Beiträge von Nela

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    @ Karl: Natürlich gilt das nicht für alle Vereine. Das habe ich auch nicht geschrieben. Es handelte sich lediglich um Beispiele. Ich habe auch nicht geschrieben, dass sich in Zukunft einfach fünf Dörfer zusammenschließen sollen und den Fußballplatz in der Mitte bauen sollen. Das ist absolut unrealistisch. Ich habe auch nicht geschrieben, dass Fitnessangebote alle Probleme lösen.


    Was ich geschrieben habe, war, dass die Kommune ihre Gelder nach dem Gießkannenprinzip verteilen und kein Gesamtkonzept haben. So wurde niemals ermittelt, was für Sportstätten vorzuhalten sind und was für ein Angebot benötigt wird. Solange dies weiterhin vorherrscht werden Vereine ihre Anträge bei den Kommunen nach eingenen Interesse stellen und die Kommunen nach dem Gießkannenprinzip verteilen. Somit werden auch weiterhin Gelder vergeudet. Eine Kommune, die ihre Aufgaben ernst nimmt, muss sich mit Sportplanung befassen und entsprechend steuern. Dann kann das begrenzte kommunale Geld auch sinnvoll eingesetzt werden.


    Geldvergabe und Zuschüsse sind ein Steuerungsinstrument. So hat z.B. der Bund regenerative Energien gefördert mit dem Ziel und dem Ergebnis, dass sich Privathaushalte Photovoltaik auf das Dach gebaut haben. Genauso kann auch eine Kommune Vorgaben machen. Die Stadt Ingolstadt hat z.B. mal ein Programm aufgelegt, in dem die Sanierung im regenrativen Bereich bei Vereinen mit 50% (ich weiß jetzt die Zahlen nicht mehr hundertprozentig), statt mit den üblichen 20% bezuschusst wurde. Was ist passiert? Die Vereine haben ihre Anlagen energetisch saniert. Die Stadt hatte ein Ziel, hat die Gelder entsprechend gelenkt und ein Ergebnis erzielt.


    Die normale Kommunen hat aber oft kein Ziel.

    Sport ist laut Kommunalrecht eine kommunale Aufgabe. Sport gehört zur Grundversorgung. In den allermeisten Kommunen übernehmen Vereine diese Aufgaben. Dies hat sich aus der Geschicht heraus gebildet. Somit haben die Kommune auch gewisse Verpflichtungen gegenüber den Vereine. Was jedoch nicht heißt, dass einfach sieben Leute nen Verein bilden können und dann Forderungen an die Kommunen stellen.


    Da ich im Bereich der Sportförderung arbeite, weiß ich ein wenig, was vor Ort los ist, wo die Stellschrauben sind und was falsch läuft.


    1.) Die Vereine haben Anrecht auf Unterstützung durch die Kommune, da sie Aufgaben dieser übernehmen. In den meisten Fällen erfolgt eine Unterstützung in Form von Zuschüssen pro Mitglied, Zuschüssen für Bau- oder Sanierungsmaßnahmen und Übernahme von Dienstleistungen, wie z.B. Rasen mähen.
    2.) Wenn alle Sportvereine pleite gehe würden, müsste die Kommune für ein Sportangebot vor Ort sorgen, deshalb bewahren die meisten Kommune ihre Vereine vor der Insolvenz.
    3.) Die meisten Kommunen verteilen ihr Zuwendungen nach dem Gießkannenprinzip. Wer nen Antrag stellt kriegt was oder nichts.
    4.) Die wenigsten Kommunen haben eine Sportentwicklungsplanung, einige Städte schon. So wissen die Kommune nicht, welche Sportangebote gefragt sind, in zehn Jahren gefragt sind, welche Anlagen vorzuhalten sind.
    5.) Die Sportplanung wird in den meisten Kommunen von den Vereinen übernommen, so hängt es hier vom Vorstand, Fußballabteilungsleiter usw ab einzuschätzen wie die Entwicklung ist. Da hier die persönlichen Bedürfnisse, bzw der Eigenverein an erster Stelle stehen, gibt es kein Gesamtkonzept, sondern vorrangig die eigenen Vereinbedürfnisse. Ich habe schon Städte gesehen, wo die Fußballplätze zweier Vereine durch einen Zaun getrennt nebeneinander lagen.
    6.) Den Vereinen wird durch die Kommunen ermöglicht vor sich hinzuwurschteln. Es werden bei Baumaßnahmen selten Umfragen im gesamten kommunalen Bereich gemacht, bei welchen Vereinen noch Bedarf bestehen würde und ob eine gemeinsame Projektplanung möglich ist. So entsteht an einem Ortsende ein Schützenheim, nur damit der Fußballverein fünf Jahre später feststellt, dass seine Anlage auch sanierungsbedürftigt ist und mit Kosten einen Neubaus überholt werden muss. Da schustert man dann in beide Anlagen von kommunaler Seite € 200.000 Euro, hat zwei Vereinsheime, die sich über zu wenig Gasttsättenbesucher beschweren, anstatt zusammen ein Heim geplant und gebaut zu haben und so einen sechsstelligen Betrag eingespart zu haben.


    Das Problem liegt nicht darin, dass die Mitglieder mehr zahlen müssen...was bringt das im Jahr ein...800 Mitglieder...jeder zahlt 10 Euro mehr pro Jahr...8000 Euro.


    Das Problem liegt in der gemeinsamen Projektplanung innerhalb von Kommunen. Diese müssen endlich kapieren, dass sie die Vereine verpflichten müssen zusammenzuarbeiten. Solange sich jeder sein eigenes Heim und seine eigenen Anlagen leistet und wir diese Überversorgung haben, solange werden Vereine von der Insolvenz bedroht sein.


    Schauen wir uns doch mal den Turnhallenbau an. Waren vor zehn, zwanzig Jahren noch alle Turnhallen in der Hand der Kommunen bzw Schulen, ändert dies sich hier derzeit dramatisch. Plant eine Kommune den Neubau einer Turnhalle, werden immer mehr die Vereine ins Boot geholt um weiter Zuschüsse von Verbandseite zu bekommen. So geben die Kommue hier erhebliche Rechte an die Vereine ab, weil sie die Hallen nicht mehr alleine finanzieren können.
    Es gibt mittlerweile Projekte wo drei Verein zusammen Vereinsheime bauen, da es sich ein Verein nicht mehr leisten kann.


    Dies ist die Zukunft und die Aufgabe der Kommunen ist es hier noch viel stärker zu steuern. Denn die Kommunen haben die hauptamtlichen Mitarbeiter und das Fachwissen.


    Eine Mitgliedsbeitragerhöhung ist der Tropfen auf dem heißen Stein. Eine Zusammenarbeit von verschiedenen Vereinen der Weg, der gegangen werden muss, denn auch nur so lassen sich die Unterhaltskosten sinnvoll aufteilen und die Anlagen voll ausnutzten. Anlagen die nur abends oder nur am Wochenende belegt sind, können keinen Ertrag bringen. Ein Weg, der schon gegangen wird, ist die Benutzung durch Schulen bis zum frühen Nachmittag von Hallen und anschließende Vereinsnutzung.


    Das nächste, was von den Fußballvereinen komplett übersehen wird ist das Potential, das im Turnbereich steckt. Der Fußball kostet nur Geld, auch der Jugendfußball. Der momentane Trend zu Bewegung, Fitness usw lässt sich direkt in Einnahmen ummüzen. Dafür muss über den Horizont von Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge hinausgedacht werden. Kursgebühren sind das neue Zauberwort, denn die meisten wollen sich nicht mehr über einen MItgliedschaft verpflichten. Sie wollen einen Kurs a zehn Stunden buchen und gut ist es. Keine Kündigung usw. Ich könnte noch ne Zeitlang weiterschreiben, aber bei Interesse gibt es zig Studien dazu und Praxisbeispiele.


    Andre, wenn du in der Kommunalpolitik bist und was vorwärtsbringen willst, dass engagiere dich dafür, dass es ein Sportkonzeot gibt und dass die Vereine zusammen an den Tisch gebracht werden. Die Vereinsmeierei ist momentan ein großes Problem und fehlende Vorgaben durch die Kommune das nächste. Dies ist ein enorm schwieriges Thema, denn kein Bürgermeister möchte sich bei den Vereinen und damit bei seinen Wählern in die Nesseln setzten.

    Also Andre...ich hab das doch nicht jetzt erst gerafft...hälst du mich für minderbemittelt...ich habe schon in meinen ersten Posts darauf verweisen, dass man das nicht nur auf die Traienr beziehen kann/soll.


    Du willst die Sache mit Geld lösen, ich mit einer Sensibilisierung für das unbezahlte Ehrenamt.


    Das sind zwei verschiedene Ansätz. Bei meinem habe ich in kleinen Kreisen Erfolg gehabt. Bei deinem würden mich Beispiele (langfristig, also zehn Jahre) aufwärts interissieren, wo es gklappt hat. Das es einen Schwund im Ehrenamt gibt, ist mir völlig klar. Aber ich habe meine Weise, wie ich es lösen will, du deine.


    Interissant wäre es, wenn du einen Verein mit deinem Mdell findest und wir in ein paar Jahren reflektieren können. So, wie du es schreibst.


    Bisher streitest du komplett ab, dass mein Ansatz auch Erfolg haben könnte und siehst Geld als einzigen Ausweg. Darum geht es doch.

    Wenn ihr alle Recht habt und die Jugend und alle anderen keinen Bock mehr haben bzw es sich nicht leisten können ehrenamtlich zu arbeiten, dann kommen richtig harte Zeiten auf uns zu
    ...adieu freiwillige Feuerwehr...dann zahlen wir in Zukunft, wenn die Feuerwehr kommt
    ...adieu ehrenamtliche Fahrer des Bürgerbuses...sollen die Rentner doch zahlen, wenn sie mit dem Bus zum Einkaufen fahren wollen, das Geld für den Einkauf haben sie schließlich auch
    ...adieu Sanitätsfahrer, die dies ehrenamtlich machen...zahlen wir halt auch, wenn wir den Krankenwagen rufen
    uswusw


    Seht ihr wo das hinführt...wenn die Wertschöpfung des Ehrenamtes in Zukunft bezahlt wird und nur gering (und waarum sollte der 16jährige in der Feuerwehr dann seinen Job umsonst machen, wenn es der Traier auch nicht tut)


    2009 (sorry, hab keine neuere Zahl gefunden) wurden in Deutschland 4,3 Miliarden ehrenamtliche Stunden geleistet...ein Euro pro Stunde sind also 4,3 Milliarden Euro....2012 gab es 66 Millionen Erwachsene in D...das heißt dass auf jeden Deutschen Zusatzkosten von 65 Euro zusätzliche im Jahr zukommen, nehmen wir ne Familie dann sind es 130 pro Familie. Für nen Euro wird keinen ehrenamtlich arbeiten, da sind wir uns glaub ich einig...
    ...bei zwei Euro Stundenlohn...260
    ...bei drei Euro Stundenlohn...390
    ...bei vier Euro Stundenlohn...520
    ...bei fünf Euro Stundenlohn...650


    Ist natürlich ne Milchmädchenrechnung...soll aber auch mal verdeutlichen, dass wir Ehrenamt brauchen...und wir Trainer uns da nicht immer als was besonderes sehen dürfen. Warum sollte Ehrenamtler aus anderen Bereichen anders denken?

    Karl: Darum versuche ich ja mitzuteilen, dass ich meine Energie in die Aufgabe stecken würde, dass junge Leute wieder unentgeltlich arbeiten und nicht meine Energie in die Aufgabe stecken würde, wie man zusätzliche Einnahmen generiert um zuätzlich Geld in die Breitensportverein zu pumpen. Was an dem Gedanken so falsch ist erschließt sich mir immer noch nicht. Und deshalb sage ich auch, dass die Gesellschaft aktuell eine ganz arme ist, weil es nur immer um das lieben Geld geht und nicht um andere Werte. Anscheinend ist ein großer Teil der Gesellschaft der Meinung, dass eine Anerkennung nur durch Geld möglich ist, also durch die Aufwandsentschädigung. Und genau DIESEN Punkt will ich ändern. Anerkennung ist auch in anderen Form möglich.

    Ich muss TW-Traienr Recht geben.


    Der Damen- und Mädchenbereich ist jünger. In unserem Vereins stieß ich nur ein Jahr nach der Gründung der Damenmannschaft zum Team und übernahm dann dort auch schnell ehrenamtliche Aufgaben. Nach vier Jahren wurde ich mit 19 Jahren zum Kapitän und übernahm in diesem Zug mehr Aufgaben. Einige Jahre später nahm ich die Gründung eines Mädchenteams in Angriff, denn es war uns klar, dass wir die Damenmannschaft auf lange Zeit nur erhalten würden, wenn der Unterbau da wäre. Davor hatten wir immer vom Nachwuchs eines Nachbarvereines gelebt, der kein Damenteam hatte. Doch als da auch das Mädchenteam abgemeldet wurde, war mir klar, dass wir handeln mussten. Zu groß war das Damenteamsterben außen herum. Wir haben dann mit elf Mädels ein B-Mädchenteam Kleinfeld gegründet und den Spielbetrieb aufgenommen. Ich habe das Team trainiert, unterstützt von zwei weiteren Spielerinnen. Alle drei haben wir auch in den Damen gespielt. Wir hatten lange nur dieses eine Team. Es dauerte zwei Jahre bis die ersten in die Damen kamen. Beide Teams hatten immer knapp Spieler. Eine Damensaison haben wir mit sechs "festen" Spielerinnen gespielt. Den Rest mussten wir von Spieltag zu Spieltag auftreiben. Man muss auch noch dazusagen, dass ich in dem Jahr als die Mädchen den Spielbetrieb aufnahmen ein höherklassiges Angebot hatte. Ich wollte es annehmen, da ich einen riesen Ehrgeiz hatte und mich die Personalknappheit und der spärliche Trainingsbesuch mehr als genervt hat. Ich hab mich damals erst am letzten Tag entschieden, dass ich bei meinem Heimatverein bleibe. Weil ich es nicht übers Herz brachte mit meinem Weggang das Damenteam aufzulösen. Hört sich jetzt blöd an, aber das wäre passiert. Ich konnte dies nicht, weil ich ja frisch die Mädchen aus der Taufe gehoben hatte. Langsam stabilsierte sich die Zahl der Damenspielerinnen, auch durch den neuen Nachwuchs. Dann hatten wir im Mädchenteam vier Spielerinnen aus der nächsten Stadt, also wenig Vereinsverbundenheit. Sie spielten halt bei uns. Diese Mädchen waren echt grottenschlechter Spielerinnen, kamen selten ins Training. Zur gleichen Zeit fingen vier 12jährige an. Jetzt war es ein leichtes für die Älteren ihre schlechte Leistung auf die Kleinen zu schieben. Ich hielt zu den Kleinen, eine Rädelsführerin der Großen brachte das ganze Team gegen mich auf. Dann wurde mir mitgeteilt, dass alle (bis auf die Kleinen und zwei Einheimische) wechseln würden und schon einen neuen Trainer und einen neuen Verein gefunden hatten. Da stand ich dann da. Letzten Endes war es das beste was passieren konnte. Diese Spielerinnen hatten anscheinend durch ihre Unbeliebtheit (was ich niemals erfahren hatte) einige andere davon abgehalten bei uns zu kicken. Bis ich schaute hatten wir wieder ein komplettes Team, sogar mit lauter begabten Leuten. Diese Mannschaft, die sich damals fand, stellt noch heute die Kerntruppe unsere Damen dar. Der Aufbau der Mädchen ging weiter. Durch ein Schnuppertraining konnten wir zwei neuen Kleinfeldteams melden. Wir schafften das Jahr darauf erstmalig ne Großfeldmannschaft zu melden. Usw.


    Worauf ich nach diesem langen Text herauswill....ich war von Anfang an Wegbegleiter und stand der ganzen Sache irgendwie vor...deshalb konnte ich das Ganze von Anfang an steuern und musste gegen keine alten Strukturen kämpfen. Was entstand ist ein Modell, was bei uns funktioniert.


    In zwei/drei Jahren werde ich wohl in den Jungsbereich wechseln (weil mein Sohn dann in dem Alter ist). Ich werde auch hier von unten herauf meine Ideen einbringen und versuchen die Leute Stück für Stück wieder an das Ehrenamt heranzuführen. Dazu zählen für mich auch die Eltern. Mal schauen. Ich bin überzeugt es ist zu schaffen, wenn man die richtigen Anreize setzt. Die Leute müssen sehen, dass es sich lohnt etwas zu tun, dann tun sie es auch.


    Andre, auch wenn ich im Mädchenbereich unterwegs bin, ist bei den Jungs gleiches möglich. Ich kann schon über den Tellerrand heraussehen, war schließlich auch einige Zeit Jugendleiterin des Vereins. Bei uns in der Gegend gibt es viele Vereine, deren Mitglieder für ihren Verein alles tun (natürlich nicht alle Mitglieder, aber doch einige). Es gibt aber auch einen Stadtverein, der immer auf bezahlte Spieler und Trainer gesetzt hat und Sponsoren hatte, von denen wir im Umland nur träumen konnten, Jugendarbeit war unwichtig usw. Diese haben ein Einzugsgebiet von 20.000 Leute und bringen nichts auf die Füße und im Umland läuft es. Komisch. Mit dem Einsatz von Geld setzt man wie im Profibereich eine Spirale nach oben in Gang. Wer einmal Geld bekommt, wird nichts mehr ohne machen. Er will höchstens immer mehr. Und wenn er es in diesem Verein nicht bekommt, geht er in den nächsten.


    Warum predigen die Verbände, dass wir das Ehrenamt wieder stärken müssen? Warum wird die neue Position des Ehrenamtbeauftragten in den Vereinen eingeführt, der sich nur um die Ehrenamtliche kümmert? Weil hier die Lösung liegt. Es gibt eine Grenze zwische Breitensport und Leistungssport. Wenn ich Geld will und gut binund mehr erreichen will, dann suche ich mir den passenden Verein dazu, so wie etwa TW-Trainer. Das ist richtig und wichtig, denn es muss auch die Spitze geben, die einfach besser ist wie der Rest. Aber es muss auch den Breitensportverein geben. Und genauso, wie der dicke Paule das Recht hat Fußball zu spielen, muss auch der Vatertrainer der Spaß am Trainerdasein hat, die Möglichkeit haben ne Mannschaft zu trainieren, sofern er menschlich gut zu den Jungs ist.


    Mei Co-Trainer ist nicht der fitteste was Fußball betrifft. Aber die Mädels mögen in trotzdem, weil er ein netter Kerl ist. Was macht es da, wenn er ihnen die Viererkette nicht im Detail erklären kann. Dafür bin ja ich da.


    Für den Co unserer B-Jugend (männlich) gilt das gleiche. Aber er ist für die Jungs ne verdammt coole Socke, weil es einfach auf der Bundesstraße wendet, weil jemand den daheim seine Fußballschuhe liegen gelassen hat. Und weil er verdammt gut Steaksemmeln grillen kann. Die Jungs strömen ins Training, spielen aufgrund Personalmangel sogar aushilfsweise in der A und oft zweimal am Wochenende. Alle haben ihren Spaß. Stell nen geschulten, supertollen Trainer hin, der trainingstechnisch alles richtig macht, sich taktisch voll auskennt. Spricht der diese Jungs an? Weiß nicht.


    Wir können Geld ohne Ende in den Sport pumpen, Konzepte entwerfen, super Ideen haben...ich bezweifle, dass im Breitensport das die meisten kapieren. Darum hat für mich das Konzept im Breitensport keine Zukunft.Ich habe zu viele negative Beispiele gesehen. Wir hatten vor einige Zeit zwei A-Jugendtrainer, die beide schon erste Herrenmannschaften trainiert hatten. Für die A-Jugend mit Sicherheit fachlich top. Nur haben diese beiden keinen Zugang zu den Jungs gefunden und nach nem halben Jahr hingeworfen. Mannschaft sei nicht trainierbar. Ohne Scherz - danach wurde ich von der Mannschaft als Frau gefragt, ob ich sie nicht trainieren wolle, weil sie mitgekriegt hatten, was bei den Mädels abgeht. Diesen Jungs geht es nicht um Trainerfachwissen, um Ausbildungskonzepte usw. Diese sind Laien, Amateure, die finden immer noch Flankentraining am geilsten und nicht das defensive 1:1. Es ist halt einfach so. Udn warum sollte ich da Geld reinstecken.

    Ich kann jetzt nicht auf deine ganze Frragestellung eingehen, da ich das gerade zeitlich nicht schaffe. Vor allem, was das Konzept betrifft. Ich schätez dein Konzept hat dich auch mehr als einen Nachmittag gekostet.


    Nur kurz zu deinem letzten Post:


    Wenn ich die Damen- und Mädchenabteilung in unserem Verein betrachte habe wir gerade folgendes Modell:
    Ich als ehemalige Spielerin trainiere die Damen und leite die Mädchen-Abteilung (diese Doppelfunktion muß nicht sein, hat sich derzeit ergeben). Unterstütz werde ich im Training von einem Vater einer Spielerin.
    Die Mädchen werden von drei Damenspielerinnen trainert, plus zwei Vätern und einem A-Juniorenspieler.
    Eine Damenspielerin trainiert in einem Trainerteam mit einem Vater die F-Jugend. Auf diese Art haben wir auch Kontakt zu den jüngsten Spielerinnen, die noch bei den Jungs sind.
    Nächste Saison wird das Trainerteam aus dem Damen verstärkt, da eine der Mädchentrainerinnen in den Damenbereich aufrückt.


    Vor zehn Jahren hatten wir zwei männliche Damentrainer (Mann Spielerin und Bekannten), die Mädchen habe ich trainiert. Das war es. In den zehn Jahren haben wir es geschafft die Abteilung so zu strukturieren, den Mädchen den Input bezüglich Ehrenamt zu geben, dass die ehemaligen Mädchenspielerinnen jetzt Damenspielerinnen sind und die jetzigen Mädchen trainieren. Die Abteilungsführung wird inzwischen von den Damen selber getätigt. Zusätzlich sind noch zwei Spielerinnen im Vorstand und vertreten dort unter anderem die Damen und Mädchen. Die Dame- und Mädchenabteilung ist von 20 Spielerinnen auf 50 angewachsen.


    Wir haben das Ziel auch die künftigen Trainer aus dem Spielerpool der Damen zu aquirieren. Ich weiß jetzt schon zwei/drei junge Nachwuschsspieler (aktuelle 16 und 17), die man dazu ausbilden könnte.


    Wir haben uns einen Leitfaden gegeben nach dem wir arbeiten. Die Grundlagen der Trainingslehre gebe ich an die Vätertrainer weiter, da ich eine Ausbildung im Trainerbereich habe. Die Spielerinnen, die als Traienrinnen bei den Mädchen fungieren verfügen durch die Teilnahme an meinem Training über einen gewissen Erfahrungsschatz, werden aber auch von mir in vielen Gesprächen geschult und in der Praxis betreut. Das geht alles nebenher, weil ich z.B. ein Mädchenspiel anschaue und wir drüber reden. Weil ich den interissiertem im Training vermittle warum wir was machen.


    Wir haben dafür keinen Cent in die Hand genommen. Die Ausbildung für meinen Trainerlehrgang hat der Verein bezahlt und über öffentliche Zuschüsse zurück erhalten.


    Dies ist jetzt ein kurzer Einschnitt, aber vielleicht siehst du anhand dessen das es funktionieren kann. Das Modell (auch, wenn ich es nicht weiter ausführe) ist übertragbar.


    Was genau ist für dich jetzt an diesem Modell falsch? Das keine Anerkennung in Form von Geld fließt?

    Ja ich schätze auch, dass wir nicht auf einen Nenner kommen. Aber das macht ja nichts. Es gibt ja auch nicht DAS Modell das funktioniert. Ich wollte mit meinen Beiträgen auch darauf hinweisen, dass auch durchaus andere Wege Sinn machen und sich jeder Verein hinterfragen muss, was für ihn der richtige ist.


    Mein Ansatz ist, aber wie von dir beschreiben, nicht nur Therorie. Ich praktziere ihn ja seid 15 Jahren. Und ich kann es durchaus als Erfolg bezeichenen, dass
    2 meiner Spielerinnen in der Vorstandschaft sind
    2 in der Jugendleitung
    4 als Trainer fungieren
    3 Lust hätten Trainer zu machen, aber aus der Arbeit so spät raus kommen, so dass es nicht klappt
    1 ehemalige Spielerin bei nem anderen Verein Trainerin ist
    Das gesamte Team bei zahlreichen Arbeitseinsätze stark vertreten ist. z.B. beim Früjahrsputz 1 aus den Herren, 7 aus den Damen. Das zeigt doch schon eine gewisse Tendenz.


    Das ist der aktuelle Stand. Es gab über die vergangenen Jahre noch weitere Traienrinnen usw. Also habe ich in den jahren viele Ehrenamtler geformt, von denen keiner Geld bekommt. Und alle machen es gerne und mit Spaß. Und alle profitieren davon. Nicht durch Geld, sondern durch andere Dinge. Durch Wertschätzung von anderer Seite.


    Ich sehe diese Modell nur für einen Breitensportverein, nicht für einen Leistungsverein, indem es nun mal um nichts anderes als Geld und Erfolg geht. Denn hier sind die Spieler ja auch nicht ein Leben lang beim selbern Verein (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    Karl: Erst mal weitersuchen. Nur weil mir drei Leute abgesagt haben, muss ich noch nicht die Flinte ins Korn werfen. Dann als nächstes auf die Spielersitzung der Herren und Reserve gehen. Die Probleme ansprechen. Den Jungs da mal klarmachen, dass sie selber in zwei Jahren nicht mehr spielen können, weil sie keine jungen Mitspieler mehr haben, die nachrücken. Wenn das nicht funktioniert zur AH gehen. An diese appellieren, dass sie in der Jugend auch ehrenamtliche Trainer hatten. Wenn dies nicht geht, mit dem B-Jugendtrainergespann reden und hier nach einer Lösung suchen. Gemeinsames Training B- und A-Jugend. Bei den Spielen teilen sich die beiden Trainer auf. Effekt wäre, dass sich die beiden Jugenden sehr nahe stehen und auch später den Übergang erleichern. Wenn das nicht funktioniert mit dem Trainer der Ersten sprechen. Fragen, ob es machbar wären, dass die A-Jugend einmal die Woche bei den Herren mittrainiert. Vielleicht das zweite Mal bei der B-Jugend. Oder bei der AH. Da machen die sowieso ab und zu ein Trainingsspielchen. Es gibt Ideen. Diese machen alle viel Arbeit. Da ist es natürlich einfacher Geld in die Hand zu nehmen. Aber nachhaltiger ist es mit Sicherheit nicht.


    Um es nochmal zu formulieren. Warum Andre machst du es nicht über Kilometerabrechnung. Dann wären die Fahrkosten gezahlt. Aus- und Weiterbildungen werden bezahlt, damit fängt man die Engagierten, die sich weiterbilden wollen. Nicht jeder hat die Zeit oder die Lust dazu. Und durch die Vergütung über den Sportverband bekommt der Verein die Kosten für die Ausbildung zurückerstattet. Dann bist du kostendeckend, dem Trainer entsteht kein monitärer Verlust. Und der Rest kommt durch das Eigenengagement. Da muss ich aber begleitend zur Seite stehen, mich reinhängen. Und dann zahlt es sich aus.


    Das was Trainerin70 sagt, ist genau das was ich meine. Die jungen Leute wollen arbeiten...umsonst...wir müssen sie nur zu uns holen, ihnen helfen, ihnen Vertrauen schenken. Dann sind die da. An der heutigen Generation werde ich nicht mehr viel ändern...aber doch an der kommenden. Da muss ich doch anpacken.

    Das verstehe ich jetzt nicht Andre. Bei deinem Konzept muss ich doch bringen. Ich muss mich dem Konzept verschreiben.


    Worauf ich mit dem Job-Beispiel heraus wollte: Ich verdiene in meinem Job wesentlich mehr Geld als ich in deinem Konzept verdienen würde. Und trotz dessen bin ich gefrustet, weil kein Wort der Dankbarkeit kommt. Würde ich weniger verdienen und das ganze nur mein "Spaß" sein, von dem ich nicht leben müsste, dann hätte ich schon längst hingeschmissen. Jeder will doch eine Anerkennung. Und die wenigsten geben sich mit einer geldlichen Anerkennung zufrieden. Man will doch auch lobenede Worte. Die motivieren und nicht das Wissen, dass ich für den Trainerjob am Ende einmal mit meinem Mann essen gehen kann. Glaubst du, dass deswegen jemand den Trainerjob macht?


    Unser Verein, da bin ich mir sicher, exsistiert auch in 20 Jahren noch. Ohne Geld im Trainerbereich. Die nächste Generation steht schon bereit. Mit hoher Bindung zum Verein.

    Noch was vergessen:
    In meinem Job verdiene ich selbstverständlich Geld. Trotzdem ist meine Motivation gerade am Boden, da der Chef nicht anerkennt, wenn man sich reinhängt und Sachen vorwärts bringt. Auch mal länger bleibt um was fertig zu machen, was ihm wichtig war. Es kommt ihm bei keinem einzigen Mitarbeiter der Abteilung mal ein "Danke" über die Lippen, zum Teil lässt er sich verleugnen, wenn man was von ihm braucht. Die Stimmung ist diesbezüglich mies, jeder ist gereizt. Die erste hat gekündigt, die nächste sucht gerade.


    Anscheinend genügt also die Komponente Geld, obwohl wir allesamt gut bezahlt sind, nicht aus. Die Menschen streben anscheinend immer auch nach was anderem. Nämlich nach Anerkennung, nach einem Wahrgenommen werden, nach einem Lob, nach einer freundlichen Geste. Also werden sich mit Geld auch die Probleme im Ehrenamt nicht beseitigen lassen, wenn der Rest fehlt. Auch wenn ich als Traienr in einem Superumfeld arbeite, und das Konzept von Andre verfolge (ich zweifle auch nicht dein Konzept im Generellen an, es wäre schön, wenn sich alle einer Leitlinien verschreiben würden), werden die Trainer unzufrieden sein, wenn ihnen nicht jemand vom Verein, von der Elternschaft, von den Spielern mitteilt, dass er seine Arbeit gut macht.

    Diese Minitore hab ich gemeint. Wir haben mittlerweile sechs Stück bei uns. Sind bei allen Mannschaften im Training im Dauereinsatz. Man könnte damit auch gut ein F-Turnier ohne Torhüter im 4:4 organiseren. Oder einfach ein Freizeitturnier für Ältere. Es gibt soviele Möglichkeiten.
    Kriegst auch für 150 Euro: https://www.teamsportbedarf.de…tor-1-20-x-0-80-m/a-1072/
    Wir haben welche genommen, deren Anbieter ich aber nicht mehr finde, für € 140 das Stück. Qualität volkommen i.O.

    Der Ist-Status in unserem Verein ist folgender:
    Trainer der Ersten bekommt Geld (seid ca. 30 Jahren)
    Alle übrigen Trainer arbeiten ehrenamtlich, bekommen Fortbildungen usw bezahlt. Bekommen Weihnachten und im Sommer ein Essen im Sportheim bezahlt. Zahlen ihre Trainingsklamotten selber, Trainingsutensilien stellt alle der Verein. Jeder der ehrenamtlichen Trainer bekommt am Jahresende eine Spendenquittung.


    Wenn ich als Trainer im Verein anfange, weiß ich das und akzeptiere, dass der Trainer der Herren bezahlt wird. Ich akzeptiere auch, dass ein Jugendtrainer nicht bezahlt wird. Wenn jetzt nachträglich jemand in den Verein geholt wird, der plötzlich Geld bekommt, sind das neue Umstände. Dieser fremde Trainer, der vorher nichts mit dem Verein am Hut hatte, der an keiner Altpapiersammlung teilnimmt, dessen Frau keinen Kuchen für Veranstaltungen bäckt, der sich nicht am Frühjahsrputz und an der Ausbesserung der Torräuem beteiligt usw bekommt nun Geld. Und ihr wollt mir jetzt erzählen, dass das nicht zu Unruhe führt? Ja sind denn die andere Traienr alle Deppen? Entschuldigt wieder den Ausdruck, aber das ist doch das erste was die anderen Trainer sagen. Dann ist es doch auch verständlich, dass diese keinen Kuchen mehr backen, an keiner Altpapiersammlung mehr teilnehmen, keinen Frühjharsputz mehr machen. Also brauche ich dafür neue Ehrenamtler. Vielleicht finde ich diese, vielleicht muss ich die auch bezahlen. Also produzieren wir weitere Kosten, die vorher nicht da waren. Und dann muss ich auch die neuen Trainer bezahlen, sonst krieg ich ja keinen mehr. Also weitere Kosten. Seht ihr worauf ich hinaus will.


    Wenn ich ein Haus neben die Autobahn baue, weiß ich dass ich Verkehrslärm habe und dass ich damit leben muss. Wenn ich aber in meinem Haus lebe und jetzt wird mir plötzlich die Autobahn vor die Tür gebaut, dann soll ich das akzeptieren und mich nicht beschweren?


    Ich spreche von Breitensportvereinen: Wenn ihr in einem durchschnittlichen Breitensportverein (ca. 80-90%) der Vereine Geld ins Spiel bringt, wird es schmutzig. Diesen Ausdruck hat einer meiner Vorredner verwendet und ich finde ihn absolut treffend. Es geht nicht darum, dass Trainer draufzahlen, das verstehe ich nicht unter Aufwandsentschädigung. Unter Aufwandsentschädigung verstehe ich, dass sie was extra bekommen. Und ich behaupte, dass dies im Fußball im Breitensport nicht funktioniert. Ich behaupte, dass wir andere Wege suchen müssen, um die Leute zu motivieren. Aber auf das gehst du nicht ein Andre. Mit deinen Zahlungen unterstützt du materielles Denken. Das kann ich nicht unterstützen. Ich finde diesen Weg falsch.


    Kostendeckendes Arbeiten funktioniert auch ohne Bezahlung. Ich rechne meine Kilometer ab, ich schreibe meine Telefonkosten auf. Das kann jeder Verein finanzieren und man braucht kein solch kompliziertes Modell, wie von dir vorgestellt. Und würde bei den Vereinen durch einen einfachen Beschluß auf der Vorstandssitzung funktionieren.

    Klar will er neue Trainer gewinnen. Aber meinst du ehrlich, dass wenn einer aus unserem Kreis der Trainer in unserem Verein Geld kriegt, nicht sofort der Rest sich ungerecht behandelt fühlt? Was ist die Konsequenz? Diese auch bezahlen oder dass diese aufhören.


    Und für das Geld, dass Andre vorschlägt bekommst du nicht viele Trainer. Denn für diese paar "Mücken" (entschuldigt den Ausdruck) nehme ich nicht meinen Urlaub vom normalen Job her um auf Fortbildungen zu gehen. Ich unterwerfe mich für diese paar Mücken nicht einem Konzept. Dann arbeite ich ja lieber in meiner Firma ein paar Stunden mehr, dann komme ich auf das gleiche. Oder ich werde vom Verein zu einem normalen Stundenlohn eines Arbeitnehmers bezahlt und gehe ein "Arbeitsverhältnis" ein, bei dem ich mich fortbilden muss, wie im normalen Job auf. Aber für diese Aufwandsentschädigung mache ich gar nichts.


    Für das Geld das der Trainer unserer Herren bekommt, wird nichts vom ihm verlangt. Er muss sich nicht fortbilden usw. Es wird ihm nichts abgezogen, wenn er verletzt ist. Es wird ihm nichts abgezogen, wenn er mal ein Training nicht macht, weil er arbeiten muss. Und dieser Trainer bekommt mehr, wie von Andre vorgeschlagen. Warum machen wir ihm als Verein diese Vorschriften nicht? Weil wir gar nicht die Verhandlungsposition haben. Selbst für dieses Geld müssen wir wochenlang nach einem Trainer suchen, zig Gespräche führen. Da die wenigsten bereit sind für dieses Geld zu arbeiten. Die Absagen die wir von Traienr bekommen sind folgende: keine Zeit, baue Haus, meine Familie macht das nicht mit usw.


    Das sind genau die gleichen Aussagen, die ich bekomme, wenn ich einen ehrenamtlichen Trainer frage. Also scheint Geld nicht der größte Faktor zu sein.


    Wen ich für das Geld bekomme sind Jungs mit 15, 16 Jahren, auch 18, wenn sie auf ne höhere Schule gehen oder studieren. Also die, die gerade einsteigen und erste Erfahrungen sammeln. Also, die die noch einen erfahrenen Trainer, der sie an der Hand nimmt zur Seite haben sollten. Aber gibt es in Andres System die erfahrenen Trainer noch in der Masse, in der ich sie bräuchte?


    Bei uns gab es im Verein vor fünf Jahren einen riesen Streit, als man keinen A-Jugendtrainer finden konnte und das Problem mit Geld gelöst hat. Nicht viel. 100 im Monat. Was meint ihr wie es da plötzlich abging. Ich zahle nem fremden Trainer Geld. Damit stufe ich alle eigenen Trainer herab, die ja anscheinend kein Geld verdient haben, weil sie aus irgendwelchen Gründen nicht so gut sind, wie der fremde Trainer. Einige waren kurz davor aufzuhören. Mit wem hätten wir denn die Lücken füllen sollen? Ende der Geschicht war, dass die Mannschaft total unmotiviert war, Spiele abgesagt wurden oder mit neun/zen Spieler bestritten wurden, im Training fünf Jungs maximal waren. Der Trainer sein Geld einsteckte, ihm das egal war. Die Mannschaft später abgemeldet werden musste. Eine riesen Unruhe in der Trainerschaft entstanden war. Und das nur, weil man einem Trainer eine Aufwandsentschädigung zukommen ließ.

    @ Karl: Das ist doch genau das was ich sage. Jeder hat eine persönlich andere Haltung was Wertschätzung ist. Soccerbook hat es in einem Post auch so schön beschreiben. Er hat seine Gemüsebeet nicht mehr bepflanzt, weil er das er sich zwischen Fußball und Garten entscheiden musste und ihm Fußball wichtiger war.


    Mich treibt Geld nicht an und die Trainer in unserem Verein auch nicht. Aber Andre mit seinem Ansatz der Aufwandsentschädigung macht ja genau das fehlende Geld zum Mittelpunkt des Handels. In seinem System würde sich durch die Bezahlung/die geldliche Entschädigung das gesamte Trainerproblem lösen lassen. Ich sehe das nicht so. Ich würde mich persönlich mit Geld nicht zufrieden geben. Mir sind andere Dinge wichtiger. Und so wie ich denkt auch ein Teil und wenn es nur 10% sind. Also ist das Problem nicht allein mit Geld zu lösen. Mir pesönlich mißfällt die Einstellung der geutigen Gesellschaft das Geld das allerwichtigste überhaupt ist. Und ich persönlich versuche meine Spielerinnen zu sensibilisieren, dass es andere wichtige Dinge gibt. In meinen Augen wertvollere. Geld spielt für mich in der heutigen Gesellschaft, wo sich viele über materielle Werte definieren eine zu große Rolle.

    Das ist jetzt Definitionssache :)
    Für manche sind fünf Euro in der Stunde viel geld, für manche erst 40
    Aber darüber brauchen wir ja nicht diskutieren. Es geht ja eher um die beiden verschiedenen Ansätze.
    Und jeder fühlt sich von was anderem angesprochen. Ich glaube man muss den für sich richtigen weg wählen. Und da jeder andere Definitionen hat,was für ihn wichtig ist, werden wir auch hier viele verschiedene Meinungen haben.was ja gut ist.

    Die Lizenz wird in unserem Verein bezahlt. Die Fortbildung auch.


    Ich weiss das die Gesellschaft so tickt. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten. Meine Energie in Andres weg zu stecken und dafür zu kämpfen, dass im Ehrenamt bezahlt wird oder meine Energie in meinen weg stecken und dafür kämpfen, dass die neue Generation wieder einen Zugang zum freiwilligen Ehrenamt findet. Ich wähle den zweiten weg da ich ihn für nachhaltiger halte. Das ist alles was ich in meinen Beiträgen sagen will. Es gibt einen status quo und wir können mehrere Wege gehen diesen zu lösen. Ich persönlich versuche die jungen zu sensibilisieren und ihnen ein Vorbild zu sein. Auf dass sie jetzt oder in ein paar Jahren die neuen freiwilligen Ehrenämter im Verein sind.