Kernunterschiede zwischen MC zu MT
Coaching im/des Mentalen berät kooperativ für sich souveräne Klienten (Teams bzw. auch Trainer als deren "Kopf" mental, i.d. "geistseelisch"), Training versucht (gemäß klassischer Definition), eher "manipulativ" (zunächst wertfrei im reinen Wortsinne: unter der Hand des Trainers Körper/Seele formend) auf andere "einzuwirken", sie bzw. Teile ihres Seins auszubilden u.ä. Also fänden wir hier eine Subjekt-Objekt-Beziehung vor: der Definition nach, unabhängig davon, inwiefern sich einzelne Trainer in ihrem Selbstsein definieren mögen, zB individuell durchaus in Teilen auch als Mentalcoach arbeitend, sich so missverstehend, falls sie sich dabei nur als Trainer sehen wollen wie im Beispiel des "Heissmachen"-wollens (vs bloßem mediatorischen Moderieren des Teams, wie es MC bedeuten/erfordern würde). Wie aber soll ein Teamganzes - über die Köpfe u. Herzen aller - in seinem! Geist zu sich kommen, wenn dieser von einem Kopf - wie von außen - vorgegeben wird? Es ist nur viel einfacher, einen Teamgeist als in seiner Existenz von einem selbst aus als gegeben möglichen anzunehmen, als ihn sich entwickeln zu lassen!
Ich hoffe, damit ist der natürlich sehr komplexe Zusammenhang ein wenig klarer? Warum Trainer oder ähnlich mit Betreuungsaufgaben betraute, jedoch letztlich eher sich selbst als Subjekt (einer sozialen Sehnsucht ihrer - als "lonely crowd" (Riesman) erlittenen - Individualisierung nach) im Team als Objekt reproduzieren wollende Personen auf Mentalcoaching reserviert bis völlig ablehnend reagieren, liegt sonach daran, dass an den "Geist" des Teams nicht authentisch geglaubt wird. Somit wird MC als äußerste Zumutung empfunden, die kaum einer reell aushält. Dies wiederum hat mit unserer europäischen "Mentalitätsgeschichte" zu tun. Daher ist Fußball andernorts, etwa in muslimischen Kulturkriesen" im Grunde (trotz aller kulturellen Assimilation des sub-europäischen Fußballglobus) ein ganz anderer", der einen C. Daum verzückt, andere wie B. Vogts erst aus Neugier anzieht, dann (vor allem im Fall des Misserfolgs, der hier eben auch fundamental differenzierte Folgen hat i.S.v. einer Art Verdammnis o.ä.) abstößt. Mentalitätenerforschung ist aber wohl das weiteste Feld, das man sich vorstellen kann: ohne wüst verallgemeinernde Spekulativität unvorstellbar, so, wie man sagt, dass es auf dieser Erde nichts gäbe, was es nicht gibt. Individualiter bedeutet dies eben: jeder zimmert sich seine eigene Mentalität zurecht, insofern er nicht blindlings den massenmedial pro-aktiv verkäuferischen Konsum-Offerten folgt. Daher gibt es zB im Fußball den pro-aktiven Führungsspieler kaum mehr. Uns wird eingeredet, dies läge daran, dass die physisch akkumulierte Teampower o. taktisch-defensive Raffinesse heute zu leistungsstark u. kompakt sei, als dass noch ein Einzelner viel ausrichten könne. Stimmt das?
Ich kann nur sagen: da glaube ich absolut nicht dran, dies war der Grund der Threaderöffnung. Führung ist das, was aufm Platz am meisten fehlt, wonach das Spiel oft regelrecht zu schreien scheint! Wieso? Vllt da die führenden Köpfe sich gar nicht aufm Platz befinden, daher das Spiel seine Wahrheit immer mehr verliert u. so der Ruf nach MT immer virulenter ertönt? Aber MT kann nur kurzfristig Erfolge zeitigen, wäre da meine These, da sie eben "sportpsychologisch" denkt und arbeitet. Das funktioniert nicht wirklich u. die Fans wissen das viel besser, wenn sie den Fußballgott für ihr Team zu beschwören versuchen: als 12. Mann. Ich weiß, dass ist ganz schwere Kost u. meinerseits auch alles andere als ausgereift, so mag es daher auch klingen. Aber ich hatte schon oben mal gesagt: ich bin ein Suchender, kein in einem System Wissender, ich sammle Puzzlestücke, mehr nicht, ob sich jemals daraus ein richtiges Bild ergibt, das weiß ich jenseits des Erhoffens nicht. Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn Äußerungen mehr Sinn ergeben, die auf ein System zurückgreifen, das sich dem Ziel verschrieben hat, das Mentale zu begreifen.* Ich möchte es offnen lassen - als Ereignis, es also nicht mit System herbeiführen, so inspirativ jedes System für sich auch sein mag und ist. In diesem Sinne schrieb ich auch, ich sei Systemtheoretiker, also nicht bejahend o. verneindend, sondern bloß "rezipierend": es ist aufschlussreich, welche Denksysteme erfunden werden, wie weit sie Entscheidungshandeln tragen etc., doch bei Syer zB (etwa in seinen Büchern "Teamgeist" o. "Psychotraining für Sportler") ist der Gesamtkomplex "Motivation" nur ein Aspekt unter vielen bzw. "Visualisieren" (also das, was guenter oben damit meint, dass Gesehenes/sinnlich Erlebbares mehr wirke als Gehörtes/gedanklich zu Begreifendes, d.h. noch ins Sinnliche Umzusetzendes) eine von ganz vielen "mentalen Übungen", die er Sportlern schon vor über 200 Jahren zugänglich machte, meines Wissens quasi vollständig. Syer's "Teamgeist" zu lesen, das bringt ganz viel, auch wenn spätere Autoren ihn "besser" kopierten... 
*Es geht dann nicht darum, Wissensstoff abschließend zu bewältigen, zu ver-stehen, sondern ihn sich immer wieder neu zu eröffnen, will sagen: sich von ihm gewissenhaft in anspruch nehmen, aufschließen zu lassen (fürs Weltoffene, über das - privativ - nur wir Menschen verfügen können). Wenn man etwas nicht versteht, sollte man also nie frustriert, sauer o. trotzig reagieren, sondern demutsvoll, da man dem (Fußball-)Göttlichen in diesem Augenblick näher ist als der Verständige. Ich weiß, das ist selbst schwer verständlich, wirkt wie eine faule Ausrede, da ich oft unverständlich schreibe, doch es ist eine Einladung ins Sich-selbst-neu-denken-können, ohne schon alles begriffen zu haben, begreifen zu können. Denn genau das ist es, was sich in Gott als Begriff verbirgt u. Heidegger klärte uns auf, dass das Wahre im Verborgenen weilt, nicht im Offen-Zutage-Liegenden, wie man meint, folglich all das, was man für wahr hält, immer uns aufs Unwahre fixieren "will" (wogegen er dann als eigentliches Selbstsein des Menschen eben ein "Gewissen-haben-wollen" preist). Klingt alles verrückt? Ich weiß, hat mir schon mein Prof seinerzeit in die Beurteilung geschrieben, mit sehr guter Note und der Bemerkung, dass wer so schreibe, dass er - beim besten Willens - die Sache nicht verstehe, müsse genial sein. Wobei dies keine Arroganz, sondern ein Appell des latent Wahnsinnigen ans Mitleid der anderen ist: denn der, der von keinem verstanden wird, kommt in der Gesellschaft der Verständigen, wo Erfolg das Maß ist, nirgends an, ist chronisch Außenseiter - also nie zu beneiden, sondern zu bemitleiden und meist auf Almosen angewiesen, oft unter Trollverdacht o.ä. Das ist keine Koketterie, ob du es nun glaubst oder nicht. Was du aber glauben sollte: es gibt viel mehr Verrückte als du meist und siehst, wieso? Weil "man" ganz schnell Leute wegsperrt, die sich ums Wahre bemühen: Bestes Beispiel zuletzt in "Report" derjenige, der seit Jahren auf Ministeringeheiß in der Klapse sitzt, da er - längst nachgewiesen -das Wahre bzgl. der Geldverschiebungen durch die HypoRealEstate in die Schweiz aufdecken wollte. Solch Fälle sind mir immer Warnung: der Mann sitz weiter in der geschlossenen Abteilung fest ein, obwohl man längst weiß, dass er völlig richtig lag - echt grausam, mitten in unserer großartig rechtsstaatlichen Demokratie, aber Fälle wie seinen dürfte es Tausende geben u. es erinnert mich irgendwie an die (Wechsel-)Sperren für Kinder just durch ihre selbsterklärten Förderer, - wogegen Profis stets frei spielen dürfen, da "Vereine" sie ja als "wertvoll", sprich: profitversprechend, per Ablöse freikaufen.... Alles hängt mit allem zusammen, fragt sich nur wie: ob die offiziell-öffentliche Version auch immer die wahrhafte sei... guenter: Philosophie ist sehr konkret: wenn man genau hinschaut, komplex in sich verborgenden Dingen echt auf den Grund zu gehen versucht, dabei natürlich meist scheitern müssend mangels möglicher Einsichtnahme. 