Beiträge von Nela

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    Ich muss mich TRPietro anschließen, denn meine Beobachtungen laufen in die ähnliche Richtung. Bei uns im Verein ist auch aufällig, dass im Übergang zum Herrenbereich sehr viele Spieler aufhören. Und zwar Leute bei denen man bis zur B-Jugend absolut davon überzeugt war, dass Fußball alles für sie ist. Diese Spieler spielen auch schon spätestens seid der F2 Fußball, wenn nicht schon Bambini. Bei den Mädchen, die erst seid der D spielen, haben wir dagegen enorm große prozentuale Übertrittszahlen in den Damenbereich. Ich glaube schon auch, dass die Hauptursache in dem frühen Fußball liegt und zwar in dem AUSSCHLIEßLICHEM Fußball. Ich wre auch sehr dafür, dass das größte Augemerkt bis zur D-Jugend auf der Abwechslung liegen sollte, also neben Fußball, auch viele Bewegungsspiele. Doch in der Realität wird das zumeist nicht gemacht, da leider bei den Teams, die dies so durchziehen, der Erfolg in der E- und F-Jugend ausbleiben und die ganze Duskussion von Trainer- und Vereinsseite da ist. In der D-Jugend gleichen sich diese Unterschiede meist aus und ich behaupte auch, dass die Kinder die bewegungstechnisch am ganzen Körper geschult wurden und nicht nur in den Füßen, die besseren Fußballer werden, da sie einfach koordinativ besser drauf sind. Das Thema wäre eigentlich einen eigenen Thread wert.


    Zurück zum Thema, wobei meine Antwort mit den vorherigen Ausführungen zu tun hat. Wenn ein zweites Training, dann nicht nur Fußball in beiden Trainings. Biete euch Fangspiele, andere Sportarten und dergleichen an. Denn wen interissiert es denn, wer das Bamibine-Hallen-Dorfturnier in Hintertupfing gewonnen hat. Und die Kinder darauf zu drillen, das es nur um den Erfolg in solchen Turnieren geht, halte ich für den völlig falschen Ansatz und mittel- bis langfristig haben sich solche Konzepte noch nie durchgesetzt. Spätestens in der D-Jugend wirst du froh sein, wenn du von klein auf vielfältige Bewegungskonzepte angeboten hast. Und vor allem in der C mit dem Längenwachstum ist jeder Spieler von Vorteil, der seinen Körper richtig koordinieren kann. Und auch in den höheren Jahrgangsstufen, wenn es darauf ankommt, ob die Jungs durchziehen, ist meiner Meinung nach eine zu lange reine Fußballbeschäftigung (wir sprechen dann hier schon von 13 Jahren Fußballsport) oft der Auslöser, warum nicht weitergemacht wird.

    Sehr schwieriges Thema, das leicht zu einem Stolperstein werden kann. Was heute noch fast nach nem Aufnahmestop ausschaut, kann bei jetzigen falschen Entscheidungen dazu führen, dass du in zwei Jahren mit nem knapp besetzten Kader da stehst. So ist das nunmal im Frauenfußball, da Frauen einfach anders ticken als Männer. Deshalb ist es schon richtig, dass du dir hier viele Meinungen anhörst.


    Kannst du noch ein paar Hintergrundinfos geben. Du hast ja was von zwei Teams geschrieben, die aber nichts miteinander zu tun haben. Was habt ihr denn für zwei Teams, wer spielt wo (Liga), wie ist die Alterstruktur, wer hat wieviele Spielerinnen, wie viele sind davon zuverlässig? Habt ihr noch Mädchen, wie viele Damen-/Mädchentrainer insgesamt?

    So wie "koelnerkicker" das vorschlägt, ist es natürlich auch absolut gut und sinnvoll, die Übungen hierntereinander zu machen, also Gruppe A Übung 1 und Gruppe B Übung 2 und dann wechseln. Es geht nur darum, dass jede Gruppe die Übung mal machen darf, sonst fühlt sich eine Gruppe ausgeschlossen.

    Ich würde da den goldenen Mittelweg suchen und zwischen gemeinsamen Übungen und getrennten Gruppen abwechseln. Wichtig ist zum einen, dass sich die von dir als talentfrei beurteilten Spieler nicht ausgeschlossen fühlen. Wichtig ist auch, dass die Schwächeren immer von den Stärkeren lernen werden, also ein nur getrenntes Training keinen Sinn macht. Dagegen kann es schon passieren, dass die Stärkeren sich gg die Schwächeren zu einfach tun und dann etwas gebremst werden. Ich würde aber generell immer die gleichen Übungen machen und nur bei der Gruppeneinteilung in "Stärker" und "Schwächer" trennen. Du kannst ja bei einer stärkeren Gruppen die Regeln ein bißchen erschweren, da gibt es ja gerade in Passformen zig Möglichkeiten. Gut wären auch Wettkämpfe gegeneinander, wie z.B. Dribbelparcours, dafür aber unbedingt die Gruppen gleich stark einteilen. Du wirst sehen, dass sich die Kids dann untereinander anfeuern.


    Also nochmal zusammengefasst:
    Passformen, Technikübungen die Gruppen gemäß ihren Stärken einteilen, aber grundsätzlich das gleiche üben. Die Regelen für die "besseren" erschweren, wenn du siehst, dass die Übung zu leicht ist bzw. für die "schlechteren" erleichern, wenn du siehst, dass sie zu schwer sind
    Wettkämpfe gegeneinander, wie z.B. Dribbelparcours, Passwettkämpfe gegeineinader mit gleich starken Gruppen. Das bewirkt, dass jeder abhängig von seinem Level das beste geben muss und die Spieler sich auch gegenseitig anfeuern. Bei mir machen die Verlierer immer Liegestützen, das wirkt Wunder bei den Wettkämpfen, denn die will keiner machen. Trainier aber ne wesentlich ältere Gruppe, also da wäre vielleicht eine andere "Bestrafung" sinvoll.


    Wichtig ist, dass alle mitkommen und keiner das Gefühlt hat ausgeschlossen zu werden. Denn du brauchst in späteren Jahrgängen ALLE Spieler und in den Anfangsjahren wird der Grundstein gelegt. Denn irgendwann werden die Unterschiede zwischen den Spielern kleiner und der talentfreie Spieler von heute ist vielleicht in drei Jahren ein absolut verbissener Defnsivspieler, der wertvoll für das Tema ist und zudem noch schafft einen Pass auf zehn Meter anzubringen.


    Das größte Kompliment für mich als Trainer war folgender Spruch, der von den gegnerischen Traienr öfter kam: "Du hast halt ne total ausgeglichene Truppe, wenn du wechselst wirst du nie schlechter, sondern bleibst gleich stark." Und ich hab, wie wahrscheinlich 90% der Trainer mit einer solchen Mannschaft, wie du angefangen, die ne absolut bunte Mischung war.

    Also bitte...die Bayernspieler verdienen wie viele Mille im Jahr? Und dann ist es zuviel für sie, wenn jemand der ne neue Taktik einführt über den Platz marschiert und dabei lauter redet und gestikuliert. Wo ist denn hier der Vorwurf? Wieviele Mitarbeiter werden von ihren Chefs mal lauter zu was aufgefordert...man sollte hier schon noch die Welten unterscheiden...Championsleaguesieger und F-Jugend der Dorftruppe...da kann man doch nicht vom selben Traienrtyp ausgehen.

    Wir handhaben das Hallentraining im Gegesatz zum Training im Freien immer locker. Es gibt keine Anwesenheitspflicht, wer Lust hat kann kommen. Ist auch immer ganz entspannend für alle, da ich auch nichts davon halte ein ganzes Jahr durchzuziehen und den Leuten auch mal gerne Freiraum gebe. Meistens haben die Spieler aber trotzdem Bock auf Training, da es soweiso nur einmal in der Woche ist. Aber wenn mal jemand nicht kann, muss er sich nicht viele Gedanken machen, sondern kommt einfach ned.
    Turniere spielen wir auch immer so zwei bis drei. Dann hat auch jeder seine Einsatzzeiten. Mehr Turniere spiele ich ungern, da man ja doch den ganzen Tag in der Halle ist und irgendwann die Spieler darauf auch keine Lust mehr haben. Ich hab immer einen festen TW dabei und die zweifache Anzahl an Spielerinnen, also bei vier eingesetzten, nehme ich acht mit. Es spielen bei mir immer zwei Spielerinnen auf einer Position, die sich selber abewechseln, Ich greife nur ein, wenn ich merke, dass eine Spielerin zu lange draußen ist und gar nicht mehr reinkommt. Wir wechseln auch immr durch mit der Startformation. Da aber nicht gleichmäßig, sonst hab ich fast schon wieder ne Blockbildung, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass viele zur gleichen Zeit zum Wechseln kommen. Ich will einfach auch in der Halle, dass verschiedene Leute zusammespielen. Da kann man natrülich auch anderer Meinnung sein und mehr auf Blockbildung gehen. Da ich aber den Lerneffekt höher stelle, sind mir diese Wechsel bei den Mitspielern wichtig. Vom Kader her schaue ich, dass jede Akteurin mindestens ein Turnier spielt unabhängig von der Trainingsbeteiligung. Es gibt natürlich auch Leute, die alle Turniere spielen. Aber da bei mir soweiso nicht immer jeder bei jedem Turneir da ist, regelt sich die Aufstellung meist von selbst. Bisher haben wir es durch Kommunikation miteinander immer hin gekriegt.

    Hallo Dani2, dein Problem kommt mir sehr bekannt vor. Bin auch schon seid vielen Jahren im Mädchenbereich tätig und in der meisten Zeit mussten wir unsere Mannschaften so besetzten, wie von dir beschrieben. In der letzten Saison haben wir unsere B- und D-Mädchen in der Punktrunde angemeldet, obwohl beide Temas extrem jung besetzt waren (in der B waren zwei B-Mädchen, der Rest C und in der D waren vier D-Mädels und der Rest E- und F-Mädchen). Diese Maßnahme haben wir zuvor den Eltern erklärt. Uns ging es darum, dass alle Mädels spielen durften. Wie zuvor erwartet wurden beide Teams abgeschlagen Letzter, man kann sagen, dass jedes Tor schon ein Erfolg war. Bei den B-Mädchen hat keine einzige Spielerin aufgehört und alle spielen heute noch. Bei der D haben ein paar Mädels aufgehört, aber an sich nur die Mädels, die immer mal wieder übers Jahr dazukamen um den Sport mal auszuprobieren. Ein Teil ist hängen geblieben und ein Teil hat aufgehört. Vom Kader, der vor der Saison schon stand, spielt nur eine nicht mehr und das hat andere Gründe. Wir (sportl. Leitung, Trainer) haben aber auch sehr viel Zeit aufgewendet um immer wieder mit den Mädels zu reden und ihnen die Gründe darzulegen. Also, dass sie einfach körperlich keine Chance haben. Auch die Eltern standen voll hinter der Philosophie "Spielzeit vor Punkten". Es ist auch nicht das erste Mal, dass wir dies so machen mussten und wird auch nicht das letzte Mal so bleiben. Erstaunlicherweise haben wir eine sehr hohe Quote, die in den Damenbereich übertritt. Jetzt sind z.B. 11 Spielerinnen übergetreten, nächste Saison folgen wieder fünf. Die nächsten Jahre sehen ähnlich aus. Vor sechs Jahren standen wir aber mit fast keinen Damenspielerinnen da und mit zwei Mädels aus denen wir ne neue Mannschaft zaubern musste. Fast ähnlich, wie bei dir. Die Mannschaft hab ich dann übernommen, alle möglichen Spielerinnen rekrutiert und sie seid Bestehen im Kern zusammengelassen, also auch immer wieder durch ältere Jahrgänge hochgezogen. Aber alle durften spielen und waren ein Team. Die Mädels sind jetzt auch genau der Kern, der in die Damen übergetreten ist und absolut vorbildliche Kickerinnen mit allen Macken die dazugehören. Im Mädchen- und Damenbereich läuft alles ein wenig anders. Und auch andere Vereine haben ähnliche Probleme. Ich würde in der C anmelden und wenn möglich Freundschaftsspiele gegen D-Mädchen ausmachen, wo du mit dem Trainer schon vorher absprichts, dass du ältere dabei hast. So hab ich das damals auch gemacht. Dann hatten wir neben Niederlagen auch immer mal Siege und die Mädchen haben auch echt viel gelernt.

    Warum ist Lahm kein gutes Beispiel...nur weil er fast alle Positionen spielen kann, wiederspricht das ja nicht der Aussage, dass er seid Jahren der einzig konstante AV ist, den ich kenne...da hat er nun mal die letzten Jahre verbracht...dass ein anderer 6er zu ähnlichem in der Lage gewesen wäre, widerspricht diesem ja nicht, aber die haben halt die 6 gespielt und nicht den AV

    Ich hab auch erst mal dazu einen Bericht gesehen oder Kommentar gehört (weiß es leider nicht mehr), in dem es um dieses Thema ging.
    Da wurde auch angesprochen, dass die Anforderungen an die Position so hoch sind, dass sich Weltklasseleute nur sehr schwer finden lassen...der einzige AV, der meines Wissens nach seid Jahren auf hohem Niveau spielt ist Lahm. Ansonsten fallen mir zwar Leute ein, die mal für zwei/drei Jahre top waren, dann aber auch wieder verschwunden sind. Ich glaube auch, dass der Wechsel zwischen Offensive und Defensive schwierig zu handhaben ist. Entweder hat man den ersten Typen, der aber nach hinten dann immer mal für ein Gegentor gut ist, weil er fehlt oder falsch steht, oder den zweiten Typen, bei dem bemängelt wird, dass er nach vorne zu wenig tut.
    Das Argument mit den drei Verteidigern ist sehr interissant und mal eine Überlegung wert. Vor allem auch im Ausbildungsbereich, da ich hier auch erst recht eine Überforderung der AV's sehe.

    Hallo Renek,


    mitnehmen wirst du deinen Sohn ja nicht können, als E-Juniorenspieler in einer A- oder B-Jugend :D


    An deiner Stelle würde ich nochmals mit deinem Sohn reden, warum er dann aufhören will. Bist du die einzige Bezugsperson, die er in der Mannschaft hat? Normal müssten dort doch auch seine Freunde spielen, was ja ein Grund sein sollte weiterzumachen. Oder ist das eher eine kleine Erpressung, weil er will, dass du weitermachst. Befürchtet er anderweitig weniger zu spielen oder dergleichen? Vielleicht hat er einige Ängste, wenn du nicht mehr das bist, die in einem Gespräch auszuräumen wären. Wenn du auch der Meinung bist, dass ein anderer Trainer dem Team gut tut, kannst du es ihm auch vielleicht in dem in Sinn schmackhaft machen, dass er wieder was neues lernen würde.


    Wenn du gerne ne ältere Mannschaft übernehmen würdest, dann würde ich dir raten dies auch zu tun, nicht dass du in der nächsten Saison der Herausforderung hinterhertrauerst und dein Training darunter leidet. Dass du deinen Sohn vielleicht nicht mehr jedes Spiel begleiten kannst, kann durchaus passieren, brauchen ja nur mal die Spiele am gleichen Tag zu ähnlichen Zeiten statt finden.


    Aber rede nochmal mit deinem Sohn, was die Gründe sind, warum er nicht will, dass du aufhörst, da ja er anscheinend momentan der einzige Hemmfaktor ist.

    ...aus 5 Mädchen vor fünf Jahren zum aktuellen Stand drei Mannschaften gebildet zu haben (davon eines Großfeld), dazu sind 80% der jetzigen Damenmannschaft ehemaligen Mädchenspielerinnen
    ...Mädchen- und Damenfußball im Verein als feste Größe installiert zu haben, die auch im Vereinsleben voll akzeptiert ist
    ...aus den Mädchen ehrenamtlich engagierte Leute herausgebildet zu haben, die auch in der Vorstandschaft sitzten, Trainerämter übernehmen, bei Arbeitseinsätzen da sind
    ...aus meiner eigens betreuten Mädchen-Mannschaft eine klasse Truppe gebildet zu haben, die trotz z.T. vier Jahren Altersunterschied klasse miteinander klar kam, sehr ehrgeizig war und auch für unsere Verhältnisse gute Erfolge feierte (als Mädchenteam Finaleinzug bei gut besetztem Frauenturnier, selber Hallenturniersieger, Meisterschaften- und Vizemeisterschaften, Kreispokalsieger usw), aber die sportl. Erfolge sehe ich sekundär
    ...sogar als weibliche Trainerin angeboten bekam die B-Junioren zu trainieren

    Es gibt zwei Möglichkeiten:
    Entweder
    akzeptierst du das Vorgehen der Mutter, da es ja die persönliche Entscheidung ist, ob ihr Kind in der Halle spielt oder nicht. Und bei einem großen Kader, ist das ja auch nicht problematisch, wenn das Kind nicht spielt. Dann darfst du aber auch zu seinen Mitspielern kein negatives Wort verlieren und nicht vor den anderen Jungs die Entscheidung in Frage stellen, da dies sich ja nur negativ auf den betroffenen Jungen auswirkt
    oder
    ...was ich nicht ganz verstehe: Gibt es bei dir die Pflicht, dass auch die Eltern den ganzen Turniertag anwesend sein müssen. Es gibt ja keinen plausiblen Grund, dass der Junge nicht mit darf, wenn er eigentlich Lust dazu hätte (die beiden einzigen Gründe wären, dass das Kind keine Lust hat oder medizinisch was dagegen spricht). Also, wenn diese Pflicht besteht, dann kannst du natürlich auch nichts machen, denn dann ist es auch wieder die Entscheidung der Mutter, wie sie ihren Tag verbringt und nicht jede Mutter hat soviel Zeit sich den ganzen Tag in die Halle zu stellen. Wenn es keine Anwesenheitspflicht gibt, könntest du ja mal mit der Mutter und der Nachbarsmutter reden, dass das Kind von denen mit zum Treffpunkt bzw. Turnier genommen wird (Fahrgemeinschaften sind ja wahrscheinlich soweiso normal bei euch, oder?). Es könnte natürlich auch sein, dass die Mutter gerne die Wochenendtage mit ihrem Kind verbringt und nicht in der Halle "vergeuden" will. Im normalen Spielbetrieb sind ja schon viele Tage betroffen, an denen man nichts unternehmen kann. Dann solte die Entscheidung auch akzeptiert werden.


    ...wenn es allerdings nur darum geht, dass die Mutter gerne ausschlafen will, finde ich das schon merkwürdig (ausser sie hat Nachtschicht). Was macht eigentlich der Papa?

    Ich hab jetzt aus Zeitmangel die letzten vier Beiträge nicht mehr gelesen und hoffe mich nicht zu wiederholen. Ich habe letzte Saison eine B-Mädchenmannschft auf Kleinfeld mit betreut (ist zwar jetzt nicht ganz mit ner E zu vergeleichen, aber manchmal auch nicht weit weg). Und ich habe festgetsellt, dass die Schulung der Defensive ihnen ein Mittel an die Hand gegeben hat, die uns sogar fast den Bezirkspokal gewinnen ließ, obwohl die anderen Teams uns spielerisch überlegen waren. Das heißt nicht, dass wir mit sechs Leute verteidigt haben. Im Gegenteil: Ich bin ein absoluter Anhänger des Offensivspieles. Wir haben die Mädels ohne Libero spielen lassen (ist mit jetzt aus dem 3:3 nicht ganz klar geworden, ob ihr Raumdeckung oder Manndeckung spielt). Die zwei Vertediger sind hintereinander abgekiptt. Davor haben wir eine Raute gespielt, also sozusagen ein Sechser, zwei Aussen und ein Stürmer, da mir dieses System auch bezüglich der Dreickecksbildung am besten gefielt. Die Gegner kamen nur selten durch die Abwehr, obwohl die oft in Unterzahl waren. Witzig war, dass kein einziger gegnerischer Trainer die Ursache erkannte und immer nur sagte "Wir haben heute vorne so schlecht gespielt". Dann hatten alle gegenrische Mannschaften totale Probleme mit unserer Überzahlsituation im Mittelfeld ("He, da ist immer eine frei".)
    Bezüglich Training und dem Unter-Druck-Gesetzt-Werden der Vertediger. Gibt es die Möglichkeit den TW mit einzubeziehen und dadurch Überzahl zu schaffen. Trainieren könnten ihr das beispielsweise in Überzahl (Verteidiger) - Unterzahl (Stürmer) -Spielchen.

    Ich muss dazu sagen, dass ich der Typ Trainer bin, der sich das ganze nicht lange anschauen würde ohne was zu sagen. Ich hätte den Jungs bei den Fouls erklärt, dass es ein Foul war und warum. Ich hätte auch bei den Einwürfen einmal angehalten und erklärt, wie es richtig geht. Ich hätte auch bei den Ausbällen darauf hingeweisen, dass es nicht aus war und dass es solange es nicht klar ist, einfach weiter gespielt wird usw. Ich dachte nur ich lieg da auf ner völlig falschen Spur, weil das so meine Grundintention war und alle Trainer aber rumstanden und nichts getan haben. Aber da ich bei euren Posts nun die gleiche Handlungsweise erkenne, bin ich ja beruhigt, dass ich da von der Grundidee richtig liege und werde das mal unseren Trainern so weitergeben. Denn so, wie es an den beiden Spielen ablief, war es einfach Chaos und ich denke, dass da unsere Trainer ne große Mitverantwortung haben, da sie sich aus Verunsicherung gar nichts sagen trauen.

    Stefan70: Jetzt versteht du aber einiges falsch...es wurden unsere Spieler gefoult (nicht anders herum, die gegnersichen Spieler haben daraufhin behauptet es wäre kein Foul...der singende Torwart war der gegnerische TW...die Spieler die behauptet haben der Ball wäre im Aus auch die Gegner (wir haben daraufhin ja zwei Tore geschossen, weil unsere einfach weiter gespielt haben)...die Spieler die geschubst haben waren im Spiel davor (das ich nicht gesehen habe, was mir nur erzählt wurde) die gegnerische Spieler


    Von unseren Traienrn will keiner hoch gewinnen (dagegen hat sogar die F1 auf der letzten Trainersitzung angesporchen, dass sie gerne stärkere Gegner hätte, da die Spiele den Kids nicht weiterhelfen). Und dass die Traienr gar nichts mehr sagen dürfen in Bezug aus des Spiel kann auch ned sein, da ja die Jungs auch irgendein Feedback brauchen, ob sie es gut oder schlecht gemacht haben. Es hilft auch weiter, wenn ich sage "Das warst du jetzt falsch gestanden"...der Ton macht halt die Musik

    Da haben wir echt aneinander vorbei geredet. Bei uns wird die F immer mit den Jüngeren aufgefüllt, da wir sonst gar keine Teams hätten. Wir haben noch ne Schnuppertruppe, die nur trainiert und nicht spielt (also die G im Prinzp). Bei unserer E wäre ich auch voll davon überzeugt, dass das ganze funktioniert, da hier schon viele alte Cracks dabei sind, die sich auch viel mit Fußball beschäftigen.

    Vielleicht handeln bei uns in der Spielgruppe auch einfach die Trainer falsch. Es traut sich da nämlich gar keiner mehr irgendetwas sagen. Ich weiß auch nicht inwieweit die Aufklärung von Verbandsseite aus gut war, beim ersten Gegner wußte noch nicht einmal der Jugendleiter das die FairplayLiga eingeführt wurde. Es gab zwar ne Aufklärungsveranstaltung, bei der drei unserer vier Trainer anwesend waren, aber anscheinend waren da die Weisungen nicht optimal. Meiner Meinung nach wäre es nämlich dann Aufgabe des Verbandes diese Leitsätze zu erklären und mit an die Hand zu geben was man darf und was nicht (also wo man einschreiten sollte). Bei uns sagt gar keiner mehr was. Da wird momentan nur an- und abgepfiffen. Und da das bei zwei unterschiedlichen Gegnerteams (die Spiele die ich angeschaut habe) auch so war und bei den anderen Spielen mit den anderen gegenrischen Trainern auch so (wurde mir berichtet), ist wohl in der Aufklärung einiges schief gelaufen.
    Man muss auch sagen, dass ich von der Idee der FairPlay-Liga voll begeistert war, das im Verein auch stark vertreten habe, leider jetzt aber von der Realität eingeholt wurde.

    Vielleicht hätte ich noch dazuschreiben sollen, dass es sich bei unserer F2 um fünfjährige Spieler handelt, die vorher mit dem Fußball noch nichts am Hut hatten und diesen auch nicht im Fernsehen anschauen. Es wurde nicht megaviel gefoult, die normalen Sachen halt, aber die Spieler wußten gar nicht was los war, weil sie es nicht gecheckt hatten (sie sind halt einfach noch zu jung). Sie waren halt auf beiden Seiten auch oft zu langsam, dachten sie treffen den Ball udn haben dann den Gegner getroffen. Nur haben sie das dann selber noch gar nicht mitgekriegt. Der Torwart vom Gegner hat beispielweise das ganze Spiel gesungen. Dann hat er nen Ball rausgehaut, sich sofort umgedreht, weil da irgendwas vorbei gefolgen ist und hat gar nicht mit gekriegt, dass der sein Abschlag bei nem Spieler von uns gelandet ist und prompt ins Tor flog. Also ich finde halt, dass man diese Akteuer ziemlich allein lässt. Die kennen die Regeln noch gar nicht und sollen diese aber voll umsetzten. Klar gab es bei uns auch faire Sachen. Aber das Chaos hat halt überwogen und die Spielzeit ging flöten, was ja auch nicht Sinn sein kann. Wenn ich Siebenjährige hab, dann schaut das schon anders aus. Und im Training kann man auch nicht alles simulieren.

    Ich habe die Fairplay-Liga durchaus verstanden...es geht darum die Spieler spielen zu lassen...bei jeder einzelnen Anmerkung hast du geschrieben, dass die Trainer eingreifen sollen...aber genau das ist ja der Punkt. Sie sollen NICHT eingereifen...also wo ist dann der Punkt an dem es okay ist einzugreifen. Wenn ich alles so reglementiere, wie von dir geschrieben, dann bin ich ja wieder bei der vollen Spielkontrolle...wenn sich Spieler erst bei jeder Szene eine Minute unterhalten müssen (im Streitton), bevor es weitergeht, muss ich in Zukunft 40 Minuten spielen, um noch etwas Spielzeit zu haben. Den Trainern ist das Spiel nicht entglitten, sie haben sich einfach voll rausgehalten (wie gefordert). Da wird vorgeschrieben bei Unstimmigkeiten regeln die Traienr...es gab aber ständig Unstimmigkeiten. Wann regeln es die Trainer? Wenn die Spieler über nen Einwurf diskutieren, über ein Foul, über ein Handspiel. Die Spieler haben sich nicht fair miteinander geeinigt, sondern die Cleveren, die den Mund aufgebracht habe, hatten einfach immer Recht, auch wenn sie an sich gefoult haben. Die Schüchteren waren dann der Meinung das sie im Unrecht waren, auch wenn sie recht hatten. Die Trainer standen nicht dabei, da sie ja auf Höhe der Mittellinie standen und z.B. ein Foul an der Auslinie war. Ich hab es bestens gesehen,weil ich Fotos einen Meter vom Geschehen weg gemacht habe. Die Szene war circa drei Meter ausserhalb des Strafraumes, es gab dann Freistoß, als ich zurückkam, haben mich alle (Eltern und Trainer) gefragt, ob das nicht ein Elfer war. Sie hatten es anders gesehen, da sie alle weit weg standen, also wie sollen sie von ausserhalb des Spielfeldes das Spiel regeln. Da hätten die Trainer völlig falsch entschieden. Im Endeffekt gab es Freistoß, weil ich zu den Kindern gesagt hatte das es Foul war. Hätte ich gar nicht tun dürfen. Darum bin ich für einen Schiedsrichter auf dem Spielfeld, da wie auch mein Nachredner angemerkt hat die Kinder zum großen Teil gar nicht wissen was ein Foul ist. Woher sollen sie es denn wissen. Es gibt keine Heile-Lebkuchen-Welt. Fußball ist ein Spiel mit Regeln, und je eher ich das den Kindern vermittle umso besser...müssen es ich jetzt die Kinder auf dem Fußballplatz auch noch streiten, weil keiner eingreift. Ich stell mir das gerade mal im Schulunterricht vor. Der Lehrer ruft nicht mehr auf, sondern die Kinder regeln, wer spricht...das wird lustig

    Auch wir gehören zu Schwaben und haben damit die Fairplay-Liga. Ich hab jetzt als Jugendleiter nach drei Spieltagen ein Spiel der F1 und F2 angeschaut. Die Eltern waren am Spielfeldrand ruhig (obwohl bei uns platztechnisch der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann). Wir hatten davor auch Flyer verteilt und so war jeder informiert. Auch das Weglassen von Tabellen finde ich klasse und die Eltern, soweit ich das mitgekriegt habe, auch.


    Nun aber das große ABER: Das Fehlen von Schiedsrichtern geht gar nicht. Zwei Tore sind gefallen weil unsere Gegner meinten der Ball wäre aus, unsere Spieler nicht und einfach weiter gespielt haben. Schiedsrichter stand auf der anderen Seite und konnte es nicht sehen, da er ja nicht mehr auf dem Spielfeld stehen soll. Dann gab es einige Fouls, bei denen der Gefoulte der Meinung war, dass er gefoult wurde und der Überltäter der Meinung war, nicht gefoult worden zu sein. RiesenStreit unter den Kindern mit gegenseitigen Vorwürfen. Am Schluss wurde bei jeder Aktion nur noch gestritten, die Spielzeit in der zweiten Hälfte lag vielleicht bei 50%. Chaos pur auf dem Fußballplatz, durchgesetz haben sich immer die Spieler, die den Mund aufbringen. Die Schüchteren hatten immer die A---karte gezogen. Schiedsrichtermäßig haben sich weder der Gegner noch wir eingreifen trauen, dann müssten man ja doch wieder das ganze Spiel eingreifen, wenn es schon bei den Einwürfen ausartet. Ich unterstelle den Spielern hierbei keine Absicht, es war halt oft nicht klar, was eigentlich stimmt, weil einfach der Beobachter fehlte, der das Spielgeschehen einfach nur beobachtet ohne Mitwirken zu müssen. Laut Eltern haben im vorherigen Spiel viele Spieler des Gegners einfach geschubst...was niemals geahndet wurde. Also ich finde die Spiele ohne Schiedsrichter absolutes Chaos: Wenig Spielzeit, Spieler streiten, die die besser reden können, setzten sich durch. Was ist so abwegig an nem Schiri, von mir aus können sich der Heim- und Gastverein auch in der HZ abwechseln. Aber so kann das Spiel gar nicht verpfiffen werden, wie es da schief ging. Es gab auch massenweise falsche EInwürfe. Normal unterbricht man, erklärt es den Spieler und er wirft nochmal. Aber so wird einfach weitergespielt. Schlimm war auch, als sich die Spieler auf nen Elfer verständigten, dem ein klares Handspiel (Hand über den Kopf, mit beiden Händen dran) vorrausging...die Verständigung brauchte aber ne Zeitlang, weil es der Übeltäter ganz anders gesehen hatte...dann stritten noch drei Spieler, wer schießen darf, weil ja die Traienr auch nichts mehr sagen dürfen. Bei jedem Abstoß hatten die Torhüter ne Mordsgaudi und sich den Ball zig mal hochgeworfen...so tickt dann mal ne Minute runter. Ich könnte noch ewig weiterschreiben. Was ich allein in den beiden Spielen gesehen habe, war genug. Ich hätte gerne wieder Schiedsrichter auch in Hinblick auf die E-Jugend..."was ich darf nicht mehr schubsen?" Da werden dann Sachen gehandet, die drei Jahre lang völlig in Ordnung waren. Und man muss auch nicht alles antiautoritär erziehen. Fußbal ist ein Spiel mit Regeln, die es zu beachten gilt aus Fairnessgründen. Dann solte es auch jemanden geben, der darauf achtet. Auch Kindernkann man Regeln vermitteln und muss sie aus meiner Sicht nicht so im Regen stehen lassen. ich denke da gerade an die Schüchternen und an die Neuanfänger.


    Habt ihr hier ähnliche Erfahrungen gemacht?