Ich bezweilfle nicht, dass es durchaus AHDS-Kinder gibt, das meinte ich mit meinem Statement nicht. Im Bekanntekreis ist auch ein Kind. Wenn ich aber nur eine Generation zurückdenke, an meinen Vater, dann war es damals normal, dass die Kinder wild waren, herumgetobt sind und es war auch normal, dass sie miteinander gerauft haben. Das Kind das ich kenne, wäre damals ein ganz normales Kind gewesen und gar nicht weiter aufgefallen, vielleicht sogar noch ein kleiner "Anführer", da ein großer Tober. Heute wird gleich eine Krankheit diagnostiziert, weil der Junge im Bus auf dem Weg zur Schule nicht stillsitzen kann. Aber ich denke es gibt genügend Kinder, die halt mit sechs noch nicht Stillsitzen können. Aber deswegen sind sie nicht krank. Genauso gibt es den anderen Fall, dienjenigen die ne Zeitlang überlegen und deswegen sehr still wirken, wie Tagträumer, aber sind sie deswegen Tagträumer oder sind die eher Beobachter, die alles erstmal lieber anschauen, bevor sie tätig werden? Ich hab nen Sohn mit zwei Jahren und selbst in seiner Alterklasse und in unserem Umfeld mit dem Nachwuchs, haben wir so viele verschiedenen Charaktäre. Mein Sohn ist ein stiller Typ, der zu den Beobachtern zählt und seine beste Freundin ist genau das Gegenteil, sie probiert alles ohne Nachzudenken und kann weder fünf Minuten mit nem Spielzeug spielen, noch ruhig sitzen. Aber die beiden an sich ergänzen sich super. Und so ist es dann doch erst recht mit Sechsjährigen, die einen ruhig, die anderen wild, die einen schon etwas weiter, die anderen hinterher (die Kinder fangen ja auch nicht alle gleichzeitig mit dem Laufen an, oder mit dem Sprechen). Und ich finde die Gesellschaft tut sich viel zu leicht, alles in bestimmte Vorgaben zu pressen. Ich merke das schon bei den U-Untersuchungen. Ja nicht einen Schritt nach links oder rechts raus. Wir hatten in nem Kurs ein Kind, das konnte sich wunderbar drehen musste aber Krankengymnastik machen (mit sechs Monaten) und warum: Weil es einfach an dem Tag, als es bei der U war nicht ausschlafen konnte, müde war und sich deshalb nicht so fit verhalten hat. Und schon war das Kind in ne Kategorie eingeteilt. Uns so zieht sich das durch alle Alterstufen. Und das Schlimme an dem Tabelettenkonsum ist ja, dass man dann wirklich abhängig wird. Einmal damit angefangen, gibt es ein Leben lang kein Zurück mehr. Die Kinder können dann ohne diese Tabletten keinen normalen Alltag mehr führen. Natürlich gibt es auch kranke Kinder, aber es ist schon verwunderlich, wenn der Entdecker der Krankheit am Sterbebett gesteht, dass er die Krankheit erfunden hat und es um den Absatz der Pharmaindustrie ging (das stand dazu letztens sogar ein riesen Bericht in irgendeiner Medizin-/Apothekenzeitschrift).
Nach klar ist es schwer für einen Fußballtrainer damit umzugehen, vor allem, wenn man das Ganze noch ehrenamtlich macht. Udn das man da an seine Grenzen stößt ist auch logisch. Zmal diese Kinder ja auch schon längst unter Medikamenteneinfluss stehen. Und ich kann auch keinen Tip geben, wie man damit umgehen soll, weil ich noch nie so einen Fall in der Mansnchaft hatte. Aber ich schätze, das ist ein Thema, auf das wir in Zukunft öfter stoßen werden und wir uns Gedanken machen sollten. ich wollte nur einmal anregen, dass diese Kinder oft nur verhaltensauffällig sind in unseren beschränkt denkenden Gesellschaft, wo es nur noch geradlinige Kinder geben soll. Vor einer Generation wären viele Kinder ganz normale Kinder gewesen. Und gerade bei den Jungs wird dies Krankheit ja auffällig oft diagnostiziert im Gegensatz zu den Mädels, weil Jungs von Haus aus eben ein wenig wilder sind. Auch dies kam in dem Bericht, den ich gelesen habe, sehr schön raus. Ich wünschte ich hätte ih noch. Vielleicht finde ich ihn nochmal.