Krasse Situation, da wären Psychotherapeuten u. Sozialarbeiter gefragt bzw. evtl. schon überfordert. Rauswurf bedeutet natürlich nur ein Ver- und Auslagern des Problemfalles, was sich vielfach rächen könnte: er könnte endgültig auf eine ganz schiefe Bahn geraten, die, die seiner Ansicht nach an seiner Bestrafung Schuld seien, seinerseits bestrafen wollen - und wenn da schon Messer im Spiel sind... Mit Toleranz hat es also nichts zu tun, von Strafen als Lösung abzusehen, sondern mit vorausschauender Vernunft. Klar, Eltern konsultieren, doch da das Gewaltproblem hier seine Wurzel haben dürfte, ist sicher wenig Erfolg zu holen. Aber danach kann man die Lage von dieser Front her besser einschätzen. Zu empfehlen wäre u.u. Kampfsport als zweite Sportart, um der im Alltag unterdrückten Aggression ein offenes Ventil nach außen zu geben. Dort hat man auch oft Erfahrung damit. Sanktionen sind im ursprünglichen Wortsinn stets positiv auf Belohnung, Verstärkung aus, nie negativ (das hat nur "Vater Staat" irgendwann draus gemacht), warum?
Negatives ruft nur immer wieder neu Negatives hervor, führt von sich her nie zum Positiven, da Menschen nicht mathematisch im Umkehrschluss, sondern linear reagieren. Wie aber könnte man hier noch positiv das verstärken, was Ziel sein sollte, also Teamgeist/-play oder zumindest erstmal interner Respekt zB? Sucht A nur wahllos Schwache bzw. Außenseiter als Opfer o. haben Konflikte aus seiner Sicht einen inhaltlichen Grund? Das wäre wie gesagt schon von Profis kaum auf die Schnelle aufzulösen, daher ist weiterer guter Rat teuer, ad hoc nicht möglich, nur formal zu sagen: (auch negative) Motive lassen sich immer in (positive) Ziele ummünzen, indem man nach vorne zu blicken erlernt. Diesen Willen hat im Prinzip jeder, auch wenn ihn negative Erfahrungen zB innerfamiliär mit "hässlicher" Gewalt ans Vergangene fesseln u. so projektiv auf deren schwer auf- und abspaltbare Wiederholungschleifen per Hass-Abfuhr drängen. Vereinsleben wäre m.E. stets "realsozialistisch" zu deuten, also zu desillusionieren, wie dein Beispiel verdeutlicht: die Gemeinschaft wird vom eigenen Ich her definiert u. betrachtet, welches gewaltsam immer Recht haben u. anderen die Schuld zuweisen will. Daher wird's schwer, auf Einsicht von A zu bauen, ihn in reellen Teamgeist positiv zurückzuführen. Viel Glück dennoch!
