Beiträge von Keller-Kicker

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    Tirus: "Sehr befremdlich" ist doch die Verstiegenheit mancher Leute qua Trainerrolle: Wie kann man sich soweit von gesellschaftlich verbindlichem Konsens wie Gesetz entfernen, dass Eltern primär das Erziehungsrecht obliegt: nur da man Kindertrainer ist? Eltern sind immerhin stets Eltern, aber Trainer ohne echte Ausbildung zum Job, ohne qualitative Betreuungskompetenz, die sie jedem Elternteil auf Bitte zu beweisen hätten: um sich reell zu beweisen, gar nichts: nen bloßer Popanz per im kleinen Dorfverein fast immer auf Basis sog. Vitamin B o.ä. willkürhafter Postenzuschreibung! Ich weiß aus bald jahrzehntelanger Praxiserfahrung, dem will sich kein "Systeminsasse" als Fragwürdigkeit gern stellen, zu sehr hängt man am eigenen, als Aufwertung empfundenen Amt o.ä.: Herrscht da nicht ne fast schon extremistisch totale Denkblockade vor, oder wie ist es zu erklären, dass regelmäßig bei fast allen der Verstand aussetzt, sobald man diesen sozialen Konfliktstoff mal als Elternteil "von unten" offen Trainern gegenüber zur Sprache zu bringen wagt? Was glaubst du, was für trainerseitige Ausraster ich da vor Ort schon erlebt habe: die kann man gar nicht schildern, keiner würde sie glauben (wollen)! Sei also bitte nicht nur sauer o. böse, lass uns bitte dem mal konkret näherhin auf den Grund gehen, wieso dem so ist! (Sofortiges Abkanzeln - meist auf fachlich in der Sache nichts als Postenmacht hin - ist aber gewiss...)


    Dein Votum zeigt in Anschluss an die Aberkennung des gesetzlich klar geregelten Erziehungsrechtes von Eltern also scheinbar in ihrer Verve nur die z.T. vorherrschende "Parallelwelt" ganz konkret: was mit vielen in TR-Rolle de facto entfesselt wird: aufm Trainerposten mit manchem los sein kann, oder? Klar ist: Global sind wir alle nach Darwin unter über 7 Mia. 'Menschenaffen' ganz kleine Tiere - und dies schmerzt jeden enorm, da wir vereinzelt sind, uns für uns allein auf uns gestellt behaupten müssen, sollen... Wenn wir nun in dieser Not- wie Zwangslage mangels personal außer in Banknoten irgendwie beweisbarer Identität uns mit der bloßen kleinen TR-Rolle zu verwechseln scheinen, q.e.d. (wie man einst per Schule Logik lernte), liegt dem unverstanden nicht ein inneres Drama zugrunde, dass man kaum jemals durchschauen kann wie will: wir sollen ein bewusst Nichtig-Sein-Sollendes sein, so absurd dieser Existenzstatus anmutet? Wer könnte dies wirklich klag- und schmerzlos ertragen? Also sucht jeder nach irgendeiner Entlastung, Kompensation für sich privat, und in Amt u. Würden kann man sich leicht größer, über anderen fühlen: oder? Nur darf dies dann niemand per Ratio wieder bezweifeln, im Kompetenzbezug hinterfragen... ---
    Ja, und da können Eltern dann z.T. vor Ort, zumal im Dorfverein, am Ende nurmehr zwischen Teufel u. Belzebub auswählen: entweder ihr Kind aus ihrem Verein u. Team mit allen Freunden der GS rausreißen oder bleiben: auf volles Risiko ne Revolte aller anzuzetteln versuchend o. einfach wegsehend, die, die u.U. Kinder seelisch o. mehr misshandeln, Schaden o. 'Weltschmerz' zufügen (du bist ein Loser, kannst nichts, bleibst auf der Bank....), einfach machen lassend, da dank unantastbarer Postenvergabe unhinterfragbar, also alles egal: schau ich nicht hin, tut's mir ja auch nicht weh, 'nur' meinem Kind? Ich weiß, so denkt man im kinderarmen wie -feindlichen Deutschland immer öfter: man hat schon entweder gar keine o. nur Einzelkinder u. die schiebt man vorrangig auch noch ab, egal zu wem, Hauptsache billig und sie sind weg. Wogegen deutsche mit mehr als 2 Kindern schon schief angesehen werden als seien sie irgendwie asozial - verkehrte Welt!


    Die Quittung dafür wird in Zukunft noch folgen, auch wenn politisch wie ökonomisch alles noch so verbrämt dargestellt wird: irgendwann kann man sich nicht mehr reich rechnen u. holt die andere, ins Abseits o. Aus verdrängte Realität uns mit ihren ruinös harten Fakten ein. Daher ist das KiFu-Problem nur ein im Vergleich winziges Teilproblem viel größeren Maßstabes, aber die affektive wie kognitive Zurückhaltung im Sich-kurieren-wollen wie -können doch symptomatisch. Die Rente ist sicher, ohne gesund heranwachsende Kinder? So hat man es uns auch seit jeher verkauft. Und man glaubt's noch immer, wenn auch immer zweifelnder. Woraufhin aber in der Realwelt? Prost Mahlzeit: Ente gut, alles gut - oder verkackt sie, dh wir alle, am Ende, wenn es uns ereilt? Nichts für ungut also, aber denk doch mal drüber nach: wie soll ne leckere Ente auf den Tisch kommen, wenn sie nie ausgebrütet wurde, da dies zuviel kosten sollte, zu teuer o. lästig erschien? Ne Zeitlang kann man ja noch lästige Fragen einfach verbieten o. ausblenden, irgendwann aber ist die letzte noch reale Ente verheizt u. verspeist und das auf sie hin gedruckte Geld im Ausland auch nichts mehr wert, wo man vormals noch Ersatz besorgte, um vom faulen Wechsel daran abzulenken, die eigene Trägheit zu verdrängen. Etwas schräges Beispiel bzgl. Dropout u. FPL als evtl. Feigenblatt, sicher, mehr fiel mir aber nicht ein. Und bitte nicht nur sauer reagieren... ;)

    Karl: Du wirst wohl als vermessener Kindertrainer noch Frauen was übers Kinderkriegen erzählen wollen - oh Mann! Wieviel Kinder sind dir als Trainer denn schon aus dem eigenen Bauch gekrochen: Unfassbar, wieso kannst du denn nicht differenzieren, wer primär Kinder zur Welt bringt u. daher auch das Erziehungsrecht vor nen x-beliebigen Kindertrainer hätte??? So wird die so schön gestartete u. in der Sache bitternötige Diskussion wieder immer abwegiger, geht in persönlichen Scharmützeln unter (typisch 'erwachsen', wie ich meinen will, also nicht zufällig so) - Thema verfehlt, schade!!! :(


    @FB: Da hast du 100% Recht! Und ein formaler Handlungsrahmen sollte inhaltlich konkretes Handeln, sprich: Probleme authentisch aufgreifende Ich-Du-Begegnungen miteinander nie überlagern, dh ersticken o. ersetzen wollen, da er so sein Ziel konterkariert!!!

    Karl: Sorry, das ist doch unernst. Hier geht es ums Betreuen FREMDER Kinder, dh vereinsintern soziale vs familienintern private Verantwortung! Das muss man doch wohl unterscheiden können...
    Ich finde die sich allen vorschreiben wollende FPL gegen Eltern despektierlich, entehrend, entwürdigend, wo ein System Fußball ihnen als den gesetzlich allein reell Erziehungsberechtigten wie -pflichtige nen ihre Wahrnehmung auch aller Aktivitäten der meist ganz unausgebildeten Betreuerpersonen betreffenden Geschehens verbietend in weite Ferne rückenden "Abstand" vorschreiben, Eltern zu Fans degradieren: in Fanzonen ein- bzw. wegsperren will - woraufhin? Was leistet denn dies System real, um Betreuungsqualität herzustellen, zu kontrollieren bzw. wo nötig zu korrigieren? Dies ist ihm de facto fast nichts (im Vergleich zum Herren- o. gar Profi-Fußball wert, sprich: unsere Kinder gelten nur als Unterbau, der mit nicht eigens qualifiziertem Betreuungspersonal billigst abgespeist werden soll und dürfe! Dies wäre endlich mal klaren Sinnes wie mit klaren Worten zu skandalieren, spätestens, seitdem klar wurde, dass sogar in der wohlfeilen Kirche Kinder massiv Opfer von Missbrauch und Misshandlung wurden. Oder soll der Fußball als moralische Instanz so meilenweit über Kirche o. Staat (Schule) gerückt, daher für von solch negativen Phänomene unantastbar erklärt werden, obwohl dies jedem bei klarem Verstande völlig abwegig erscheinen müsste? Wieso werden Hilfe also unterlassen? Es ist ne finanzielle Frage: oben, bei den Profis werden Millionen verteilt und "verdient", im Unterbau aber... Und wehe jedem, der dies mit offenen Worten anzusprechen, auf Missstände hinzuweisen wagt: der wird als Mitmensch schnell abgeschossen, von jedem Sachdialog ausgegrenzt, blockiert o. sabotiert. Probier's doch mal selbst reell vor Ort aus ;)


    Es geht hier kulturell um symbolische Aktqualitäten: ihr Eltern müsst Abstand wahren, sollt nichts mehr genauer mit bekommen etc.! Warum? Weil wir die Posten innehaben, das wollen u. sagen, über euch rangieren! Der KiFu, also mittelbar eure Kinder gehören als Spielermaterial zuerstmal uns! Also schweigt u. gehorcht gefälligst, oder - ihr fliegt raus? Botschaft dahinter: hier sind wir wer u. ihr nichts... Genau so hab ich es als vereinskritisch Kinderrechte rational verteidigen wollender Vater wie auch Trainer o. JW-Kandidat mehrfach erlebt, teils nur als latente, einschüchternde Androhung, teils als vollendete Tat. - Ich verstehe also ja, dass man daher eine FPL bereits für ganz prima hält, unbewusst ahnend: mehr geht nicht, ließe das System eh nie zu. Es geht primär also um Macht, Geld, Ansehen - das mag so sein. Deshalb begrüße ich die FPL als Anstoß bzw. Tropfen auf den heißen Stein auch, aber: "die" ultimative Lösung des Problems eines zutiefst kinderfeindlichen Fußballsystems ist sie sicher nicht! Dafür müssten Eltern sich grad weit mehr involvieren statt raus, auf Abstand halten zu lassen! Denn sie sind eben die, denen allein Recht wie Pflicht der Erziehung "eignen" - gesetzlich! Wer sich in Parallelwelten nicht ans Gesetz halten will, daran gewöhnt hat, der mag dies anders sehen, zB lieber auf sog. einem für alle verbindlich positiven Recht ferne Friedensrichter o. Vorstände wie in Privatfirmen o. eben sog. Vereinen (wo gar nicht alle so vereint sind, wie man top down immer gern tut) als nicht für alle gleich, dh rational zugänglich gemachte "Obrigkeiten" bauen. Wo man diese Differenz nicht mehr anzuerkennen bereit o. fähig ist, da kann die Vernunft nurmehr "gute Nacht" sagen... :(


    PS: Ich bin wohl naiv, glaube noch, Verein bedeutete Reden und Handeln miteinander aller, also Offenheit vs Machthierarchie dank "Posten" einiger über allen anderen...

    Fachkompetete Kindertrainer sind Vorbilder!


    Wo gibt es die denn real? Sonst ist ne jahrelange Ausbildung inkl. vielfältig praktischer Erfahrung gesetzlich für jeden vorgeschrieben, der Kinder pädagogisch betreuen darf: nur innerhalb der Parallelwelt "Verein" wird ne C-Lizenz mit 100 Stunden mehr o. weniger intensiven Lernens schon als seltenes Non-plus-Ultra anstelle bloßer Macht eines oft willkürhaft vergebenen Postens jedem Elternteil so vorgehalten, dass es davor gefälligst nurmehr verstummen darf. (Klar, dass "Problemeltern" solch Trainer dann nie ernst nehmen!) Natürlich verdrängen Machertypen stets gern, dass bzw. wenn ihnen reale Mitmenschen gegenüber stehen, mit denen man vernünftig reden, sich auseinanderzusetzen hätte. Dass auch Eltern solch Mitmenschen seien, die man nicht einfach top down in von sich aus erbaute Zonen (für mich eben eher Offenbarungseid in dem Sinne, dass man sich mit Erwachsenen gar nicht rational befassen kann o. will, -da dies mit unmündig instrumentalisierbaren, gleichwohl fremden Kinder viel einfacher funktioniert) pferchen sollte, dies scheint irgendwie als FPL-Kritik stets als Störfaktor im Plan nur verdrängt u. ausgeklammert zu werden: warum? Für diese Vorbilder wäre real zu sorgen, was sicher auf absehbare Zeit ganz unmöglich erscheinen muss, statt dass sie nur beschworen und so zur Grundlage des formellen Heilmittels FPL erklärt werden. Gäbe es überall diese Vorbilder, wäre die FPL sicher überflüssig, da es sie aber grad fast nirgendwo adäquat gibt, kann die sie zugrundlegende, allen sich wie ein Dogma vorschreiben wollend FPL auch nicht das bewirken, was sie ver-, darin sicher guter Absicht entspricht. Ihr Scheitern wird aber kaum selbstkritisch reflektiert und für eine mögliche wie zwecks Erfolg auch notwendige Optimierung genutzt - echt schade!
    Man sollte im Kopf beweglicher sein, solch Beweglichkeit nicht zuletzt gerade denen pro-aktiv vorleben, wegen denen eine FPL als Korrekturmaßnahme notwendig erschien. Back to the (unknown) basics, oder?

    Interessanter Gedanke von Keller-Kicker:
    Gibt es einen Zusammenhang zwischen FPL und Dropout ? Habe ich mir noch nie so überlegt.
    Intuitiv würde man ja sagen, dass die FPL mindestens als Zielsetzung den Dropout der 12-Jährigen verringern sollte. Tut sie das ?


    So war's zwar gar nicht gemeint, aber auch gut: ein Gedankenimpuls! Ich denke, dass kleine Kinder noch mehr naturgemäße Resilienz in sich haben, sprich: wenn da ein Tölpel sich vor ihnen aufbaut, sie bei Rückständen, Fehlern u.ä. runtermachend wie irre herumschreit, schaltet ihr Kopf eher einfach ab - und projiziert dessen Spiegelung somit einfach zurück. Obwohl es dabei sicher auch zu Erschöpfungssyndromen kommt: irgendwann ist sicher die Lust auf diese Art von Erwachsenen dominierten Sport dann weg. Zwischen 11 u. 14 Jahren wird jedoch viel mehr aufs werdende Selbstbewusstsein bzw. Ich in sich reflektiert, alles schwerer aufgenommen u. verarbeitet. Also sollte man nicht nur dem "Kindchenschema" verfallen, sondern auch hierhin den eigenen Fokus richten... -


    Alle "guten Absichten" durchaus 1:1 anerkennend, überspitzt gefragt: Es hätte bei allem fundamental zunächst um das Menschenbild zu gehen, kann man da ernsthaft meinen, aus menschlich depravierten Verhältnissen gute Menschen werden zu lassen, indem man sie in Zonen steckt? Werden eifernd nervende Eltern gut, da sie auf 5 m Abstand gehen müssend in eine Fanzone gesteckt werden, und u.U. überehrgeizig o. narzisstisch auf Kinderseelen herumtrampelnde Trainer gutherzig, da man sie für die Spieldauer in ner Coachingzone nebeneinander stellt? Benötigt man nicht etwas mehr, um wirklich neue Verhältnisse sich bilden zu lassen (das Bild vom Schaffen eines besseren, neuen KiFu als trotz aller guten Absicht in sich selbst narzisstisch überzogen entlarvend)? Wer solch GFragen sogleich als böse abtun statt dies offen wie selbstkritisch diskutieren will, der bestätigt seine Wurzel. "Überzeugungsarbeit" - das klingt nach konfessionellem Glauben von Missionaren, oder? Mir erscheint es weniger einfach, im KiFu etwas fürs Kindeswohl zu verändern, daher meine tiefe Skepsis, dass alles so einfach u. letztlich noch zugunsten des DFB-Zugriffs aufs Ganze, auf unsere Kinder per verstärkter Position der Trainer zu verbessern sei, sorry. Ich könnte viele Negativbeispiele aufhäufen, aber dies führte hier zu weit: meine (innerhalb des NFV) "nervende" KiFu-Kritik äußere ich auch schon "wild" seit bald 10 Jahren, vor 7 Jahren entstand die von mir längst aufgegebene Coole-Kidz-Initiative, die den Impuls "pro selbstbestimmtes Kindeswohl" setzen sollte (vgl. später erschienenes Buch "Cool siegen") - so bildet sich jeder dann ein, dass dies irgendwo unbewusst etwas bewegt haben könnte in den Köpfen der "Oberhäupter", dann zurück in die Basis einwandert etc.


    Die FPL ist in Teilen für mich ein guter Anfangsimpuls, aber gedanklich sicher nicht "perfekt", daher auch noch nicht ein für alle Welt verordenbares Ende aller Bemühungen um kindgerechteren Fußball - oder? Und da sie in Ländern "erfunden" worden sein soll, in denen in Summe ruinöser Kindermangel (dh kindbezogen erstmal in toto Degeneration) vorherrscht, dort schon gar nicht: um zu verstehen, müsste man also gesellschaftlich-narzisstische Kinderfeindlichkeit bei uns viel tiefer durchleuchten wollen, meine ich... ;)

    ...da sie an Symptomen grobschnittartig zu kurieren versucht, die entscheidenden "goldenen (Lern-)Jahre" aber gar nicht in Blick nimmt. Zahlen zu Dropouts grad in mittlerer Jugend sprechen Bände, finden aber kaum Beachtung... Indem die FPL z.T. bzgl. Betreuung wie Sportsgeist völlig unausgebildete Leute, die - bei uns - oft wie Mutter Maria zum Kind ans Traineramt kamen, noch verstärkt zum quasi alleinigen Dreh- u. Angelpunkt erklärt, trägt sie doch unter Umsänden weiter zur (Selbst-)Verklärung von Menschen in dieser Position bei, von denen ich viele kenne: negatives Lieblingszitat eines sog. Kindertrainers zu mir als Vater nach Kritik an seiner übelster HZ-Schreiattacke gegens Kinderteam: Ich bin Gott für dich! Da erübrigt sich jeder Kommentar, was ne Trainerrolle aus manch Männlein in dessen Fantasien machen kann. Wie dem beikommen? Per allein brandmarkendes Auf-Abstand-halten von Eltern? Was bildet sich denn "der Fußball" da eigentlich ein, wer er im Binnenverhältnis zu den "Lieferanten" seines kindlichen Spielermaterials sei? Es scheint nicht zu genügen, dass Kinder unmündig sind, auch erwachsene Eltern wie Schiris sollen es gemacht, aus dem KiFu als meist einzig vorhandenem Kontrollorgan mit Stimme entfernt werden? Damit Trainer unter sich total unbeobachtet freie Hand in allem haben? Oder hab ich die Idee hinter symbolischer Schiri-Abschaffung u. Eltern-Entfernung nur nie verstanden?
    Wer nun die vom renommierten psychiatrischen Chefarzt R. Haller formulierten Thesen zur in unserer "modernen" Gesellschaft generalisierbaren "Narzissmusfalle" (inkl. aller üblichen Ent- u. Verstellungen - jeder sollte dies mal ernsthaft lesen wollen, insbesondere das Kapitel zu den m.E. weit verbreiteten m "Komplementär-Narzissten") beachtet, wird erahnen wie problematisch dies jeden aufgeklärten Zeitgenossen für die jeweils betroffenen Kinder erscheinen muss. Das Irrational ist mitnichten verschwunden, es kommt i.d.R. nur verschlagen durch die Hintertür... Wer beschützt Kinder denn davor in der Praxis, falls eine Person hinter der Trainerrolle im oft kaum etwas kontrollierenden Vereinsleben eine falsche wäre? Den JL o. JW habe ich bei uns im Verein in all den Jahren nie bei Training o. Spiel des Teams gesehen! Bleiben doch nur die eigenen Eltern: als die gesetzlich allein zur Erziehung Berechtigten! Sie immer weiter vom Geschehen entfernen - wozu? Weil es unter 100 einen Störenfried gibt: dem dann der Trainergott nicht Herr zu werden versteht? Kann dies logisch u. im Generellen verantwortlich sein? Wer könnte dies einfachhin bejahen, wenn er bedenkt wozu Menschen im allgemeinen so fähig sind, wie gut sich schon die schlimmsten Verbrecher über Jahrzehnte als nette Nachbarn u. Mittmenschen zu verbergen wussten...
    Daher meine ich, es hilft nur: mehr sich konkret bekümmern, in Fürsorge hinschauen, nachfragen, mehr Nähe statt Distanz der Erziehungsberechtigten zum Geschehen und u.U. auch zivilcouragiertes Eingreifen bei seelischen o. strukturell gewaltsamen Misshandlungen wie überlautes Herumschreien, Niedermachen, Ausgrenzen vom Spiel, Auf-Position-zwingen etc.! Also den Mund aufmachen statt in eine Fanzone gepfercht noch mehr aus dem Teamgeschehen verschwinden! Es tut mir leid für den FPL-Erfinder, aber dies ist nunmal meine Meinung u. mich hat noch kein Argument überzeugt, warum die FPL ein Non-plus-Ultra sei u. Vereine jene besagten, negativ auftretenden Eltern nicht einfach per Ich-Du-Kommunikation, dh rationalem Dialog zur Räson bringen sollen u. können: wozu benötigt man formelle, zur Passivität verurteilen sollende Abstandshalter vs im Guten aktiver Beteiligung? Ich selbst hatte als Trainer nie Probleme mit überlauten Eltern: ein, zwei Hinweise u. alle waren per Vorbildfunktion genauso ruhig wie ich selbst. Wer dies nicht vermag, taugt der zum Amt, sollte er sich nicht besser fortbilden statt künstlich "Zonen" aufzubauen, in denen zu verharren er dann Leute zwingen soll? Dies wurde letztes Jahr bei uns vor Ort versucht, aber längst aufgegeben: viel Aufwand, kaum Ertrag: besagte Schrei-Eltern wurden nur noch lauter: da ihre Kinder sie sonst ja nicht hörten, so ein O-Ton! Auf echte Einsicht statt äußerlich Abstand zu bauen, wäre da evtl. sinnvoller, oder? Als Trainer hatte ich nie Lust, überflüssigerweise Zonen aufzubauen - und so geht's heute praktisch allen aktiven Kollegen. Daher gibt's sie wohl nicht mehr u. einige Problem-Väter stehen wie gehabt mitten beim Spiel krakelnd im Feld als Fans, wogegen ich mich über pauschale Gleichbehandlung meiner Person per sog. Fanzone halt nur ärgere: denn da gibt's keinerlei Identität miteinander wie in sicher nur guter Absicht suggeriert! Richtig leiden tun aber eh die 11- bis 14-jährigen... ;)

    Genau, Zodiak, Voraussetzungen sind uns Menschen aktuell nicht mehr "gottgegeben", jeder kann sich selbst herausfordern, verbessern, geistseelisch bereichern... Vom Herumjammern ist noch niemand Meister geworden - oder schlägt den FCB 3:0 im eigenen Stadion. Man muss sich aber schon in Körper wie Geist be-wegen wollen ;)

    Das passt alles gut in mein Weltbild bzgl. Verein ;)
    Wer Dank erwartet, wo nunmal Undank der Welten Lohn ist, war unter falschen Voraussetzung Trainer - wobei dies hier ein Trainertalk-Forum zwecks tolerantem Austausch grad in solch Frusterlebnissen ist - die ganz verschieden gelagert sein können: ich hatte nie mit Spielern, selten mit Eltern, dafür fast immer mit Vereinsoberen bzw. denen, die sich für nen Oberhaupt halten wollen, Probleme. Eigentlich egal welche Sportart, vielmehr wären hier Differenzen grad interessant, zB auch bzgl. Team- vs Individualsport. Was nichts kostet, ist auch nichts wert - so wurde mal bei meiner vereinsfreien/übergreifenden, pur idealistischen (dh ich hab nicht nur nichts bekommen, sondern aus Liebe zum zwangloseren KiFu noch viel draufbezahlt) Coole-Kids-Initiative begründet, wieso man ohne jede Absage einfach nicht wie zugesagt zum Turnier kam, so dass ich dann mit 6 statt 8 Spielern dastand, alle wieder nach Hause fuhren, ich sinnlos auf Meldegebühr wie frustriertem Sohn sitzenblieb... An sowas wie Dank zu denken hätte ich eh nicht gewagt, dafür kannte ich die Pappenheimer längst zu gut: Kind abgeben und weg, sich amüsieren, einkaufen, ausruhen, mehr war eben nicht zu erwarten. Meine Konsequenz damals, da nicht mal dies Abgeben zuverlässig sicher war: ich stellte das als Pilotprojekt gedachte Engagement ein, obwohl vor allem die Kids traf: der "Job" war eben keiner, offenbar allein nur mein Hobby u. zum Schaden statt Nutzen meiner Familie. Da hat man es im Verein meist in früher Jugend immerhin besser: genug "Spielermaterial", um allzu negative Leute mal zwecks Lerneffekt (von dem sie dann im Grunde selbst profitieren) abzustrafen o.ä.
    Ich bewundere daher jeden, der aufs eigene aktive Spielen o. Trainieren verzichtet, sich aufopfert, aber vor allem, da ich eben weiß, wie übel der "Job" mitunter sein kann. In der "Bunten Liga" fragte ich zB einen "Star-Spieler", ob er sich gegenüber seinem Vereinstrainer auch so unverschämt verhalte wie bei mir, Antwort: Nein, denn der ist anerkannt u. bekommt Geld dafür. Ich lernte also: da ich mich kostenfrei fürs Team aufopfere, bin ich keinen Respekt wert. (es ging um wüste Beschimpfungen, da wir ein Vorbereitungsspiel 2:3 verloren, ich falsch gewechselt habe, an der Niederlage Schuld und ein "Loser" sei, da ich Loser zu lange spielen lasse etc.). So bot ich ihm meinen Job an u. er meinte, er würde alles besser machen, ich würde schon sehen... Nun denn, das erste Spiel gegen den gleichen Gegner verloren wir erneut 0:1, aber natürlich sollen wir diesmal viel besser gespielt haben, da auch mehr Kumpels des Starspielers aufliefen: als Kreisligaspieler voll im Saft, sicher individuell besser. So ist eben alles relativ: da ich nun Null Bock mehr auf den Job hatte, unterließ ich jeden Kommentar, hab ich sogar abgeklatscht u. gelobt: soll er bloß nicht abspringen, dann müsste ich ja wieder ran, da es sonst keiner wg. all dem Stress u. Aufwand macht ;)
    Was ich sagen will: Mache den Job für dich selbst o. lass es! Kinder wissen noch gar nicht "bewusst", was sie dir verdanken. Daher kommt von ihnen nichts. Eltern meinen, sie bezahlen ja Beitrag, so schulde der Verein ihnen Training etc. Gute Trainer sind im KiFu verdammt selten: alle ringsum schauen oft mit Neid auf die, die so welche haben, stehen vor "Leistungsteams" Schlange, um vllt bei den wenigen ambitionierten Trainern unterzukommen, die oft streng auswählen (leider da nur nach aktueller sog. Leistung statt Nettigkeit, Solidarität, Zuverlässigkeit: so entscheiden sie selbst, dass ihre Auswahlkandidaten bei nächster Gelegenheit ohne Dank weiterziehen) - diese Beliebtheit, Begehrtheit ist da doch Dank genug! Mit 19 Jahren werden dir in ein paar Jahren Türen offen stehen: wenn du ein guter Trainer bist, dich weiterbildest, dir nen Namen machst...Das ist dann der Lohn: wenn der Bundesligist dich anspricht, ob du zu ihnen wechseln willst. Dann, wenn du weg bist, werden vllt alle wissen, was sie an dir als einst billigem Jakob hatte, vorher aber nehmen sie alles als selbstverständlich, bilden sich ein, du machst es, da es dir soviel Spaß bereitet, du es benötigst etc., da dies für sie so bequem ist. Letztes doofes Sprichwort: Lehrjahre sind keine Herrenjahre, sondern Investition: am Ende verkackt die Ente o. eben nicht! Jobbe also auf Zukunft statt Vergangenheit hin ;)

    @openminded: Tja, "man" fühlt sich von Kritik angesprochen, reagiert beleidigt, wähnt im eigenen Frust nen bösen, negativen Nestbeschmutzer Contra geben zu müssen, um sich selbst - obwohl bewegungsstarr - besser zu fühlen, positiv verklären zu können. Doch der meint's eigentlich nur gut, will ans Motto "we are second, we try harder" erinnern, wo man zu gern sich mit sich selbst zufrieden, als ob die Bayern per se in ner anderen Liga spielten: nur weil sie mehr Geld erwirtschaften, dank Verteilung die Hausse die Hausse ernähre etc. Gerade in der Jugendarbeit ahmen alle doch nur das nach, was einst Sammer im DFB anschob: Leistung sichten, selektieren, fordern...


    Nichts Neues o. echt fortschrittliche Dynamik! Wer all der "Profi-Clubs" sucht, geht gar da innovativ, kreativ Wege? Keiner, alle bleiben unter sich, blocken nur (An-)Fragen, Kritik, Ideen etc. ab: jammern selbstzufrieden statt selbst zu "sammern" :(

    Dortmund hat doch grad wieder im Real-Rückspiel bewiesen, was man mit vermeintlichen B-Spielern bzw. der eigenen Jugend leisten kann! Ebenso ist Braunschweig mit einer Art besserem Drittliga-Team ohne jeden Mio.-Einkauf noch im Rennen gegen den Abstieg - so what? Vielleicht sollten die anderen einfach mehr, besser, aufgeschlossener am Mentalen o. Teamplay arbeiten statt so gern in eigener Ignoranz für Chancen zu jammern?

    Das Geld regiert materiell den Sports-Geist - und da spielt Bayern in ner anderen Liga, solange andere Vereine sich nicht auf sinnvolle Gegenstrategien, neue Leistungsfelder besinnen. Klar, ich würde jedem "Mentales Team-Coaching" empfehlen, statt auf der Finanzbühne das Duell zu suchen: den Bayern-Konkurrenten fehlt es an konzeptionellem Profil, an klarem USP, an Offenheit für die eigene Schwäche, die jeder Analyse und Therapie vorangeht. Wer sich da im Kontakteknüpfen ohne Vitamin B zwecks Input bemüht, erlebt viel Arroganz, meist kommt nicht mal ne Absage! Na ja, man hat halt zu viel zu tun im Starren auf die übermächtige Konkurrenz ;) Dies könnte Sammer meinen: mehr Inspiration - nur wieso sagt er es nicht klar?

    DSV: Nur Spott übrig? Hhm, Abwehrreflex o. hattest du meinen Beitrag nicht gelesen? Es ist ja grad interessant, dass ein Justizministerium mal den Zusammenhang politisch ein wenig zu reflektieren scheint, auf den ich als "(früh-)kindheitlich prägende Wurzel" von Gewaltneigung vs ihre Zivilisierung hier schon öfter im Bezug auf sog. Fans im Fußball hinwies, ohne dass man ihn hören wollte. Konsequenz wäre, dass aus der unprofessionellen Betreuungssituation zwangsläufig entspringende Verletzungen persönlicher Kindidentität oder innerliche Bewegungsblockaden durch autokratische Systemstrukturen unbedingt zu vermeiden wären, dh. pädagogisch ausgebildete Betreuer anstelle von bloßen "Trainern" hätten eine Pflichtaufgabe zu sein, aus Verantwortung für zukünftige Lebenswege. Wo die finanzielle vs pädagogische Frage aber als vor- statt nachrangig gilt, wird sich substanziell nie was verändern, an Symptomen kuriert! So bleibt es bei hehren Absichtskundgaben u. Kindern wird in IHREM Fußball weniger gedient, als dass man sie oft autokratisch als Vorbild wie Manövriermasse zu beherrschen, nach eigenem Gusto aufzustellen o. individuell wie kollektiv abzustrafen sucht, für die eigene Schreitherapie zum WE o. Ehrgeizbefriedigung missbraucht. Dabei wird negativ (statt positiv) wirksam sich verfestigendem Gruppen-Druck statt -Dynamik erzeugt: pro Konkurrenzdenke statt echtem Teamgeist, Fairplay, Toleranz o. Respekt vorm sportlich Besseren. Was da in den ersten Jahren kaputt gemacht wird, kann dann u.U. nie mehr wieder behoben werden: doch wen interessiert dies schon! Es ist, als wären die meisten nie selbst Kind gewesen, könnte sich keiner mehr daran erinnern, wie er selbst zT unter den Verhältnissen litt - und heute ist's dann üblich, dass da wer im Mind-Mastertaping vorschreibt: du machst das, du das und du nur das, sonst fliegst du raus...
    Wie fühlt sich wohl ein Kind, wenn da relational ein Riese vor ihm mit machtvoll lauter u. energischer Stimme über es in Befehlston verfügt, keine Widerworte duldend. Schon jedes machtvoll unhinterfragbar latente Drohen mit dem Entfernen aus IHREM Team bzw. Freundeskreis, IHREM Spaß u. Spiel, dem Verdonnern auf eine u.U. monotone Positionsfixierung zB. ist für kleine, unmündig wehrlose Kinder psychisch ein ungeheurer Gewaltakt: der ihre Selbstartikulierung ersticken soll, ihre Beweglichkeit o. Selbstbestimmtheit blockt, sie so persönlich auf den Dienst am Team als Tool des Trainers beschränkt u. sie ihrer eigenaktiven Identität vorentscheidend beraubt, auf Herdentriebe abstellend etc. Teamplay iS. spielerisch-freiheitlicher Erziehung ist das ja mitnichten, was man oft in G-, F- o. E-Jugend beobachten muss. Nur möchte da offenbar kein Trainer als mögliche Ursache von später aggressiven o. destruktiven Gedanken (bzw. Freud's Todestrieb, der eben als "Geist der Rache" später jenen frühkindlich verbauten Lebenschancen o. Bewegungsmangel entspringt) mehr drüber nachdenken, zu fern ist die Perspektive des ohnmächtig ausgelieferten Kindes, oder? Daher wird Diskussion dazu schon im Keim abgeblockt, sich im Bewertungsgefüge "Kind (Kinderteam-Geist) - Erwachsener (Trainer-Ich/Kopf)" dann auch nie was entscheidend ändern, um den eigenen blinden Fleck zu bewahren - die Meinung des "inneren Kindes" von mir, das ich mir wg. eigener traumatischer Erfahrungen im KiFu bewahrte, bewahren musste, da ich mich eben damals nicht verbeugte, dem metaphysischen Befehls-Autos unterwarf, sondern nach wenigen Monaten aus diesem Vereins-KiFu zurück auf die wilden Wiesen floh, aufhörte, um meine kreativ ausgerichtete, aufrechte Haltung zu retten, weiter eigenaktiver Inspiration statt Trainer's Machtworten folgen wollend.
    Ich erinnere mich noch heute gut an damals, das ohnmächtige Leiden unter meinem Kindertrainer, das mir die Lernchance u. -freude am Training im Team als leistungsförderlicher peer group, die Motivation auf Mehr-Werden im Fußball verbaute. Geblieben ist so ein schmerzhaftes Kinder-Trauma, das ich auch in vielen sog. gewaltbereiten Fans vermute, die ja wohl auf Rache am Vereins-Fußball als mutmaßlicher Ursache ihrer inneren Verletztheiten sinnen müssen: oder wie lässt sich ihre aggressiv überschießende Reaktivität sonst logisch erklären... ?(

    @uzun: Siehste, das unterscheidet unsere Vereine doch: da ich so jugendfreundlich kritische Fragen zu stellen wagte, darf ich schon lang nicht mehr als Kindertrainer kostenlos arbeiten. Daher gilt für mich: Verein = Aussperrung statt Miteinanderreden, Sichversöhnen, Konsenssuche etc, also alles Lüge. Von Mafia zu prahlen, soll ja auch nur Publizität erzeugen, verkaufen: korrupt o. bei Arbeitssklaverei einkalkulierte Kollateralschäden ja, aber Auftragsmorde, direkt Erpressung? Daher läuft doch alles grad wie geschmiert: so moderat. Sicher, ne Mafia o. Sekte würde auch keinen bekennenden Ordnungshüter o. Rationalisten in den eigenen Kreisen dulden, verweigert transparente Interviews etc - da gibt's Parallelen, aber so arg übertreiben im Titulieren tät nicht mal ich ;)


    Doch sind unsere Massenmedien selbst so anders? Wer kommt denn da rein? Man simuliert Offenheit für Themenvorschläge. Wer die aber nutzen will, wird gleich per Auto-Serienantwort abgekanzelt.* Reell Botschaften aussenden soll doch stets nur der internen Kreis dürfen. Und natürlich ist der ÖRR selbst betroffen: Leidtragender bzgl. TV-Rechte-Vergabe, also Eigeninteresse verfolgend. Das verschweigt man! Aber wer wollte schon über Missstände im Kleinen berichten, die nur kleine Leute o. gar unmündige Kinder betroffen, wo es die sensationsheischende Vorlage des Buchs "FIFA Mafia" gibt? Da kann man als Reporter mittels der gleichen Story sinnlos um die Welt jetten! Und n der als Mehrheitsdominator veröffentlichenden Meinungsmacht als 4.Gewalt im Staate ist jeder Hype ums Große Geld eh viel wichtiger als bloßes Kindeswohl, da unter den erwachsenen Empfänger via Ressentiments Interesse garantierend. Wie unkritisch man bei ZDF-ZOOM in Wahrheit nur selbst den abgesicherten Mythen der Moderne folgt, wird man da eh nie begreifen wollen o. wg. unverstandenem Involvement können: Schau dir mal die Themen an, mit denen man sich eitel zu produzieren sucht - alle bieten sich detektivisch inszenieren wollenden Meinungsproduzenten gemäß dem Mainstream Neid o. Frust ne megawichtige Spur-Vorlage! Wenn sich wie bei uns um die Ecke wie so oft ne finanziell in die Enge getriebene Familie samt Haus wg. Klein-Geld in die Luft jagt, wo Kinder unter Brülltrainern nach dem Qualifizierungs-Motto Hauptsache umsonst u. einer der Unsrigen o. Jugendliche in Massen unter in Vereinen hausgemachten Dropout-Gründen leiden, würde das in dieser Vogelperspektive nie als berichtenswert interessieren! Jeder Journalist will stets am ganz großen Rad drehen, im Grunde dabei nur selbst als wichtig heraus u. um die Welt kommen, so jedenfalls mein innigster Verdacht bei solch Trittbrettfahrer-Story, so sehr ich gegen die FIFA als systemischer Fußball-Allmacht bin :(


    *Ich hatte nämlich ZDF-ZOOM schon vor 1 Jahr das mir seit vielen Jahren sehr am Herzen liegende Thema vorgeschlagen, dessen Veröffentlichung mir per Anwalt verboten wurde - mehr als ne Serienabfuhr kam nie! Senden Sie uns ihr Thema - nichts als Fake! Daher soll man es auch nur per Mail als einzig angegebenem Kommunikationskanal, nicht per Brief, Fax, Telefon vorschlagen. Hab's aber nun nochmal hingeschickt, und sofort wieder per Autofunktion "meine" Antwort erhalten, wie sicher Tausende andere Gutgläubige ;)

    @uzun: Gute Frage! Ich hab nurmal im Dorf zu fragen gewagt, ob die These von der FIFA-Mafia" nicht auch irgendwie vor Ort gelte wg. solch Dingen: die Herren der Schöpfung zuerst, als Aushängeschild, Kinder nur Unterbau, als abhängige, stets kurz gehaltene Zulieferfirma quasi, da bin ich als Mitmensch quasi gesteinigt worden: wer mit mir noch "vernünftig" redet, dem droht ebensolche Ächtung zur Unperson. Daher ja mein steter Groll auf solch ein in seinen Interessenslagen künstlich auf wenige oben verkürztes "Vereinsleben". Sind denn nicht die Totschweigespiralen die gleichen wie die, die der Reporter überall bei den Verantwortlichen erlebte: kein Anschluss unter dieser Nummer, Null Transparenz u. wenn man dann die Finanzmittelflüsse, die Subventionen konkret heraus bekommt u. vorrechnet, was antwortete man mir da zB ganz ernst gemeint grad letztes Wochenende in nem anderen Verein: das sei Solidarität! Wie bitte - ich fragte nach: man sollte doch mit den Kleinsten, Schwächsten, Untersten zuerst solidarisch sein, oder? Ja, und die 1. Herren seien eben die finanziell Schwächsten, daher sei es gut, dass hohe vierstellige Summen direkt aus der Jugendkasse in die Herrenkasse an deren Trainer fließe, da für die Kinder Hobby- bzw. Gratistrainer (Väter) doch reichten... Außerdem sei das überall so. Im übrigen sei ich nur Elternteil u. könne mit meinen Kindern ja gern gehen, wenn's mir so nicht passe. Man baut auf puren Macht-Status im Amte, alles wie bei der FIFA: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen - und zur Selbst-Bedienung: stimmt so, und danke! Was soll man da noch sagen, eine wahrlich "bestechende" Logik, oder? :(

    Das ist zwar die richtige These, aber "(Macht-)Politik" u. "(Geld-)Ökonomie" sind leider längst derart echten Sportsgeist als Primärtugend dominierend, dass nurmehr Symbolaktivität wie die Bestrafung von Barca wegen "Kinderhandels" herauskommen, die wohl eher der Kontrolle aller Vereinsaktivitäten durch die obrigkeitliche FIFA denn der Sache dienen sollen. Was sonst zuallererst sozial zu verankern wäre, ist die Jugendförderung, der konsequente Schutz der kleinsten u. schwächsten Glieder vs Profitinteressen von Stars, Sponsoren, Vereins-/Club-/AG-Oberen als primärem Selbstzweck statt "Unterbau". Daraus ließe sich dann alles weitere reell Gute ableiten. An der Basis würde dies bedeuten: beste Finanzausstattung für die Jugendabteilung als Zukunftsfaktor als Vereinspflicht statt zB die allseits üblichen, unsozialen Mittelabflüsse aus der Jugend- in die Herrenkasse (Motto: Freiheit ist immer die der in den Hinterzimmern Stärkeren, dh im übertragenden Sinne: Faustrecht pro Politik u. Ökonomie statt Wahrheit aufm Platz, frei u. fair sportlicher Wettbewerb aller miteinander um den Sieg der Besten!) :thumbup:

    Der erste Schritt jedes Lernens ist die intrensische Motivation des Lernenden.
    Diese ist in einer auf die Interessen des Lernenden ausgerichteten Lernsituation höher, als in der klassischen Trainingssituation in der sich die Intention der Lerninhalte ausschließlich vom Lehrenden vorgegeben sind und sich dem Lernenden nicht erschließen.


    Der gute Lehrende ist nicht der Lärmende, sondern selbst der Lernende: denn jeder Spieler möchte für sich Aufmerksamkeit gewinnen, an-erkannt o. mit Impulsen gefüttert werden. Das füreinander offene Sich-kennenlernen zu Beginn ist zwar gegenüber ganzen Teams schwierig, kann aber durch eine sich (nach-)fragen lassende Haltung sozialpsychologisch simuliert werden: wer als Spieler mehr Bedürfnisse hat, darf sich so egozentrischer artikulieren, wogegen andere nur im Herdentrieb mitlaufen statt auffallen wollen. Somit ergibt sich auch eine natürlich erwachsene Teamstruktur eigendynamisch "von unten" statt top-down taktisch verordnet. Später kann ein Trainer dann auch einzelne Spieler gezielt herausfordern, in Frage stellen o. provozieren, um zB Trotzreaktionen hervorzurufen. Dies fordert aber eine Vertrauensbasis. Insgesamt gibt es keine Patentrezepte fürs Stimulieren wie vermeintlich fürs Instruieren aller Spieler als bloßer Teile zur Summe, die bekanntlich wesentlich weniger als das Ganze ergibt.
    Das ist der vor-entscheidend springende Punkt von "Haben o. Sein" - will ich als Trainer kopflastig mein Team haben, sein Spiel vereinfachen u. allen die letzte Verantwortung füreinander nehmen (verliert man zB, muss der Trainer gehen u. alles wird wieder gut) - oder selbst Teil des Teamganzen sein, mich als neuronal von allen zu bespiegelnde Leitinstanz also zurücknehmen, so Führungsqualitäten im Team-Geist (als höchster Autorität) aufm Platz freier sich zutage fördern u. als Synergien hyper-komplex entfalten lassen. Letzteres meint das Undurchschaubare kreativen Zusammenspiels als Ziel aller, das aber keiner für sich im Kopf haben o. planen könnte: stets gemeinsamer Weg bleibt, vollen Einsatz fordert. Besser kann ich es nicht ausdrücken, sorry.

    Gringo (Tirus, eher ungewollt): Hallo??? Also sorry mal, aber könnt ihr diese gequirlte ... nicht per PM unter euch klären. Ist doch nicht so schwer. Schon der Diskurs bzl. 3:0-Übungen gehört nicht wirklich zum Thema von Andre, auf das nun praktisch gar nicht mehr eingegangen wird, oder? Nicht nett für alle Interessierten! X(


    Die Frage, wieso beides ein Gegensatz sei, war hingegen vllt eher zielführend. Denn Instruieren kann eben durchaus stimulierend wirken: wenn es gefragt, gesucht statt ungefragt verhängt worden ist!

    Bist du hingegangen? Mein praktischer Tipp, da ich ähnliche Fälle kenne bzw. hatte: Irgendne Schulhof- o. Hauswand suchen, den kurzen Pass erstmal auf dem stärkeren Fuß üben, in Pausen auch den schwachen. Im Trainingsspiel dann erstmal "Stellungsspiel", sprich hinten Löcher durch Präsenz stopfen, nicht direkt auf den Ball zu gehen versuchen (da man dich da fintiert, umkurvt, austanzt), sondern wenn auf den Körper als Block (natürlich nicht brutal) o. besser solange es geht, nur flankierend mitlaufen, so irritieren, Raum verengen bzw. guten Willen zeigen. Wirst du angespielt, kurz stoppen, sofort kurz weiterleiten, falls möglich, sonst notfalls einfach nach vorn weg spielen: defensiv u. mit Humor bei Fehlern - mehr kann man von dir erstmal gar nicht erwarten. Auf Spiele würde ich verzichten bzw. nur Präsenz auf der Bank zeigen, Spieler mit warm o. etwas den Clown bzw. Gute-Laune-Bär machen: das kommt immer gut an, kann man immer gebrauchen: solch Spieler sind durchaus beliebt, und darum geht's ja hier erstmal, um die eigene Unsicherheit loszuwerden. Bei Gelegenheit (3:0 o. 0:3) wird man dann mal 5 Minuten eingewechselt, war dabei u. irgendwann gehört man auch voll dazu. Erwarte nicht mehr von dir als die anderen...
    Es gibt aber ja auch andere Perspektiven, um an Spielen aktiv teilzunehmen: Schieri (oder auch ne Art Betreuer) werden! Da läuft man nur mit, als guter aber viel u. wer sich nicht wie Herrgott persönlich mit Pfeife aufführt, findet meist gut Akzeptanz. Vorwürfe bzgl. Fehler würde ich immer deeskalierend kontern: ich habe es nunmal so gesehen, bin sicher nicht perfekt, aber nun steht die Entscheidung und wir müssen damit weitermachen...

    Wer Kinder selbst führen, also Instruktionen nach-fragen lässt, der stimuliert ihr Lernverhalten, beachtet ihre eigenen Needs u. Motive, arbeitet so nachhaltig. Wer alles vor-weg-nimmt, von sich als Ich her (seinen Needs, Motiven, Zielen, die Kids so noch gar nicht für sich haben), blockiert, frustriert kindeigen intrinsische Motivation, demoralisiert kollektive Intelligenz in Teamgeist/-play, dh mental :( Besser: laufen, Flow zu-lassen!

    Zum mentalen Training bzw. Coaching gibt es unzählige Bücher, auch schon im Bezug auf die Jugend! Einige Beispiele, die manche vielleicht schon kennen, gelesen haben u. so kommentieren bzw. rezensieren könnten o. wollen:
    - "Cool siegen mit Mentaltraining", Sabine Eich
    - "Fußball ist Kopfsache", RF/JK. Eck
    - "NLP macht Kinder stark: Magische Tricks bei Ängsten, Mobbing und Schulproblemen", Ronald P. Schweppe (mehr zu NLP geschenkt)
    - "Kinder-Mentaltraining: Kinder für das Leben stärken. Mit vielen Übungen" u. »Bärenstarken Gedanken...« - Saskia Baisch-Zimmer
    - "Mein Kind kann's: Mentaltraining für Schule, Sport und Freizeit" - Antje Heimsoeth
    - "Mentaltraining für Jugendliche: Übungen zur Stärkung der Persönlichkeit zum Einsatz in Schule und Jugendarbeit", Gabriele A. Petrig
    - "Mit Kindern wachsen", Daniela Blickhan
    - "Innere Starkmacher", C.Reznick
    - "Mentales Training für Kinder: Spielend leicht...", Johanna Pana u.v.m.
    Ferner:
    - Das Lexikon der Mentaltechniken: Die besten Methoden von A bis Z - Michael Draksal (auch zur Jugend Verweise drin)
    - Mentales Training: Das Handbuch für Trainer und Sportler - Hans Eberspächer (einige thematische Randbemerkungen)
    - Traumberuf Fußballprofi: Der harte Weg vom Bolzplatz in die Bundesliga, Jörg Runde (Randbemerkungen zum Thema drin) etc.
    Einige Autoren haben noch weitere Bücher zum Thema publiziert, hier nur das mE passendste. Hat wer weitere Lesetipps zu empfehlen? Hasenpflug redet u.a. vom Trainercoaching, was ich ja wegweisend finde: ich fand dazu aber nichts Konkretes: Nen Tipp?Dann danke vorab.