Beiträge von Keller-Kicker

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    guenter: Wäscht man sich nicht über Bauernopfer "Kinder der Täter raus aus dem Verein" rein u. geht dann als Saubermänner in die Öffentlichkeit, nutzt die Massenschlägerei sogar noch, um sich so über lokale Medien zu profilieren? Und der KSB-Vertreter nimmt nur fotogen das dargebotene Geld statt nach denen zu fragen, die unter allem nun doppelt zu leiden haben: erst unter den eigenen Eltern bzw. ihrem Familien-Clan, dann unter dem mit ihnen unsolidarischen Team/Verein, die sie für andere bestrafen (klassisch ist das Sippenhaftung, die wir gern anderen als rückständig u. primitiv unterstellen...) Was dürften diese Kinder, aber auch alle anderen daraus lernen? Nicht zum Team stehen, miteinander über Probleme reden u. sie echt/nachhaltig lösen, nur wegschieben der über Eltern lästigen Kindern als Sündenböcke: also alles wie gehabt u. x-mal im sog. Kinderfußball" erlebt! Erwachsene dominieren, geben den Ton an, streiten sich u. verfügen über deren Köpfe hinweg über Kinder, ohne faire Verfahren für sie und ihre Rechte. Prima Vorbilder. Und der lokale KSB-Vertreter klatscht lächelnd-nickend Beifall, man geht damit auf die Straße seine "Gewaltlosigkeit" demonstrieren u. merkt gar nicht, wie man grad jenen Kindern Gewalt antat, sie für Dritte beschämt u. ihnen so ebenfalls moralisch ins Gesicht schlägt - denn alle Erwachsenen bejubeln ja sich selbst, schwache Kinderstimmen, traurige Blicke, ihre tragischen "Ich muss draußen bleiben"-Gefühle nimmt man nicht wahr, die schaffen es ja nie demonstrativ in Zeitungen - toll!


    Aber ich rege mich nun nicht mehr auf, nützt eh nichts, auf Einsicht, auf mehr Beachtung von Kindern, ihrer Rechte zu hoffen, auf die latent strukturellen Gewaltakte gegen wehrlose Kinder als Verlierer bei all diesen Selbstdarstellungsspielen wie hier durch die sich laut abfeiernden, aber eigentlich sich schämen sollenden "Verantwortlichen" hinzuweisen. Bin scheinbar der Einzige, der bereit ist, sich in die Kinderherzen einzufühlen: Oder was glaubst du, wie, was die betroffenen Kids hier fühlen, wie sich dies auf Später auswirkt - positiv? Wohl nicht: darüber will nur niemand nachdenken! Echt traurig, wie man Kinder stets vergisst, Verfügungs-Gewalt gegen sie ausübt u. es nie bemerken will: dass JEDER für Kinder verantwortlich ist, kein Jugendverantwortlicher seine Verantwortung grad bei denen abladen dürfen sollte, von denen als "verantwortungslos" er sich ja stolz distanzieren will: er ist keinen Deut besser wie sie, im Gegenteil, so wie er sich Verantwortung o. Gewaltlosigkeit in Differenz zu ihnen auf die Fahne schreibt, u.U. sogar viel schlimmer . meine Meinung, dh die Ansicht aus Kindersicht, von ganz "unten" bzw. draußen. Aber du bemühst dich immerhin, denkst drüber nach - das bedeutet schon viel, einen Anfang, um Kinder irgendwann mehr als Mitmenschen wahrzunehmen, reicht nur - leider - noch nicht hin, hilft Betroffenen noch nichts: sich schützend vor sie stellen, mit Rückgrat nachhaken, wer traut sich das denn noch, wo alle so laut gegen Gewalt marschieren: nicht mal ein Kinderschutzbund-Typ! Alle schauen nur weg...:(

    Leider müssen aber zur Zeit genau diese anderen Kinder und Jugendliche bei Turnieren die Erfahrung machen,
    das sie mit verantwortlich gemacht werden, für diesen Vorfall.


    Das ist doch auch gut so: schließlich sind Schönwetterreden von Teamgeist, Solidarität oder Respekt nichts wert, wenn man jeden gleich fallen lässt, wenn es mal regnet. Meines Wissens haben die Kids absolut nichts verbrochen, sich nicht geprügelt - und werden doch als unsere Mitmenschen hart bestraft, um ihre soziale Welt inkl. Sport gebracht. Ich als Kind würde dies als Willkür- u. Gewaltakt wider die Würde jedes einzelnen Menschen als Individuum erleben, als Unrecht gegen mich. Daher sehe ich auch die Demo als eher scheinheilig an. Aber wer fragt schon, wie einzelne Kinder (die nicht die eigenen sind) Dinge erleben müssen. Sie selbst können ihre Stimme eben nie dagegen erheben u. protestieren. Daher tue ich es hier wenigstens mal. Und wenn sie dann später entsprechend geworden sind, gelernt haben, dass die, die sie nicht achteten, von ihnen auch nicht mehr geachtet werden, dann schreien alle, wie übel dies sei. Ist das denn nicht alles ziemlich pharisäerhaft? Ich sehe es so... :(:(:(


    PS: Oder hat man den Kids ein faires, gerechtes Verfahren (mit echtem Vertreter ihrer Rechte also) zugebilligt, statt es sich nur leicht zu machen, sie ohne solches rauszuwerfen? Ich überlege, diesen beispielhaften Fall mal dem Kinderschutzbund zur Stellungnahme zuzusenden - falls die überhaupt konkrete Fälle von Unrecht gegen Kinder (eben weil die so klein u. wehrlos sind) interessiert.

    E4-Betreuer: Erstmal Respekt, dass du dich hier stellst. Di hast keinen Kontakt zu deinen Spielern, lässt sie einfach so ausschließen? - Im Nachhinein wird man als Vereinsboss immer irgendetwas machen, um sich wieder reinzuwaschen, als "Guter" darzustellen u. Güte nach außen demonstrativ zu zeigen, Doch oft bleibt's bei einer Art modernem Ablasshandel: einmalig ne "gute" Aktion, Haken dran, Problem als vergangen abgehakt u. erledigt. Die inneren Denkstrukturen (zB Erfolg zählt vor Gemeinsinn) aber bleiben bestehen, die zum Problem führten. Und sei es, dass man sich nur der gesellschaftlichen Mit-Verantwortung entzieht,sich bequem aus ihr stiehlt u. dies vorlebt: Man schiebt per Ausschluss das Problem nun nur weiter, an den nächsten Verein, oder? Macht das euer Gewissen rein, solche Eltern nicht früher erkannt u. gegengesteuert zu haben? Und der Ausschluss der Kinder in Sippenhaft ist nicht nur ein moralisches Problem, dürfte die Täter grad in ihrer Grundeinstellung bestätigen: Wir müssen blind zusammenhalten, die Welt ist gegen uns feindlich, das Grundgesetz und die Menschenwürde, auch von Kindern, nichts wert in diesem Land, bloß leere Floskel. Denn in der Tat beleidigt die Entscheidung in Eislingen, Kindern für Eltern rigide die Rote Karte zu zeigen, die Menschenwürde und -rechte dieser Kinder, die Individualität als Grundlage menschlichen Zusammenlebens u. unser Grundgesetz. Der Verein ist nicht ein Verein aller, die Kinder werden als Mitglieder verraten u. die Vereinsverantwortlichen sind im Wesentlichen untätig, bewegen sozial nichts positiv: Man schlägt somit den Kindern ins Gesicht, scheint dies aber nicht bemerken zu wollen: weil "man" die Eltern nicht mehr sehen mag? Dies ist für mich pure Egozentrik u. gesellschaftlich eben unverantwortlich gehandelt:
    Würden alle per Ausgrenzen so Gräben in der Bevölkerung vertiefen statt Brücken zu bauen helfen, Problem nur "abschieben" wollen, würde unsere irreversibel multikulturelle Gesellschaft bald schlimm enden, da so die Aggression der Betreffenden nur mit den Gräben wächst. Hoffen wir, dass irgendwer anderes weiter denkt, den Kids ihre Würde wieder gibt, so auf die Zukunft baut: Unsere Probleme sind ja hausgemacht sind u. wir als ethnologisch homogene Einheit quasi bankrott. Also muss jeder lernen, sich schiedlich friedlich zu vertragen, es dafür alle einbeziehende intakte Strukturen geben, eben zB über befriedende Vereine. Wer die, die es noch nicht gelernt haben, einfach ausschließt, abschiebt, drückt sich davor: wohin denn bitte mit solchen Leuten, ins Ghetto, eigene Vereine nur für sie contra Integration...? :(

    Dass man Vereinsmitglied sein muss, um sich wählen zu lassen, ist halt eine Regel.


    Regeln legt "der Verein" ja per Satzung selbst fest: m Verein in unserem Dorf waren Eltern als Erziehungspflichtige für ihre Kids mitsprache-, dh stimm- und wahlberechtigt; so war ich erstaunt, dass man über 200 Mitglieder einfach vom Mitreden ausschließen u. durch einen "Alibi-Mann" pro forma in ihren Interessen vertreten lassen kann. Ob nun Verein o. Staat, Mitglieder- o. Bürgergemeinschaft im gemeinsamen Geiste, das Problem ist heute die Viruleszenz im Motto: Frag nicht, was er für dich, sondern was du für ihn tun kannst! Früher hätte man dazu kaum wen so auffordern müssen, heute bejammern fast alle die prekäre Lage, doch konkret mehr tun will auch von diesen kaum einer etwas, teils, da man im Arbeits- u. Familienstress zu eingespannt ist, aber eben auch, weil man offenbar das Vereinsleben in aktiver Form nicht so sehr als Bereicherung, erfreulich o. erfüllend sieht. Forscht nun wer fragend nach, woran dies reell liegt, gilt erstmal die Weisheit, dass der Fisch i.d.R. zuerst vom Kopf her zu stinken anfängt. Klar, diesen kritischen Befund hören die, die aktuell das Sagen u. die Macht haben selten gern u. so unterdrückt man seine Stimme lieber schon, bevor man zuhört, o. findet x Ausreden u. Vorwände, wieso man gegen solch Leute Mauern errichten muss, auch wenn man dadurch sich der Chance beraubt, unorthodoxe Ansichten zu möglicher Verbesserung kennen zu "lernen".
    Nur irrend lernt der Mensch, aber es fällt gemeinhin verdammt schwer, sich jeweils dies Irren erstmal einzugestehen. Daher fährt 'man' oft lieber den Karren weiter in den Dreck statt für Neues offener, dh in "Selbstabschaffung" auf althergebracht angestammtem Posten schwächer, hinterfragbarer zu sein. Wie schneidet man da alte Zöpfe ab ohne scharfe Schere? Vielen sind 100 Austritte lieber als 1 Veränderung. Nen Vorstand vor allen Leuten asozial zu nennen - ist das nicht ne Palastrevolte? Es sollte ihn aber nur zum Nachdenken provozieren, nicht echt beleidigen. Ich stehe aber lieber allein für mich ein statt andere hinter mich zu scharen, auch wenn dies das übliche Vereinsprinzip ist, jeder hat seine Seilschaft, intrigiert nur über Dritte hintenrum statt gradheraus die Wahrheit zu sagen u. so werden dann Reviere abgesteckt, oder? Immerhin hatte es den Vorstand - kurzzeitig - bewegt u. er gibt mir - aus Unsicherheit - weiter die Hand, nachdem ich mich entschuldigte u. das mit dem Denkanstoß erklärte: gefruchtet hat's aber leider dann doch nicht. Es denken - im 4-Augen-Dialog bestätigt man, wie Recht ich doch habe - zwar viele wie ich, nur offen sagen tut's keiner ;)

    Ja, das tat ich freiwillig u. 'redlich': da man sich immer selbst im Weg steht beim Lernen, man daher die Selbstwahrnehmung durch kritische Stimmen Anderer zerbrechen sollte. Daher ist auch deine Kritik gut u. lehrreich! Nur: meine Infos waren andere! Ich mag ja bei manchem gedacht haben: Mann, son Idiot - und das denken die untereinander fast alle übereinander, erzählten es zB oft mir, aber natürlich auch nur hinter vorgehaltener Hand, aber so doof, das vorher laut zu sagen, bin ich nun auch nicht. Nachher habe ich einigen aber wohl gesagt, wie asozial ich die ganze Vereinspolitik finde, die Geld von klein zu groß, unten/schwach nach oben/stark umverteilt o. eben behinderte Kinder rausekelt, damit die Trainer ihre Siege häufiger u. ungestörter feiern können... Wenn du dies Verhalten topsozial findest, ok, dann klag mich an, dass ich das asoziale Idiotie nannte, aber immerhin offen u. geradeheraus, so dass jeder entweder was hätte entgegnen o. gar sich verändern hätte können, denn Letzteres hätte wahre Größe gezeigt: Einsicht, Fehler zugeben, Konsequenzen ziehen. Denn das "können" nur wenige! Immerhin: Man gibt mir weiter die Hand, zeigt sich irgendwie doch respektvoll u. das täten auch nicht alle so - nur den Kids habe ich nichts gebracht, also unterm Strich versagt...
    Natürlich ist's einfacher, kritische Stimmen in toto auszugrenzen mit Verweis darauf, dass wem die Hutschnur passte, er 1mal offen seine Wahrheit ungeschmikt sagte: nachdem er bei der angeblich demokratischen Wahl schon im 1.Satz unterbrochen, niedergemacht wurde, wogegen etablierte Amtinhaber 20 Minuten ungestört am Stück ihre Erfolgsbilanz präsentieren konnten. Ok, wer sich in den Sturm begibt u. darin einknickt, ist halt zu schwach gewesen u. dafür selbst verantwortlich - auch ne lehrreiche Erfahrung zu den eigenen Grenzen, daher nicht zu bereuen, außer: Null erreicht halt... :(

    Ja, wählen lassen, ohne Vereinsmitglied zu sein, mit der "ihr-seid-alles-Idioten-Fahne" reinmarschieren und ohne jede Unterstützung, da würde niemand gewählt werden


    Wirklich phänomenal, was Missgunst - oder was? - alles zu wissen meinen lässt: offenbar warst du live dabei, nur hat dich keiner gesehen... Aber auch symptomatisch: wer's wagt, Sachkritik zu äußern statt alles totzuschweigen, ans Kindeswohl als Maßgabe erinnern möchte, der komme lt. Wahrnehmung stolzer Amtsinhaber "mit der Ihr-seid-alles-Idioten-Fahne" - sagt man einfach, also muss es stimmen, oder was? Und das 'begründet' dann, dass man demjenigen gar nicht mehr zuhören muss, gleich mit Ausbuhen anfangen kann, bevor er zu reden beginnt (so war es nämlich bei mir: ich hatte noch nicht einen Satz fertig gesprochen, da ging das kollektive Protestgeheul schon los: "Eltern wurden ja leider keine eingeladen, so dass außer mir keiner da..." - "Wie, was soll der Scheiss, hier konnte jeder herkommen, lüg nicht so rum!" - kollektives Gemurmel und Genicke... Ich geb's zu: da waren Courage und Konzept wie weg geblasen u. ich fing zu stammeln an. So war's, oder kannst du anderes berichten? Wäre ja spannend, oder war ne unbemannte Abhördrohne dabei? Ok, was ich zugebe: ohne Unterstützung allein auf Kraft der Worte u. Ideen zu vertrauen, ist wohl tierisch naiv o. professoral gedacht. Interesse erweckt man rhetorisch nur mittels lauter Stimmen, stilsicherer Selbstinszenierung o. vielen Claqueuren. Jaaa, und Vereinsbeitrag bezahlen müssen, aber keine Stimme bei Wahlen zu haben, das soll (bei unsern Kids) ok sein, dass Amtsinhaber o. Leistungsträger der Ersten keine Beiträge bezahlen, auch: Aber wehe da kommt wer, will wirklich einfach nur für Ehre o. strahlende Kinderaugen was tun, der soll gefälligst erstmal vor seiiner Wahl Beitrag nicht nur für 2 Kinder, sondern auch sich bezahlen, um sich überhaupt anbieten zu dürfen.


    Das ist die selbstbezügliche 'Logik' vieler heutiger Vereinsoberer, die da ständig rumjammern, dass sie zu wenig kostenfreie Jugend-Trainer o. Ehrenämtler finden. Wo bitte ist da irgendeine rationale, poitiv vertretbare, echte Logik? Was sagt man denn zu realen Arbeitgebern, wo Arbeitnehmer noch erstmal Geld mitbringen sollen, um arbeiten zu dürfen, zB sog. Modellagenturen, wo potentelle Modells zunächst ihre Ausbildung teuer finanzieren sollen, um dann uU doch nie nen )Bezahlten) Job zu erhalten: nennt man das da nicht Betrug, Ausbeutung, mieses falsches Spiel? Aber schon richtig: Genauso kommen viele Vereinsobere daher! Sie treten auf, als seien sie Gönner, die tolle Jobs (zur Selbstverwirklichung: nur von was?) zu vergeben haben, wenn wer kostenlos in ihrem Verein mit arbeiten will, so meine Erfahrung: Du willst hier Kinder trainieren, dann küss mir erst die Füße, jeden Zeh bitte einzeln! Auch pädagogische Ausbildung ist da kein Kriterium, wenn man zB den - damals bezahlten - Job lieber nem Kumpel zuschanzen will (nichts gegen ihn, aber wer nicht mal nen Hauptschulabschluss hat, wie sollte der Kinder pädagogisch gut betreuen? Ergebnis: Team nach 1 Jahr aufgelöst, aber egal, intetressierte den Vorstand nur die Bohne...)
    Und deshalb winken viele dank gesunden Menschenverstandes sofort ab, außer wenn ihre Kinder so arg in Not sind, dass es ohne sie kein Team gäbe, absolut niemand sonst als Betreuer zu finden ist, ansonsten, für 'fremde' Kinder: alles egal, Hauptsache nicht ich muss mir das antun, sollen mal andere ran - das ist bei x Ex-Kollegen die Stimmung (von 10 sehr guten Jugendtrainern aus meinem Bekanntenkreis, die wg. der eigenen Kids anfingen, arbeitet nun, wo die wg. Pubertät abgegeben wurden, nurmehr EINER weiter als Trainer für andere Kids (aber im LZ gegen Bares), alle anderen sind wie ich froh, draußen zu sein. Sieht's so nicht vielerorts REAL aus, oder echt nur bei uns? Ehrlich, ich kann das nicht glauben, eher, dass es wohl ein paar Vorzeigevereine gibt, auch hier übrigens: nur liegt ein solcher eben 7 km entfernt u. den Wechsel unserer Jungs dorthin wollen weder sie noch meine Frau, da dies Zusatzstress neben den Fahrten zur Schule (12 km per Bus, 1,5 Stunden jeden Tag) bedeutet...


    Deshalb ja positiv gesagt: Jeder, der es vorzeigbar gut macht, dürfte hervorstechen als leuchtendes Beispiel u. Attraktor seiner Region werden, vllt sogar mit der Zeit andere mitreissen, aus deren Not heraus: so verändert sich dann langsam was. Also: ran an den Speck, wer fängt an?! Unsere Oberen aber sahen diese Perspektive leider nicht, hörten gar nicht zu o. sahen da eben ihre angestammten Felle der Eitelkeit davonschwimmen, auch wenn du, lieber Paulwurf, es besser beobachtet zu haben scheinst... ;)

    Bei dieser ganzen Diskussion frage ich mich ja, warum sich keiner zum Kassenprüfer oder sogar zum Kassenwart mal wählen lässt? Dann würde man ja auch gleich mal sehen was im Vorstand so abgeht. Das geht aber dann ja so in die Richtung warum wird Spieler-Papa nicht Trainer-Papa wenn er doch die ganze Zeit über irgendwelche Trainer seiner Jungs meckert.


    Zitat von »teejay«
    Ich würde mich nicht immer darauf verlassen was neben dem Platz geschnackt wird, wer wirklich sich ein Bild machen will, sollte in den Vorstand gehen. Ich hab es nicht bereut, auch wenn der Job teilweise zeitraubender ist als mein Traineramt.


    Tja, wenn man einfach mal eben "in den Vorstand" gehen o. sich ins Kassenprüferamt wählen lassen kann, kein Problem. Hättest du meinen Beitrag reell gelesen, wüsstest du, dass ich mich sowohl als Vorstand wie JO aufstellen ließ, allein unter lauter Apologeten der großen "1.Herren" u. ihrer Interessen, nur als Signal, dass demokratische Opposition theoretisch denkbar wäre. Solange aber wie bei uns die komplette Jugend, 240 Kids, von einem einzigen "Jugendwart" vertreten werden (der aber nur zu 1.Herrenspielen geht, um dort in seinen wahren Kreisen sein Bier trinken zu können), statt ihren erziehungspflichtigen Eltern kann sich zwar jeder um ein Amt bemühen, bekommen wird er es aber niemals, sofern er sich nicht nach oben verbiegt u. anpasst. Und obwohl man ja ständig jammert, keine Jugendtrainer zu haben, darf man auch als solcher nicht etwa vernünftiges Trainingsmaterial auch für die Kleinen o. Gleichberechtigung von Kindern mit Geld o. Vitamin B und denen, die keiner will, zB beim TW-Training (das in meinem Fall die beiden besten Torleute nicht mitmachen dürften, nur die, die halt der mit der Macht im Tor sehen wollte, allen voran seinen Sohn, für den jeder Rivale auszubremsen war) fordern: zack, Kopf weg, Trainer abgesägt. Wehe wenn ein 1.Herren-Sponsor den Daumen über nem Jugendtrainer senkt, da ließ der JO lieber für ein Team den ganzen Winter über das Training ausfallen, als das wer mit den falsch richtigen Ansichten zum KiFu nochmal tätig werden dürfte im Verein...
    So sieht es bei uns aus und ich beneide dich o. alle anderen sehr, falls es bei euch wirklich so einfach ist, sich sozial im sog. Verein zu engagieren u. fürs Gute tätig zu sein: so man das, was andere als "Gehalt" begehren an die Richtigen, für die Vereine zuerst dasein sollten: Kinder, sozial Schwache... umverteilen will, ist man nur der Feind u. unbedingt in seiner persönlichen Integrität zu vernichten! Versuche doch das auch mal bei euch, wäre gespannt, wie es dir dann ergeht :(;)

    Wenn sich jeder auf den ursprünglichen (Breiten-)Vereinsgedanken besänne: von eigenen Selbstverwirklichungs- u. Egotrips abtrennt, hätte echt gemeinschaftliches Vereinsleben wieder ne Chance. Gemäß ihm hätte zB jedes Mitglied gleichberechtigt die Option, an allem Veranstaltungen teilzunehmen (steht so oft noch in der Satzung), dh es gäbe keine Privatreviere mit hohen Mauern wie zB die 1.Herren als sog. meist für alle Mitglieder teures, aber nur wenigen als Hobby u. Spielzeug dienendes "Aushängeschild"! Ihr Vorstand wie Trainer u. Spieler hätten zuallererst für gewissen Respekt aller gegeneinander statt internen Wettbewerb - wie er heute quasi normal erscheint - zu werben. Würden die Unteren o. Schwachen u. ihre Trainings bzw. Teams vernachlässigt o. gar aufgelöst, würden die sich ihr Recht einfach woanders nehmen u. so diejenigen dort endlich wieder an ihre Ehren-Pflichten erinnern: für den Verein dazusein so wie er für sie da ist statt einseitig zu meinen, der Verein müsse für sie als "Dorfstars" einer "Ersten" in irgendner Kreisklasse ganz viel tun, dafür alle anderen zurückstellend, die sich dieser Mentalität irgendwann anpassen, auch immer weniger reell für den Verein tun mögen, erstmal sich selbst u. ihren Nutzen betrachten. (Bei uns wurden zB in der C grad "erfolgreich" die angeblich für sportlichen Misserfolg verantwortlichen Minderleister von den Trainern aus Team wie Verein ausgegrenzt u. rausgeekelt, 3 behinderte Kinder, zu denen es schon vor der Saison im Training hieß: was wollt ihr hier, ihr werdet in der Saison keine Minute mehr mitspielen! Solch unsoziales Vorleben prägt dann alle im weiteren Verhalten, lebenslang...)


    Veränderung, gar grundlegende Erneuerung fängt nunmal im Denken an, nicht mit irgendwelchen Patentrezepten an Ad-hoc-Maßnahmen, die wer oben verfügt, so wie es gern geschieht, zB bei der Platzpflege: diesmal müssen aber mehr kommen... Aber warum denn grad ich, sagt da jeder, wo die meisten doch auch weg bleiben etc. Oben muss man sich vorbildhaft verhalten, da ist die Privilegierung der "Ersten" (da die ja in der Zeitung stehen, ein paar passive Nichtmitglieder als für Umsatz des Wirts sorgend Wurst u. Bier kaufende Zuschauer anziehen...) das grundfalsche Signal. Es bedeutet parallel logischerweise Diskriminierung aller anderen, ihr folgt Nichtteilhabe u. die Einstellung des Nehmens (bzw. stete Wechselbereitschaft gemäß eigenen Vorteilen, wie sie heute die Szene prägt). Wer noch 'selbstlos' etwas für den Verein, dh alle seine Mitglieder in der Breite (o. Tiefe), leisten will, ist nurmehr der Dumme bzw. zT gar nicht mehr erwünscht: wer denen unten gibt, nimmt ja denen oben... Da dominieren die "Hochleistungskicker" der Landkreis- o. Stadt-KK, über die ich früher mitleidig lächelte, da die so weit unten spielen u. sich fruchtlos abrackerten: Nun erst lernte ich, dass sie aufm Dorf als kleine Könige gelten u. sich so fühlen, erst recht ihre bezahlten über allen schwebenden Trainer, u. nie ne Schaufel zwecks Platzpflege in die Hand nähmen: das wäre ebenso unter ihrer Würde wie das Grüßen einfacher Mitglieder! Lohnt sich auch kaum, manch neu eingekaufter Spieler dürfte schon im Winter wieder weg sein... Platzpflege machen vorrangig Jugendtrainer und -eltern, die dafür den edlen Platz 1 kaum jemals betreten dürfen, den sie grad für die Herren der Schöpfung tiptop pflegen. Ich habe mich daher von solch Arbeitseinsätze auch schon vor Jahren verabschiedet: obwohl sie in der Gemeinschaft mir sogar Spaß machten, aus Prinzip... :(


    Mein Fazit: Schluss mit dem ehrfurchtsvollen u. doch nur lächerlichen Kotau vor den "Ersten", ihrem Erfolg im Dorf/Stadtteil-Vergleich! Das wäre ein Anfang, ein Signal, worum es allen gehen sollte, sozial. Lasst all die F-Söldner einfach ziehen statt ihnen o. deren Sponsoren (Werbeleute u. Krämerseelen!) nachzulaufen. Lacht die Vorstände laut aus, die sich mit den KK-Erfolgen brüsten zu müssen scheinen, um etwas in sich zu kompensieren, so kann man was verändern, gemeinsam: wenn nur 30 bis 40 Leute soviel aufbrächten, um mal zur kaum besuchten HV zu gehen, Gesicht u. Rückgrat zu zeigen u. andere als die oben zu wählen, dann wären alle mit einem Schlag in einem ganz neuen Verein; doch leider geht 'man' dort ja nie hin, bleiben die unter sich, die schon immer das Sagen hatten ;)

    Dabei habe ich noch kein Verein erlebt, dass nicht jammert.
    Beim letzten Verein habe ich sogar rausgefunden, dass der Präsident ein Sponsoringbetrag einer Kantonalbank in Höhe von ca. 9000 Euro, nicht abgeholt hat, resp. nie vorbeiging mit dem Vertrag. Sponsor war bereit...


    Noch eine "nette" Anekdote, die ich als Jugendtrainer vor ca. 5 Jahren erleben dürfte: Auch ich ging auf Betteltour bei potentiellen Sponsoren, um als bloßer Papatrainer unserem Team mal 5 Trainings sog. Trainerprofis (ehemaliger Topspieler u. DFB-Fußballlehrer mit Fußballschule) zu ermöglichen. Sie hatten mir exklusiv die 1,5-stündige Trainingseinheit mit Topmaterial (inkl. "Ballkanone") für je 100 Euro inkl. Anfahrt angeboten (kostete normal 250 Euro). Dann hatte ich nen Sponsor gefunden, doch er dürfte nicht sponsern. Ich erfuhr, Sponsoring gegen Quittung dürfe nur über den Vorstand persönlich ablaufen. Also gab ich dem die Sponsorendaten. Geld fürs Teamtraining haben wir nie gesehen u. da ich wg. dem Preis bereits gebucht hatte, hatte das Team dann nen Privatsponsor in mir gefunden. Vermutlich war auch dies im Prinzip verboten u. ich hätte mein Geld beim Vorstand abliefern müssen statt es einfach dreist jenen Trainern zu geben, so dass es der 1.Herren entging ;)

    Wie kann man mt einer solch negativen Grundenstellung überhaupt Vereinsmitglied sein?


    Klar, schwierig, aber man muss, solange Kinder-Fußball quasi "verpachtet", an den Ehrgeiz einiger Weniger veruntreut ist. Mehr als für Vorstand u. JO kandidieren kann man auch nicht: wenn da nur Herrenspieler u. ihr Anhang sitzen, stimmberechtigt sind, erhält man - dank eigener Enthaltung aus Respekt vorm Amtsinhaber - eben Null Stimmen für seine Sache, in der Präsentation seines Konzept aber zugleich Null Gegenstimme (nämlich nur Schweigen: was soll man auch einwenden, wo wer klar das Richtige, nämlich eine Vereinspolitik pro sozial Schwache u. Kinder, offene Karten o. Fairplay vertritt). Im heimatlichen Tennisverein (W'ooge) kostet jedes Kind übrigens seine Mitgliedschaft nen Heiermann, 5 Euro - pro Jahr! Wohl ne echte Rarität: Wie so was Ungeheuerliches möglich ist? Ganz einfach: der Beitrag ist nur kostendeckend, da alle Leistungen ja von der Gemeinde gestellt werden, wie fast überall im Fußball doch auch (so wenig dies ideologisch ins Weltbild des Fußballs passen mag). Da jammert keiner rum, um Kinderbeiträge o. -zuschüsse an arme Herrenspieler umzuverteilen o. sich per Geldzahlung für sein Hobby: wen zu trainieren, das Sagen zu haben, in Spielen mitfiebern zu dürfen, Freude am Tun zu erleben etc. (bei Spielen gib's übrigens keine Schiris, kein Eingreifen von Trainern: die Kids regeln alles bereits mit 9 o. 10 Jahren unter sich, leise, fair u. sich viel reifer verhalten als viele Erwachsene im KiFu) zu bereichern. Und es gibt noch manch direkt Kids zugute kommende Spende, statt dass die über Umwege auch bei Herren landet. Tja, so einfach wäre alles, falls Kindeswohl obenan stünde: darum kann ich die Jammertour mit Kindern im Hintergrund als bezeugte Last, als würden sie hohe Kosten verursachen, o. bei Wechseln ab C Ausbildungsentschädigungen (wo Vatertrainer aber keinen Cent kriegen u. es nie nen 'Schaden' gab, außer evtl. im Kopf derer, die dies von Kinder unter Androhen ihrer Aussperrung vom Spiel fordern) so schwer ertragen.
    Oder habe ich was vergessen, das im üblichen KiFu enorm viel kostet? Wieso will keiner unschöne Wahrheiten erhören, man sie nur zum Unerhörten, dh weg erklären? Warum fordern nicht mehr eine echte Veränderung statt Kosmetik für den KiFu? Versteh ich nicht, wo doch alle Kindern so gut sein wollen: wieso dann nicht ihre Gelder auch bei ihnen belassen u. da, wo Herren Kosten verursachen, dies auch offen zeigen? Was ist daran verkehrt, dies zu fordern? Wie gesagt: "Venedig-Prinzip", so ist es leider, leider in vielen Vereinen. Umso mehr könnte sich aber der abheben, der anders agiert ;)

    guenter: Gestern kam - wie stets zur Schlafenszeit - ein augenöffnender, ganz 'fantastischer' ARD-Film: "Das Venedig-Prinzip". Tja, in der Ferne sieht man halt eher o. lieber, was schief , doch - sehend, dass Städte wie Gemeinden im Grunde auch "Vereinigungen" aller als Bürger wie zahlender Mitglieder sind - evtl. könnte der Titel auch "Das Vereinsprinzip" lauten. Einige wenige oben machen ihr Ding, die frustrierten "(Gefängnis-)Insassen" klagen völlig ohnmächtig über den Ausverkauf aller Werte durch 'politische' Krämerseelen, die die Stadt in den Ruin, den Untergang (auch sinnbildlich) treiben, die Jungen entfliehen... Das demoralisierte Volk geht auf die Straße u. hat doch längst keinerlei reelle Chance mehr - gegen die Macht der Großen Geldes (genial verkörpert in den Kreuzfahrt-Riesen voller Touris vor den winzigen Häusern der Stadt) u. seiner Protagonisten bzw. Agenten! Die tiefere, über Venedig als Beispiel hinausweisende Botschaft des Films fand ich so erschütternd wie wahrhaftig - unbedingt mal in der Mediathek anschauen... ;)

    @paulwurf: Es ist unter Menschen eben so, dass wer nicht verstehen will, es nie muss, immer irgendwelche Einwände finden kann, bis sich Diskussionen unfruchtbar im Kreis drehen. Wie gesagt: Jeder kennt selbst nur die Praxis in seiner kleinen Welt, Verallgemeinerung macht da wenig Sinn: dass aber landauf und -ab Kinder medial "das" Argument für Zuschüsse o. Kostenkomplettübernahme (wie im ZDF-Beitrag, einfach mal in deren Mediathek anschauen!) aus öffentlichen Kassen sind, sollte außer Frage stehen, dass letztlich Erwachsene "in der Regel" nie zu kurz kommen, auch: Ich kenn keinen Verein, wo arme Erwachsene unter der Hand die Jugend alimentieren müssen, umgekehrt aber sehr viele (Ausnahmen wie offenbar bei euch bestätigen da uU nur die Regel, außer man weist nach, dass sie die Regel u. nur unsere Gegend sozial völlig verkommen ist) - so hat sich meine Meinung gebildet. Verbote braucht es nicht, wenn im Training eigentlich auch fast überall gemacht wird, werden soll, was der Trainer sagt: lässt er nicht in die Kabine einrücken, tut es eben auch keiner u. da vorzuschlagen, man solle als Papa ein Kind zwingen, einzeln zu duschen, kann man entweder nicht ernst meinen o. man weiß überhaupt nichts über die kindliche Psyche: was man dem Kind damit antäte, sorry. Aber ich sehe schon, im Grunde gibt's überall nur echte Gutmenschen u. unsere Welt ist die beste aller möglichen, ich nur ein Spinner, da Kinder u. ihr Wohl überall nur voll im Fokus sind, es daher soviele Kinder im Land u. nirgends Probleme gibt - nun denn ;)

    guenter: Also ehrlich, das ist doch Erziehung - von selbst ginge auch kein Kind in die Schule. Wenn Trainer vorgeben, dass Duschen nach dem Training unnötig ist, will auch kein Kind als Einziger damit anfangen, da seine Eltern dies Sauberkeitsideal haben. (Einfach ein Kind wie vorgeschlagen einzeln zum Duschen schicken, also zwingen u. vom Rest absondern: sicher völlig falsche Erziehung, sorry...)


    @Paulwurf: Hatte ich doch erklärt, ab der D- u. C-Jugend müsste eigentlich zwecks Erziehung geduscht, dahin erzogen werden. Zudem kann man nun die Kleinen nicht mehr einfach nen Ball hinwerfen, alles laufen lassen, gibt's Widerworte: Trainer müssen nun schon echt vorbildhaft wirken, was vermitteln. Dazu kommen noch Schierikosten, spätere Trainingszeiten wg. Schule (also uU Flutlicht). Und die Spreu trennt sich mittlerweile vom Weizen, Toptalente wechseln ins LZ, für die Zweiten ist's schwer kostenfreie Trainer zu rekrutieren, die sich da nie durch Erfolge 'ihres' Teams o.a. Blütenträume belohnen können, rein sozial engagiert sein müssen für Kids, die sportlich nie groß raus kommen werden. Da lässt das frühere Interesse plötzlich nach, Vatertrainer sehen, dass es fürs eigene Kind nun besser ist, Nichtväter als Trainer zu bekommen, scheiden aus etc. Ist das alles bei euch echt so anders? ;)

    bei uns darf jedes Kind duschen...sind gerne bereit talentierte Kids aufzunehmen


    Ein Widerspruch? Dass viele auf der Jagd nach "talentierten" Spielern (bzw. Ministars ihrer Träume (mal nen Großen rauszubringen) sind, ist auch bei uns so, doch die Teams der "untalentierten" machen ja den zu fördernden "sozialen" Breitensport aus u. die werden bei uns reihum mal eben aufgelöst, als wäre man dankbar, wenn man dann zB in D- o. C-Jugend plötzlich zu wenig Spieler zählt. Meine Jungs spielen ja in den "Jahrgangsersten"; als ich zB ohne jedes Eigeninteresse anbot, für die Zweiten, die Spaßteams, die fehlenden Spieler aus dem Freundeskreis meiner Jungs anzuwerben (da dort bereits einige frustriert aufgehört hatten), hieß es nur, die Auflösung sei bereits beschlossen, von den sog. "Oberen" natürlich, nicht von den betroffenen Jungs o. Eltern. Mir erscheint es in solchen Vereinen - ich sprach nie von "allen" Vereinen u. weiß nicht, was solch Unterstellung außer unfaire Stigmatisierung soll, als habe der Mohr ab 11, 12 Jahre dann seine Schuldigkeit getan u. soll gehen, sofern er nicht genug Talent hat, um in der Ersten zum Erfolg beizutragen. Wie bitter dies für jedes einzelne betroffene Kind ist, scheint sich heute kaum noch wer von den ach so sozial engagierten Oberen vorstellen zu können o. zu wollen; spricht man sie in unserem Verein drauf an, wird man nur als unverschämt u. dreist abgetan o. eben ignoriert, wo Empörung wg der Sachlage (Umziehen zuhause statt Duschen wie die Herren im Verein) allzu bodenlos wäre. Also bitte: Alle Kids verdienen, dass wir ein Herz für sie haben, auch die untalentierten. Denn alle sind unsere Zukunft, das sog. Talent entpuppt sich in aller Regel am Ende als Blütentraum, da es nur wenigste im Promillbereich real nach oben schaffen!


    Steini: Es ist prima, wenn es bei euch noch echtes "social sponsoring" gibt; offiziellen Statistiken zeigen im Vergleich aber, social sponsoring ist verschwindend gering: was ich gar nicht verstehe, da es viel mehr Engagement beweist als im Sog der Menge der x-te Sponsor des Bundesliga-Clubs o. Stars zu sein. Der Star aber ist zentral vermarktbar, präsentabler, auch persönlich für Sponsoren wohl attraktiver, oder? Mal telegen Robben o. Lewa die Hand schütteln, kommt eben zu gut rüber, egal, wie man sie - ihre Solos, Egotrips o. Vertragspokerei - menschlich zu bewerten hätte. Wer's schafft, Geldgeber fürs reell Soziale zu begeistern, hat meinen Respekt!

    Kinder dürfen nicht duschen weil man das Wasser nicht bezahlen kann ?
    Echt ??


    Es läuft natürlich indirekt: Die Trainer sagen, die "Kinder" (auch noch in der C) sollen umgezogen zum Training kommen u. danach geht dann auch keiner in die Kabinen, da es die Trainer ja nicht vorleben. Hab mir 1mal die Zunge verbrannt u. provokant gemeint, ob denn alle im Verein Schmutzfinken seien, doch: kein lautes Protestgeheul, die Bemerkung wurde nur (mit bösem Blick) ignoriert - wie hätte man auch reagieren sollen, wenn Duschen eben bei Kids eingespart werden soll?


    guenter: Die Rechnung geht so einfach nicht, du musst ja je Mitglied u. Beitrag, nicht pauschal rechnen. Kosten in deinem Beispiel je Herrenspieler in ca. 9 Monat draußen: 8 x 4 Wochen x 3 Training, plus 4 Spiele (2 Heimspiele, da duschen aber dann auch die Gegner!, zs rund 30 Punktspiele, 16er-Staffel, hin und rückl): 16 mal Duschen p.m., dazu x-mal 2 Stunden Flutlicht + 2mal Schieri-Kosten + weit mehr nötige Rasenpflege, da mehr Benutzung, Körpergewicht o. Einsatz und dann noch 3 Hallenmonate mit z.T. 2 Wochentrainings; je Jugendspieler... Bis zu C gibt's bei uns nur kostenfreie Schieris (Eltern oä), nur 2 Trainings je Woche, nur ca. 14 Punktspiele im Jahr, da keine Rückspiele (8er-Staffeln), nie bei Flutlicht u. wie gesagt bei uns gar keine Kabinenbenutzung (außer ab und an bei Gegnern)... Ein Herrenspieler produziert also min. das Doppelte an Kosten, ich schätze aber eher das Vierfache, so nie geduscht wird. Sein Beitrag: 12 p.m., der von Kids: 7 Euro, so dass bereits hier eine Umverteilung von unten, klein nach oben, groß stattfindet.Hinzu kommt noch das Trainingsgerät: bei den Herrenteams top, bei Jugendteams nur ein paar Hütchen u. alte (Herren-)Bälle, den Rest müsste der kostenfrei arbeitende Hobbytrainer bezahlen, wogegen sein Kollege bei den Herren 400 Euro plus x erhält. Fragen zu "Quersubventionierung" von Jung zu Alt unerwünscht, Stimmen für den den Jugendobmann gebenden Herrenspieler vs den Anwalt der Jugendinteressen bei der Wahl: 21:0! Warum? Da die Jugend von einem Jugendwart vertreten wird, der zugleich Vereinsvorstand ist, bei der Jugend durch strikte Abwesenheit glänzt (aber bei jedem 1.Herren-Spiel ist), nicht mal alle Jugendtrainer kennt, wie er mir selbst vorwurfsvoll sagte, als ich ihn mal auf einige Vorkommnisse hinwies...


    Untypisch ist dies Beispiel in unsrer Gegend nicht, wir haben gar einige "Privatvereine", die Sponsoren gründeten, mit ner Alibi-C-Jugend, um BL spielen zu können, wo der Herren-Spielertrainer mal eben nebenbei ca. 2.000 Euro im Monat einsteckt. Die Gemeinde dürfte an Geld- wie Sachleistungen diesen Verein - der sogar auf Gemeindekosten für seine 3 Herren- und 1 Jugendteam einen Kunstrasenplatz bekam (der allerdings unserem Verein mit 24 Jugend-, 4 Herren- u. 2 Damenteams fehlt) - mit 80.000 bis 100.000 Euro "sponsern" - wozu? Da der Hauptsponsor gern Lokalpolitiker hofiert, viele Beziehungen hat? In Fitness-Studios gibt's übrigens das qua Kostenverteilung gerechte Duschen gegen Geld, aber mein Anlass war ja nur das Gejammer des o.g. Vorstandes über die Strom- u. Wasserkosten mit dekorativer Jugend im Hintergrund, indem er so tat, als würde sein armer Verein nun wg. einer Deckungslücke von 10.000 Euro ruiniert sein, dabei aber dank völlig unwissenden Journalisten nicht erklären musste, wie sein Etat insgesamt aussieht, wer diese Kosten verursacht und dafür zuhause die deckungsgleich geldwerte Ersparnis hat etc. Jammern auf hohem Niveau ist eben auch Volkssport in Deutschland, parallele Vorteile o. private Befriedigung von Ehrgeiz per 1.Herren als Spielzeug u. Hobby der Vorstände o. bezahlten Trainer bzw. Werbetool der Sponsoren werden verschwiegen, Kosten sozialisiert u. Kinder als scheinbare Verursacher präsentiert, da man so Gelder für den sozialen Zweck locker macht - alles wie gehabt, bis die öffentliche Hand bankrott ist o. wieder neues Geld druckt, dann jammert man aber wieder über die Inflation - und Schuld sind immer die anderen! Wieso aber bezahlen Herrenspieler nicht einfach u. fair fürs geldwerte Duschen freiwillig das, was sie zuhause sparen, dann wäre das Problem gelöst u. der telegene Vorstand müsste nicht so selbstmitleidig auf dem Rücken der Kinder rumjammern, um Herren weiter kostenloses Duschen zu finanzieren? X(

    Den gestrigen Bericht im ZDF "Vereine kämpfen mit hohen Stromkosten" fand ich mal wieder typisch: Da werden im Hintergrund die ganze Zeit kleine, Sport treibende Kinder als sozialer Faustpfand gezeigt und dazu von Vorständen wie Herrn Schlösser vom Krefelder VfR Fischeln gejammert: es klaffe ein Lücke zwischen dem städtischen Zuschuss von 25.000 und ca. 35.000 (o. 37.000) Euro pa. Diesen Differenzbetrag könne kein Amateurverein stemmen - lächerlich: die Bilanz unseres Dorfvereins zB liegt bei ca. 80.000 Euro - wieso sollen da 10.000 Euro jedem Amateurverein das Genick brechen? Die "Personalkosten" bei uns vor Ort liegen zB bei ca. 40.000 Euro, und da sollte lieber keiner näher nachfragen, wo dies Geld hin geht. Das Skandalöse bei dieser Betteltour liegt für mich aber darin: bei uns bei fast allen Vereinen ringsum wird in der Jugend kaum jemals geduscht o. unter Flutlicht trainiert, also Strom u. Wasser in Menge verbraucht. Dies geht fast ausschließlich auf Kosten des Herrenbereichs, der eben statt um 16.00 um 19.30 Uhr beim teuren künstlichen Licht trainiert und wo praktisch alle stets duschen etc., zwar zT 3mal wöchentlich bei viel längerer Saison wie bei den Kiddies: die übrigens im Bericht natürlich Null zu Wort kommen, klar!
    Wer also produziert die hier bejammerten Kosten: die Kids, mit denen man um mehr Geld bettelt, als käme es ihnen zugute? Nein, es sind die Herren, die durchaus ein paar Euro für ihr Duschen mehr bezahlen könnten, die sie zuhause ja sparen! Aber so macht man eben Politik bzw. Marketing auf der Jagd nach öffentlichen Geldern u.a. Vorteilen: Platzwart bezahlt auch die Stadt. Man zeigt Kinder als vermeintliche Nutznießer vor, obwohl in deren Teams meist noch das Material von oft kostenfrei tätigen Trainern selbst besorgt wird: ganz im Gegensatz zu denen, denen alles am Ende nutzt: den Herren (o. seltener auch Damen, jedenfalls finanziell eigenständigen Erwachsenen)! Und ZDF-Journalisten präsentieren dies völlig unkritisch o. ahnungslos wie Hofberichterstatter der Vereinsbosse. Das wirft ein Licht sowohl auf den Zustand der öffentlich-rechtlichen Massenmedien wie des Vereinsleben; man ahnt, wieso Jugendteams ab BL Pflicht sind: soziale Verantwortung muss über Jugendarbeit vorgetäuscht präsentabel sein. Denn für irgendne 1.Herren als Spielzeug von Vorstand/bezahltem Trainer sowie Werbetool der Sponsoren würden knappe öffentliche Gelder sicher nie so leichthin fließen, oder?


    Mich ärgert das ungemein: Auch so werden Kinder aus- wie benutzt, da diese Tour echt parasitär ist: dass zum Schein so getan wird, als käme das von der Stadt mehr erbettelte Geld direkt den gezeigten schwächsten Gliedern unserer Gesellschaft zu, obwohl doch jeder inside wissen müsste, wer diese Strom- u. Wasserkosten zu über 90 % verursacht: Erwachsene mit Jobs, Auto und mehr! Warum kümmert sich kein Lokalpolitiker je darum, dass die öffentlichen Mittel auch wirklich den Hilfsbedürftigen zugute kommen, von den Vereinsvorständen ganz zu schweigen, die eben wie im Beispiel offenbar ihr eigenes Süppchen kochen statt für die sich vorrangig einzusetzen, die sie als Objekt so gern vorzeigen u. doch in der Praxis meist alsbald "vergessen" (zB bei vielen Teamauflösungen in E- bis A-Jugend, wie ich oft schilderte). Die Stadt verspricht Umschichtungen - am besten bei KiGa o. Schule an der Ausstattung sparen - für die Herren... ;(;)

    Schwer da zwischen Integrationsproblemen (deren Geist wir nie mehr los werden) u. Fußballverrohung grad im KiFu neben dem Platz zu unterscheiden: ein nicht gegebener Einwurf ist (ebenso wie physische Nähe) nur lächerlicher Anlass, nie Ursache! Ich find's naiv, irgendwem das Gefühl, hautnah als 1 Team zusammen zu gehören, per kleinem Abstand nehmen, so das Problem dahinter auflösen zu wollen: wenn ich zB beobachte, wie beim Public viewing 100te von Kilometern entfernt o. noch am TV im Kreis der Seinen mitgefiebert wird. Das macht Fußball ja grad zum Attraktor, als Ventil für an Triebstau Unterdrücktes: in Schreien, Wut, Hass, Aggression u.ä. sich artikulieren wollend! Ob sich wer nun 5 m neben dem Platz o. an der Linie prügelt, macht nicht soviel aus...


    Einzige Option: den Kreis der Seinen mental zu erweitern - auf alle (sie auf guten Sport als gemeinsames Interesse fokussieren: was in der Praxis aber ja grad scheitert - dies als Problemursache zeigt!), so wie im neuesten Anti-Rassismus-Spot? Alle bejubeln da gemeinsam ein "Goaal", also "Freund wie Feind bzw. Gegner" - völlig illusionär, da realitätsfremd: Wo doch jeder will, dass sein Team gewinne, gerade dies die Leute innerlich bewegt - am besten beim Phänomen der sog. Erfolgsfans belegt! Vielleicht sollte man mal damit beginnen, die Menschen nicht immer so ins Gute zu verklären, sondern unserer "humanen" Realität mehr in die Augen schauen, wie hieß es da gestern beispielhaft in "Wolfman": Nur Regeln lassen uns Menschen davon abhalten, einander zu zerfleischen. In solch Monster- o. Vampir-Film nickt jeder und versteht, was Philosophen sagen wollten im Satz "Der Mensch ist des Menschen Wolf!" Doch diese Regeln müssen eben auch im Kollektivgeist als kulturell homogen disziplinierende Vorschriften verinnerlicht werden, einfach auf Plakat-Papier, Zelluloid etc. gedruckt, nützen sie faktisch wenig bis nichts: Sollen alle nur in trügerischer Sicherheit wiegen, bis wieder irgendwo der Wolf in wem hervorbricht, meist gern nur als Scheitern bequemer Idealisierungen verschwiegen. Diese Gefahr wächst aber logisch, je mehr wir real in Parallelwelten existieren, nur vordergründig eine Bevölkerung bilden, um finanzökonomisch den Karren per mehr Masse am Laufen zu halten, uns innerlich aber differenzierend statt identifizierend... Diese innere Differenzen ignorieren als Lösung wider reell auftretende Probleme, sie als Anlass ins Positive verklärend, statt auf wahrhafte Gründe untersuchend, das beeinflusst zwar vordergründig, funktioniert letztlich aber nur im "Fernsehen", als soap opera! Ich weiß, diese Sicht ist allen bis hin zu unseren "Souveränität" vorgaukelnden "Spitzenpolitikern" zu schwierig u. komplex, man will Dinge so viel lieber einfach auflösen, diese Patentrezepte verkaufen sich politisch immer viel besser als tiefere Sicht in die Zusammenhänge. Doch daher bleibt alles im Prinzip beim Alten, steckt man irgendwann richtig fest, bleiben uns die Probleme treuer als alle schönen Lösungsversprechen...


    Die Probleme haben zwar primär nichts mit Fußball zu tun; indem "der Fußball" sich aber zunehmend wie eine Lösung ihrer präsentiert (um politisch bedeutsamer zu erscheinen, u. mehr Mittel für 'sein vorherrschendes System' zu generieren?), gerät er in eine Falle, die sich logischerweise vor allem da zeigt, wo er am wenigsten geregelt bzw. zu regeln ist: im KiFu. Obwohl es dort zugleich faktisch auf Wettbewerbsergebnis und Erfolg bezogen (vs pädagogischer Entwicklung aller Kids in je ihren sportlichen wie menschlichen Potentialen als einzig wahrem Ziel) um fast nichts geht! Gerade dies verdeutlicht doch, dass es um etwas "ganz anderes" als Fußball dabei geht, oder? ;( ?(

    Anna: Tja, so eine geschilderte Realität nicht mehr 'politisch korrekt' ist, wird's kaum an ihr liegen... Wir kommen aus dieser Kiste aber nie mehr raus, denn großstädtische Schulklassen können kaum 'unsere' Zukunft sein, in denen bekanntlich kaum mehr deutsche Kinder sind. Dieser Impotenz ins Herz zu schauen, ist leider auch nicht "politisch korrekt". Jeder dreht sich wie in einem imaginären Hamsterrad inständig um sich selbst: genauso, wie eben im Verein meist eher Kids den Erwachsenen zum Siegabfeiern dienen müssen, als dass man ihrem, ihrem Wohl und Spaß reell dienen wollte. Realität solange ausblenden, bis sie eines Tages vor der eigenen Haustür steht o. man im Pflegeheim so behandelt wird, wie man selbst zeitlebens drauf war? Dann wieder von nichts gewusst haben wollen, könnte diesmal jedoch wenig nützen. Was ich am meisten hasse, ist wenn "man" über die verwahrloste Jugend jammert, die doch nur Ergebnis von Vernachlässigung u. schlechter Behandlung Erwachsener sein kann: denn hier war eindeutig die Henne o. Hahn vorm Ei da! Unser Staat mag bald auch bankrott sein, "mental" sind wir es aber längst, meiner Meinung/Ansicht nach. Also sollten wir bei uns anfangen, was zu verändern, das Übel nicht nur auf andere projizieren, die unser Staat doch holte, da er sie erst für die Begier seiner Wirtschaftsführer, heute für sein kinderfeindliches Volk so dringend benötigt, dass er längst gar nicht mehr anders kann. So sieht's doch mental für uns aus: wir haben fertig, jammern so viel rum, aber wer besinnt sich denn u. versucht auch etwas Richtiges fruchtbar zu tun, das nicht nur auf Geldverdienen hinausläuft - so er denn kann? Nur mal als Wort zum Sonntag... ?(


    PS: Ein Problem ist doch, dass unser Staat partout so tun will, als könne er wen integrieren, der nie integriert werden wollte, weil unser Staat darüber nie vorher nachdachte, dass dies in Parallelwelten o. gar Ghetto, sodann in frustrativen o. feindlichen Gewaltexzessen enden dürfte. Die Wirtschaft brauchte seinerzeit einfach "Materialnachschub", der Staat gehorchte ihr u. heute wundert man sich, dass nicht alles wie geplant läuft, Menschen kein Material sind, Eigenwillen o. auch Aggression zeigen?

    Gelegenheit macht Diebe: da muss der eine Spieler in der KK keine Beiträge bezahlen (d.h. alle anderen Mitglieder alimentieren ihn mit) o. kriegt noch was gratis dazu; der/die (Spieler-)Trainer in der KK bekommen mal eben 400 o. 800 Euro im Monat, da sie den Vorstand/Fachwart gut kennen; der Trainersohn ist als TW oä gesetzt, das im Tor viel leistungsstärkere Kind darf nicht mal beim TW-Training mitmachen (um so ausgebremst zu werden) usw. Der Willkür im-/materieller Zuwendungen, die ich so beobachtete, waren nie Grenzen gesetzt: falls ein Bock der Gärtner ist, "seinen" Laden per Hinterstubenpolitik in seinem Sinn gut zs. hält. Genau deshalb halten sich viele meiner Bekannten lieber von Verein(smeierei)en fern: Doch vergisst man dabei, dass jeder sie per öffentlichen Mitteln von Gemeinde/Stadt o. Steuerfreiheit mit finanziert!
    Man sollte sich also darum kümmern, vor allem pro soziale Nachwuchsarbeit, was in Vereinen real abläuft. Wenn man dies aber als Einzelner versucht, ist man auf hoffnungslos verlorenem Posten u. sagt sich im Nachhinein: hätt ich meine Jungs besser auf Kunst, Musik o. Golf gebracht, da regiert wenigstens gleich transparent Geld die Welt u. wer gut bezahlt, darf für seine Kids auch was erwarten, wird bzgl. Qualitätsanspruch, fairem Verhalten, Vorbildfunktion ernst genommen, wo man im Verein nur als störende Sau durchs Dorf gejagt wird. Wenn öffentliche Verwaltung u. Politik nur geldwerte Leistungen sponsern, aber nie nachprüfen, was reell vor Ort damit geschieht, wem es zugute kommt, ob sie eher zweckentfremdet werden - eben für eine 1.Herren statt unsere Jugend, dann muss sich keiner über viel schädlichen Wildwuchs zulasten der Schwachen o. Kleinsten als Ergebnis wundern :(

    Tja, so ist das mit Worten wie "egal" (bzw. Herrschaftsvokabeln wie "alles gut", "keine Diskussion", "absolut", "total"...). Von oben sagt sich's leicht, das System gut, Rest egal, wozu nachdenken. Dass jeder das, worauf sich das Wort bezieht, selbst lesen kann, davon ging ich aus, davon, dass man sich mit dem Konzept von "Bunten Ligen" (die es ja real - noch immer - gibt: warum wohl) intensiver befasst hat, für Kinder brächte, nicht - leider: bringt ja auch keinem Erwachsenen was, wogegen die FPL (Kind kommt im Terminus nicht vor) die Position der Trainer doch wohl stärkt, oder? Cui bono, um wen geht's da wohl zuerst? Das hatte ich aber nicht ausgeführt, schrieb nur: wenn ich zynisch o. sarkastisch wäre: es ist ja nur so eine subjektives Gefühl dabei, man ist eben mental drin im System, ich draußen, aus Überzeugung... :(


    PS: Die Bunten Ligen sind vom Denken her grundlegend anders bzw. sollten es sein. Das so mit einem Federstrich für die Kids abzutun, machte mich echt traurig, grad bei Ralf, der doch für Kinder so streitet. Ich frage mich da: wer kennt das Konzept, hat denn dort überhaupt mal real mitgespielt, weiß, wovon die Rede ist?