Beiträge von Keller-Kicker

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    Hi, ich begrüße JFV im Prinzip als Schritt zu mehr Professionalisierung für die, die mehr lernen u. leisten wollen, deren Förderung im kleinen Rahmen aber mangels Mitteln, Kompetenz, Wollen nicht machbar ist. Zudem sind kleinere Vereinsobere so gezwungen, sich wechselseitig im Tun o. Lassen qualitativ zu kontrollieren, stehen internalisiert in Konkurrenz, statt sich gegenseitig mutmaßlich Beste auf Teufel komm raus abwerben zu wollen. Der von dir vorgebrachte Aspekt ist aber nicht zu missachten, sondern latente Gefahr: Missbrauch von Gutgemeintem o. sogar Gutgedachtem ist stets möglich, faktisch auch meist hier u. dort real! Profilneurosen sind normal, wo Menschen auf ein abstraktes Ego hin systemisch vereinzelt u. von ihnen nicht als Irrwege erkannt werden. Die Frage ist da, ob die Sache so konstruiert ist, dass er sich selbst mittel- u. langfristig rächt u. straft - oder am Ende leider lohnt. Das wäre dann wie der "Realsozialismus" ne Fehlkonstruktion: kann ich nicht abschätzen.
    Wie will man im DFB also das Gute sicherstellen? Im demografischen Ruin unseres Landes schrumpft die Jugend nunmal dramatisch zs., kleine Vereine können sich z.T. anstrengen, wie sie wollen, stellen mit dem Schritt zum 9er bzw. 11er Team für sich allein keines mehr auf die Beine. Das Problem sehe ich darin, dass man nur auf Erfolg geeicht die schwächeren Kids ganz durch den Rost fallen lässt, nur als "Unterbau" interessante "Talente" in neuen JFV-Teams zusammenführt, also den breitensportlichen Jugendbestand im Ehr-Geiz weiter reduziert. So geschieht es bei uns im rein elitär konstruierten, die Besten von kleinen Vereinen (zT deren Todesstoß!) abwerbenden JFV - solch Fälle meinst du sicher. Parallel profilieren sich die Sponsoren noch als sozial engagierte Unterstützer des Jugendfußballs - mal wieder absurdes KiFu-Theater pur, indem Erwachseneninteressen aller Beteiligten (ihn ins Leben rufende Sponsoren u. Vereinsvorstände, Trainer, Eltern) obenan stehen! Da fragt sich nun: vom systemisch federführenden DFB vllt genauso gewollt: machen wir die für unsere Pläne uninteressanten, nur sozial Geld kostenden Schwachen so indirekt zu passiven Fans, d.h. Konsumenten unseres dann Warenkorbs von vermehrt gesuchten Eintrittskarten, Fanartikeln, TV-Sendungen etc., denn rendite- o. erfolgsträchtig sind ja nur die Besten....? Gehen dabei dann mittlere Potentiale verloren, ist dies u.U. einzukalkulieren.


    Einzige Abwehrstrategie für Kleine: selbst pro-aktiv werden, sich zusammenfinden, eigene, für alle, die Reste offene JFV begründen. Dazu aber müsste man sich im Geiste "vereinen". Das wollen die meisten absolut nicht*, zu gern ist man traditional aufgeheizt in Derby-, Grabenkampfstimmung, als dass man selbstlos ans Kindeswohl denken wollte... :(


    *Ich versuchte schon vor 6 Jahren bei uns aufm Land nen JFV zu initiieren, da alle kleinen Vereinsoberen ja jammerten, dass der große Stadtverein ständig ihre besten Talente schon mit 8 o. 9 Jahren abgreife, abwerbe, aber: schon vorm 1. privaten Treffen zerstritt man sich bzgl. der zu verteilenden Posten, unterstellte mir auch Profilierungssucht, da natürlich ich dort der Leiter werden wolle (entgegen allem, was ich intendierte, nämlich nur das Initiieren - wo man so verdorben denkt, da kann man wohl nichts Gemeinsames ins Leben rufen...)

    warum immer diese Fokussierung aufs Schlechte?


    Wieso verstehst du das so, wo ich genau das Gegenteil sagte? Ich hab doch grad jene beiden Trainer wie Ralf positiv als gutes Vorbild betont. Und dass Kindertrainer qualitativ mehr als KiGa-Betreuer zu leisten hätten, abgesehen vom Zeitaufwand. Sie erhalten aber oft keinerlei Ausbildung, Hilfe, Anerkennung o. Honorar, alles sei eben nur ihr privates Hobby. Das aber macht jeder nach eigener Lust u. Laune, oder? Und sie müssen quasi für alles selbst sorgen o. eben auch nicht. Man überlässt dies, sie sich selbst. Eltern sind oft nur schnell weg, wogegen sie im Tennis viel abdrücken, dies jeder selbstverständlich, nur fair findet: Leistung u. Gegenleistung! Alternativen aber sollen dann nur "schlecht" sein: so ging's wie beschrieben der Coolen-Kidz-Initiative, die niemand bedrohte, scheinbar aber so empfunden u. bekämpft wurde. Und niemand soll im KiFu nachfragen, den Fokus auf die Kids selbst legen dürfen (Versuchskaninchen, bis mancher dann Erfahrung o. per Trail-and-error von selbst erlernt hat?) hat, wo überall plakatiert wird, dass Sport im Verein am schönsten - punkt - sei? Ist das so glaubwürdig? Als wäre nun dies ein Lohn für Trainer: ist es das? Darüber wundere ich mich seit vielen Jahren, hat mir noch niemand (auch ich selbst mir nicht) schlüssig beantworten können, woran dies alles wirklich liegt. Sind wir uns nicht einig, dass viele unbedarft zum Kindertrainerjob kommen wie Mutter Maria zum Kinde...
    Falls KiFu aber bedeutender Schlüssel zum freiwilligen Lernen- u. Leistenwollen, als Teamplay Schlüsselqualifikation für kindlich werdende Persönlichkeit, intrinsische Motivation o. mentale Stärke ist, müssten Trainer endlich aufgewertet werden! Was haben sie vom Freibrief im Tun u. Lassen als Gegenleistung von Eltern, Vereinen, DFB...? Wer gut arbeiten will, hat davon faktisch gar nichts. Jener dient nur solchen, die sich selbst in ihrem Hobby ausleben, austoben wollen, also: den Falschen! Bringt alle in Verruf, wo sie Gelegenheit finden könnten, ihre Rolle mehr zu reflektieren, aus pädagogischen Gründen so vielleicht jenen 2 Vorbildern folgen, was ich richtungsweisend fände. Ne Ode ans Ehrenamt: lenkt die nicht davon ab, welch zentrale Verantwortung u. Aufgabe hier über Sport für die Lebenswege junger Menschen hinaus - sodann verborgen - liegt: pro körperlicher, sozialer, geistiger Beweglichkeit? Cui bono, wem dient es, wenn Selbstausbeutung vieler Trainer per kostenfreiem Ehren-Lob statt reeller belohnt, Qualifizierung nicht konkret gefördert, aber auch motivationaler u.a. Schaden von Kids per suboptimaler Betreuungsqualität (nicht Personen, dem System anzulasten, eben zu verändern!) zumeist totgeschwiegen wird? Niemand, aber es entspringt einer Art generalisiertem (Ehr-)Geiz, der unserer Gesellschaft gegenüber Kindern, ihrer Versorgung allg. anlasten könnte, sie oft nurmehr als Kostenfaktor, hinderlich, nervig o. eben "Unterbau" statt höchstes Glück in IHREM Selbst-Werden betrachten lässt...


    Ist das, also primär nie irgendwer persönlich, denn wirklich "gut" o. ein Mangel, blinder Fleck? Über den man kaum offen reden soll o. darf: da keiner weiß, wo man nun ansetzen sollte, keiner für Missstände verantwortlich sein will, zugleich sich aber jeder dunkel angesprochen fühlt? Weil jeder diese recht kinderfeindliche Gesellschaft ja mit ist: als Kind drunter litt, dies später verdrängte... Wir sind vllt alle empfindlich, da Opfer: per Schule, Noten/Zensuren, Geld, Leistungsdiktate, Siege o. Starstatus als Maß aufs vereinsamte Ego reduziert, wo am Ende nur der VIP u. Promi was zählen soll: Das alles ist ein Verhängnis, in dem dann der Kindertrainer mitten drin festsitzt: jede Menge Verantwortung, kaum reelle Mittel u. Wege, geschweige denn Lohn von anderen her... Wen sollte es da verwundern, wenn mancher sich selbst belohnen, eigenen Ehrgeiz befriedigen will etc. Sorry also, ist es so verständlicher? Ich hoffe, denn: meinen wir nicht im Grunde, vom Menschenbild her dasselbe, theoretisch? Nur vllt jeder per Praxis vom anderen Ende der Fahnenstange her sehend. Puh, erschöpft: nun steig ich erstmal aus, ok? ;)

    Tirus: es ging zB darum, worauf man den meiner Beobachtung stets vorhandenen selbstbezogenen Ehrgeiz als Trainer fokussiert: auf Siege, Titel, Tore, Leistung, sog. auf Einzelnakteure fixiert betrachtete "Talente" o. Persönlichkeit, Potentiale, echtes Teamplay, mehr pädagogische Offenheit gegenüber dem Werden, ja dem eigenen "inneren Kind" (wird es nicht oft schlicht weg, raus geschrien o. sonstwie wie im gesellschaftlichen Alltag geleugnet?)... Und es scheint Regionen zu geben, wo Fußball/KiFu wesentlich besser abläuft, entspannter ist als zB bei uns, aber ich las auch den Kölner Offenen Brief. Klar kontrollierte Vorgaben gibt's aber kaum, zumindest da, wo eben alles im sog. Hobbystatus abläuft. Alles ganz anders z.B. im Tennis. Man stelle sich nun vor, im Kindergarten würde auch jeder angestellt, der sich bereit erklärt o. will. Da gib's für Betreuer riesige Auflagen zum Schutz kindlicher Integrität u. Entwicklung, im KiFu aber z.T. fast nichts, im Gegenteil: kritische Stimmen/Fragen unerwünscht. Obwohl das Jobprofil im Grunde fast deckungsgleich ist, ja allein durch die Spannung zwischen Sieg u. Niederlage, all die auch intern direkte Rivalität, die einflussnehmen-wollende Nähe bestimmter "fußballverrückter" Eltern u.v.m. mir im KiFu noch höher erscheint.
    Doch: wieso scheiterte dann der Versuch, für "coole Kidz", mehr selbstbestimmtes Spielen, ohne Instruktionsmacht Erwachsener gleich in welcher 'Funktion' bzw. Sich-zurücknehmen mangels qualifizierter Ausbildung (wie Honorierung durch Nutznießer, also Eltern, Politik, DFB) zu werben, wogegen aber die FPL positiv umsetzbar erscheint, viel Erfolg hat. Was lief dort falsch, hier richtig? Woran liegt's, generell Ablehnung? Nur mal die paar Hintergrundaspekte, mehr führte hier zu weit. Wie Trainer die Umfrage beantworten, ist jedenfalls spannend... Danke für die Beteiligung!!!!

    Zitat von Ralf Klohr aus dem Spielen-ohne-Schiri-Thread: "Wer am Anfang oder am Ende steht entscheidet jeder für sich selbst. Jeder Kindertrainer hat die Möglichkeit selbst und eigenverantwortlich zu handeln. Jeder Kindertrainer kann dem Beispiel zweier Kindertrainer vom Niederrhein folgen. Diese beiden Vorbilder haben wie in der FPL vorgesehen, das Spielfeld in der Platzmitte aufgebaut, sind mit den Kindern eingelaufen, während die Eltern in der Fanzone blieben. Dann haben sie das Spiel angepfiffen und sich gemeinsam in die Coachingzone gestellt. Nach zwei Minuten haben sie sich vom Spielfeldrand entfernt und sind sie zu den Eltern in die Fanzone gegangen. Zur Halbzeit ist ein Trainer zum Spielfeld zurück und hat das Spiel unterbrochen. 2. Halbzeit, gleiche Vorgehensweise. Kaum zu glauben, aber alle haben es überlebt..." (Normale Zitatfunktion klappte nicht)


    Der auch von Ralf begrüßte Akt beider obigen Kindertrainer ähnelt der einer experimentell seinsoffenen Revolte gegen sich selbst , der Selbst-Abschaffung als führender Autorität bzw. übergeordneter Machtinstanz: Kinder sollen, können, wollen ihr Spiel selbst entscheidend regeln!?


    Das geht wegweisend über die FPL hinaus, belegt, dass mit ihrem Konzept noch kein Fortschritts-Ende der Fahnenstange erreicht sein muss. Es wäre (wo FPL erwachsenenpädagogisch auf gegenseitige Neutralisierung per Coachingzone hinwirken will) evtl. besser, Trainer als parteiische, direkt das Team u. Spiel lenken wollende Erwachsene als nur den Unparteiischen (Schiri) abzuschaffen....


    Im Tennis zB ist seit jeher das Coachen der Trainer während Spielen verboten: auch Kinder sollen so lernen, sich per Mentaltraining selbst zu coachen, als mündig zu verselbstständigen. Schaut man sich das mal informell an, ist man erstaunt, wie da schon 10-jährige dies bewältigen...


    Wieso kann, soll das im KiFu nicht funktionieren, worin wurzeln Vorbehalte wirklich? Z.B., dass Kinder Fairplay untereinander nie könnten, nur den dicken Paule quälen, wo der doch grad im Trainer-dominierten KiFu oft ins Tor o. auf die Bank plaziert wird: was ist da Vorurteil, Projektion, Politik? Wie könnte man es umsetzen, dass Kinder vom Trainer-Kopf (selbst) befreiter, auf dem Weg zu mündigen Subjekten u. eigendynamischen Teamplay (Kommunikation aufm Platz statt Instruktionen vom Rand als Maßgabe) selbstständiger aufzuspielen lernen dürfen? Haut bitte in die Tasten, danke! 8)

    Andre: Diplomaten sind oft nur Meister fauler Kompromisse, die jedem als unabdingbar verkauft werden, auch sorry ;) Sicher, ohne sie befinden sich Menschen ganz schnell in ihrem Grundwollen zur Macht, im Kampf GEGENeinander, gar Krieg, s. aktuell leider die Ukraine: wer wirklich von Grund auf Veränderung will, echt revoltiert, wird erst kleingeredet, dann als falsch, verrückt, kriminell ausgegrenzt, am Ende ausm Hinterhalt abgeschossen... Und Hass projiziert jeder, der davon spricht, in der Regel stets nur auf andere, jene, die nach seinem Eindruck scheinbar ihm hässliche Verhältnisse ankreiden, so im Selbstverständnis angreifen. Denn dies lenkt von der Sachlage ab, heizt Stimmung auf, emotionalisiert, zieht alles auf persönliche Ebenen herab u. liefert Argumente für gewaltsame Abwehraktionen o.ä. Daher nehme ich Kritik auch längst gelassen, wo sie nicht sachbasiert ist, statt auf Manöver hereinzufallen. Wenn natürlich Druck, Angst verbreitet wird wie gegen mein Coole-Kidz-Initiative, Eltern gehorchen, ist diese tot: ich kann nurmehr Scherben einsammeln u. für mich aufheben, dies bedauern.


    Anders als open-minded denke ich daher, dass es soviel Beschwörung von Fairplay o. -trade aus einer Sehnsucht danach gibt: da die faktisch reale Welt dies eben grad nicht bietet, dies nicht auf der Linie aktueller Entwicklungen liegt u. folglich auch nur luxuriertes Randphänomen bleibt. Topseller, Profitmarken bleiben McDonalds, H&M, Aldi o. Lidl, nicht die "Fairen". Und wie bei den Spendensammlern surfen auch viele nur auf der Welle, um Geld zu verdienen. Denn dies ist heute die Grundregel, die zuallererst zu brechen wäre. Doch wie, es scheint unmöglich: money rules the world... Im Fußball ist dies längst nicht anders, klar. Der Rest ist hier Verpackung, dort sozialromantische Verklärung; so hässlich böse dies für Gutmeinende auch klingt, ist dieser Befund nicht wahrhafter als alles andere, das kunstfertig Missstände wieder regeln soll? zwar hab ich jedes kurzfristige Hoffen längst aufgeben, bin aber im Prinzip ungebrochen: Gebt Kindern ihren Fußball wieder zurück! Ich hab ihn früher noch erlebt, nicht per FPL, sondern auf wilden Wiesen, wo sich weit u. breit kein Erwachsener befand, Aufsicht über uns führte. Wir regelten alles selbst und meist zum Besseren wie heute, wo man unterstellt, dem dicken Paule ging's da ans Leder: woher dies "Wissen"? Mein Kurzfrist-Abstecher zum Vereinsfußball mit 12 hingegen blieb nur als Horror in mir haften: ich fühlte mich genauso gequält, wie ich heute F-Kids in den Punktrunden, auf Turnieren u.ä. sich aufgestellt, abrackern, foulen seh.


    Hätte Kids gern kleine Freiräume daneben geschaffen, doch es war auf Dauer unmöglich: zuviel Widerstände! Aber ausschließlich von hässlich eifersüchtig destruktiven Erwachsenen, die sich keinen Deut drum scherten, was begeisterten Kids viel Freude bereitete, ohne Auge für das, was viel Dynamik in ihnen freisetzte, per von Großen freiem Aufspielen Lernbedürfnisse o. Leistungsbereitschaft stimulierte. Sie gewannen dabei, zuerst sich selbst zurück... Meine Leidenschaft war von Kindheit an Fußball als sportlicher Wettkampf MITeinander, unter meinesgleichen, nicht Sozialarbeit o.ä., wie du vorschlägst - doppelsorry ;)

    Wow, hat sich hier ja viel getan seit gestern, kann man gar nicht auf alles im Detail eingehen, nur auf Akjfv 8o


    Sicher hatte auch ich mich über die Verklärung des Straßenfußballs zum Ideal auf den DFB-Trainingsseiten vor Jahren gewundert, aber dies passte: da setzten sich von selbst Stärkere/Talente durch, Schwache rückten an den Rand - also genau das, was m.E. im Vereinsfußball ja auch passiert, nur von Erwachsenen dominiert u. gesichert. Und dies macht die selektiven Grenzen undurchlässiger, fremdbestimmter, alles rigider. So rede ich bewusst von Wilde-Wiesenfußball, wo kein Gesetz der Straße vorherrsche, sondern Platz für alle ist, aber Kids unter sich, selbstbestimmt spielen! Heute aber ist dieser von Erwachsenen zu organisieren, da nicht mehr einfach da. Dass die Besten stets automatisch mehr Spielanteile haben, wird man nur per künstliche Eingriffe blocken können. Was ich für falsch, alle diskriminierend hielte! Denn jeder spielt den Ball lieber zum Stärksten statt Schwächsten, schaut zu Ersterem auf, akzeptiert dessen Spielführerrolle, wogegen er gegen andere opponieren würde - der Alphatierstatus ist auch unter Menschen ein Naturgesetz, nur mildert man ihn gern sozial ab, um 'unmenschlichen' Brutalitäten vorzubeugen. So gehört dann die Wiese, der Fußball allen, wenn auch zu gemäß den Fähigkeiten verschiedenen Anteilen - kindgerecht! Wer z.B. doppelt so schnell o. viel laufen mag (kann u. will), der hat eben mehr vom Spiel u. zurecht häufiger den Ball, er schießt mehr Tore, wird als Erster gewählt, da alle wissen, dass sie sportlich mit ihm am ehesten gewinnt.


    Alles andere, etwa als Trainer einen der Schwächsten zum Spielführer zu erklären, wäre Verleugnung der Sportsgeistes, geschieht in Vereinen aber durchaus oft, etwa bzgl. Trainersohn. Und genau dies führt beispielhaft vor Augen, worum es mir geht: natürliches Kindsein vs Trainerdominanz! Ist der Trainer ein guter Pädagoge, fairer Sportsmann etc. ist alles ok, aber wo nicht, wo dies nicht kontrolliert o. sichergestellt wird, sondern Willkür herrscht, da lernen Kinder sich ihr unterzuordnen, Gehorsam vor Freiheit zu pflegen... Trainer sind aber auch in der FPL die Zentralfiguren, die alles bestimmen - zum Guten o. Schlechten, dafür ist kein allgemein verbindliches Regulativ installiert. Dies bereitet mir nach 10 Jahren Erfahrung mit jenen unguten Kindertrainern Angst: nun kann man sie noch weniger kontrollieren o. stoppen, alles hängt noch mehr von ihrem Goodwill ab, falls sie einzelne Kinder nun fern in ihrer 'Zone' runterputzen, demoralisieren o. rausekeln. Ihre eh schon übermächtige Position im Team wird weiter gestärkt- Die erhoffte Neutralisierung gegnerischer Trainer in der C-Zone funktioniert nicht zwangsläufig: ich hab da etliche laute wie lange, unschöne Wortgefechte vernommen, wo gemeinsame Schiri-Entscheide strittig waren. Ich möchte betonen, dass unsere Kids zu den Top-3 ihrer Teams zählen, es mir also objektiv um fremde, nicht subjektiv die eigenen Kinder betreffende Beobachtung geht. Letztlich benötigen subjektiv wahrnehmende Menschen seit jeher (Schieds-)Gerichte, ein von ihnen persönlich abhebendes Rechtssystem: grundlos, allen unnötig aufgedrückt? Wieso ist es dann überall da, wo krass Unrecht herrscht, die 1.Forderung freiheitlicher Opposition o. Revolution?


    Man könnte im Gedankenexperiment grad umgekehrt fordern: Spielen ohne Trainer, aber mit Schiri, oder? Und Ein- u. Auswechseln Kids selbst überlassen, das nur beobachten, nachher mit Anmerkungen, auf Selbstkorrektur bedachten Ratschlägen kommentieren: der Peter war aber viel draußen u. der Ralf hat alles bestimmt, war das denn ok? Wenn Peter so schlecht sei, dann wird er draußen ja nicht besser u. die Lust verlieren, oder Peter? So könnte der Trainer dann demokratisch für Ausgleich sorgen, Peter anders als auf der Straße seine Stimme leihen u. helfen, im Rahmen des sportlich Möglichen o. Gebotenen. Für Peter per von oben das Teamplay fremdbestimmenden Aufstellungszwang Spielzeit zu garantieren, wie es aktuell im sozialen Fußballverein ja geschieht, oft verzerrt gemäß Erwachsenen-Vitamin-B im Hintergrund, wird Peter nicht auf Dauer, durchs Leben helfen, ihn nur leistungskonträr per Machtwort o. Garantie-Quote protegieren: da man Kids nicht zutraut, ihre Sachen selber regeln zu wollen o. zu können? So misstraut man aber per se dem Mitmenschen statt auf sein Lernwollen u. -können zu setzen, das ich bei Kinder stets entdeckte, zu stimulieren vermochte. Ich vertraute Kindern, baute auf sie, ihr Wollen, daher vertrauten sie auch mir vor allen anderen, wollten als coole Kidz mehr: nicht nur mehr siegen, sondern mehr wachsen. Sie nahmen Impulse bereit- freiwillig auf, liefen mehr, hielten u. lachten mehr zusammen, doch Erwachsene konnten diese ausgelassene Stimmung der "coolen Kidz" oft nicht nachvollziehen, betrachteten sie mit Argusaugen u. wollten, dass alles wieder den ihnen zupass kommend gewohnten Gang, ruhig, diszipliniert, von ihnen dominiert zu gehe.


    Am meisten aber störte alle der Erfolg cooler Kidz: wo dieser zusammengewürfelte Haufen gestandene Vereinsteams besiegte, wurden dollste Stories erfunden, Tenor: du sammelst die Beten, um dich auf Kosten der Arbeit der Vereinstrainer zu profilieren, Erklärungen des Konzepts aber blieben zwecklos, da hörte keiner zu; nur beim Werder-internen Turnier klopfte mir mal wer auf die Schulter, als wir gegen das NLZ-Team punkteten: klasse, wie die dynamisch spielen, das merke ich mir... Bis zur Frage: welch Dopingmittel gibst du denen denn, du Spinner? Worauf ich konterte: Freiheit! Darauf erntete ich nur ungläubige Blicke aller Umstehenden inkl. eigener Eltern, als hätte es 1989 in Deutschland nie gegeben... Oder lag's daran, dass es nur Kinder waren, denen ich - wie Ralf, aber direkt, ohne diplomatische Verpackung, um so Verantwortliche dafür zu gewinnen - Freisein zubilligen wollte ?(


    PS: Grad ich ziehe im Scheitern also den Hut vor der FPL, ihrer "Richtung", träumte dennoch von mehr Freiheit für Kids...

    DSV: Ja, das ist das Grundproblem. Dem "System" ist der Unterbau, seine Trainer nichts groß wert: profitieren tun weltweit von diesem Fußball die Stars, ihre Manager, all die oben halt, der Rest ist nur "Anhang", und soll's bleiben. Nur Zuchterfolgschancen, sprich Talente "zählen" wirklich, der Rest wird quasi in Notstand verwaltet, mal zynisch formuliert. Natürlich kann man sich diesen Notstand dann trotzdem für sich zunutze machen, etwa nach Belieben das eigene Kind protegieren, sich als Erwachsener (egal, ob Eltern, Trainer o. Fan) zum WE am Rand abreagieren, Dominanz o. Ehrgeiz auch sportlich inaktiv ausleben usw. Kontrolle? Oft Fehlanzeige. Im Prinzip ist der Kindertrainerjob aber genauso verantwortungsvoll wie der der Betreuer im KiGa o. gar der der Lehrer in der Schule, wo Gewaltprävention ja beginnt. Weshalb die oberste Trainerlizenz eben "F-Lehrer" heisst, aber: nur den Großen, geldwertem Humankapital, Profis vorbehalten! So ist dies System eben strukturiert: alles nach oben hin, alles auf Sieg setzend - und die im Schatten, die sieht man nie, soll man auch nicht. Wer da die Scheinwerfer drauf hinlenken will, der gilt vornehmlich als Störenfried. Auch Ralf wurde ja lange nicht mit offenen Armen empfangen, er war nur so zäh wie pragmatisch, hat so schon manches erreicht. Wünschte, es würde immer mehr, zB dass dies spielerische "Laufenlassen" recht verstanden bzw. vermittelt würde: zwangloses Erlernen, mit Spaß zu lernen u. zu leisten, von Kids selbstbestimmt - nicht mehr, nicht weniger. Kontrapunkt zur Schule... ;)


    Das sehe ich ebenso: jeder sollte sich einmal selbstkritischer im Spiegel betrachten o. es riskieren, den anderen "Unempfindlicheren" o. vor Ort Glücklicheren vorzuhalten: sorry. Weil anders nichts geht! Notfalls Prügel dafür einstecken: fürs Kindeswohl, resignieren kann man dann immer noch. Bei meinen Alternativprojekten beschränkte ich mich stets aufs bloße Organisieren, die Kids stellten sich selbst auf, nur bei Problemen u. Konflikten stand ich beratend zur Seite, falls ich angesprochen wurde: von ihnen! Eltern verstanden dies trotz Erklären meist nicht, rückten ab, folgten Mitmachverboten von Trainern trotz viel Spaß ihrer Kinder. Dies Rangfolge schockierte mich innerlich: diktatorisch verbietender Trainerwille galt den eigenen Eltern mehr als der freie Wille ihres danach meist mit sehr traurigen Augen auch noch selbst mir absagen müssenden Kindes. Erstaunlich, wie weit unten Kinder im gesellschaftlichen Wahrnehmen also z.T. stehen! Aber soll das nie u. nirgends zu verändern sein?



    entscheidet jeder für sich selbst. Jeder Kindertrainer hat die Möglichkeit selbst und eigenverantwortlich zu handeln. Jeder Kindertrainer kann dem Beispiel zweier Kindertrainer vom Niederrhein folgen. Diese beiden Vorbilder haben wie in der FPL vorgesehen, das Spielfeld in der Platzmitte aufgebaut, sind mit den Kindern eingelaufen, während die Eltern in der Fanzone blieben. Dann haben sie das Spiel angepfiffen und sich gemeinsam in die Coachingzone gestellt. Nach zwei Minuten haben sie sich vom Spielfeldrand entfernt und sind sie zu den Eltern in die Fanzone gegangen.


    Danke, Ralf, schönes Beispiel, wie Trainer sich - fürs Spiel der Kids - abschaffen, übers FPL-Konzept hinaus Zeichen setzen können: lieber die Erwachsenen beaufsichtigen, von daher droht eher Unbill! Aber: bestätigen solch Ausnahmen nicht auch eine andere Regel? Zu entscheiden hatten das da selbstredend 2 Trainer, Erwachsene, nicht Kinder, über deren Wohl u. Wehe individuell per eigenem Willen verfügt wird. Hier zum Guten, anderswo zum Schlechten. Systemisch gesichert wird es aber nicht, dass Trainer! sich mehr zurück nähmen zwecks Wohl der Kids selbst. Liegt in der Natur der Sache, dass die Großen entscheiden, erziehen, ok, aber früher auf den so gern heute von Erwachsenen ironisch verulkten 'wilden Wiesen' o. im sog. Straßenfußball da gab's erst gar keine Erwachsenen am Steuerknüppel, keine Trainer, Eltern, Fans... Das wäre mein Ideal, das (mit einer FPL als gutem Signal u. Denkanstoß zu Anfang) am Ende wieder stehen sollte, könnte. Nicht immer, aber zB eben wahlweise über engagierte Leute, die dies: "coole Kidz" ermöglichen wollen, ihnen Gelegenheiten organisierten, einfach auch mal rein "unter sich" sein u. spielen zu dürfen, wo Wiesen fehlen, dafür PC, TV, Handy die Sinne besetzen... Dahin ging mein Streben, das an Erwachsenen, ihren Interessen in Vereinen scheiterte, die ihre Reviere u. Besitzstände rigoros verteidigten, zB per Verbot der Teilnahme meine Initiative für selbstbestimmter coole, dh freie Kids trocken legten. Natürlich häng ich dem noch nach, denn das: diesen eigenen Kindheitstraum vergisst man leider sein Leben lang nie. Daher im "Reflex" das Insistieren auf Neuanfänge als Chance, obwohl mir selbst Kraft u. Energie dazu längst fehlen...


    Erlebtes wirkt eben stets nach, grad, wo es "traumatisierte", nicht nur frühkindlich bei den Kleinen (wie Psychotherapie besagt), auch bei schon längst scheinbar Großen: weshalb ich für mehr für sozial- vs psychotherapeutische Diagnosen bei Missständen plädiere. Was macht der KiFu unterm Strich und durch die Bank, in der Breite aus Kindern? Wir sind ja abgerichtet, nur aufs pos. Outcome oben, in der Spitze o. die Rendite zu sehen - und die unten, insbesondere die sog. Fans, die gehören dann am Ende einfach nicht zu "dem Fußball", werden herausgerechnet als gesellschaftliche Hypothek o.ä. Ich bin da nicht so sicher bei soviel gewitzter Rechenkunst... ;)

    Wer mit belasteten Kindern zu tun hat, weiss, dass mit Kuschelpädagogig nichts zu erreichen ist.
    für nicht in diesem Bereich Ausgebildete gibt es eigendlich eine einfache Formel


    Tja, also einfache Formeln statt Pädagogik? Kuschelp... ist son Wortungetüm, das das Einfache rechtfertigen soll. Klar ist: da läge gesellschaftlich viel Verantwortung, weshalb/wo Verbände auch gern von Respekt, Toleranz u. Integration daher faseln, als würde all dies durch sie reell geleistet. Fakt ist: nichts ist's damit!


    Kinder lernen ja schon mit 5,6 Jahren sich auch in IHRER Freizeit unterordnen, gehorchen zu müssen. statt dass 'man' alles mal gut sein, sie "einfach" laufen lässt: wie sie wollen. Das belastet, auch wenn Kinder sich anpassen, nichts groß zeigen: außer vielleicht anfangs ne Sehnsucht auch mal nach Kuscheln. Später hat man sich die dann abgewöhnt, macht einen auf hart und so fort. Die vor Ort von klein auf Zuständigen haben oft keinerlei Ausbildung o. hilfreiche Anleitung, keine Bezahlung, keine Kontrolle, keine nachprüfbare Ehrenpflichten, aber viel es sich einfach machen könnende Gewalt, also Macht: das Sagen über andere, zB indem sie unliebsame o. aufsässige, für sich selbst/eigene Ziele unnütze/-brauchbare Kinder als zu schlecht, unerzogen o.ä. perhorreszieren, mit Strafen o. Beschimpfung drangsalieren, nach privatem Gusto per Aufstellung ("du kannst nichts, was willst du hier im Fußball" bis zum schlichten "Krumfuß", "Penner" o. "Wichser" Richtung 10-jährige, alles live von Trainern vernommen: macht Kinder wohl kaum integrativ glücklich statt aggressiv) selektieren o. rausekeln. Das prägt dann gedrungene Charaktere, später "Reaktanz" gegen gute Worte u. Taten. Da machen sich von der Spitze: Verbände u. Sportpolitik weg viele wichtig, auf dem Rücken derer, die unsere Zukunft sind, noch viel Sonne zum Wachsen bräuchten, nie in langen Schatten der Großen gut gedeihen u.doch landauf, landab als 'Unterbau' gelten, so behandelt werden...


    Liegt darin nicht der Problemkern, der Same, aus dem dann Früchte erwachsen, für die man oben nur keine Verantwortung übernehmen will, lieber diese Probleme aus dem Fußball hinaus redet, deren einstige Produktion weder Ruhm noch Rendite erbringt? Also: irgendwann ist's für Kuschelpädagogik sicher zu spät, daher: früher damit anfangen! Kindern in ihrer Freizeit mehr Fehler, Lachen u. Quatschmachen erlauben, statt sich nur als Sporttrainer wie bei Herren (die sich aber eben nie alles gefallen ließen, was Kindertrainer zum Teil so machen) erstmal als Be-treuer, als Seelenwart der Kids fühlen! Die FPL ist da nur ein Anstoß u. Zeichen, nicht das Ziel: FÜR Kinder dasein, vertrauen lassen, sich als Kinderversteher in IHREN Dienst stellen, demutsvoll IHRE, nie gewaltsam eigene Ziele verfolgen. Mit im Regeln Einfachem ist's, wie das Wort besagt: man geht nur von EINEM selbst aus: dem eigenen ;)


    Noch ein PS: Von eigenen Motiven/Wünschen/Zielen abstrahieren zu können, muss man auch erlernen, hat mit Bildung (Triebverzicht/-sublimation) zu tun, vgl. auch Thread zu:

    Genügt es, selbst die Elemente des Fussball sportlich demonstrieren zu können oder ist das padagogische Geschick von größerer Bedeutung? Ist das Wissen um den Fussball noch ohne ein bestimmtes Bildungsniveau des Trainers vermitteln?


    Es gölte eben eigentlich: Fußball mitspielen kann jeder, ein (Herren-)Team auf Dauer gut trainieren nur wenige, viele scheitern bald. Bei den Kids aber praktisch nie wer, merkwürdig, woran das wohl liegen mag, oder? Und viele derer, die da nen guten Job machen, zieht's demnächst zu den Herren, da dort bezahlt wird, Aufmerksamkeit hingeht etc. Umgekehrt aber würde nen Schuh draus: bevor man wen auf wenig wehrhafte Kids los lässt, sollte er sich erstmal bei den Herren beweisen. Das aber scheitert alles am Finanziellen, am allg. Wertzumessen: pro Herren als teurer Überbau, contra Kids als billiger Unterbau (= Knechte im System???) ;(

    Extreme Auswüchse sind oft nur Definitionssache. Dies WE blieb ich mal zuhause u. meine Frau klagte über Kopfschmerzen: all dies Geschreie, schrecklich, die sind doch alle verrückt, meinte sie. Sicher sind Kinder robuster, stecken sowas besser weg (als kindliche Resilienz per Schule instrumentalisiert), dennoch: stetes Tropfen höhlt auch hier den Stein, und mit 11 - 14 Jahren ist dann oft plötzlich finito! Als ich unsere Trainer auf den Drop-out von immerhin 6 von 14 Kindern in meinem nun von unten aufzufüllendem Ex-Team ansprach, hieß es nur lapidar: das kommt immer vor, es ist ein Kommen u. Gehen. Dass es aber vermehrt ein Gehen ist, sobald die Kinder mündiger, mobiler werden, müsste jeder erkennen können. Dann wird alles auf Pubertät geschoben, denn so ist's am einfachsten für einen selbst. Und der Kapitän, der Kopf geht - ganz im Gegensatz zu den Profis - stets als Letzter mürrisch vorn Bord: diese Kinder, diese Jugend: faul, unzuverlässig, ohne Biss u. Mumm, na, dann eben nicht... Hab ich schon so oft gehört: man selbst ist da immer nur der Waisenknabe, die Verantwortung haben plötzlich alle möglichen anderen, die Kids, nur nie - wie in der Praxis zuvor stets, nur 1er das Sagen für sich beanspruchte - man selbst als Trainer. Kann's das sein, sollte man nicht mal mehr umdenken, wie es scheinbar andernorts auch, aber eben eher per Zufall statt systematisch Kontrolle o. Korrekturen gesteuert geschieht?


    Unternehmensberater zB verstehen ihren Job so: ich hab die Aufgabe, mich überflüssig zu machen. Kann ne Firma, das Team mich entlassen, dann hab ich die Mission erfüllt! Tja, Deutschland schafft sich auch ab u. es soll 'ultima ratio' sein. Genauso wär's im Ideal mit dem Spiel, dessen Wahrheit wieder ganz aufm Platz statt daneben läge, oder? Daher meine Zuspitzung der Eingangsthese, der Zumutung an alle im Forum gewiss, aber: muss mal sein! Es kann, soll ja jeder widersprechen und widerstreiten, das macht (Sprach-)Spiele erst spannend... ;)

    Sensibilität für die Kosten, die mein Verhalten anderen verursacht, Empathie für die anderen zu erzeugen



    Das Erzeugen ist im KiFu gar nicht notwendig, denn Kinder haben, leben diese Empathie noch im Elan: sie toben miteinander, ärgern sich auch mal, um Grenzen zu erfahren, aber naturbedingt wollen sie nie verletzen, "foulen", ignorieren, um jeden Preis besiegen, sondern lernen, kommunizieren, sich austauschen... Kinder sind die besseren Menschen! Sie könnten es bleiben, würde ihnen das, was sie menschlich von uns Erwachsenen noch unterscheidet, ihr "élan vital", unbedingtes Offensein für andere nicht systematisch ausgetrieben!


    Der Schiri ist folglich vor allem für die Erwachsenen nötig: brüllend selbstbezogene Trainer, fanatisch kreischende Eltern... Irgendwer muss da sein, um als Blitzableiter in dies kindliche Umfeld ein wenig Ruhe u. Räson zu bringen. Daher können sich diese Erwachsenen auch kaum vorstellen, wie Fußball ohne Schiri gehen soll u. könnte. So wie man für die wirbt: ohne Schiris gäb's keinen Fußball!? Gemeint ist der Fußball, der aktuell System hat, nicht das reine, freie (Kinder-)Spiel, das seine eigene Intelligenz in dynamischem Flow-Erleben aller inkl. Gegnern zutage fördert. Sie scheint ohne jenes Grundgefühl uns als Kindern schon oft verloren zu gehen. Dann foulen auch sie versteckt, sind ichfixiert u. fokussiert primär auf ihren Vorteil aus, nutzen schauspielerhaft Situationen, spielen "auf Zeit" etc. Denn nun haben sie diesen Fußball als richtig gelernt - und dann geht's nicht mehr ohne Schiri, gäbe es sonst noch schneller Aggression im Streit wie Triebstau, Prügelszenen, Rudelbildung.


    Die FPL versucht den Kompromiss, etwa indem Trainer gemeinsam als Schiri fungierend sich zusammenraufen sollen. Klartext wäre aber: haltet euch zurück, lasst die Kinder den Ton angeben. lernt von ihnen, wie man sich benimmt. Die Weiterführung dieses Denkmodells müsste also lauten: 1. ohne Schiri, 2. ohne Eltern, 3. ohne Trainer! Dies wäre auch logische Konsequenz ihres Namens: Trainer sind fürs Trainieren, also Trainings-, nicht Spielgestaltung da! Letztere regelt u. organisiert sich am besten von selbst ein, aufm Platz. Dies wurde aber von den Spielern als Hänschen nie erlernt, im Gegenteil: im Lernen abgewürgt. Daher kann Hans es später dann nicht mehr, ist auf Trainer als "Spielgestalter" angewiesen, statt nur einen Coach im Hintergrund zu brauchen: den man nur bei Bedarf selbsttätig konsultiert, der aber nie eigenmächtig mittels strikt zu befolgenden Anweisungen allen, dem Spiel etwas aufdiktieren wollte, könnte, dürfte.


    Dies neue Selbstverständnis der Trainer als bloße Zuständige fürs Training bzw. Coach im Hintergrund wäre der letzte logische Schritt der FPL, vor dem sie aber zurückzuschrecken scheint. Mich würde sehr die Selbstanalyse des Erfinders wie der Befürworter interessieren, warum dem so ist. Die aufgeputzten Trainervorbilder in der Bundesliga in Nadelstreifenanzügen mögen zwar Superstrategen, tolle Typen, intelligent u. erfolgreich sein, nur: als (im Sinne früheren Fußballverstehens) echte Trainer sind sie für mich nicht mehr: die stünden im Trainingsanzug (oder am besten als Trainerspieler selbst aufm Platz) da, spielen zwar spiegelneuronal aufm Platz ihrer Fantasie mit, aber würden nicht alle 1:1 instruieren wollen, erschienen eher ein wenig wie Clowns á la Streich u. Klopp, über die man lachen kann, Witze machen darf (wie ja auch bereits vor laufender Kamera getan, etwa bzgl. der Verbannung von Klopp auf die Tribüne im Kommentar von Sahin, glaub ich). Solch Trainer dient authentisch der Belustigung, dh der Lust am u. auf Fußball, er sollte darin als Vorbild für alle kultiviert werden, eine bessere Witzfigur, die sich selbst im "Mitspielen" auf die Schippe zu nehmen, über sich zu lachen vermag, oder so ähnlich. Ich hoffe, nun fühlen sich nicht alle gleich degradiert, verstehen, auf was ich hinaus will* - "Gebt Kindern das Kommando" (Grönemeyer)! Doch Kommandozentrale bedeutet auch: Macht zu haben. Wer gibt die schon gern ab... :rolleyes:


    *Was passiert, wo dieser gute Verständniswille fehlt, hab ich vor Ort oft hautnah als "Feindbild der Trainer" erlebt. Daher verstehe ich R.Klohr's Strategie natürlich nur zu gut. Mich würd aber interessieren, ob er nicht den gleichen Hintergedanken hat: sich mit der FPL (die Trainern über mehr Verantwortung fürs Spielerische auch mehr Macht verleiht: um so zu ködern, da es sonst nie verfänge?) bereits am Endpunkt o. erst am Anfang von mehr glaubt...? ---- Ja, ich weiß, es ist eine ultimative Zumutung, in einem Trainerforum so fürs Spielen ohne Trainer zu plädieren. Aber im Schiri-Forum wär's noch ärger: da fürs Spielen ohne Schiri zu voten, böte ihnen ja keinerlei Rückbesinnung auf jene positive Nebenrolle ('bloß' Trainieren vs Fußball-Ober-Lehrer mit Krawatte, Vorsicht: Ironie bzgl. BuLi) an, Schiris sollen nur einfach wegfallen. Also ist die Zumutung hier gar nicht so übel, vielmehr eine Verlagerung gemäß einer anderen Fußballtheorie: "alle Wahrheit liegt aufm Platz" als 1. Credo, als Kernsatz im Teamcoaching, also: SPIELEN ohne Trainer im KiFu = Sei Trainer im Training, werde im Spiel Coach... ;)

    hinterweltlerische Dinosatzungen ...die zudem auch noch feige sind, weil sich Verantwortliche nicht "stellen".... Wehe der Fisch fängt am Kopf zu stinken an....dann sind die deren Stimme sich nicht äussern oder vertreten werden kann....verraten und verkauft.


    So ist es, diese Feigheit vor jemand, der echte Fragen stellt, echt offenen Sachdialog MITEINANDER sucht, trieb ja zum Androhen von Hausverbot o. nem abstrusen Gang zum Staatsanwalt (wo man sich evtl. nur lächerlich macht, dank m.E. grob gefälschten, mir bisher von niemand zugänglich gemachten Mailverkehrs o. Falschaussagen von mehreren gegen den Einen aber auch wie in einem Fall "Gustl Molach" manches bewegen könnte) statt simplen Anruf (Dialog) dessen, der angeblich so gefährlich sein sollte. Lieber ein Riesenfass aufmachen, x Leuten erzählen, der plane Schreckliches... Rechthaben und Rechtbekommen - ein himmelweiter Unterschied, wie jeder Jurist erklärt: auf hoher See wie vor Gericht ist man in Gottes Hand! Und "Mehrheit" an Zeugenaussagen zählt (das ist heute auch das Riesenproblem contra organisierter Kriminalität, mal so nebenbei). Wer viele eingeschüchterte o. nicht stimmberechtigte, also Recht u. Wahrheit totschweigende Zeugen für sich hat, der verliert, ist zum Scheitern verurteilt. Man muss schon "mobil" machen können (dazu schon E.Jünger's Macht-Schlüssel "totaler Mobilmachung"). Vorm Vereinsgericht ist dies nochmal krasser, dort ist der Gott... Immerhin bewegt die Themenstellung hier doch einige - das wünschte ich mir mal für jenen Verein! Klar, wo niemand sonst sich um was kümmert bzw. jeder vor Schreck in Angst erstarrt, grad wegen allen Beispielen, wie es Leuten in Vergangenheit erging, die den Mund zu weit aufmachten, da sollte man am besten aufgeben - oder ebenfalls nurmehr hinten herum tätig werden: wie mir Wohlmeinende rieten, die ihrerseits auf Rache sinnen: geh und schwärz die doch deinerseits an! Sie selbst machen's aber auch nicht. Tja, so ist das, man schiebt gern den anderen vor, wo es unangenehm wird, Folgen - in der nächsten Racheaktion derer als Eskalation zB - haben könnte.


    Seit langem schon will ich ja ein Buch o. "Dossier" zu allem auf Metaebene verfertigen, wie es zu mir als M.A. der Philosophie wohl besser passte als jenes Wettstreiten um Recht u. Wahrheit vor Ort: Vereine - was ist das? Enthüllungen, Behauptungen, Verdachtsfälle etc. Nur mal so als provokante Anregung zu mehr Nachdenken, wie ich die den Klüngel aufs Korn nehmende Stunksitzung im Kölner Karneval irgendwie korrekt finde, obwohl Norddeutscher. Doch: die Ruhe, so die innere Kraft fehlt, da eben die eigenen Kids noch in diesem Betrieb auf Gedeih u. Verderb drin hängen, was zu sehr aufregt. In 5 Jahren, dann vielleicht, obwohl es dann persönlich keinen direkten Nutzwert mehr hat, man wohl eher nur noch abhaken u. vergessen will, wie all die anderen, die aktuell wegschauen/hören u. den Mund halten, obwohl der Volksmund dies 3 (allerding für sich klugen) Affen statt uns Menschen zuschreibt.


    Ja, und so behaupte ich: der wahre Mensch verbrennt sich bewusst das Maul, auch wenn ihm wie Sokrates danach der Giftbecher als gesellschaftliche Medizin verordnet wird: weil er aus innerlichem Grund als "Subjekt" nicht anders kann, ohne selbst das Warum benennen zu können! Denn könnte er dies, wäre er Gott, in Selbsterkennen erleuchtet statt nur sich wie anderen nachfragend, ein im Tun kleiner, nur im Leidenkönnen (Leidenschaft) 'großartig' werden könnender Mensch, als Niemand von Bedeutung, als Mund (Logos) ohne Gehorsame, als großmaulhaft Schöpferischer ohne Geschöpfe. Und das ist es denn auch, was man jedem Philosophen so gern vorhält: du tust fast nichts, redest nur groß daher, hockst in ner Ecke (dem Elfenbeinturm) u. denkst rum - ja, so ist es, mehr vermag eben kein Mensch, daher wurde auch noch jede Revolution gekontert u. das Paradies gibt's wahrhaftig nur im Himmel, in den wir uns mitunter sehnen, den wir auf Erden beschwören, aber doch nirgends vorfinden - oder? Also: neunmal schlaue Bücher, Romane schreiben statt reale Praxis verändern wollen? Wenn man keine betroffenen Kinder hätte, wäre es so einfach, die Kinder wie der eigene Tiger stünden nur wie unsre selig monetären Blütenträume auf Papier...


    PS: Und Recht hast du - nur im Liedgut von "Revolverhelden" sind die "Spinner" die Gewinner, in realer Praxis sperrt man sie aus o. eben ein, auf jeden Fall: weg! Man kann den naturnahen Garten umgraben, um so besser Früchte heranzuziehen, im "Menschenpark" geht das nicht, ruft das große Abwehr, Abwehr der ins Kraut geschossen Großen hervor... Mit der (mir oft angeratenen) Diplomatie sehe ich das wie mit (im Ergebnis dann) faulen Kompromissen, man buckelt sich selbst, verkauft, verbiegt, verbeugt sich selbst, seine Wahrheit. Und man wird diesen Schatten nie mehr los, s. Alt-68er wie Fischer, wie er als 'erfolgreicher' Minister dann im Nieten-Nadelstreifenanzug posierte - es war aber längst nicht mehr derselbe, dieselbe Person: beim Marsch durch die Institutionen war die Wahl des (militärischen) Marsches schon der Irrweg; daher suche ich auch nie mittels "Manövern" Mitstreitern, paktiere o. intrigierte: bleib geradeheraus, auch wenn dies so verrückt machen kann, wie Gesellschaft heute vielleicht eben ist: würden wie 1989 in der DDR mehr wie Verrückte sich dem Üblichen entgegenstemmen, gäbe es ne Revolution. Nur: so wichtig sind hierzulande unsere Kinder scheint's nicht, Fußball ja schon, denke ich.... ;)

    Das ist nicht bös gemeint, nur: man kann sich nur weiter entwickeln, wenn man andere Positionen zu Kenntnis nimmt, dies will: Lesen bildet, nicht Nicht-Lesen. Wenn man nicht will, dann lässt man es einfach, macht sich drüber aber nicht mal eben ungelesen abwertend lustig ("Ergüsse"), oder ist das fairplay? Das kann andere nur verletzen: jenseits des Platzes, reellen Wettstreits o. (Rede-)Duells ärgern wollen. Die können so nur resignieren, sollen frustriert werden, dann z.T. unbesonnen reagieren: Vorlagen fürs Anschwärzen bieten... Oder? Tja, ich rege mich grad drüber auf, dass alles, was mir viel Leid verursacht, so als Ergüsse abqualifiziert wird. Es geht hier um Kinder! Mehr kann ich nicht sagen. Danke.
    (Bin übrigens auch Trainer eines Bunte-Liga-Teams: da zahlt keiner Beträge, kann jeder - mündig wie mobil - auch mitten in der Saison wechseln, wenn's mies läuft, da muss ich also auf 100% Zufriedenheit bauen, krieg aber keinen Cent. Dies Konkurrenzsystem Fußball fordert also Trainer wirklich alles ab, vielleicht kommen meine Ansprüche an den Job - als Hobby - von daher...)

    @Call: Also, ich stimme dir zu, aber du... Ich sage dazu besser nichts, aber: genauso reagiert man in unserem Verein: liest nur, was man grad will, macht alles ungelesen bzw. ohne Zuhören runter, unterstellt nur Negatives statt konstruktiv in Dialog, Wettbewerb in der Sache zu treten. Daher die Konsequenz: alles tun, um dahin zu wechseln, wo Leute kommunizieren, 'Verein' auch leben statt nur für sich in Anspruch nehmen wollen. Ist nur schwer: nicht wg. Äußerlichem wie Fahrgemeinschaft (der Trainer bot sogar an, seine 3 Neuerwerbungen in spe persönlich zu chauffieren - ja, so Fußballverrückte gibt's dort, dagegen bin sogar ich nen Waisenknabe, will aber hin!), wg. innerer Prinzipien: wenn man Kids nicht fremdbestimmen will, ihnen Freunde ebenso wichtig wie Fußball ist, liegt da das Problem. Schrieb ich ja auch... Aber ich hab dennoch zu danken: deine ehrliche Äußerung führt mir nochmal vor Augen, dass 'Dialog' im Verein so nur fruchtlos verpuffen kann, ich es echt lassen muss, dafür zu werben. Aber auch destruktive Reaktionen aufs Anschwärzen anderer, da dies dann nur nachahmt u. rechtlich im Chaos endet: sollen sie alles verscherbeln, davon träumen, sich dann Paläste zu bauen, ihren Aufstieg der 1.Herren endlich evtl. auf finanziellem statt sportlichem Weg zu packen: Ich werd da nie was erreichen, kann nur weg...


    PS: Meine Frau ist nicht ich. Hatte ich auch geschrieben! Sie würde nie als JW kandidieren, grundlegend was verändern wollen etc.

    Also ich verstehe dies Nichtverstehen nicht! Mitbestimmen darf nur, wer Mitglied ist? Ja, unsere beiden Jungs sind Mitglied! Ich bezahle auch 2mal für sie, mitbestimmen darf man aber nicht. Da nicht alle Mitglieder Wahlrecht u. Stimme haben, Jugend außen vor ist. Hab ich nun x-mal klar geschrieben. Dennoch scheint man es nicht zur Kenntnis zu nehmen. Liegt das an langen Sätzen o.ä.? Sorry, wenn ich so zynisch nachfrag, aber was soll ich es noch 10mal schreiben? Günter, auch bei uns gibt's prima geführte Vereine, da hab ich auch jede Menge Freunde, Zuspruch, Angebote zur Tätigkeit, aber: WER kontrolliert over all, ob's im Verein gut, korrekt, kinderfreundlich läuft? Man, jeder Vor-stand bestimmt von oben herab selbst: 'autokratisch', was Recht u. Moral sei, für den Rest gilt: füg dich o. geh, raus!


    Ja, ich würde daher wollen, dass Vereinsleben sich grundlegend ändert. Stößt aber wegen "Interessen" auf massivste Widerstände, statt dass man allen Mitgliedern demokratisch ne Wahl ließe. Wie vorgehen statt sich nur geschlagen geben, was dagegen unternehmen, das war Thema. Was hat das mit "irgendeiner Kuhwiese" zu tun? Ehrlich, da schenkt man sich doch besser diese Art Diskussion, ich steig aus. Werde auch lieber pragmatisch alles dafür tun, dass unsere Jungs zum leider weit entfernt besseren Verein wechseln, was dann für uns alle drei enormen Aufwand bedeutet (12 km hin u. zurück sind mit dem Fahrrad nicht zu bewältigen, dazwischen trainierend). Den müssen andere Eltern aber auch betreiben, da es vor Ort im KiFu weniger ums Kindeswohl, Förderung ihrer Entwicklungspotentiale denn Macht Erwachsener geht. Dies ist einfach nur für mich als wider Willen bloß rigide ausgegrenzten Vater u. Extrainer extrem schade! Man muss mir aber nicht zum x-ten Mal schreiben, dass ich nicht nur rumnörgeln solle, statt mal vernünftig zu lesen, dass ich nur dies kann, eben gar nicht helfen darf. auch schon x-mal um sportlich fair offenen Sachdialog zwecks Versöhnung im Fokus des Vereinswohls bat. Oder zur JW-Wahl hin kandidieren wollte, worauf man mit Hausverbot u.ä. reagiert: was soll man bitte da noch positiv unternehmen, wie Mitglied werden? Man kann nur wie eben gewollt gehen! Dass dieser Verein seit ca. 10 Jahren sportlich wie finanziell völlig runtergewirtschaftet wird, ist für jeden offensichtlich, der es sehen will, aber: da scheine ich vor Ort der Einzige zu sein, denn x Kollegen u. noch viel mehr Spieler (Erwachsene, lieber mobil als mündig) haben den Verein eben einfach verlassen. Nun soll alles Tafelsilber verscherbelt, groß Kasse gemacht werden. Da sperrt man Kritik einfach per Hausverbot aus, da Verein real eben so funktionieren kann, dies dank 'Vereinsrecht' wider Kinder- o. Mitglieder-Gerechtigkeit glatt geht...


    Ok, ich kleiner Mann kann bei solch Mauertaktik nur noch schweigend gehen, bevor man mich weiter als "nicht normal" anschwärzt, mir im Absprachekollektiv (wie zuvor zB dem Extrainer unseres Nachbarjungen Geld-Unterschlagung, so dass sein Team ihn tot schlüge, falls er nochmal vorbeikäme, wie man mir sagte: obwohl er dies mir gegenüber glaubhaft widerstreitet) Dinge andichtet, die nur zu neuer Eskalation führten, wo ich allein gegen jene Überzahl eines Klüngel stünde: Wenn man auf der Straße von ner Gang mittels Gewalt angemacht wird :) geh vor uns in die Knie oder...), gibt man eben auch am Besten Fersengeld. Nur eins bleibt zu betonen: nie freiwillig, wider reelle demokratischen Minderheitenschutz, contra vernunftgeleitete Dialog-Strukturen, sportlich fairen Wettbewerb aufm Platz, dh den Geist von Freiheit. Sicher, so beseitigt man Opposition im Verein, geht man im Namen von Sport miteinander um: wo "man" in solch (Macht-)Spiel Mitspieler u. Schiri in 1er Person o. Partei ist, muss es wohl so laufen. Doch genau dies ist der Systemfehler: man kontrolliert sich selbst, dh gar nicht, will es auch niemand intern zubilligen! Oder ist diese Systemsicht so 'sach-verkehrt'?


    @Call: Stimmt, würde sogar das Gleiche kosten, gute Idee, hätte ich machen sollen!!! Nun aber: zu spät, ich würde als Neumitglied abgelehnt. Und das Problem: Mitbestimmungsrechte für Kids, alle zahlenden Mitglieder bliebe im Prinzip dennoch, oder?

    DSV: ich danke dir für den Einblick in deine Ansicht der Dinge, da er mir nochmal vor Augen führt, was ich einfach nicht begreifen kann, will: man macht leider nie wirklich die - erzieherische - Differenzierung Kinder vs Erwachsene im Kopf. , sorry! Von Massenmedien, Schule, Elternwünsche, Werbung paralysierte u. latent massenmediensüchtige Kids kriegen heute immer schwerer den A. hoch: nie bemerkt? Fußball ist Teamsport: geht mein Kind allein zur evtl. noch vorhandenen freien Wiese, kann es allein da kein Fußball spielen, bemerkt? Also muss wer helfen, dies zu organisieren: da sagen andere Eltern: 3 Stunden Hausaufgaben, o. Trainer verbieten: du spielst nicht da, du könntest dich verletzen u. dann MIR fehlen. Auch Eltern inkl. mir wurde vielfältig gedroht: machst du freies Spielen auf der Wiese, spielt dein Sohn im Verein vor Ort (wo alle Freunde waren) nie mehr mit - mein eigenes Kind zur Geisel genommen, um sein eigenes Interesse durchzuboxen etc. Organisiert man was mit wie unter Freunden als Basis, heisst es: du bist "nicht normal" -


    Und du musst doch verstehen, dass wer, der per Hausverbotsdrohung u.v.m. nicht zur HV kommen soll, weder Mitglied werden wollte noch könnte: Mitgliedschaft kann Neuen auch verweigert werden! Abgesehen davon: es ist ausgewiesenermaßen ein Sport-, kein Klüngelverein. Auch wenn Grabenkampf mittels Klüngel, Seilschaften etc. für jene oben zu ihrem Sport(-ersatz) geworden zu sein scheint, sollte man eintreten, um aktiv Sport betreiben zu wollen. Muss ich meinen Verein, meine Sportart verlassen, damit Kinder ne Stimme bekommen könnten, ich als ihr VERTRETER erstmal kandieren darf? Ich bezahle doch schon 2 Beiträge an den Verein! Sind Familien alle Millionäre, die so Kleingeld aus der Portokasse bezahlen? Man tritt ein, um dort aktiv Sport zu betreiben, nicht um so Interessen vertreten zu dürfen: bzgl. dem Sport zahle ich bereits 2 Mitgliedsbeiträge (Ehrenämtler haben sich selbst übrigens Beitragsfreiheit auch als Aktive gewährt, 1.Herren ebenso)! Muss ich noch nen dritten bezahlen, damit meine u.a. KINDER da auch ne sie reell vertretende Stimme haben dürfen? 3 für 1, wo Obrigkeiten sich selbst als Dank für den Einsatz beitragsfrei die Mitgliedschaft gewähren. Ich aber soll, nur da ich als Jugendwart reell Jugendinteressen VERTRETEN wollte, als Erwachsener erstmal Beitrag zahlen? Das ist doch völlig absurd: dann würde ich eben als Erwachsener zum gewählten Jugendwart; so vertritt der eben - logisch - wie gehabt dann auch eher Erwachsenen- statt Jugendinteressen u. Jugend hat faktisch gar keine echte Stimme für sich! Aber genauso ist es landauf und -ab oft für den "Unterbau" gewollt, wie der Link von Andre belegt. Und wer dagegen opponiert, der wird blockiert, gemobbt, ausgegrenzt, damit alles bleibe, wie es seit ehedem war.


    Nur: Kinder sind wie die Infrastrukturen heute andere wie noch vor 30 Jahren: Straßenfußball - undenkbar, freie Wiesen - Neubaugebiet, Langeweile, die zu sportlicher Bewegung trieb - dank PC, TV, Handy für alle Fehlanzeige, Freizeit - dank PISA-getriebenen Schulen mit 12-Jahr-Abi Mangelware. Erwachsene sind meist sehr mobil, Kinder eher umso weniger dank Straßenverkehr: so ist man zumal mit mehreren Kids völlig abhängig vom Verein vor Ort, seinem Grün!

    dann gab es die zeit der kritik und unzufriedenheit, man wollte den alten vorstand abwählen.
    als erstes liess dieser dann die seniorenteams reich beschenken und kaufte sich deren stimmen.
    als dies dann auch nicht mehr reichte, schrieb man die satzung kurzerhand um und es gab kein vertretendes stimmrecht mehr.
    so dachte man, könnte man diese kritischen gegner ebenfalls mundtot machen.
    hat leider nicht geklappt, wir sind den alten vorstand los und schrieben den passus wieder rein.


    Danke Andre. Kann jetzt die 8 Seiten nicht mal eben durchlesen, aber dies Zitat sagt ja schon fast alles: nur nicht, wie genau man es bei siebener nicht schaffte, dass die Jugendinteressen ausgegrenzt wurde. Bei uns erschien dies aktuell völlig undenkbar, zu gerissen sind die Manöver der alten Vorstände, zu groß deren Macht als Wahrheit jenseits des Platzes, zu festsitzend nun auch der per über isoliert zitierte Satzfetzen konstruiertem Mailverkehr (aus "ihr mich als bei den Jungs beliebten u. kompetenten Trainer ohne jede verlautbare Begründung abschießen" und "ich werde auf der HV per offenen Worten bzw. JW-Kandidatur) zurückschießen" wurde auf unglaubliche Weise die Drohung an mich, falls ich nicht verstumme: du drohst mit Amoklauf, musst - wie Gustl Molach, hähähhä - per Staatsanwalt weggesperrt werden...) mir verpasste Maulkorb etc. Ich bin psychosozial mittlerweile zu traumatisiert: immer wollte ich nur dem Kindeswohl etwas mehr Geltung verschaffen, doch dafür wurde ich stets verhetzt, bekämpft, verfolgt. Abhaken, rationalisierend Distanz, Leben u. Gesundheit zurück gewinnen...


    Dieser Fall zeigt nur einmal mehr die Dimensionen des Gewichts von Ämtern u. Hauptrollen in Vereinen, wie sehr man daran hängt, was man dafür tut, anderen anzutun o. anzudrohen bereit ist. Das Unglaublichste aber: man bekommt so dann alle hinter sich, plötzlich steht die kritische Stimme als Unperson völlig isoliert, Drohungen allein ausgeliefert, selbst Freunde o. Frau rücken ab nur ab, keiner will ja auch solch Ärger kriegen, so mehr miteinander reden: genau das, was NN mal Schweigespirale taufte. Diese Herdentriebe auszuhalten ist echt schwer, da kann man nur -. wie gewollt, evtl. trotz aller Bauchschmerzen bzgl. dem Tipp "Pack deine Kinder u. geh woandershin" - weg wollen. Der mich ebenfalls traumatisierende, also innerlich bewegende Tipp zeigt dabei genau, wie Kinder hier betrachtet werden, oder? Es wäre so not-wendig, weiter Zeichen zu setzen, aber irgendwann ist der Akku nur noch leer, man selbst platt u. hat fertig, spürt sich von Niedertracht, Negativgefühlen infiziert.


    Abhaken, auf Distanz gehen ist da die letzte Lösung, Nachhaken Fantasie, obwohl man die in ihr gesuchten Wege eigentlich nie gehen wollen würde: theoretisch aber wüsste man vielleicht gern: ich könnte so u. so reagieren, euch auch Schäden zufügen, aber ich verzichte u. vergebe alles, denn es führt zu keinem positiven Ziel, befriedigt nur Frust. Wie aber positiv Ziele erreichen, der Resignation konstruktiv entfliehen....? Daher dann doch Interesse daran, wie konkret es bei siebener lief. TW-Trainer: wem gesagt wird, wenn du zur HV gehst, kriegst du Hausverbot, kann da nicht mehr hin; wann bzw. ob überhaupt der JW von Eltern als rechtlicher Vertreter gewählt wird, konnte ich seit langem nicht herauskriegen, also Kandidatur unmöglich. Ich konnt nicht mal ein TW-Training mit aktuellem Nationalkeeper jungen Torleuten (inkl. Trainersohn) im Verein anbieten. Wird so Demokratie, Minderheitenschutz, Meinungsfreiheit, Kinderrecht ausgehebelt, bleibt nichts mehr zu tun, es gibt keinerlei 'offenen Platz' mehr, auf dem 'die Wahrheit liegen' könnte, sie ist ab- u. ausgewandert per Praktiken, wie siebener sie in etwa auch erlebte...
    Ganz geheime Fantasie: Betreffende lesen heimlich mit, irgendwie gibt es ein Einsehen, Aus- u. Versöhnung, Einkehr in den Geist wahren Sports, um die ich zwecks Kindeswohl so oft bat. Leider nur Fantasie :(

    DSV: Ja, es ist so, dass ich zwar 2 Beiträge bezahle, die jugendlichen Mitglieder aber keinerlei Wahlrecht haben, nur nen Vertreter*: nicht die Eltern, sondern jenen JW. Wenn der aber ein "Strohmann" o. inexistent ist, sind Kinder im Verein de facto rechtlos - und so sieht es dann in der Praxis aus. Ist das sozial, gemeinnützig? Pädagogisches Problem generell ist, dass die Entwicklung von Kinder völlig abhängig von der Leistungsqualität ihrer Trainer ist. Wenn Eltern hier komplett entrechtet, zum Schweigen gebracht werden, trifft es direkt die Kinder, fehlt am Ende nicht nur professionelle, sondern auch die direkte bzw. letztlich zumeist jede Kontrolle. Ist dies zwangsläufig, unabwendbar so? Ich meine nicht. Man stelle sich vor, in KiGa o. Schule wäre Betreuung so. Die Mittel, KiFu in Vereinen real auf einen Mindeststandard in Betreuungs- bzw. Trainingsqualität abzustellen, aber sind im Dunkel. Doch ist Fußball für Kinder viel zu wichtig: die Schnittstelle, wo jeder erlernen kann, dass Lernen und Leisten Spaß, Freude bedeuten, freiwillig "erfolgen" kann, als dass dies auf ewig so bleiben dürfte, nur weil es seit über 100 Jahren so läuft. Meine Überzeugung, da bin ich wie ein Missionar: Kinder hätten mehr Beachtung verdient!


    Daher kämpfe ich seit vielen Jahren gegen die ewiggestrigen Strukturen in Vereinen, versuche freiheitliche Fußball-Events wie einst auf der wilden Wiese o. Straße normal zu initiieren: Selbstorganisation vorn Kindern statt am Gängelband, indem sie einfach ihren Fußball spielen dürfen, keiner bevormundet: learning by doing, Experimente, denn dies bringt voran im Kopf! Da in Vereinen dies nicht geduldet wird, Kinder nur billiger Jakob u. Unterbau sind. Aber auch für freien Fußball benötigt man Platz, Tore, mitwirkende Eltern - oder es geht nichts. Zur Zeit beanspruchen Vereine - das sind wenige, die das Sagen, die Macht haben - den ganzen Fußball für sich. Denn er ist das Opium fürs Volk geworden (das Zirkusspiel von "panem et circenses" wie bei den alten Römern vorm Vrfall), gibt so denen viel, denen er gehört: Siege, Ruhm, Geld, Macht, Medienpräsenz... Fazit: wo Kinder keine Rechte wert sind, eine 1.Herren o. Damen bzw. auch Vorstände o. Trainer, eben Erwachsene/Große alles dominieren, da bleibt Gemeinnutz für mich ein übler Witz, leider...


    *Wäre ich als Erwachsener Mitglied, dann, ja dann müsste man Kritik ernst nehmen, aber: sind ja nur Kinder, Bälger, Unterbau... Aber in der Kindheit entscheidet sich, wer wird Herdentier (wie in Rückmutation), wer ein freies Geistwesen mit Führungskompetenz und eigendynamischer Kreativität. Der Schlüssel liegt im freiwilligen Lernen von Neuem, Sich-anstrengen für die Sache o. ein Team etc. - kann ein Trainer/Betreuer dies vermitteln, positiv verstärken, zur Mündigkeit ermutigen, oder will er die o. "Revolten" grad unterdrücken, das Team beherrschen, seine Ideen verwirklichen, den Kopf durchsetzen - so, wie er selbst es u.U. in seiner Kindheit dank von oben autoritärer Erziehung (wie wir sie schon in Schule haben) erfuhr. Letztlich hängt also das ganze Leben als freies vom Trainer, seiner Persönlichkeit ab, daher der unbedingte Wunsch, hier für Qualitätskontrolle zu sorgen: Fürsorge zu leben...