Beiträge von Keller-Kicker

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    wie so vieles, so kann man diese Grundsatzdiskussion von 2 unterschiedlichen Seiten führen.


    gg


    Die 2. Seite, die ich meine, hatte ich nicht benannt: unabhängiger Sport oder vereinsfreie Förderinitiativen. Wer es über Jahre probiert hat, Plätze o. Hallenzeiten zu bekommen für eine eben nicht in Vereine eingebundene, kostenfreie Fördergruppe von 10 bis 14 sog. Talenten, deren einziges "Leistungskriterium" die eigene Motivation sein sollte, etwas mehr lernen zu wollen,also das innere Selbstsein von damals 7- bis 9-jährigen, der weiß wovon er redet: no chance! Nur ein Verein mit LZ ließ uns samstags bei sich mittrainieren, dafür waren wir dann der "Sparringspartner" beim Abschlusskick, der immer verlor (schon da wir 2000 u. 2001 waren, die nur 2000). Nach 5 Monaten guter Koop wechselten aber 3 der stärksten Spieler - aus freien Stücken, soweit ich weiß - zum, in den LZ-Verein (da deren Arbeit u. Engagement eben "bestechend" wirkte); nachher war ich dann überall nur als deren "Chefabwerber" geächtet und die Ini tot: Vereinstrainer verboten Eltern die Teilnahme. Tja, so wurde das "Vereinsfreie" dank der völligen Abhängigkeit von Vereinen bzgl. Spielflächen zum Bumerang u. verkehrte sich gegen sich selbst. Ergebnis: freies Fördern unmöglich, da alles den Vereinen gehört. Die einen arbeiten gut, andere nicht, aber dies Faktum bleibt u. so ist Organisation freien Kinder-Fußballs ein absolutes Unding! Für Erwachsene gibt es das natürlich vielerorts, ich selbst spiele ja neben dem Verein seit 15 Jahren in einer sog. Bunten Liga. Wir kriegen Platzzeiten von der Stadt, da wir als Erwachsene Druck gemacht haben, eben freie Lehrergruppen, Studenten, Freizeitteams - all die bekommen Platz- und Hallenzeiten. Nur für Kinder setzt sich niemand ein, die haben so die A-Karte. Ich stand nämlich damals ganz allein da, die Eltern musste ich noch lang überreden, Kinder wie ein Taxi abholen, Turniergebühren(bei den 3 Turnieren, wo wir netterweise mitmachen dürften, sonst waren wir als vereinsfreie Ini überall ausgeschlossen: was nicht sein soll, das darf auch nicht sein) o. z.T. Getränke, die "Leibchen" o. Hütchen etc. aus eigener Tasche bezahlen etc., damit die Förderung erlaubt wurde. - Daher ist mir dies alles als einziges Elend im Kopf geblieben u. die Vereine eben als die Platzhirschen, die am liebsten alles andere abwürgen, verbieten, blockieren etc. Und das finde ich für Kinder in ihren Talenten u. ihrem Elan sehr traurig. Aber es hängt eben am Geld und so an Macht als wesentlichem Faktor, und Freiheit für Kinder scheint uns gesellschaftlich nichts Wert außer im Verein, da dort eben seit über 1 Jahrhundert die Macht versammelt liegt. Zeit mal für was Neues o. ist alles so perfekt?

    es sind doch auch Wahrheiten drin


    Genau, wenn ich da an unseren Verein vor Ort denke: gebietet im Dorf über 4 schöne Rasenplätze u. Riesenhalle, hat aber nicht mal halb soviele Mannschaften wie der Verein im Nachbarort mit nur zwei daher total demolierten Plätzen, wo auch wir mit unseren Kinder nach Teamauflösungen hinfahren müssen: mit enormen Aufwand und Kosten! Und wieso? Weil ein paar Leute alles, was alle mit ihren Steuergeldern bezahlen, für sich haben wollen, jeden, der anders denkt o. gar fachlich besser u. beliebter bei Kindern zB ist, rausekeln müssen. Diese Verhältnisse hab ich vor Augen, wenn ich die Mahnung lese. Na ja, und die Feuerwehr - ich weiß nur, wie gut es den Herstellern der Materialien u. Fahrzeuge geht: blendende Gewinne! Auch, weil man gern funktionstüchtige Fahrzeuge verschrottet u. auf Gemeinkosten schicke neue kauft, wobei die Hersteller schöne "Give-aways" dafür verteilen (Nachbar ist bei der Freiw. Feuerwehr, daher kenn ich dies gut). Freie Meinung macht müde Seelen munter, man kann sich empören o. es tolerieren, wenn andere anders denken, u. darüber nachdenken, wieso... Alles miesmachen sollte natürlich auch keiner wie ein wenig im o.g. Artikel ;)

    Als wir vor einem Jahr bei Bayern waren konnten wir sehen, dass dort die Tore auch nicht immer gesichert wurden.

    Tja, es ist also nicht nur hier so, wissen die immer noch nicht Bescheid o. wollen sie nicht, wie bei uns?

    Leitsatz; Ich passe auf andere Kinder so auf, wie ich auf meine eigenen aufpasse


    Klingt erst mal super, aber wenn ich so sehe, wievielen Eltern alles egal ist, dass man da als Trainer manche auch nach Monaten noch nie sah und die die Aufsichtsperson ihrer Kinder folglich auch nie in Augenschein nehmen.... (Oder beim Kindergeburtstag, was ich da schon alles erlebt habe, nämlich auch mal eben ne Bootstour aufm Zwischenahner Meer im Segelboot, und keins der 5- u. 6-jährigen Kinder hatte ne Schwimmweste - wer hält sowas vorher für möglich, wenn man Kinder wo zuhause abgibt u. nichts gesagt wird dazu?) Wichtig ist die Wahrnehmung, um es nochmal klar zu sagen: das Risiko besteht zuallererst für die Kinder, nur mittelbar übers eigene Verantwortungsbewusstsein für Trainer. Wer sich voll verantwortlich fühlt, der wird auch abschätzen können, wo Risiken für Kinder liegen, so dass es für ihn außer sich selbst eigentlich keine gibt.

    Jetzt fang nicht wieder mit den traurigen Kinderaugen an.


    Ok, diesen Spott ertrage ich nicht, bring so auch nichts, ich bin raus aus dem Thema u. click mich nicht mehr hier rein. Die Leute wollen Kindern eben nie in die Augen sehen u. keiner kann sie zwingen. Kinder aber kann man zwingen, über sie verfügen bzw. den Bann aussprechen, so dass sie nicht mehr mitspielen dürfen. So ist unsere Welt, alles normal, aber ich passe da nicht rein: weil ich selbst im Herzen Kind bin, diese so oft kinderfeindliche Erwachsenen-Welt auch im Alter noch immer nicht ertrage: Sprüche wie diese schmerzen mich einfach nur, ertrag ich nicht. Aber mach dich bitte nicht noch zum Anwalt einer fiktiven Kinder-Mehrheit derer, die das böse Wechselkind im Stich lasse, wo Kinderaugen dir so egal sind! Trotzdem geh ich mal davon aus, dass du es irgendwie gut meinst :huh:

    10-jährigen


    Eben das ist das Schlimme: 10-jährige werden da behandelt wie Dinge, gelten demnach nichts als Mitmenschen. Erwachsene können sich ja untereinander befehden o. diffamieren, daran gewöhne ich mich zB und nehm's locker, aber um diese Kinder geht es! Ich gab zB Freigabezusicherungen ab, die sollten nur vom Vorstand unterschrieben werden. Auf Nachfrage versichert mir der JL, sein Wort gelte, man würde nie für Kinder Geld (per AE) abkassieren - natürlich. genauso wie bei allem anderen vermutlich: Ich stieg dort auch im mit 0 Cent bezahlten Trainerjob u. nach über 3 Monaten hieß es, ich sei nie Trainer gewesen, nur Helfer: als ich mich auf faule Kompromisse zulasten von Kindern einließ (s. zB auch die o.g. illegalen Doppeleinsätze von festgespielten Trainersohn im unteren Team zulasten der Spielzeit dessen Kinder, lieber stefan67: Klar bin da bei Unruhe nur ich Ursache, da ich finde, die Spielregeln sollten auch für Trainerkinder gelten, oder?). Und von Dritten hörte ich dann, dass man im letzten Jahr das Minus bei der Tennishalle über einige Aufwandsentschädigungen gut hätte ausgleichen können... So, und nun, was soll man tun, den JL wg. Betrug verklagen? Später Kinder sperren lassen, wenn ich so doof gutgläubig war, trotz aller Erfahrung einem JL-Wort zu glauben? Am Ende muss man denen, wo Kinder grad nichts und Falsches lernen, man selbst als Trainer völlig unbezahlt wirkte, noch ne AE bezahlen? Ist es dann ein Wunder, wenn immer öfter Vereine negativ betrachtet werden? Keine Freizügigkeit, ich kenne vieles, was im Vereins/Verbandsleben als ganz normal gilt, aus DDR-Zeiten.


    Vielleicht wissen viele Freiheit gar nicht recht zuschätzen, da sie selbst sie immer kostenlos garantiert, gratis ohne jede Anstrengung bekamen, wie die Früchte freien, fairen Leistungswettbewerbs als Garantie dafür, dass die, die Mist bauen, die Folgen selbst tragen müssen, nicht Kinder? Ich bin da sehr sensibel und weiß: Kinder haben da nichts Böses verbrochen! Wieso also werden SIE bestraft, von ihrem Spiel ausgesperrt, wieso hält man sich an die Unschuldigsten von allen? Wer kann es mir erklären? Weil Planwirtschaft Erwachsener im KiFu mehr wiegt (wie freier Leistungswettbewerb wie sonst überall: zum Guten aller, da die sich nicht verstecken können, die Mist bauen, sondern sich selbst ruinieren - statt uU Kinder!), wertvoller als kindliche Entwicklung sein soll? Ok, wer diese Ansicht hat, muss dann unterschreiben, wenn traurige Kinderaugen im neuen Team monatelang nur zuschauen dürfen statt integriert zu werden, da Erwachsene sich uneins sind. Aber schaut bitte mal in diese traurigen Augen, sagt dann: meine Pläne sind wichtiger! Mir tun da nur die Kinder leid... Ach so, guenter: natürlich sollen Kinder treu zum Team bzw. was durch-halten u. tägliche Wechsel sind ja auch ein abstruses Horrorgebilde derer, die das ganze Thema nicht ernsthaft behandeln wollen. Strafen sind immer symbolisch, schrieb ich anderswo mal: sie signalisieren, dass wer sich schuldig machte, Verantwortung ignorierte u.ä. Doch wie symbolisch sollen sie hier sein: gegen Kinder? Für mich symbolisieren sie nur: Kinder sind das schwächste Glied, also da drauf hauen, statt dass sich Vereine bzw. Trainer untereinander verständigen, was sie eben nicht packen! Es ist dann ja so bequem, alles auf dem Rücken der wehrlos Schwächsten zu regeln... Für dies Prinzip stehen die symbolischen Sperren zuallererst! Ach, übrigens guenter, mal ganz eitel: bei mir hat in 3 Jahren nie ein Kind aufgehört, daher sehe ich wohl alles anders. Zu mir wollten Kinder immer nur, aber ihre Trainer ließen sie (vereinsintern) nie u. ich bekam Stress dank der Unterstllung ich hätte sie abwerben wollen: obwohl alle natürlich von sich aus zu mir kamen, ob sie bei mir mitmachen dürften, u. ich sie nur bat, ihre Trainer um Erlaubnis zu fragen....

    genau so steht das da.


    Eben nicht! Erst genauer lesen, dann schreiben - bitte. Ich rede von Motivation u. Geld motiviert nicht, sondern "besticht". Ich kenne mich mit diesem Thema gut aus, aber du wirfst hier Dinge durcheinander, die konträr zueinander stehen und nennst es dann meinen Willen. Daher bitte immer sauber zitieren, nie einfach behaupten: du willst..., dann noch mutmaßen, wie jemand arbeite, den du gar nicht kennst, gar noch wild spekulieren, warum irgendwelche Teams kaputtgingen, die du nie gesehen hast. Ist das seriös? Fairplay auch im Schreiben: danke! Setzt dich mal mit dem Geschriebenen intensiver auseinander u. du erkennst, worum es geht!


    PS: Fürs Wohlergehen meiner Kinder würde ich gern auf Urlaub o. Konsummüll verzichten, einem Trainer im monat 100 Euro bezahlen (wie beim Tennis ja auch Eltern), stehe damit aber eher allein...

    Vielen Dank, dass ihr Vorfall wie Thema nochmal öffentlich gemacht habt! Vor diesem TT-Eintrag hatte auch ich davon noch nie gehört - und so ist es wohl auch z.T. mit den Tor-Unfällen, die trotz Urteilen dank Nachlässigkeit immer weiter geschehen: da man sich wie bei uns um nichts schert. Wenn so auch nur ein Kinderleben gerettet wird durch mehr Obacht, dann hat eure Homepage mehr bewirkt als in allem zuvor (so toll alle Tipps auch sind) - von stiller Betroffenheit nämlich ist nie wem geholfen, man muss im Busch schon trommeln, um uns massenmedial abgestumpfte Neu-Neandertaler so zu erreichen, dass wir uns vllt mal bewegen. Danke also für die ausführliche Fallschilderung, motiviert mich wieder, trotz aller Nackenschläge weiter den Mund aufzumachen: weil man doch was bewirken kann. Jedes Kinderleben zählt! ;)

    Sind bei euch eigentlich nur Ar.... löcher als trainer unterwegs? Wenn ich das immer so lese, würde ich mir mal überlegen ob mein Kind überhaupt noch Vereinssport betreiben darf.


    Tja. haben wir als Eltern in der Tat oft überlegt: wären sie doch beim Tennis o. TT, notfalls beim Hand- o. Basketball geblieben. Nur: Auf dem Schulhof gibt es nur einen Fußballplatz, schon im Kindergarten sind die ersten Kinder "Fans" oder gab es nur ein KiGa-Fußballturnier, also sind "die Freunde" eben zumeist zum Fußball gegangen. Und Fußball an sich macht vllt auch am meisten Spaß: in der Gruppe der Freunde o. Kumpels (mir jedenfalls). Doch es ist ähnlich wie mit der Religiösität: viele glauben liebend gern an Gott o. etwas Ähnliches, aber in die Kirche gehen sie kaum mehr als Erwachsene, viele treten aus, doch abends im Bett beten sie, still für sich... In den letzten 4 Jahren gingen 4 Teams unserer beiden Söhne (11/12) kaputt, das hinterlässt Spuren, Fragen: wieso sind im System so oft Kinder die Dummen, werden Konflikte Erwachsener auf ihrem Rücken ausgetragen, werden sie de facto bestraft, obwohl sie weder etwas zu entscheiden und mitzureden haben noch sich jemals wehrhaft Streit suchten? Weil es so am einfachsten ist? Wievielen Kindern wurde so letztlich unnötig ihre Freude am Fußball getrübt, ihr Elan geraubt, wo doch alle sie nur fördern wollen? Wieviel "F-Karrieren" im Kleinen o. auch Großen wurden so zerstört? Die Zahlen, der Schwund von denen, die voll Wille mit Fußball beginnen, und jenen, die als Erwachsene noch - aktiv - dabei sind, spricht doch irgendwie Bände diesbezüglich, oder? Das möchte ich nur mal zu bedenken geben. Sollen Erwachsene ihre Kontroversen fairer, offener und ehrlicher untereinander regeln statt immer auf die Kinder zurückzugreifen, dann wäre KiFu wirklich ein anderer, ein für ihre Entwicklung freier. An Symptomen zu kurieren ist ein guter Anfang, mehr aber auch nicht... Wir sollten immerzu das Wesentliche betonen: dass es um Kinder, ihr Wohl, ihre Freude am Lernen wie Leisten gehen sollte, nicht darum, was Erwachsene wollen. Oder?


    Im Tennis kann man Leistung fordern, (im Verein) zwischen 2 Trainern wählen (o. selbst trainieren), aber zB bezahlt man die Trainerstunde: 4 Kinder, 40 Euro - für Kinder zu teuer? Erwachsene buchen locker ihre Einzel-Stunde je Woche (weil ICH es mir wert bin, wie die Werbung ja sagt), aber bei Kindern wird gejammert, findet sich kaum mal einer, der Kinder armer Eltern sponsern wollte, obwohl da x Multimillionäre im Verein hocken, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Und im Fußball: er ist spottbillig im Vergleich, aber eine Wahl hat man in der Regel nicht: Komm oder geh, das sind die einzigen Alternativen. - Ich würde zB gern unseren 2001er ´zur D2 der 2000er schicken, da er bei den (nach meinem Rausekeln) von einem Trainer allein kontrollierten 2001er-Teams D3 und D4 nichts lernt, die meisten Kinder lustlos u. frustriert sowie völlig erfolglos wirken. Er half im unterbesetzten D2-Team schon mehrfach erfolgreich aus, ist stark genug, hat dort 3 Freunde, doch vereinsintern bekam ich nicht mal eine Antwort auf die Anfrage. Klar, er würde lieber in der D3/4 bleiben, da dort seine besseren Freunde sind, aber als fußballverrückter Vater muss ich auch wollen, dass er sportlich was positiv lernt, nicht immerzu nur kollektiv abgestraft wird: zB wenn die Trainer am Ende nicht frei spielen lassen, da einige mal wieder gestört haben. Wieso wird unser Sohn u. alle anderen bestraft, weil einer störte? Und dies wird dann noch als "Spaß"-Fußball u. sozial - Erfolg sei nicht so wichtig: ja, so kann man die als Nichtfußballer fachliche Inkompetenz gut verpacken - verkauft. Obwohl alle mir schon viele Kids sagen, dass es bei mir viel mehr Spaß brachte. Um wessen Spaß geht es also in Wahrheit? Und dann, kaum dass ich weg war, spielt der in der D3 festgespielte Sohn sogleich - entgegen der Proteste einiger D4-Kinder - illegal in der D4 mit, als wäre das völlig normal. Dabei ist er nicht mal ne Verstärkung für sie, eher ne Schwächung, da er in der D3 nur (immer durch) spielte, weil er Trainersohn ist, was ich aber bisher noch in praktisch jedem Kinderteam erlebte: immer waren die Trainersöhne gesetzt, völlig unabhängig von ihrer Leistung. Ja, im Tennis könnte es dies nie geben: die Kinder könnten gegenenander fair antreten u. jeder würde sehen, wer wie gut spielt... Das sind so Beweggründe, wieso ich mich errege u. für mehr Freiheit für Kinder eintrete: damit nicht immerzu sie wechseln müssen, sondern evtl. auch mal ein Trainer, der aus einem tollen Team mit KL-Potential u. viel Spielfreude den Vorletzten in der 3. KK-Staffel macht, uU grad Stärkere (wie unseren, den Trainer stärkerer Nachbarteams gern hätten, der aber den Freunden die Treue halten will) ausbremsen will: aus missverstandener Liebe zum eigenen Sohn, da ja er umso stärker erscheinen kann, je schwächer andere werden...?


    Was soll man da tun? Haben nur BuLi-Stars ein Recht auf echte Trainer? Soll man sich im LZ per Sponsoring einen Platz einkaufen (was andere schon taten, da bei uns eben nur dort Qualität gewährleistet erscheint, die guten Trainer eben hingehen)? Dort aber läuft ein Kind dann einem Rückstand von 3, 4 Jahren hinterher... Freie Wechsel könnten mehr Dynamik in die Betreuung bringen, gut für die Kinder, gut für ihren KiFu o. auch "Karrieren" (von 5.KK bis 1.BL: Hauptsache aktiv bleiben!), aber schlecht für die, die an Sesseln kleben, auf denen andere Besseres leisten könnten. Für die Tenniskarriere ist es aber nun zu spät ;) Danke für deine verhaltene Reaktion auf meine etwas provokanten Beiträge: nicht böse gemeint, nur als Art Aufwecker :)


    PS: Unser einer Sohn trainiert in der Tat ab und an in anderen Vereinen mit, da er oft Einladungen kriegt. Warum nicht? Er kann da nur lernen u. ob uns das zum Wechsel verführt, liegt allein daran, wie zufrieden er in seinem Team u. Training sein kann, oder? Ach so, noch zu deiner indirekten Beschwerde: warum soll es kein "Einkaufen" von Spielern geben, wenn es ne AE u.ä. Modalitäten gibt? Wieso sollen an Kindern nur Vereine verdienen dürfen, nicht auch Kinder selbst? Es macht Kinder einfach sehr stolz, wenn wer sie als Spieler will, ihnen etwas bietet: es motiviert sie sogar noch weit mehr als Erwachsene! Wieso sollen Kinder diese Motivation nicht erhalten dürfen? Ich würde sie also gar nicht verhindern, vielmehr fördern wollen, aber ohne Vertrag eben, da Kinder zurecht nicht geschäftsfähig sind u. nicht Eltern abkassieren dürfen sollten. Positive Anreize für Kinder aber sollten nicht mit Bann belegt werden - nur meine Meinung.

    Die Jungs können sich im training alles erlauben und dem trainer auf der Nase herumtanzen, immer mit der begründung: Machst du das nicht gehe ich direkt


    Was hast du nur für ein Bild von der Jugend, von deinen Mitmenschen? Alle erpresserische F-Nomaden, käuflich? Die armen Vereine u. Trainer bloß ihre armen Opfer, die sich mit denen rumplagen müssen! Doch warum tun sie es denn? Immerhin haben sie ja die volle Gestaltungsfreiheit, Spieler aber nie: sie sind hier abhängig, nicht etwa umgekehrt. Und wer so schlecht arbeitet, so wenig Überzeugungskraft besitzt, dass alle ihm weg laufen wollen o. damit "drohen", dem geschieht nur Recht! Er sollte schlicht bei sich selbst anfangen nach Ursachen o. Schuld zu suchen statt andere so zu verdächtigen. Das würde eher alle als u. im Team weiterbringen, denke ich, oder? ;) Zum Glück zwingen, sozialistische Zwänge, rigide Abstrafen für freie Wahlen, bitte nicht mehr, sondern weniger! Sorry, weiß man im Westen Freiheit so wenig zu schätzen?


    PS: Ein Trainer meines Sohnes hat erst die Kinder verbal fertiggemacht bis zu Tränen, wohl fast geschlagen, wie ich hörte, am nächsten Montag erschien er dann nicht mehr und auch nie mehr danach, natürlich ohne Absage. Trainer dürfen das - straffrei, aber Kinder mit 10 Jahren sollen eine Verantwortung fürs Team "tragen"? Verstehe ich nicht: guten Trainern habe ich noch nie Kinder weglaufen sehen, denen laufen sie zu! Probleme haben auf Dauer nur die, die Kindern nicht gut tun, meine ich - und die will man dann vor den Kindern beschützen, das verkehrt doch alles, oder??? Ist aber de facto wohl das Prinzip hinter dem Aussperren von Kindern von ihrem Spiel, immer schön von oben herab, damit sie lernen: oben wird gesagt, was du tun musst, also gehorche? (Ok, da zu mir immer nur Kinder - auch von der Ersten in die Zweite - wollten, habe ich kein Verständnis für derlei Ängste u. kann jeden nur bitten, ernsthaft in sich nach den Ursachen für sie zu suchen statt sie auf Kinder "zu projizieren", ihnen ihre Freiheit nicht lassen wollend? Ok, es hieß ja auch mal: Demokratie wagen...)

    die Probleme der massenwanderungen. Du hast keine Planungssicherheit


    Also ehrlich: wo Massen bösartig wechselwilliger Kinder den Vereinsfrieden bedrohen, müsstest du mir mal zeigen. Ich halte es lieber mit Demokratie und Marktwirtschaft: jeder Mensch ist mündiges Individuum und darf für sich selbst entscheiden, was gut für ihn ist. Strafen o. Sperren sind eher was für Verbrecher, nicht für Kinder. Bevormunderei u. Planwirtschaft gehörte zum Sozialismus und vieles in den Verbänden/Vereinen scheint mir dem munter nachzueifern mit Absprachen in Hinterzimmern, immer nur ein Kandidat bei Wahlen, geschlossenen Reihen, sobald mal eine einsame Stimme der Kritik sich vernehmen lässt usw. Einzige Chance bei Misswirtschaft und minderer Qualität ist der Wechsel. Für Familien mit mehreren Kindern ist er jedoch oft schwer genug bzw. fast gar nicht möglich mangels Mobilität. Man sollte ihn folglich erleichtern statt erschweren, um für mehr Flexibilität, Freiheit und Kontrolle per individuellem Wahlverhalten contra Verkrustung der (Macht-)Strukturen zu sorgen. Das täte dem KInder-Fußball wirklich gut, denn dann hätten Kinder ein wenig die gleichen Freiheiten wie Herren. Wieso gönnt man sie ihnen bzw. den Erziehungsberechtigten nicht? Sollen Kinder Spielermaterial, als freie Wesen abgestraft sein (obwohl ja sie selbst mitunter gar nicht den Wechsel zu verantworten haben, vielmehr oft Streiterei unter Erwachsenen, über deren Recht im einzelnen gar nicht zu streiten ist, fix ist nur: sie stehen in jedem Fall über den Kindern, die unschuldig für die Strafen herzuhalten haben, was ich perfide finde: aber in unserem Land ganz normal!)?

    Durch die Einführung der Sperrmöglichkeiten und ab dem älteren Jahrgang der D-Jugend zusätzlichen Zahlung von Ausbildungsentschädigungen sind einseitig Vereinsinteressen in den Vordergrund gestellt worden. Der Wechsel eines Kindes in einen anderen Verein ist nach meiner Meinung reine Privatsache und geht weder dem Verein noch dem Verband etwas an. Warum soll ein Kind, dessen Hobby das Fussballspielen ist, an einem Wechsel gehindert werden? Weil es eine Vielzahl von Gründen geben kann, sollte es vielleicht eine Beratung durch eine dritte, neutrale Stelle geben. Eine Sperre oder gar Aufhebung der Sperre durch Zahlung einer Entschädigung (vielleicht sogar durch die Eltern) darf es aber nicht geben. Ich hoffe und wünsche mir, dass bald mal jemand einen Musterprozeß anstrengt, denn nach dem "Bosmann-Urteil", wonach die freien Berufsausübung nicht eingeschränkt werden darf, sollte es auch ein "Kinderfussball-Urteil" geben, wonach dem Kind jederzeit und ohne Angabe von Gründen ein Vereinswechsel ohne Auferlegung einer Sperre oder Kostenübernahme (durch Eltern oder Aufnahmeverein) zu gestatten ist.


    Das hätte ich geschrieben haben können ;) In unserm freien Land nur Stress für Eltern u. Bestrafung unschuldiger Kinder, wofür, wer will Kinder so drankriegen? (Wo offiziell doch alle sie nur fördern wollen, hahaha) Doch wen interessiert diese Wahrheit an den entsprechenden Stellen? Leider wohl keinen. :(

    bedenklich


    Das wäre dann der schönste Erfolg: etwas zu bedenken geben, aber nicht als Oberlehrer, sondern nur emotional. Unfälle passieren eben meist, da man vorher nicht dran denken mag: et is noch imme jut jegange! Es gibt ja auch den Spruch: der Tod lauert überall, s. dein Zungen-Beispiel. Nur: wann kann bzw. muss ich mit einem Unfall rechnen (qua Verantwortung), wann ist er eher wie Schicksal? Mit dem Toreverankern ist schon sehr lästig, ich verstehe jeden, der zu faul dafür ist, aber nach dem Dachauer Urteil (dessen Strafe ich nicht genau kenne) hätte einfach jeder die Pflicht den inneren Schweinehund zu überwinden, erst recht, wenn Eltern darauf hinweisen. Müsste man bei Faulheit mit Gefängnis rechnen, wäre dies allg. bekannt, würde wohl kaum wer etwas riskieren, so aber... Daran sieht man, was Menschen mehr bewegt im Handeln, ist leider eben so, das 1 Jahr Gefängnis für einen selbst weit schlimmer empfunden würde wie der ja jederzeit riskierte Tod eines Kindes. Daher gibt es Gerichte, die bestrafen, vor allem, um vorzubeugen, Schuld bewusster zu machen. Es ist so wie mit dem Anschnallen der Kinder im Auto: wie oft sehe ich Eltern, denen es egal ist. Zu 99,999% passiert ja auch nichts. Aber wieso spielen Leute dann im positiven Spekulieren Lotto? Etc. Man ist eben gern "guten Mutes", wenn man sich so Mühe ersparen kann, brisant finde ich es nur, wenn man Kinder in Obhut hat... - Dein Rat passt 100%, nur sind Menschen eben meist eher unvernünftig: das Richtige zu wissen u. zu tun, das ist ein himmelweiter Unterschied! Falls ich irgenwann mal in der Klapse ende, werde ich ihn aber zu beherzigen haben ;)


    PS: Angemessen kann man nie bestrafen, da man nicht in die Menschen, ihre schuldhaft verursachenden Beweggründe hineinschauen kann. Wollte man den Kidnern nur was Gutes (Erfrischung ermöglichen), wollte man ihnen imponieren und sich mutwillig produzieren (Badeverbot, da stehen wir drüber) usw. - wer will das wissen? Daher ist jede Strafe ein bloß symbolischer Akt der Sühne, von dem Tote nichts mehr haben, daher kann man nur auf die weiteren Opfer, die Angehörigen, blicken, wie sie das Geschehen bewerten. Symbolisch aber geht es ums Aufwecken, Abschrecken, damit so etwas nie wieder vorkomme, weil mögliche Verantwortlichen schlicht aus Selbstschutz bzw. Angst vor Strafen mehr aufpassen u. nachdenken, was sie tun (sinnvolle Verbote vor Kindern ignorieren) bzw. (so bzgl. der Nachfrage, wer schwimmen könne) lassen. Ich bin so pessimistisch zu glauben, dass ohne "empfindliche" Strafen biel mehr passieren würde, da Menschen einfach nicht gern vorher denken, dann handeln, da sie gern mal was aus Trägheit "vergessen" o. zurechtbiegen etc. Das ist nur menschlich, da unsere Kraft endlich ist. Umso wichtiger, Verantwortung als Pendant zur beanspruchten Handlungsfreiheit immer klar u. bewusst zu machen. Man sagt ja auch zu Kindern: Strafe muss sein, da man glaubt, ohne würde nichts gelernt. Erwachsene sind da aber schon in der Regel rigider im Lernen, man will über die Welt im Bilde sein, jede Störung dieses Glaubens wirft uns scheinbar zurück, macht uns wieder "klein" - und wer in der Gesellschaft klein ist, der ist eben niemand. Da schließt sich der Kreis des Unwillens dann logisch: wer etwas erlernt hat, sich mühsam in der Welt zurechtfindet und meint, alles erkennen zu können, möchte nicht "entlernen" u. zurück ins Chaos müssen... Sorry, nun bin ich wieder philosophisch, ende daher auch sogleich statt hier noch zu "Überwachen und Strafen" (Foucault) o. dem "Prinzip Verantwortung" (Jonas) weiter zu machen, so fesselnd u. aufschlussreich dies auch werden könnte bzgl dem Trainerjob als Aufgabe, für andere mitzudenken, mit zu entscheiden ;)

    alle die erfolgreich sind und/oder es werden wollen arbeiten mit Sprachhypnose


    Das ist eine interessante These, ich würde aber eher von (Fremd-)Suggestion reden. Sie ist auch Grundlage bei den üblich "heissmachenden" Kabinenansprachen, wogegen MT zB eher der Autosuggestion gern das Wort redet, die dann eben für individuelle Freiheit für Einzelne (sich uU der Ansprache zu entziehen u. selbstständig mental vorzubereiten: der Ruhige per autogenem Training o. Yoga, der Kämpferische per Kampfsport etc. - jedem so möglich, wie für ihn angebracht und gut) steht: das ganze Gegenteil von irgendeiner Möchte-gern-Hypnose per Beschwörungsformeln von Teamgeist, die eigentlich nur sein konkretes und natürlich langwierigeres Erarbeiten im Team per "Charisma" (ich würde gern behaupten: Machtaura in mental-imaginärer Übertragung auf die Spieler insgesamt, der Trainer dann als Art Geist-Designer, eben ganz spontan, ohne Mühe der Ausbildung, ohne Kontrolle durch Dritte o. Widerspruchs- bzw. Entzugsoption fürs Team etc.) u.ä. umgehen wollen dürften. Oder? Erste Schritte (etwa Clearingprozesse mit Teambilanz der positiv o. negativ empfundenen Energieströme im bereinigten Miteinander) zum MT genügen schon u. brächten oft viel, bin ich überzeugt.


    Meine Quelle war der verlinkte Bericht, wo zB nichts von freier Zugänglichkeit stand. Ob o. wie oft nachgefragt wurde, kann ich nicht beurteilen, da ich nicht dabei war. Daher kann ich keine Tatsachen feststellen, mich nur auf jene Quelle berufen. Aber mein Punkt ist auch ein anderer: die Betroffenheit o. Trauer über den Tod eines Kindes, die mir in Statements zuvor schon etwas fehlte (ging eher nur um den Fall, nicht das Kind) o. im Zeitungsartikel mit dem Verweis darauf, dass man u.U. gar noch in Berufung gehen wolle, als käme man mit ein paar 1000 Euro "Strafe" nicht billig genug weg. Bin ich deshalb Hardliner, da ich mich darüber aufrege, dass bezüglich Todesursachen auch anderer Fußballkinder wie im Dachauer Fall weiter Gleichgültigkeit statt Verantwortung vorherrscht (unverankerte Jugendtore direkt in unserem Verein, aber auch andernorts oft gesehen zB), daher gern mehr Aufmerksamkeit dafür o. Aufwachen schaffen würde? Von Aug um Aug hab ich nie geredet (zwischen Todesstrafe u. 7.000 Euro liegt ja wohl noch ein wenig Spielraum), wozu so tun, als hätte ich? Betreten unerzogene Kinder eigenständig verbotene Baustellen wären höchstens Personen, die dies sehen u. bewusst ignorieren, mit haftbar; aber hier wurde es grobschnittartig so geschildert, dass die schutzbefohlenen Kinder eben just von denen, unter deren Obhut ihre Sicherheit gewährgeleistet werden sollte, dazu angehalten wurden, das Verbotene zu tun. Wenn dort alle schwimmen gehen, dies offen steht u. nachgefragt wurde, wundere ich mich, dass die Zeitung es anders, irreführend erscheinen lässt. Aber nur dumm/blöd gelaufen ist es in diesem Fall wohl nicht, sonst gäbe es keine Verurteilung. Fragt sich also nur: wie ist der Fall zu bewerten. Wenn Zweifel an den Fakten bestehen, ziehe ich meine Bewertung natürlich zurück (obwohl mir oben die Quelle dazu eben auch fehlt)!


    Zu den Fallbeispielen: Unfälle mit sog. höherer Gewalt lass ich außen vor. Schnitzeljagd ist ein schwieriges Konstrukt, denn da sehe ich in der Tat unabsehbare Gefahren u. würde immer das Einverständnis aller Eltern einholen.Keineswegs würde ich wen zum Mitmachen zwingen, egal wobei. Wer "wie ein Irrer" rast zB und dann einen Unfall verursacht, bei dem Kinder - egal, ob auf der Straße o. im Auto - zu Tode kommen, begeht für mich nicht etwa nur eine Ordnungswidrigkeit (wie es früher mal Usus war), auch ist dies nicht unglücklich oder tragisch, sondern mutwillig, wenn nicht vorsätzlich geschehen. So hätte ich es auch betrachtet, wenn wie suggeriert Zäune überklettert worden wären o. eben trotz elterlich dies erbittender Hinweise Jugendtore nicht verankert werden bzw. ein JL dies veranlasst. Vielleicht müsste ich nun das Ordnungsamt aus Fürsorge-Pflicht einschalten, diese Frage quält mich auch schon seit Monaten, weil dann natürlich ich und mit mir unsere sich bei ihren Freunden wohlfühlende Kinder wohl geächtet würden im Verein. Oder was denkt ihr, würde Zivilcourage dies zwingend gebieten? Was könnte mal sonst tun, um die Sicherheit zu garantieren, wenn kleine Kinder ständig da rum turnen. Was bei anderen Vereinen, wo man zu Spielen Gast ist und man auch unverankerte Tore sieht? Oft lege ich sie einfach um, damit sie nicht mehr versehentlich kippen können, doch klar, 2 Tage später hat schon der Nächste sie wieder stehenlassen: eine Sysiphosarbeit ohne letzten Erfolg... Was wenn der Trainer seinen 16-jährigen, nicht aufsichtsberechtigten Sohn zwanzig 11-jährige allein überlässt, was passieren würde, er falsch reagiert, ZB bei "verschluckter Zunge" nicht hilft, sondern lacht, weil er es für nen Scherz hielt? Wie dem vorbeugen, wenn den Verein Kritik daran nicht interessiert? Mir reicht also dies konkrete Beispiel aus meiner Umgebung, um die ganze Haftungs-, Pflicht- und Verantwortungs-Problematik hautnah zu spüren. Darüber ernsthaft und intensiv zu diskutieren täte angesichts solcher Todesfälle gesellschaftlich dringend Not, unterbleibt aber. Wieso? Wessen Interessen dient dies? Oder gilt, nur kleine Randnotiz, das genügt, denn wo gehobelt wird, fallen Späne, abhaken, weiter im Text? Das fände ich sehr zynisch! Man muss sich immer wieder vorhalten: ein Kind ist da gestorben, wohl völlig unnötig! An der Verantwortung für 10 bis 20 Kinder sollte man aus diesem Anlass vllt doch schwerer tragen, als es mitunter der Fall ist, oder? Denn aufs Tragen kommt es an!


    PS: Um es nochmal klar zu sagen: ich spreche hier ja keinen persönlich in seiner Verantwortlichkeit an, möchte nur im allgemeinen mehr Aufmerksamkeit für die konkrete Verantwortung schaffen, die im schlimmsten Fall zu so etwas führen kann. Die harmloseren Folgen sind dann die, die zB die FPL im Spielbetrieb allen ans Herz legen u. vermeiden möchte. Nur sollte man darüber nicht das Training als Keimzelle des Lernens, Prägens etc. per Vorbild vergessen o. verdrängen. Kinder sollen uns nachmachen, nachahmen, tun es dann auch, meist fraglos. Das zeigt, wie dramatisch groß die Verantwortung de facto ist. (Heute abend kommt auf Arte eine Sendung zum Unsichtbaren: das Meiste bleibt uns wie beim Eisberg fürs Auge unsichtbar, daher bedenkt man es nicht, aber auch dies ist doch real.) Sorry, will echt keinem zu nahe treten, aber mich macht dieser "Fall" verdammt betroffen, unendlich traurig und einfach fertig. Hätte man mal den Fußball einfach aufm Fußballplatz gelassen, wie die Eltern es ja auch hätten erwarten dürfen, oder? Alles wäre nie passiert, das Kind würde leben!

    durch die Verantwortung für den Tod des Kindes schon erheblich bestraft


    Wäre dem so, bräuchten wir keine Gerichte. Leider ist es meist so, dass Menschen wenig Reue zeigen, Dinge schnell vergessen. Aber das können immer nur die Täter, nicht Opfer und ihre Angehörigen, die ihre Kinder anvertrauten und deren Vertrauen so bitter getäuscht wurde: Kindern als Vorbild vormachen, dass sie über Zäune klettern sollen, im verbotenen Baggersee schwimmen gehen sollen, dort dann ertrinken, ohne wenigtens mal gefragt zu haben, ob jeder schwimen kann, obwohl dies in Baggerseen eben wg. Sog und Tiefe oft nichts nützt - wie können Trainer, die die Verantwortung für 12-jährige übernehmen derat unverantwortlich agieren. Du weißt, für mich hat dies letztlich System und kann nur versuchen, mehr Aufmerksamkeit auf die faktische Narrenfreiheit zu lenken. Ich weiß, es will keiner hören, es wird keinen Erfolg haben, s. Beispiel mit den weiterhin trotz Hinweisen auch auf den Todesfall bei Dachau unverankerten Jugendtoren bei uns, aber ich fühle mich den Opfer gegenüber mitschuldig, solange ich um die Wahrheit weiß, sie totschwiege und nichts für ihre Verbreitung tue. Sorry, ich weiß, fast keiner mag dies gern hören, aber es geht auch gegen niemand persönlich, nur darum, mehr Aufmerksamkeit für diese Kinder zu schaffen, damit es vllt doch eine Spur besser werde: wenn so nur ein Unfall, ein "Schicksal" (das es eben nicht ist!) verhindert werden könnte durch mehr Obacht, wäre es nicht umsonst gewesen.


    Hätte ich dies getan, ich glaube, ich würde nicht noch drüber nachdenken, in Berufung zu gehen, sondern eben mein Leben lang an meiner Schuld tragen. Ich sehe da nur das Kind, das jetzt nicht mehr existiert, aber noch existieren könnte und müsste. Es ist mir zu einfach, wie dies abgewickelt wird, ein paar tausend Euro Strafe und nicht mal das scheint man bereit zu akzeptieren? Das kann ich nicht begreifen, noch mit den Täter Mitgefühl haben. Was die gemacht haben, ist für mich unfassbar, wie es gerichtlich bewertet wird aber auch. Für die Eltern muss es ein bitterer Witz sein, oder nicht? Mir wird da nur schlecht: wenn ich denke, dass uns wer sowas antun würde und weil man so nie Leichtsinn vom Spielen mit Kinderlebenverhindern, davor abschrecken wird.

    Je nach "Intensität"


    Also zT geht es um ganz simple Dinge, die "mental" bewusst zu realisieren aber schon sehr schwierig sein können: gemeinsames Duschen ab D, wobei man im Team zur Entspannung kommt u. Dinge gemeinsam verarbeiten lernt. Kostet natürlich Zeit, aber die ist gut investiert. Und um Investition in den Kopf, ins Herz, die Moral, darum geht es hier wesentlich. Eben kein wildes Beschwören von Teamgeist mal eben vorm Spiel, sondern ihn konsequent erarbeiten, das kritische Bewusstsein dafür zu schaffen...


    Einfache Einsichten sind auch zu vermitteln: dass Teamgeist und Hierarchien schnell sich zuwiderlaufen, wenn auch unterschwellig. Ergebnis: der Ball läuft nicht mehr spontan, dh mit optimal möglichem Tempo durch die Reihen. Dann die bekannten individuellen Praktiken, die aber wenig nutzen, wenn sie nicht im Team geteilt oder zumindest toleriert werden. Hier muss man den Blick dafür öffnen, dass Menschen individuell sind. Das mag banal klingen, in der gängigen Praxis findet es aber oft keine rechte Beachtung, s. klassische "Ansprache", die jeden zwingt auf Linie zu sein u.v.m. Wollte sich jemand, der ndere Fokussierung aufs Spiel braucht, absondern, dürfte dies zumeist nicht toleriert werden. Alle Versuche einer Mentalitätsförderung im Team müssen von hier aus ansetzen, können nicht mal eben so per dubiosen Methoden herbeigezaubert werden. Gefahren gehen weit mehr von weit verbreiteter Ignoranz gegenüber Fragen des Mentalen aus, die aber der Praxis im Profibereich ganz widerspricht. Was da längst üblich ist, ist aber wenig transparent, läuft oft noch unter "Sportpsychologie", obwohl es längst um weit mehr geht, erfolgt meist eher "im Geheimen", aber es ist Realität, gerade bei den erfolgreichsten Profivereinen, wenn man da ein wenig nachforscht/hört. Oder kann wer eine Dementi von BVB und FCB präsentieren? Erstmal vor Ort ganz klein anfangen, das ist schon was ;)

    Wenn ich so etwas lese! Man sieht, was ein Kinderleben in Deutschland wert ist. Jeder weiß um die Lebensgefahr von Baggerseen, ein eingezäuntes Gelände, Schwimmen natürlich verboten, es ist auch nicht ein irgendwie verrückter Trainer, sondern zwei im besten Alter, verführen anvertraute 12-jährige Kinder zu so etwas und fragen nicht mal, ob alle schwimmen können.... beide sind laut Gericht voll für die Tragödie verantwortlich und kommen derart billig davon. Mein Gott, das finde ich echt erschütternd! Wie mögen sich da die Eltern fühlen, die ihr geliebtes Kind verloren? Aber daraus lernen wird sicher kaum jemand was bei solch Strafen, leider!


    Nachfrage: weiß jemand, zu was die drei Verantwortlichen (JL/Trainer/Platzwart) im Fall des durch ein nicht verankertes Tor getötetes 11-jähriges Mädchen verurteilt wurden? Bei uns im Verein unserer Kinder werden nämlich immer noch aus Bequemlichkeit die Jugendtore nie verankert trotz mehrfacher Hinweise von mir u. Mischtrainings von 6-jährigen neben 16-jährigen. Interessiert schlicht niemand der "Verantwortlichen". Und bei solch Urteilen brauchen sie sich ja auch keine großen Sorgen um sich selbst machen: leider!

    nun kommen immer


    weniger zum training (welches er immernoch selten besucht) und ich habe
    angst, dass er die spieler vergrault. die mannschaft merkt natürlich
    dass sie mit mir arbeiten


    und er aufstellt und die lorbeeren kassiert, weil wir auch 1. sind!


    Interessant, mir in den Basics nicht fremd, bis aufs Zitierte. Es wird immer seltener konsequent trainiert u. werden die aufgestellt, die nicht trainieren, trotzdem ist man so erfolgreich, 1. zu sein? Bei Herren hab ich nur als Spieler viel Erfahrung, doch wieso kommen Spieler zu Trainings: um aufgestellt zu werden o. um was zu lernen, stärker zu werden, Spaß dabei zu haben? Es gibt viele der 1.Art, ok, doch hat das Team da meist wenig Erfolg nach dem Motto "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen". Ich hab schon oft H-Trainer gesehen, die waren zu lieb: tolle Trainings, aber keiner ging hin, hab ich dann auch nie verstanden...Letztlich flogen sie dann raus: wegen der sich logisch einstellenden Erfolglosigkeit. Erfolg zählt nunmal.
    So dürfte auch der Vorstand die Lage beurteilen, falls das Team dem 1.Trainer die Gefolgschaft verweigert u. am Ende heisst es vllt, du hättest sie dazu bewegt. Daher hoff ich, meine Nachfrage kann auch als Denkimpuls hilfreich wirken: Erfolgstrainer feuert ein VV ja ungern u. selten. Mein Problem im KiFu ist eher, dass über Jahre erfolglose Trainer immer weiter am Ruder bleiben bis zur bitteren Neige: Kinder kommen da zwar weniger zum Training, melden sich ab, aber die Teamauflösung ist egal, wird oft nur als Kostenfaktor bewertet nach dem Prinzip, Jugendteams kosten eh nur Geld, als wäre alles da halb so schlimm. Trainer, die erfolgreich sind, obwohl sie schlecht arbeiten, wenig trainiert wird, habe ich noch nie erlebt, ehrlich. Daher ist für mich - wie evtl. für den VV - auch Erfolg immer irgendwie Zeichen guter Arbeit, guter Trainings, zu denen alle gern gehen etc. Ich sehe zumindest auch vom Mentalen her bei der Mannschaft ein Problem, wenn sie deine - guten - Trainings immer seltener besucht, nur da der Trainer davon unabhängig aufstellt? Ob es im Training Spaß bringt, hängt doch nicht am Aufstellen? Aber ich hab immer gern für mich trainiert, bin vllt kein Maßstab, denn zu guten Trainings würde ich immer gehen, auch wenn ich nie aufgestellt würde: Pech für den Trainer, wenn er dann verliert: was er nun ja aber nicht tut ;)