Beiträge von Keller-Kicker

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    Ich weiß noch, wie ich mich fühlte, als ich hier nur ein paar Fragen stellte und mich plötzlich mit - für mich haltlosen - Verdächtigungen konfrontiert sah: so wie jemand, der unter Ärztepfusch zu leiden hat u. nur auf geschlossene Reihen trifft, die gegen ihren pauschal zu schützenden Stand dicht machen. Es müsste doch mittlerweile jedem hier klar sein, dass es von Gemeinde zu Gemeinde, von Region zu Region enorme Qualitätsunterschiede gibt - leider! Nur die Spreu vom Weizen zu trennen, sorgt dafür, dass weiter Brot gegessen wird. Ich habe schon oft im KiFu die Praxis zum geflügelten Wort "Angst essen Seele auf" erlebt, wenn Trainer statt ein Ruhepol zu sein, in dem die Kraft wohnt, auf unsere Kinder einschreien. Daher ist die Schilderung u. Fragestellung von Maxmars für mich sonnenklar zu beantworten u. nicht anzuzweifeln.
    Vielerorts sehe ich leider die Angst bei Kindern mitspielen, wie der Fuß wackelt: dass das, was im Training problemlos klappt, im Spiel regelmäßig schief geht. Aber ok, wer Zweifel hat, soll sie vorbringen, nur nicht immer so persönlich kränkend (ein pur spekulativer, mit nichts belegter "Eindruck, dass DU von deinem Sohn zuviel verlangst", was die Fakten bewusst umdreht: Eltern Schuld statt Trainer - wozu, woraufhin?) o. pauschal wie "in allen Vereinen doof", "alle keine Ahnung/unfähig" - was M. doch nirgends sagte, sondern sachgerecht. Es wird ihm nur unterstellt, so provoziert, die Atmosphäre vergiftet. Ich finde es keine guten Sitten, so miteinander umzugehen, versteh es nicht: Frage beantworten und gut ist! Wieso Fragesteller so persönlich im intimen Verhältnis zum eigenen Sohn, um den man sich sorgt, angreifen??? Mich macht das schon sauer, obwohl ich gar nicht angesprochen bin, wie muss sich da erst maxmars fühlen...?


    PS: Da Trainer für Kinder arbeiten , dasein sollten, statt (wie oft) umgekehrt, müsste man zuerst da die Spreu vom Weizen trennen, nicht Kindern eine Kämpfernatur abfordern, die viele - zum Glück, da sie sensibel u. kreativer sind - nicht haben, oder? Es hilft maxmars nur, den für seinen Sohn richtigen, verständnisvollen Trainer zu suchen, der nicht labile Kinder zusammenschreit statt aufbaut! Erwachsene, also den Trainer, kann man in aller Regel nicht ändern u. der Verein würde solch Trainer gar nicht einstellen o. stützen, wenn sich da was verbessern ließe, so meine Erfahrung. Also bleibt nur ein Wechsel, SOFERN das Kind nachhaltig unter den Verhältnissen leidet u. daher wechseln will.

    Warum verstehen einige so schnell Bahnhof? Maxmars hat doch alles klar gesagt, schildert eine konkrete Lage, aber man kommt mit anzweifelnden Pauschalierungen: will man es nicht hören? Warum? Ein gar nicht so seltener Brülltrainer u. dem Vater wird ohne jedes Wissen zur Lage unterstellt, er verlange zuviel? Wieso? "Gewaltiger Widerpruch"? Also mein Sohn fühlt sich auch im Team seiner Kumpels pudelwohl, nur hassen alle den Trainer, der sie ständig anschreit und beschimpft. Der Trainer des anderen ist grad immerhin einsichtig, dass er seinen Berufsstress per Schreien und Motzen an den Kindern ausließ (die prompt im Pokal gegen einen Underdog verloren), zurückgetreten, da wohl ein Sponsor tätig wurde... Besser als wenn Kinder wechseln müssen, da sie dafür zu sensibel sind! Und dass Eltern mit ihren Kindern sprechen, was die wollen - ist das so ungewöhnlich, dass man das wem anraten muss, der sich jede Menge Gedanken macht??? Verstehe ich nicht, sorry.

    Bei euch gibt's ne private Fußballschule, die ihr Geld wert ist? Glückwunsch dazu! SOFERN euer Kind keine Gründe zum Bleiben hat, würde ich Brülltrainer immer meiden, wechseln. Sie richten psychisch enorme Schäden an, unsichtbar! Unsere sehr nette Kinderärztin hatte sich mal mit einem unserer Jungs intensiv wegen Schulproblemen unterhalten, uns übers Rumpelstilzchen im Kopf: seinen damaligen Trainer aufgeklärt. Er litt unter Frust u. Ängsten, wollte am liebsten mit Fußball aufhören, hatte Alpträume etc. Habe dann mit jenem zu reden versucht, wurde bald eine wüste Schreierei, die in der Behauptung endete, er sei Gott für uns. Diese Art "Götter" mussten wir mehrfach erdulden, wie ihr auch x-mal wechseln. Er hat zumindet eins fürs Leben gelernt: traue keinem, der anfangs überaus nett tut. Wir Eltern waren oft zu naiv. Wer sich mit Verein nicht auskennt, glaubt ja noch an Gute in jedem Menschen, sollte man aber besser nicht: Vertrauen ist ungut, Kontrolle geboten. Immer vorher Trainer in Spielen o.ä. beobachten: können sie verlieren? Bauen sie ihr Team auf o. fungiert es als Blitzableiter, steht es vorne an o. fällt ständig Training aus? Man bräuchte ein regelrechtes Quality Audit - und wer hat das von sich aus, wenn Kinder nur ein wenig kicken sollen?! Bis euer Junge wieder aus sich raus kommt, kann leider dauern. Gebt ihm diese Zeit, er braucht sie, um solch Trainer zu verarbeiten, denn: Trainer sind Kindern äußerst wichtig: Vorbild, fast wie eine Vaterfigur. Sensible Kinder leiden entsprechend, verkümmern nach innen, verlieren ihren vitalen Elan! Je schneller ein Kind befreit wird davon, umso besser!

    Genau das meinte ich. Wer einen trägen Zug in Rollen bringen, was bewegen will, kann nicht noch gegen Dutzende Bremser arbeiten, die zudem um zu kommen schon vorm 1. informellen Treffen geklärt wissen wollen, wer welchen Posten bekomme: "ich" natürlich einen besseren wie mein Nachbar... Natürlich mag man es nicht so gern lesen, wie einfach es vorgeblich andernorts sei, daher schob ich es auf die zudem reiche Schweiz: we are second, we try harder? Ich habe bei uns jedenfalls reigniert, kann es kaum nachvollziehen, dass es bei dir so easy ist, ziehe daraus aber nur den Schluss, dass am hiesigen System einiges faul ist, was aber viele gegen von unten kommende Schlauberger (wie mich, mein ich jetzt, nicht dich) vehement verteidigen. Tja, und wo der Marsch durch die Institutionen endet, haben Fischer & Co hierzulande auch bewiesen, also bleibt nur: Aufgabe, abwarten, beobachten, ob die Zeit irgendwann reif wird für neues Denken. Ich denke, das "System" wird immer schwerer an der Gewalt zu schlucken haben, die es letztlich mit produziert. Irgendwann wird man auch im hintersten Winkel drauf kommen, was man damit zu tun hat, dass Kosmetik schöner Reden doch kein probates Gegenmittel ist.... Im Moment fehlt es nicht nur an Bereitschaft, sondern an Bewusstsein fürs Problem, dass alles auf Sieg/Triumph gesetzt werden muss, dies vieles im Blick verengt...

    Die Stp geben das Prinzip nur vor, das sich in Vereinen - auf niederer Stufe - fortsetzt. Wie schon an anderer Stelle erzählt, läuft das z.B. so: Man lässt "die Schlechten" in den Punktspielen komplett draußen sitzen. Beginnen sie mit Unsinn, werden sie angeschrien, dass Ruhe zu herrschen habe etc. Ab und an folgt eine Bemerkung wie "den Peter kann man ohnehin nicht gebrauchen", "wäre fürs Team natürlich besser, der Hassan kommt nicht" usw., denn direkt rauswerfen o. ausschließen kann man kein Mitglied. Irgendwann kann man dann aufatmen, das betreffende Kind bleibt weg. Doch ups: Plötzlich in der D benötigt man es wieder, daran hatte man nicht gedacht, als man das Team von 19 auf 11 "gesundschrumpfen" ließ. Was tun? Zum Zurückholen sind sie nun definitiv zu schlecht, die Lücke zu den Guten zu groß, also beginnt man sich umzuschauen: andere Teams wecken Begehrlichkeiten, der Abwerbungszyklus beginnt: hier jammern über die bösen anderen, die Größeren, dort selbst Gleiches tun, Dinge o. Positionen versprechen, verlocken etc. Alles ja legitim, aber gut?
    So beobachte ich es reihum, aber das ist hier nicht mein Thema, sondern die "oben", die vormachen, dass eigentlich nur die Besten zählen. Das muss man erstmal nüchtern bei all den Ablenkungmanövern o. dem Zirkus ums Goldene Kalb durchschauen, sich nicht vom Erfolgsmythos fangen lassen. Ein Weg wäre, sich die (menschlichen?) Auswahlkriterien o. Ausschussquoten (was wird aus den Aussortierten im Innern, im Unbewusten, der Psyche, wenn es schon bei den ersten Vorsichtungen viele Tränen gab?) klar vor Augen zu halten: Fußball wird zur persönlichen Niederlage? Folgen, wo man in der Jugend ja auf aggressives Spiel fixiert wurde? Fanatismus, Gewalt? Solange man nichts unterucht, ist das natürlich nicht belegt, gar zu beweisen, für mich aber nur logisch. Untersucht hat all dies an den Sport-Unis noch keiner - Zufall? Oder soll man vieles gar nicht genauer erfahren? Mich würde all dies brennend interessieren, aber es gibt offenbar nichts dazu: Merkwürdig, oder?

    Dann werden sie bei dir wenigstens nicht schon mit 12 ausgemustert, quasi komplett abgeschrieben, in einer Geellschaft, wo ständig "lebenslanges Lernen" beschworen wird: absurd! Ich konnte übrigens bis 36 mit Links nicht mal den Ball stoppen, im Wiesenfußball war's ja egal, wozu mit Mühe üben... Da ich dann nach der ersten "Bunte-Liga"-Meisterchaft Blut geleckt hatte, noch in einen Verein ging, brachte ich es mir einfach an einer Wand bei, 2- bis 3mal je Woche 30 Minuten dagegen schießen, mit links erst nur irgendwie treffen, dann stoppen, schießen und flanken. Nach einem Jahr landete die erste Flanke exakt wie gewollt auf dem Mitspielerkopf - Tor. Lebenslang gelernt, geht also! Das erste Tor mit Links folgte, grad am Montag wieder so abgezogen, dass der Torwart den Ball nicht festhalten konnte, ein Mitspieler den Ausgleich abstauben konnte.
    Wie kann man da Kindern mit 12 ernthaft vermitteln, dass sie es nie zu etwas bringen werden, nur weil sie am Sichtungstag nicht exakt genauso gut kicken wie der (nach subjektiven Kriterien) vermeintlich einen Tick Bessere? Die Differenzen, die ich "sichte", sind immer recht marginal, verändern sich oft schnell, höchstens die Sicherheit o. allg. "Aggressivität" ist per Übung hier und da irgendwann größer: bei drei bzw. vier statt ein bzw. zwei Trainings die Woche plus viel besseren Trainern, mehr Disziplin u. Events im LZ (als sich selbst manipulativ erfüllender Prophezeihung also) wohl kein Wunder!
    Ich finde so diesen ganzen Tanz ums goldene Kalb recht absurd, aber eben durchaus wirksam: vor allem im Negativen, außer bei den Robusteten, die man so - schon etwas ähnlich wie bei Kälbern - heranzüchtet... Daher gibt es doch offiziell keinen objektiv transsparenten Kriterienkatalog - jeder könnte ihn in seiner Gewichtung, seiner Indizierung etc. locker hinterfragen, schnell als lächerlich entlarven: also lieber im Geheimen, mit wichtiger Miene geheimnistuerisch Kinder besichtigen u. beurteilen? Sorry, aber lesen die denn alle kein pädagogisches Grundlagenwerk, wo ganz deutlich wird, dass diese Art praktizierter Talentsichtung eher einer Selbstfantasie der Sichter, ihrem statt kindlichem Willen entspringt, Kindern und ihrer spielerischen Kreativität, ihrem Freiheitssinn letztlich mehr schadet denn nutzt? Für mich ist das "offensichtlich", für euch nicht?

    Da nur echte Spitzenkräfte viel (an Geld) wert sind, kamen die Kulturminister auf eine bahnbrechende Idee: Jeder, der schon im Kindergarten Buchstaben schreiben konnte, sollte aussortiert, vom Rest der Unfähigen abgesondert u. als Talent speziell gefördert werden. Schon kurz nach Beginn erntete man Früchte, da nun plötzlich immer mehr schon 4-jährig schreiben konnten. (Grund: einige Eltern saßen wochen- und monatelang mit ihren kleinen 3-jährigen u. paukten Buchstabenschreiben!) Flächendeckend gab es bald Förderstützpunkte für die künftige Elite. Auch viele Lehrer rissen sich darum, hier mitwirken zu dürfen. Sie bekamen eigene edel wirkende Uniformen, damit jeder sie - auch sie selbst sich als die besseren Kollegen - sofort erkannte. Ein Ruck ging durchs Land! Talente, die bockig den nachmittäglichen und WE-Unterricht störten, wurden rausgeworfen, durch andere ersetzt, deren Eltern schon darauf brannten, über die sichtenden Talenttage mit einsteigen zu dürfen, den Wert ihres Nachwuchses zu steigern. Mangel an Kandidaten gab es so nie. Im internen Schulvergleich bewiesen die Talente ihre Klasse und ihr Recht auf Auswahl immer mehr u. fast sämtliche Einsen gingen an sie, was die Stützpunktlehrer und Eltern sehr stolz machte und im Eifer befeuerte. Der Rest ließ nach u. gab irgendwann chancenlos auf, was das Programm nur darin bestätigte, die Bessten ausgefiltert zu haben. In der Pubertät kam es zwar zu einigen plötzlichen Ausfällen und auch Selbstmorden, aber so etwas kann immer vorkommen und zum Glück griff die Presse dies nie auf, schließlich hätte sonst die Wirtschaft, die eine Elite benötigt, keine Anzeigen mehr dort geschaltet. Auch aus dem Ausland konnten über die Elitenförderung schon früher frische Arbeitskräfte gewonnen werden, deren Zahl die der Ausfälle mehr als kompensierte. Die Stützpunkte arbeiteten also fürs System sehr profitabel. So kam es zu einer echten Erfolgsgeschichte... Etc. pp. Ff.

    Das klingt wirklich nach Traum, aber es ist eben in der Schweiz. Ich habe über Jahre versucht, so etwas in Deutschland - Vorbild USA - aufzuziehen, Mitstreiter zu suchen, vergebens. Die alten Kräfte haben in geschlossenen Reihen für max. Demoralisierung gesorgt, auch ein professioneller Hallenvermieter (aber den altertümlichen Kreisen entstammend) ist für innovative Pilotprojekte nicht zu haben, die Gemeinde stellt Platz nur Vereinen zur Verfügung, die also neu zu gründen wären (in D - für mich als kleinen Familienvater - zu viele Hürden dabei!) etc. Also vom hohen Ross komme ich sicher nicht, aber hierzulande bräuchte man enorm viel Energie, Zeit, Glaube, auch Geld, und alles nur für ein wenig besseren KiFu, meine Kraft reichte da nicht. Wie Andre schreibt: man muss sich im Verein immer erstmal auf Augenhöhe mit den anderen begeben, dann in deren Strom mitschwimmen, sich klein machen vor ihrem Neid und - schups - bevor man irgendwas vom Neuen, Besseren, Höhertrebigen verwirklicht hat, ist man schon einer von ihnen, genauso selbstzufrieden satt, träge: das die Gefahr im Hochdienen!


    Der frühe Vogel fängt den Wurm? Nein, es ist, als solle er zuerst wie alle unter und durch die Erde kriechen statt frei umherzufliegen, alles aus der Vogelperspektive zu sehen, bis all die Erde seine Flügel verklebt hat, dann darf er im Verein mitreden und Höheres erstreben, da er es dann nicht mehr besser als die anderen vermag ;) Dass es bei mehr Weltoffenheit und Experimentierfreude nicht bei Träumen bleiben müsste, man mit ihnen im Kopf kein bloßer Idiot ist, zeigt sich in anderen, eher kleineren Ländern, wo Verkrustungen scheinbar leichter aufbrechen: vielen Dank für deine Schilderung!!!

    eine äusserst gelungene Interpretation, die ich voll unterstreiche.


    dies betrifft jedoch nicht nur die Talente, sondern im Prinzip alle etwas besseren Spieler einer jeden Mannschaft, wobei dann obige Anforderungen durchaus etwas
    abgestuft sein können. Hier würde ich dann den Trainer nicht unbedingt als Randfigur betrachten, jedoch in der persönlichen Entwicklung des Einzelen
    auch nicht die Bedeutung zumessen, wie hier oft der Eindruck vermittelt wird.


    gg


    Die Interpretation mag systembezogen gelungen sein, aber ist dies System per se gut? Ich war auch mal recht offen für die "Triumph-des-Willens-Ideologie" im KiFu, hab mir dann aber gründlich überlegt, woher sie stammt. Gefördert wird da nur ein betimmter Menschentyp, ich meine nicht der unbedingt beste, und so sieht Fußball global dann auch aus: psychisch "robust", uninspiriert, berechnend gewaltsam, sein Geschick "in die Hand nehmend, bloß keine Probleme (fußballbezogen stromlinienförmig), immer sieg-, ich-, werbe- u. geldfixiert ("käuflich"): wie auch Wirtschaft, Politik, Massenmedien. Ist hier der "Weg" (von dem man ssich nicht abbringen lässt) ein eigener o. nicht viel mehr vorgezeichnet - eine Autobahn? Echter "Wille" oder nicht eher Gehorsam gegenüber den diktierten Bedingungen (inkl. "Kaufkraft")?
    Überall "triumphiert" heute quasi dieser gleiche Typ Mensch, dahinter schart sich sein Anhang sowie hinter Kulissen ruinöse Zustände: "brutal auf Erfolg konditioniert, sich dem (im angeblich eigenen Willen) ganz unterwerfend... Würde jemand mit echtem Charakter, echter Eigenmotivation einfach alles nur mitmachen? Kaum. Andere werden von diesem opportunistisch geschliffenem Typ, der ich zum Ideal für alle erklärt, als chancenlos ausgemustert :) die Kehrseite der Medailie!). Und es ist ja, wie Milky schreibt, vor allem finanzgetrieben, wenn man partout schon mit 12 so (ökonomisch) selektiv wie spekulativ eine elitäre Spitze herausfiltern will. Das geht am individuellen Menschen, am Kind völlig vorbei, denn es steht gar nicht wirklich im Fokus, oder? Vielleicht arg pessimistisch, wo doch auch reale Menschen mitarbeiten, sich "engagieren" (wobei vielen Profilierung durchaus nicht unwichtig ist). Aber die Frage ist immer, was ein System aus ihnen macht, wen es wie nach oben bringt, was die Kriterien der Auswahl menschlich bedeuten, woraufhin die Ziele in Wahrheit gehen, wem es nützt! Da alles sollte man vielleicht etwas kritischer sehen. Talent sollte auch eigenes Rückgrat, Charakter, Offenheit in alle Richtungen etc. auszeichnen, finde ich.

    Interessant deine Schilderungen! Man muss hart im Nehmen sein, für Sensible, d.h. kreative Gemüter, ist da kein Platz...? So erlebe auch ich dies "Sichten", das vor allem Selektieren zu sein scheint! Daher der Wunsch zur "Validierung" der Kriterien u. Aspekte. Falls jemand den Ein-Blick hat, die mal objektiv, in ihrer mutmaßlichen Rangfolge zusammenzufassen, da ich dazu sont nichts finden konnte...

    Erstmal herzlichen Dank für eure Mühe bzgl. der Frage! Klar, es gibt solche u. solche Sichter, grad das finde ich ja Teil der Willkür des System daran, dass nicht jeder klare, nachvollziehbare (gar nachlesbare) Kriterien als Vorgabe zu haben scheint! Mir sagte einer: wir haben alle auf der Liste, aus denen mal was werden kann. Den Rest kann man getrost vergessen, soviel sei sicher. Diese Einstellung gegenüber den Sichtungsobjekten fand ich bedenklich, ja anmaßend: woher bezieht er sein (All-)Wissen, wenn sein (einzig benanntes) Kriteriun "weite Abstöße" sind? Auf Nachfrage dann nur Flucht in die Haltung, dass er es nicht nötig habe, sich mit Fragen/-rn abzugeben...


    Finde ich doch arg "subjektiv", anderes eben unverbindlich, doch so sollen dann die Karrieren "gemacht", entschieden werden? Eins ist dabei ja sicher, wenn man die Trainings vor Ort mit denen im LZ (o. Stp) sieht: ein Unterschied wie Tag u. Nacht. Je länger wer ausgechlossen wird (Passiv!), desto größer die Schere zu Geförderten. Wo Spieler hier in ihrer peer group ohne Leerzeiten voll Motivation und Elan "powern", zudem Spaß daran vermitteln kriegen, lernen sie dort mitunter fast nichts außer: Rumhängen, Stören u. coole Fauheit, d.h. gar Falsches wie Bolzen von der Mitte aus o. eben jene weiten Abstöße, die sie dann vom Stp ausschließen... Ich habe die dennoch spielen lassen, denn im Fußball zählen nun mal Tore u. im uneingepielten Mixed-Team klappte Hinten-raus-spielen natürlich nicht (was auch der Torwart sah, keiner bot sich seinen schon verzweifelten Blicken an - da bleibt doch nur: weg mit dem Ball!), wogegen weite Abschläge 3 Großchancen brachten: was man macht, man mach's verkehrt - böse Falle? Ich hätte ja jenes Kriterium gern schriftlich gekriegt, dann mal dummen Nationaltorwarten zum Nachlernen geschickt ;)


    Mich interessieren also a) die Kriterien und b) mögliche Abhilfe bzw. Aufklärung, wobei nach meinem Eindruck mancher "da oben" sich einfach für so allwissend hält, dass er gar nicht mehr miteinander reden zu müssen meint. Trotzdem sollte man versuchen über Gutwillige dafür zu werben, dass Fußballalter, ungleiche Chancen in der Biografie o. im Wachstum, echte Benefits wie Spielintelligenz, Wille zu kurzer Ball-Kontaktzeit, soziale Kompetenz wie Wille, für andere zu laufen (contra social loafing) etc. mehr Beachtung finden, so Sichtungen auch transparenter, im Urteil nachvollziehbarer (bei Werder gibt es quasi eine Checkliste für jeden, die dann wertvolle Hinweise liefert für den, der will) werden. Das wäre meine Hoffnung bzgl. Fairplay, Respekt, die so zu heißen verdienten.

    Prima, wenn so nebenbei mal Zeichen gesetzt werden, oder? Ob es was auf Dauer nützt? Letztlich treibt aber auch der Wirbel um die Auswahl viele erst dazu, versessen zu werden: voll Neid, Missgunst usw. So ist es immer unter Menschen, wenn etwas nicht offen u. transparent geschieht, scheinbar wer bevorzugt werden könnte, besser da steht - und schließlich ist gute Förderung viel wert bzw. entscheidend, geben viele bzgl. Schule dafür viel Geld her...

    Mein Thema: Ginge es reell ums Fördern von Talent, müsste es dann nicht mit viel mehr Respekt vor ihm ablaufen? Es ist schließlich ein ungeheurer bzw. ungeheuerlicher Anpruch zu behaupten, man könne per Sichtung während einiger weniger zufallsbedingter Spiele wie bei besagtem Cup aus ca. 200 Spielern je Kreis die 10 bzw. je Stp 30 besten auswählen, die es mal später schaffen können - der Rest sei nichts wert (zumal, wo etliche gar nicht von ihren Trainern präsentiert werden) ;)
    Ich meine, es geht in Wahrheit darum, die aktuell stärksten Spieler auszusuchen, weniger bloße "Talente" - eine Mogelpackung ähnlich wie Formeln á la "Erlebnis- statt Ergebnisdenken". Gründe für oder wider Leistung wären dann völlig sekundär. Ob man auf kleine, flinke oder große, robuste Spieler setzt, ist dabei eben schon die Willkür o. Vorlieben der Sichter ausgesetzt: hier so, dort so: Im späteren Profifußball haben beide Typen Erfolg, soviel ist sicher! Worauf ich hinaus will: Gäbe es nicht viel mehr Talente - die ausgeuchten Stärksten gehören sicher "auch" dazu, als ausgewählt werden? Kann man überhaupt bei 9- oder 10-jährigen einigermaßen zielsicher aus 100 die 2 aussuchen, die es mal "bringen"? Ich habe nun schon sehr viele "Ausgewählte" gesehen, die bald nicht mehr "ausgewählt" wurden, wogegen andere plötzlich doch dazugehörten, obwohl zwichenzeitlich zurückgesetzt, nicht wie jene gefördert. Ist es dann nicht alles ein bloßer Zirkus der Anmaßung unter falschem Namen? ollte man nicht gleich ehrlich sagen: Wir wählen die aus, die unserer Ansicht nach für unsere Stp-/LZ-Teams aktuell am meisten Leistung und so uns erstmal etwas Ruhm und Ehre zu bringen versprechen. Gründe, Kriterien: unsere ubjektiven Eindrücke, nicht mehr. Das klänge für mich ehrlicher u. bescheidener, würde auch offener wirken statt nach "master of the universe". Freilich gäbe es dann mehr Raum für Diskussionen, für Zweifel, Wechsel....


    PS: Beispiel ist der, der erst mit 8 in den Verein kommt, trainiert wird. Wie könnte der an Cleverness usw. mit 10 gegen einen mithalten, der mit 3 begann? Mit 14 und gutem Training könnte er aber sehr wohl weiter sein; dies zu beurteilen ist aber der spekulative Anpruch der Sichter, die die fördern wollen, aus denen mal etwas werden könne, Talente eben. Gibt man sich reell Mühe, seinem Anpruch gerecht zu werden, wenn man nur ein bisschen rumsichtet, ohne genauer sagen zu können, um was es geht?

    Also ich kenne den Sparkassencup so, dass die Vereine Teams melden, die Talente vorher auswählen, viele Spieler außen vor bleiben. Ganze Teams bleiben dem Cup fern, da Trainer paralleles Sichten/Kontaktieren durch die LZ so abblocken wollen z.B. Die Sichter selbst kommunizieren intensiv mit Vereinstrainern, haben längst ihre Vorauswahl im Kopf, schauen viele Spiele gar nicht wirklich an. Es ist letztlich gut so: wenn ein Spieler grad einen schlechten Tag hat, wäre er sonst sofort draußen. Dass ist doch der Blödsinn bei der ganzen Veranstaltung. Schade nur für die, die von vornherein nicht im Raster sind, die z.B. als Torwart gar nichts zu halten bekommen, vom Trainer auf die Bank o. falche Position gesetzt werden (aus welch Gründen auch immer, z.B. als kleine Rache an Eltern). Ich kenne viele Fälle, da wurde Spielern gar vereinsseitig die Teilnahme verboten. Die vom NFV angedrohten Strafen bleiben ein Märchen, in all diesen Fällen gab es meines Wissens nie eine Gegenmaßnahme. Ist es bei euch so ganz anders?


    Mir ging es jedoch eher um die reelle Chancengleichheit für alle Kinder in ihren - nicht immer wie nicht von jedem sogleich sichtbaren - Talenten. Die einen nehmen eben den beagten 1:1-Egoshooter trotz fehlendem Teamgeist im Glauben, ihm den vermitteln zu können, die anderen vielleicht nicht. Da herrscht ohne klare Kriterien Willkür. Generell aber wird weit mehr nach aktueller Leistung, Physis, Robustheit im Zweikampf o.ä. ausgewählt statt wirklich nach Fußballalter/-Biografie, Talent, Teamgeist bzw. Spiel-Intelligenz als wie im Potential. Mit Glaskugel hat das wenig zu tun, da meiste wäre genau recherchierbar, so man wollte. Die meisten Sichter wissen gar nicht mal, was ihre Kriterien ist, wenn man sie genauer fragt: Sie "drucksen" nur rum! (Beispiel einer Antwort nach Kriterien: Ein Torwart, der weite Abstöße macht, den nehmen wir nicht - ob der Trainer dies fordert o. lehrte, ob es situativ angemessen ist, wieso dann sogar Nationalkeeper gerade für weite Abstöße - etwa als mitspielender Torwart - gelobt werden, wenn sie ankommen - alles kein Thema mehr). Konfrontiert man sie also mit Fußballalter, sensibel-peripherem Wahrnehmen als Basis für kollektive Kreativität, Formkrisen in Folge von Wachstum,familiären o. schulischen Problemen etc., Priorität der Kontaktzeit als Indiz für die Befähigung zum Teamplay usw., haben sie plötzlich keine Zeit mehr zum Reden... Daher habe ich das hier mal thematisiert.

    Aktuell finden vorm Sommer wieder überall Auswahlturniere, Sichtungen, Talent-Tage statt. Was aber soll nun Talent sein: eher das (innere, daher meist grad unsichtbare u. nur erahnbare) Potential des Spielers o. die aktuell sofort für die jeweiligen Trainer nützliche, äußerlich sichtbare Leistungsstärke? Ich habe z.B. - freundschaftlich, da wir uns lange kennen - einen auswählenden Trainer beim Talentsichten darauf hingewiesen, dass der Unterschied zwischen den (parallel laufenden drei) Trainings seines (LZ-)Vereins u. dem im Heimverein meines Sohnes wie Tag und Nacht sei. Anlass war seine durchaus richtige, knappe Beurteilung: mein Sohn sei vielen in einem Jahrgang körperlich überlegen, aber habe einige leichte technische Mängel, konnte - gegen das jahrgangsältere aktuelle LZ-Team! - da nicht ganz mithalten, sei auch etwas zu schüchtern gewesen... Ich habe da nur gefragt, ob es nicht entscheidend wäre, inwieweit er fit und gleichwertig sei z.B. nach einem halben Jahr Mittrainieren im Team seines Jahrgangs, wo im LZ erkennbar kein Leerlauf herrschte, keiner ständig Blödsinn machte, keine viertelstündigen Vorträge (vor allem negativ nach Niederlagen) von Trainern, keine monoton anstehen lassende Bolzübungen, kein bloß Rumstehen in der Abwehr wie uns üblich zu sein schienen. Eine Antwort erhielt ich bisher leider nicht, doch für mich isst klar: wer seit Jahren schon unter qualitativ besten Trainern u. Bedingungen Fußball erlernt, ist logisch aktuell stärker, doch kommt es zuerst darauf an, nicht, wohin Kinder sich in 1 oder 2 Jahren entwickeln könnten o. dürften?
    Ähnlich wird die fehlende Chancengleichheit bei der Stp-Auswahl ausgeblendet. Da drin stehen z.B. 5 Spieler des besten Teams ringsum, aus einem Nest ähnlich unserem. Der Trainer ist sehr motiviert, engagiert u. qualifiziert, wogegen es bei uns mit dem ganzen, eigentlich mal gleichwertigen Team schon länger eher bergab geht. Sind nun unsere Spieler weniger talentiert, einfach nur schwächer/schlechter? Wird beim "Talentsichten" zur Auswahl nicht eigentlich zuert der Heimtrainer, sein Können mit gesichtet? Aus anderen, viel schwächer datehenden Teams aus jenem Dorf kommen nämlich auch fast keine Spieler - kommt da nicht eher die hervorragende Ausbildungsleistung dieses Trainers denn "Talent" in die Auswahl, die dann weniger mit den Spielern denn Heimtrainern zu tun hätte (zwecks Siegen gegen andere Stützpunkt-Teams statt Förderung der besten Talente)? Wären unsere Spieler bei ihm, stünden sie u.U. auch drin, so nicht. Kriterien wie "Fußballalter" habe ich auch noch nie angewendet gesehen. Im Team meines anderen Sohnes ist auch ein megastarker Spieler, doch flog der aus der Auswahl, da er zu eigensinnig sei. Grund: der Heimtrainer fordert (zweck Sieg) ständig Alleingänge, ist er an der Mittellinie, wird schon geschrien: "Abschluss!!!". Klar, dass der junge Spieler auf seinen Trainer hört, so beim Sichten etwas eigensinnig spielt, oder? Der Grund findet keine Berückichtigung, es scheint nur aufs Ergebnis anzukommen - wo es doch seitens DFB immer heißt, das solle so auss "Respekt" nie sein, die Entwicklung der Talente zähle zuerst....

    Jeder hat ja sein privates Kreuz zu tragen, aber mir geht's um System: fast alle Eltern wissen gar nicht, dass man so was wie eine Freigabezusicherung bräuchte. Den Preis für dies Unwissen bezahlen dann aber oft (wo kein Erwachssener zahlen will/kann) die Kinder, nicht die Eltern, Trainer, Vorstände - ein für mich übles Beispiel von Sippenhaft durch die Verbände (oder?) statt faires Individualrecht. Alle Rede von Fairness im KiFu bliebe da nachrangig: zuerst das Wohl der "Vereine" (also weniger Erwachsener an der Spitze), dann der Kinder - eine Verkehrung der Lebenswerte! Kinder als Menschen zweiter Klasse, die selbst nichts verbrochen o. verschuldet haben, müssen für Vereine bluten, Strafen absitzen, ihnen wird ein Schaden angehängt, der absurd ist: Ich als Trainer war jedem Kind dankbar, dass ich es trainieren dürfte, von seiner Freude und einem Lebensélan ein kleine Stück miterleben dürfte! Bin ich allein damit? Wer meint, er gebe Kindern mehr, als sie ihm, der hat nichts vertanden, aber sicher: das sind die meisten! Ohne dies in unserer Kultur ganz verlorene Gefühl, sich aufopfern zu müssen statt sich aufopfern zu dürfen (da man mehr empfängt als sendet), ohne "Sendungbewusstsein" (das die Sender wichtig machen soll) gäbe es fast gar keine Trainer u. Eltern mehr! Und so gibt es im KiFu viel zu viele, denen es zuerst nicht wirklich um den Fußball bzw. KiFu, sondern anderes geht: Ruhm, Geld, Ehrgeiz, Ego...


    Klar, wäre dies nicht möglich, wäre wohl nur ein Trainer von 10 noch Trainer, da stimme ich dir voll zu: viele Kinder - zumal schwächere - hätten wieder nur noch Wiesen- u. Straßenfußball - vielleicht gar nicht das Schlechteste...Ein Führungszeugnis wäre nur ein kleiner, formaler Schritt, aber zumindest ein Zeichen. Ergänzt werden muss es durch mehr Verständnis, Bewusstsein, Hinsehen für Kinder!

    Also wirklich, es gibt doch schon wenig genug Eltern im Lande, willst du auch noch den letzten das Leben weiter erschweren, sie so vorm Kinderzeugen abschrecken?! Damit musst du dann in die Politik gehen - und kannst hoffentlich nur scheitern, da du das System Staat kontrollierend noch mehr über das der Familie stellen willst: brave new world? Im KiFu geht es darum, dass man z.T. praktisch wildfremden Menschen seine Kinder überlassen muss bzw. soll - und Menschen bekanntlich nur zum äußerlichen Schein alle Engel sind.


    Es geht hier um Status-Hierarchien: Kind – Eltern – Trainer – Verein – wessen Wohl und Nutzen steht obenan? Wer soll also wem dienen? Aktuell dominiert der Vereinsvorstand da Geschehen z.T. total, wo Wahlen auf der HV im kleinen Kreis stattfinden u. ausgekungelt werden. Er etzt dann Trainer ein, die mit Eltern z.T. noch vernünftig reden, wogegen Kinder nur nach ihrer Pfeife tanzen sollen/müssen. Diese Hierarchie müsste eigentlich genau anderssherum sein: der Verein und Trainer sollten den Mitgliedern, den Kindern zuerst, dienen, Eltern als erste Kindervertreter entlasten.


    Es herrscht in Deutschland einfach "verkehrte Welt", in der Kinder stets ganz unten stehen. Wer einer Schwangeren in den Bauch tritt, so dass ihr Kind stirbt, begeht juristisch eine Sachbeschädigung, da gibt es Urteile drüber, die genau zeigen, wo Kinder bei uns stehen... Der Fußball macht da aktuell keine Ausnahme, im Gegenteil: der Zugriff von "Interessen" auf Kinder, ihre Talente wird stärker, Eltern sollen geschwächt werden, damit die Pläne besser aufgehen. Oder glaubt irgendwer, dass Sperren für Kinder, wo Erwachsene sich streiten, uneins sind, den Kindern nützen? Nein, ihre Seele wird ganz absichtsvoll beschädigt, d.h. Eltern mit dieser Aussicht genötigt, sich systemkonform zu verhalten, d.h. trotz Misständen, falschen Versprechen oder Exzessen das Kind je die Saison/Wechselfrist durchzuhalten - ab 12 Jahre wird Geld fällig für die Freiheit des Kindes, mitspielen zu dürfen. Profis hingegen wird viel mehr Freiheit eingeräumt, denn da geht es ums Geld, um mächtigere "Interessen" als die einfacher Eltern.
    Also: Gewisse Beschädigungen kindlicher Seelen sind gestattet, es kommt nur darauf an, wem sie nützen. Eigentlich ein Fall für den europäischen Menschenrechtshof! Den will ich auch demnächst diesbezüglich zur Verteidigung der Menschenrechte von Kindern auf ihre Freiheit einschalten, suche aber noch entsprechend engagierte Fachanwälte, damit die Sache auch Erfolg habe - schwierig! Man muss so mobil machen, nur diese Sprache verstehen korrumpierend materiell fixierten Gesellschaftssysteme von heute, und der Fußball ist da keine Ausnahme, leider ;)


    PS: Psychische Gewalt per Erniedrigung o. Entwürdigung kann viel nachhaltiger negative Folgen für Kinder haben als sexuelle: da noch subtiler u. schwerer aufzuarbeiten. Leider wird nur auf letztere fokussiert und der Rest (gegen den auch kein Führungszeugnis hilft, da rein seelische Gewalt o. Demütigungen ja erlaubt sind, nicht erfasst werden!!!!) ignoriert. Doch wer hinschaut, sieht - ohnmächtig - eine Menge davon, und wahrlich nicht nur Diskriminierung über 2 Minuten Spielzeit!