Sind bei euch eigentlich nur Ar.... löcher als trainer unterwegs? Wenn ich das immer so lese, würde ich mir mal überlegen ob mein Kind überhaupt noch Vereinssport betreiben darf.
Tja. haben wir als Eltern in der Tat oft überlegt: wären sie doch beim Tennis o. TT, notfalls beim Hand- o. Basketball geblieben. Nur: Auf dem Schulhof gibt es nur einen Fußballplatz, schon im Kindergarten sind die ersten Kinder "Fans" oder gab es nur ein KiGa-Fußballturnier, also sind "die Freunde" eben zumeist zum Fußball gegangen. Und Fußball an sich macht vllt auch am meisten Spaß: in der Gruppe der Freunde o. Kumpels (mir jedenfalls). Doch es ist ähnlich wie mit der Religiösität: viele glauben liebend gern an Gott o. etwas Ähnliches, aber in die Kirche gehen sie kaum mehr als Erwachsene, viele treten aus, doch abends im Bett beten sie, still für sich... In den letzten 4 Jahren gingen 4 Teams unserer beiden Söhne (11/12) kaputt, das hinterlässt Spuren, Fragen: wieso sind im System so oft Kinder die Dummen, werden Konflikte Erwachsener auf ihrem Rücken ausgetragen, werden sie de facto bestraft, obwohl sie weder etwas zu entscheiden und mitzureden haben noch sich jemals wehrhaft Streit suchten? Weil es so am einfachsten ist? Wievielen Kindern wurde so letztlich unnötig ihre Freude am Fußball getrübt, ihr Elan geraubt, wo doch alle sie nur fördern wollen? Wieviel "F-Karrieren" im Kleinen o. auch Großen wurden so zerstört? Die Zahlen, der Schwund von denen, die voll Wille mit Fußball beginnen, und jenen, die als Erwachsene noch - aktiv - dabei sind, spricht doch irgendwie Bände diesbezüglich, oder? Das möchte ich nur mal zu bedenken geben. Sollen Erwachsene ihre Kontroversen fairer, offener und ehrlicher untereinander regeln statt immer auf die Kinder zurückzugreifen, dann wäre KiFu wirklich ein anderer, ein für ihre Entwicklung freier. An Symptomen zu kurieren ist ein guter Anfang, mehr aber auch nicht... Wir sollten immerzu das Wesentliche betonen: dass es um Kinder, ihr Wohl, ihre Freude am Lernen wie Leisten gehen sollte, nicht darum, was Erwachsene wollen. Oder?
Im Tennis kann man Leistung fordern, (im Verein) zwischen 2 Trainern wählen (o. selbst trainieren), aber zB bezahlt man die Trainerstunde: 4 Kinder, 40 Euro - für Kinder zu teuer? Erwachsene buchen locker ihre Einzel-Stunde je Woche (weil ICH es mir wert bin, wie die Werbung ja sagt), aber bei Kindern wird gejammert, findet sich kaum mal einer, der Kinder armer Eltern sponsern wollte, obwohl da x Multimillionäre im Verein hocken, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Und im Fußball: er ist spottbillig im Vergleich, aber eine Wahl hat man in der Regel nicht: Komm oder geh, das sind die einzigen Alternativen. - Ich würde zB gern unseren 2001er ´zur D2 der 2000er schicken, da er bei den (nach meinem Rausekeln) von einem Trainer allein kontrollierten 2001er-Teams D3 und D4 nichts lernt, die meisten Kinder lustlos u. frustriert sowie völlig erfolglos wirken. Er half im unterbesetzten D2-Team schon mehrfach erfolgreich aus, ist stark genug, hat dort 3 Freunde, doch vereinsintern bekam ich nicht mal eine Antwort auf die Anfrage. Klar, er würde lieber in der D3/4 bleiben, da dort seine besseren Freunde sind, aber als fußballverrückter Vater muss ich auch wollen, dass er sportlich was positiv lernt, nicht immerzu nur kollektiv abgestraft wird: zB wenn die Trainer am Ende nicht frei spielen lassen, da einige mal wieder gestört haben. Wieso wird unser Sohn u. alle anderen bestraft, weil einer störte? Und dies wird dann noch als "Spaß"-Fußball u. sozial - Erfolg sei nicht so wichtig: ja, so kann man die als Nichtfußballer fachliche Inkompetenz gut verpacken - verkauft. Obwohl alle mir schon viele Kids sagen, dass es bei mir viel mehr Spaß brachte. Um wessen Spaß geht es also in Wahrheit? Und dann, kaum dass ich weg war, spielt der in der D3 festgespielte Sohn sogleich - entgegen der Proteste einiger D4-Kinder - illegal in der D4 mit, als wäre das völlig normal. Dabei ist er nicht mal ne Verstärkung für sie, eher ne Schwächung, da er in der D3 nur (immer durch) spielte, weil er Trainersohn ist, was ich aber bisher noch in praktisch jedem Kinderteam erlebte: immer waren die Trainersöhne gesetzt, völlig unabhängig von ihrer Leistung. Ja, im Tennis könnte es dies nie geben: die Kinder könnten gegenenander fair antreten u. jeder würde sehen, wer wie gut spielt... Das sind so Beweggründe, wieso ich mich errege u. für mehr Freiheit für Kinder eintrete: damit nicht immerzu sie wechseln müssen, sondern evtl. auch mal ein Trainer, der aus einem tollen Team mit KL-Potential u. viel Spielfreude den Vorletzten in der 3. KK-Staffel macht, uU grad Stärkere (wie unseren, den Trainer stärkerer Nachbarteams gern hätten, der aber den Freunden die Treue halten will) ausbremsen will: aus missverstandener Liebe zum eigenen Sohn, da ja er umso stärker erscheinen kann, je schwächer andere werden...?
Was soll man da tun? Haben nur BuLi-Stars ein Recht auf echte Trainer? Soll man sich im LZ per Sponsoring einen Platz einkaufen (was andere schon taten, da bei uns eben nur dort Qualität gewährleistet erscheint, die guten Trainer eben hingehen)? Dort aber läuft ein Kind dann einem Rückstand von 3, 4 Jahren hinterher... Freie Wechsel könnten mehr Dynamik in die Betreuung bringen, gut für die Kinder, gut für ihren KiFu o. auch "Karrieren" (von 5.KK bis 1.BL: Hauptsache aktiv bleiben!), aber schlecht für die, die an Sesseln kleben, auf denen andere Besseres leisten könnten. Für die Tenniskarriere ist es aber nun zu spät
Danke für deine verhaltene Reaktion auf meine etwas provokanten Beiträge: nicht böse gemeint, nur als Art Aufwecker 
PS: Unser einer Sohn trainiert in der Tat ab und an in anderen Vereinen mit, da er oft Einladungen kriegt. Warum nicht? Er kann da nur lernen u. ob uns das zum Wechsel verführt, liegt allein daran, wie zufrieden er in seinem Team u. Training sein kann, oder? Ach so, noch zu deiner indirekten Beschwerde: warum soll es kein "Einkaufen" von Spielern geben, wenn es ne AE u.ä. Modalitäten gibt? Wieso sollen an Kindern nur Vereine verdienen dürfen, nicht auch Kinder selbst? Es macht Kinder einfach sehr stolz, wenn wer sie als Spieler will, ihnen etwas bietet: es motiviert sie sogar noch weit mehr als Erwachsene! Wieso sollen Kinder diese Motivation nicht erhalten dürfen? Ich würde sie also gar nicht verhindern, vielmehr fördern wollen, aber ohne Vertrag eben, da Kinder zurecht nicht geschäftsfähig sind u. nicht Eltern abkassieren dürfen sollten. Positive Anreize für Kinder aber sollten nicht mit Bann belegt werden - nur meine Meinung.