Beiträge von Nela

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    Bitteres Ding. Für mich wäre die Sache vollkommen erledigt, wenn ich diese Gerede über deinen charakterlosen Sohn auf dem Volksfest gehört hätte. Man kann sich ja wirklich Gedanken machen, welches Verhalten richtig ist (wobei ich da momentan bei deinem Sohn stehe), aber dann in aller Öffentlichkeit über jemanden anderes herziehen, der sich nicht mal wehren kann, weil nicht anwesend, ist unterste Schublade. Da müsste an sich spätestens jetzt der Verein Konsequenzen ziehen. Das macht ja ein mehr als schlechtes Bild nach außen. Also ich finde diese Geschichte fast noch schlimmer, als die vom Spieltag, die ja auch unter emotionalem Einfluss bei allen Beteiligten stand. Aber nun liegt ja schon einige Zeit dazwischen, in der man seine Gedanken auch mal ordnen kann. Und das zeigt eindeutig, dass sich der Trainer zu seiner Verhaltensweise nicht den geringsten Gedanken macht und wahrscheinlich noch öffentlich um Zuspruch bettelt (anscheinend hat er den nötig), während du hier im Forum über dein Verhalten und das deiner Frau/deines Sohne diskutierst. Das sagt ja an sich schon alles.

    Hallo Schnattl,


    wäre super, wenn du uns immer auf dem Laufenden hälst, wenn es bei euch was neues gibt. Ne sehr interissante Geschichte, die sich auf nahezu jeden Verein übertragen lässt und ich bin voll bei euch, was euer Training und euer Festhalten daran angeht.


    Ich fang mal von der anderen Seite an.
    Mein Name ist "Profiverein XY", ich habe einige Mannschaften in der F- und E-Jugend, die mich aber nicht wirklich interissieren, weil es keiner meiner E- oder F-Jugendspieler jemals in meine Profimannschaft schaffen wird. Ab der D-Jugend wird bei mir gescoutet und ich suche mir jedes Jahr aus einem Massenangebot einfach die besten Spieler raus. Das sind die hochbegabten Spieler aus der Region, die in ihren Jugenden pro Jahr ca. 50 Tore geschossen haben und deshalb deren Mannschaften unschlagbar waren. Die anderen noch überdurchschnittlichen Spieler gehen zu einem andern höherklassigen Verein und sind dort gut untergebracht. Beim Verein bleiben die normal begabten Spieler, die Reservisten und die Spieler, die einfach gerne bei ihrem Verein bleiben, weil sie keine Lust auf höherklassigen Fußball haben und mit ihrem Trainer auch gut klar kommen, und sich im Verein einfach wohl fühlen. Wenn ich die Vereinsmannschaften des "Normalo-Vereins" anschaue und gucke, welche Spieler im Seniorenbereich dort noch kicken, sind es "komischerweise" nicht die Hochbegabten aus der F-Jugend. Die spielen ja mittlerweile bei mir, bei einem anderen hochklassigen Verein oder haben keine Lust mehr. In der Seniorenmannschaft des Vereins spielen die durchschnittlich begabten. Die Reservisten hatten keine Lust mehr und machen jetzt einen anderen Sport, übrigens zum Teil sehr erfolgreich. Der Verein spielt immer noch in der A-Klasse. Aber es gibt auch den anderen Verein, der auch die Reservisten mitkommen ließ, bei denen der Fußball allen Kindern Spaß machte, da sie auch gegen stärkemäßig gleichwertige Gegner kickten und sich da Stück für Stück verbessert haben. Und da können die Spieler auch noch Rückwärts laufen, weil sie als kleine Kinder nicht nur Fußball, sondern auch Koordination trainiert haben und viele Bewegungsspiele gemacht haben. Von der richtigen Raumaufteilung, vom richtigen Einwurf, vom exakten Anstoß hatte in der F von diesen Seniorenspielern noch keiner eine Ahnung. Aber das machte auch nichts, weil sie es einfach später gelernt haben. Dieser Verein ist mit seinen Senioren (die übrigens zum großen Teil aus eigenen Jugendspielern besteht) sehr erfolgreich. So schaftte man den Aufstieg in die Kreisklasse und hat eine supertolle Truppe, die auch im Vereinsleben sehr aktiv ist. Einige Spieler trainieren selber Kindern, einige haben Ämter übernommen. Da fragt man sich doch, welcher Verein jetzt den richtigen Weg gegangen ist."


    Bleibt bei eurer Linie und da ihr ja aus dem städtischen Bereich kommt, gibt es vielleicht auch einen Verein in der Nähe, der euch mit Handkuss nehmen würde, da ihr die richtige Einstellung zum Kinderfußball habt.

    Ich gebe meinen Vorredenrn recht. Vielleicht ist dein Mann auch zum gewissen Teil das Problem. Red ihn mal darauf an, dass du das Gefühl hast, dass die Kleine etwas blokiert im Spiel. Und frag ihn mal, ob ihr nicht den Deal schließen könnt, dass er mal zwei Spiele nicht zuschaut und du mal zwei Spiele nicht zuschaust. Wenn sie dann bei den Spielen ohnen deinen Mann entspannter ist, dann ist die Lösung recht klar. Aber vielleicht ist auch der Trainer im Spiel das Problem. Ich gehe davon aus, dass dieser beim Sportfest vielleicht auch nicht als Trainer aktiv war. Vielleicht verkrampft dein Mädel auch, weil alle im Spiel von ihr das erwarten, was sie im Training offensichtlich zeigt undn für die Kleine aber das Spiel noch ein zu großes Event ist. Trikot anziehen, andere Atmosphäre, gewisser Erwartungsdruck. Vielleicht kommt sie da einfach nicht klar und weiss selber, dass sie mehr könnte, verkrampft aber, weil auch jeder mehr erwartet. Und eventuell machen es dann die gut gemeinten Zurufe nur schlimmer. Auch Ermutigung kann ja in gewisser Weise Kritik sein, mit "Komm, nimm deinen Gegner mal den Ball ab" oder "Trau dich auf's Tor zu schießen", sagt man ja auch gleichzeitig, dass man das bisher noch nicht gemacht hat. Eventuell sollte man auch versuchen einfach mal zwei Spiele nicht zu kommentieren und danach nur die Frage zu stellen, ob ihr das Spiel heute Spaßngemacht hat. Ohne, dass man auf gelungene Aktionen oder mißlungene eingeht. Vielleicht braucht sie nur das Gefühl, dass egal was sie macht es okay ist.
    Und die Aussage, dass sie stehen bleibt und deshalb mit dem Fußball aufhören sollte (von deinem Mann), finde ich ja absolu daneben. Sie spielgelt auch echt die Stellung der heutigen Gesellschaft wieder. Da wird Fünfjährigen Kindern schon ein Druck gemacht, wie einem Erwachsenen. Kaum sieht man nicht irgendeinen Fortschritt ist man schon schlecht. Einfach Kind sein, wird total hinten angestellt. Musst deinen Mann mal fragen, ob er eigentlich in seinem Beruf auch wöchentlich Fortschritte macht und sich verbessert oder, ob er auch stehen geblieben ist. Dann sollte er nähmlich kündigen, weil ja dann der Job nichts mehr für ihn ist. Wenn die Kinder mal 12 sind, kann man langsam eine Tendenz erkennen, ob sie gute oder eher schlechte Fußballer werden. Aber es gibt einfach Frühzünder und Spätstarter. Des geht im Krabbel- und Laufalter schon los und bis ins höhere Alter. Mein Junge hat das laufen auch später gelernt, deshalb läuft er jetzt genauso gut wie jedes andere Kind. Er ist aber tendenziell vom Charakter eher der vorsichtige Typ, also bevor er ständig auf die Schnauze fällt, wartet er halt bis er sich sicher ist und startet dann durch. Und so hat auch jedes Kind seinen eigenen Charakter. Und vielleicht ist dein Mädel auch eher der schüchteren Typ und wenn sie die Leute nicht kennt (=Gegner) dann hat sie vielleicht auch Respekt mit ihnen in nen Zweikampf zu gehen. Und im Training, wo sie ihre Trainingspartner kennt, ist das kein Problem.
    Also es kann da sehr viele Gründe geben. Ich würde einfach entspannen, dabei bleiben und dann wird man in den nächsten Jahren sehen, wo der Weg hingeht.

    ballgewinnski: Danke für den Tipp, hab mich da schon mal registriert gehabt und gesehen, dass es was zur Kette gibt. Nur noch nicht angesehen. Werde ich aber auf jeden Fall nachholen. Empfehlenswert sind auch die Videos von Hasenpflug auf Youtube.

    Hallo zusammen,


    sehr interissante Beiträge in einem Thema, dass auch mich gerade beschäftigt. Ich starte nächste Saison mit einer Damenmannschaft in das Projekt ballorientiertes Verteidigen. Dabei geht es mir nicht nur um die Viererkette, sondern um das Gesamtspielsystem, welches das Team neu lernen muss. Hab mich da für ein 4-4-2 entschieden, was nach der Einlernphase dann in ein 4-2-3-1 (eine Saison) umgewandelt werden soll. Ich hab mich für das System entscheiden, da ich nach einiger Buchliteratur zu dem Schluss kam, dass dieses defensiv leichter zu lernen ist, da mit zwei Viererketten gespielt wird. Natürlich ist es offensiv nicht so einfach zu spielen, da mir hier auch die Rautenform in der Offenisve fehlt. Ich habe aber festgestellt (letzte Saison, als wir noch 9:9 gespielt habe und da mit Dreierkette gespielt haben), dass das erste große Problem in der Umstellung ist, dass die Spieler in ihren Gedanken ziemlich mit der Defensive beschäftigt sind, also wo steh ich, wo muss ich hin, so dass sie in den ersten Partien fast vollständig vergessen, sich nach vorne einzuschalten. Hab aber auch den Effekt bemerkt, dass, wenn die Grundlagen mal drin sind, die Vorteile der Offensive (mit nachrutschenden Aussenverteidgern) schön zum Tragen kommen und der Gegner da meist überfordert ist. Ich hab mir die Bücher von Martin Hasenpflug zugelegt und will mich jetzt mal mit diesen im Training orientieren. Die ersten Wochen drehen sich hier natürlich sehr um die Defensive. Dann will ich mich um den Spielaufbau und Spielzüge kümmern. Ich hoffe das haut so hin, werde hier bestimmt Erfahrungen sammeln, bin aber ganz positiv gestimmt.
    Vor drei Wochen sind wir mit unserem Team spontan bei nem Turnier eingesprungen und haben da ohne vorheriges Training, nur mit kurzen Erklärungen die Kette gespielt (zum Vorteil war, dass einige Spielerinnen das ballorientierte System aus der Zeit im 9:9 schon kannten). Spielzeit waren 20 Minuten bei 5 Spielen. Mir ging es bei dem Turnier rein um das Kennenlernen des neuen Systems ohne Rücksicht auf die Ergebnisse. Optimal war die Spielzeit und dann konnte man direkt wieder Situationen ansprechen. Also das fand ich hervorragend und würde ich jedem weiterempfehlen. Also wenn möglich, vielleicht eine Turnierteilnahme, da man hier sehr gut üben kann.

    Ich hatte dieses Jahr ne Mädelsmannschaft im 9:9. Hab das System 3-2-2-1 gespielt und war damit sehr zufrieden. Die Viererkette hatte ich am Anfang auch probiert, waren mir aber für die Spielfeldbreite zu viele Spieler. Und der 6er davor war, wie schon im vorherigen Beitrag beschrieben, recht schnell am Ende, zumal sie ja auch die Offensive ankurbeln sollte. Mit den 2 6ern war hier ein schöner Wechsel möglich. Mit den beiden Aussenspielern und dem Stürmer davor funktionierte die Dreieckesbildung prima, so dass sich sehr viele Anspielstationen ergaben. Und auch von hinten raus (über Torwart) konnte man mit der Dreierkette immer schön die Seiten wechseln. Also ich würde das System jederzeit wieder spielen, da es auch im Gegensatz zum 4-1-... nicht so stark von nem genialen ZM abhängig ist.

    Ich kann euch beiden zustimmen. War selber jahrelang Damenspielerin und dann -Trainerin. Hab in dieser Zeit einige Aufstiege und Abstiege mitgemacht. Während bei einem Männeraufstieg die ganze Ortschaft sich in den Armen lag, wurden die Damenaufstiege zwar gefeiert (vor allem von den Spielerinnen und dem Trainer), nicht aber vom Umfeld in dieser Ausdehnung. Gleiches gilt natürlich anders rum. Männerabstiege sind große Katastrophen, während Damenabstiege hingenommen werden (also kann man da auch mit viel weniegr Druck arbeiten). Ich selber als Spielerin hab das natürlich anders gesehen und hatte auch großen Ehrgeiz, auch in jedem Training. Doch das Umfeld sieht die ganze Sache anders...und natürlich gibt es auch andere Damenteams, hab ich auch schon erlebt, die alles locker nehmen und wirklich zur Gaudi spielen, soll es aber bei den ganze niederklassigen Männern auch geben.


    Viele Trainer haben kein Konzept und das merken dann auch die Teams, also solltest du dir gezielt überlegen was du die Saison über verbessern willst, ähnlich dem roten Leitfaden in der D-Jugend, da die Damen, wie TW-Trainer auch zu recht gesagt hat, technisch und taktisch weiter hinterher sind. Spannstoß ist schon was, was nicht jede kann. Dafür kann man aber auch große Verbesserungen erzielen.


    Damen ticken auch anders. Man sollte mannschaftsinterne Freundschaften nicht unterschätzen. Wichtig ist jede gleich zu behandeln, auch wenn sie vielleicht ne schlechtere Spielerin ist, denn wenn diese dann ihr Leid zu ihren Kolleginnen klagt, kann sich das schon mal auswachsen. Bei den Männern spielt halt der schlechtere einfach nicht so viel. Bei den Damen könnte das für Unruhe sorgen, außer du redest hier viel, also nicht einfach nicht aufstellen, sondern dass der Spielerin gegenüber auch begründen. Leider werden trainerenstcheidungen nämlich nicht nur aus sportlicher Sichte gesehen, sodnern Frauen sind da etwas solidarischer...bei mir hatte ich schon mal den Spruch: Lass sie lieber länger spielen, auch wenn wir dann verlieren.


    Und einfach viel unternehmen, abseits des Fußballs, das kommt immer gut. Und unseren letzten Damentrainer hat das Team auch echt angehimmelt, weil er einfach auch viel mit ihnen gemacht hat, dafür wurden viele andere Sachen verziehen.

    Ich weiß jetzt nicht, wie es bei euch geografisch ausschaut, aber bezüglich Training und Spiel solltet ihr evtl. versuchen, alle drei Vereine einzubinden. Wir hatten letztes Jahr auch eine 3er SG in einer Jugend, von denen zwei schon öfter zusammengearbeitet haben und sich daher kannten, der dritte Verein war neu. Geplant war bei einem Verein die Vorrunde zu spielen (A), bei einem andere die Rückrunde (B) und bei dem geografisch in der Mitte liegenden Verein komplett zu trainieren (C). Jedoch war da die Spieleranzahl pro Verein auch ziemlich gleich. Leider konnte C dann keinen Trainer stellen, sondern nur A und B, so dass in der VR bei A gespielt und B trainiert und in RR bei B gespielt und A trainiert wurde. Hatte damals super geklappt. Nur am Saisonende wurde es etwas mau, was auch an der Erfolgslosigkeit des Teams lag, da diese einfach in einer zu hohen Klasse spielten. Dafür hatten sie sich eh lange den Trainingsehrgeiz bewahrt. Wichtig sind mit Sicherheit auch gemeinsame Aktivitäten abseits des Fußballs, vor allem gleich zu Beginn der Saison. Veranstalte doch nen Trainingstag zum Auftakt mit dem Holland-Turnier (dann lernt man sich gleich kennen), dann gemeinsames Mittagessen und dann noch ne Aktion am Nachmittag, wie Kletterpark, Fußballgolf, Minigolf oder sonst was.

    Ich trainiere seid Jahren eine C/B-Mädchenmannschaft und in der Halle spielen wir an sich nur Fußball. Habe in den ersten Jahren auch ein Training durchgeführt, aber unsere Halle ist nicht so groß und da steht man dann gleich wieder auf der anderen Seite. Für uns ist das Hallentraining eher ein Spaßtraining, wo die Mädels das machen dürfen, was sie wollen...nämlich Fußballspielen. Es ist auch nicht verpflichtend ins Hallentraining zu gehen, wenn jemand dazu keine Lust hat, kann er daheim bleiben. Erstaunlicherweise sind aber doch immer alle da, weil die Spaß haben. Natürlich könnte man Passtechnik usw schulen und das wäre auch sinnvoll, aber ich merke auch hohe Fortschritte bei den Mädels, wenn sie wieder ins Freie gehen durch das alleinige Spielen, da sie aufgrund der kleinen Halle ständig in Zweikämpfe geraten, hohen Gegenrdruck haben, der Ball immer im Spiel ist und sie auch sehr viel mit Spiel ohne Ball arbeiten müssen. Gerade im Mädchenbereich ist ja die Zweikampfführung nicht unwesentlich, gerade Anfängerinnen sind hier oft verhalten, was sich durch das Hallentraining etwas bessert. Natürlich sage ich nicht alleiniges Spielen ist besser als Trainieren. Dies ist bei uns eher dem Umstand geschuldet, dass die Halle voll belegt ist, ich nur einmal Training die Woche habe, bis ich was aufgebaut habe schon wieder ewig viel Zeit vergeht, da ich vorher aufgrund der Belegung nicht rein kann und auch der Abbau wieder viel Zeit braucht und auch pünktlich beendet sein muss. Außederm ist die Halle, wie angesprochen ziemlich klein. Bei 15 Spielerinnen im Training stehen die sich gegenseitig auf den Füßen.

    Ich bin jetzt von zwei Einheiten pro Woche ausgegangen., also dass wären dann 10 - 12 Einheiten. Meiner Erfahrung nach brauchen das die Neuanfängerfinnen auf jeden Fall um mal die Grundlagen der Ballbehandlung zu lernen. Aber du hast ja dein Team unter Beobachtung und kannst ja auch schneller umstellen bzw. das Programm länger durchziehen, wenn du siehst, dass sie relativ schnell lernen oder einfach noch ein wenig brauchen. Ist ja super, wenn du nen Torwarttrainer hast. Vielleicht könntest du das Torwarttraining dann in den Anfangsteil stellen (ist zwar ungewöhnlich, aber manchmal muss man auch mit dem leben was man hat), dann kannst du die Technikübungen überwachen und dein Torwart hat ne halbe Stunde Training. Anschließend könnte der Torwarttrainer ja auch die Anfängerinnen übernehmen, vielleicht sogar inklusive Übungen mit Torabschluss, so dass der Torwart auch beschäftigt ist. Ist jetzt nur ne Variante, gibt es ja zig Möglichkeiten.

    Dein Problem kenne ich zu gut, da ich auch im Frauen/Mädchenbereich tärig bin und man hier im Gegensatz zum Jungenbereich ständig neue Spielerinnen bekommt, die leistungsmäßig nicht dem Stand der aktuellen Mannschaft entsprechen. Bei uns gab es dieses Problem z.B. im Sommer, als ich trainingsbedingt eine völlig neu gegründete Mädchenmansnchaft mit ner seid vier Jahren zusammen spielenden A-Mädchenmannschaft zusammenlegen musste. Generell haben sich bei mir dadurch folgende Erkentnisse ergeben:


    Zum einen geht es um die soziale Integration, die ja bei dir noch ne Spur ausgeprägter ist, als in meinem Fall, da ich ja zwei Teams habe und du eines. Diese ist nicht zu unterschätzen, da gerade bei den Frauen der Teamspirit recht wichtig ist, sonst kann es dir passieren, dass du zwei Fraktionen kriegst, die nen Zickenkrieg starten. Ich finde aber, dass man den sozialen Aspekt hervorragend mit dem Training verknüpfen kann.


    Ich würde nämlich in deinem Fall nicht Variante 1 ODER 2 wählen, sonder Variante 1 UND 2. So sind die Neuanfängerinnen technisch und spielerisch mit Sicherheit weit hinter den gestandenen Spielerinnen zurück, was dazu führt, dass gerade im Bereich Technik viel Augenmerk auf die Neulinge zu legen ist, auch deshalb, weil es sich ja zum Teil um wirkliche Neulinge handelt. Das könnte man jedoch wunderbar mit der sozialen Schiene kombinieren indem du hier Neulinge und die gestandenen Spielerinnen mischt (2ern oder 4er-Gruppen) und hier Techniktraining durchführst. So lernen sich alle relativ schnell kennen, die neuen fühlen sich integriert und gerade im Frauenfußball sind die Wiederholungen der Grundtechniken auch für die Älteren sehr wichtig. Der weitere Vorteil ist, dass die älteren Spielerinnen die neuen auch korrigieren können bei falscher Ausführung und du nicht deine Augen überall haben musst. Weiterhin kannst du z.B. auch Zusatzvorgaben machen, dass z.B. die Älteren nur mit dem schwächeren Fuß agieren dürfen. Diese Mischung würde ich in den Anfangsteil setzten und als Aufwärmphase durchführen, also ca. 20 - 30 Minuten. Danach würde ich die Gruppen trennen und leistungsbezogen traineren, wobei hier natürlich ein zweiter Trainer zur Verfügung stehen sollte, da du bei diesen zwei Gruppen auch verschiedene auf sie abgestimmte Übungen durchführen solltest. Das kann bei den Anfängerinnen durchaus noch viel Passspiel und Ballbehandlung sein. Denn die Frage ist, ob es schon viel Sinn macht mit den Neulingen in den Konditionsbereich einzusteigen. Realistisch werden hier die Spielzeiten sowieso eher selten 90 Minuten betragen, so dass sie auch für soviel Zeit keine Luft haben müssen. Da fände ich es persönlich wichtiger an den Grundlagen zu arbeiten. Außerdem findet ja das Ausdauertraining auch immer mit Ball statt.


    Nach ein paar Einheiten (5-6 Wochen) würde ich mir dann nochmals Gedanken über den Stand der Spielerinnen und ihre Entwicklung machen und dann neu entscheiden, wie ich vorgehe.

    Aber ist das nicht eigentlich Blödsinn? Nehmen wir an, ich nehme an 5 Turnieren á 25€ teil. Sind 125€ an Startgeldern. Jetzt veranstalte ich ein Turnier, lade 5 Mannschaften ein, nehme 25€ Startgeld. Also hab ich die 125€ wieder in der Tasche. Ähm ist doch nur Geldschieberei, also könnte man es ja auch gleich sein lassen. Nix gegen die Rahmenangebote bei Turnieren. Aber der Sinn dieser Startgeldschieberei will sich mir noch nicht zeigen.


    Und wenn ich sage, bei jedem Turnier geht das Geld für Preise und Hallenmiete drauf, ist es die gleiche Milchmädchenrechnung... also das einzige woran ich wirklich nen Euro verdiene sind die Rahmenangebote, fragt sich nur was diese Startgelder dann sollen...


    Dann würdest du ja davon ausgehen, dass an sechs Turnieren exakt die sechs gleichen Mannschaften teilnehmen. Das ist ja höchst unrealistisch. Man hat ja immer mindestens 50% an Mannschaften, die bei dir sind, aber selber kein Turnier veranstalten. Also im Jugendbereich im unteren Amateurbereich von Geldschieberi zu reden, ist etwas übertrieben. Die Vereine verlangen bestimmt nicht aus Spaß Turniergebühren, schließlich muss das ja vom Kassier auch alles wieder verbucht werden und bedeutet auch da wieder zusätzliche Arbeit. Wenn es ohne Gebühren gehen würe, dann würden das die Vereine bestimmt machen.
    Wir veranstalten im Sommer auch immer ein Freiluftturnier und wir verlangen da auch Startgebühren, die aber komplett für Pokale, Bälle, Urkunden usw draufgehen. Der Gewinn aus dem Kuchen- und Semmelverkauf bleibt dann bei uns und auch bei unserer Mannschaft. Damit finanzieren wir dann Trainingssachen oder Abschlussfahrten mit. Das finde ich völlig legetim.
    Und im Winter nehmen wir an einigen Hallenturnieren teil, da wir keine eigene Halle haben und ich finde es vollkommen in Ordnung, dass hier Gebühren verlangt werden.
    Im Durchschnitt verlangen die Vereine rund € 25 Euro, das finde ich in Ordnung, bei € 30 muss ich aber auch sagen, dass das ne Grenze ist, da ich ja aus eigener Erfahrung auch weiß, dass man mit € 25 schon hinkommt.

    Bei uns werden für Turniere auch Teilnahmegebühren verlangt und ich finde dies vollkommen in Ordnung. Es ist doch völlig legitim, wenn durch die Teilnahmegebühren die Fixkosten für Pokale, Urkunden, Bälle, Schiedsrichter usw. abgedeckt werden. Der unkalkulierbare Gewinn durch Speißen und Getränke darf doch selbstverständlich der Jugend bzw. der Mannschaft wieder zufließen, damit diese eine Abschlussfahrt macht, neue Trainingsanzüge mitfinanziert etc. Ich finde es sogar etwas dreist zu verlangen, dass an an nem Turnier umsonst teilnehmen muss. Wenn jemand schon einmal ein Turnier organisiert hat, weiß er was das für ein Arbeitsaufwand ist und um was man sich alles kümmern muss und sei es nur mal nebenbei zwei Stunden die Pokale zu bekleben. Dann arbeiten an einem Turniertag noch zig ehrenamtliche Helfer im Verkauf, im Aufbau, die Muttis backen Kuchen usw. Und das alles soll ein Verein umsonst für andere Mannschaften machen, nur damit diese Spaß haben und umsonst an nem Turnier teilnehmen können. Die Eltern helfen doch, weil sie wissen, dass die Einnahmen wieder der Mannschaft bzw. Jugend zugute kommen.

    Ich hab dich dann auch falsch verstanden, Storge, ich dachte auch es wäre schon jetzt absolut sicher, dass du gehst. Vielleicht haben das mehrere hier falsch verstanen und dementsprechend, wie ich, Ihren Beitrag darauf ausgerichtet. Ich hab ja auch erst zu den Mädels gesagt, dass ich schwanger bin, nachdem die ersten drei Monate (gefährlich wegen Abgang) rum waren. Ich bin ja auch nicht hin und hab gesagt, dass es sein könnte, dass ich schwanger bin. Also macht es derzeit auch wenig Sinn zu sagen, dass du zu 80% den Wohnort wechselst. Das würde wirklich nur verunsichern. Du hast eigentlich schon alles gemacht, den Jugendleiter informiert, so dass sich dieser mal belanglos umhören kannn bzw. seine Ohren offen halten kann. Und wenn du was sicheres weißt, dann hast du ja eh vor mit der Mannschaft zu sprechen.

    Ich liebe diese Turnierform. Nen Spielplan hab ich nicht. Ich mach es immer so, dass ich ein Kartenspiel mitnehme und die Jugendlichen dann ziehen lasse, es gehören dann alle Asse zusammen, diese spielen gegen die Könige usw. Da ich von Hasu aus 4:4 spiele, geht es mit den Karte auf. Wenn nicht musst du halt entsprechend zwei Kartenspiele hernehmen. Ich finde das so spannender, als so nen durchstrukturierten Plan aufzustellen. Für die Auswertung habe ich dann allerdings ne Exceltabelle, die ich dir gerne schicken kannst, wenn du mir deine Emailadresse gibst.

    Ich persönlich würde offen mit dem Thema umgehen, da ja dein Wegzug sich auf andere Weise rumsprechen kann und es dann im Team vielleicht gar nicht gut ankommt, dass du nichts gesagt hast. Deine Jungs wären bestimmt enttäuscht, wenn sie von anderen Leuten erfahren, dass du wegziehst und sie nicht mehr trainieren kannst (bei nem Umzug in ne 50 km entfernte Stadt ist das wohl logisch, kann ja keiner erwarten, dass du diese Strecke fährst). Ne optimlae Lösung gibt es mit SIcherheit nicht und das Team wird sich mit dem Thema immer beschäftigen. Aber du kannst sie dabei auch begleiten und z.B. aktiv einen Nachfolger mitsuchen und diesen, wie schon vorgeschlagen, schon als Co-Traienr mit anlernen, so dass der Übergang auch leichter ist. Ich bin immer für Ehrlichkeit, weil am Ende sowieso alles rauskommmt und man nichts geheimhalten kann.
    Als ich schwanger wurde, hab ich es auch als erstes meiner Mädelsmannschaft gesagt (natürlich nach meinen Eltern und den engen Freunden), damit die das nicht von anderer Seite erfahren. Das erste war der Glückwunsch und die zweite Frage war, wann ich wieder zurück bin. Da ich wohl die Vorbereitung nun nicht da bin, kommt darauf an, wie pünktlich der Nachwuchs kommt, kommen auch ständig Fragen, wie es weitergeht usw. Aber damit muss man sich ja beschäftigen und ich hab festgestellt, dass dabei die Meinung der Mannschaft nicht ohne ist, bevor man über deren Kopf entscheidet. Vor allem, wenn man so nen engen Kontakt wie du hast. Den haben meine Mädels und ich nämlich auch. Also von daher ist es ähnlich. Ich habe das Gefühl, dass sie in die Entscheidungen gerne mit eingebunden werden, so wie deine Jungs vielleicht auch.