Beiträge von personalityX

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    Ich finde Dein Vorgehen gut und ich bin mir auch sicher, dass Du die richtigen Schritte setzen wirst. Ich finde es wie Micha auch unglaublich, dass Ihr in Verbandsliga spielt, obgleich Ihr viele "Problem" habt/hattet. Mit Deinem letzten Beitrag relativierst Du meine Eindrücke. Eventuell sind die meisten Spieler wirklich nicht in der Lage, in dieser Klasse mit zuspielen - evtl. wurden in der Vorbereitung die falschen Ziele gesetzt und es wurden - wie Du es beschrieben hast - kaum bzw. schwächere Spieler verpflichtet. Daher würde ich Deinen Spielern mitteilen, dass es eine "Lehrsaison" ist und dass Ihr viele Erfahrungen mitnehmen sollt, folglich würde ich die persönliche Entwicklung der Spieler und den gemeinsamen Spaß als Erfolg sehen.


    Mit einer angestrebten Gruppeneinteilung habe ich immer noch Problem. Die Spielern können verstehen, dass sie nach Leistungen eingeteilt werden. Versuche eine Lösung zu finden, die allen helfen wird. Sonst lasse auch die schlechteren Spieler länger spielen, damit sie Erfahrungen sammeln können. Mit der Zeit wird sich eine Einheit bilden, wenn Ihr zusammen im Training Spaß habt und wenn man nicht die Schuld den schlechteren Spielern zuweist. Die stärkeren Spieler müssen verstehen, dass man kaum die Klasse halten kann und dass man nicht angemessen verstärkt hat.


    Leider ist es schwierig, die Situation von außen zu bewerten. Ich hoffe, dass ihr die Saison erfolgreich abschließt - nicht an der Platzierung gemessen!

    Zunächst finde ich die Überschrift zum Teil falsch gewählt und ich würde nicht unbedingt das Verhalten einer Nationalität zu ordnen. Natürlich gibt es verschiedene Kulturen und deren Attribute, aber ich kenne das Problem auch von vielen anderen Kulturen/Nationalitäten.


    Ich möchte meine persönliche Erfahrung, die ich gestern gemacht habe, dazu mitteilen. Gesten habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt und mich selbst erwischt.


    Zu den Gegebenheiten (C-Junioren; Kreisliga A): Gestern hatten wir ein Saisonspiel gegen unseren Nachbarverein. Bekanntlich also ein Derby, zu dem viele Zuschauer auftauchen. So war´s auch: Viele Eltern und Kinder kamen zum Anstoß und waren gespannt, wie das Spiel ausgehen wird. Wir haben einen schlechten Start hingelegt und sind seit drei Spielen wieder ungeschlagen und konnten uns nach dem schlechten Start eine gute Tabellensituation erspielen. Unser Nachbarverein ist ein Aufsteiger vom letzten Jahr, aber hat bis zum jetzigen Zeitpunkt gut gespielt, folglich so viele Punkte wie wir. I.d.R. positioniert sich unser Nachbarverein in allen Altersklassen immer in der unteren Tabellenhälfte. Das oberste Ziel von Ihnen ist, unseren Verein zu schlagen. Sie waren sehr motiviert, aber wir waren ebenso heiß auf das Spiel, das pünktlich angepfiffen wurde. In der Halbzeit lagen wir dann 0:3 zurück und ich konnte "die Welt nicht mehr verstehen". Wir haben in der HZ nichts gesagt und haben unseren Kapitän beauftragt, das Halbzeit-Gespräch zu führen. Am Ende stand es 3:3, da unsere Mannschaft eine super zweite Halbzeit gezeigt hat.


    Nun zu meiner schlimmsten Erfahrung, die ich gestern gemacht habe: In der ersten HZ haben wir viele Fehler gemacht und standen zurecht im Rückstand, aber beim dritten Gegentor fing der "Spaß" an. Das dritte Tor resultierte aus einem Freistoß, der durch ein angebliches Foul resultierte. Nach dem Spiel haben mir viele gesagt, dass es kein Foul gewesen sei. Des Weiteren wurde uns kein Elfmeter anerkannt und viele weitere Fouls wurden nicht gepfiffen bzw. nur gegen uns. Eine Nachspielzeit gab es auch nicht, obwohl sie gerechtfertigt gewesen wäre (s. unten). Aus diesen Gründen habe ich in der zweiten Halbzeit meine Vorbildfunktion vernachlässigt. Erst wurde mein Trainerkollege vom Platz verwiesen und fünf Minuten später ich, da wir uns lautstark gegen den Schiedsrichter ausgesprochen haben (eine Nachspielzeit wäre aus diesen Ereignissen angebracht, by the way) Ich toleriere Vieles, aber ich verurteile Ungerechtigkeit gegenüber jungen Spielern, sodass ich aus emotionalen Beweggründen meine Wut zum Ausdruck gebracht habe. Ich bin mir jetzt bewusst, dass ich falsch reagiert habe. Letztlich zum größten Problem, in dem ich auch den Anlass dieses Themas sehe: Ich hätte vermutlich anders reagiert, wenn ein angesetzter Schiedsrichter gepfiffen hätte. So war´s leider nicht. Wir konnten keinen Schiedsrichter finden, sodass die Rolle vom Gastverein übernommen wird. In meinem Fall hat der Betreuer unseres Gastes die Rolle übernommen. Ein Mann, der knapp 50 Jahre alt ist und die Mannschaft schon länger betreut. Angeblich hätte er schon in deren Training gesagt, dass er parteiisch pfeifen wird. Natürlich kann man dies nicht nachweisen, aber leider musste ich die Erfahrung machen, dass er kaum pfiff bzw. nur gegen uns - als Trainer kann ich keine neutrale Rolle einnehmen, aber auch viele Zuschauer erkannten die Fehler (nicht nur von unserem Verein). Nach unserem Ausgleich hat der Schiedsrichter nichts mehr gesagt und sogar die Partie früher angepfiffen, da er sah, dass wir Druck ausübten. Letztendlich habe ich abgeschlossen und fühle mich nach dem Spielverlauf und nach der Schiedsrichterleistung als Sieger. Ich sehe nur ein Problem, dass wir wenige qualifizierte Schiedsrichter in der unteren Spielklassen haben. Zumindest in der Kreisliga A (C-Junioren) habe ich gehofft, dass der Verband für jedes Spiel einen Schiedsrichter ansetzt. Eventuell wird auch zu wenig geworben oder durch die Presse und Berichten wird die Rolle des Schiedsrichters schlecht dargestellt. Ich finde ab C-Junioren (Kreisliga A) sollte es das Ziel vom DFB/Verband sein, qualifizierte Schiedsrichter zu stellen - allein da man nicht-neutralen Schiedsrichtern immer die Schuld zuweisen kann.


    Ich gehe nicht explizit auf dieses Thema ein, aber ich finde, dass man diesen Punkt ansprechen sollte. Freue mich über andere Erfahrungen!


    7Heby

    Hallo ChrisHRO,


    zunächst: Willkommen im Forum! Ich möchte mich kurz Deinem Problem widmen, das für mich sehr interessant ist. Ab der Verbandsliga spreche ich (!) von einer leistungsorientierten Ausbildung. Ich verstehe nicht, warum ihr einen Kader habt, in dem es so große Leistungsunterschiede gibt, wie Du es schilderst. Spielt Ihr erst seit dieser Saison in der Verbandsliga? Wie viele Spieler habt ihr unter den D-Junioren? Wie sieht die aktuelle Tabellensituation aus, und wirkt sich der fehlende Teamgeist auf die Spielweise aus? Wie lange besteht schon das Problem, wieso möchtest Du erst jetzt etwas ändern? Kommen alle Kinder aus der gleichen Stadt bzw. aus dem gleichen Dorf? Wurden Spieler zu einem Vereinswechsel zu Euch beraten? Obgleich ich glaube, dass auch in dieser Spielklasse Transfers eher selten sind. Warum so viele Trainerwechsel? Ich habe (leider) keine Erfahrungen mit Mannschaften, die so hoch spielen. Weitere Informationen wären hilfreich. Falls es eine "zusammengewürfelte" Mannschaft ist, kann ich das zum Teil nachvollziehen. Somit komme ich zu Deinem Problem: Natürlich sind die Gründe für mich nicht eindeutig. Entweder fehlt es an Zusammenhalt, weil es Leistungsunterschiede gibt - wie Du es beschreibst - oder die Spieler sind insgesamt mit der jetzigen Situation unzufrieden - auch aufgrund der vielen Trainerwechsel. Gruppengespräche und Einzelgespräche sind sinnvoll, aber sollten nicht zu lang sein. Deshalb würde ich mehr in der Praxis machen. Ich würde an Spielsituation deutlich machen, warum der Spieler für die Mannschaft wichtig ist. Während dem Training die Stärken des Spielers betonen. Des Weiteren Übungsformen einführen, die den Teamgeist stärken. Da gibt es viele Kooperations- und Vertrauensspiele mit dem Ball - einfach mal per Google suchen. Letztlich rate ich Euch von einer Differenzierung in der D-Jugend ab. Ihr zeigt bewusst Euren Spielern, dass X besser als Y ist und keine Chance hat, sich im Team zu beweisen. Ich würde bei den Übungs- und Spielformen ein "gesundes" Mittelmaß finden. Meine Tipps sind natürlich mit Vorsicht zu betrachten, da ich Eure Situation nicht kenne und da wir in meinen Augen auf der Leistungsebene reden. Bezüglich meiner Fragen zu Beginn, wundere ich mich, dass eine D-Jugend in der höchsten Spielklasse diese Probleme auf Dauer hat. Falls es sich anbietet, würde ich eine Mannschaftsfahrt organisieren, oder andere Aktionen planen, die den Teamgeist stärken sowie Spaß vermitteln. Denn egal, auf welchem Niveau man spielt, der Spaß sollte im Juniorenbereich immer im Vordergrund stehen!


    Ich hoffe ich konnte Dir helfen!


    7Heby


    Edit: Ich sehe, dass Du schon seit Juli angemeldet bist. Trotzdem Willkommen =)

    Ich meine, ich habe damals (vor einem Jahr) eine E-Mail an "info@dfb.de" geschickt. Den formalen Aufbau einer E-Mail beachtet und nach allen Broschüren gefragt sowie meine Lieferadresse angegeben. Nach wenigen Stunden habe ich eine Antwort per E-Mail erhalten. Die zuständige Person hat sich bedankt und mir mitgeteilt, dass einige Broschüren - gerade die, die ich anstrebte - nicht vorrätig seien. Innerhalb eine Woche habe ich dann die vorrätigen Broschüren erhalten. Es kommt sehr oft vor, dass einige Broschüren nicht vorrätig sind. Falls dies der Fall sein sollte, musst Du auf die pdf.-Datei zurückgreifen.Letztlich kann man einige Broschüren später gebrauchen, auch wenn man sich vorher kaum für diese interessiert hat. Das Schönste ist, man bezahlt keinen Cent - nicht mal Versand; zumindest bei mir :)


    7Heby

    Bin 18, auch Oberstufenschüler. Müsstest keine Probleme haben. Um konkret auf Deine Frage zu antworten, Du wirst i.d.R. alles im Laufe des Lehrgangs lernen. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Landesverbänden, aber eine Voraussetzung können sie für diesen Lehrgang nicht fordern. Die einzige Aufgabe, die Du für zu Hause haben wirst, ist Dein Thema für die Prüfung vorzubereiten. Normalerweise dürfen die Prüfer dann nur einfache Fragen zu diesem Thema stellen. Meistens sind es Fragen, wie man z.B. zwei Felder voneinander unterscheiden kann (zwei Hütchenfarben einsetzen). Ich habe die Prüfung auch noch weit vor mir, aber ich würde mir auf keinem Fall sorgen machen!

    Leider wenig Zeit, Dir eine ausführliche Antwort zu geben, aber diese benötigt es gar nicht. Du brauchst keine Vorkenntnisse oder fußballerische Fähigkeiten, zumindest solltest du schon einmal gegen einen Ball getreten haben. Ich mache auch gerade diese Lizenz, um den Eignungstest zum Leistungssport zu überbrücken. Wenn Du Dich im Forum genauer umschaust, wirst Du auch merken, dass viele Themen sich wiederholen. Trotz allem finde ich den Lehrgang gut. Das Wichtigste wird sein, welchen Ausbilder Du bekommst. Unser ist super und macht fast nur Praxis. Für die spätere Prüfung könntest du das Training von E-Junioren genauer betrachten, da z.B. bei uns E-Junioren da sein werden und natürlich trainiert man E-Junioren anders als A-Junioren, aber das wird Dir hoffentlich erklärt. Wir brauchen auch kaum etwas mitschreiben, da unser Ausbilder die Folien von der Präsentation online stellt. Also besonders die Tipps vom Ausbilder merken, ggf. aufschreiben - das Andere findest du überall im Internet. Letztlich solltest Du die Zeit und Lust haben, die - zumindest bei uns - vielen Terminen wahrzunehmen. Im Forum findest Du auch viele Themen dazu. Einfach mal die Suchfunktion nutzen. Ein User hat sich auch die Mühe gemacht, ein Tagebuch zu führen.


    Gruß
    7Heby

    @ Andre: Danke für Deinen Hinweis! Habe sogar das Heft zu Hause liegen. Des Weiteren muss ich überlegen, ob die Anschaffung von "Lightbällen" notwendig ist. Es kann schon sein, dass unsere jüngeren Mannschaften diese Bälle besitzen. Ich hoffe, wir meinen beide die Größe 4 (270g), jedoch sollte doch eine C1 den Mut haben, die "normalen" Bälle zu köpfen? Ich schätze eher, dass sie nicht die Routine haben und nicht wissen, wie man ein Kopfballduell bestreitet. Natürlich gebe ich Dir auch recht, dass sie vereinzelnd Angst haben und dadurch das Duell vermeiden bzw. nicht das Durchsetzungsvermögen in einem Duell haben. Letztlich habe ich das während dem Training versäumt.


    Somit komme ich zu guenter: Danke für Deine Antwort! Bis jetzt habe ich KEINE Übungsform zum Kopfball gemacht. Im letzten Training habe ich angefangen, Zweier- und Dreiergruppen zu bilden, in denen sie sich die Bälle auf Kopfhöhe zugeworfen haben. Nachher einen kurzen Wettbewerb verantstaltet, welches Team sich am längsten den Ball zu köpfen kann - sah überraschen gut aus. Deine Vorgängen in den unteren Mannschaften finde ich gut - so wurde es auch auf dem Lehrgang erklärt. Leider gibt es in unserem Verein keine gemeinsamen Ziele, die eine Jugend erreichen sollte, sodass es öfters vorkommt, dass Trainer das Kopfball-Training vernachlässigt haben und ich infolgedessen die Inhalte nachholen muss. Deine Spielform finde ich gut, werde ich auf jeden Fall umsetzen. "Handball-Kopfball" haben ich des Öfteren schon im Aufwärmteil mehr oder weniger unbewusst gemacht.


    Freue mich weiterhin besonders über Spielformen!

    Ich gehe bei einem Ergebnis von 37:0 davon aus, dass ihr bei einer Spielzeit von ca. 50 Minuten fast alle 2 Minuten ein Tor kassiert habt. Die Mannschaft vom Feld zu holen, würde ich auf jeden Fall lassen, gerade weil es zu Strafen kommen könnte und der Gegner hat das Recht, 50 Minuten zu spielen. Sie haben die Hinreise hingenommen und freuen sich auf 50 Minuten. Ich weiß nicht, ob der gegnerische Trainer leistungsorientiert denkt, wenn nicht, hätte ich in seiner Position selbst bei einem Spielstand von 10:0 gehandelt: Man könnte die Abwehr mit den Stürmern tauschen, schwache Spieler am längsten spielen lassen, die Umsetzung von Trainingsinhalten fordern(bei einer E-Jugend eher schwierig) oder andere Provokationsregeln aufstellen und man könnte Spieler vom Feld nehmen. Bei dem genannten Spielstand würde ich auch selbst den gegnerischen Trainer auffordern, zu handeln, gerade bei einer E-Jugend, die in den meisten Landesverbänden nicht um Aufstieg oder Abstiegt spielt. Des Weiteren sind bei uns hohe Ergebnisse auch "normal", zumindest zwischen -1 und -15. Bei 37 Gegentoren würde ich mir eher Gedanken machen, was nicht lief und was man besser hätte machen können. Zuerst würde ich mein Training überdenken und zweitens ist es viel wichtiger, mit welcher Einstellung man sein Trainerdasein ausführt. Du hast geschrieben, dass du eine Mannschaft trainierst, die aus vielen Neuligen besteht. Daher würde ich nach einer Niederlage meine Spieler aufmuntern und loben, auch wenn es schwierig ist. E-Junioren vergessen Ergebnisse relativ schnell, aber sie sind am Wettbewerbstags ziemlich frustriert. Deshalb würde ich beim nächsten Training wieder viele Übungen anbieten, die vor allem Spaß machen und den Teamgeist stärken, damit viele Spieler dem Fußball lange erhalten bleiben. Ist die persönliche Entwicklung und Spaß nicht viel wichtiger als Ergebnisse?


    Gruß
    7Heby


    Edit: Eine Nachspielzeit von 4 Minuten nach diesem Spielverlauf ist natürlich fraglich. Deswegen wäre ich auch sehr wahrscheinlich "sauer".

    Hallo Jens74,


    bei uns ist das auch so, dass wir nur eine Stunde zur Verfügung haben - C-Jugend nicht einmal zwingend. In der Halle würde ich mich nicht unbedingt auf Hallenturniere vorbereiten, weil meistens Hallenturniere den Spaßfaktor fördern. In der Halle hast du viele andere Möglichkeiten als draußen. Du kannst Bänke und Wände sowie Kästen zum Passspiel nutzen. Außerdem verfügst Du i.d.R. über verschiedenes Material, das du für koordinative Übungen nutzen kannst. Ebenso kannst Du viele Übungen anbieten die die Technik schulen. Viele Übungsformen findest du hier: http://www.soccerdrills.de/Hal…n/hallentraining_navi.htm - auch auf andere Seiten, aber ich möchte nicht unbedingt Werbung machen. Benutze dafür Google - Zu Spielformen: Ich würde das Abschlussspiel möglichst lange absolvieren lassen, alternativ könntest Du auch andere Sportarten anbieten oder das Abschlussspiel mit einem Tennisball bestreiten lassen. Falls es draußen nicht zu kalt ist und ihr über einen Kunstrasen- und/oder Ascheplatz verfügt, würde ich MIT der passenden Kleidung noch einmal pro Woche nach draußen gehen. Alles in allem nutze die Hallenzeiten besonders, um Grundlagen und Techniken zu verbessern. Oft biete ich auch Kräftigungs- und Stabilisatonsübungen an, z.B. ein Zirkeltraining. Falls wir diese Saison eine Hallenzeit bekommen, spielen wir in der Halle nur (freies Spiel, Turnierform) und gehen auch nach draußen, um unser normales Training - dem Winter entsprechend (weniger Wartezeiten, viele Spielformen) - zu absolvieren. Bei Hallenturnieren würde ich den Spaßfaktor betonen und kurz paar taktische Elemente schulen. Hier im Forum und per Google findest du viele Beiträge zur Hallentaktik ( bei einer D-Jugend eher untergeordnet).


    Gruß
    7Heby

    Guten Abend,


    ich plane gerade das Training für morgen. Viele, die meine alten Themen verfolgt haben, wissen, dass ich viele Probleme hatte und Spieler aus dem jüngeren Jahrgang, die nicht besonders groß sind, habe. "Hatte" habe ich bewusst benutzt, da es bei uns zurzeit wieder gut läuft. Das zweite "Problem" besteht natürlich weiterhin, aber das hat auch viele Vorteile. Beim letzten Spiel - gegen einen starken Gegner eindrucksvoll gewonnen - sind mir wenige Fehler aufgefallen. Das größte Problem ist der Kopfall bzw. das Defensivverhalten bei hohen Bällen. Gegen den Tabellenersten nur Tore nach Standartsituation und (individuellen Fehlern) erhalten. Am Wochenende nur ein Tor nach einer Standartsituation erhalten. Ich habe kurz erklärt, wie wir bei Ecken, Freistößen stehen sollen und gesagt, dass unsere großen Spieler sich zu den gegnerischen großen Spieler zuwenden sollen. Trotz allem fallen besonders dann Tore, da unser Torwart auch nicht konsequent zu den Bällen steigt, aber er bekommt Torwarttraining. Ich muss zugeben, dass ich bis jetzt wenige Spielformen und Übungsformen zum "Kopfball" gemacht habe und schätze so, dass unsere Spieler nicht den Durchsetzungswillen haben. Für morgen habe ich schon viele Übungsformen gefunden, mit denen ich die Grundlagen vom Kopfball trainieren möchte. Beim nächsten Training sollen dann spezielle Spielformen stattfinden, die spielnahe Situationen darstellen. Ich habe mir überlegt, dass Standartsituationen-Training ziemlich eintönig und langweilig sein wird, daher suche ich Spielformen, in denen der Schwerpunkt auf "Defensivverhalten bei hohen Bällen" liegt. Gibt es Provokationsregeln, z.B. jede Spielunterbrechung startet mit einem langem Ball vom Torwart?
    Freue mich auf spezielle Übungs - und/oder Spielformen!


    7Heby

    Mehr oder weniger wird es so sein, dass ich am Turniertag immer wieder überlege, wofür wir 30€ bezahlen, gerade weil das Startgeld für mich eine neue Erfahrung ist. Jetzt kann ich zumindest verstehen, wieso Vereine Startgeld verlangen. Ich werde unsere Jugendleitung mal kontaktieren und dann werde ich sehen, ob sie darüber informiert sind. Bis jetzt wurde dieser Punkt noch nie angesprochen.


    Zum anderen Punkt, ich möchte keine weitläufige Diskussion auslösen: Wie ich schon geschrieben habe, musste ich noch nie im Umkreis Startgeld bezahlen. Trotz allem wurden Schiedsrichter (aus dem eigenen Verein) gestellt - nicht immer - und alle Mannschaften bekamen eine Urkunde. Die ersten Mannschaften erhielten noch einen Pokal. Natürlich muss alles finanziert werden. Bei vielen Turnieren werben Sponsoren (Flaggen, Schilder), Eltern verkaufen Kuchen oder andere Aktionen werden veranstaltet. Ebenso darf unser Verein alle Hallen im Winter nutzen, daher wäre die Veranstaltung eines Turniers nur zwei weitere Trainingstage, an denen eventuell mal Handballtraining etc. ausfallen müsste. Ob der Verein Geld an die Gemeinde bezahlen muss, oder ob die Gemeinde die Nebenkosten übernimmt, weiß ich nicht. Ich glaube, dass es verschiedene Strukturen innerhalb einer Gemeinde gibt. Deshalb möchte ich mich nicht weiter aus dem Fenster lehnen.


    Vielleicht dient das Startgeld letztendlich nur als Absicherung, dass man am Turniertag erscheint, wie Don Quijote schilderte.


    Danke für Eure Beiträge!

    @ maitre999


    Vielen Dank für Deine Antwort!


    Könntest Du oder jemand anderes mir noch erklären, wie man diese Summe festlegt. In vorherigen Beiträgen ist die Rede von Pokalen , Medaillen, Mietkosten der Halle, Soundsystem, Schiedsrichter. In meinen Augen wäre dieser Betrag fair, wenn wir in jedem Spiel einen ausgebildeten Schiedsrichter gestellt bekommen, jede Mannschaft abhängig von der Platzierung einen Pokal etc. und Urkunden bekommt und man über dem gesamten Turnierverlauf die "Freundlichkeit" vom Gastgeber wahrnehmen kann. Wie teuer sind denn z.B. Pokale? Urkunden haben kaum Wert, sowie Mietkosten und Equipment werden meistens erlassen - zumindest laut meinen Erfahrungen. Schiedsrichter bekommen meistens paar Euros, ich habe bis jetzt immer freiwillig gepfiffen. Eventuell findet sich ein "Koordinator", der von seinem Verein berichten kann.

    Ich krame mal dieses Thema wieder aus. Der Spielbetrieb legt bald eine Pause ein und wir möchten an möglichst vielen Hallenturnieren teilnehmen. Unser Koordinator listet Turniere auf, die aus dem Kreis kommen. Bei diesen Turnieren habe ich noch nie Startgeld bezahlt, auch die jetzigen Einladungen verweisen auf kein Startgeld. Nun liegt mir eine Einladung aus Bremen vor. Ich habe diese Einladung von den Eltern eines meiner Spieler, der früher bei einem Verein aus Bremen gespielt hat - nicht Werder Bremen, aber er spielte zumindest Landesauswahl - bekommen. Vorerst finde ich die Idee sehr gut, da es für meine Spieler interessanter ist, nicht nur im Nachbarverein aufzutreten. Das Startgeld beträgt 30 €. Ist dieser Betrag gerechtfertigt? Wir sind eine C-Jugend und bleiben dort ca. 6 Stunden. Müssen Schiedsrichter, Medaillen etc. bezahlt werden? Soweit ich weiß, fallen bei unserem Verein keine Kosten an - oder Sponsoren finanzieren das Turnier. Des Weiteren sind Schiedsrichter meist vom Verein und Eltern verkaufen Kuchen und machen so meistens noch Gewinn. Deshalb: Geht dieser Betrag in Ordnung, zumal wir 146km anreisen müssen? Ich möchte nicht unbedingt den Trainer kontaktieren, da wir alles in allem dort hinfahren werden, allein aufgrund der Erfahrung. Schließlich möchte ich gerne wissen, wer das Startgeld bei Euch bezahlt? Der Trainer? Die Spieler bzw. Eltern? Der Verein?


    7Heby

    Es gibt nur den einen Satz, der in dem Alter hilft:


    "Es ist mir egal, wenn ihr verliert, manchmal verliert man mit viel Pech.
    Aber es ist überhaupt nicht egal, wennihr nicht kämpft und nicht zusammen spielt, denn dann bin ich traurig."


    Ich finde den Satz treffend: Man setzt die Kinder nicht unter Druck, aber trotz allem möchte man, dass die Kinder zusammenspielen und "kämpfen" - alles geben. Ebenso wird gezeigt, dass man nicht gewinnen muss, sonder gewinnen möchte. Die Formulierung ist altersgerecht.


    Und kämpfen ist genau das Richtige für eine U9 - wenn es schon Spielerisch nicht klappt setz ma das um was im Boxtraining gelernt worden ist :)))


    Lächerlich


    Die meisten Jugendtrainer assoziieren mit "Kämpfen" eine Grundeinstellung von Kindern, dass sie nicht aufgeben sollen, egal wie das Ergebnis lautet. Deshalb finde ich es äußerst lächerlich, dass du in deinen Postings dermaßen übertreibst.


    Klasse, diesen symphatischen Superprofis, die uns immer wieder auf die richtige Spur bringen. Ich kann el nino nur beipflichten: wenn du gewinnen willst sollen die Kinder den schnellen Abschluss suchen. Heisst für mich, sofort nach der Mittellinie drauf aufs Tor. Wichtig da auch den Ballast (= schlechte Spieler) am besten erst nicht mitnehmen als Signal für alle, das es jetzt um die Wurst geht. Weiterhin mit Ausputzer hinten spielen


    Noch deinem ersten Posting können wir wohl auch alle annehmen, dass deine Kids ein gutes und effektives Repertoire an Finten drauf haben (wie bei mittelmäßigen U9 teams ja so üblich) , die absolut Kriegsentscheidend sein dürften - Aber alles ohne Druck. heisst: Ihr müsst nicht gewinnen, aber egal ist es auch nicht, sondern ihr solltet - wenn's geht, wenn's net geht nich so toll.


    Ich denke du musst dich entscheiden, ob du gewinn- oder entwicklungsorientiert antreten willst. Geht es um den Gewinn, dann beherzige die Tipps oben und die der Meeresströmung. Ansonsten würde ich mich wohl an GC halten.


    Diesen Beitrag kann ich zum Teil unterschreiben, genauer deinen letzten Satz: "Ansonsten würde ich mich wohl an GC halten". Im oberen Teil greifst du eine Grunddiskussion auf: Du betonst, dass es WICHTIG sei, die "Ballast" zu Hause zu lassen, um ein Zeichen zu setzen. In meinen Augen verstößt du gegen jedes Ausbildungskonzept, wenn man so verfahren würde. Stichwörter sind "gleiche Einsatzzeiten" und "Rotation".
    Des Weiteren wird das Wort "Finten" zum wiederholten Mal benutzt, oder auch "schneller Abschluss". Ich glaube kaum, dass eine U9 das Wort "Finten" erklären kann, noch ein "Repertoire an Finten" hat, die sie gezielt einsetzen können, oder vielleicht bin ich wirklich nur ein Dorftrainer, der keinen Messi hat, der mit Übersteigern über´s Feld fegt.


    Generell finde ich, dass unser Chelsea Star "el nino" mit gebrochenem Deutsch versucht, Tipps zu vermitteln, die in meinen Augen nicht altersgerecht (feste Positionen, Umsetzung von Trainingsinhalten) sind - auch paradox finde ich, dass du einen spanischen Spieler bewunderst (nur eine Interpretation), aber verurteilst das spanische Spielsystem, das erfolgreich ist.


    Laut meinen Informationen von Raschfield wird es ein wichtiges Spiel sein, aber um welchem Preis sollte man das Spiel gewinnen? Ist es nicht viel wichtiger, Spaß zu haben, zusammen zu spielen und eine persönliche Entwicklung von jedem Spieler festzustellen - GERADE in einer U9. Motiviere deine Spieler vor und während dem Spiel, gebe nur positives Feedback und lobe gute Aktionen, versuche nicht, deine Spieler zu lenken, sondern lasse ihnen einen Freiraum (sollten Eltern auch beherzigen) und mache deutlich, dass ihr nicht gewinnen müsst, aber dass ein Sieg "schön" wäre. Als Ansporn eventuell Belohnugen für Tore oder Pfostentreffer nach dem Spiel verteilen (vor dem Spiel ankündigen), damit deine Spieler nach vorne spielen. "Angriff ist die beste Verteidigung". Falls ihr verliert: Spieler aufmuntern und wenn sie gut gespielt haben - sich entwickelt haben -, ist doch alles super.


    Letztlich bin ich auch erst mit 18 Jahren seit knapp 1 1/2 Jahren Trainer. Ich trainiere eine C1-Jugend, die zurzeit auch keine guten Ergebnisse liefert, aber sich stetig entwickelt. Daher bin ich nicht unbedingt zuständig für eine U9, obgleich ich zurzeit eine Trainerlizenz absolviere. Ich finde es nur schade, dass neue Mitglieder, die auf Hilfe hoffen, eine unnötige "Diskussion" erleben.

    Guten Tag,


    ich habe die Möglichkeit, die C-Lizenz im Breitensport im Januar 2013 zu erwerben. Ich fokussiere den Leistungsfußball an, aber laut meinen Informationen ist dieser Lehrgang eine tolle Grundlage.
    Deshalb möchte ich gerne wissen, ob dieser generell etwas bringt? Des Weiteren: ob jemand Erfahrungen im Landesverband Westfalen dazu gemacht hat?
    Ich weiß, dass sich der Lehrgang aus acht Terminen zusammensetzt und durch einen Trainer betreut wird.

    Kann ich mich nur anschließen. Seitdem ich Trainer bin, ist Pep Guardiola mein absolutes Vorbild und in meinen Augen der beste Trainer.
    Lebo Akatio , ein talentierter Editor, hat von ihm ein Video zum Abschied veröffentlicht, das mich immer motiviert, meine Trainertätigkeit zu leisten: http://www.youtube.com/watch?v=pk1DQBruwnQ




    "We don't promise to win titles, but we promise to play football"
    "that will make you be proud of us"
    Pep Guardiola

    Vielen Dank für die sehr guten Antworten!


    Heute hat das Training gut geklappt. Erfreulich war, dass mein Trainerkollege heute anwesend war und ich so weniger Stress hatte. Wir haben "Dreh-Klatsch" eingeführt, indem wir einfache Übungen aufgebaut haben - nachher auch mit Torschuss und Zweikampf. Zum Aufwärmen haben wir viel gespielt und das Abschlussspiel dauert diesmal auch länger, wobei wir besonders auf "Dreh-Klatsch" (Trainingsschwerpunkt) geachtet haben. Insgesamt haben alle gut zugehört und mitgemacht, auch wenn wir während den Übungen Tempo gefordert haben, sodass sie später auch aus der Puste waren. Eine Sprintübung haben wir trotz allem noch durchgeführt. Ich konnte auch viele Tipps aus diesem Forum anwenden.


    Kraft-und Koordinationsübungen haben wir diesmal weggelassen - nur noch ein Mal pro Woche.


    Nächste Woche möchte ich schrittweise die 4er-Kette einführen und mich dabei an abwehrkette.de halten. Ich möchte kurz auf Abwehrdreieck und Abwehrsichel eingehen sowie ballorientiertes Verschieben fordern. Das war´s auch. Ich weiß, dass man dies in der Vorbereitung besser hätte machen sollen und das eine "gute" Abwehrkette lange braucht, um zu funktionieren. Trotzdem möchte ich mich höchstens 2 Wochen damit beschäftigen, sodass zumindest die Grundidee bei allen Spielern ankommt und diese zum Teil im Spiel umgesetzt wird. Nächste Saison kann ich, falls meine Zukunft es zulässt, auf den jüngeren Jahrgang aufbauen.


    Am Samstag spielen wir gegen einen vermeidlichen schwachen Gegner - diese Saison auch noch unter uns. Ich hoffe, dass wir nicht nur 3 Punkte einfahren, sondern um so mehr, dass die Spieler wieder Selbstvertrauen gewinnen und motiviert als Team auftreten.


    Die Trainerlizenz haben ich schon seit längerem im Blick. Der Verein übernimmt ggf. die Kosten. Ich schaue mal, welcher Termin der beste in meiner Nähe ist.

    Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Sie haben mir sehr geholfen. Ich habe heute meine vierstündige Leistungskurs-Klausur geschrieben und widme mich nun den Antworten.


    Andre: Ich habe mir die DFB-Broschüren vor paar Monaten mal bestellt. Leider sind viele Broschüren oft vergriffen, aber per pdf.-Datei sollte das klappen. Danke für den Tipp - besonders das Zweikampfverhalten ("Ball ablaufen anstelle des langen Fußes") werde ich sofort umsetzen.
    Ich habe mein Spielsystem überdacht und letztlich entschieden, langsam auf eine 4er-Kette umzuschalten und auf einen Stürmer zu verzichten. Ich glaube eine stabile Abwehr steht im Interesse aller.


    TW-Trainer: Vermutlich hast du Recht! Am Wochenende war ich kurz sprachlos und wusste nicht einmal, was ich meinen Spielern am Spielfeldrand sagen soll. Die Erfahrung fehlt. Vermutlich stehe ich mir auch selbst im Weg, indem ich das Ziel verfolge, einen gute Platzierung zu besetzen. Ich habe mir gesagt: Ich möchte eine Entwicklung bei meinen Spielern feststellen und vor allem sollen sie Spaß haben, aber ich muss mir eingestehen, dass ich selbst ein Erfolgstrainer werden wollte. Auch der starke Kontrast zu vorherigen Saison lässt mich zweifeln, aber ich habe von der Kreisliga C in die Kreisliga A gewechselt. Ich finde deinen Begriff "Lehrsaison" treffend: Ich sollte diese Saison in anderen Augen sehen, die mir Unsicherheit und Selbstzweifel nehmen. Auch die Kritik der Spieler hat mich getroffen, die sich "spielnahes" und "abwechslungsreiches" Training wünschen, obwohl ich glaubte, Vieles richtig zu machen. Doch ich bin es mir selbst schuldig, der Mannschaft/dem Verein nicht zu schaden. Im Dorfverein spricht halt jeder über jeden und man wird mit anderen Trainer vergleicht, obgleich ich überhaupt keinen Druck vom Vorstand habe, aber was ist, wenn die C1 absteigt - die beste C-Jugend des Vereins?


    Chris: Ich bin noch 18 :P , aber kein Problem, würde gerne dein Angebot annehmen. Ich versuche deine Tipps im Training umzusetzen. Vom Waldlauf habe ich mich nun auch verabschiedet, trotzdem habe ich an meine Spieler appelliert, wer Rückstande hat, soll freiwillig laufen.
    Auf deine Frage kann ich ebenfalls schwer antworten. Das war der Wunsch meiner Spieler. Ich habe ihnen erklärt, dass man den Gegner nicht wieder einladen kann, um 11 gegen 11 zu spielen und unsere Fehler zu prüfen und zu verbessern. Des Weiteren erklärt, dass Übungen sie verbessern werden und somit auch weniger Fehler im Spiel machen werden. Ich werde - und habe heute auch - mehr Überzahlsituation und 1 vs 1 schaffen, um so "spielnah" zu trainieren. Es geht vermutlich um die Fusion zwischen Übungen und taktisches Elementen.


    Wie ich gestern beschrieben habe, hielt ich heute eine kurze Ansprache vor dem Training. Ich bin kurz auf die aktuelle Situation eingegangen und sie motiviert, dass sie zeigen sollen, was sie können. Des Weiteren wollte ich die Kritik an meinem Training aufdecken. Es hieß, ich soll Übungen aufbauen, die Spielsituationen darstellen, also Flanken/1 vs 1 - komme ich super mit klar. Trotz allem hat mich eins gestört, dass unser "Witzbold" wie immer nicht ernst sein konnte. Mein Kapitän, der beste Freund des "Witzboldes", wurde angesteckt und hielt mir nicht den Rücken frei und ich fühlte mich nicht ernst genommen. Außerdem liefert es mir einen weiteren Beleg, dass eventuell Motivation fehlt. Besonders die letzte Frage meines Kapitäns " Können wir endlich mal Training machen?", obgleich das Gespräch wichtig war und ich noch nicht ganz am Ende nach 15 Minuten war, hat mich enttäuscht. Ich muss es hinnehmen. Vielleicht werde ich auch nicht als Trainer gesehen, sondern als Kumpel (18 Jahre). Ich möchte auch Freund meiner Spieler sein, aber möchte auch als Trainer ernst genommen werde. Zu nett bin ich auf keinen Fall :D


    Mein Training sah dann heute so aus:
    1. Aufwärmen: freies Spiel - einzige Regel: drei Ballkontakte auf engen Feld
    2. verschiedene "Dribblingarten" (Sohle, Innenseite, Außenseite) in zwei begrenzten Feldern. Bei einem Signal forderte ich Tempo, bei zwei Signalen sollten die Spieler auf den Ball treten und das Feld wechseln, dort mit neuen Ball weiter dribbeln.
    3. kurze Spints im Wettkampfmodus
    4. kurze Trinkpause
    5. wechselndes Überzahlspiel auf zwei großen Toren (z.B. "Tschechenrolle")
    6. freies Abschlussspiel
    7. Kraft-, Koordinationstraining


    Aufgrund knapper Zeit habe ich auf einzelne Passübungen verzichtet. Zur Taktik habe ich gar nichts gesagt. Im nächsten Training bringe ich wieder Torschuss- und 1 vs. 1 Defensive-Übungen.


    Eine Frage: Sagt Ihr euren Spielern bei Spielformen, wo sie zu stehen habe und welche Abspielmöglichkeiten sie haben - taktische Elemente?


    Eine weitere positive Entwicklung ist, dass mein Trainerkollege mich ein Mal in der Woche und am Wochenende wieder unterstützen kann.


    Freue mich weiterhin auf Tipps. Ich konnte schon viele wertvolle Tipps sammeln und bedanke mich zum wiederholten Mal beim Forum, mit welcher Quantität und Qualität Beiträge verfasst werden.

    Vielen Dank weiterhin!


    Ich habe in den ersten Trainings Koordinationsübungen mit Bällen gemacht (gleichzeitig zuwerfen und passen usw.), das wurde nach paar Wochen auch "langweilig", obgleich ich immer um Capri-Sonne gewettet habe. Die Koordination habe ich dann im 11+ - Programm untergebracht.


    Bei Sprints [...] variiere ich auch, um einen Wettkampfmodus zu bieten.


    Des Weiteren habe ich in meinen Augen nicht erwähnt, dass ich Übungen solange mache, bis sie klappen. Trotzdem werde ich mich selbst kontrollieren. 1 vs 1 werden ich nun öfters unterbringen!


    Wir haben morgen das erste Mal nach der Niederlage wieder Training. Ich habe meine Spieler gebeten, dass Sie früher kommen sollen, um alle "negative" Punkte zu beseitigen. Andererseits möchte ich Sie auch stark motivieren. Wir haben während der Mannschaftsfahrt eine einstündige Sitzung gehabt und jeder durfte sagen, was er erreichen will und wie er dem Team helfen will. Alle hatten das selbe Ziel, daher verstehe ich in vielen Momenten nicht den fehlenden Ehrgeiz. Ich werde morgen berichten, wenn ich es schaffe - zurzeit LK-Klausur-Stress.


    Zum meinem letzten Punkt, der nicht angesprochen wurde und mir viele Sorgen bereitet: Es besteht ein Missverständnis. Ich habe letztes Jahr die C3 zum Aufstieg verholfen, übergangs auch die C2 und C3 trainiert. Dann kam der Vorschlag und mein Trainerkollege und ich wollten uns selbst weiterentwickeln, dass wir die C1 übernehmen. Wir haben angenommen und wurden von jedem akzeptiert.


    Um in der Kreisliga A zu bestehen, habe ich mir überlegt, Taktik ins Training einzubringen. Ich habe nun weniger Übungen von soccerdrills und training-online - wie früher - gebracht, sondern mich komplexe Übungen gewidmet, wie z.B. von abwerkette.de (Ich hoffe, ich darf die Seite nennen). Früher habe ich auch keine Kraftübungen, Koordinationsübungen [...] gemacht, aber es klappte. Nun möchte ich wissen, ob es falsch ist, Taktik im Training einzubringen, sondern lieber wieder Übungen von soccerdrills - Uwe wird danken - nehmen und beim Spiel weniger strukturiert nach vorne spielen. Ich stehe im Konflikt, was bringt eine Passabfolge mit Richtungswechsel und Torschuss, Zweikampf? In meinen Augen ist sie nicht spielnah, und deshalb sage ich meinen Spielern, wenn AV zum Mittelfeld spielt, müsst ihr den 6er doppeln (oder so ähnlich). Ich glaube darin liegt mein Fehler, oder? Ich sollte lieber wieder einfache Übungen aufbauen und vor dem Spiel nur paar taktische Elemente bringen?


    Sorry, wenn ich oft nüchtern schreiben. Ich selbst bin sehr ehrgeizig und kann somit auch keine "bunten" Texte verfassen, wenn wir unten in der Tabelle stehen, aber meine Spieler motiviere ich trotz allem. Eventuell habe ich auch zu hohe Erwartungen an die Mannschaft, weil eigentlich alle wussten, dieser Jahrgang wird schwierig. Auch liegt´s in meiner Natur, auf jeden Punkt einzugehen und ggf. mich recht zu fertigen.