Das ist bloß theoretischer Kram. Du hast Dein Wissen nur aus Büchern. Das nützt in der E-Jugend nichts mehr.
Bücher, das wahre Teufelszeug der Zivilisation
In der Tat sind Wahrnehmungen o. Theorien oft von Meinung und subjektiver Ansicht geprägt. Da liegt ja das Grundproblem zwischenmenschlicher Kommunikation. Wie direkt du den JL über die richtige KiFu-Gesinnung belehrt hast, bist du nun zum Abschuss frei, im Hintergrund hat man alles ja wohl schon vorbreitet bzw. ausgekungelt, die Reihen geschlossen; so funktioniert Verein im schlechten eben oft, allein kann man das nie verändern.
Inhaltlich: Der Ersatzmann hat im Prinzip "auch" Recht, nicht nur du. Es ist ein sportlicher Wettbewerb, auch Kinder laufen u. kämpfen begeistert mit voller Energie: weil sie gewinnen wollen! Das macht im Sport jedem Aktiven, jedem Trainer, jedem Fan am meisten Spaß, auch Kindern! Nur sehen die es nicht ganz so verbissen wie viele Erwachsene, ist ihnen Freundschaft noch wichtiger: grad gestern wählte ein Kind bim Training wieder nur seine Freunde als Team, das dann trotz 2 Spielern mehr (worüber das andere Team lang wild protstierte, dass ich so die offenbare Unterlegenheit des ersten Teams auszugleichen suchte) 3:9 verlor. Und die Doppelgesichtigkeit des KiFu sollten Trainer respektieren, da es eben um den Spaß am sozialen Beisammen (ohne Erwachsenen-bestimmte Hierarchien) UND beim Gewinnen geht. Versuche, es euch gemeinsam bewusst zu machen, dass man KiFu nicht einseitig verklären sollte. Was wichtiger sei? Je jünger die Gleichbehandlung, dann mit zunehmenden Alter die Fairness gegen die Leistung in Können wie Wollen. Oder?
Mehr als eine Koop mit dem Ersatz dürfte für dich auch kaum mehr drin sein, gar nicht "so" übel, falls dann die beiden Prinzipien zum Ausgleich fänden, denn ab der E beginnen Kinder wie Eltern nun mal leistungs- o. erfolgsorientierter zu ticken. Daher hat auch der JL nicht nur Unrecht, sonst wandern Leistungsträger urplötzlich ab, das kann er nicht vertreten, wenn später die BL das Maß sein soll... Die Info, die ich nicht fand: ist dein Kind in der Leistung eher oben o. unten (erklärt nun mal oft die Gestalt der Moral bzgl Leistung/Erfolg), bist ja kein reiner Trainer, parallel Elternteil? Was mir aufstößt: es ist auch das Team deines Kindes, tritt du zurück, wenn es für dich nicht geht, aber es ist zuerst Wahl des Kindes, nicht gekränkte Eitelkeit vom Extrainer darf Maß werden. Also: Zögere u. betreibe nicht einen Wechsel deines Kindes, wenn es gar kein Problem hat! Ich drück dir u. ihm die Daumen!!!
ps: Noch entscheidend für mich: Kids lernen Fußball vor allem im guten Training, im Punktspiel rufen sie eher ab, gewinnen mehr Selbstsicherheit, wenn Pässe gelingen, Zweikämpfe gewonnen werden, andere Kids ihnen auf die Schulter klopfen etc. Für Schwächere o. Neue kann viel Spielzeit kontraproduktiv werden: wenn andere - ihre peer group - offen o. versteckt meinen, deswegen zu verlieren: da können Kids brutal ehrlich urteilen, ihr Interesse verfolgen (außer in einem Klima der Angst, wo ehrliche Urteile verboten werden). Überforderung, unterschwellig unguter Teamgeist etc könnten folgen. Konzentriere dich auf ihr Training, Tipps, so hilft man ihnen uU mehr o. über Testspiele gegen schwächere Gegner etc)