@Uwe: Danke - gesagt, getan! Darf ich Dir trotzdem antworten, so kompliziert die Sache sich zu Ende gedacht mir auch darstellt? Ignoranz gegen Kinder (als für mich im Unterschied zum Mainstream eben voll- o. gar höherwertige Mitmenschen) u. ihre Rechte hat kulturell System, soviel ist für mich in unserem Land klar: eine "verlorene Kindschaft" als den lebensecht in sich ruhenden Freiheitswert*, soziologisch. Dem auf die Spur zu kommen, bedeutet an der eigenen Überheblichkeit gegenüber dem Lebe(wese)n, das wir sind, zu kratzen, so in sich als Untiefe vor zu dringen. Ein schwieiriges, gesellschaftlich stets unbezahltes "Geschäft" des Innewerdens, durch das man seinen Status als Herr im eigenen Haus einbüßt... - Hier war die Frage interessant, wieso man es im System Fußball selbstredend für gerechtfertigt hält, unschuldige Kinder für ihre Eltern so in Haftung zu nehmen, dass man die Kinder für deren Verbrechen abstraft, aus ihrem Verein/Fußball/Team entfernt, diese ihnen also raubt, indem sie zu Mitteln werden, Eltern loszuwerden statt integrativ (wofür doch immerzu geworben wir: "mass integration"- o. "Respekt"-Spot) miteinander an dem Grundproblem zu arbeiten. Wir superschlauen, aber auch iSv Leben impotenten* Deutschen werfen gern Clan- o. Sippendenken anderen Kulturen als rückständig, mittelalterlich, primitiv vor, wundern uns über unzivilisierte Gewaltneigung (auch in Herdentriebform); doch im Vereinsfußball entscheidet man hier genau nach diesem Muster u. alle finden es ok? Daher die noch unbeantwortete Frage, warum dem so ist: Wieso dieser Vereinsausschluss gegen Kinder gerecht sei, obwohl der moderne Geist, der kategorische Imperativ Kants jedem von uns abfordert, nie Mitmenschen zum Mittel für eigene Zwecke zu machen, zu "erklären" etc. Vielleicht fällt die konkrete Antwort darauf schwer, so schwer, da es sie gewissenhaft gar nicht geben kann? Erspürt man dies doch dunkel als unmenschlich? Daher lieber den letzten noch Nachfragenden für verrückt, unverschämt o. (per Hass-Vorwurf) böse o. langatmig tiefergehendes Nachdenken als Unsinn abtun?
Aus Kindersicht aber ist u. bleibt es nur tragisch, wie ihr Erleben von (Un-)Taten wie jenem Ausschluss nach vorheriger Schlägerei, jener Sprachlosigkeit ohne Miteinander trotz vermeintlichem, stets beschworenem Teamgeist zuvor ignoriert wird. Sie werden nur "fallengelassen". So leid es mir tut, muss ich dabei, beim Fraglichen bleiben, trotz Pause u. Schönwettergenuss. Aber bitte drum nicht böse sein. Oder eine klare Anklage gegen mich erheben: wieso soll ich hier nur spinnen, im Unrecht sein? Sonst ging's mir wie jenen Kindern, die ihrer Wahrnehmung nach ja nichts verbrochen haben, sich so innerlich zu Unrecht verurteilt u. bestraft fühlen, ein (frühkindliches) Trauma erleiden dürften. Oder gab's etwa ne Massenschlägerei unter Kindern, waren Kinder die Täter? Darauf will ich als Hofnarr nur aufmerksam machen, mehr nicht. Dass Grönemeyer's Forderung "Gebt Kindern das Kommando" - da sie moralisch reiner, lebensechter sind - nie Realität wird, weiß ich ja selbst. Es geht nur um Tendenzen pro Kindschaft... 
*Hier liegt eine Wurzel (als Radix), warum "man" Freiheit meist nur mehr äußerlich zu erleben weiß und dabei sich selbst - oft fanatistisch o. fundamentalistisch bzw. vice versa per max. Indifferenz am Umgebenden entäußern muss, das Menschliche zum Ou-Topos wird. Wie es zB Mc Luhan in "Wir amüsieren uns zu Tode" treffend benannte. In Gestalt zeigt sich dieser "Tod" massenmedial (die "Matt-scheibe"), indem unsere Vita zur "einsamen Masse" (Ries) ver-kommt, dh degeneriert: jeder nur gemäß (seiner mutmaßlichen) Masse etwas zählt o. niemand mehr Schwäche zeigen sollte, ohne dass sie ihm zur Last gelegt wird. Sodann wird klar, wieso wir Kinder in ihrem keimhaft winzigen Sein im Heranwachsen als nichtig wahrnehmen o. unsere Zukunft leichthin verspielen, zB viel mehr nur auf wirtschaftliche Macht, also auf geld- statt Lebensvermehrung (i.S.v. Kindschaft vs Knechtschaft) setzen, ohne zu bemerken, wie wir dabei inaktiv (quasi energetisch negativ gepolt) werden, "ganzheitlich" unsere wesentliche Dynamik verlieren. Dem kann sich keiner entziehen, auch der, der dies erkennt, beklagt, erleidet, kann sich unmöglich dieser seiner Welt entziehen, sich vom Geschick diesem umgreifenden "Sein zum Tode" befreien, außer er würde gleichfalls in inaktive Indifferenz des Geistes entfliehen, sich Betäubungsmitteln wie dem Fußballzirkus hingeben. Da dieser aber nur eine Lebenslüge vorspielgelt, grassiert unter der Oberfläche ein tiefer Frust, der sich zeitweise in seinen mental schwächsten Gliedern (Fans, Fremde, Arme/Finanzschwache) gewaltsam entlädt o. zivilisatorisch in unerklärlichen Regressionen (wie bei der ethnisch bedingten Massenschlägerei) äußert. Kinder sind zwar ohnmächtig, so schwach erscheinend, aber sie verfallen gerade zuletzt dem Gewaltsamen. Daher ist es so verkehrt, de facto sie zu bestrafen u. auszugrenzen, statt dass die Erwachsenen ihre Probleme unter- wie miteinander klären - so schwierige Arbeit dies im o.g. Fall auch immer sein mag: Ausgrenzen macht die Sache nur viel schlimmer. Dass dies keiner bereit ist anzuerkennen, das verwundert mich enorm u. demoralisiert mich trotz allem (kosmologisch geprägt) vorhandenen Defaitismus, wie ich zugeben muss. Kinder sind nun mal wie Wachs in den Händen autokratischer Strukturen der Erwachsenenwelt - und wenn se mit 13, 14 pubertär beginnen, sich zu emanzipieren, immer öfter aggressiv, vandalisch, verroht oä, Dann sind qua Sport/Fußball als Aggressionsventil viele innere Türen für sie längst zu, das ist das fatal Tragische. Treibt unsere Lebenswelt so nicht tendenziell in jedem neu Vereinzelten o. in Regression Zurückgeworfenen einem Abgrund zu, in den am Ende wir alle werden stürzen müssen, eben auch deine o. meine Kinder. Ob irgendeine gedankenträchtige Fürsorge im Geiste unseres Kulturwesen hier noch gegensteuern helfen kann, die Zweifel daran sind berechtigt groß, aber jenseits ihrer ist nur völlige Hoffnungslosigkeit. Deshalb sollte man sich als Vordenker nie aufgeben, sofern man noch Kinder in die Welt gesetzt u. eine Fürsorgepflicht für den Erhalt ihrer lebensfähigen Welt hat, auch wenn es einem oft die Sprache verschlägt, man nurmehr zu stammeln u. murmeln versteht, sich als herumheulendes Elend begreifen kann: denn dies ist nicht zu ändern, wohl aber die ferne Zukunft, wie sie (ante portas) noch nicht von heute her fest ausgemacht u. berechenbar ist... Man muss sich als Freidenker unmöglich machen, als Hofnarr "mitten in der Irre" inszenieren u. erscheinen, um überhaupt noch evtl. mit "schwieriger Denkmaterie" im Sensationsgelüst Interesse zu erwecken, wo alles auf "light", aufs Vereinfachte u. Gedankenlose getrimmt wird: Denn echte Philosophieren als "längeratmiges Räsonieren" ist längst out, fungiert heute eher als Vortäuschung von Seinstiefe ("Firmenphilosophie" etwa) o. reine Beschimpfungsvokabel iSv Nichtsnutzigkeit u. Blödsinn/-mann. Das sagt aber kein Einzelner, es ist eben die Tendenz in unserer Gesellschaft, die gar nicht mehr tiefer über die Dinge nachdenken darf, ohne vom ihr innewohnend Abgründigen quälend infiziert zu werden u. uU abzudrehen: Ich habe immer schon einen Fuß in der Schwelle des Irrenhauses als letzter Zuflucht, die dem fragil selbstreflexiven Subjekt verlockend Inaktivität, Ruhe, Indifferenz verheisst, um wieder etwas stromlinienförmiger wie alle anderen zu werden: glücklich im zutiefst Unglücksvollen, wenn auch weggesperrt, um aus Anflug von Ethos kein Unheil zu predigen u. zu verbreiten wie zB Molach, Snowden (vgl. FAZ: "Das Drehen des Messers in der Wunde" - ohne dass das todbringende System-Gift noch jemals ausbluten könnte, bevor die moderne Menschheit in sich selbst verblutet ist?), Dall'Oglio, Chodorkowskji ((zB ARTE: Russland - Psychiatrische Anstalt für Regimekritiker). Also oppositionelle o. gar radikale System- u. Regime/Regierungskritiker in Russland, USA, BRD - überall auf der Welt - werden heute, wo global die Menschheit noch nie so gut "dastand" als modern, demokratisch, freiheitlich, überall rigide bekämpft, eingesperrt, für irre erklärt: wohl deshalb widme ich mich ja nur dem Narrenspiel u. neuem Opium fürs Volk "Fußball", den Denk- u. Handlungsstrukturen dahinter! Sonst wäre ich längst aus der guten Gesellschaft entfernt, in Knast o. Klapse, garantiert, denn da sitzen hunderte, tausende Justizopfer vielfältiger politischer Couleur ein, auch in Deutschland! Und so werden sie als die in sich ihrem Sein Einzigartigen per "Rechtsterror", also dem Terror eines sog. "Rechts" entweder suizidal o. umerziehrisch gefügig, entmenschlicht o. erst Recht zu Extremisten gemacht. Ich weiß, dies führt hier zu weit, aber die Handlungsmuster ähneln sich eben, nur dass es hier um Kinder im Körper, dort quasi um Kinder im Geiste (die naiverweise sich, ihre Wahrheit noch suchend zu verteidigen bereit sind) geht, gegen die sich das faktisch durchgesetzte "Recht" richtet, wogegen Millionäre wie Hoeneß o. Zumwinkel eben stets Schlupflöcher finden bzw. erhalten: Mensch ist nie gleich Mensch, wie "man" so gern behauptet, man muss sich seinen Rechtsverdreher nur per systemkonformer Stellung kaufen können: Kinder aber haben keine Anwälte für sich, sogar der KSB-Beauftragte fragt da lieber nicht nach dem Geschick der ausgegrenzten Kinder, sondern klopft seinem Geldgeber grinsend wie im Ablasshandel auf die Schulter u. erteilt dann die Benefiz-Absolution - that's life? Ich akzeptiere: ich bin wohl der Einzige, dem sich da echt der Magen umdreht. Daher verstumme ich auch nun hoffentlich endgültig, ist ja eh sinnlos, was als bekennender "Idiot der Familie" (vgl. Merten Worthmann, Wie der Philosoph Dieter Thomä mit einer Tour de Force durch die westliche Kulturgeschichte zeigt, dass eine familienpsychologische Neuaufstellung dringend nötig ist..., in: CICERO) in den Köpfen bewirken zu wollen. Ok?