kostentranzparenz erhälst du wirklich nur dann, wenn du im vorstand mitarbeitest und einblick erhälst.
seid ein paar monaten haben wir unseren jugendvorstand komplett umgekrempelt und auf den kopf gestellt,
nicht zuletzt, weil wir wissen wollten, wo das geld so versickert.
was wir da rausgefunden haben grenzt an veruntreuung
Eben, doch Vereine sind gewisserweise rechtsfreier Raum. Ich habe ja offen erzählt, wie ich als Jugendtrainer im Ehrenratsverfahren kaltgestellt, abgeurteilt wurde: kein benannter "Entlastungszeuge" o. -moment wurde gehört, Vorstand u. Ehrenrat gehörten zur gleichen Partei, mein Widerspruch dann einfach auf der HV ignoriert, wobei mir da dann die Kraft fehlte, zu protestieren, denn: wenn von 1.200 Mitgliedern nur 40 anwesend sind, sich reihum selber wählen, ist das quasi der alte harte Kern: er hält eh blind zusammen. Daher ist's auch sinnlos, sich in den Vorstand zwecks Einblick wählen zu lassen: zuvor hatte ich genau dies versucht u. war schon im Vorfeld zum Gespräch 'gebeten' worden, wo ich vor "Konsequenzen" gewarnt wurde. Hat man seine Kinder im einzigen Verein vor Ort, dann resigniert man: es wurde wieder der einzige Kandidat quasi einstimmig bei einigen Enthaltungen gewählt - ich war gar nicht mehr hingegangen, wozu, man hätte sich ja nur aufgeregt ohne Chance, was zu verändern. Nun sind solch Dorfvereine sicher schon "extrem", aber die Tendenz bestätigten mir später auch viele aus der Stadt. Veruntreuen kann man aber nicht nur direkt Gelder, auch die anderen Ressourcen o. die Fürsorge- o. Aufsichtspflicht. Ich meine: wo gute Arbeit geleistet wird, da kann es keine existenziellen Probleme geben bei all den Subventionen, Steuerbefreiung, werbewert-wirksamen Aufmerksamkeitsboni, passiven Traditionsmitgliedern o. kostenfrei tätigen Jugendtrainern. Wo entstehen da neben ein paar Meldegebühren denn eigentlich dem Verein für eine F o. G Kosten? Trikots, Bälle, auch Trainingsmaterial außer den billigsten, uralten Hütchen: alles bezahlt man ja selbst. Natürlich hast auch du Recht, günter, es gibt Ausnahmen wie deinen Verein, auch in unserer Stadt: dort aber Aufnahmestopp, da trotz Fahrwegen quasi alle an sportlicher Förderung interessierten Eltern ihre Kids da reinbringen wollen. Und die andern zeigen nur mit dem Finger drauf: die werben ab! Ne, die Leute flüchten nur dorthin, so sie dürfen. Das Ende vom Lied zZ: Talenttage, an denen man die rausfiltert, die man gern will, statt Wartelisten wie im 2. Topverein (wobei da auf wundersame Art Sponsoren- o. Trainerkinder immer sofort reinkommen).
Nun denn, wir können es nicht auflösen, woran es wirklich hapert u. jeder hat seine subjektive Wahrnehmung, aber die Tendenzen werden deutlich... In der Stadt gibt es gewisse Konkurrenz, auch mal Innovation statt Tradition, da kann man sich nicht gar soviel erlauben. Aber wer prüft aufm Land die Verhältnisse: man wählt u. kontrolliert sich ja nur selbst u. (echte?) "Pfründe stun zusamme", also gar nicht: einfache Mitglieder bleiben außen vor, "Zugezogene" eh, u. wehe sie agitieren als Opposition vor den HV-Wahlen, stellen Qualitätsansprüche, wollen was verändern - das schätzen "Große Vorsitzende" wie in Nordkorea gar nicht
Ich werbe seit Jahren, ab und an auch öffentlich, dafür, dass es keine 1.Herren in KKS o. KL geben sollte, an denen Vereine finanziell ausbluten u. die Jugend verraten, also für eine Besinnung auf die Jugend als Kernaufgabe. Erreicht habe ich quasi nichts außer zT im Nachhinein, als Teams kaputt waren: da gab man mir vereinzelt dann Recht o. der vorher so unantastbar tolle Trainer war plötzlich "unmöglich" - weil er nun ja weg war u. weder was hören noch sich wehren konnte. Als ich vor allem ihm offen ins Gesicht sagte, dass sein Motzen, Schreien u. Toben bei Niederlagen, oft gegen Einzelne, schädlich sei, rückten alle nur von mir ab, da ich ja keine Macht hatte u. mein Sohn war plötzlich "schlecht". Jetzt vor Weihnachten rief derJugendwart eigens an, lud ihn zum Weihnachtsbowlen ein, da es ganz toll wäre, wenn er wieder zurück käme. Ja, was soll man dazu sagen: sind unsere Kinder denn Spielermaterial wie Stars, die man heut bejubelt u. morgen verdammt? FPL, da lachen die drüber.
Universallösung: offen miteinander reden, dh auch ehrlich wie vernünftig was o. wen kritisieren dürfen, demokratisch Opposition tolerieren, ohne das die gleich von geschlossenen Reihen derer ausgegrenzt zu werden, die glauben zu scheinen, ihnen gehöre der Verein, sein Vermögen, die Plätze, die Hallenzeiten usw., das wär's: überall müsste sich viel mehr in den Köpfen bewegen, zum Wohl der wahren Mehrheit, also der 1.200 (wobei Erwachsene selbstverantwortlich mit Ursache sind, wenn die sich um nichts kümmern, aber die können ja auch schnell weg) statt der 40!