Beiträge von Keller-Kicker

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    Da hätte ich mir gewünscht, dass du dich gegen den behämmerten JL durchsetzt. So, wie der agiert, ist er doch bald Geschichte. Du bist in er Position, in der du dich durchsetzen kannst.


    Na ja, in der Position ist man als Fußvolk-Trainer ja kaum, der JL kann wen entlassen, bei uns sogar ein Trainerkollege den anderen (bei Duldung durch den JL, indem er nicht eingreift):
    "...In den letzten Wochen hat sich gezeigt, daß die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen x und mir nicht gut funktioniert. Insbesondere zur Ausgestaltung des Teamkonzepts (alle Spieler des Jahrgangs in einer Mannschaft und Aufteilung in Teams für die Punkstpielrunden) liegen unsere Vorstellungen zu weit auseinander. Dazu hatten wir beide heute ein gutes Gespräch mit unserem Jugendobmann y. Da auch hier leider keine Annäherung zu erzielen war, habe ich im Interesse der Mannschaft entschieden, die Zusammenarbeit mit x zu beenden.
    Diese Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht, weil x diese Aufgabe mit viel Engagement angegangen ist. Aber eine Fortführung der gemeinsamen Arbeit wäre für uns als Trainer eine zu große Belastung geworden. Und für die Spieler ist es wichtig, daß das Trainerteam eine einheitliche Ausrichtung hat...."


    Der Kollege hatte übrigens einen jahrzehntelangen Lizenztrainer (aus einem der örtlichen LZ) für das Experiment gewinnen können, zu versuchen, aus dem Team der untersten Klassen etwas mehr zu machen. Der ihn nun entlassende Trainer (selbst kein Fußballer) lehnte jede Koop mit jenen Trainer ab, da es nur um Freizeitspaß statt Leistungsfördrung o. (Lern-)Erfolg der Kinder gehen solle. Kinderfußball im Verein - da ist eben alles drin, immer nur "im Interesse der Kinder", wie es abschließend hieß! (Der Vorstand übrigens meinte auch: Hör mir auf mit Lizenztrainern, das sagt gar nichts, interessiert mich nicht etc) Wie sehen andere diese Trainerentlassung, würde mich nur mal unter uns interessieren: ist es nicht so, dass unter solch JL ein Klima der Angst vorherrschen muss, weshalb dann immer alles beim Alten bleibt, sich keiner traut, was offenzu sagen, Neues zu riskieren o. nach Qualität zu fragen? Ist das Absägen echt so leicht o. kann man was tun?

    Sohn, der fast eine halbe Stunde in meinem Arm geweint hat.


    Dann die anderen Kinder, die teilweise ebenfalls geweint haben.


    Vielen Dank Herr Jugendleiter!


    Sohn, der fast eine halbe Stunde in meinem Arm geweint hat.


    Dann die anderen Kinder, die teilweise ebenfalls geweint haben.


    Vielen Dank Herr Jugendleiter!


    Ja, es geht immer zulasten der Kinder, die in ihrem! Fußball kaum mal wer zuerst sieht u. recht beachtet. Dennoch verstehe ich nicht: wieso die Ausschließlichkeit: Leistungsgerechtigkeit ODER Gleichbehandlung, die doch zT absurd ist: man stelle sich vor, im Laufverein müssten alle immer gleich weit und schnell laufen, die Laufstarken würden ständig ausgbremst, die Laufschwachen überfordert. Ist da nicht Ausgleich besser? Fußball ist ja zB Laufsport 8o
    Und wieso du zurückgetreten bist? Ok, dein Akku war leer wg der Querelen, versteh ich voll! Aber was, wenn du einfach weiter gmacht hättest. Dann hätte der JL schon mal nicht im Nachhinein ableugnen können. Einfach aussitzen, weiter trainieren, die Pässe behalten, bei Punktspielen den Trainer machen - da hätt ich dies JL-Ekel gern mal gesehen! ;)
    Aber ok, dann hätte man wohl echt nicht mehr schlafen können. Die Kids tun mir echt leid u. ihr Leid dürfte weiter gehen, wenn alles ist, wie du schreibst X(

    Sohn, der fast eine halbe Stunde in meinem Arm geweint hat.


    Dann die anderen Kinder, die teilweise ebenfalls geweint haben.


    Vielen Dank Herr Jugendleiter!


    Ja, es geht immer zulasten der Kinder, die in ihrem! Fußball kaum mal wer zuerst sieht u. recht beachtet. Dennoch verstehe ich nicht: wieso die Ausschließlichkeit: Leistungsgerechtigkeit ODER Gleichbehandlung, die doch zT absurd ist: man stelle sich vor, im Laufverein müssten alle immer gleich weit und schnell laufen, die Laufstarken würden ständig ausgbremst, die Laufschwachen überfordert. Ist da nicht Ausgleich besser? Fußball ist ja zB Laufsport 8o
    Und wieso du zurückgetreten bist? Ok, dein Akku war leer wg der Querelen, versteh ich voll! Aber was, wenn du einfach weiter gmacht hättest. Dann hätte der JL schon mal nicht im Nachhinein ableugnen können. Einfach aussitzen, weiter trainieren, die Pässe behalten, bei Punktspielen den Trainer machen - da hätt ich dies JL-Ekel gern mal gesehen! ;)
    Aber ok, dann hätte man wohl echt nicht mehr schlafen können. Die Kids tun mir echt leid u. ihr Leid dürfte weiter gehen, wenn alles ist, wie du schreibst X(

    F1 ca 4 Spieler,keinen Trainer darum bei Micha in der E mittrainieren, die F2 ca 20 Spieler, von denen deren Trainer aber keinen in die F1 abgeben will..
    der sogenannte JL will oder kann das Problem ja offensichtlich nicht angehen bzw. lösen.


    soviel zu seiner Funktion als JL.offensichtlich geht es ihm ausschliesslich um eigenes Interesse.


    Ok, das klingt echt ungut! Ich wollte Micha nur im Interesse seines Kindes empfehlen, sich zu arrangieren u. Verständnis zu zeigen: über seinen Ego-schatten zu springen, da es der JL offenbar nicht kann. Und ich gestehe auch, dass die leuchtenden Augen aller! Kinder, wenn sie dank mehr Einsatz derer, die mehr fürs Team leisten können u. wollen, für mich das A und O am KiFu sind. Bei unserem letzten 2:1-Sieg bettelten grad Schwächere laut, dass ich den Stärksten wieder hinten bringe, den ich fair die letzten 10 Minuten auch rausholte, damit jene auch mitspielen könnten. Aber sie wollten lieber raus u. gewinnen.
    Wir denken oft, unsere faire Gleichbehandlungsfantasie sei super, aber Kinder als Aktive sehen es offenbar anders, wollen zuerst, dass ihr Team gewinnt, dann "ihre" Zeit (als Ego, das sie eben noch viel natürlicher zurückstellen hinters Wohl ihres Teams) mitzuspielen! Dies fordern nur immer gern ihre Eltern! Die soziale Einstellung der Kids finde ich fördernswert u. Fußball-Lernen passiert eh mehr im Training... Was nicht geht, ist aber, dass leistungs- o. einsatzstarke Kinder diskriminiert werden, da ein Trainer sein Kind protegieren, seine Lieblinge bzw. Kinder seiner Kumpels privilegieren will. Das habe ich über Jahre erlebt u. gegen so kinderfeindliche Obrigkeitspolitik bin ich entschieden... Ergebnis: just das protegierte Kind wechselt ins LZ, das Team aller zerbrach!

    Zitat von »Kicker«



    Trainer, der nur über Anpassung weiter tätig bleiben kann, oder? Ich hab mich selbst immer zu wenig angepasst, da mir tierisch aufstieß, wie man mit Kindern umging: daher notorisch verloren - hat mir meine Frau so erklärt. (Aber wer kann schon aus seiner Haut, ohne gleich "tierisch angefasst" aus ihr zu fahren?)


    Daher sehe ich diese Situation auch positiv: Ich bin mir meiner "Fehler" (nicht aktiv Fußball gespielt, ich lebe und liebe Kifu, ich agiere lieber, ich frage kritisch etc.) durchaus bewußt und werde in Zukunft in vergleichbaren Situationen anders handeln können. Das heißt nicht, dass ich mich verbiegen werde, aber ich werde mehr Kompromisse suchen, Eltern und Trainerkollegen vorsichtiger zum Kifu hinführen etc. [/quote]


    Richtig! Ansonsten kann ich anderen Ratgebern nicht recht folgen: der JL will dich nicht komplett rausekeln/boxen, sondern weiter integrieren (wenn auch über Arbeit statt Macht) - immerhin, du bleibst wer, der eine Stimme hat, sein Gesicht wahren kann. Ich würde den Wir-Gedanken betonen, nicht polarisieren (dass der JL kein KiFu-Freund sei). Die Jungs werden älter, langsam sollten sie lernen, dass im Sport Leistung und Erfolg ein Faktor sind, nicht alles nur Spaß, auch wenn man verliert. Denn in jeder Herrenmannschaft gibt es dann Zank und Stress, in vielen älteren Jugendteams auch: die Stärksten und die, die mehr wollen, gehen dann, das Team zerbricht mangels Masse. Natürlich sind die Machenschaften der Vereinsmeierei oft kontraproduktiv, aber Streit in der Sache - Erfolg/Leistung vs Spaß(Freizeit für alle - ist im Fußball das Normalste der Welt, ebenso die "Obrigkeit" eines JL: er hat die Verantwortung für die Abteilung, wenn er einen Trainer für nicht (mehr) geeignet hält, muss er ihn entlassen. Die Frage ist dann nur: ist das in der Sache gerechtfertigt oder wie... Das will ich aus der Ferne nicht beurteilen, aber: wenn Teamleader mir Weggang drohen, dann muss er sich doch entscheiden: die halten o. auf schwächere Teams ohne sie: "just fun" setzen. Welcher Sportler würde Letzteres tun? Leistungsgerechtigkeit und Chancengleichheit gehen einher, da sind sich praktisch alle Pädagogen einig: bloße Gleichmacherei (alle gleichviel vom Kuchen, egal, was sie fürs Team leisten, ob sie stören, es können bzw. wollen o. nicht...) kann nicht der Weisheit letzter Schluss bzgl. KiFu sein, meine ich: die Medailie hat 2 Seiten. Vorsicht ist hier angebracht, in beide Richtungen/Pole (je nach Alter)!

    im Fall Micha liegst du falsch, hier ging es letzendendlich nicht um sachliche Fragen (BL-Qualifation) sondern rein persönliches Interesse und Retourkutsche


    Letzteres hatte ich ja als einen Aspekt auch zugestanden, aber wäre ich dort JL, hätte ich als tragendes Motiv den BL-Anspruch u. würde uU ähnlich handeln, falls Micha real so stur wäre, wie der JL offenbar meint u. behauptet. Aber alles bleibt spekulativ, da man eben nie genau weiß, was hinter den Kulissen abläuft, oft viel mehr, als man sich vorstellt. Ich wollte zB mal als Vorstand bei einer HV kandidieren, etwas Demokratie reinbringen, wo es dank fehlender Alternativen durch Gegenkandidaten immer beim Alten blieb. Nach etlichen einschüchternden Drohungen u. vielen schlaflosen Nächten aber zog ich mich resignierend zurück: wozu ehrenamtlich viel opfern, wenn man statt irgendwie Dank o. auch nur Fairplay zu erfahren nur fertig gemacht wird (freilich nur 4 o. 6 verschworene Leute, aber wenn man erstmal allein dasteht, neu ist: no chance!)? Also kann ich Micha's Lage gut nachvollziehen, wollte ihm dennoch nicht einfach nur zustimmen, da er davon im Konflikt wenig hätte: ein JL steht nun mal überm Trainer, der nur über Anpassung weiter tätig bleiben kann, oder? Ich hab mich selbst immer zu wenig angepasst, da mir tierisch aufstieß, wie man mit Kindern umging: daher notorisch verloren - hat mir meine Frau so erklärt. (Aber wer kann schon aus seiner Haut, ohne gleich "tierisch angefasst" aus ihr zu fahren?)

    @gg:Wie das, wenn, nur so, dass generell mehr Tore fallen, statt dass unsrerseits gemauert wird. Jedes Tor aber sorgt bei Kids für Jubel. Nur ein guter u. frustrationsresistenter TW gehört dazu: er bekommt viel zu tun, sprich: lernt viel, kriegt aber auch schon mal wie letztes WE sieben Tore rein. Aber er war trotzdem gut u. kriegt das vermittelt. ( Micha: war zu erwarten, der JL hatte Eigeninteresse, aber wie gesagt: wenn BL der Anspruch ist u. die Besten schon wechseln wollten, musste er handeln, nimm's nicht persönlich, lass deinem Kind sein Team u. gut ist's! Was immer der Mist ist: Auto- statt Demokratie, top down! Wieso lässt man nie das Team mitreden, mit entscheiden: Kinder wie Eltern, wenn doch alle immer den Teamgeist beschwören?! Hättest du dann da verloren, wäre es fairplay. Ich glaub, man wäre dem JL gefolgt, aber er hätte dir eine Chance gelassen!)

    du läßt den oder die Schwächeren zuerst spielen und zwar als Stürmer. Dort sind sie motiviert


    Umgekehrt wird ein Schuh draus: da es wesentlich einfacher ist, defensiv einen Zweikampf o. Ball zu gewinnen, sollte man schwächere Kinder dort einsetzen, will man sie motivieren. Natürlich ergebnistechnisch riskanter, aber in der Offensive hängen sie in der Regel überfordert in der Luft, könnten höchstens bolzen o. abstauben, aber fußballerisch nichts, keine Bälle o. Duelle gewinnen. Lieber verlieren, aber mehr ins Fieber des Mitspielens kommen und über mehr Fehler in Action was lernen statt sie im Offensiven zu verstecken, wo man aggressiv zum Ball gehen muss, der defensiv eher mal zum Kind kommt: schups, Ball gewonnen statt wieder vorn das Zuspiel verpasst (dies Wegloben nach vorn fördert zudem Neid, da dort alle Guten mit Ansprüchen hin wollen), finde ich. Also bei mir spielen die Ungübteren hinten, die Geübten vorn, so entwickeln sich alle Kinder besser u. sind zufrieden, kriegen mehr Ballkontakte und sind drin im Teamplay.

    Viele haben sicher auch schon von der Bingener "Ailton-Gebühr" gelesen. Hielt's erst fürn satirischen PR-Gag, aber ist wohl echt was dran, oder: wird nicht bezahlt, spielt er nicht? Unglaublich, welch Blüten die Dominanz des Geldes im Fußball mittlerweile treibt, sind wir im Dschungelcamp gelandet?! Wann wacht man endlich auf u. kommt wieder mehr sportlicher Geist zum Tragen? Was denken da andere?

    Das ist bloß theoretischer Kram. Du hast Dein Wissen nur aus Büchern. Das nützt in der E-Jugend nichts mehr.


    Bücher, das wahre Teufelszeug der Zivilisation ;) In der Tat sind Wahrnehmungen o. Theorien oft von Meinung und subjektiver Ansicht geprägt. Da liegt ja das Grundproblem zwischenmenschlicher Kommunikation. Wie direkt du den JL über die richtige KiFu-Gesinnung belehrt hast, bist du nun zum Abschuss frei, im Hintergrund hat man alles ja wohl schon vorbreitet bzw. ausgekungelt, die Reihen geschlossen; so funktioniert Verein im schlechten eben oft, allein kann man das nie verändern.


    Inhaltlich: Der Ersatzmann hat im Prinzip "auch" Recht, nicht nur du. Es ist ein sportlicher Wettbewerb, auch Kinder laufen u. kämpfen begeistert mit voller Energie: weil sie gewinnen wollen! Das macht im Sport jedem Aktiven, jedem Trainer, jedem Fan am meisten Spaß, auch Kindern! Nur sehen die es nicht ganz so verbissen wie viele Erwachsene, ist ihnen Freundschaft noch wichtiger: grad gestern wählte ein Kind bim Training wieder nur seine Freunde als Team, das dann trotz 2 Spielern mehr (worüber das andere Team lang wild protstierte, dass ich so die offenbare Unterlegenheit des ersten Teams auszugleichen suchte) 3:9 verlor. Und die Doppelgesichtigkeit des KiFu sollten Trainer respektieren, da es eben um den Spaß am sozialen Beisammen (ohne Erwachsenen-bestimmte Hierarchien) UND beim Gewinnen geht. Versuche, es euch gemeinsam bewusst zu machen, dass man KiFu nicht einseitig verklären sollte. Was wichtiger sei? Je jünger die Gleichbehandlung, dann mit zunehmenden Alter die Fairness gegen die Leistung in Können wie Wollen. Oder?


    Mehr als eine Koop mit dem Ersatz dürfte für dich auch kaum mehr drin sein, gar nicht "so" übel, falls dann die beiden Prinzipien zum Ausgleich fänden, denn ab der E beginnen Kinder wie Eltern nun mal leistungs- o. erfolgsorientierter zu ticken. Daher hat auch der JL nicht nur Unrecht, sonst wandern Leistungsträger urplötzlich ab, das kann er nicht vertreten, wenn später die BL das Maß sein soll... Die Info, die ich nicht fand: ist dein Kind in der Leistung eher oben o. unten (erklärt nun mal oft die Gestalt der Moral bzgl Leistung/Erfolg), bist ja kein reiner Trainer, parallel Elternteil? Was mir aufstößt: es ist auch das Team deines Kindes, tritt du zurück, wenn es für dich nicht geht, aber es ist zuerst Wahl des Kindes, nicht gekränkte Eitelkeit vom Extrainer darf Maß werden. Also: Zögere u. betreibe nicht einen Wechsel deines Kindes, wenn es gar kein Problem hat! Ich drück dir u. ihm die Daumen!!!


    ps: Noch entscheidend für mich: Kids lernen Fußball vor allem im guten Training, im Punktspiel rufen sie eher ab, gewinnen mehr Selbstsicherheit, wenn Pässe gelingen, Zweikämpfe gewonnen werden, andere Kids ihnen auf die Schulter klopfen etc. Für Schwächere o. Neue kann viel Spielzeit kontraproduktiv werden: wenn andere - ihre peer group - offen o. versteckt meinen, deswegen zu verlieren: da können Kids brutal ehrlich urteilen, ihr Interesse verfolgen (außer in einem Klima der Angst, wo ehrliche Urteile verboten werden). Überforderung, unterschwellig unguter Teamgeist etc könnten folgen. Konzentriere dich auf ihr Training, Tipps, so hilft man ihnen uU mehr o. über Testspiele gegen schwächere Gegner etc)

    Hausmacht


    Danke, da hast du völlig Recht, Geduld haben, wenn's auch schwer fällt, aber über die Geduld das Anliegen nicht vergessen, so wie es einst vielen 68zigern bei ihrem Marsch durch die Institutionen ging - da man sich eben doch am liebsten bald zur Ruhe setzt statt den Marathonmann zu geben ;) Das raubt erstmal die souveräne Art. Es ist ja so, dass Kinder merken, wenn man nicht die eigene Linie verfolgt/-en kann, sondern herumeiert - am Gängelband: dann wittern sie die Chance auf mal ein kleines Grenzen-austesten u. das wirkt schnell ansteckend. Das ist ein Problem auch beim "gemeinsamen" Training zweier Mannschaften (ich trainiere die Jungs des anderen Trainers oft mit): die wissen schnell genau, wer da u. ihnen was sagen kann, was auch Konsequenzen (Aufstellung vor allem: wo u. wie lange) hätte: und "sich auflehnen" ist ja eigentlich eine menschliche Grundtugend, nur leider für 1en Trainer Mist, der 20 Jung-Revoluzzern gegenüber steht :wacko:

    die Interessen des Trainers, der Kinder und deren Eltern in Einklang bringen


    Die Königsdiziplin, nur dass es eben auch noch 2 Trainer geben, der, bei dem das Besagte versäumt wurde, noch dasein kann und nun, wenn sein Kapitän der ist, der am meisten stört, aber unantastbar (ist ja immr gern das eigene Kind)...? Gleich sich zoffen o. alles so laufen lassen???

    Vor ein paar Tagen wollte ich unseren Jungs eine simple D-Jugend-Taktik erklären: nach vorn breit, nach hinten eng - beginnend beim gegnerischen TW-Abstoß, indem alle aus der Defensive beweglich bis zur Mitte aufrücken statt noch schnell das bisher üble Schwätzchen untereinander zu halten. Die Taktik hatten wir auch oft in Herrenteams gespielt, Jahre her. - Nun fuhr mein Kollege dazwischen, dass es beim Abstoß nach Toraus kein Abseits gäbe, die Taktik also Unsinn sei. Die Kinder schauten verwirrt zwischen uns hin u her, ich ruderte zurück, entschuldigte mich aus Unsicherheit für den Fehler. Ich fragte am Abend einen Schieri aus meiner Ü40 u. der meinte, die Regel gäbe es nicht, klar sei das Abseits u. die Taktik durchführbar. Nun sprach ich den Trainersohn an, der auch Co u. Jungschieri ist, er meinte wieder, es hätte sich vor 15 Jahren geändert und mein Ü40-Kollege sei wohl etwas zu alt... Der hatte mir zugesagt, dass man ihn auch anrufen könne, aber das mochte der Jungschieri nicht, da die Regeln klar seien Ja, Kruzitürken, nur mir sind sie nun echt nicht mehr klar: was ist nun richtig? Weiß es wer ganz genau? Danke vorab!

    War nur ein Nebenaspekt. Entscheidend: wenn wie bei uns 3 Trainer der 1.Herren (1KK!) an Erfolg o. Zufriedenheit im Team gemessen werden, je 400 Euro im Monat u. ein Jugendtrainer praktisch nichts (90 Euro im Halbjahr, was nicht mal fürs Benzin reicht) kriegen, dann geht eben fast jeder, der was auf sich o. sich für qualifizierter hält, zu den Herren. Deren Fußball darf was kosten, da trainieren dann mitunter 3 ausgebildete Trainer 10 Spieler u. ich hab allein unausgebildet über 20 Kids, noch ohne Disziplin. Denn KiFu darf nichts kosten. Kann man da Kinder vernünftig trainieren, wird man da Kindern gerecht? Ist's fair gegen sie, dass Herren soviel mehr wert sind? Für die Jugend würd ich mehr Mittel erträumen, aber ist nur Illusion...

    jeder trainer hat doch, auch ohne eigenes kind, seine lieblinge


    Völlig richtig, aber wer gibt das schon so offen zu o. reflektiert es mal? Beim eigenen Kind wird es nur offensichtlicher, dass da wer eine besondere Rolle spielt im Team. Meine Jungs waren leider schon in vielen Teams u. rate mal, mit wem sie sich immer zuerst u. sofort verabreden wollten: dem Trainerkind. Natürlich verzerrt immer vieles den Teamgeist als solchen, aber ist es nicht grad Aufgabe der Trainer, dies zu verhindern? Als Vater steht man sich da nicht zwangsläufig selbst im Weg? Ich fühle das jedenfalls so, bin froh, wenn ich Ersatz finde, obwohl ich es echt gern mache. Nicht dass du das falsch verstehst (habe es auch zu sehr mit dem Thema Qualitätskontrolle vermengt): geht ja nicht gegen irgendwen, nur formal "gegen" die Doppelrolle, inhaltlich aber FÜR die Jugend (dass sie ein wenig mehr das wert werde, was bei Herren selbstverständlich ist: gibt es da wen, der vor allem auf seine Lieblinge setzt, sind seine Tage meist gezählt, da das Team rebelliert, Misserfolg hinterfragt wird etc).


    Da hat mir mein Umfeld eigentlich stets zugestimmt, nur auch gleich gekontert: wäre fairer, andere finden wir aber nicht. Viele JL hier versuchten schon, für jeden Jahrgang einen ausgebildeten u. neutralen "Cheftrainer" zu inthronisieren, wenigstens ab der D, gelungen ist das nur den Leistungszentren, da die dank gesponserten Geldern wie über mögliche Erfolge u. Medienpräsenz Leute honorieren können. Ansonsten gehen ausgebildete Trainer meist zu den Herren (wo man Geld kriegt, dafür aber bald weg ist, wenn man Lieblinge protegiert, dadurch die Harmonie fehlt, man verliert), für die Jugend, gar unterklassige, haut man dann Eltern wie mich an: wir haben sonst keinen, dann müssten wir das Team ganz auflösen etc. - also macht man es eben. Ideal find ich das nicht, jedenfalls auf mich bezogen...

    Jedes Hineinrufen durch Erwachsene lenkt die Aufmerksamkeit vom Platz weg nach außen, vom Kinderteam weg zu Eltern/Trainern. Egal, wie gut u. unterstützend gemeint, kann auch Lob und Bestärkung von außen negativ wirken, Kinder immer mehr daraufhin abhängig machen, dass sie gelobt werden. Zugleich ist das aber nunmal Erziehung: positiv per "Ermutigung" (encourage) dahin lenken, wo etwas gut läuft, Fehler per Fragen o. freundliche Hinweise korrigieren etc. Dennoch mache ich das nach dem Ende, einzige Ausnahme für mich: ein Weckruf, falls alle noch schlafen - das verhindert man aber besser mit rechtem Anschwitzen beim Warmmachen - o. nach dem 0:3 die Köpfe nach unten hängen. Für mich gilt im Fußball als Teamsport: Köpfe frei halten o. "Hirn klein, Herz groß". Impulse von außen müssen aber im Hirn: individuell verarbeitet werden. Wenn es im Team läuft, finde ich es besser, es laufen u. Kindern ihr teamintern soziales Flow-Erleben zu lassen: sogar positive Bestärkung kann letztlich dies stören, aus dem selbstbestimmten Flow reissen (muss aber nicht, wenn Trainer o. Eltern als harmonischer Teil des Teams empfunden werden - doch wer wollte das genau wissen?). Alles aber nur meine Privattheorie gemäß dem Bonmot: in der Ruhe liegt die Kraft...

    finde ich aber gut... Von mir aus darfst Du da gerne weiter machen denn das ist nun mal die Wahrheit


    meine jungs werden real beurteilt, manchmal härter als andere


    Danke, aber da müsste man wohl einen "Philosophie"-Tread eröffnen, da nicht alle gleich die ganze Welt erklärt bekommen wollen, obwohl Fußball ja weltbewegend ist ;)


    Damit sagst du, dass die Beurteilung von den 2 Rollen in einer Brust beeinflusst ist, oder? Viele Vatertrainer protegieren ihre Kinder, oft ungewollt, unbewusst, daher umso schwerer offen anzusprechen; wenigere wollen gegen alle gerecht sein, sind mitunter besonders streng gegen die eigenen, die das dann doppelt ungerecht finden können: da Kinder von ihrem Papa eben besondere Unterstützung u. Liebe erwarten, was nur natürlich wäre. Wo und wie ich selbst da Fehler mache, weiß ich nicht, denn im Tun fehlt oft Distanz zur Beobachtung. Ich bin mir aber sicher, dass ich mal so, mal so ungerecht agieren dürfte, und glaube, dass das fast gar nicht zu ändern, dh abzustellen ist. Dass es einigen wie dir aus viel Erfahrung her besser gelingt wie anderen, ist gewiss. Doch gilt dann nicht: Ausnahmen bestätigen die Regel, indem alle das "besonders" gut finden, dass da ein Vater sein Kind wie alle anderen gleichbehandelt? Wie gesagt: vermeiden lässt sich die Problemstellung nicht, da meist nur Elternteile bereit sind, den unbezahlten Trainerjob zu leisten. Auch hier gibt's Ausnahmen, aber leider viel zu wenige, womit wir wieder beim Philosophieren wären, warum Geld o. Freizeit "für einen selbst" so überwichtig geworden ist, einstige Werte - unsere Jugend soll's mal besser haben als wir - sich so verschoben haben... Also müssen Vereine mangels Masse qualitativ immer mehr wegschauen, das Grundproblem so lösen, dass neue Probleme folgen, die man aber leichter ignorieren kann, als wenn's gar kein Jugendtraining mehr gäbe... Wieviel ausgebildet per Lizenz qualifizierte Trainer sind denn in den meisten kleinen Vereinen FÜR die Jugend tätig (wobei es sicher auch gute Trainer ohne Lizenz gibt, aber eher Ausnahmen)? Ich find's schade! Dir gratuliere ich natürlich trotzdem, dass es so gut lief und läuft!!!

    oft gehen große Teile der Trainingszeit für diese nutzlosen Diskussionen drauf, zu Lasten der anderen Spieler


    Geht mit ähnlich, haben auch eine etwas dubiose Lage: alle 25 2001er seien ein Team, zugleich sind 2 Mannschaften gemeldet. Will ich als neuer Trainer der D4 was, wird es lang diskutiert, dann zT eine Mail versendet, wo das Gegenteil des Gewollten drin steht. Ich habe angeboten, dass der Trainer mit älteren Rechten der "Chef" für alle wird, ich nurmehr Co, damit die Reibungsverluste sich minimieren, ist aber auch nicht gewollt: wir seien 1 Team, aber die D4 und ich haben eben letztlich eher das Nachsehen. Im Training, das ich oft allein mache, sind viele Jungs aufsässig, vor allem aus der D3, vermute, die kriegen einiges mit. Ordentliches Training unmöglich, also lass ich nur spielen, wenn ich allein bin, aber auch da: viele Diskussionen, warum der dies und das. Ich würde ja einfach - auch mein Rat an euch - die Störenfriede für 1 Woche von Training und Spiel aussperren bzw. das wenigstens androhen, weiß aber schon jetzt, dass der Trainer der Ersten, im Grunde der 1.Trainer, opponiert.


    Wie Grenzen austestende 11-jährige disziplinieren, etwa rumschreien, wie es der Kollege dann tut? Ich meine, man muss eine klare Linie haben u. die muss einer vorgeben, dem alle auch abnehmen, dass er das dann durchzieht, notfalls lieber ein Punktspiel verliert, als sie wieder zu verraten. Wie aber das erreichen, wenn man zu zweit u. uneinig ist, die eigene Linie an älteren Rechten scheitern muss? Ihr seid euch hoffentlich einig, dann dürfte das Problem einfach lösbar sein: wer das Training stört, darf nach 2 Vorwarnungen 1mal nicht mehr kommen u. spielt auch weniger mit, da nicht trainiert. Die Mädels werden zetern, aber es dann begreifen, dass an etwas Disziplin kein Weg vorbei führt, will man zum Team gehören... Was mich auch immer am meisten ärgert: die Gutwilligen leiden mit, der Fokus legt sich auf die, die stören statt zu trainieren. Daher muss man durchgreifen, um jene zu schützen, die im Training was lernen und leisten wollen: ist nicht alles immer nur spaßig...