Beiträge von Keller-Kicker

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    das Gegenteil. Den Eltern gehört ordentlich Druck gemacht.


    Nun, ich bot das Gegenteil von diesem Gegenteil an - kein Interesse, mal selbstkritisch in den Spiegel zu schauen? Traue mich noch nicht, mein Jobprofil zur KiFu-Traineranwerbung zu bringen, verstecke mich lieber erstmal hinter www.stupidedia.org, dort heisst es zum Stich-Wort "Trainer":
    "Der Trainer gehört zu der Gattung Mensch, die sich gern für die Leistung "ihrer" Sportler feiern lassen, obwohl sie selbst nur faul auf einer Bank sitzen und meinen, alles besser zu können. Er ist die erste Person, die nach einem Erfolg mit Lob überhäuft wird und gleichzeitig als erster gefeuert wird, wenn es eine sportliche Talfahrt gibt. Meist verbirgt sich hinter dem Trainer selbst ein gescheiterter Sportler.
    Das Leben eines Trainers:
    Man wird nicht einfach Trainer, Trainer werden schon als solche geboren. Sie bemängeln schon bei der [[Geburt]], dass [[Mutter]] doch mehr in die Knie hätte gehen sollen, oder wie unsanft doch die Hebamme ans Werk gegangen war. Über [[Vater]]s schlechte Wurftechnik beim Ballspielen wird ebenso hergezogen wie über [[Tante]]s ungenießbaren Kartoffelbrei. In der Schule wird jeder [[Fehler]] eines Mitschülers erbarmungslos öffentlich gemacht, die erbärmlichen Aufwärmspiele im Turnunterricht sind sowieso ein rotes Tuch für den Trainer und der schlechte [[Kakao]] wird auch Zielscheibe eines boshaften Kommentars. Kommt der Trainer in die [[Pubertät]], ist das erst der Anfang allen Übels: die Eltern sind miese Erzieher, der [[Lehrer]] hat immer unrecht und der dadurch benötigte Nachhilfelehrer ist ein inkompetenter Taugenichts. Geht er als Zuschauer ins Stadion, entdeckt er schnell seine Leidenschaft: und dass er der beste Trainer überhaupt wäre, da alle inklusive des Amtsinhabers keine Ahnung haben!
    Bei Niederlagen wird im Fan Handlungsbedarf offenbar: Nur ich kann uns retten! Falls er sich dann wirklich entschließt einen "Übungsleiterkurs" zu belegen, muss er erst einmal verschiedenste [[Test]]s bestehen. Hat er nicht erfolgreich abgeschlossen, kann er dennoch sogleich in den Job einsteigen: als Kindertrainer. Dort "arbeitet" er zwar umsonst, ist dafür aber unkünd- und unantastbar in seiner Autorität, egal, ob er Erfolg hat oder das Team plattmacht! Im Selbstideal schleimt sich der "Coach" dann bis in die Bundesliga oder er wird <s>Arsch der Nation</s> [[Jogi Löw|Bundestrainer]]. Dass dies nie der Fall sein wird, interessiert den Trainer praktisch nur am Rande, wo Leben sich für ihn ab-spielt. Mitspielen, sich bewegen, aktiv sein - das betrifft die anderen. Der Trainer muss nur schlau drüber reden! (....)"
    Tja, Undank ist der Welten Lohn, man kann aber auch mal über sich selbst lachen statt drüber schimpfen o. jammern, ohne dass ich nun noch die selige Mutter Theresa zitieren will, deren Appell zum Gutes-Tun "People are often unreasonabel and selfcentered..."grad bei FB mega-geteilt wird ;)


    PS: Nicht schlagen, ich kann für stupidedia nichts, find die aber irgendwie geil :D

    Karl: mir scheint, es wird nur einseitig von oben herab festgelegt, wer "schmarotze", sich nicht an "die Regeln" halte (die zudem von da oben auch aufgestellt wurden), oder? Schmarotzen da denn Kinder, dh Mitglieder? Oder bewegen sich die Gedanken eher in Erwachsenen-Selbstzirkeln des Aufrechnens hinter sozialer Motiv-Fassade? Will man als Trainer nun nicht nur Kindern Fußball beibringen, sondern ganze Familien zu besseren Menschen erziehen? Wer sich solch evtl. zu großen Schuh gern (kostenlos, wie zum Hobby) anzieht, muss dabei doch viel Spaß empfinden, oder? Und Andre, die 5-stelligen Summen, wofür brauchen Vereine die: für nen bisschen KiFu o. wie bei uns die noch per Jugendkasse alimentierten teuren Herren? Spielen wir mal das bei Kids beliebte Gegenteil-Tag-Spiel, reicht euer Humor dafür? Ich hab halt nunmal so oft erlebt, wie Vereinsführung o. Trainer Regeln mit Füßen traten, Kinderwohl verrieten, eigene Interessen primär verfolgten, dass ich die Wahrnehmung gern mal in umgekehrter Richtung justiere. Hoffe, keine Riesenzumutung (Nestbeschmutzung), mal von anderer Seite zu schauen?? Wär schade! Egozentrisches Schmarotzen, das ist heute "in": einseitig wem exklusiv zuzuschreiben? Oder inszeniert jeder sich halt darin auf seine Weise positiv? Kids spielen gern "Gegenteil-Tag", wollen wir mal von ihrem Spiel lernen? Könnte ne Realsatire zum Schmarotzen zwecks selbst-kritischer Aufklärung liefern, sofern man sie ertragen mag - ok? Hab Bedenken... ?(


    PS: Kleiner Hinweis zu ihrer Richtung - alles machen müssen meist die Mütter, tagaus, tagein, wogegen sich die Herren der Schöpfung nur ihrer Spielzeuge bedienen, wenn sie wollen... Mehr dazu? (Sorry, PC spinnt, aus einer Korrektur wurden so x...) ;)

    Ich wäre weiter gern Trainer: für die Kids, aber nicht für Eltern, Vereinsobere (die meinen, sie seien "der Verein" - korrekt: ein Verein im Verein, der letzteren - die ihm sozial dienenden öffentlichen Mittel zB für ne 1.Herren raubend, deren Trainer 2.000 Euro p.m. absahnt, nebenbei, teils gar uU aus der Jugendkasse - oft zweckentfremdet) - oder auch eigene Bedürfnisse bzw. Motive! Über letztere sollte jeder sich erstmal Rechenschaft ablegen, bevor er breit verkündet, für andere sozial engagiert zu sein: da müsste der DOSB, DFB o.a. mal nen Fragebogen zum Selbsttest jedem vorlegen, bevor der sein Betreuen anfängt: viele dürften bei wahrheitsgemäßer Beantwortung scheitern, vorab entdecken, wofür sie es zuallererst tun. Und das wäre in jedem Fall gut!
    Jammern kann ich nur, wenn ich das häufige Elend der Kids in ihren Teams passiv mit ansehen muss u. jeder dafür sog. Verantwortliche taub o. aggro reagiert, jede für Kids gutgemeinte Hilfe nur abblockt, da sie den Sonnenstrahl des eigenen Ego ablenken könnte - sorry. Denn Kids sind mehr wert wie wir Erwachsenen, da unsere Zukunft - so dachte man mal früher, da war unsere (deutsche) Gesellschaft noch mehr als leeres Versprechen für jeden, gesund, regenerativ, also reell zukunftsträchtig. Aktuell feiern "wir" uns Ego-manisch zwar gern ökonomisch zB als Urlaubs- o. Export-Weltmeister, wären ohne Zuwanderung aber lebensmäßig längst bankrott: aus "Kinder-armut"! Tja, wir haben die Rente ohne Kinder als System erfunden - und bemerken gar nicht mehr, was das bedeutet: der Todestrieb hat unser Lebewesen im Würgegriff! Oder was meinst du? Mein Fazit: Mangel an Respekt, Frust (Ent-täuschung) o. Wegbleiben hat stets Gründe, nur Schuld auf andere zu projizieren, bringt effektiv nichts. Mündige Erwachsene aber lassen sich nie ausnutzen, wenn sie nicht wollen. Warum will man es also? Bei Kids ist dies leider jedoch anders: steht da ein LZ-Trainer vor ihm, schreit auf es nieder, dass es - letztlich für seine Ehrgeizbefriedigung - gefälligst rennen, sich verausgaben soll, bis seine intrinsische Eigenmotivation ausgebrannt ist, auf dass er es dann aussortiert, dann ist die Ausnutzerei, da hab ich dann Mitleid. Ebenso, wo sog. Trainer ohne jede Qualifikation Kindern einreden, es ginge nur um Spaß, um so in Selbstbespiegelung deren evtl. höhere Eigenmotivation mit schnell selbstzufriedener Trägheit zu verschütten. Wir sollten uns entscheiden: entweder den Trainerjob reell honorieren, dh bezahlen u. für Kundenkritik offen ausgestalten o. Kinder völlig kostenfrei echt betreuen: aus Leidenschaft u. Liebe für sie, statt auf deren Eltern zu schielen: wofür?
    Wer reell dem Kindeswohl dienen will, der tut es einfach, engagiert sich sozial: aus Leidenschaft u. Liebe für echten KiFu, so er im Vereinsklüngel überhaupt darf, denn authentische Kindeswohlorientierung sieht man da oft nicht gern! Und das ist der Punkt im Verarschen, find ich. Wieso ging Andre jetzt auf diesen Punkt nicht ein? Sorry, wenn ich daher nachhake... ;)

    Natürlich ist dein Vorschlag gut: wird so zB in Tennis- o. Golfvereinen gemacht. Da sind Kinder bei "Arbeitsdiensten" aber außen vor, denn: was kann ein Kind für seine Eltern! Dein Problem würde somit auf Kosten, auf dem Rücken von Kindern aufgelöst werden. Hast du also zu Ende gedacht: fliegen die Kids dann raus, wenn die Eltern nichts tun o. zahlen? Hat da nicht auch ein Erwachsener erstmal an sich gedacht: was ich verstehe, da keiner der narzisstischen Erwachsenen-Welt entgehen kann, aber nicht in deinem Sinne sein dürfte, oder? Deshalb hängt eben alles am Trainer selbst! Wie wirkt er, wie behandeln ihn die Vereinsoberen, wird er - bei alternativen Kandidaten, die es mit der Zeit bei uns oft gab (aus Unzufriedenheit mit dem Amtsinhaber) - objektiv nach Qualifikation u. Leistung ausgewählt, werden kritische o. weltoffen bzw. kinderfreundlicher denkende Leute nur abgeblockt etc.? Das prägt ja das soziale Klima. Jeder sollte sich fragen: was sind mir Kinder vs meinem Ego wert, sind sie erster u. Selbst-Zweck, o. mache ich es primär aus eigenen Motiven? Es tut jedem weh, sich im Spiegel als Narziss zu erkennen, ist aber unumgänglich, will man einer Sache statt sich dienen! Ist letzteres in der Führungsriege offensichtlich der Fall, wird sich der Rest instinkthaft absondern, ausklinken: lass die mal machen, die führen dafür ja das Kommando u. ich bin doch nicht deren untergeordneter Hansel. Daher ist es so wichtig, die Kids, ihr Wohl u. Interesse in die Mitte zu rücken - die meisten Eltern dürften dies honorieren. Vom Rest sind die Kids meist eh bestraft genug, oder? ;)

    Ein aktueller Trainer meines 12-jährigen wie mein - meinerseits unfreiwilliger - Nachfolger will mir immer wieder verzählen, dass nur er das Sagen bzgl. Aufstellung, Turnieren (mein Vorschlag wie Wunsch zB: Internat. KOMMIT-Turnier) o. sogar seinem Einsatz (nachdem ich ihm am Sa. wg. Verletzung als nicht-fit fürs Feld meldete, lässt er ihn Sturm spielen) habe... Wieso? Vermutlich ist dies sein eigentliches Honorar, oder? Er darf mal im Kleinen unbeschränkt Macht über andere ausüben (Radfahrerprinzip: nach unten sich frei treten, sofern er parallel brav nach oben buckelt) und ohne jede Ausbildung den Trainer schauspielern - mein von ihm gänzlich unreflektiertes Problem damit nur: ich selbst musste in ebenselben Verein bitter vorm eigenen Kind erfahren, dass man als sog. Trainer nur letzter Arsch, also Null wert u. wichtig ist!!! Warum? Undank ist der (Erwachsenen-)Welten Lohn, eh klar...


    Mein Beispiel, da es Gründe wohl vor Augen führt... Ich wurde vereinsintern zum Verbrecher (in meiner Sicht: zum Mauern-Aufbrecher), indem ich zB einen B-Lizenztrainer ins Trainerteam für die Jungs integrieren, der entweder dem Kollegen offenbar stank oder seine erwünschte Oberstellung hätte gefährden können. Grund: ich stand meist bei Trainings de facto allein da mit bis zu 26 Kids aus 2 Teams: individuelle Betreuung u. Bestärkung also unmöglich. Dann wollte ich TW-Training einführen: für alle eingesetzten Torleute, nicht nur die drei schwächeren, die wegen privater Beziehungen des "Obertrainers" aber gesetzt sein sollten. Im Klartext: mein eigener Sohn (Ex-Auswahl-Kandidat) u. sein Freund (als bester TW auf Turnieren) sollten zu meinem TW-Training nicht hin dürfen. Alles Reden, dass sie als positives Vorbild im Lernen motivieren, den Schwächeren (darunter natürlich der "Trainer"-Sohn, bezeichnenderweise trotz massiver jahrelanger Protektion schwächster von allen, was die "Trainerqualität" ja vor Augen führt: Ergebnisse zählen, Protektion führt Kids ins Abseits, da sie sich ja nicht anstrengen müssen, da per se gesetzt) grad Richtiges vorführen könnten, nicht nur "Bedrohung" der anderen, zudem alle ein Team seien, blieb ergebnisnislos. Tja, und die Kids lernten beim Obertrainer zB, dass sie als letzter Mann munter mal eben gegen 2 zudem jahrgangsältere Gegner dribbeln dürfen, auch wenn so logisch ein Gegentor fiel (mein um die Vorgeschichte nicht wissender Hinweis, dass dies bei eigener glücklicher 2:0-Führung zu gefährlich sei, wurde laut vor allen gekontert: doch, das sollen sie, da ich es ihnen gesagt habe... - Endergebnis: 2:6 verloren u. hängende Köpfe aller Jungs); auch lernten Kids im Training bei ihm aus spitzestem Winkel blind drauf zu bolzen: Korrekturversuch dieser Anordnung sinnlos. Folge: wenig Erfolgserlebnisse, fehlende Selbstverstärkung u. so Lernmotivation, viel Ablenkung suchende Störmanöver etc. Dann meine Bitte an den JL um "Mediation", wo es dann hieß: entweder du machst alles, wie der dienstältere "Kollege" (ein Nichtfußballer, der sich auch jeder Lektüre zB von Soccerdrills o. DFB-Training-online verweigert) es will o. du bist draußen. Muss ich erwähnen, dass dieser tolle "Trainerjob" mit 0,0 Euro bezahlt wurde? Ich widersprach, dass die Kids doch im Verein seien, um richtig Fußball zu erlernen, sich weiter zu entwickeln, wir alle ihnen dienen sollten, ich da leider zuviel Herzblut in mir habe, um bei kontraproduktiven Übungen o. Anweisungen nur wegzuschauen - das war's dann: abgesägt, denn der Nachfolger war schon hintenrum organisiert. Was nichts kostet, ist nichts wert. Also kein Protest von wg. meinen Einsatz dankbarer Eltern, kein Miteinander mit dem vorher so bemüht sich gebenden Kollegen (der zuvor schon 7 andere Trainer vertrieben haben soll, wie ich später erfuhr: und nun ist er JL), Null Respekt von JL o. Vorständen - nur die heisse Luft eines Furzes? Nein, halt...


    Als o.g. Radfahrer hat man ja uneingeschränkt die Macht u. das Sagen, kann den Ex-Kollegen verarschend herabblicken, ihn als völlig bedeutungsloses Elternteil abkanzeln, denn der Verein gehört ja nicht allen gemeinnützig gleich, sondern vor allem den Altvorderen, ist ihr Spielzeug o. Hobby. Nicht immer zwecks Sportsgeist, oft um intrinsisch eigene, narzisstische Bedürfnissen (war ja mal auch dein Denken, Andre) zu stillen - was auch als Motiv ok wäre, sofern dies am Ende den Kids zugute kommt. Bei uns aber haben seit meinem Abgang schon 6 Kids aufgehört, so dass man die von mir protegiert sinnvolle Doppelstruktur des Teams (mit Leistungs- + Freizeitspaßmannschaft, um allen Kids gerecht zu werden: den ambitioniert-motivierten wie den bolzenden Spaßkickern) vergessen muss. Das Team meines 2. Sohnes steht ebenfalls grad vor der Auflösung, nachdem es letztes Jahr in seinem Jahrgang noch 2 Teams gab, dürfte es kommende Saison 0 Teams geben. Dennoch läuft mit stark erhöhter Nase herum (jeden Dialog abblockend: mit mir sei Diskutieren sinnlos - und vor den Fakten: Niederlagen, Demotivation, Null spielerische Entwicklung, Abgänge, Teamauflösungen - Augen zu, Deckel drauf), feiert die eigene Jugendarbeit: da niemand zu widersprechen wagte. Fazit: als Trainer darf man zwar alle Macht beanspruchen, aber es zählt dabei nur die beliebte Person, nicht etwa der Job! Denn Etikettenschwindel ist wie das Salz in der Suppe üblich u. wer sich als Trainer unwichtig fühlen wie machen will, das reelle Kindeswohl voranstellt u. so den anderen ein Vorbild zu geben versucht: der fliegt dafür nur raus. Kann es bei solch Struktur verwundern, wenn da Eltern als Trainer verkleideten Machtmenschen nicht so recht unterstützen mögen? Es mag bei euch anders sein, Andre, aber wer will schon gern genau differenzieren, wo es nur um ein belangloses Hobby des Kindes geht? Wer mehr sucht, der sollte frühzeitig in sog. Leistungsvereine wechseln: denn dort steht eher nicht nur Trainer drauf, sondern ist auch Trainer drin! Die aber sind dann oft miserable Betreuer, stellen wie bei Herren brutal selektiv nach Leistungs-Outcome auf: wer es in ihrem Sinne sportlich nicht bringt, ihrem Erfolg nützt, der wird wie Müll aussortiert. Wieder also dient das Kinderteam vor allem den Trainern statt umgekehrt, nur unter anderen Vorzeichen: aktuell sportlicher Erfolg zählt alles, Spaß, Fördern u. Lernen ist eher formal Anwerbe-Sprechblase für Eltern. Wo aber stünde reell zuerst die kindliche Entwicklung statt das Trainer-Ego obenan?


    Sorry also, wenn mittlerweile auch mein Mitgefühl mit Trainern gen Null geschrumpft ist, die wenigen Ausnahmen hier vor Ort bestätigen leider für mich nur die Regel: Trainer bedienen sich erstmal selbst qua Befriedigung von Hobby, Ehrgeiz, Ich. Unsere Kinder sind eher Mittel zum Zweck - was freilich völlig normal ist in einer aussterbend narzisstischen Gesellschaft wie der unsrigen. Aufklärung darüber scheint aber unmöglich, an Unwille wie Unmut unter Erwachsenen nur scheitern zu können - leider!!!


    PS: Bei mir (auch narzisstisch, wie alle) hat in 4 Jahren nie ein Kind mit Fussi aufgehört, geschweige denn wurde ein Team aufgelöst. Zeichnet dies einen guten KiFu-Trainer aus, wäre ich einer. Nur will mich in Vereinen offenbar niemand als solcher anerkennen - da dies aber nicht mein Hobby ist, um mich zu beweisen, Null bezahlt wir: ok, lass ich es halt.

    guenter: Du hast Recht, aber oft ist es das, was uns heute überfordert, was in Zukunft Gutes bewirken bzw. Schlechtes verhindern könnte. Ketzer sind nicht nur ungern gesehen, sondern in Vereinen wie Foren würde man sie wie im Mittelalter am liebsten ganz kaltstellen, ausgrenzen, verbrennen, oder? Denn was sie kritisch von sich geben, passt nicht ins schön vereinfachte, für alle begrifflich feststehende Denkkonzept, würde es z.T. aufsprengen. Dass man in unserer Marketer-Gesellschaft alles verkaufen sollen muss, sich nichts Gutes mehr von selbst zu verstehen scheint, wenn es nicht aufgepimpt und zurecht-getunt ist - muss sich jeder selbst davor verbeugen? Dies ist aber nur ein Aspekt: Es wird den Leuten u.U. alles allzu leicht u. einfach gemacht, und daran krankt dann unsere überalterte, dh tot- wie darin eben auch geistes-kranke Gesellschaft eventuell. Die zwar mentales Coachings dringendst ante portas bedürfte, dies bzw. den Sinn darin gemeinhin aber nicht mehr einzusehen mag: da sonst alles mundgerecht präsentiert wird! Wem lecker gebratene Tauben von überall her in den Mund fliegen, liebt bald das eigene Ersticken mehr, als sich selbst noch zur anstrengenden Jagd auf Neues aufzumachen. Vereine sollten allen Mitgliedern gleichermaßen dienen, das Team das alle dem Spiel zuführende Maß, sog. begeistern lassend gruppendynamisch Syn-Energien freisetzende "Star" sein, kein Trainerkopf vermag dies. er kann nur statisch die Taktik einplanen o. zu berechnen suchen. Gibt es aber Trainer in Kinderteams? In aller Regel nicht, so sehr es die Einzelnen schmerzen mag, deren erstes Honorar es doch ist, sich einbildungstechnisch als solcher fühlen zu dürfen! Oben wird das Geld verdient u. wer wie Trainer oben sich wähnen darf, der liebt seine Macht...
    In Wahrheit sollten u. können sie nur "Betreuer" sein: für die Mitglieder, dh Kindern dienend statt herrschend. Dafür bezahlen Eltern Beiträge, oder? Aber dieser "Verein" wird fast überall massiv von Ego-Fantasien überlagert: ich allein bin der Trainer und habe das sagen u. stelle alle Kinder auf: wie es mir beliebt, auch wenn ich nie selbst Fußball spielte, nichts als Vorbild zeigen kann u. keinerlei Ausbildung genoss. denn ich habe hier die Macht u. sie qualifiziert mich, klar?! Wie x-mal zitiert verkündete ein solch als Trainer völlig unbedarft ahnungsloser Betreuer mir gegenüber mal völlig vermessen abgedreht: Ich bin Gott für dich. Fazit: wer sich im Sog der aktuellen Bedeutungsblasen - 3 Trainer je Saison wird offenbar normal (HSV/VfB St./FCN...) - im KiFu als Trainer definiert bzw. inszeniert (per berüchtigtem TR-Anzug als eitel-äußerlicher Maskerade), ist meist gar kein Trainer - und sollte es auch gar nicht sein: denn Kinder brauchen vor allem pädagogische Betreuer, nicht Trainer. Daher preist der DFB noch heute den "früheren Straßenfußball"`: oder? MTC soll u.a. der Jugend wen zur Seite stellen, der hinschauend o. hinhörend darauf achtet, dass ihre Rechte nicht verletzt (O-Ton eines sog. "Trainers", der selbst kein Fußball spielen konnte, Null Trainer- o. Pädagogen-Ausbildung, aber dank Vereinsklüngel absolutistische Macht übers Teamganze genoss: "Ich bin Gott für euch"), sie nicht auf Verderb statt Gedeih unterminiert werden. Und damit stößt man gemeinhin auf massivste Widerstände bzw. Reaktanz - warum wohl...? Darüber sollte mancher mal nachdenken, so unbequem bzw. "verständnislos" es dabei für ihn (wg. eigenem Unwillen u. Unmut) werden könnte...


    PS: Beim HSV reichen 3 Trainer in der Saison nun nicht mal mehr hin - und ein Geistheiler kommt! Ich in meinem Umfeld würde ja erstmal nen Gottheiler holen... ;(;)

    @guenter/karl: An der Uni wird man zwecks Erklärfähigkeit das Sprachniveau weniger herunterfahren als im Kindergarten, das ist klar. Wo aber soll man ansetzen, wenn man "Trainern" gegenüber steht, der eine vllt studiert bzw. sich (sei es mit o. ohne irgendeine "Lizenzmarke") ausgebildet hat u. andere ohne jede Vorbildung oder vllt auch den rechten Lernwillen sind? Auch ihr müsstet doch in Vereinen sog. Trainer kennen, die einfach ihr Ding machen, ihren Kopf 1:1 in "ihrem" Team (als ihr Revier, ihren Besitzstand) durchsetzen wollen, da sie dies eben dank Posten dürfen: bei Herren fliegen die meist schnell raus, im KiFu aber "praktizieren" sie mit ihrem mentalen Dumping u. Bashing oft jahrzehntelang. Ich hab da zB wen vor Augen, der - weder Fußballer noch als Trainer jemals einen Lehrgang besucht - sich strikt weigert, mal beim DFB auf Training-online.de o. soccerdrills.de richtige Übungen anzuschauen, O-Ton: ich denke mir die lieber selbst im Kopf aus, vor Ort, während den Trainings, also auch planlos. Verständlich ist für ihn nur der, der ihm Komplimente macht, wie toll er alles mache - das ist für mich der Basis-Trainertyp für MTC, der gar nicht mal selten ist. Unsere Söhne dürften bzw. mussten mindestens drei dieser Art ertragen, mit fatalen Folgen für ihre Lern-, Motivation- o. Leistungsentwicklung. Ihr habt sicher während eurer Praxis vieles erfahren und verarbeitet, euch so von selbst verbessert, aber zumindest die betreuten Schützling zu Beginn, haben die nicht auch mit euch Suboptimales erlebt? Bei mir war es jedenfalls so. Und da hilft es enorm, sich vorm Anfangen als Trainer mit unmündigen, dh wehrlosen Kinder-Spielern einiges zu Gruppendynamik vs -druck, Selbst- vs Fremdbestimmung, altersgerechtem Inanspruchnehmen etc. zu befassen. Ob man das dann weiterführen, perfektionieren will, entscheide dann jeder selbst: von vornherein aber alles zu verdammen, da es für einen selbst evtl. neu ist, das wäre fahrlässig, u.U. verantwortungslos, da es im KiFu eben das direkte Korrektiv wie bei Herren nicht gibt, meist keiner groß den Mund aufmacht, falls er sich beschädigt fühlt. Dank Resilienz blenden Kinder sich i.d.R. einfach aus, beamen sich auf ihren eigenen Planeten weg, wenn da wer vor ihnen groß, dh übermächtig auf die Pauke haut. Und mancher verabschiedet sich von seinem Fußball u. seinem Team nicht nur momentan, sondern komplett: er hört spätestens ab der Pubertät auf, dorthin zu gehen, sobald er dies selbst ein wenig reflektieren u. entscheiden kann und darf. Das ist tragisch für jedes einzelne Kind!
    Ich glaube, es ist zunächst sehr einfach zu verstehen, dass sich Team-Geist nie aus dem Kopf eines Trainers heraus entwickeln u. entfalten, berechnen o. verordnen lassen kann, also mentale Fragen im Teambetreuen nicht wie früher nur ausgeblendet werden dürfen, da es evtl. Trainern nen Zacken aus ihrer Krone brechen o. sie kognitiv zu sehr anstrengen könnte. Oder? Dass der eine Erwachsene kognitiv mehr in Anspruch nimmt als ein anderer, der versucht, alles mundgerecht zu servieren, ist generell ein Problem zwischenmenschlicher Kommunikation. Ich möchte mich mehr fachlich möglichst komplex austauschen als etwas einfach verkaufen, das räume ich ein. Wenn da keiner Interesse hat, muss dann ich dies begreifen. Es ist aber ein grundlegendes Missverstehen, dass es MTC um Beeinflussen o. Verstärken anderer in ihrem Selbst - das dabei nur ein positivistisches Spiegelbild des Trainers bliebe - geht: jeder soll individuell zB in seinen Motiven auf Ziele hin, in seinen Schwächen o. Fehlern auf Lernwillen o. in seinen Stärken auf höhere Fokussierung hin geführt werden, also etwa den Wechsel zwischen fokussiert-selektiver und peripher-weltoffener Wahrnehmung selbst als Steuerorgan zu bestimmen lernen. Mit Guruismus bzw. Training durch Trainer im eigentlichen Sinne, mit Verführung o.ä. hat MTC als "Kutscherdienst" also nichts zu tun. - Ist dies alles echt so unverständlich? Ich kann nur denken u. reden, wie ich bin, und für mich ist dies sonnenklar, sorry... ?(


    PS: Dass zB in Schulen heute fast nur die Schwachen massiv gefördert, die Starken aber eher blockiert wurden, hatte den PISA-Schock zur Folge - alle versinken im Mittelmaß. Ich persönlich finde dies nicht sozial, sondern fatal, dass jeder sich auf das Niveau derer zwingen lassen soll, die weniger Ahnung haben können, z.T. aber auch wollen. Denn: wer als Erwachsener will schon freiwillig viel Neues lernen, sich quälen u. schinden? Das verlangt man nur gern von anderen u. tut es selbst nur, so man muss, Schmerz empfindet etc.

    guenter: Was erwartest du von mir? Wer ist "man"? Einst stand überall noch die Kirche mit ihrem Kreuz im Dorf... Wer Botschaften plakativ per Werbefeldzug so verkauft, wäre wohl grad "Mentalguru" - oder. Schlimmeres: stell dir vor, ein Trainer predigt Kraft durch Freude o. Arbeit mache frei. Einst mochte "man" da jedem folgen, der viel Heil versprach, für alle einfach verständlich, aber ist dies zeitgemäß? Es geht darum, was jeder erhören statt sich nur vorstellen will: laute o. penetrante Glaubensformeln, Einflüsterung simpler Patentrezepte, die alles von einem selbst verstehen zu lassen suggerieren? Oder etwas, das jeder sich im eigenen Kopf hart erarbeiten muss, ohne jemals zu Ende damit zu kommen? -


    Da hat sich auch im höherklassigen (Herren-))Fußball viel verändert, man beachtet vielfältig neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, um professionell zu sein, sich zu verbessern: doch meist nur da, wo es schließlich ums große Geld geht... Grad im breiten KiFu aber, wo Geld kein Faktor ist, meint man leider, jeder Erwachsene dürfe machen, wie er will, statt sich übers Mentale näher zu informieren, tiefer zu verstehen, worum es zu gehen hätte: zB kein Team vom eigenen Kopf aus bilden, sondern in einer eigenen Gruppendynamik von jedem selbst her sich bilden lassen, so wie man sich nicht nur der Sprache bedienen, sondern sie selbst zu Wort kommen lassen sollte, im Respekt fürs von Ich her Unaussprechliche, in diesem Sinn Geistige/Mentale. Wer dies in jedem sofort verständliche Begriffe verpackt, dürfte sein Wesen - Sein vs Haben/Schein - zwar kaum irgendwie selbst verstanden haben, aber oft versteht er es bestens, dies jedem zu suggerieren, indem er auch ihm so ein (unechtes) Gefühl vermittelt, alles begriffen u. verstanden zu 'haben'.


    Das Haben als Grundeinstellung folgt nur Needs u. Motiven, münzt sie nicht in Ziele um, will sein Ge-Wissen (was wahrhaft sei: zeitgemäß, dem anderen o. einem Ort gerecht, sportlich, gegen Kinder fair o.ä.) darin nicht zuspitzen, da ihm dies privat zu anstrengend erscheint. So machen immer nur Wenige eine Ausnahme, haben wirklich Erfolg: nur einer gewinnt am Ende. Der, der Wunsch und Worten auch Taten folgen lässt, keine Mühen dafür scheut, sich körperlich wie mental, also im Geiste, zu bewegen, echte Ziele zu erreichen, sich zu verbessern... Weniger um sich selbst als Ich-Fokus zu nützen als einer Sache, dem Sportsgeist, dem Spielerischen etc. Oder?

    Karl: Erstmal danke für die Antwort, immerhin, aber: wieso unterstellst du mir ganz unbekannterweise, dass ich ein selbsternannter Mental-Guru sei, wo ich MTC-Kurse an staatlich anerkannten Instituten mit wiss Leitung gebe? Ist letztere so dumm, dass sie auf mich hereinfällt o. haben die "Ergüsse" eher was mit eigener Selbstbespiegelung zu tun, q.e.d.: was dann einen guten Ansatzpunkt für MTC böte!? Denn der Mensch ist als Unwissender geboren, hat Verstehen allererst im Laufe seines Lebens zu lernen. Dies ist seine Chance, über sich als leere Matrix des Kleinkindes immer wieder neu hinauszuwachsen.
    Wer sich dicht macht, wo er etwas nicht sogleich versteht, der beschränkt sich in dieser "mentalen" Chance ja gerade: was übrigens für "Erwachsene" per def. normal ist. Sie wollen nicht mehr wie ein kleines Kind unwissend, dh im höheren Geiste heranwachsend, sondern damit lieber ein für allemal fix u. fertig sein. Daher zB H.D. Thoreau: "Was alte Leute für unmöglich erklären, das probieren wir und finden, dass es uns viel einbringt. Alte Dinge für alte Leute und neue Dinge für die neuen! (...) Alter ist ja nicht besser, ja, auch kaum so gut imstande zu lehren als die Jugend, denn es hat nicht so viel gewonnen als es verloren hat... In Wirklichkeit haben die Alten keinen einzigen wichtigen Rat bereit, den sie Jungen geben könnten. Ihre eigene Erfahrung ist dazu viel zu einseitig, ihr Leben - aus privatem Schickal, wie sie alle meinem - ein erbärmlicher Misserfolg. Dennoch haben sie noch Selbstvertrauen übrig, das diese ihre Erfahrung Lügen straft. Sie sind nur weniger jung, als sie waren! (...) Da ist das Leben: ein im Jungen zum großen Teil noch unausgeführtes Experiment. Was hilft es mir, daß sie es ausführten..., während sie mir dies vordozieren?" ("Walden", S. 30 f.) Ist es nicht so, dass noch heute jeder Lehrer- o. Trainerkopf meint, er habe die, seine Dinge vor- und das Kind sie nachzumachen/-kauen? Und erstickt dies nicht damals wie heute den jedem Kind eigenen, zukunftsträchtigen Geist, dh ihre eigenen Chancen? Sie sollen nach dem Bilde der sich im Spiegel erwachsen sehen wollenden Alten werden?


    MTC wäre evtl. ein Weg, sie mehr zu sich selbst kommen zu lassen. Leider sind dafür die allerwenigsten Erwachsenen offen, das bemerke ich sogar in o.g. Seminaren, in die viele auch nur kommen, da sie sich für sich Vorteile u. Erfolge versprechen. Sie muss ich dann allesamt enttäuschen, zu was bekehren, "verkaufen" werde ich aber niemals wollen - warum? Wer solches unternehmen will, gehorcht unter seiner Hand den fortpflanzungssüchtelnden Memen in seinen Kopf, dh er verliert sich an sie bzw. hat dies längst getan. Stay young, bleibe weltoffen, wie jeder einst als Kind es noch gewesen ist, dies wäre wohl die einzige MTC-Botschaft, die mir wirklich am Herzen läge: nicht um der Trainer, sondern um des Teamgeistes der Kinder, seiner für uns Erwachsen-sich-Glaubenden unabschätzbaren Chancen willen! Daher auch der Appell, sich als Trainer in seiner Person o. seinen Kopfgeburten (Taktiksystemen zB) max. zurückzunehmen, nicht selektiv von sich her aufzustellen o. "unter" den Kids als für "betreuer-/vereins-eigene" Ziele vernutzbaren auszuwählen, so mehr kindeigene Entwicklung zu gestatten. Wir sind älter, ja, aber das heisst also nicht gleich besser und so das Maß für sie, im Gegenteil: sie böten für uns das Maß, uns frisch zu erneuern, um sie besser zu verstehen. Oder? ;)

    @TV: Es spricht ja für dich, das so offen zu bekennen, aber: hast du denn auch mal irgendwelche Fachliteratur zum Thema gelesen? Wie kommst du auf deine rigorose Ablehnung? Nicht nur das Statement, auch die Gründe zu erfahren, wäre ja von wert, da das Mentaltraining nunmal immer mehr als der Königsweg zum Erfolg angesehen wird, nicht nur im Zuge etwa Visualisierung im Sinne von Prof. Herrmann (vgl. ZDF-Kopfsache zu Olympia). Wofür schreiben denn Profis all ihre Bücher, wenn "man" sie dann nur ad hoc ablehnt, ohne sich auch mal zu informieren. Ist das nicht fahrlässig?


    Mir liegt die Frage am Herzen, da ich in einer Gegend (Region, die min. 500.000 Einwohner umfasst) tätig bin, die seit bald 20 Jahren kein einzigen Erst- o. Zweit-Bundesligaspieler mehr hervorbrachte (obwohl es statistisch acht bis zwölf sein müssten), gleichwohl jegliche kommunikativ offene Diskussion über die Ursachen ablehnt. Die auch im Fehlen jeglichen Mentalen Teamcoaching liegen, wo wir mal vor 1,5 Jahren eine Pilotphase starteten, die aber sofort abgebrochen wurde, nachdem ich als verantwortlicher Coach es wagte, nach Niederlagen Traineransprachen o. die zuvor im Team besprochenen Defizite im Mentalen kritisch zu thematisieren. (Nun hat man enorme neue Finanzmittel, tönte vom Profistatus, wollte sich in den Jugendbundesligen endlich etablieren, nachdem man bisher stets gleich wieder abstieg: rangiert aber faktisch in der Regionalliga nur auf Platz 5 bzw. 8 weit abgeschlagen. Trotzdem wurden Verträge mit den völlig erfolglosen Trainer dank Vitamin B o. den am wichtigsten Seilschaften der Erwachsenen unter sich grad zwecks demonstrativer Status-quo-Politik verlängert - dies so mein persönlich demoralisierender Background zum Thema: man könnte, müsste so viel mehr erreichen...), Das Problem lag damals also grad im eitlen Kopf der Trainer, die die geistseelische Teamdynamik dominant abblockten, mit eitel selbstbezüglichen Vorträgen zutexteten, so dozierend mentale Synergien erstickten etc. Könnte es sein, dass auch bei dir die Wurzel der Ablehnung darin zu finden ist: du müsstest ja per MTC offener für den wahren Teamgeist: in jedem einzelnen Spieler als individuellem Subjekt werden. Das ist natürlich äußerst anspruchsvoll bzw. anstrengend, daher lästig und wird so gern schnell verteufelt (per eigenem Ego als Apriori "perhorresziert"). Was ist der Mensch, doch Körper u. Geist, oder? Wieso der Jugend Inspiration nur vorenthalten, sie als für sie verantwortlicher Trainer geistig verkümmern lassen, obwohl es grad in Österreich nen eigenen Lehrstuhl fürs Mentaltraining gibt?


    Woher also deine Reaktanz? Ich hoffe, ich darf mal so nachfragen, aber deine für mich etwas affizierte Form der Total-Blockade fordert dies ja schon heraus. Mir kommt's so vor, als würde wer - mal materiell körperbezogen - lauthals meinen, dass der seinem Kind niemals Gemüse o. Vitamine zu essen geben u. es vergiften würde - nur Gründe nennt er keine: ? Danke vorab für deine Mühe!!! :thumbup:

    denn ohne Leser leben und fruchten sie auch nicht, würden mit ihren Autoren sterben. Und ohne Auseinandersetzung bewegen sich ihre Worte nur schwer in meinem Kopf.... Ich habe grad ein neues Buch bestellt von G. Pedrig, Aufstellungen in Eigenregie. Vielleicht findet auch wer einen Austausch dazu interessant?
    Ansonsten als Abschluss dann hier ein Ausschnitt aus "Krieger des Lichts" von Paulo Coelho:


    Ein Krieger des Lichts achtet auf den Blick eines Kindes,
    weil Kinder die Welt ohne Bitterkeit sehen können.
    Wenn er wissen möchte, ob ein Mensch sein Vertrauen verdient,
    schaut er ihm mit den Augen eines Kindes ins Gesicht.


    Er ist derjenige, der das Wunder des Lebens zu begreifen weiß,
    der um das, woran er glaubt, bis zum Letzten kämpft
    und auch die Glocken hören kann, die das Meer festhält.


    Ein Krieger des Lichts glaubt ans Leben:
    Weil er an Wunder glaubt, geschehen auch Wunder.
    Weil er sich sicher ist, dass er selbst sein Leben verändern kann,
    verändert sich sein Leben.


    Weil er sicher ist, dass er der Liebe begegnen wird,
    begegnet ihm diese Liebe auch.
    Manchmal wird er enttäuscht, manchmal verletzt.
    Und dann hört er Reden: wie naiv er doch ist!


    Aber der Krieger weiß, dass es sich lohnt.
    Für jede Niederlage gibt es zwei Siege!
    Alle, die glauben ans Leben eines Kindes, wissen das....


    Merke: (D)ein Kind benötigt kein Mentales Training. Denn es lebt dies Mentale noch. Es benötigt nur Deine Gelassenheit, die es leben lässt - frohe Ostern!

    die eigenen kinder weg


    Genau: sie waren das erste u. meist das einzige Motiv, wieso man sich auf solch Gratis-Job einließ, nachdem sich sonst keiner fand. Sind sie weg, ist auch dieser Trainertyp weg. Die große Gefahr bei ihm ist oft mangelnde Selbstreflexion: dass er zum Job unausgebildet, daher oft ungeeignet ist, dass es nicht primär darum geht, das eigene Kind auf Kosten anderer, des Teams (da es vereinsseitig nichts gibt in 'Selbstbedienung' an wahrem Teamgeist) zu protegieren, dass man als "Coach" Kindern sozial dienen statt über sie herrschen sollte, weil man es eben im Verein mangels Kontrolle kann etc. Echte Trainer hätten andere Motive als Basis ihres Engagements: das ist kein Vorwurf an irgendwen, nur eine Feststellung, die belegt: Kindertrainer sind in der Regel oft gar keine Trainer, sondern vor allem Väter - oder?


    Die, die vom Vater zum echten Trainer werden, nicht nur ein wenig Erfahrungswissen by the way sammeln, sind m.E. selten u. wandern dann leider oft zu den Herren ab, wo sie sich mehr Achtung, Geld, Stellung in der Vereinshierarchie von versprechen: so gehen auch diese zwar nicht als Trainer, wohl aber den Kids verloren, dh es bleibt kaum mal wer übrig, der seine reelle Kompetenz wie umsetzungsstarke Vereinsstellung zum wahren Wohl der Kiddies einbringt! Das ist wahrlich tragisch... Wenn geschieht dies in sog. nicht für alle gleich offenen, Kids nach eigenem Nutzen o. Gusto selektierenden Leistungsvereinen, aber kaum mal aufm Land. Bei uns gab's einige wenige Dorfvereine, wo solch echte Trainer bzw. JL tätig waren: die hielten dann trotz allem Mangel an Masse gegen jene Leistungsvereine top mit! Also liegt's weniger an deren Selektion der Besten, dass diese dominieren, eher an der Trainingsqualität!?


    Das ist seit langem meine Überzeugung, könnte ein Motiv liefern, in der Jugend mehr zu bewegen: weil es ginge! Allerdings verloren jene Top-Dorfvereine dann ab D- u. C-Jugend doch wieder ihre "Ministars" an jene Leistungsvereine - was wiederum tragisch für alle außer diesen ist: die Kinder wie Eltern verlieren per viel Fahrtaufwand Zeit u. Energie, stehen früh viel mehr unter Druck, die Dorfvereine o. -Trainer ihre Leistungsträger u. Motivation... Zweitspielrechte wären da ne Option, werden aber aus Zwist u. Eifersucht Erwachsener kaum jemals genutzt. All dies ist wohl vom DFB so gewollt, indem nicht Teams, sondern Vereine in Ligen einsortiert werden, ein KL- o. BL-Platz zum Erbhof gemacht wird. Da im Dorfverein naturgemäß immer mal ein schwacher Jahrgang vorkommt, kann man nicht durchweg die Klasse halten, so machen zentralere u. größere Leistungsvereine das Rennen, was Trainer vor Ort demoralisieren muss: ein immenser systembedingter Schaden für den KiFu, Talente wie echte Trainertypen in der Breite: wer hat sportlich schon Motivation, aus strukturellen Gründen ständig hinterher zu laufen, egal, was er leistet, immer seine Leistungsträger zu verlieren? Da hört man auf o. wandert selbst ab - zu Herren bzw Leistungsclubs, oder?


    PS: Ich persönlich übrigens würde durchaus gern als Jugendtrainer: für die Kiddies noch was machen, bin aber als vereinskritischer Geist 1. gewaltsam außen vor, indem man mich "vereinsseitig" (als in der dörflichen Funktionärs-Spitze) per se ablehnt u. 2. durch Erfahrung zu geläutert, um noch dran zu glauben, da jemals was reell zum Besseren bewegen zu können, zu dürfen - man jammert lieber über jene böse abwerbenden Leistungsclubs, als sich selbstkritisch verbessern zu wollen. Wo eh nichts zu machen ist, da sollte man es besser nie mehr versuchen, würde nur immer neu frustriert: also finito...

    Ist es nicht oft ganz einfach: als Vater wurde man aus der Not abwesender Betreuung heraus "Gelegenheitstrainer". Irgendwer musste den (Gratis-)Job machen, sonst hätte es im Verein keinen Fußball für die Jüngsten gegeben. Danach hängt man drin. Mancher findet Gefallen dran, weniger am Trainieren, als am Posten, mittels dem er das Team nach seinem Willen aufstellen, alles bestimmen und sich erlauben kann, da der Herdentrieb die Menge blind folgen lässt u. man sich vereinsseitig untereinander den Rücken deckt. Hätte man ein echtes Motiv gehabt, wäre man ja längst vorher Trainer gewesen. Einige bilden sich fort, wandern u.U. dann zu den Herren ab, wo es auch etwas Geld u. öffentliche Präsenz geben könnte. Die meisten bemerken irgendwann unbewusst, dass ihr Engagement nicht wirklich viel Erfolg hatte, sich unter ihnen alles so entwickelte, wie andernorts auch: mal gewinnt, mal verliert man. Nach dem 5. Miniartikel im Käseblatt über den "tollen Turniererfolg" wird's langweilig u. man spürt ein Lächeln im Umfeld, die einem Befriedigung von Profilneurotik unterstellen....


    Es kann natürlich auch ganz anders laufen wie etwa bei mir, als ich mehrfach für mehr pädagogische Trainings- u. Betreuungsqualität sorgen wollte, gegen negatives Niederschreien von Kinder einschritt u. dafür vom JL abgeschossen wurde. Einerseits froh, aus diesem Betrieb draußen zu sein, andererseits weiter mitleidend mit den Kindern im Elend, denen ich nicht helfen konnte. Dann wurde ich auf Wunsch deren "Teamchefs" Trainer in einem Bunte-Liga-Team, für genau ein Test-Spiel, nachdem ein Kreisliga-Spieler Rabatz machte, da wir seiner Ansicht nach hätten gewinnen können u. müssen statt 2:3 gegen den Vize-Meister zu verlieren: weil ich die ungeübteren o. schwächeren Spieler zu lang eingesetzt hätte. Die anderen stärkeren Spieler stimmten schweigend zu. Da fragte ich, ob er seinem KL-Trainer auch so begegne - nein, denn der bekomme Geld dafür, ich sei nur ein Idiot, der erst letzte Saison gekommen sei. Da erklärte ich, dass ich den Job nur fürs Team mache, da der Teamchef keinen sonst für geeignet hielt, ich ihn aber gern abgebe, wenn wer meine, es besser zu können, dabei jenen Spieler anschauend, der auch gleich zugriff...


    Prima, so war ich diese Last los u. muss mich nicht mehr mit Mini-Diven rumschlagen. Die ersten beiden Liga-Spiele wurden unter neuem Trainer verloren, zum 2.Spiel kamen schon inkl. mir grad noch 11 Spieler - es fehlten schwächere, denn wer kommt schon fürs Zuschauen. Fürchte, bald wird sich dank dieses Vereinsspielers mal wieder ein BuLi-Team auslösen müssen, bereue meine Offerte, den dollen Trainerjob abzugeben, aber keine Sekunde: daher hatte ja schon der vorherige Trainer keine Lust mehr - wozu sich für nichts in einer Opposition Trainer vs Team(-teile) aufreiben? Da hab ich mit 50 lieber genug Zeit, um als Aktiver zu joggen, Fußball u. Tennis zu spielen, solange das noch gut geht. Den neuen Trainer unterstütze ich dennoch, hoffe, er zieht's nun durch, verpieselt sich nicht wie letztes Jahr auch der neue Trainer unserer Kellerkicker, die es daher nun leider nicht mehr gibt. Wie kann also nen Trainerjob allen Spaß machen? Keine Hierarchien, 100% Miteinander, dh Dialog bei Problemen, Konflikten, Missmut, echter Respekt, Verstehen des Jobs u. Gemüts Trainer vs Spieler: anstrengend, aber gemäß reellem Teamplay unter mündigen Mitmenschen unumgänglich... :thumbup:

    guenter: Da muss ich Micha aber verteidigen: wer dies nicht als ironisch verstand, der versteht wohl echt so manches nicht leichthin. Was aber nicht schlimm ist (wie das Verulken bei zumindest mir todernsten, Kinder in ihrer seelischen Unversehrtheit betreffenden Dingen), und auch Ahnungen von vielem kann man trotzdem haben: Podolski ist gar Nationalkicker! Fußball ne einfache Sache? Sicher nicht, nicht mehr zumindest! Früher spielte man ja: alle nach vorn, Tormachen, dann kamen die bösen Taktkfüchse u. die Chose ging mächtig in die Köppe! Du hättest gestern mal Scholl über Pep hören sollen (Klopp, Tuchel, Streich - alle übrigens wohl kaum anders): der denke Tag u. Nacht nur über Fußball nach, sei besessen (war nicht als Beleidigung, als Hochachtung gemeint). Tja, soviel kann Fußball ja durchaus kluge Köpfe bewegen! Aber nun stell dir mal vor, solch ein Pep hätte seinen Jungen in Kleinkleckersdorf angemeldet, da der dort wohnt, all seine Grundschul-Freunde da sind, und trifft auf Trainer-Gestalten, die zwar noch Fußball spielten, es sogar ablehnen, sich Übungen o. Trainingspläne auf dfb.de anzusehen, da sie sich dies lieber (im fachlich völlig unbedarften Köppes) selber ausdächten etc. Wie würde es da Pep wohl gehen, wie würde er sich fühlen, wenn solch Trainer sich dann empört, dass Pep nicht hochdankbar dafür ist, dass der allein die Geschicke aller Jungs bestimmen wolle, seinen Jungen auf der Bank sieht, da Papa so böse kritisch sei usw.
    Ok, da Pep Pep ist, wir alle Welt in öffentlich vermittelten Hierarchie wahrnehmen, würde jeder vor ihm in Ehrfurcht sogleich erstarren, dies nie passieren. Aber es gibt durchaus auch andere Väter, die wie Pep fußballbesessen sein können: und die treffen eben auf jene Gestalten... Ich gehöre dazu, leider. Und dafür, dass ich Philosophie studiert habe, kann ich übrigens nicht, auch wenn schon in Person Steuer-Erleichterer Kirchhoff einst das Wort Professor zur Schimpfvokabel wurde: dies zeigt ja nur, wie sehr Öffentlichkeit per Gaga-TV & Co heute aufs Niedere geeicht wird, dass man sich für höhere Bildung soll schämen müssen: wo früher angeblich der Akademiker die Nase oben trug, auf einfache Leute nur schäl herabsah, soll man sich heute wohl für seine damit verbundene Arbeit, Intelligenz, sein Wissen nurmehr verstecken....? Nun denn, armes Deutschland, ich hätte auswandern sollen! PS: Ich selbst hab gegen niemand arrogant Vorbehalte, was aber soll ich von sich auf Unwissen was einbildende Arroganz halten? Soll ich mich abkanzeln lassen, niederknien, Abbitte leisten? Ne, soviel Devotion gegen den Mainstream sehe ich nicht ein, sorry. Oder war's anders gemeint?


    Es ist also nie ne Schande, sich ahnungslos, primitiv, dumm zu fühlen, es zu sein: jeder Akadämlicher hat als Student auch mal so klein angefangen, wurde vom Prof runtergemacht u. in seiner Dummheit vorgeführt..., Aber es ist schon verwerflich, sich trotz Unwissen zum Maß für alle anderen zu erklären, oder? Daran scheiterten die Sozialismen nämlich "realpolitisch": man sperrte die besten Köpfe als Dissidenten aus, ins Gefängnis: Keiner sollte besser, schlauer, gedankenvoller, kritischer sein dürfen als das ICH? Das beschworen Soziale entpuppte sich als Spiegel des Narziss an der Spitze! Tja, oft (nicht: immer u. überall!) treten Vordere in Vereinen doch genauso auf, Komplementär-Narzissten suchend, wofür selbstbewusste Leute sich zu schade wären, oder? Wehe wer tritt oppositionell statt als blinde Gefolgschaft auf: Demokratie? Ne, nicht mit uns, hier gib's nur 1 Kandidaten, und der wird gewählt, einstimmig! Hä, wie, was meinst du damit, Nordkorea lasse grüßen - versteh ich nicht...? Weso liebe ich wohl den Fußball AUFM PLATZ (oder freie Märkte, wahre Demokratie) seitdem erst Recht? Genau, da mein Team hier die oberen Knalltüten des Vereins (falls wer mit liest: nicht persönlich nehmen: sagt man so, aufm Platz!), wo leider unsere Jungs mangels Mobilität u. Alternative sein müssen, letzte Saison 6:0 u. 7:0 abfertigen konnten, ihnen ihre für die Kids so fatal wirksame Loser-Mentalität wenigstens mal praktisch vorführen, beweisen konnte (wenn sie die schon auf unsere Jungs übertragen) - vor allem auch dank höherer Technik Spielintelligenz, Können, nicht etwa per Gewalt! Wie sie sie intern üblicherweise nur ausüben können, da sie eben so gar nichts reell können, sich darin aber blind zusammenzutun wissen. Daher liebe ich Fußball sooo sehr: wer nur Schlauchnacker in der Hinterstube ist, sieht man unter Aktiven sofort, keiner kann sich verstecken, verstellen, jeder wird so letztlich als Dummschnacker entlarvt: Es zählt nur aufm Platz, das reelle Ergebnis, der Erfolg per Leistung (nach der man unter kleinen Kids ja so gern streng selektiert, in der Hinterstube aber nie) der Rest ist als Ablenkung vom Thema sofort ausmachbar... Hoffe, es war verständlich? ;)


    Vorsicht, vieles ist auch hier ironisch übersteigert, klingt etwas verallgemeinert - gemeint sind aber nur all die Bösen, die mir nicht folgen wollen! Die rede ich mit narzisst. Plappertendenz dann spiegelbildlich tot: denn nur dafür hab ich ja die Macht des Wortes (statt der Faust) studiert!!! :PX(:cursing:

    @uzun: typisch komplementär-narzisst. Plappertendenz als Reaktion darauf, dass man nichts versteht - würde Psychatrie-Chefarzt R.Haller (MM, bitte mal lesen, ist auch simpler!) evtl. konstatieren. Man will Aufmerksamkeit für sich, weiß sie nur durch Unsinn statt Sinn zu stiften, hat Null-Bock vs Interesse an Weiterbildung, kommunikativem Austausch, wo man eben ungleich ist, denkt, fühlt: oder? Menschen sind ungleich, nein, wo gibt's denn sowas, das komme mir nicht unter! Im KiFu übrigens leider als ernstzunehmendes Problem gehäuft auftretend, q.e.d. Denn im aktiven Herrenfußball ohne Chance aufm Platz, wo bekanntlich die fußballerisch einzige Wahrheit liegt, in jenem aber gern gesehen, da umsonst im eigenen Hobby zu "betreuen" bereit... ;)
    Karl: Wer sind "die Vereine"? Was hat Konkurrenz denn mit Geld (als ja bekanntlich meist fehllenkend extrinsischem Anreiz) zu tun? Gibt's denn überall im Amateurfußball unter Spielern kein faires, aber umkämpftes Duell, da es schließlich kein Geld gibt? Oder belegt dein Einwurf nicht grad die Rede von der trainerbezüglichen Parallelwelt im Fußball? Und ja, ich reisse mich um solch Posten, aus echtem Idealismus (obwohl genug andere Hobbies im aktiven Sport), bekomme ihn - lt. JL vor Ort - aber niemals: nicht, weil ich nicht besser, bei den Teams beliebter wie früher erfolgreicher wäre als 90%, sondern weil ich Böser gegen ihn auf der Abt-Versammlung kandidierte, mich in Widerspruch zu seinem Usus gegen die Umverteilung von der Jugend- in die Herrenkasse wandte, Kindertrainer qualifizieren, TW-Trainings organisieren, viel bewegen statt nur mich selbst auf nem Posten verwalten wollte etc. --- So sieht die Konkurrenz doch oft in dieser Art Wahrheit neben dem Platz aus: sportlicher Wettbewerb um die Zustimmung der Teams ist unter Kindertrainern per se Tabu. Falls es mehrere Kandidaten gibt, erhält der den Job, der dem Vorstand stets auf die Schulter klopfte! Wer was verbessern will, dh die bisherige Politik u.U. Lüge strafen könnte, der muss niedergemacht werden: Blockade- Fassaden- Hinterstuben-Politik im Stammtisch-Sport, beim Bier ausbaldowert. Sie ersetzt dann im KiFu den echten Sportsgeist, Fairplay, fachlichen Leistungs-Wettbewerb auch unter Trainern. Die beschwören bei uns dann stets den Spaß der Kids: dass die dann aber in Scharen mit Fußball aufhören, habe so nichts mehr mit Spaß zu tun, als es "normal" sei, Pubertierende eben lieber anderes täten (Dropout-Effekt) etc. Wer sachlich argumentieren will, erntet letztlich nur ein Machtwort: mia san mia, hier bestimmt nur unser kleiner Kreis alles, schleich di. Notfals droht man gar mit Platzverbot, alles so erlebt...

    @uzun, vergessen: Mir haben die von dir beschriebenen "Kollegen" sogar als Vater ernsthaft gesagt, dass "es" (also: das Wohl meines Kindes unter ihren Händen) mich nichts anginge, sie das Team führen können, wie sie es wollen: da sie u. nur sie "Trainer", zuständig seien. Woraufhin ich dann zB einmal sagte, da dieser Trainer eben selbst weder aktiv Sport betreibt noch jemals Fußball spielte (also auch Null vorführen kann, viele fußballerisch Grundfalsches allen abfordert etc): Nein, du BIST kein Trainer, du benennst u. verkleidest dich nur als solcher. Im nächsten Spiel dann wurde mein Sohn, obwohl stärkster Akteur, demonstrativ als Einziger 2mal ausgewechselt, dabei betont zu mir herübergeschaut... Tja, seitdem fordert meine Frau nurmehr: halt dich raus, du siehst doch, dass unser Kind die Zeche bezahlt... Leider ist es so, und so bekommt man dann jeden mund-tot... Daher meckere ich nun hier soviel über dies "Vereinsleben", wo Sport angeblich am schönsten sei. Man wird dort real eben leider ganz schön "tot" gemacht. Kinder u. Fußball - Nebensache, und zum 'Spaß' wäre man besser in nen Karnevalverein gegangen, da sind Verkleidung u. Masken besser! PS: Bitte an ZDF-ZOOM schreiben!

    Problem ist, dass Erwachsene per definitionem ihres eigenen Selbst kognitiv erstmal engstirnig in sich Gefangene sind: so dass jeder, der sich erwachsen fühlt, meist gar nichts "anderes" mehr von solch anderem Selbst (zB einem individuellem Kind) her so wahrzunehmen wüsste, dass es nicht als fremd-feindlicher Gegner seines eigenen Statusdenkens erscheinen müsste: Anders Tickende, "Andersdenker/meiner", gar direkt Kritik anbringend, fordern also imaginär nur seinen Status als (endlich voll mündiger) Erwachsener heraus u. jeder meint, da per Blockade- bzw. Fassadenpolitik - scheinbar affektiv ex negativo bedroht - dicht machen zu müssen: um seine mühselig erarbeitete, erkämpfte Identität zu bewahren. Oft ist zwar nur die Trainer-Rolle thematisiert, dies wird aber schwerlich noch bemerkt. Der Trainerjob wird so vorrangig als eigenes, per Vorrangstellung über den anderen Eltern wie ohnehin den quasi-unmündig kleinen, in Körper wie Geist unterlegenen Kids gute Persönlichkeitskrücken bietendes Hobby verstanden u. betrieben. Kinder als Objekt, Instrument fürs Hobbies? Verantwortung? Wenn ich mit der Vokabel kam, liefen die Vereinsverantwortlichen i.d.R. nur schnell weg u. verweigerten jeden weiteren Dialog: ICH bin der Trainer (O-Ton: ...und für dich Gott - was mein Lieblingszitat eines sog. Trainers unseres Sohnes blieb).


    Das Team, dem ursprünglich mal gedient werden sollte, wird im Verlauf oft immer mehr zur Investition, zum eigenen Revier, Besitzstand: was hier gemacht wird, entscheide ich allein, ich bin der Trainer, ich habe schon viel reingesteckt! Auch wenn wer ein Trainer für Fußball sein soll, aber gar nicht Fußball spielen kann, ist dies vereinsseitig z.T. egal: es zählt anderes, wichtigeres... Der mit dem Angebot zur fachlichen Hilfe verbundene Hinweis, dass es auch keine Englischlehrer gebe, die Kindern Englisch beizubringen vorgeben, galt zB nur als dreiste Besserwisserei - und jede pragmatische Probe aufs Exempel wurde rigoros verweigert: wohlwissend, dass dann u.U. begeisterte Kids nen Trainerwechsel erbetteln wollten... Lieber keine Konkurrenz - unter Trainern in ihrem Hobby: unter Kinder gleichwohl setzen die gleichen Leute meist extrem auf Wettbewerb: wer zu schlecht ist, ab auf die Bank! Wem dies nicht passt, der kann ja gehen: wobei sich im Dorfstets fragen würde, wohin, inwiefern zum Schaden vom aus seiner wichtigen Nahwelt inkl. Freunden gerissenen Kinde, - doch soweit denkt der Trainergott dann oft gar nicht mehr. So hab ich es oft gehört, viele Kinder (die dabei oft leistungsmäßig "zu schlecht" sein sollte für solch selbst gar nicht leisten könnende wie wollende Trainer) verloren so ihre Fußball-Lust, wurden also ganz fundamental fürs weitere Leben zu Verlierern gemacht - mit für jeden unabschätzbaren möglichen Folgen für ihre Psyche! Doch den DFB interessiert eben weit mehr die Quantität zulasten der Qualität, um soziale Vollversorgung vorzutäuschen, dafür massenhaft öffentliche Mittel erhaltend, die dann doch vor allem in "nen Unterbau" als für später visionierter Cashcow, in schicke DFB-TR-Anzüge, Stp etc. gesteckt werden: letztlich privat der Profilierung dienender Eigen- vor kindbezogenem Gemeinnutz also, oben fängt man damit an, wie sollte dann auf Dauer unten anderes herauskommen...


    Ich stehe grad intensiv mit ZDF-ZOOM in Kontakt, um dort mein Herzens-Thema noch zur WM unterzubringen, über das doch noch nie - weder regional noch global - berichtet wurde: da ich mein Buch dazu zu schreiben wg. meinem über unsere Kids zu hohem Involvement auf absehbare Zeit eh nicht schaffen werde. Ob die Argumentation, so mal wirklich als kritischer Aufklärungsjournalismus was in Köpfen bewegen, PR fürs ZDF als bewegender TV-Anstalt zu betreiben, verfängt? Die letzte Sendung zur FIFA-Mafia" bezeichnete ich dreist nur als Abklatsch: man sei auf den Zug aufgesprungen, den der Buch-Autor ins Rollen brachte u. hätte sich grad nicht an das herangezoomt, was im Kleinen, Verborgenen doch viele Schicksale prägend bestimme! Wer will kann diesen Themenvorschlag gern unterstützen, da man dort das Problem immer noch für ein eher privates hält, das man nicht auf eine zweite, höhere Ebene zu bringen wisse, außer mich evtl. kaum wen interessiere. Das TT-Forum scheint mir doch zu zeigen, dass das KiFu-Interesse so privat nicht sein kann, auch wenn viele es gern zu solchen erklären wollen... Allmacht irgendwo im Kleinen zu erlangen - ein "Riesenmotiv" in unserer Gesellschaft! Im kaum je unter Beobachtung stehenden, von einverständig stillschweigenden bzw. per HV-Abwesenheit glänzenden Mehrheiten bestens gedeckten Trainer-KiFu findet man eine ideale Plattform, es zu befriedigen, sich zu verwirklichen: falls man dies will. Und ich musste vor Ort allzu viele kennenlernen, die genau dies wollten, beim Essen erst richtig auf den Geschmack kamen...


    PS: Die FPL habe ich natürlich auch erwähnt als systemkonformen Versuch, etwas für Kinder, einen in ihrem Sinne freieren, besseren Fußball zu institutionalisieren ;)

    @uzun: Blindes Vertrauen soll gut sein, so sagt man denen gern, die unten nur ihr Maul halten u. nen Diener machen sollen. Doch Kontrolle wäre fast immer grad dort besser, da man jenes eben nicht grundlos erbittet o. abfordert. Erwachsene erziehen - das passt nicht: wer sich insgesamt erwachsen fühlt u. meint, der glaubt (!) ja, allem "gewachsen", in sich selbst "fix u. fertig" zu sein: Und an gläubige :) Glauben heißt ja grad Nichtwissen) Menschen ist schwer heranzukommen...Daran, dass noch niemand als Trainer geboren wurde, wenn dies denn nen echter Job (des Betreuens von Kindern, des Heranführens von Spielern ans Teamplay/-geist etc), u. keine geheimnisumwobene "Berufung" von höheren Gnaden (ins Amt dank Ernennung durch Vereinsobere) sein soll, scheint man nicht so gern denken zu wollen. Wieso aber gibt's dann Trainerausbildung, in Kompetenzstufen?


    Ach so, die gelten im KiFu ja praktisch kaum, da kann jeder ad hoc ran, Hauptsache er kostet fast nichts? Dies hat aber wohl eher mit anders gelagerten Interessen, Werten o. Motiven zu tun: deren Schwerpunkt eben bei den Herren, dem medial relevanten Aushängeschild vs bloß irrelevanten Unterbau liegt. Da liegt der Kern des Problems!!! Man bedenke dabei auch: in einer "narzisstischen Gesellschaft" wäre ichfixiert bedürfnisgeleitetes Handeln normal, also in jedem unbewusst wirksam, so dass jeder aus diesem intrinsischen Kreislauf seines Entscheidens erstmal herausgerissen werden müsste, soll er den selbstfokussierten Blick erweitern, dh allererst fürs authentische Teamplay wieder eröffnen. Davon ist der, der seine Traineramt erhält, wie Mutter Maria zum Kind kam, also per se niemals frei... ;)