Uns unterscheidet deutlich, dass ihr nicht kritisch mit euch selbst seit. Nein, ihr seit Könige...so führt ihr euch auf...typisch Trainer!
Mutig! Es darf eben nur ein großes Ego geben im, überm Team - keine kleinen Egospieler. Jeder Mensch möchte nicht nur König, sondern gottgleich sein, und sei es im Kleinen, in seinem Revier, das im Verein jeder Schulterklopfer o. Speichellecker für sich nach dem Radfahrerprinzip (Buckel nach oben, tritt nach unten) zugeteilt kriegt: grad im KiFu quasi unkündbar u. mit Persilschein für sein (An-)Tun, gegen das sich de facto meist keiner - wg. Indifferenz auch elternseits - wehren kann bzw. will. Wehe daher jedem, der mit kritischem Blick kommt, reell was für Kids verbessern will, in derem statt der Erwachsenen ihren Interessen: der fliegt schnell raus, wird abgesägt. So bleibt "man" perfekt so "unter sich" wie Mensch es am liebsten will (statt per Challenge noch sportlich aktiv über sich hinauswachsen, sich freiem wie fairem Wettbewerb ohne Stammtisch-Hinterhalt, mobbender Intriganz o. im Hinterhältigen nie zu ahndenden Foulspiel reell stellen zu wollen). Ich schreibe daher auch hier kaum mehr etwas: man will sich vereins-alike eben nie wirklich auseinandersetzen, nur Wenige sind auf der Suche nach dem, was es unter den Vielen, Menschen nie mit Bestand geben kann: freidenkerischer Geist.*
Lieber Andre, mir wird mir oft nur schlecht, wenn ich lese, wie selbstherrlich mancher in seiner Optik Kinder, ihr Wohl o. Interesse, übergeht. Im echten Sportsgeist sucht jeder sich aktiv miteinander zu messen, darf jeder konkret aufm Platz zeigen, was er selbst reell kann. Das lieben grad Kinder noch, aber man versucht es ihnen zu rauben, treibt ihnen ihr aufkeimendes Ego wie ihre Ballverliebtheit rigide aus, wenn sie sich grad zu entwickeln sucht. Die psychischen Folgen kann ich nur erahnen, denn untersucht wurden sie nie. Ich sehe aber den Dropout vieler Kids mangels Lust auf diesen Fußball, sobald sie mündig werden (Pubertät). Ich sehe später im Wesen fußballfeindliche Randale als Fan-Aktivität neben den Plätzen u. meine im Mitleiden, hier eine Reaktion auf frühkindliche, tiefste Verletzungen zu spüren. Nicht Fußball, sondern die Schule ist die Lehranstalt, in die Kinder zwecks "Lernen" unter Zwang, als Pflicht müssen. Wird man dies unter Vereinstrainern jemals in der Breite begreifen. Ich fürchte nicht - und du weißt warum. Ich muss s dir nicht schreiben u. damit andere nur provozieren. Daher ist auch alles Werben für mehr Achtung vor Kindern, ihrem Sichentwickeln, ihrer Eigenmotivation etc. wohl sinnlos. Man ginge auch nicht in ne Scientology-Church, um gegen Oberguru R.Hubburd zu predigen...
Kinder sollte man zumal in ihrer Freizeit jenseits der Schule sich von selbst entwickeln lassen. Doch diese eigene Unwichtigkeit ertragen als Trainer nur: allzu wenige: die meist zurückgezogen vom Vereinstrubel und -jubel still wie uneitel ihrer Aufgabe u. Verantwortung nachkommen. Man bemerkt sie kaum, nur plötzlich spielen ihre Teams groß auf. Was dann Neid, Missgunst auf den Plan ruft. Viele aber sehen in ihrer Wichtigkeit grad ihr monetär ausbleibendes Honorar, an dem man sich eben selbst bedienen kann u. muss, will man nicht systemisch zu kurz kommen. Ein grad im Kollektiv sich immer enger führender Teufelskreis im ignorant Egozentrischen: man echauffiert sich übers kindliche "Ego", sieht den Splitter in ihrem Auge, doch den Balken vorm eigenen Kopf, den sieht man nicht?
Man kann es keinem zum Vorwurf machen, denn endlich ist der Mensch! Nur ich-zerstörerische Typen springen über den eigenen, im Kollektiv eben riesenhaft werdenden Schatten, bemerken dann: anstrengend, aber Leben geht weiter, oft besser. Aber letzteres hängt nunmal von allen anderen ringsum ab: wir Erwachsenen können gegenhalten, uns erwehren, doch Kinder, kleine zumal, die sind allem ausgeliefert - das ist das, weshalb mir oft so übel ist, das Schlimme. Dennoch werden wir keinem Kind helfen können, dass einmal in die Fänge dieses Fußballs als System geraten ist: jedes Kind muss 1:1 mitmachen o. ist, fliegt aus "dem" Fußball raus, den allein es heute noch für Kinder gibt u. der der Entfaltung eines, ihres eigenen Ichs nicht eben gut tut. Natürlich hab auch ich das Passen geübt, aber nie im Spiel instruiert, denn es gibt die alte Weisheit: Was man seinem Team im Training nicht vermittelt hat, das kann man im Spiel nicht mehr herbeireden. Im Training aber wollen Kids selbst vor allem eins: spielen! Dafür kommen sie nämlich, nur dies ignorieren schätzungsweise 90, 95% der Trainer. Sie instrumentalisieren diesen kindlichen Willen, indem nur am Ende kurz gespielt werden darf: falls vorher schön brav u. still duldsam nach Trainer's Vorgaben gespurt wurde. Das nenne ich Fremdbestimmung - und die ist kindlichem Wollen wie Motiven alles andere denn zuträglich, zerstört ihre Selbst-Entwicklung!
*Da ich als Kind nur 3 Monate im Verein deren KiFu erdulden musste, dann nurmehr auf unseren wilden Wiesen kickte, wo alles unendlich viel freudvoller und sozialer war, liebte ich lebenslang Fußball über alles: diesen kindgemäßen Fußball! Als dann unsere Kinder in den Verein gingen, da es jenen anderen Fußball heute praktisch nirgends mehr gibt, mangels freien Plätzen für Kinder u. ihre gesunde Selbstentwicklung (Ego ist ne geisteskranke Projektion auf sie, haben sie noch gar nicht!) geben kann, da ging das Elend für sie wie mitleidend mich los. Ich bekam im ersten F-Team alle aus 3 Jahrgängen Aussortierten, die werten Kollegen sprachen nur abfällig von meiner Gurkentruppe, von den Kinder pauschal als den Loosern, was ihre Spieler dann in der GS so fortsetzten. Ich ließ mich leider typisch männlich infizieren, wollte es denen zeigen, mit allem Einsatz von mir, aber per Übertragung auch den Kids, obwohl ich stets nur animativ statt verordnend arbeitete. Daher liebten sie mich trotz meinem kranken Ehrgeiz. Sie überstanden dies ganz gut, ich aber landete im Krankenhaus, wäre fast hops gegangen. Daher musste ich aufhören u. mein Nachfolger hatte offenbar nur eine Aufgabe: die Abwicklung der Gurkentruppe. Nach 3 Monaten Drill, Strafen, Druck etc. ohne Ende waren von 15 einst begeisterten Kids noch sechs übrig u. das Ziel war erreicht: Teamauflösung. Ich versuchte die Kids zu verteidigen, da viele Kids bereits zu mir gekommen waren: bei dir machte es so Spaß, da würden wir gern wieder spielen - keine Chance fürs Team. Man bestand auf seinem Ende u. unser Sohn wurde zugeteilt, da der Trainer der Ersten längst sein Auge auf ihn geworfen hatte - als Torwart, der er bei mir spielerisch geworden war, um dort dem Team am meisten zu helfen. Das wollte das Kind zwar nicht immer (als Positionsidiot auch in der nun meist haushoch überlegenen Truppe, deren Gegner z.T nicht eine Torchance haten) spielen, aber er wurde gezwungen. Ich hatte resigniert, ging kam mehr hin. Ein Jahr später verweigerte er das Trikotanziehen wie schon vorher den Platz in der "Auswahl", wurde zur Strafe mit knapp 8 Jahren drei Monate Bankdrücker, bis ich ausrastete: seitdem das Trainer-.Feindbild fest im Kopf, obwohl ich selbst noch öfter Trainer - stets der "Zweiten" war - jedoch eben anders, daher stets gehasst. Bei mir war's ein wilder Haufen, lauter kleine "Egos" - und 2mal schlug dann nach 1, 2 Jahren die Zweite der als zu "schlecht" Aussortierten zB gleich dreimal hintereinander die Erste, da meine Jungs wie die Weltmeister rannten, kämpfen, "spielten", die anderen versuchten, nach Trainer's Anweisung statisch u. im Kopf passiv Bälle hin und her herzuschieben. Dann kam es, wie es im Verein musste: ich sollte gut die Hälfte "meiner" Jungs in die Erste abgeben, deren Hälfte dafür übernehmen. Da wehrte sich nicht nur mein eitles Ego, auch die Jungs wollte nicht. Also meldete man uns als jüngerer Jahrgang mit mehr als der Hälfte noch E-Spieler in der obersten D-Staffel. Ich trat aus Protest zurück, meldete meinen Sohn woanders an, ein anderer übernahm u. es zerlegte das Team, deren Spieler man so gern aufteilen wollte: unter sich. Doch von seinen 12 Spieler blieb nur einer dem Verein mangels Mobilität treu, einer wechselte woandershin, 10 hörten komplett mit Fußball auf. Zwei Spiele hatte ich mir aus der Ferne angesehen: bitter, reihenweise liefen die Jungs mit Tränen herum, blieben heulend nach leichten Berührungen aufm Platz liegen, nur damit sie bei 0:10 o. höher ausgewechselt, so dieser Hölle entkommen würden. Nach der Hälfte der Punktrunde kamen keine Mannschaftsstärke mehr zustand, das Team wurde abgemeldet, war Geschichte... Solch Beispiel erlebte ich zuhauf: aus 10 Teams in 5 Jahrgängen ist heute noch eines in diesem Verein übrig u. auch dieses soll nun evtl. nurmehr als SG spielen können...