videogames). Alles das ist weit risikofreudigerer "Fußball" und dadurch weit interessanter für Kinder.


    Selbst bei der EM-2012 (Futsal) ist das ähnlich gewesen -Spielertorwart...- ("Kinderfreundlicher" da mehr Risikobereitschaft...).


    Edit*


    P.S.:


    Mein Sohn ist 8 Jahre und wie ich persönlich finde unglaublich Fußballbegeistert.


    Ich meine der Sport Futsal ist selbst in so wichten Spielen insich - also vom Grundgedanken - risikofreudiger, dynamischer... und damit Kinderfreundlich wie ich finde. (Da habe ich auch keinen Schiri auf dem Platz gesehen :P .

    Ja, die Situation könnte ich mit meinem Sohn sehr gut Vorstellen - auch ein Fan von Messi -. Allerdings muss ich sagen, dass mein Sohn Messi nur aus zusammengeschnittenen Highlights und den Videospielen kennt. Er freute sich riesig über die kommende EM und konnte es kaum abwarten - hat zum Geburtstag ein Fußballkalender geschenkt bekommen mit Terminen...-.


    Nun hast du vor kurzer Zeit für das U17 EM-Finale geworben und ich habe davon meinem Sohn erzählt. Er wollte sich dieses unbedingt anschauen - erstes Spiel was er so im Fernsehen sieht -. Nach ca. 20 - 30 Minuten war der Fernseher aus und ich habe den Fußball wieder gehört. Auf die Frage was los sei. Sagte er mir:



    Das ist so langweilig. Die stehen da mehr rum als das sie Fußball spielen.

    Wow, habe mir gestern mal paar Berichte durchgelesen und einige Videos angesehen. Ich muss sagen, ich persönlich habe sogar selbst ein Stück Interesse gefunden. Mal schauen ob es im Neuen(Alten) Wohngebiet da was für mich gibt.


    guenter


    Wer braucht Körpereinsatz im Kinderfußball? Gerade, wenn man bedenkt, dass manche über und andere unter der durchschnittlichen Körpergröße in ihrem Alter liegen. Dazu noch hat man dann zwei Jahrgänge in einer Mannschaft - was nicht gerade zum Ausgleich sorgt -.


    Des Weiteren ist dieser Sport viel dynamischer, technisch anspruchsvoller. Dieser Sport bietet den Kindern an sich ihren eigenen Style zu entwickeln; sprich, es wird die individuelle Kreativität der Kinder sehr gefördert. Bedenkt man dann noch dazu, dass Fußball ja auch seinen Ursprung in einer anderen Sportart hatte, welche weit Körperbetonter als der heutige Fußball ist. So könnte man doch sagen, dass gerade für G- bis E-Jugend dieser Sport ein viel besseres Fundament für den Fußball bietet.



    @Kicker


    warum wirst du nicht in dieser Richtung aktiv? Ich meine nur, dass du so mit deinem Heimatfußballverein kooperieren und nicht konkurrieren kannst.

    @toben


    Wie bereits geschildert bewegen sich die Spieler (Stürmer-Mittelfeldspieler) z. B. beim Abstoß in der 2-4 Formation. Klar, kann man hier kein Linie ziehen und geben wir auch nicht die Vorgabe das der Stürmer bzw. der Mittelfeldspieler die Äußere Position einnehmen soll. Das machen die Kinder selbst wie es gerade passt. Auch geben wir keine Vorgabe, dass der Stürmer bzw. der Mittelfeldspieler an der "Linie sich frei laufen soll oder der andere zum 16er rennen oder sich im Bereich des Mittelfelds für einen (Doppel)Pass anbietet. Dies machen die Kinder selber. Für die Kinder ist klar, dass wenn wir in Ballbesitz sind "Stürmer und Mittelfeldspieler" an der Offensive sehr aktiv beteiligt sind - egal ob mit oder ohne Ball -! Die beiden Verteidiger klären unter sich ab (wenn es sich nicht durch die Situation von selbst klärt) wer absichert und wer von den beiden sich anbietet bzw das Spiel aufbaut. So das Grundmodel bei der Offensive.


    Das Resultat sieht in vielen Pässen (in alle möglichen Richtungen und egal ob hoch oder flach gespielt wird) von ca. 3 - 10 m Länge und Zweikämpfen aus.


    In der Defensive ist es etwas komplizierter zu erklären was die Jungs daraus machen. Ausgehend von einem Ballverlust stehen die Jungs recht kompakt (aber "hocken nicht aufeinander") wodurch meist die Balleroberung fruchtet.


    Die Verteidiger mischen sich nicht aktiv in den das defensive 1gg1 ein sonder orientieren sich eher nach hinten - je nach Höhe im Spielfeld übernimmt dies der Stürmer oder Mittelfeldspieler der jeweiligen Seite. Sicher gehen die Verteidiger in das 1gg1, wenn sie am nähersten am Ball sind. Dann aber springen die Mittelfeldspieler in die volle Defensive und übernehmen die Position des Verteidigers (auf deren Seite) und die Stürmer decken den Weg hinten rum ab. Hier entsteht oft auch ein Bild 4 - 2, wie in der Offensive auch ohne genaue Vorgaben und ohne immer ein Linie ziehen zu können. Das interessant zu beobachten ist, dass die Jungs als Stürmer ein anders ("schlaueres") defensives 1gg1 Verhalten entwickelt haben. Ich meine, dass man einen Unterschied beim defensiven 1gg1 Verhalten bei selben Spieler als Stürmer, Mittelfeldspieler und Verteidiger sieht. So lauert der Stürmer eher er auf den Fehler des Gegners (z. B. dass dieser sich den Ball zu weit vorlegt) und als Verteidiger geht er eher aktiv zum Ball hin.


    Aber evtl. muss man das wirklich gesehen haben. Deine Bedenken wegen dem einen absichernden Spieler sind berechtigt. Jedoch kennen sich unsere Jungs nun sehr lange, sodass ein etwas stärkerer (Mittelfeld)Spieler sich immer dann (von selbst) eher Defensiv verhält wenn er weiß, dass ein eher schwächerer (Verteidiger) hinter ihm steht. Anders herum agiert er offensiver, wenn er sich hinten gestärkt fühlt und Vorne eher der schwächere Spieler spielt...


    guenter


    Danke für den Hinweis. Die Option für diese schnelle Rotation haben wir auf "Wunsch" der Kinder eingebaut, weil diese in der G-Jugend angefangen haben im Spiel sich selber einzuordnen und wir doch eine Hand drauf legen wollen. Dies auch vor allem aus dem von dir genannten Grund, weil eben die einen eher länger brauchen und durch den Mannschaftsdruck nicht unter gehen sollen aber die anderen vor dem Spiel die Möglichkeit haben ihre Wunschposition zu äußern und wir ihnen dann so individuell eine Möglichkeit bieten wollen - hier geht es ganz klar ums Tore schießen -. Anders spielt z. B. ein Spieler seit der Winterpause als rechter Stürmer - früher eher schwächerer Spieler-, weil wir hier gesehen haben, dass er sich auf dieser Position sehr wohl fühlt und durch Erfolgserlebnisse sehr große Sprünge in allen Bereichen macht - egal ob 1gg1/Passen oder Spielverständnis -.


    Allgemein haben wir aber eher zu wenig Spieler. Eine Rolle könnte die Tatsache spielen das in der Klasse meines Sohnes von 24 Kinder ganze 6 Jungs dabei sind und davon 2 in der Mannschaft des Nachbardorfs, 2 kein Fußball und 2 bei uns in der Mannschaft spielen - die Mädchen gehen eher zum Tanzen, Reiten... -.


    Im Ergebnis müssen wir Trainer/Co-Trainer wenig sagen und die Jungs haben sehr viel Spielraum für die eigene Entwicklung. So sprechen die Jungs sehr viel unter einander im Spiel - nicht diskutieren oder meckern...!!! -


    Da kommen Sprüche wie: Los jetzt machen wir einen Konter. Zimmer mal drauf. Zieh ab. Seitenwechsel. Oder der Stürmer (da er sich nicht lösen konnte) sagt zum Mittelfeldspieler: Spiel hinten rum... So entwickln die Jungs eher selber im Spiel das eigene Spiel.