Beiträge von Keller-Kicker

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    Wenn Deine Motivation so stark ist, so weiter zu machen wie Du bisher gearbeitet hast, tu das


    Dazu fehlt mir als MC die Macht. Zum Ablauf: der LZ-Trainer forderte (mich als) den MC an, ich beobachte 1 Training u. Spiel, hatte 2 sehr interaktive Gesprächsrunden mit dem Team (als Klient), einmal mit Trainern, einmal ohne. Das Team schien begeistert, der (Chef-)Trainer aber meldete sich nicht mehr. Dann forderte mich der JL an, der auch eine ältere Mannschaft trainiert. Ich war erstaunt, da ich den (kostenfreien) Job dort längst abgehakt hatte. Sein Kollege hatte mich empfohlen, da sein Team das MC sehr gut fand u. es wäre auch gut, wenn ich zum nächsten Spiel seines Teams käme. Nun versuchte ich nochmal die für mich schwierig einzuschätzende Lage per direkter Nachfrage aufzuklären u. rief jenen Trainer an. Er bestätigte die Empfehlung und dass sein Team begeistert war, glaubte aber, das MC sei mit dem letzten Teamgespräch abgeschlossen. Ich gab ihn nun ein kurze diagnostisch "wahrheitsgemäße" Einschätzung u. 2 Tipps fürs Spiel: in den ersten 15 Minuten solle einmal offensiv jeder Fehler erlaubt, ja als Risikofreude eher begrüsst denn negativ kommentiert werden. In der Kabine hingegen würde ich es mal mit Ruhe (vor dem Sturm) probieren. Daraufhin ging ich nun zum Spiel, konnte aber diesmal nicht mit in die Kabine. Mir hat diese erneute Begegnun viel Erkenntnis gebracht: indem ich deutlich machte, dass das Team mein Klient u. der Trainer nur als ("wohlverständiger") Kopf dieses "Organismus" MC-Klient ist, reagierte das innere Team (die Akteure, die aufm Platz stehen) begeistert, der Trainer - letztlich - aber reserviert bis (im Handeln vs Reden) abweisend. Im Hintergrund habe ich dabei immer das o.g. Zitat von Ferster/Wörz bzw. das philosophische Gewissen-haben-wollen auch im Selbstbezug, dass kein Mensch in seinem Kopf reell "geistfreundlich" (dh positiv exzentrisch nach Plessner: das Ganz-andere bejahend, sei es Geist, Gott o. nirvana für/unter Menschen genannt) ist. Ich werde mein Engagement daher aufgeben, solange "to train the trainer" mir misslingt. Ich würde so im Team nur Verwirrung stiften können, eben, da die Motivlage im "Trainerteam" diffus, also nicht "grundlegend" ist, was schon meine Motivation belastet, obwohl ich die Kausalzusammenhänge kenne, also mich in gewissem Rahmen gegen externe Negativenergien immunisieren kann bzw. stets muss... Oder was tätest du? (Zum Gespräch mit dem JL gehe ich natürlich, werde die MC-Position - Klient ist das Teamganze - nun aber konsequent vertreten.)


    Andre: Schön, dass du mal wieder dabei bist. Aus Zeitmangel kann ich dir jetzt nicht mehr antworten, sorry. Den Geist aber liebt eher das notdürftige "Herz" als virtuelle Leibesmitte der Menschen, nicht der gehirnige "Kopf"...

    da ich es nicht verstehe


    Das ist kein Grund, dass du nicht darauf eingehen darst, denn zuerst geht es ums Erleben (das "Gesehene"), das Verstehen ist immer ein Resultat einer (zT harten) Arbeitsprozesse u. jeder versteht ohnedies nur das, was er verstehen will bzw. wie er es will. Will sagen: jeder vesteht anders, auch wenn "man" vermeint, sich aufgrund von oberflächlichen Konventionen gut zu verstehen. Je tiefer man nachforscht, desto weniger verstehen sich Menschen und das trifft sogar noch auf Sekten zu, nur dass deren Mitglieder tiefergehende Fragen eben gar nicht zulassen wollen bzw. dürfen... Also sollte man unverständliche Texte wie Gedichte oder Musik wahrnehmen, welche oft im ersten Moment in den Ohren wehtun, nach mehrmaligem Erhören des darin zuvor Unerhörten aber einen eigenen Reiz auszuüben anfangen, dem ein Zauber innewohnt: der des Gewinnens neuer Einsichten. So gehe ich immer an Texte heran, ohne Groll, wenn ich sie nicht verstehe, mache ich mir erstmal meinen eigenen "Reim" darauf, nähere mich versuchend ihrer Botschaft an, filtere das heraus, was für mich noch Sinn ergeben könnte etc. Ich nenne das radikalfundamental-spekulative Kontext-Exegese: indem ich das, was im Text gemeint sein und "stehen" könnte, auslegend mir anzueignen suche, frage ich seinen Ursachen als Wurzel nach, diese Wurzel in ihrem Grunde simulierend. Diese Spekulation prüfe ich sodann als Subjekt (i.d. subiectum: das wahrhaft Zugrundeliegende, das hier reell ich u. nicht der Kon-Text ist, weil sich jeder Mensch wahrhaft immer nur um sich selbst dreht) selbstkritisch darin nach, ob sie einem "Logos" entsprechen könnte...


    Das war sicher wieder erstmal unverständlich, d.h. "hyperkomplex", da unsere Identitäten als menschliche gerade in Differenz stehen (Fachausdruck: "Hiatus", dem die Rede von Menschheit begegnen soll, ihn ins Unbewusste verdrängend). Einstein habe ich - wissbegierig - auch mal zu lesen versucht u. musste da resignieren: der Reim, den ich mir auf seine Texte zu machen verstand, passte logisch einfach nie sinnvoll zusammen... Das hat auch mit MC direkt zu tun: Wenn Menschen gar nicht wirklich vollends miteinander "einverstanden" sein können, was bedeutet das dann für eine Beschwörungsformel wie "Teamgeist". Hier erklärt sich, wieso man in Wahrheit auf Trainer als "Kopf" statt auf den "Geist" des Teams setzt: es ist praktikabel und funktioniert einfacher. Doch werden auch Ressourcen dabei ignoriert und unterminiert! Frester/Wörz schreiben aus all ihrer Erfahrung (Wörz lehrt an der Uni Salzburg MC) dazu in "Mentale Wettkampfvorbereitung" (für Spitzensportler) eindeutig: "Über 80% der befragten Sportler bemängeln den einseitigen Informationsfluß" (121) u. machen deutlich: die meiste Info geht sofort verloren, der Aktive hört den Trainern als Theoretikern gar nicht wirklich zu, erduldet eher ihr Gerede. Und untersucht wurden hier nur hofierte Spitzen/Einzelsportler, um die "man" sich alle Mühe macht, nicht Teams, gar von Kindern. Wenn wir den wiss. Befund nun darauf zu übertragen versuchten, was käme heraus? So wird doch klar, wieso Kindertrainer sehr empfindlich auf Leute reagieren, die ihnen ins Hand-Werk pfuschen, als Anwalt der stimmlosen Kinder auftreten wollen, um so Teamgeist - vom Teamganzen her - zu verbessern. Oder? Daher sind Trainer für MC die ersten Partner: wenn sie MC nicht bewusst gestatten, bleibt MC ein stumpfes Schwert. Das habe ich in der Praxis nun gelernt u. als Konsequenz meine mentalen Teamcoaching-Seminare an der VHS wieder gestrichen. Ich müsste bei Profis anfangen, da dort eher verstanden u. zugelassen wird, um was es geht.


    PS: Bitte versuche mal, dein Lesen pro-aktiv zu erleben,veständlich machende Motive in die Texte hineinlesend, die du dann nachprüfen kannst, wenn du glaubst, nun - von dir her - vieles zu verstehen. Es wäre spannend zu erfahren, wie du dann einen unverständlichen Text liest, ob er sich dir mehr eröffnet o. nicht. Vielen Dank, falls du es mal positiv herangehend versuchst, was natürlich Überwindung kostet, sich aber lohnen könnte, vielleicht (kann ich nicht garantieren, ja auch nur spekulieren). Mir bräcte dieser Test viel: ist das Gesagte per se unverständlich o. kann man es - mit viel gutem Willem - im Prinzip doch erschließen, kostet es nur viel Mühe (die aber bei jedem echten Erkenntnisgewinn not-wendig ist vs bloßes Wissensanhäufen etwa per mechanistischem Auswendiglernen, Eintrainieren u.ä.). Können, echtes Wisseno. Horizontweiten gibt es nicht billig irgendwo einfach zu kaufen, man muss sich voll einbringen, riskieren (in seinem "gesunden" M-Verstand), oder? Sonst bin ich eben ein (nicht nur Fußball-)Verrückter! Du würdest mir also sehr helfen... ;):)

    Kernunterschiede zwischen MC zu MT


    Coaching im/des Mentalen berät kooperativ für sich souveräne Klienten (Teams bzw. auch Trainer als deren "Kopf" mental, i.d. "geistseelisch"), Training versucht (gemäß klassischer Definition), eher "manipulativ" (zunächst wertfrei im reinen Wortsinne: unter der Hand des Trainers Körper/Seele formend) auf andere "einzuwirken", sie bzw. Teile ihres Seins auszubilden u.ä. Also fänden wir hier eine Subjekt-Objekt-Beziehung vor: der Definition nach, unabhängig davon, inwiefern sich einzelne Trainer in ihrem Selbstsein definieren mögen, zB individuell durchaus in Teilen auch als Mentalcoach arbeitend, sich so missverstehend, falls sie sich dabei nur als Trainer sehen wollen wie im Beispiel des "Heissmachen"-wollens (vs bloßem mediatorischen Moderieren des Teams, wie es MC bedeuten/erfordern würde). Wie aber soll ein Teamganzes - über die Köpfe u. Herzen aller - in seinem! Geist zu sich kommen, wenn dieser von einem Kopf - wie von außen - vorgegeben wird? Es ist nur viel einfacher, einen Teamgeist als in seiner Existenz von einem selbst aus als gegeben möglichen anzunehmen, als ihn sich entwickeln zu lassen!


    Ich hoffe, damit ist der natürlich sehr komplexe Zusammenhang ein wenig klarer? Warum Trainer oder ähnlich mit Betreuungsaufgaben betraute, jedoch letztlich eher sich selbst als Subjekt (einer sozialen Sehnsucht ihrer - als "lonely crowd" (Riesman) erlittenen - Individualisierung nach) im Team als Objekt reproduzieren wollende Personen auf Mentalcoaching reserviert bis völlig ablehnend reagieren, liegt sonach daran, dass an den "Geist" des Teams nicht authentisch geglaubt wird. Somit wird MC als äußerste Zumutung empfunden, die kaum einer reell aushält. Dies wiederum hat mit unserer europäischen "Mentalitätsgeschichte" zu tun. Daher ist Fußball andernorts, etwa in muslimischen Kulturkriesen" im Grunde (trotz aller kulturellen Assimilation des sub-europäischen Fußballglobus) ein ganz anderer", der einen C. Daum verzückt, andere wie B. Vogts erst aus Neugier anzieht, dann (vor allem im Fall des Misserfolgs, der hier eben auch fundamental differenzierte Folgen hat i.S.v. einer Art Verdammnis o.ä.) abstößt. Mentalitätenerforschung ist aber wohl das weiteste Feld, das man sich vorstellen kann: ohne wüst verallgemeinernde Spekulativität unvorstellbar, so, wie man sagt, dass es auf dieser Erde nichts gäbe, was es nicht gibt. Individualiter bedeutet dies eben: jeder zimmert sich seine eigene Mentalität zurecht, insofern er nicht blindlings den massenmedial pro-aktiv verkäuferischen Konsum-Offerten folgt. Daher gibt es zB im Fußball den pro-aktiven Führungsspieler kaum mehr. Uns wird eingeredet, dies läge daran, dass die physisch akkumulierte Teampower o. taktisch-defensive Raffinesse heute zu leistungsstark u. kompakt sei, als dass noch ein Einzelner viel ausrichten könne. Stimmt das?


    Ich kann nur sagen: da glaube ich absolut nicht dran, dies war der Grund der Threaderöffnung. Führung ist das, was aufm Platz am meisten fehlt, wonach das Spiel oft regelrecht zu schreien scheint! Wieso? Vllt da die führenden Köpfe sich gar nicht aufm Platz befinden, daher das Spiel seine Wahrheit immer mehr verliert u. so der Ruf nach MT immer virulenter ertönt? Aber MT kann nur kurzfristig Erfolge zeitigen, wäre da meine These, da sie eben "sportpsychologisch" denkt und arbeitet. Das funktioniert nicht wirklich u. die Fans wissen das viel besser, wenn sie den Fußballgott für ihr Team zu beschwören versuchen: als 12. Mann. Ich weiß, dass ist ganz schwere Kost u. meinerseits auch alles andere als ausgereift, so mag es daher auch klingen. Aber ich hatte schon oben mal gesagt: ich bin ein Suchender, kein in einem System Wissender, ich sammle Puzzlestücke, mehr nicht, ob sich jemals daraus ein richtiges Bild ergibt, das weiß ich jenseits des Erhoffens nicht. Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn Äußerungen mehr Sinn ergeben, die auf ein System zurückgreifen, das sich dem Ziel verschrieben hat, das Mentale zu begreifen.* Ich möchte es offnen lassen - als Ereignis, es also nicht mit System herbeiführen, so inspirativ jedes System für sich auch sein mag und ist. In diesem Sinne schrieb ich auch, ich sei Systemtheoretiker, also nicht bejahend o. verneindend, sondern bloß "rezipierend": es ist aufschlussreich, welche Denksysteme erfunden werden, wie weit sie Entscheidungshandeln tragen etc., doch bei Syer zB (etwa in seinen Büchern "Teamgeist" o. "Psychotraining für Sportler") ist der Gesamtkomplex "Motivation" nur ein Aspekt unter vielen bzw. "Visualisieren" (also das, was guenter oben damit meint, dass Gesehenes/sinnlich Erlebbares mehr wirke als Gehörtes/gedanklich zu Begreifendes, d.h. noch ins Sinnliche Umzusetzendes) eine von ganz vielen "mentalen Übungen", die er Sportlern schon vor über 200 Jahren zugänglich machte, meines Wissens quasi vollständig. Syer's "Teamgeist" zu lesen, das bringt ganz viel, auch wenn spätere Autoren ihn "besser" kopierten... ;)


    *Es geht dann nicht darum, Wissensstoff abschließend zu bewältigen, zu ver-stehen, sondern ihn sich immer wieder neu zu eröffnen, will sagen: sich von ihm gewissenhaft in anspruch nehmen, aufschließen zu lassen (fürs Weltoffene, über das - privativ - nur wir Menschen verfügen können). Wenn man etwas nicht versteht, sollte man also nie frustriert, sauer o. trotzig reagieren, sondern demutsvoll, da man dem (Fußball-)Göttlichen in diesem Augenblick näher ist als der Verständige. Ich weiß, das ist selbst schwer verständlich, wirkt wie eine faule Ausrede, da ich oft unverständlich schreibe, doch es ist eine Einladung ins Sich-selbst-neu-denken-können, ohne schon alles begriffen zu haben, begreifen zu können. Denn genau das ist es, was sich in Gott als Begriff verbirgt u. Heidegger klärte uns auf, dass das Wahre im Verborgenen weilt, nicht im Offen-Zutage-Liegenden, wie man meint, folglich all das, was man für wahr hält, immer uns aufs Unwahre fixieren "will" (wogegen er dann als eigentliches Selbstsein des Menschen eben ein "Gewissen-haben-wollen" preist). Klingt alles verrückt? Ich weiß, hat mir schon mein Prof seinerzeit in die Beurteilung geschrieben, mit sehr guter Note und der Bemerkung, dass wer so schreibe, dass er - beim besten Willens - die Sache nicht verstehe, müsse genial sein. Wobei dies keine Arroganz, sondern ein Appell des latent Wahnsinnigen ans Mitleid der anderen ist: denn der, der von keinem verstanden wird, kommt in der Gesellschaft der Verständigen, wo Erfolg das Maß ist, nirgends an, ist chronisch Außenseiter - also nie zu beneiden, sondern zu bemitleiden und meist auf Almosen angewiesen, oft unter Trollverdacht o.ä. Das ist keine Koketterie, ob du es nun glaubst oder nicht. Was du aber glauben sollte: es gibt viel mehr Verrückte als du meist und siehst, wieso? Weil "man" ganz schnell Leute wegsperrt, die sich ums Wahre bemühen: Bestes Beispiel zuletzt in "Report" derjenige, der seit Jahren auf Ministeringeheiß in der Klapse sitzt, da er - längst nachgewiesen -das Wahre bzgl. der Geldverschiebungen durch die HypoRealEstate in die Schweiz aufdecken wollte. Solch Fälle sind mir immer Warnung: der Mann sitz weiter in der geschlossenen Abteilung fest ein, obwohl man längst weiß, dass er völlig richtig lag - echt grausam, mitten in unserer großartig rechtsstaatlichen Demokratie, aber Fälle wie seinen dürfte es Tausende geben u. es erinnert mich irgendwie an die (Wechsel-)Sperren für Kinder just durch ihre selbsterklärten Förderer, - wogegen Profis stets frei spielen dürfen, da "Vereine" sie ja als "wertvoll", sprich: profitversprechend, per Ablöse freikaufen.... Alles hängt mit allem zusammen, fragt sich nur wie: ob die offiziell-öffentliche Version auch immer die wahrhafte sei... guenter: Philosophie ist sehr konkret: wenn man genau hinschaut, komplex in sich verborgenden Dingen echt auf den Grund zu gehen versucht, dabei natürlich meist scheitern müssend mangels möglicher Einsichtnahme. :S

    Ich bewundere deine Fähigkeit


    Das ist ja schön, nur gehst du leider nicht mal auf 1en Satz des Beitrags ein. Da siehst du mal, wieviel schon dies wert sein kann! Würde man sich nun aber allen Sätzen aus allen Beiträgen ausführlichst widmen, statt nur den vermeintlich wichtigsten - sei es positiv o. negativ - herauszufiltern, wir könnten schnell vor Romanen o. wiss. Abhandlungen mit Buchformat sitzen, oder? Daher greift "Sekundärliteratur" ja nur zuspitzend einzelne Sätze heraus (des Hintergrunds gleichwohl bewusst), zitiert nie komplette Schriftstücke, auf die sie sich bezieht. Falls du meinst, meine Stellungnahme zum Pauschalurteil gegen mentales Arbeiten sei falsch, geh doch bitte auch darauf inhaltlich ein - so wie du es offenbar von mir verklausuliert forderst. Ich denke, ich hatte deine Ansicht schon zielgenau erfasst, sowohl dir zustimmend bzgl. "Gesehenem" (ich würde aber sagen: "audiovisuell Erlebbarem") wie mich abgrenzend (dass die damit dokumentierte Reflektion von Trainingsdidaktik nicht bereits einen mental arbeitendem Prozess entspringen dürfte) - oder wo ist mein Denkfehler? Wenn du den nicht benennst, arbeitest du doch argumentfrei rein polemisch gegen den anderen - und das ist schade, da man ja "miteinander" diskutieren sollte, um gemeinsam in der Sache anfgrund von verschiedenen Denkansätzen voranzukommen, oder worin siehst du den Sinn eines Diskussionsforum? Danke für Aufklärung bzgl. deiner (Lebens-)Motive (nach mentala) zu letztem Beitrag! ;)


    PS: Dass du zugleich eingestehst, selbst auch nur Einzelsätze zu zitieren, ehrt dich u. belegt doch o.g. These, oder? Und ich gehe direkt auf deinen Beitrag ein, nur nicht auf das, was eben mit dem Thema nichts zu tun hatte: Trennung Profi- vs Kinderfußball, inwiefern Kinder logischen Erklärungen zugänglich seien etc. Habe ich also sehr wohl rezipiert, sehe nur da keinen Zusammenhang zum Threadthema (um das es gehen sollte) - oder irre ich?

    Gesehenes verarbeitet das Gehirn viel intensiver als Gesprochenes.
    da kannst du mental arbeiten soviel du willst


    Genau dies konsequent zu berücksichtigen, ist bereits Mentalcoaching! Spieler kommen nach anstrengendem Arbeits-/Schulstress zum Training, wollen sich nur frei bewegen und entspannen. Doch dann werden ihnen wie bei uns der Fall Trainer aufgedrückt, die gar nicht Fußball spielen, nichts vorführen können, dafür dann reden und reden, da sie sie so gern wichtig hören und die Kinder nicht weg können. Ergebnis: viele Störmanöver, Zeitverlust, Entzug des geliebten Abschlussspiels als Strafkonsequenz u. irgendwann keine Lust mehr auf Training. Ein fataler Teufelskreis für Kinderteams, die - bezogen auf die Teams unserer Kinmder - daran schon x-mal zerbrachen. Aber wen interessiert es im Verein, nicht mal die anderen Eltern, aus fußballerischen Desinteresse. Und bietet man da als Fußballer und pädagogisch wie mental Gebildeter Hilfe an, wird man nur als Rivale vernommen u. sogleich ausgegrenzt u. in die Wüste der Untärigkeit verbannt. Man ist zwar im LZ Mentalcoach, aber im Dorfverein (mitten in der Stadt gelegen) darf man nicht mal ein paar konstruktive Tipps geben, so die traurige Wirklichkeit: Daher sagt man auch, die 1. Aufgabe eines MC ist "to train the trainer", ihn als "Kopf" teamgeistfreundlich einzustimmen, im Erwachsenen- o. Leistungsfußball kein Problem und nachgefragt, im KiFu meist ganz unmöglich, wo die kindliche Entwicklung und das Kinderwohl gar nicht 1.Priorität ist, sondern die Machtspiele Erwachsener, die als Trainer ein erweitertes Eltern-Ich ausleben möchte, was für mich immer nur indiziert, dass sie im Erwachsenen-Ich unverarbeitete Teile ihres Kinder-Ichs verdrängen müssen. Oder wie soll man Verhaltensweise werten, wo einige geradezu wie besessen um einen "Job" gegen andere kämpfen, Entwicklungschancen der Nutznießer ihres doch so "selbstlosen" Engagements zu blockieren, obwohl sie dafür kaum monetäres Honorar erhalten...
    Der Trainer gehört als erster, als Steuermann mit ins Boot! Ich hatte immer dies Gefühl, mit Rationalität und Dialogoffenheit (bzw. Bitten darum) da recht allein zu stehen, jedenfalls kann ich mir anders diese Verhaltensformen nicht erklären, komme an diese Leute aber halt nicht näher ran, da die sich gegenüber jedem echten Meinungsaustausch abschotten. Also kann ich nur hoffen, dass unsere Jungs es mal (reell, über Vitamin B lehne ich ab!) ins LZ schaffen, doch wird der Abstand logischerweise eher größer als geringer, da dort eben kindgerecht, mehr u. besser trainiert wie gespielt wird, mit der Konsequenz, dass man schon Genie statt nur Talent haben müsste, um die Lücke ex post zu schließen... Pragmatischer: an diese "Trainer" hernkommen, nur wie? Da ist man wie ein Psychotherapeut (der sich als guter selbst regelmäßig einer Supervision durch Dritte unterzieht), der auch ohnmächtig ist, wenn sein suizidgefährdeter o. drogensüchtiger Klient (Patient ist mannicht: soll ja mitarbeiten!) nicht will.


    crow: MC (ungleich Mentaltraining, das nur auf individueller Ebene durchführbar ist, diese Differenzierung habe ich nun gelernt) macht gerade von den alltagsüblichen Manipulationen, dem, was zB als normal gelten soll, freier. Wieso wird es ständig mit Hypnose o.ä. parallel gesetzt? Natürlich gibt es zB NLP, auf das viele autosuggestiv bauen, aber eben in bewusster Wahl, nicht über dunkle Kräfte. Im KiFu bedeutet MT Kindern zu ermöglichen, die üblichen Mechanismen besser zu durchschauen, zu erfahren, warum sie so oft vorbeischießen, wenn der Trainer, Papa o. Mitspieler "Druck" machen. Wozu nun weit abseits zur Leitfrage enzelne Filme diskutieren, die viele nicht mal kennen? Bitte nun einfach mal akzeptieren, was MC hier per definitionem sein soll (Begriffsmissbrauch durch Dritte ist natürlich immer möglich!), nicht Äpfel mit Glühbirnen vergleichen und dann verdammen: Keiner guter MC will Kinder manipulieren, um über Gebühr "Energie" aus ihnen für eigene Zwecke zu ziehen ;)


    Mentala: Mich erinnern Reiss-Profile in der Grundlage sehr an Transaktionsanalysen, wobei ich Rolle u. Identität immer unterscheiden würde, also: Ein Trainer hat wie ein Lehrer die Rolle eines Eltern-Ich gegenüber dem Team. Spannend wird es nun, sobald es nicht läuft wie er will, wenn die Klasse rebelliert statt folgt o. "gehorcht". Reagiert man souverän mit seinem Erwachsenen- o."trotzig" mit seinem Kinder-Ich? Diesen Grundkonflikt der Teamführung erfassen Lebensmotive gar nicht, da er existenziell, also vorgängig ist, oder? Motivanalysen sind nicht falsch, aber sie setzen bereits vieles voraus, daher erscheinen sie auch einfacher, dh attraktiv, wo man Probleme ad hoc auflösen möchte. Zwar schließt man zurecht Sektenverdacht auf den einschlägigen Homepages aus, da es rationalistisch zugeht, aber Rationalisierung arbeitet als subjekthafte eben vereinfachend, muss noch nicht in toto rational sein, ja kann es gar nicht: da uns als Menschen "(erst)letzte Gründe" wissenschaftlich immer fehlen, wir also Falsifikation nie ausschließen können. Das bedeutet im Klartext: keine Wissenschaft vom Geiste kann rational behaupten, gänzlich rational wissenschaffend zu sein, sondern nur stetig versuchen, sich dem eigenen toten Winkelpunkt oder blinden Fleck im Endlichen eigener Selbsterkenntnis anzunähern. Mehr ist ante portas nicht drin! Wer damit d'accord geht, der kann uU dann Motivprofiling als Teil pragmatischer TA gut einordnen, oder?

    Zeitschinden, was ist das? Zeitspiel per Quer- u. Rückpässe ist legitim, aber psychologisch oft dumm: man bringt sich aus dem Spiel, ist nurmehr auf die Zeit fixiert, macht so den Gegner oft stärker als er ist. Und das, was objektiv geschunden wird, lässt ein guter Schieri eh nachspielen. Also bestraft man sich letztlich selbst, wozu groß zusätzlich ahnden? Was anderes u. oft Hintergrund: Zeitschinder wollen den spielerischen Rhythmus der Gegner (zer)stören, nerven, per Entzug des Balles andere zu ärgern, ihre Stimmung abzusenken. Das ist unfair, ok, obwohl eine menschlich verstehbare Mogelei: dagegen hilft bloßes Nachspielenlassen aber auch nicht. Doch es ist weitaus schlimmer, falls die ja nicht ganz ungeschriebenen Regeln des "Schiedsrichterballes" gebrochen werden: den es ja gibt. Nur gilt die konkrete Ausführung des Zurückspielens nur per Usus, bleibt zweideutig: da die UEFA es nicht schafft, klar den Ablauf festzuschreiben: wer beim Abpfiff wg. Verletzung am Ball war, bekomme ihn auch zurück. Genau diese logische Konsequenz steht nirgends: wieso nicht, sorgt ja ständig für Verwirrung, oder (noch in unserer Ü48-Liga x-mal letzte Saison)?


    Woraus nun ginge verbindlich hervor, dass o.g. Tor illegal erzielt wurde? Hausaufgaben gemacht? Dass man es als unfair o. illegitim empfindet, ist klar, sollte jedoch nicht übersehen lassen, dass die Verbände hier bzgl. Fairplay mal wieder was versäumt haben, nun die Schuld anderswo verorten wollen, um den Zorn der Fans per Sündenbock zu beruhigen, was hier natürlich leicht fällt. Mir ist es zu einfach, die Ursache bloßbei Einzelnen festzumachen, nur weil wer legale Möglichekeiten ausnutzt, so aufdeckt, was im System nicht stimmt: Fairplay in Regelform den Rang zu geben, der ihm gebührte, statt auf schwammige Appelle zu bauen.

    Beweisführung für nachlassendes Fair Play


    Beweisen kann und will ja keiner was, natürlich gibt es weiter auch faire Sportsleute wie Klose, aber dass u. wie die extra herausgekehrt geehrt werden, ist auch schon vielsagend: da sie so selten und gar nicht auf der vermuteten Linie handeln? Die letzten Dinos? Ich gratuliere auch paulwurf, beobachte aber eher anderes, ohne alles aufzählen zu können: nur regional bedingt? Nachdem ich nicht mehr Trainer der Zweiten war, hat der dank der vereinsinternen Seilschaften "siegreiche" Trainer der Ersten sofort die nächsten beiden Punktspiele seinen in der Ersten längst festgespielten Sohn mitspielen lassen und meinen - obwohl stets einer der beiden stärksten und engagiertesten, den er auch in der Ersten haben wollte - als einzigen 2mal ausgewechselt usw. So schafft man es dann, dass sogar einer wie ich kein Wort mehr wg. Unfairness verliert - ganz einfach: Fairplay lieber abhaken, bevor es als Bumerang weiter auf unser Kind einschlägt ;)

    Wir sollten nur eins begreifen: Profifußball hat mit Kinder- und Jugendfußball nicht gemeinsam, jedenfalls bei der Vermittlung des Fairplay-Gedankes.


    In diesem Sinne, da ich oben das Beispiel brachte, wo es glimpflich ausging: wir führten nämlich 4:0 und es war unser Schieri, welch Reaktionen würde solch ein Tor wohl im KiFu hervorrufen: wenn es zum 1:1 führt, gar noch kurz vor Schluss? Ich denke, viele können sich die Antwort selbst so gut ausmalen, dass ich sie nicht ausführen muss, nur: wäre sie - bei den Zuschauern wohlgemerkt - so harmlos wie in Kopenhagen, nur ein wenig Pfeifkonzert? - Also, ja, wir sollten es begreifen, dass wir wenigstens nicht schlimmer reagieren sollten als im Profifußball: wo natürlich ein massives Polizeiaufgebot für Ruhe sorgt, sorgen muss, dass wir im KiFu eben nicht haben: weshalb "man" sich da auch so wunderbar folgenlos und straffrei daneben benehmen kann. Für sich begreifen ist mir daher zuwenig: man sollte eben nicht nur in Deckung mitschwimmen, auch aus Ehre mutig dazwischengehen, den Kopf hinhalten fürs Fairplay gegen seine Feinde, häufiger "Gesicht zeigen" - auch und gerade beim eigenen Verein o. "Clan", - nur dass dann uU Obengenanntes droht, da ist man dann abhängig, ohnmächtig, aber sonst: was hindert uns, aufzustehen - Angst...?

    wenig weitsichtig


    Ja was denn? Faktisch ist es z.Z. so, dass einige Sportplätze exklusiv kostenlos bekommen. So hat zB ein LZ-Verein (der Platzhirsch, auf dessen Ehrentribüne sich die Stadtpolitiker gern sonnen) 7 Plätze plus Stadion bei 10 Teams, der Verein unserer Jungs bei 30 Teams 2 Plätze, ebenso für die ganze Bunte Liga, für (vereins)frei unorganisierte Bürger (alle Kinder in ihrer Freizeit) aber gibt es gar nichts: 0 Plätze, keine freien Spielwiesen/hallen mehr, die zahlen nur, denn jeder Platz ist ja von "unserer" Stadt finanziert. Dein Beispiel liefe also so: die Privilegierten bekommen das Freibad direkt in ihrem Luxusviertel von allen finanziert, die auch noch die Zäune zu bezahlen haben, die dann dafür sorgen, dass creti und pleti auch ja draußen bleibt. Ne Nummer kleiner: die Leistungsstarken brauchen im Freibad keinen Eintritt bezahlen, du aber schon nun das Dreifache, falls du sehr bittest, in einem Verein bist u. Bäder/Wiesen auch mal betreten möchtest. Das ist im Prinzip grad das sozialistische Kadermodell, wo alle bezahlen, aber nur Honecker & Co (also die, die seinen "Vereinen" angehörten) die Waren unterm Ladentisch kriegen, von Devisen aller bezahlt und kostenfrei Oder ist die Parallele total falsch, dann erklär's mir bitte mal, aber sachlicher mit Argumenten, die ziehen!

    Fragen habe ich immer viele, aber ein anderes Problem im Kopf: der LZ-Leiter möchte, dass ich mit dem Team (das ja der eigentliche Klient ist) weiter arbeite, fand die Impulse gut, doch der Trainer meldet sich partout nicht. Man ist als MT natürlich ein Konkurrent, wenn ein Physis-/Technik-/Taktik-Trainer meint, das Mentale nebenbei mitmachen zu können. Im Guten belebt man Geschäft bzw. Geist, im Schlechten bringt es mehr stresstreibende Unruhe als Positives. Wie nun reagieren? Habe eigentlich bei dem Hin und Her keine Lust mehr, so sehr man dem Team helfen wollte. Kann es so noch was bringen (ohne in Details zu gehen, da dies Vertrauenschutz gebietet)?

    Das ist im Jugendfußball ja auch schon normal: in unserem letzten Punktspiel gab es genau dieselbe Szene, auch Tor für den Gegner nach Fairplay-Ball. Unsere Jungs schauten nur, die "Anhänger" des Gegners klatschen, nur der Trainer hob kurz entschuldigend die Schultern. Aber das Beste beim anderen Sohn 2 Wochen später beim Markhausener Hallenturnier: wir führen im Halbfinale 1:0, ein Schuss nebens Tor, der Schieri pfeift zur Mitte, zeigt dann nach Protesten u. Schweigen der Gegner zum Torabstoß, da kommt der 11-jährige Schütze, erkärt dem Schieri, dass der Ball unterm Netz durchgeschossen worden sein solle u. der Schieri gibt plötzlich dies Phantomtor wieder.Der Gegnertrainer bindet sich schnell die Schuhe zu, taucht ab. Dann die Pointe im Elferkrimi, alle verschießen, als letzter läuft der Phantomtorschütze an, trifft u. macht ganz cool grinsend von allem bejubelt wilde Zeichen des Triumpfs in unsere Richtung. Anschließend schießt unser gefeierter Held im Endspiel auch noch das Tor zum Sieg - Kinderfußball im Jahr 2012, frustrierte Berichte über (grad vom "Unparteiischen") verschobene G- u. F-Jugendspiele liest man ja auch immer wieder... Insofern finde ich eher, dass das Donez-Tor mal vor Augen führt, was Fußball heute eben ist - leider, aber: ist die Restfairness (es nicht ständig derart auf die Spitze zu treiben, daher das kurze Zucken im vermeintlichen Durchlassen der Dänen, denen man dann doch den Ball nur abnahm...) nicht eher Show, damit das Produkt sich weiter verkauft, das Absurde im grauen Alltag nicht allzu augenfällig wird? Ja, ich weiß, ich bin ein Zyniker, aber einer, der genauer hinschaut, nicht vergisst, was so alles passiert ;)

    Es ist wissenschaftlich fundiert


    Bei Wikipedia hab ich Reiss nicht gefunden, nur bzgl. Angst-(Selbst-)Sensitivität, wo seine Theorie als widerlegt gelten soll, Zitat: "Nach der Vorstellung von Reiss handelt es sich bei der Angstsensitivität um ein eindimensionales Konstrukt. Diese Vorstellung musste aber nach mittlerweile mehr als 20 Jahren der Strukturforschung und zahlreichen Studien, für eine tabellarische Übersicht strukturanalytischer Befunde siehe Kemper, verworfen werden. Die überwiegende Mehrheit der Strukturanalysen mit unterschiedlichen Operationalisierungen des Konstrukts legen den Schluss nahe, dass Angstsensitivität ein hierarchisch organisiertes Konstrukt mit einem generellen Faktor erster Ordnung und mehreren spezifischen Faktoren zweiter Ordnung ist..." Also wäre Selbstsensitivität (Psyche) Konstrukt mit generellem Faktor + unzähligen Spezifikationsfaktoren 2. Ordnung? - Wie kommt es, dass Reissprofile im MT trotzdem so populär vertreten sind. Ich bin ja eher Systemtheoretiker, daher ist mir Motivfixierung allein auch zuviel Innerlichkeit bzw. zu statisch. Mir scheint die Theorie von Anwendern auch nicht novelliert/reformiert worden. Oder tut Wikipedia Reiss Unrecht? Ist für mich immer 1. Orientierungsmaßstab, bitte nimm meine Nachfrage daher nicht persönlich, mein Interesse an den Motiven bleibt...

    der Tipp mit der JFG


    Hab ich schon mal gemacht mit einer hiesigen FFS: die waren eigentlich glücklich, dass es mal innerhalb der Woche nicht bloß um sog. Spaß-Zirkus ging. Es kam 1 Trainer mit dem Mobil u. wir vor Ort unterstützten, lernten zugleich dazu (macht jetzt auch Werder). Die FFS machte es zum Sonderpreis und die Kids haben danach topmotiviert gespielt: weil sie mal was wert waren (kostet jedes Mal nen Hunni, bei 15 Spielern jeden 6,5 Euro - alle Eltern waren dazu bereit, weil die Trainer top waren). Dann verbot es der Verein auf "seinem" Platz (der der Gemeinde gehört). Bei uns gibt es auch Fördertraining in der Halle, 10 Euro die Stunde, viele Alters- und Leistungsgruppen, nicht mobil vor Ort, jeder für sich buchend, nicht als Team - was ist da besser? Da gäbe es aber viele mögliche Alternativen zum üblichen Feriencamp, man müsste es nur anbieten und Vereine ins Boot holen (ähnlich einem Förderverein für eine ganze Region), "nur": ok, ein Witz.... Aber immer munter bleiben!

    Neue Vereine braucht das Land! Soweit bin ich voll bei dir. Ideen klingen anfangs immer verrückt für all die, die nichts Neues mehr ausprobieren wollen, mit allem schon fertig sind. Sport aber ist Bewegung, Neues bewegt, Altes nicht. Ohne etwas Arroganz gehst du auch zugrunde, Skeptiker, Miesmacher, alte Zöpfe, Häme sind immer die breite Mehrheit. Also wie aufm Platz: Kopf hoch! Viel auf einmal drin, daher sehr schwieriges Projekt, auch nicht alles meins, dennoch: viel Erfolg!


    PS: Ein mobiler Jugendförderverein wäre eher mein Ding, da zukunftsweisend. Energie für das Spiel "Einer gegen alle" habe ich aber nicht mehr, bin zu alt ;)

    absolute Ruhe in der Kabine


    So ähnlich vorzugehen, hebt sich wohltuend vom Üblichen ab. Du gibst auch nicht 1 Bild für alle vor, das sie übernehmen sollen/müssen. Ein Problem bleibt jedoch, das im übrigen ansonsten auch immer latent da ist: jeder hat nun seine Vorstellungen vom Spiel, Sieg, Triumph - sich in der Kürze der Zeit perfekt verinnerlicht. Doch wie kannst du sicherstellen, dass diese auch gemäß Team "eigendynamisch" zusammenpassen statt sich zuwiderlaufen (zB jeder nimmt sich vor, fürs Team/sich selbst 2 Tore zu machen, spielt nicht mehr ab, arbeitet mehr nach vorn als hinten etc.)? Ein uU viel zu hoher Anspruch, sicher. Du hast vllt aber deshalb die beschriebene, angesichts der Erfolgs eher irrational wirkende "Angst" (die fast alle beschleicht), weil du auf gut Glück hin zufallsgeleitet geabeitet hast? Verstehe mich nicht falsch, es ist nur eine Frage, kein "Verhör", wo ich dir was unterstelle. Nur: "Angst" (vor sich selbst) hat immer einen wirkmächtigen Grund: der liegt in einem selbst. Wenn sich wer trotz Erfolg dann letztlich nicht selbst über den Weg traut bis auf Weiteres, kann es interessant sein, dem "auf den Grund" zu gehen? Du wurdest zwar nun prinzipiell von Mentala im Vorgehen bestärkt u. ich pflichte dem bei, aber den Grund kann man eigentlich nur in sich suchen und als "guten" finden, oder? Ich will dir aber kein Gespräch aufzwingen, solch Ängste interessieren mich nur stets.

    Der (dispositive) Komplex an Verhaltensweisen, der hinter einem der festgestellten Lebensgrundmotive steht, wäre dann also das, worauf es ankommt, die Hintergrundbedeutung, auf die als handlungsrelevant ein Wort wie Macht abzielt. Falls ich es richtig verstehe, gewichtet letztlich jeder selbstständig, aber innerlich nicht frei jene 16 Motive!? Meditation und Mediation sind beide dem gleichen Wortstamm Medium entlehnt; erstere zielt aufs Individuum ab, letztere auf Gruppenverbände, dabei einen Problembefund beinhaltend: das "Band" zwischen den Einzelnen soll der Mediation, der Vermittlung bedürfen, die ein Dienstleister - der Mediator - sodann (entgeltlich) gewähren möchte, sei es bei Paaren, Familien, Firmen, Parteien, Sportteams uvm. Wie entwickelt sich solch ein (inniges) "Band" zwischen Menschen (auch heute gern Commitment genannt), kann man etwa als Trainer o. Coach es entwickeln - o. nur vermitteln?


    Grundlegend als Konsens wäre für mich bzw. an Unis heute zB das Buch "ErfolgreichesTeamcoaching" (von Ex-Hockey-Nationalcoach Linz), das aber vom Sportpsychologischen seinen Ausgang nimmt u. übrigens kurzzeitig B.Peters zum Chef-Mentalcoach der DFB-Elf werden ließ (wobei es symptomatisch ist, das er dort nicht klar kam, oder?). Die Kinderspiel-Problematik etwa kommt da allerdings zu kurz, da man eben sagt: "Mannschaften funktionieren immer auf die gleiche Weise" und mechanistisch denkt. Die originäre Gestalt von Teams kommt dabei (existenzialontologisch, wie Experten zu diesem Komplex sagen würden) zu kurz, damit aber kann ihre Eigendynamik in ihren kreativen Elementen auch gar nicht recht erfasst werden, will mir scheinen. So sehr ich diesen heute gängigen Konsens teile, glaube ich, dies Werk greift noch zu kurz. Lebensmotive werden übrigens überhaupt nicht erwähnt, da würde mich deine Bewertung liebe Mentala interessieren: immerhin nutzen dies Buch die hiesigen Sportstudenten, aber auch die meisten Teamsportverbände teils wie eine Bibel.


    Mein Grundbild beim Sport ist: der Leib will stets eine Energie- und Wahrnehmungsreserve in petto haben, nur 70 bis 80 % meines Leistungspotentials erbringen. Dies ist das (je nach kindlicher Prägung gehemmte) Grundmovens zB beim Waldlauf auf Belastung. Im Wettbewerb leistet man bereits durch Wettkampf mit anderen, Gruppendynamik o. verschiedene psychisch entlastende Momente deutlich mehr, abzüglich etwaiger "Erosion" durch Nervösität, Unlust bei Misslingen etc. Sprich: im Wald laufe ich auf 5 km 24 min (Untergrenze der Normalleistung), beim Volkslauf aber 23 o. 22 min: die Obergrenze der Normalleistung, die aber erst 80% ausmacht. Ich könnte also per Überwinden toter Punkte und Schmerzgrenzen wie innerer Trägheit gut 10 % mehr Leistung abrufen, wenn Kopf und Herz dies wollten; darüber könnte es kritisch werden, obwohl auch dies durch enthemmende Drogen bzw. (Mental-)Doping - das per striktem Befolgen von o. Sich begeistern für Selbstvisionen zur Spitzenleistung antreiben kann - möglich erscheint: bei hohen Risiken von Erschöpfungssyndromen, Kreislaufkollaps bis zum Herzinfarkt. Schon die feste innere Überzeugung von sich (in Selbstliebe, aber auch -hass), noch mehr als ein scheinbares Optimum erbringen zu können, kann also in Kombination mit Willen (Glauben) Berge versetzen, Training kann diese Kraft dann noch verstärken bzw. zielgenau austarieren. Dies ist mein Grundansatz, auf die Schnelle. Wobei nicht nur an Physis zu denken ist, sondern ebenso an die Technik, deren Vermögen in seiner Festigkeit durch mehr Konzentration, weniger Nervösität usw. im Outcome verbessert werden kann (evtl. sogar exponentiell je nach psychischer Belastung und Verspanntheit).

    Lebensmotiv "Macht"


    Laut Nietzsche sei Leben ja schlicht "Wille zur Macht", sie also wäre "das" Grundmotiv aller Menschen... Macht kann sich aber nur materiell als Status verfestigen, verwirklichen, wogegen es uns in Teams grad um geistige Dynamik geht. Natürlich kann Neugier als Lebensmotiv (weitere?) da schnell überfordern. Neugier treibt jeden in seine eigene Richtung oder sein eigenes komplexes Denksystem. Wird er nicht mehr verstanden, ist er auch nicht mehr teamfähig. Daher sollte z.B. der "Kopf" des Teams, also i.d.R. der Trainer, Theorie und Praxis unterscheiden können. Mich interessieren erstmal theoretisch sämtliche methodische oder sonstwie anwendbare Ansätze. In der Umsetzung muss man dann schauen, was wie Resonanz findet.


    Die je eigene Handlungs-/Leistungs-Motivation ist für mich bereits ein positiv zu erzielende Ergebnis ((Outcome), also eher Zielvorstellung. Was motiviert dann also von Grund her? Wo kann ich da ansetzen. Mystische Vorstellungen vom Teamgeist (frei übersetzt: ein geheimnisvolles Einswerden) sind da weit verbreitet, werden oft beschworen. Individuell ist der Ansatz bei "Lebensmotiven" sicher zielführender u. insgesamt praktikabler, wenn man davon ausgeht, dass o.g. Kopf das Team allererst komponiere bzw. wie ein Orchester (in konzertierter Aktion) dirigiere. Wenn ich nun aber von einer ursprünglicheren Sehnsucht, einer Gemeinschaft auf Gedeih und Verderb zuzugehören, für sie (notfalls) zu (ver)brennen... - dann sind auch die eher dubiosen MT-Vertreter - wissenschaftlich - interessant. Ziel wäre also eher Einheit von Eigen- und Fremdmotivation per mentalem Zusammenführen. Ich weiß nicht, ob ich das klarer machen konnte. Leider weiß ich aber nicht, ob und wo was im Teamsport praktiziert wird, zB auch Transz.-Meditation-Varianten. Rational(istisch)e Mediation jedenfalls wird angewandt, da kenne ich Beispiele. Das Meiste jedoch läuft ja eher "unter der Hand", nicht öffentlich und unerfasst. Das war meine Motivation zur Threaderöffnung, dazu mehr zu erfahren (auch zB die Verbindung mit Kampfsport fand ich anregend).


    PS: Philosophie ist ja die grundlegendste Wissenschaft vom Geist (mens).... Daher.

    Kunstrasenplätze mit aus Luxusgedanken gebaut


    Hier zeigt sich das Grundproblem mit Vereinen, für die gilt: alles meins! Teilen aus "vereinendem Geist" her - nein danke. Bei uns in der Stadt gibt es 3 K-Plätze, jeder "gehört" faktisch 1em Verein unter Verschluss, d.h. andere haben keinerlei Zutritt, weder andere Vereine noch Bürger: als wären sie Privatbesitz! Reell gehören sie aber der Stadt (o. Gemeinde), d.h. allen. Und die hat sie auch am meisten bezahlt, Grund u. Boden gesponsert. Gleiches trifft auf praktisch alle anderen Sportplätze zu: Betreten verboten für freie Bürger, wie seit jeher gehabt? Nur beim Bezahlen sind sie selbstredend voll mir einbezogen! Privilegien, die - politsch so gewollt, da Politker sich gern mit Posten schmücken, nur fest organisierte (ich würde sagen: hart verkrustete) Sozialformen akzeptieren bzw. wahrnehmen, hier Status quo, dort dann "neue Projekte" wie K-Plätze fördern wollen - Vereine als Institutionen finanziell enorm privilegieren. Bei "guten" Vereinen, die für alle reell versuchen, etwas sozial auf die Beine zu stellen, jeden aufnehmen o. fair behandeln, innovativ offen sind, ist das prima zu akzeptieren, aber es gibt immer mehr andere, schlechte, wo sich eben zB fast alles um eine 1.Herren aus sog. auswärtigen Fußballnomaden o. gar -söldnern als Aushängeschild dreht, deren Trainer fürstlich bezahlt werden, wogegen dank "Quersubventionierung" für die Jugendarbeit da nicht mal Geld fürs Trainingsmaterial übrig sein soll; aber eine AE, die sollen uninformierte Eltern am Ende dann auch noch für Missstände bezahlen, wenn es ihnen irgendwann reicht. Ist das sozial ausgewogen o. gar gerecht, so Steuermittel für sie profilierende Siegervisionen einiger Herren im Dorf zu verschwenden, aus Tradition? Oder sollte das Vereinswesen nicht dringend reformiert u. auf seine "Sozialverträglichkeit" von denen, die alles subventionieren, mehr geprüft werden wg. der faktischen Mittelfehlleitung an jene Nomaden statt die eigentlich allein bedürftige Jugend?

    Tun wir ja hier. Wo(rin) bist du tätig, eher "konfessionell" oder unorthodox? ;) Transzendentale Meditation für sich genommen ist zB für viele verdächtig sektiererisch; methodologisch kann man aber gefahrenfrei passende Elemente entlehnen, die - sei es rationalisiert o. mystisch belassen - wirksam werden können. TM erzeugt auf natürliche Weise einen einzigartigen Zustand tiefster körperlicher Entspannung und Ruhe. Gleichzeitig bleibt der Geist hellwach, heißt es beim "Yogi". Wenn man nun aber experimentell gerade aufs Gegenteil abzielt, also zutiefst entspannten Geist bei und zwecks hellwacher Physis, Methoden variiert, wären die Yogi-Gläubigen wohl schon empört. Doch nun könnte man auch schlicht "alchimistisch" Begriffs-Mix ("synkretistisch" o. mit Nietzsche "experimentalphilosophisch) betreiben. Transzendentale Mediation (alle untereinnder optimal vermitteln in ihren Positionen: zum echten Miteinander heranbildend im "Geiste") klingt etwa zielführend in Bezug auf Teamgeist. Ich verstehe jeden, für den das unseriös klingt, doch: ohne Experimente im Denken keine Innovationen...

    Ein Fußballteam (oder Team im Allgemeinen) ist genauso wie ein Kegelklub kein Sozialkörper sondern eher ein Organismus


    Diese Aussage verstehe ich (abgesehen davon, dass Definitionen von Seienden: als sog. "Entitäten" ja immer theorie- bzw. glaubensabhängig sind darin, was kausaliter Henne u. Ei sei) in ihrem Sinn jetzt nicht: ein Organismus ist doch gerade wie EIN "Sozialkörper". Er geht als vorgängig Ganzes eben WESENTLICH über die bloße Summe seiner Teile hinaus (das Problem der Organtransplantation mal außen vor). Daher ja sehe ich es als Grundfehler an, wenn im Teamsport MT zuerst beim Individuum ansetzt, obwohl ich akzeptiert, dass das Teamganze meist bloß Fiktion einer Selbstbeschwörung (in der Regel seitens der Trainer, zT auch Vorstände, "Teamchefs", Manager etc.) ist. Doch als diese Fiktion existiert es - auf dem Papier - doch real, d.h. hat Auswirkungen auf jeden Einzelnen: Druck, Stress, Zwang, Ängste vs Dynamik, Sich-freien/freuen, innere Erfüllungs-Plattform fürs Ich etc. Das ist natürlich sehr kompliziert in all seinen Zusammenhängen, daher verstehe ich jeden, der sich da nicht rantraut, aber: indirekt tut man es längst jederzeit (wie beim Diktum von Watzlawick "Man kann nicht nicht-kommunizieren"). Jeder ist im Team: auch wenn er das Gefühl haben mag, dass es nicht real funktioniere bzw. gar nicht "echt" sei und existiere. Nur ist dann die - oft unsichtbare, opportunistisch uneingestandene - Reaktion eben eine negative: von der Hemmung beim u. vorm Abspiel bis zur Verweigerung, für andere voll zu laufen, um auszuhelfen, o. auf Kritik positiv aufnehmend zu hören. Facetten gibt es da unendlich viele, was es so schwierig macht, "Teamgeist" positiv zu erfassen, ohne "nur" zu spekulieren. Aufm Platz aber erlebt man ihn in Form von gelingendem o. scheiterndem Teamplay, Mangel oder Fülle des Feuers im Kampf füreinander etc. Verletzungen sind da ein guter Punkt: wie erfasst man seelische Kränkungen von individualer Ehre, Stolz, Wille? Wie komponiere ich als Trainer aus 20, 25 individuell verschiedenen "Beweggründen" einen Teamgeist? Einfach per Heissmachen?
    Ok, bei Kreisklassenteams ist rein zeitlich oft nicht mehr drin, das kann "charismatisch" o.ä. auch "Flow" (bzw. "Suggestion") erzeugen, aber es übergeht eben meist viele im Rund in ihren "Ansprüchen", was unterschwellig, nach Innen zu Enttäuschung, teilnahmsarmer Rückzug auf sich selbst (als Ego), Sticheleien bis hin zu Mobbing gegen Sündenböcke bei Niederlagen usw. führt. Mein Projekt scheint übrigens gescheitert: Ich fürchte, man hoffte eher auf einen "Wunderheiler" (wie oben ja seitenverkehrt oft gemutmaßt) denn einen methodisch sauberen "Arbeiter", der natürlich irgendwann den Trainer als "Kopf" des Teams mit einbeziehen musste. Offenbar war dies trotz Hinweis vorab nicht bewusst, schade. Ja, macht man wie ein Alchemist aus heterogenem Durcheinander der Motive in einer Horde - wie ein Dschungel, Urwald o. eben "Misthaufen", der Unkraut o. auf dem bestellten Feld Kulturpflanzen hervortreiben kann, eine Art homogen reines Gold als jedem wohlschmeckende Frucht - oder geht man davon aus, das der Mensch ein soziales Wesen in sich habe, welches die Ideologie vom Ich nur verstellt und verbaut hat, woraufhin man jeden folglich "befreien" muss, damit er vollstes Leistungsvermögen bringen, "sich selbst" vollends abrufen könne? Das ist die grundlegende Frage, die Andre wohl andeutet u. jeder für sich darin beantworten muss, was für ihn methodisch zuerst da sein solle... Doch gäbe es Individuen ohne das große Ganze, aus dem sie hervorgingen und in das sie zurückgehen? Für mich ist die These vom Individuum als "Entität" eher künstliches Konstrukt, dh abkünftig und sekundär, aber ich weiß auch, dass ich damit z.Z. in der MT-Landschaft recht allein dastehe, wo sie als "westliche" geprägt ist: sogar die, die auf "transzendentale Meditation" o. Yoga aus sind, adaptieren diese so, dass sie aufs Individuum hinauslaufen, dennoch... Letztlich ist es aber eine Glaubensfrage u. das ist das Problem: man kann im Team nicht einfach die "bekehren", die anderes glauben - das ist schon mal eine Pointe, die es zu beachten gölte.