Ist es nicht so, dass nach vorn die flüssige Bewegung inkl. Tempovarianz den Ausschlag gibt, defensiv es aber oft am Vermögen zu fklüssigen Richtungswechseln und Haken bzw. deren Antizipation beim Gegner (mündend im angepassten Stellungsspiel) hapert? "Schnell" liegt dann der Abwehrspieler ein, zwei Meter hinten, was er bei geschicktem Kreuzen seines Laufweges gegen den Stürmer nicht mehr kompensieren kann, obwohl dieser eben den Ball führen muss. Natürlich ist die reine Antritts- o. Laufschnelligkeit nie von Nachteil, doch ab nem gewissen Punkt (der Körperkoordination wie des Muskelaufbaus: in 3 Monaten LA-Training sicher ganz gut optimierbar) nur marginal verbesserbar. Da ich dies nicht systematisch beobachtet habe, wäre es interessant zu erfahren, wie dies angesichts des allg. "Tempokultes" bei den Profis real aussieht: Was macht Tempo in Antritt, Lauf und Handlung letztlich aus? Gibt es studierbare langsame (Abwehr-)Spieler als Vorbilder, die sich schnellerer Offensivspieler gut zu erwehren wissen? Wie wäre zB Badstuber zu beurteilen, der ja m.W. nicht unbedingt der schnellste war? Spielt mentale Präsenz oder der Wille auf dem Platz da auch eine größere Rolle, indem der Wimperschlag Lässigkeit, Zögern, Aufblicken des Offensivspielers konsequent genutzt wird? Aufgrund welcher Praxis also kann man Tempodefizite kompensieren, ist dieser Ansatz nicht zielführender, als die letzten Hundertstel Milisekunden zu optimieren?
Beiträge von Keller-Kicker
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Rotation sorgt dafür, dass jedes Kind mal Passgeber und mal Passempfänger ist und deswegen Erwartungen, Möglichkeiten und Verhalten der einzelnen Positionen bekannt sind. So werden sich die Kinder schneller vom Ball lösen, wenn die Mitspieler freie Räume erlaufen.
Das ist eine gute Argumentation pro Rotation. Nur wer sich in die Lage der anderen versetzen kann, vermag ihre Aktionsradien zu antizipieren. Das hört sich taktisch hochgestochen an, sorgt aber spielerisch bei freier Rotation (auch während der Spiele, nicht nur von Spiel zu Spiel) für höhere Eigendynamik aller Akteure im Teamplay, dh Flexibilität und Agilität im Kopf wird stimuliert - und darauf kommt es an, wenn nicht nur blindes Tempo, sondern angemessenes Timing den Erfolg per Selbstkontrolle steuern lassen soll. Ohnedies (dh jeder ruht nicht nur in sich selbst, sondern per Antizipation seiner Aktivität in jedem Mitspieler) bliebe Tempo eher ein modisch beliebter Fetisch, der in der Summe dann oft nur auf Hektik (als Hauptfehlerquelle) hinausläuft.Also wundere ich mich, wie es die Wettbewerber schon in E-Jugend hinbekommen, dass Tempospiel mit 1 o. 2 Ballkontakten zügig nach vorn gelingt, alle mitgehen und die Pässe genau in den Lauf erhalten... Wieso macht dich dies verzweifelt, ist doch prima, ja super! Auch für dich: Ich habe da bessere Trainer einfach angesprochen, ihnen gratuliert u. als etwas dümmer wie sie nachgefragt, wie sie denn ditt un datt hingekriegt haben. Kaum einer reagierte arrogant o. verschlossen, einige boten direkt an, mal bei uns vorbeizukommen, um ein Demo-Training zu machen. Ob dies nun aus Hilfsbereitschaft, Begeisterung am KiFu im allgemeinen o. nur Eitelkeit als Motiv geschah, war mir egal: Denn das ist wie in mephistotelischer Marktwirtschaft, jeder sucht zwar oft nur egozentrisch das Beste für sich, aber mitunter kommt unterm Strich für alle was Gutes bei heraus. Den Kindern hast's immer weiter geholfen, in künftigen Vergleichen hat man sich gleich zu Beginn herzlich begrüsst, hätte evtl. gar ner Niederlage was abgewonnen, da man ja an unserer Leistungsverbesserung mitwirkte. Umgekehrt habe ich aber auch manch Team bzw. Trainer im Mentalen geholfen, zB wen vom Überehrgeiz kuriert: der war überall als Choleriker berüchtigt, ist heute ganz gelassen, hat irgendwie verstanden, dass er so erfolgreicher in der allgemeinen Wahrnehmung, auch sein Team ruhiger ist. Außerdem hat er nun sogar Freunde statt nur Feinde... Und in der Ruhe als Quelle liegt bekanntlich im Wesentlichen die Kraft. Wo schon Bewegung ist, kann sich diese nurmehr immer weiter steigern o. erlahmen; nur wo relational Ruhe, nichts ist, kann es zu Bewegung, Beweglichkeit kommen... Also würde ich die vorbildhaften Trainer mal ansprechen, zugleich deinen Jungs ihre Ruhe als Basis von Gelassenheit nicht austreiben, denn: nicht aufs Tempo o. (schnelle) Umschalten kommt's an, der Erfolg im Teamplay rührt viel vom Momentum: gut getimter Beschleunigung her. Tempo im Umschalten resultiert daraus. Versuch mal im Auto im 5. Gang zu starten, gar am Berg, schalte mal im Auto gleich vom 1. in den 5.Gang, ohne ganz viel Kupplung würgst du die Bewegung ab: Vielleicht hinkt der Vergleich, hab ihn jetzt nicht 100% durchdacht, aber irgendwas Wahres liegt hoffentlich drin

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DeBiber: Ein Irrtum bzgl. Rotation läge vor, wo man individuellen Kindeswillen sowie notwendiges Erlernen des Mannschaftsdienlichen außer Acht ließe. Ersteres ist die Basis der Motivation (quasi Grundmotiv: ich will...), letzteres das Ziel im Teamsport, auf das hinzuführen die Aufgabe ist. Falls ein Kind im Tor gar nichts kann, aber dennoch TW sein will, muss man das Training voranstellen und es vor sich selbst, seinem pur egozentrischem Wollen ein Stück weit beschützen: da die anderen Kinder durchaus recht brutal bewerten können, wenn ein einzelnes Kind als Ursache von Niederlagen für alle erstmal ausgemacht wird.(Trainerappelle bewirken da oft nur oberflächlich was, untereinander bleiben trotzdem alle "stinkig" auf den, der allzu oft alle mit runter zieht - Moral kann man halt auch bei Kinder nur in Maßen beschwörend herbeireden und verlieren "will" letztlich keiner!) Ein schlechter Tag aber wird verziehen, da ist es das Beste alle lachen drüber - wenn das mutmaßlich die Niederlage verursachende Kind dies lernt: mitzulachen (Humor ist, wenn man trotzdem lacht), hat es gelernt, erhobenen Haupter zu verlieren, Fehler, Hektik, Unkonzentriertheit o. Formschwäche einzusehen u. wird in Zukunft mehr Gelassenheit ausstrahlen können.
Das trägt dann durchs ganze Leben, daher sind gute Trainer als Vorbild für Kinder das A und O weit über Fußball hinaus: Das sollten die Eltern mehr würdigen! Ganz wichtig besonders für Torwarte, sich von Fehlern, Kritik etc. nicht beirren u. innerlich verunsichern zu lassen. Daher dagt man: von (einzelnen) Niederlagen lernt man mehr als, wenn man immer nur gewinnen würde. Probleme gibt es immer, wo Wollen und Können stark auseinanderklaffen - das kann man aber nur konkret vor Ort beurteilen. Ob man schon vor der "D" damit beginnen sollte, das Team über die einzelnen Individuen zu stellen, kann man nicht allgemein beantworten, hängt von den praktisch realen Verhältnissen ab: da sollte man sich wirklich nicht hinter DFB-Formeln verstecken o. nen Elternkodex von oben herab verteilen, grad wenn wer auch "Trainer" ist. Im Schwimmen als Einzelsport (von Staffeln mal ab) zählt weit mehr nur der individuelle Erfolg, dh das erfolgreich sich durchsetzende wollende Individuum, daher ist jener Vater uU auf dem Auge "Team" eher blind: die Selektion kommt aber im KiFu früh genug u. in jungen Jahren kann man vieles gar nicht absehen, da das Mentale im Team ganz anders "funktioniert" wie im Einzelsport (Stichwort: Offensein als Basis kollektiver Spielintelligenz).
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@de biber: Nicht (Rammel-)Kaninchen-, eher (Renn-)Pferdezucht, am besten mit Pfeife als Peitschenersatz, damit alle hoch springen... Erfolg ist ja wichtig: zur Lernmotovation, dabei aber so subjektiv wie relativ, s.o. In jedem Fall zählt vor allem sein Erleben für Spieler/Kinder/Aktiven, nicht für Väter/Trainer/Zuschauer. Daher noch meine nachgeschobene Frage, die ich jenem Vater stellen würde: welche Liga spielst du selbst? Meine Hypothese: wer selbst aktiv/gut ist, MUSS u. wird sein Ego nie über Siegergebnisse seiner Kinder definieren, darf aber wohl kritisch drauf schauen, wie positiv sie sich leistungsmäßig entwickeln: ohne das in "Leistungsfetischismus" zum alleinigen Maß zu machen! Bei euch scheint's umgekehrt zu sein: du bist aufs reelle Wohl aller Kinder aus, jener Vater - dank passivem Schweigen des Restes als Art Rädelsführer - nur auf formale Siege, die später niemand mehr interessieren. Komisch, bei uns ist's genau umgekehrt: die Trainer träumen ständig von Aufstiegen und Meisterschaft, schreien zT laut rum, fordern Tore (nicht aber fördern sie die Spielzüge/kultur, die zu ihnen auch führen würden) u. auch nur ein Vater versucht, qualitativ auf Ausbildung und Entwicklung (nicht nur von Erster, auch Zweiter) zu lenken. Mann, haben es 'deine' Eltern gut, nur ist's ihnen offenbar gar nicht bewusst. Schade, wärst du doch bei uns! Ich würde ihnen empfehlen erstmal ein dickes Saisonabschlussgeschenk für dich zu besorgen...

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Prima, wie selbstbewusst du mit dieser Kritik umgehst! Da zeigen sich die typischen männlichen Rivalitätsmuster, die dann jede Einsicht blockieren: du bist 20, er sicher klar über 30, also muss er den Großen raushängen lassen. Argumente, die des DFB als Maßgebers im Fußball, interessieren ihn nicht, da setzt er sich drüber weg, statt sich - was man sicher kann - im Einzelnen mit auseinanderzusetzen: Klar, wenn ein Kind nur ins Tor will, auch prima hält, Talent dafür hat (und nicht nur der dicke Paule ist, den man sonst nirgends hinstellen mag), aber alle anderen stöhnen, dass sie ins Tor müssen, auch weil sie dort dann wieder ne Packung - individuell wie als Team - kriegen, dann kann man sich hier - auf Zeit - die Rede von Positionsidioten sparen, statt alle ins Tor zu zwingen, weil's der DFB so wolle. Da würde man sich dann hinter dem DFB-Wortlaut verstecken, stattdas Prinzip dahinter richtig zu verstehen, wie du es tust: "möglichst breite Erfahrung für alle" kommt vor "Punktspiele" gewinnen. Gewinnen (zu genießen) lernen, ist als Motivation wichtig, Erfolgserlebnisse als Ausgleich fürs oft schwere Lernen animieren das Lustempfinden, aber im Fußball als ergebnistechnischem Nullsummenspiel ist dieser Erfolg immer nur auf Kosten anderer möglich, daher muss das unterm Strich ebenso mögliche Verlieren gleichrangig erlernt werden. Nur wo ein Team reihenweise "abgeschossen" wird, erschiene es Eltern zurecht problematisch, irgendeine Erlebnis- gegen die Ergebnisorientierung auszuspielen, das Niederlagen als stetes Ergebnis nun mal negativ erlebt werden. Fehlt das Vermögen, kann man dann die Ziele nur weniger hoch ansetzen, zB "wir wollen nicht zu Null, nicht zweistellig verlieren" als Erfolg, dh Antrieb definieren.
Bei euch aber möchten viele Kids ins Tor und jener Vater will nur "alles gewinnen", nicht nur auch mal. Das Kind für den Vater bestrafen wirst du sicher nicht, da du eben Erwachsenen- und Kinderfußball - wie vom DFB formal vorgegeben - auf in realer Praxis vorbildhaft zu unterscheiden scheinst. Dem Vater aber würde ich - falls es dir die Mühe wert ist - schriftlich die entscheidenden Textpassagen zusammenstellen, verbunden mit der Frage, wie er auf seine Ansichten kommen, sprich: ob diese seiner privaten Willkür entspringen o. irgendwo als Expertenwissen und -erfahrung verbürgt seien. Gilt letzteres könnte er ja ein Buch schreiben und damit als dann sicher sagenumwobenen Bestseller alle Unwissenden zum Besseren bekehren, den KiFu contra DFB revolutionieren, Indem er all den Beifall, sich als Held des bestmöglichen KiFu (der alle zu Gewinnern machen muss, Logik des Nullsummenspiels außer Kraft setzend) im Kopf vorwegnimmt, wird der gute Mann schon genug Motivation in sich finden

Eigentlich aber wird mir schlecht, wenn ich deinen Text lese: da haben "deine" Eltern das Riesenglück, wen als Trainer ihrer Kids zu haben, der als animatives Vorbild jung, im Vorgehen reflektiert, dialogbereit und kein im Interesse naturbedingt voreingenommenes Familienangehöriger (Papa bzw. Mama) ist, und alle schweigen mal wieder nur, wenn so ein Berggorilla deine Arbeit runtermacht. Hätten sie lieber eine tonangebend "(r)echte Autorität" aus ihren Reihen, gar jenen unsachlichen Kritikerpapa, als Trainer ihrer Kids, statt aus ihrem Schneckenhäuschen zu kriechen, dir beizuspringen? "Sportlich" aber ist es nun, diesem Vater Paroli zu bieten und ihn auf saubere Art aus dem Rennen zu kicken. Alter hin oder her, du hast die besseren Argumente und den Vorsprung in der Position für dich, also sollte es gelingen. Eskalation aber würde ich vermeiden, denn wer überlegen "ist", muss nicht hektisch Rabatz machen, strahlt dies aus, indem er ruhig und gelassen seine Ziele verfolgt: bestmögliche fußballerische Ausbildung und Erziehung deiner Spieler, nicht gegen Eltern, sondern mit ihnen (auch als Beitragszahler). Die Rolle des Aggro-Buhmanns, der gegen andere agiert, würde ich jenem Vater allein überlassen und immer schön den Dialog miteinander anbieten, das dürfte ihn am meisten wurmen...

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das wars dann??
Interne Verstrickungen? Na ja, ein wenig Demokratie könnte es in eurem Verein ja doch geben, oder nicht? Wenn alle relativ geschlossen einen Trainer nicht wollen sollten, wäre der Verein sonst echt selber Schuld, falls alle gehen. Denn: Teams ohne Trainer kann's geben, die können mitunter sogar gut spielen, Trainer ohne Team habe ich noch nie gut arbeiten gesehen, obwohl: train yourself kommt ja in Mode, das wär doch was für nen Gorilla
PS: Damen-Teams gibt's bei uns auch, aber trainiert werden sie nur von den Herren der Schöpfung. Es gibt nur paar Betreuerinnen, die Hütchen aufstellen u. einsammeln dürfen... Wobei ich da auch nicht weiß, wie das mit dem sog. Zickenkrieg wäre, ob ne Trainerin bei sportlichem Misserfolg vllt mehr dickes Fell bräuchte. Bei Kids habe ich aber oft beobachtet, dass die Teams viel besser, entspannter, spaßvoller drauf waren, wo Frauen trainierten. Meist verschwinden sie aber bald wieder, ist von den "Vereinen" bzw. den echten Männern mit den 3 Haaren auf der Brust darin wohl nicht grad gewollt. "Gorilla auf Droge" - den Ausdruck nehm ich ins Beschreibungsvokabular der Szene auf, passend, obwohl man Jungs ja nicht so gemein als Droge bezeichnen sollte

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Entscheidend: Kann man mit "dem Verein" vernünftig reden? Nachdem was guenter nun schreibt: nein. Bei uns* zB dürfen Frauen dank struktureller Machozirkel nur in untergeordneter Position wirken und ja sagen, der Verein ist eben schon mehr als stolze 100 Jahre alt... Da man bei euch als Trainer (in deine Richtung) so offen abfällig von "Pussies" reden kann, vermute ich ähnliche Verhältnisse, da dies nunmal unter Männern ein (auf der sündigen Meile in St.Pauli) gängiges Wort fürs weibliche Geschlechtsorgan ist

Angesichts des engen Wechselfensters würde ich dem Neuen offensiv von mir aus anbieten, dass er schon mal die nächste Trainingseinheit zum Kennenlernen allein machen könne. Falls er hoffentlich darauf eingeht, wissen danach alle Teilnehmer genauer, was konkret kommt und zugleich hast du das Team nach 2 Jahren noch nicht im Stich gelassen, da es ja noch ne einmalige Übernahme ist, dh du gibst die "Entscheidungshoheit" für die Restsaison noch nicht komplett ab, kannst dich noch zu Wort melden bzw. keiner dir "Verpissen" vorwerfen - oder? Letztlich kann das Team ohne große Nachteile vorsorglich kündigen u. mit den Füßen, dies in einer Teamsitzung mit dir abstimmen, damit nicht jeder für sich allein entscheiden muss. Danach haben alle evtl. ein klares Signal, was für den Verein eine Entscheidungsgrundlage bietet. Es gibt auch Trainer, die trainingstechnisch top, zwischenmenschlich aber flop sind. Falls sie die Chance erhalten, letzteres klar erkennen zu müssen, könnten sie dem - so oder so - Rechnung tragen...
*Wir hatten zB eine Ex-Jugendnationalspielerin, die tolle Trainings machte, wohl die besten. Das kam aber gar nicht gut bei Kollegen u. Führungsregie an, obwohl sie niemand was tat; nun ist sie nach x Querelen nicht mehr tätig (wobei ich die genauen Gründe nicht kenne, aber erahne). Nur damit du weißt, warum ich von "Machozirkeln" redete. Nun sind 'die (r)echten Männer' wieder in ihrem Hobby unter sich (da es linke Bazillen wie mich auch nicht mehr gibt, herrscht wieder schön eitle Ruhe). Ich finde es toll, wenn sich Frauen im Haifischbecken tummeln, also lass dich nicht unterkriegen!!!
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das ist garantiert nicht die Frage.
Doch genau dies ist die Frage, die J. für sich (bzw. an die Entscheider) zuerst stellen u. beantworten muss: Um danach sich entscheiden zu können! Dass wir sie beantworten sollten, hab ich nie gesagt! Wenn ich das abfällige Wort "Pussies" zitiert sehe o. lese, dass er ungefragt und noch gar nicht im Amt schon alle (unsachgemäß u. miese Stimmung produzierend) anscheisse, ist mein Urteil wie das von J. bzgl. diesem Trainer in spe eh klar... Wieso aber der Verein ihn auswählte, bleibt rätselhaft, grad, weil er ja schon bekannt sein sollte. Die Jungs in diesen Verhältnissen nur allein, dh im Stich zu lassen u. sich aufs eigene Team zurückzuziehen, wäre für J. selbst am einfachsten, aber nur im Notfall - bevor man selbst abdreht - angemessen statt unsportlich: (r)echte Sportler räumen nicht einfach das Feld u. lassen einen für alle Schlechteren kampflos gewinnen, - außer er wäre seitens Verein in großer Überzahl angetreten, so dass aus Selbstschutz nur Resignation blieb! Über die Eignung des Neuen konkret urteilen können wir nicht, nur J. im Anliegen ernstnehmen
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guenter: Ironie, wie kommste darauf? Alles ist nunmal ohne Grund. Sich zum Idioten zu machen, verstehen nur ganz wenige. Das ist hohe Kunst der Teamführung, wenn alle gängig kopflastigen Management-Theorien mit ihrem Latein am Ende sind - was aber selten genug passiert. Sonst wäre die Welt längst voller Idiotie, ich nicht so allein

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Die Frage ist da doch, wieso hat "der Verein" (wer ist das konkret) ohne jede Absprache mit dem Team diesen Typen angeheuert? Die scheinbar dann ja völlig gleichgültigen Entscheider müssten ihn doch aus vergangener Zeit kennen, wo er offenbar nicht nur bei dir nicht gut im Team ankam. Da der Trainer fürs Team und nicht das Team für einen Trainer dasein sollte, find ich das "Abhauen' des einen Spielers zwar schon eine gute Reaktion, aber auch etwas merkwürdig (dürfte das Vorurteil der Pussys bestätigt haben, oder?), wenn du noch Trainerin bist: wieso kam er nicht zu dir und ihr hätten das mit dem Neutrainer gemeinsam vor Ort geklärt? Wie auch immer, da ist der Ärger nun schon hausgemacht, steh den Jungs bei...

PS: Sofortige Übergabe hätte für die Jungs den Vorteil, dass sie evtl. noch gleich wechseln könnten und wissen, was sie ab Sommer erwartet... Könnten sich aber auch im Stich gelassen fühlen.
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guenter: Deine Beispiele sind doch ganz repräsentativ, wegweisend: zeigen, als was der sportliche Wettbewerb von Seiten der menschlichen "Strategen" - altgriech.: Heerführer - definiert und erlebt werden soll. wurde, als (Wett-)Kampf und Krieg der Menschen untereinander, um sich etwas, die Krone abzuringen. Daher sagt man auch, die Schlacht wird wie am Schachbrett, dh. steril gegen Figurenverluste, vor allem Bauernopfer, geplant. Gegner, alle anderen zu schlagen, im Obsiegen möglichst vernichtend, ist so zum obersten bzw. zum Selbst-Zweck geworden, "mutiert". Am Fuße des Olymps war der ursprüngliche Sport jedoch noch etwas völlig "verschiedenes" - Dienst am Göttlichen. Wie in der damals gültigen Aristokratie (die freilich zwischenzeitlich in Tyrannis abzudriften drohte als Alleinherrschaft eines Einzelnen, der mit manipulativen Tricks wie sodann Gewalt Herrschaft an sich riss statt seiner Polis bestmöglich per Tüchtigkeit zu dienen) wurde keine Krone o. Medaille aus überzeitlichem Gold, sondern nur ein vergänglicher Lorbeerkranz errungen und der Athlet sollte purer Körper sein (die Seele war Sache der Götter, die Menschen post mortem im Hades bloße Schatten ihrer selbst). Denn alles hatte seine Zeit, auch der Wert der Tüchtigsten (aristoi) für die Polis, das Team:weshalb sie sich jährlich neu im göttlichen Dienst zu erweisen hatten. Dies wäre auch heute die Opposition im Trainer-, dh Führungsverständnis: Dienen alle im Gemeinsinn einem göttlichen Zweck, sind radikal (im Radix) offen o. will letztlich jeder nur für sich als der Sieger gelten? Ist das Team erstletztlich nur eine Art Zweckbündnis. Dass heute das Militärische das Sprachliche derart selbstverständlich durchdrungen hat, hat somit den tieferen Sinn, dass Sport säkular zur (inner-)weltlichen Schlacht von Menschen untereinander herabgesetzt worden, dh im Göttlichen als höchstem Wert, der alle dem Team dienen lässt, dekadent bzw. degenerativ wirksam ist. Mental (übliche Sportpsychol. reicht da nicht hin) wäre es nun die Herausforderung, sich dessen - grad im Teamsport - "wiederzuerinnern" (anamnesis), doch davor steht quasi der Trainer als "Kopf", der ja kein Schwach-Kopf (idiota) sein möchte bzw. darf, aber sollte, im wohlverstandenen Sinne....

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@Milky: Die Diagnose "sehr schlapp" kann viele Ursachen haben, wie Uwe andeutet (Lustlosigkeit wg. Problemen, Schulstress, Liebeskummer, Depressivität, Ärger im Team etc.), bis hin zu "Beobachterfehlern" (übervorsichtige Eltern zB). Grippe o.ä. Infekte können den üblichen Verlauf nehmen: 7 - 10 Tage Unwohlsein, Schmerz, Schlappheitsgefühl, aber auch lebensgefährlich sein, ohne dass ich die genaue Zahl der Grippentoten jährlich im Kopf hätte. In der Regel sterben dann zwar eher nur Kleinkinder o. alte Leute, aber nicht nur. Bloß ist dies nie eine Nachricht wert, wenn wer nicht durch Namen Vogel- o. Schweinegrippe Ängste schürt (evtl. nur, um Impfstoffe in hoher Menge abzusetzen), ebenso wie die tödliche Gefahr der zT fortdauernden Herzmuskelentzündung bei zuviel Anstrengung durch Sport, Stress etc. trotz Erkrankung. "Übervorsicht" ist natürlich auch für Jugendliche oft erdrückend, lag hier aber nicht vor: Vorsicht, Information, Vernunft aber wohl schon und die kann man keinem oft genug vermitteln. Ich wundere mich immer wieder, wie unsere Massenmedien das Volk über allen möglichen abseitigen "Scheiss" lang und breit in Nachrichten informieren, das aber, was sie direkt angehen sollte o. bedroht, grad auch im Alltag, aber als Thema völlig außen vor bleibt, da zu langweilig, zu alltäglich, zu wenig "investigativ" für Journalisten oder was weiß ich...

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Lese-Empfehlung dazu: "Die halbe Wahrheit ist die beste Lüge" von Ariely, stellt dazu einiges zusammen. Wo das Heer, tschuldige, das Team Aufstellung nehmen soll, führen halt Strategen im Hintergrund das Zepter und die Wahrheit ist, geschieht nicht mehr nur aufm Platz. "Geht's raus und spielt's Fußball" - mehr brauchte der Kaiser nicht, um alles zu mitzuteilen. Von der Kost kriegte noch keiner Blähungen. Das Ungesagte sagt eben oft mehr als das Gesagte, auch wenn dies sicher noch in keinem Trainerbuch so dezidiert vertreten wird.


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Ohne jede Einsicht und wechselseitige Bestätigung ist natürlich statt einfacher Abstimmung vor Ort auf kleinem Dienstweg spätere Unstimmigkeit bei verhärteten Fronten in Zweifelsfällen vorprogammiert, die Verantwortung dafür liegt aber nicht beim einzelnen Schieri. Er hat sich zuhause dann uU anders erinnert, das Foul brutaler o. roher gesehen, wie es natürlich auch vor Ort oft passiert: der eine (Täter) findet es normal, der andere (Opfer) brutal, daher soll ja ein Neutraler entscheiden, der auch nur Mensch ist und Fehler begeht. Ich wünsche mir auch kommunikativere Schieris, wobei deren häufiger Kotau vor sie anbrüllenden Spielerstars in der Bundesliga zu weit geht: in der Kreisklasse würde dafür viele Rot sehen, in der Bundesliga aber dienert der Schieri und klopft den respektlosen Schreihälsen mitunter wie anerkennend auf die Schulter - zweierlei Maß: die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen, obwohl sie Vorbilder für jene sein sollten. Na ja, so ist halt die Welt. In der Jugend unterschrieb ich immer erst nach dem Spiel statt wie viele vorher: so ist's ja gedacht, man bestätigt die Korrektheit bzw. spricht - in Ruhe nach dem Spiel Fragen an, vermerkt sie notfalls - und darf nachher nicht mehr meckern

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Wenn Du ein Spiel mit drei irreguläre Tore verlierst, dann wurdest Du auch betrogen und hast somit allen Recht, dich aufzuregen.
Genau so gut kannst Du Dich aufregen, wenn Du drei Penalties im Spiel verschiesst usw.Aber hier so quasi behaupten, dass man sich ruhig verhalten sollte usw. finde ich realitätsfremd.
Laut guenter waren die Tore letztlich regulär - das zeigt schon, wie absurd es ist, einen Schieri Betrug zu unterstellen, selbst wenn er vllt doch in 1 Szene etwas daneben lag. Dies wäre letztlich, laut vor allen gesagt, als ehrverletztende Beleidigung ein Straftatbestand, aber man hetzt ja nur das eigene Team hinter dem Rücken des Schieris auf o. vertraut darauf, dass er es gutmütig ignoriert, falls er es hört. Realitätsfremd aber ist es, von Schieris Perfektion zu erwarten, gar unter Androhung o.g. Beschimpfung zu fordern. Oder meint man als Trainer wie Mensch selbst perfekt zu sein, so über allen anderen zu stehen? Diese Selbstüberschätzung würde nicht grad dazu qualifizieren, andere Menschen zu führen, sorry, klingt vllt provokant, ist aber meine Meinung, wenn in Reaktion auf Kritik von "Realitätsfremde" die Rede ist. Jeder Schieri verdient schon dafür höchsten Respekt, dass er überhaupt pfeift und es so riskiert, sich solch oft ja orgiastischen Beschimpfungen o. gar Gewalt auszusetzen. Wie oft tust du das o. hast du zuviel Angst, scheust selbst dies nur? Ich habe es früher oft getan und gebe ehrlich zu: diese meist unfairen Attacken, oft von allen Seiten, brauche ich nicht, ich überlasse es gern anderen, sich dies anzutun, zolle ihnen dafür aber aus eigener Erfahrung Respekt, grad auch dann, falls sie mal zu unseren Ungunsten falsch liegen. Etwas anderes sind die wenigen Ausnahmen, die gern dominieren, bewusst grenzwertig pfeifen, um dann ihre Macht demonstrieren zu können, sich selbst (letztlich Opfer! ihres Amtsstaus) wie Übermenschen inszenierend usw. Sie gibt es auch u. sie bleiben mangels Schieris idR im Amt, da die, die meinen, es viel besser zu können, eben nicht pfeifen mögen. Dann aber muss man die Minderleistungen auch akzeptieren und tolerieren statt sich drüber aufzuregen und als Trainer, als Kopf des Teams ganze Mannschaften damit anzustecken. Sonst haben wir bald gar keine Schieris mehr, denn den Ärger will sich dann gar keiner mehr antun. Da bin ich also gern realitätsfremd und ruhig, klopfe nach jedem! Spiel dem Schieri auf die Schulter und bedanke mich, egal, wie richtig er pfiff, ob er Fehler im Spielbericht beging o.ä. Das ich nur menschlich. Ich bin wie er kein Übermensch, um über ihn zu richten. Den wenigen Schieris, die sich als Übermenschen darstellen, kommt man mit ruhiger Vernunft meist auch besser bei, als mit erregtem Beschimpfen. Du hast den Spielbericht doch selbst unterschrieben, oder? Da hättest du den Fehler doch bemerken müssen und dann mit dem Schieri in Ruhe drüber reden, den Fehler aufklären und beseitigen können, oder? Hast also nicht vllt auch selbst Mitverantwortung am Maleur o. ist nur der Schieri eine schuldhafter Betrüger u. Lügner? Nur ne Frage
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@Milky: Grad weil er solch ein Teamplayer im Herzen ist, musst du ihn überzeugen, dass mit so was wie nem Infekt absolut nicht zu spaßen u. irgendein lausiges Spiel dagegen gar nichts ist. Denn bald ist er "erwachsen" u. geht dann vllt einfach hin - nicht dass so was wie im von guenter geschilderten Fall passiert. Herzrhythmusstörungen bis zum Infarkt können übrigens noch sehr lange nach einem verschleppten Infekt mit Herzmuskelentzündung geschehen, wenn man sich wieder voll gesund glaubt: das ist das Heimtückische daran! Es hatte sich erst so angehört, als fühle er sich nur nicht gut u. du wärst eine Art Übermutter, daher einige Kommentare auch von mir. Übringens können natürlich auch Ärzte sich immer irren, so dass bei solch Krankheitsverdacht sicher nie ein Spielen infrage kommen sollte

PS: Mit ner Zerrung habe ich mich übrigens auch zuletzt zum Spiel geschleppt mangels Spielern, der Preis dafür, dass ich durchhielt bis zum Ende: 3 Wochen Muskelverhärtung mit viel Schmerzen u. Nichtgehenkönnen! Unvernunft macht auch vorm Alter nicht halt, rächt sich aber oft.
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Ansicht des Trainers, dem auch irgendwann einer sagte, dass das 1:0 Abseits gewesen sein könnte:
wir wurden heute betrogen, der Schiri hat uns total verpfiffen, 3 irreguläre Tore.
dass er aus meiner Sicht klare taktische Fehler gemacht hat, kam ihm nicht in den Sinn. aus meiner Sicht als beobachtender Trainer war das nämlich mitentscheidend. Wie immer müssen aber andere Schuldige halt herhalten.
Ein gutes Beispiel. Worauf hinzuweisen du aber vergessen hast, ist die sicher verheerende Wirkung solch "Sichtweisen" auf die jugendlichen Spieler. wenn sie die Autorität des Trainer kraft seines Amtes als gegeben annehmen und ihr folgen, fühlen sie sich nun verpfiffen, was alsbald den einen o. anderen aggro machen dürfte und zudem nicht lernen lässt, eine Niederlage zu akzeptieren. Rastet nun demnächst ein Spieler solch eines Trainers aus, kriegt der Spieler Rot, u.U. auch eine Geldstrafe - und dieses sog. Vorbild dürfte sich erneut wie wild aufregen und die ihm unterstellten Jugendlichen anstecken. So verfallen dann die Sitten gegenüber den Schieris, die mal eben als Betrüger diffamiert werden dürfen. Die Verursacher werden sich aber zugleich immer als Opfer dieser ungerechten Betrüger fühlen und darstellen, da sie in der Regel auch niemand von ihrer Vereinsführung zurechtweist. In Wahrheit haben sie aber das Wesen von Fußball als "(team)sportlichem" Wettbewerb" wohl nie verstanden, lehren ihn aber. Ist es nicht abstrus, dass so etwas in Deutschland gang und gebe ist, man aber gleichzeitig Plakate aufhängt mit (praxis-)leeren Appellen an Respekt u. Fairness o. vorgibt, Schiris schützen zu wollen? In Wahrheit gilt (natürlich in viel mehr Dingen) das Prinzip: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. -
guenter: Die Begriffe, die jemand nutzt, weisen übers Sprechen aufs Denken hin. Granate ist ein Ding und zwar im militärischen Zusammenhang, mit dem man Gegner töten will. Natürlich dürften die meisten solch Worte einfach nur unreflektiert nachplappern, da sie sie schon mal irgendwo gehört o. gelesen haben, klar, daher war's auch nur eine Nebenbemerkung in Klammern. Ebenso ist aber auch richtig, dass Fußball als Wettkampf militärische Hintergründe in seiner Entstehung hatte, die nicht nur sprachlicher Natur waren. (Mein Sohn hatte erst verwundert geguckt, als er als Granate bezeichnet wurde...) Zum Eigentlichen:
Ein Online-Selbsttest wäre für Vereine super, um unbedarfte wie sich bereits für perfekt haltende "Trainer" (was ja ein völlig ungeschützte Bezeichnung ist, dh. so kann sich ohne Verwendung einer Lizenz wie der des DFB jeder nennen, wie er lustig ist) eine Prüfung ihrer Kompetenz nahezulegen. Wer dort dann schlecht abschneidet, könnte sich eher bemüßigt fühlen, an sich zu arbeiten, sprich: einen Lehrgang zu absolvieren, sei es auch online o. beim DFB bzw. vereinsintern über einen Mentor/Paten o.ä. Daher wundere ich mich, wieso der DFB nie auf solch einen Service kam, da er eben für die meisten der für Verbindlichkeit sorgende Adressat in Sachen Ausbildung ist. Sorry, Uwe, aber so ist es eben nicht nur bei o.g. Trainer, so gerne viele auch bei soccerdrills hereinschauen und zT diese Site sogar weitaus lieber als training-online benutzen: Wenn wer "Auszubildende" zu Trainern adelt, will man halt am liebsten den DFB drüber stehen haben, da er schließlich auch die Macht hat allen vorzuschreiben, mit welcher Lizenz wer dann überhaupt in welcher Liga o. Altersklasse tätig werden darf - da nicht jeder Beckenbauer o. Klinsmann heißt nunmal bedeutsam) Daher entstand ja die Frage, wer für die Richtigkeit aller Fragen (in ihrer Relevanz) wie Antworten als Referenzadresse oder Imagetransferbieter gerade steht: DFB-anerkannte "Idole", Ich habe Uwe so verstanden, dass alles von Experten auf Low-budget- u. Goodwill-Basis entwickelt wurde, sie sich aber nicht outen wollen/können/dürfen, da dies uU dem DFB o.a. nicht so genehm wäre, der eben bisher entweder noch nie auf die Idee kam o. sie bewusst aussparte: Da die Tests dann in o.g. Weise benutzt werden könnten als Druckmittel gegen unqualifizierte Trainer, die letztlich zugleich oft die letzte Notlösung darstellen. Dies Problem wäre mE leicht zu lösen, indem man in Vereinen endlich zur Einsicht käme, genauer zwischen Trainern u. Betreuern zu differenzieren: Betreuer kann man auch ohne großen Fußballsachverstand und Praxiskönnen werden, indem man sich einfach um bedürfnislosere Spieler kümmert, sie laufen und sich ausprobieren lässt, vorrangig bei den U10-jährigen oder wieder den Ü32-jährigen. Sobald aber das "Goldene Lernalter" nahe rückt, spätestens ab der "D", benötigen Kinder aktive positive wie kompetente Vorbilder, also "richtige" Trainer, die ihnen fußballerisch adäquat etwas beibringen können. Dies ist nun bei uns nicht der Fall, da 4 Nichtfußballer Trainings- wie Spielbereich verwalten und ihre Stellung gegen ausgebildete Qualitätstrainer (einen solche wollte ich wie anderorts geschildert integrieren) so verteidigen, dass sie diese in einer Art 'verkehrten Welt' abblocken, nicht zulassen, verhindern, da echte Fußballer wie echte Trainer die, die eigentlich bloße Betreuer sind, in ihrer "Autorität" natürlich zuhöchst bedrohen und in der Beliebtheit alsbald ablösen dürften. Daher müssen dann echte Trainer weg u. Betreuer "simulieren" den Trainer ohne hinreichendes Wissen o. Praxis. Dass nirgends sonst ungelernte bzw. zur Praxis nicht fähige Kräfte sich aufschwingen, Kinder in dem zu unterrichten, was sie selbst gar nicht können, interessierte im System Fußball bisher niemand, wo es Kinder betrifft: Hauptsache billig? Hier wären Selbstests dann goldwert, indem sie zumindest bei einigen dann evtl. doch ein schlechtes Gewissen produzieren, da sie hernach "schwarz auf weiß" hätten, dass sie sich vereinsintern zwar Trainer nennen dürfen (wg. allg. fehlendem Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein), laut Testergebnis aber gar keine sein dürften bzw. sind. Dass könnte dann auch dem DFB helfen, einen Ansatzpunkt zu bekommen, mehr Trainer reell auszubilden etc. etc. Oder? Der Fußball soll u. wird sich nie mir anpassen, aber er könnte mehr Vernunft walten lassen u. Trainer, die de facto keine sind, sich auch nicht so bezeichnen lassen...
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@Uwe: Dein rhetorisch fragendes Statement "Ein Trainer muss "führen", wer denn sonst?" hatte ich ja im Thread zum "Mentalen Teamcoaching" immer wieder für die Leserschaft zu differenzieren versucht, letztlich wohl en gros vergeblich. Der Teamgeist ist es, der zuoberst alle (zusammen) führen sollte, keine andere Obrigkeit. Denn alle sind als Menschen nur Sterbliche, als vergängliche Teile des höheren Teamganzen anzusehen, dem sie in ihrer Subjektivität (als Basis individueller Führungsansprüche) uneingeschränkt als Leitgröße dienen sollten. Das macht den systemtheoretischen Unterschied aus: wer vermag es, sich als Trainer maximal im Führen zurückzunehmen und einen Teamgeist ins Leben zu rufen, der dann alle wie von selbst als inneres Vorbild (Barca) leutet. Aber dies zu erklären, wäre hier zu komplex.
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guenter: Das ist es, was ich meine. Ich habe schon 2 Teamkameraden dadurch verloren. Aber wer meint, dass über diese alltägliche Gefahr endlich mal näher informiert würde, der irrt. Auch von dem Toten bei euch hat doch wieder niemand außer in der unmittelbare Nähe Notiz genommen - und das nenne ich dann "verheizen", wenn u.U. ehrgeizige Trainer o. Eltern Jugendliche o. Spieler bedrängen, trotz Grippe o.ä. zu spieln, so mit dem Leben anderer spielen, eben aus Unwissen. Sind wir also eine "Informationsgeselleschaft" oder wird uns aller Medienzirkus nur als solche verkauft? Was ist denn eine Nachricht wert? Jede Menge Blödsinn hoch 10, welch Promi mit wem, welcher Journalist gewinnt nen NSU-Gerichtsplatz (Justiz als Tombola), DSDS: alle Jahre wieder, Hoeneß der Gute vs der Böse, wie spielt unser Dorf gegen den Nachbarn (spannend für Spieler, aber total unwichtig als News), irgendeine goldene Ananas, wer ist das beste KL-Team, da irgendwelche Irren sich LL-Teams in der KL zusammenkaufen u. dann 200 Tore schießen wollen: Je größer der Gaga-Effekt, desto mehr Präsenz, aber solche Todesfälle: egal. Die zählt keiner u. wenn: die Zahlen würden verrauschen wie die der Verkehrs- o. Gewaltopfer. Mit den Schieris sehe ich etwas anders, denn ich möchte mir nicht vorstellen, dass ich Spiele unparteiisch pfeife u. befürchten muss, irgendwann für eine Entscheidung nach bestem Wissen u. Gewissen verprügelt zu werden. Das sollte man nicht gegeneinander aufrechnen wollen: eine Gesellschaft, in der "Richter" nicht mehr sicher sind, ist sittlich völlig verroht, Recht und Gesetz sind in ihr am Ende, auch wenn sich diese Respektlosigkeit erst aufm Fußballplatz zeigt: Diese Tendenz wird sich fortsetzen u. uns noch ein übles Ende bescheren, da bin ich sicher - aber ein anderes Thema, zu der die unwissende Zynik einiger durchaus passt, die zwar Trainer sein wollen, aber gar nicht wissen, dass es ihr Job ist, der Mannschaft als Star zu dienen statt nach Gusto zu herrschen (was nämlich kein Sport, sondern verkappte Macht-Politik ist). Spieler vor sich selbst im Dienenwollen zu schützen, ist auch Traineraufgabe, daher müssten zumindest Trainer informiert sein, wo welche Gefahren liegen. Mit einem harmlosen Bänderriss habe ich auch schon 'wichtige' Spiele zu Ende gebracht und auf die Zähne gebissen: das Band war halt eh kaputt. Wer aber meint, trotz ärztlicher Krankschreibung wg. Grippe fürs Team dasein zu müssen, spielt halt mit seinem Leben: ich habe das früher auch gemacht, weil man darüber nie informiert wurde, und das ist eine Schande, die mit jedem Toten steigt. Ich hatte MM aber so verstanden, dass ihr Junge laut Arzt nicht derart krank war, zugleich auf jede Bewertung verzichtet, da dies allein Elternsache ist.
