Beiträge von Keller-Kicker

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    Wie kann man so ins Privat-Persönliche abdriften? Ich hatte nur (leider) F. daraufhin geantwortet, nun willst du weiter machen: wozu? (Andere als Person abkanzeln, um sich selbst zu erhöhen, so der Rhetorikratgeber?) Also laut F. kennst du nicht mal die NLZ richtig (oder?), außerdem schrieb ich LZ! Unterschied nun erkannt? THEMA sollten hier aber die (falschen/richtigen) Sichtungskriterien sein, die Frage danach, nicht wo mein o. dein Sohn spielen... BITTE zum Thema (da meinetwegen nach Stp, NLZ, LZ differenzieren)!


    PS: Mein Kind ist auch erstmal nach dem Talenttagen zum Training eingeladen. Ich weiß, dass man noch an 2 o. 3 Kindern "dran" ist, die schon seit 3 jahren in Auswahl/Stp sind, dort also genau daraufhin (genormte Kriterien, auf die es Trainern ankommt?) trainiert wurden, was "man sehen will". Kommen die, dürfte mein Sohn wieder draußen sein: wenn nicht auch die Biografie u.ä. beachtet wird! So erklärt sich meine o.g. Frage dann auch: wer nicht gut genug ist, ok, der kommt nicht rein, wer aber nur 3 Jahre lang miese Trainer (die nicht mal selbst Fußball spielen können, dafür aber wie die Löwen für den Sieg schrieen, Kids runtermachten bei Rückständen statt etwas lehren zu können...) hatte, der muss ja nicht auf ewig schlechter sein, bleiben wie die, die gute u. zudem noch den Stp als Förderung hatten. Würden die im Stp nicht reell weiter gebracht, machte er keinerlei Sinn, also sollte mir bitte keiner aberwitzig erzählen, es sei alles ganz egal, mein Sohn sei nicht biografisch im Nachteil, da er ja im Dorfverein u. auf der Wiese spielen konnte... Würde ich Trainer o. was Größeres sponsern, wäre ein "Kriterium" in einem der beiden hiesigen LZ erfüllt, er käme dort rein; aber diese "Kriterien" sollen hier nicht Thema (gehörten aber in einen realistischen K-Katalog mit rein) sein, die kennt man längst, doch: wie schaffen es Kinder selbst? Kenne da eins, das für mich der beste ringsum wäre (daher vermittelte ich ihm 3 Probetrainings im LZ), hat aber nie eine Chance bekommen, Gründe: Papa ist Hartz-4, der hielt seinen Sohn für den Größten (fragte den LZ-Trainer, wieviel man für sein Kind zahle, wo dessen Konkurrentenvater 5.000 Euro mitbrachte an "Spende"), Training nur im Dorfverein (spielte dort 2 Jahrgänge über dem eigenen, war da aber immer Stärkster!) usw. Heute spielt der schon (wie Papa) Fußball vor allem auf der Playstation, Talent hinüber: Schicksal o. Systemversagen...? Ich finde es nur z.T. schon erschreckend, wie manche Kinder abwerten, aburteilen, in deren Obhut man Kinder zu geben meint. (In einem anderen Thread sind sich alle einig: 11/12-jährig Problemfälle rauswerfen, dazu hat man ja die Macht, fertig und gut ist...) Nachvollziehbare Kriterien scheinen eben bei der Auswahl gar nicht so wichtig, man kriegt sie nirgends transparent an die Hand: was dann doch mich (als bloßen Papatrainer, kein "Profi im Stp/LZ": da würde ich nicht funktionieren, schnell quersteuern u. rausfliegen, daher nehme ich Offerten nicht an) im Verdacht relativer Willkür bzw. dass es nicht wirklich zuerst ums Talent selbst geht (sondern seine Verwertung zum Nutzen Dritter) bestätigt, oder?

    Du schriebst, dass du nicht Trainer geworden wärst, wenn du meinen negativen Sermon gelesen hättest, oder? Ich lese dich, antworte dir eben... und differenziere sogar, falls man reell liest! Egal: wechseln ist kein Nichtstun, ich tue mich schwer damit, aber stimmt: Reden kostet nichts, zu verlieren gibt es nichts s.o. /


    Genau richtig, so läuft es "fast" überall bei uns. Aber müßig, das ist nur die Lage, nicht die Lösung: nach der suchen kann nur, wer die Lageanerkenntnis gestattet!

    Toleranz, freie Meinung - die Grundlage der Demokratie! Wieso wirkt meine freie Meinung so gefährlich, weckt schnell Aggression, soll "ewig negativ" sein (nein, klar, keine Verallg.!). Schreib doch einfach du deine Ansicht in der Sache, ich meine u. "rag" - es ging nämlich um die konkrete Situation, keine allg. Grundsätze - dürfte mündig selbst entscheiden können, was für die Lage des konkreten Kindes passt, oder willst du es aus der Ferne vorwegnehmen? Ich riet, das mögliche Risiko (du siehst es ja auch) nicht einzugehen: aus meiner Erfahrung, warum willst du mir meine freie Sicht auf Dinge verbieten? Wieso wärst du (eigentlich geht es zwar um rag's Lage, aber egal) nie: kein Wort der Erklärung? Das wäre doch gefragt! Für mich kann ich nur sagen: genau darum geht es MIR, dass man nicht einfach mal eben Trainer wird, ohne seine Rolle für Kinder genau zu reflektieren! Und du hast mir zugestimmt: nicht allein zum JL gehen, denn bei Euch waren es ja ganz viele! Da muss der JL - gegen den einzelnen - handeln, was aber ist bei rag? Die Lage it anders, also: nicht verallgemeinern. Wenn rag's Trainer nicht ganz dumm ist, wird er schon wissen, wieso er sich seine Äußerungen leisten kann: dank dem konkreten (nicht: deinem!) JL... Schleppis Erfahrung teile ich - von wegen ein pauschales "ewig negativ": nur realistisch!!!

    Selbst wenn man einem Trainer nur Hilfe anbietet, kann das als feindlicher Angriff über Jahre mit Hass verfolgt werden. Kriegt man so wen weg, der mit dem ihn erwählenden JL per Du, gut Freund ist? Dürfte es da um die Sache, das Wohl - gar einzelner - Kinder gehen? Wenn nur über alle, aber die haben hier wohl eigene Interessen...
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    Woher habe ich dies Wort wohl zitiert? Noch eine nette Gechichte zum Abschluss, die dann Vorurteile auch gut bestätigt: auch mein jüngster war beim LZ-Talenttag. Es sichtete der Trainer des älteren Jg und lud ihn zum Training eines Jahrgangs ein, nannte aus Stress aber die Uhrzeit seines Trainings. So kamen wir eine halbe Stunde zu pät u. der trainierende Co-Trainer schickte uns nur weg. Beim nächsten Mal der 1.Trainer: Wir haben schon 4 Auswahlpieler neu, das wird noch richtig Geprächsstoff liefern, die anderen (Trainer) würden sich sehr wundern, aber wir... - mein Sohn, ach so, nein, den brauche er nicht mehr (ist ja keine Auswahl, also wohl per se schlechter, zu schlecht), wir könnten wieder gehen, o. zur Zweiten, da vielleicht kann er sich qualifizieren... wie trotzdem mitmachen, um nur mal zu sehen, wie gut die LZ-Spieler seien? No chance, wir sind doch keine Micky-Mouse-Verantaltung! Dass sie gerade dies sind (im traurgen sinn), wo ein Trainer Spieler einlädt, denen andere dann das Mitmachen doch (aus ihren Selektionsmotiven heraus) verweigern, das habe ich lieber nicht gesagt: wäre ja nur der beleidigte Papa des nichtgenommenen Spielermaterials gewesen, nicht der Rede wert, wo alle so wichtig u. erfolgreich sind.
    Da mein anderer Sohn genommen wurde, hoffe ich, dass das keiner dort liest u. man nun beleidigt wäre - schließlich kann er zwar auch woanders spielen, dort wird aber eben auch "anders" gespielt/trainiert.... Wenn alle so tun, als ginge es da nur um Kinder, ihre Talentförderung - ich kann das nicht mehr hören! Man schaut ja nicht mal hin, verspricht heute dies, morgen gilt nichts - worum es da geht, it mir zumindest klar. Dennoch: Alternativen gibt es nicht, also kann man da nur schweigen, hier aber: hier kann man doch so was wenigstens mal bereden, wenn man damit schwer fertig wird, ohne nur reflexhaft sofort als beleidigter Papa unfähiger Kids abgetan zu werden, oder? Klar, die etwaige Schere geht fürs Kind nun weiter auf... (LZ it auch nicht gleich LZ, nur so am Rande.) So, habe fertig, schade um unseren KiFu, sag ich nur!

    Da sind wir einer Meinung: nur dass ich das beklage u. irgendwie verändern will, nicht so ruhig feststellen kann, als sei es auf ewig unabänderlich....


    Ich kenne solch Trainer zu genüge. Wir wechseln nun ins LZ, da mein Sohn beim Dorftrainer nur für Abwehr tauge (seit der Wechsel bekannt ist, spielt er im Mitelfeld - welch Irrsinn zu seiner Verwirrung/Umentscheidung) - völliger Unsinn, so der LZ-Trainer. Traurig, dass so Leute Trainer sein dürfen, keiner was dagegen tun mag.... Der JL o.a. wird m.E.n. eh nichts tun, denn er wählte den Kinder willkürlich diskriminierenden Trainer ja aus, kontrolliert offenbar auch nichts. Die halten dann "blind" zusammen, geben sich wechselseitig oft Narrenfreiheit auf Kosten der Steuerzahler (die Vereine ja en gros über viele Subventionen: damit Kinder vor Ort sportlich gut betreut werden! finanzieren): denn dies Mobbing ist strafrechtlich kaum zu fassen. Wechseln, andere informieren, die Verbände z.B., mehr bleibt nicht. Nützen wird es kaum: man dürfte den Trainer (da ja Mangel herrsche) decken, die Schuld bei euch suchen, um untätig Ruhe bewahren zu können: irgendwann könnte es ein Netzwerk (der Eltern u. Gutwilligen) geben, die diese Fälle sammelt, Betroffene zusammenführt, so Besserungen erzwingen könnte - ein weiter, weiter Weg! Bis dahin: und am Ende gewinnt immer Deutchland (als Label)....?

    Es nützt doch nichts, mir die Worte im Mund rumzudrehen. Wofür wird denn gesichtet, wer gut u. zu schlecht sei? Nützt das den Kindern, werden die auch nur gefragt? Natürlich kann jeder auch ohne Förderung weiter spielen, wo hätte ich denn das Gegenteil behauptet? Wir wissen doch alle hier, worum es in der Sache geht, da muss man doch nicht so tun, als würde ich meinen, ohne Stp dürften talentierte Kids gar nicht mehr kicken. Es geht nicht darum, wer was wie findet, sondern ums speziell selektive Fördern (das doch wohl real gibt): wer wird dafür von Sichtern verworfen, wer warum auserwählt! Das war mal mein (eigentlich doch recht spannendes) Thema hier, nicht "ich"... Wieso wird das Thema letztlich im Ergebnis "ignoriert" (ich ja nicht/werde es unfreiwillig)? Und: es sollte ich was ändern - für alle Kinder. Ist diese Forderung so gefährlich, so unbillig?

    Mir geht es ja bei allem hier nicht um Zahlen (wie dem auf seinen Erfolg ausgerichteten System), sondern die einzelnen Menchen, die Kinder. Erklärt sich so die grundverschiedene Wahrnehmung? Wenn schon 8- o. 10-jährige als ungut, da unnütz aussortiert werden, wird mir eben einfach nur übel. Haben das Kinder verdient, bei uns offenbar ja. Und offiziell redet man vom Fördern - für mich absurd im Sich-missverstehen (mal keine böse Absicht unterstellend, die ich jedoch auch oft in egozentrischer Zielfixierung erlebte, bei der einzelne Kinder als Individuen keine Rolle mehr spielten, nur ihre schnelle, für sich ausgerechnete Leistungswahrscheinlichkeit für den Erfolg). Schade, wenn das Anliegen so wenig verstanden werden will, ich gebe es hiermit zu vermitteln erstmal auf - zu anstrengend bei den massiven Widerständen gegen eine zugegeben radikale Systemkritik.
    (Ignorelisten - das ist wiss. längst untermauert - schützen zuerst davor, sich mit anderen Meinungen aueinanderzusetzen: so bleibt man ganz ungestört im eigenen Sende-Anspruch u. dann im www noch mehr nur unter sich als im realen Leben möglich - mal nachlesen. Ich lese grad die intensiv, die mich nicht "mögen"; jeder weltoffene Geist mit authentischem Sendungsbewusstsein über sich selbst sollte so verfahren: sich stets von anderen herausfordern lassen, nicht verstecken....)


    PS: Um die persönlichen Mutmaßungen zu befriedigen: mein Sohn sollte schon vor 2 Jahren ins LZ-Team, wollte aber lieber bei seinen Freunden kicken. Dass er dort nichts o. Falsches lernte, wie die LZ-Trainer mit sagten! (auch schon letztes Jahr), daran bin ich leider unschuldig, auch wenn mancher dies gern so sähe, damit das Weltbild weiter passt u. die Kritik diskreditierbar ist. Mein Sohn wechselt - trotz zs. 3 Jahren Ent/Verlernen - im Sommer ins LZ, da es leider vor Ort nicht mehr so weiter gehen kann. Er wurde also genommen, auch wenn das eigentlich keinen was anginge. Ich könnte auch Trainer dort werden, mache es aber bewusst nicht (da mir z.Z. die Nerven fehlen). Schade dass es den Mutmaßungen nur darum: ums Persönliche (wen zu diffamieren) geht, mehr nicht gesehen wird. Ich gebe es daher erst mal auf: Erkenntnis benötigt Interesse, wie schon Habermas sagte. Man muss bereit sein, für eine Ansichten fair, mit Worten zu streiten, nicht Kritische Stimmen auf ignore stellen. Mit den Kriterien kommen wir so nie weiter. Danke dennoch für die Aufmerksamkeit u. alle Versuche, das offenbar Unverstehbare zu verstehen! Ich habe so vieles tiefer verstanden u. weiß nun besser, wieviel Abwehr es gibt, womit man rechnen sollte, wenn man es wagt, für Kinder (die für mich bei uns real eben ganz unten rangieren) die Stimme zu erheben: dass nur die eigenen Kinder zu "schlecht" seien. So einfach it das, wenn man Kritik ignorieren dürfen will? Echt schade!

    Also, nun rate mal, von welchem Stützpunkt ich da berichte: von dem bei euch oder unserem? Was soll es, mir Quatsch zu unterstellen, als wären euer und unsser Stp deckungsgleich??? Das ist doch völlig witzlos. Da es bei euch gar kein LZ gibt: doppelt witzlos! Und zum Rest: da erkläre ich hier lang und breit, wonach es gehen könnte u. dann fragst du einfach danach? Zum dritten witzlos. Vielleicht ist an dir alles sichtbar als Leistung, bei Kindern definitiv das Meiste nicht. Wirklich neue Erkenntnis: die Plätze sind begrenzt! Was soll dieser Beitrag in Bezug auf die Eingangsfrage bringen u. leisten, außer all der Witzlosigkeit? Sorry, zumindest ich versteh den Witz nicht, aber man könnte auch würfeln, wäre vielleicht fairer bei der 0,5%-Rechnung, oder mißverstehe ich auch das? So, nun nicht sauer o. "schwerst traumatisiert" sein, wer austeilt, muss auch... Besser was zu den Kriterien schreiben!

    Meine ersten (von wissenschaftlichen mal ab) Motive sind denkbar simpel: Meine Jungs haben im Heimverein denkbar "suboptimale" Trainingsqualität. So kommt's, dass sie vor Jahren mal echt Spitze waren (man wollte sie im LZ haben, sie wollten aber bei den Freunden bleiben, was mit vor ging), nun aber im Mittelmaß versinken: da ihnen der Enthusiasmus geraubt wurde u. sie viel weniger wie dort erlernen konnten. Sind sie innen drin aber nicht noch dieelben, könnten sie den Rücktand wie im piel auf dem Platz nicht noch aufholen, wäre es nicht sportlich, etwa tiefer schauend jedem Kind diese Chance zu lassen? Die üblich oberflächenhaft rigide Schnellsichtung gibt kaum noch einem eine reelle Chance, der einmal hinten liegt, chon mit 12 heißt es: finito! Zum Stützpunkt kommen zum Großteil grad die, die schon im LZ waren/sind, so "einfach" ist das: immer in die gleiche Kerbe hauen, viel bringt viel...?
    Das wurmt mich ungemein, ist für mich menschlich engstirnig u. diskriminierend, indem es nicht an die Kraft und eben das Talent glaubt, die jedem innewohnt/en kann. Fair wäre es, für Chancengleichheit zu sorgen, gerade denen, die vor Ort schlecht betreut wurden, auch eine Chance zu belassen, sie ausgleichend zu fördern und dabei zu beobachten, ob u. wie sie Fortschritte machen. Bzgl. Schule ist dies zumindest privat möglich, indem Eltern - übrigens auch ärmere, die es sich vom absparen - ihre Kinder frei unterstützen können. Im Fußball als durchorganisierten Teamsport ist dies fast unmöglich, man kann bzw. sollte es besser gleich abhaken... Daher rede ich von Selektion: der Stärksten. atenter Zweck: Sieger/Starkult bzw. Profit für die Systemoberen? Warum wer stark erscheint, die individuelle Biografie (Kraftfutter o. Magerkost) etc., der echte Mensch u. seine Entwicklungsfähigkeit, alles interessiert nicht bzw. nur auf geduldigem Papier, als wäre Talent ein reiner Selbstläufer. Das ist so völlig naiv wie brutal, da es jeden nur am Äußeren, sichtbarer Leistung bemisst. Oder? Und reell menschliche Kriterien fürs Talent kann ja wohl keiner plausibel machen, daher gibt es nur Hokuspokus: man benennt Leistungen, nicht genuin menschliche Merkmale...

    Hhm, da verstehe ich dich nicht: wenn dir keiner die Reise bezahlt, nicht alle nur auf dich gewartet haben, dann ziehst du dich gleich in den Schnollwinkel zurück? Bist du dann von deiner Mission überzeugt, wenn du es so ganz von anderen abhängig machst, die man eben erst überzeugen muss? Ist ja deine Privatsache, aber so wird die Welt sicher auch nicht "gerettet". Gechichtsforchung al Ersatz? Da reicht's nur dazu, nachher zu meinen, alles schon vorher gewusst zu haben: was aber gar nichts bringt... ;)

    Da du mich ansprachst, muss dich enttäuschen: unser Fußball ist hoch verschuldet, dazu hätte man nur mal gestern Panorama sehen müssen: nur wer sieht schon all die Riesensubventionen an Steuergeld, die gegenüber kleineren Nationen für massive Wettbewerbsverzerrung sorgen - egal. Ob all die ökonomische Power reicht? Ich fände es viel netter, wenn die gebeutelten Griechen gewännen, aber so sozial/solidarisch denkt in der tollen EU als vielbeschworener Show-Gemeinschaft keiner - and that's it! Aber dass die Kreativität der Kleineren u. Ärmeren viel höher zu bewerten, viel mehr wert ist als unsere angebliche, die nur zwecks Partystimmung und Berauschung inszeniert wird, wir uns zuletzt immer nur durchmogelten, ist das nicht doch unter uns "Experten" offensichtlich? Die Jogi-Show könnt sich als Blase entpuppen, denke ich... Also ich drücke den Griechen alle Daumen!

    Da waren die Vereine bzgl. der benannten Trainer wenigstens lernfähig, besser wäre aber die Mühe, eines kleinen Eingangschecks der Quali u. die fehlt fast überall. Da wären die Verbände gefragt, so dass gar nicht erst völlig ungeeignete Leute auf ahnunglose Kinder wie Eltern losgelassen, sondern aus Verantwortung etwas kontrolliert würden... Wieso so viele im System Verankerte meinen, so tun, als seien alle, die willkürhaft zu Trainern ernannt werden, auch automatisch gleich gut - das ist für mich ein Rätsel: abstruser Korpsgeist für den eigenen "Berufsstand"? Nun, da kann nur Aufklärung, Veröffentlichung der immer gleichen Fälle der für Kids so tragisch häufigen Unqualifiziertheit helfen - irgendwann vielleicht... Denn jeder zwangsweise Wechsel ist einer zuviel, soweit richtig; nur was sollen verantwortungsbewusste Eltern tun, wenn Trainer ihre Kids ständig gemein runtermachen statt aufbauen, nichts gelernt wird, eher nur Falsches, so dass der Anschluss an andere Teams verpasst wird u. Vereine nichts bekümmert? Die Differenz zwischen qua Training o. freiem Spiel möglicher und im Punktspiel realer Leistung entspringt innerem, unsichtbaren Leiden, indiziert es - lass dich da nicht beirren!

    Irrtum: Wer sich und alles rundum für gut hält, will mitnichten gerettet werden: wehe dem, der da komme! Die Reise dürfte dir also keiner bezahlen. Wenn du auf eigene Kosten kämst, würde sich garantiert kaum eine Tür öffnen und dich fast jeder nur für einen Spinner halten. Ok, Schweizer Charme eines Barons á la Ackermann mag Wunder bewirken - vielleicht, keine Ahnung. Ideen, von denen ich überzeugt bin, hätte ich selbst genug, nur will sie niemand hören: Argumente zählen da grad nicht, immerhin gebe ich öffentlich anerkannte und als politische Bildung bezahlte Seminare...* Wozu sollte ich nun deine Ideen zwanghaft miesmachen, wenn sie bei dir laufen? Ist doch prima! Gute Trainer, solide Politiker vor Ort würden mir schon reichen, schups wäre ich ruhiggestellt. Monate- u. jahrelang an Stammtischen rumhängen, um was verbessern zu dürfen, ist aber nicht so meine Welt. Vielleicht schaffst du es nach dem Motto "er kam, sah und siegte" - probiere es gern selbst aus ;)


    *Musste grad eine Dikussionveranstaltung zur globalen Systempleite (eigentlich etwas wichtiger als unser König Fußball) mit vielen illustren Gästen vom Banker bis zum Attac-Vertreter - wochenlange Arbeit, alle zuammenzukriegen! - absagen wg. Lokalpolitik, kurzfristige Verlegung war unmöglich. Daher bin ich wohl heute nicht grad gut gestimmt... Was soll's: morgen geht's weiter gegen ungesunden Tiefschlaf!

    Da ich all den Zirkus im Fußball nun mal nicht mehr ab kann, meine (hoffe?) ich, dass wir in unserer schaumschlägerischen Selbstüberschätzung nach der Vorrunde nach Hause: mal etwas in uns gehen müssen. So toll, wie man uns medial suggeriert, sind u. spielen wir "Deutschen" nämlich schon lange nicht, sind z.B. fast genauso verschuldet wie Spanien, verbergen es nur besser, werben so überall die Arbeitskräfte ab etc. Wo wären wir ohne die? Sorry, dass ich hier der nüchterne Miesmacher bin, melde mich hier auch nur einmalig zu Wort.

    Hatte mich auch gewundert, aber da du vorher wie nachher vom Kind sprachst, hab ich den Spruch auf es bezogen: wäre in Maßen schließlich auch richtig, wenn ein Kind z.B. ständig stört, nur allein spielt, dribbelt u. bei Ballverlust als beleidigte Leberwurst nur stehenbleibt, schmeckt das ja zurecht keinem Trainer u. er kann es nur bedingt ändern, eben per Auwechslung... Aber bei maxmars liegt die Sache ja anders; wer im Training bestens mit macht, aber im Spiel versagt: da der Trainer rumschreit, ständig mit Anweisungen den kindeigenen Spielfluss stört u.ä., dem versagen nur aus gutem Grund - weil er sensibel ist - die Nerven. Da machen Auswechslungen "zur Strafe" die Sache noch schlimmer, irgendwann irreparabel, so dass nur ein Wechsel das Kind vom verfestigten Anlass seines Traumas befreit. Diesem Kind sollte man keinen äußerlichen "Kampf" aufzwingen, wenn es innerlich mit sich selbst, eben solch Trauma zu kämpfen hat, sonst wäre es heillos überfordert. Ergebnis: noch mehr Introvertierung, Rückzug und Versagen. Denk mal z.B. an ein Gewaltopfer (jede Zurücksetzung per Auswechslung, falscher Position etc. ist für Kinder ja ein Gewaltakt): kann man da einfach sagen, gar fordern: Brust raus? Daher ist für mich die Antwort an m. auch sonnenklar: es dem Kind zwang- und druckfrei selbst überlassen, ob u. wann es "kämpfen" o. eine Auszeit (die langfristig kein generelles Aufgeben sein muss) will...

    Ein Pferdefreund beobachtet eine wilde Herde seiner geliebten Tiere, wie sie frei herumtollen, über Gräben springen, miteinander spielen und frisches Gras fressen. Der zivilisierte Pferdezüchter achtet treng darauf, dass seine Pferde wohlgeraten und in ihren Talent gut ausgebildet werden, um sein Geschäft rentabel zu betreiben, sie später gut an den befreundeten Droschkenbesitzer verkaufen zu können. Für ihn ist ihr Vermögen zur Zugkraft und Ausdauer entscheidend, die folglich ganz im Zentrum des Blickes und der Förderung unseres Züchters stehen. Die Pferde mögen widerstreben, doch ihr Widertand, ihre Fluchtversuche fruchten nicht. Das Ergebnis ist entscheidend und soll gut ausfallen, das ist es, was zählt. Auf unseren Pferdefreund blickt der Züchter mit größter Abschätzigkeit herab: diesen Nichtstuer, der Tieren nichts - nur unnütze Faulenzerei - beibringt, nur alles laufen lässt und von wahrer Pferdeliebe herum redet... Wen von beiden sollte man sich im Zweifel für seine Kinder wünschen?

    Genau das zeigt das Problem in D etc.: Vereine werden aus Steuermitteln massiv "gesponsert", ohne dass ihre "Professionalität", ihr reeller Nutzwert oder ihr Wachstum bzw. ihr Schrumpfen (in zufriedenen Mitgliedern als Nutznießern) irgendwie geprüft o. im Erfolg :) langfristige Persönlichkeitsentwicklung aller Kinder statt kurzfristig Siege für Vereine u. Trainer!) nachzuweisen wäre. Mitunter entsteht so eine gigantische Ressourcenverschwendung zulasten öffentlicher Hauhalte: statt gesunde, sportliche und im weiteren Leben fitte, leistungsmotivierte Kinder kommen vielerorts frustrierte Kinder heraus, die vom (Vereins-)Sport die Schnauze voll haben, später zwar dem Fußball weiter als Fans auf den Leim gehen, aber zum Randalieren inkl. Vandalismus, Alkohol und Randale als "Ersatz-Aktivität" neigen - volkswirtschaftlich ein gigantischer, gar nicht hoch genug zu bemessender Schaden und Skandal, der politisch niemand zu kümmern scheint.... Grund: unsere (dank schnellem, privatem Profit/Zu-Gewinn als Fixierung) systemische Gleichgültigkeit gegenüber dem Nachwuchs, seinem reellen Wohl! Leben auf Kredit als Prinzip, zulasten ausgenutzter künftiger Generationen - diese politische Begriffsstutzigkeit im Wertgefühl bricht unserer Gesellschaft letztlich das Genick, auch wenn es bis zum Exitus noch einige Zeit dauern wird...

    Der Bessere gilt den vielen eingebildet Guten als Feind, das ist für mich das Urproblem für jeden Fortschritt, der - außer im Elfenbeinturm einer reinen Wissenschaft, die es so nicht mal an Unis gibt - auf ganz leisen Sohlen daher kommen muss: was die meisten Menschen aber aus Ungeduld und eigenem Ehrgefühl nicht schaffen (mich eingeschlossen). Leute müssen deine Idee für die ihre halten, um sie voll zu akzeptieren, sonst wird reflexhaft erstmal gemäkelt, um die eigene Selbstachtung (dann lieber die des hernach oft beleidigten, dann "leer" ausgehenden Ideengebers) nicht zu verletzen: schließlich will jeder glauben, dass er der Beste sei ;)

    Ich meine, dass es völlig vermessen ist, wenn Sichter meinen, Kinder mal eben per ein paar zufälligen Blicken erkennen zu können, gar noch auf ihre ganze weitere Zukunft hin. Da dient man nur sich selbst, it im Kopf eben einer deiner "Joyticktrainer", nur nach außen sich verstellend. Sinn ergibt es, Kinder über etwas längere Zeit mittrainieren zu lassen, sie so intensiver zu erleben, bevor man sich (abwertend/aussondernd) Urteile über sie erlaubt. Doch diesen Auswand zu treiben, sich echt fürs Kind als anderen Menschen zu interessieren, ist man nicht bereit, auch will man oft gar nicht reell fördern bzw. ausbilden, lieber nur schnell die grad Besten ausfiltern, als Objekt für sich einheimsen und wie ein Ding "vernutzen". Dies ist für mich bei allem die letzte, natürlich tief verborgene Wahrheit. Trainersöhne sind ein Problem für sich u. Vitamin B spielt beim Sichten leider unterschwellig eine Hauptrolle, Fairness ist da nur Mythos...
    Die vielfältigen Fassaden zu durchschauen, ist sicher für viele selbst nicht einfach, da das System sie jedem geschickt eingibt, s. Fankultur. Man meint, zum "Verein" zu halten, in Wahrheit aber will man meist zuerst für sich Siege feiern, gegenüber dem eigenen Alltag positivere Identität erlangen usw. - und wo das misslingt, wird sich der Frust aus dem Leib geschrien, sich mit Alkohol benebelt, gar geweint oder eben randaliert, je nach Charakter. Doch all dies ist ja systematisch gesteuert, kein privater Zufall. Daher fordere ich vom Fußball, auch die Verantwortung für die zunehmende Randale zu übernehmen, statt so zu tun, als sei dies ein in den Fußball hineingetragenes Gesellschaftsproblem. Aber mit all diesem Denken stehe ich sicher recht allein da, das ist mir schon klar. Man will das nicht an sich ran lassen, da es einen Traum zerstört...