Beiträge von dinazen

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    Wir haben ca 40 Kinder in der F Jugend. Es erfolgt eine Trennung nach Jahgrgang und dann nach Leistung. Also F1 und 2 sind 2004, 3 und 4 sind 2005.


    Die Trennung nach Leistung befürworte ich absolut, unter der Bedingung, dass die Gegner das auch machen. Da ich bei Turnieren mische und bei Spieltagen nicht, habe ich einen direkten Vergleich. Ich stelle dabei fest, dass es Spieler gibt, die in der besseren Truppe völlig untergehen. Da reicht es schon, wenn zwei drei Gute in der Truppe sind. Die reissen dann das Spiel so an sich, dass so mancher zurückhaltender mittelmäßiger nicht mehr in Erscheinung tritt. Spielt dieser jedoch bei eher schlechteren, setzt er sich öfters prima in Szene (und kommt dadurch auch öfters zum Torerfolg). Dadurch hat er mehr Spaß am Spiel.


    Für die besseren hat es natürlich den Sinn, dass sie mehr gefordert werden. Die eher schlechteren Spieler (Paule und Kollegen) kommen bei einer Leistungstrennung zumindest ein wenig zum zuge, bei anderen Trennungen sind die teilweise komplett aus dem Spiel.


    Aber wie gesagt geht das nur, wenn die Gegner das auch so handhaben, sonst ist die bessere Truppe oft unterfordert und die schlechtere kriegt eine Klatsche nach der nächsten.

    Vielleicht denke ich da zu einfach,aber:
    Mach doch einfach dein Abschlussspiel im Training immer ca. 30 Minuten. Wenn ich mich recht entsinne, empfiehlt der DFB diese Länge. So werden deine Jungs maximal praxisnah konditionell über ihr bisheriges Niveau hinaus trainiert.

    Ich habe das noch nie gemacht und würde es auch nicht machen. Ziel des Spiels ist es dann doch, dass man jemanden mit dem Ball an einem intimen Körperteil trifft und ihm (das dann eben nur als mittelbares Ziel) damit weh tut. Dass es die wenigsten schaffen, tut dabei nichts zur Sache.


    Das mit dem Spaß für alle ist so eine Sache. Gerade Kinder die wenig Selbstbewußtsein haben würden vermutlich alles tun, damit man ihnen nicht anmerkt, dass sie sich dabei sehr unwohl fühlen. Dies vor allem wenn nahezu die ganze andere Truppe dabei erkennbar Spaß hat.


    Tut mir leid, aber ich bin da näher bei den Eltern, als bei dir. Wenn ich daran denke, dass eine Gruppe von 10 Kindern versucht meiner Tochter auf den Hintern zu schießen und sie das über sich ergehen lassen muss stellen sich bei mir alle Haare (auch die am Arsch) auf!


    Der eher vulgäre Name der dabei verwendet wird, macht die Sache bei einem Einsatz im Kinderfußball vermutlich auch nicht gerade besser.

    Wenn man versuchen muss die Tabellen zu ignorieren - wieso ist es dann nicht besser, wenn es die garnicht gibt?


    Ich wohne ganz nahe an einer Verbandsgrenze. Auf der einen Seite gibt es Turniere mit Viertel- Halbfinale usw. und natürlich auch einem Sieger. Auf der anderen ist das in diesem Alter noch verboten und es gibt "nur" Spielfeste zu denen eben bspw. 10 Teams kommen und jedes Team hat drei Spiele. Da kommt keiner auf die Idee eine Tabelle zu machen oder ähnliches.


    Woher es nun kommt kann ich nicht sagen, ich bin kein Psychologe - ich weiss nur, dass auf der einen Seite ohne Siegerermittlung die Atmosphäre regelmäßig SEHR viel entspannter ist. Niederlagen sind kein Thema (für Spieler, Trainer und zuschauer nicht). Laute unqualifizierte Zwischenrufe bzw. Reinbrüllen selten, Kritik am Schiedsrichter habe ich bisher noch gar nicht gesehen. Die Freude am Spiel ist bei den Kindern trotzdem ungebrochen groß.


    Auf der anderen seite sehe ich diese Verhaltensweisen und ob die Kinder da mehr Spaß haben oder dadurch weiterkommen darf bezweifelt werden (mein persönliches Highlight war die Truppe, die dauernd angeschrien wurde und dann anfing sich während des Spiels auf den Boden zu legen und zuzusehen - da war der Trainer dann auch ruhig).


    Fazit: Meine persönliche Einschätzung ist die, dass Tabellen zumindest auf das Umfeld zu negativ wirken, dass dadurch auch die Spieler negativ beeinflusst werden.


    gruß
    dinazen

    Howde,


    für mich sind die Basics in der F-Jugend in erster Linie das Dribbeln, aber klar, einen Ball von A nach B zuu passen gehört auch dazu.


    Warmmachen ist in dem Alter nicht nötig, zumindest nicht aus dem selben Grund wie bei Erwachsenen. Damit die Kids aber erstmal in Schwung kommen machen wir zu Beginn immer ein Fangspiel, bei dem zunächst der Trainer Fänger ist. Danach sind alle angekommen, der erste Zappeldrang ist weg und es macht allen Spaß (und zeigt mir, wie mies meine Kondition im Vergleich zu der von den Kindern ist).


    gruß
    dinazen

    Mal ne ganz andere Idee: Wie wäre es, wenn du sie jeweils eine Halbzeit im Tor spielen lassen würdest und in der anderen auf dem Feld? Wenn ich die Diskussionen in der Vergangenheit richtig mitbekommen habe, ist doch ein ein rotieren in der E-Jugend noch sinnvoll, ganz davon abgesehen, dass es wohl unbestritten ist, dass ein guter Torwart auch ein ordentlicher feldspieler sein sollte!?


    gruß
    dinazen

    Hallo nochmal,


    ich habe auch für meine F-Jugend einen Trainingsplan gemacht, jedoch in Grobform. Dieser dient dazu auch den Mithelfern und Eltern klar zu machen, worum es mir in der F-Jugend geht und was ich da für Trainingsinhalte haben möchte. Da ich noch ein sehr neuer Trainer bin wollte ich mich auch mal sehr intensiv mit den sinnvollen Trainingsinhalten auseinandersetzen und es lag für mich da nahe das einfach mal schriftlich festzumachen. Routiniertere Trainer brauchen das vielleicht nicht, aber ich hoffe für mich, dass es mir in der F-Jugend Zeit auch als Selbstkontrolle dient, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin.


    gruß
    dinazen

    Tut mir leid, auf deine Frage habe ich keine Antwort.


    Aber bei uns (250 km von München entfernt) sind regelmäßig die Bambinis des FC Bayern München zum "Leistungsvergleich" zu Gast. Und ich frag mich immer, welch Geistes Kind das entsprungen sein muss, dass jemand so weit fährt, damit sich 6-jährige auf Augenhöhe mit anderen messen können. Der Ursprung dürfte wohl der selbe sein, der zu der von dir beschriebenen Neuerung geführt hat.

    Hallo,


    als Ferienfüller haben wir heute eine Übung gemacht, die vielleicht nicht einen riesen Lerneffekt hat, den Kids jedoch Spaß macht und bei jedem Wetter (auch bei Schnee) durchzuführen ist. Da jeder von euch vermutlich Golf kennt, dürfte es vom Ansatz klar sein. Ich habe einfach Minitore genommen, die ziemlich weit weg gestellt und die Kinder durften immer einmal schießen, sind dann ihrem Ball hinterher und dort bis sie wieder dran waren stehen geblieben. Das Ganze geht nicht nur im Stadion, sondern auch querfeldein bzw. um Hindernisse herum. Ich bilde mir ein, dass daszumindest ein wenig die grauen zellen anstrengt, da sie überlegen müssen, wie sie am besten zum Ziel kommen. Bei Schnee kann man bspw. das ganze mit Abschlägen machen.


    Soviel dazu in Kürze, auch da ich finde dass diese Rubrik hier ein paar mehr Einträge vertragen könnte.


    grüße
    dinazen

    Im Ansatz muss ich Stella Recht geben, so ist die Frage nicht einfach zu beantworten.


    Sagen wirs mal so: ich finde, jedes Kind, das nicht im Fußball ist, ist eines zuviel ;) Naja stimmt vielleicht nicht ganz, aber wo ich gerade so die Olympischen Spiele sehe finde ich, dass wir in puncto Spaßfaktor gegenüber den meisten anderen einen Riesenvorteil haben (natürlich rein subjektiv gesehen).


    Wenn ihr so wie wir mit 5 Kindern in der F spielt würde ich je Team 9-10 Kinder einteilen, zu Turnieren nehme ich jeweils 7-8 mit.


    Im Training arbeite ich mit Stationen, bei denen jeweils ca. 6 Kinder sind. Dafür braucht man eben Helfer. So kann ich Warte (und Quatsch mach-)zeiten nahezu auf 0 reduzieren.


    gruß
    dinazen

    Die einhellige Meinung ist also, dass ich mich von den Kindern mit DU ansprechen lassen sollte. Da tue ich mich echt schwer damit. Denke da geht vielleicht der Respekt verloren und das kann man zum Schluss nicht mehr steuern. Selbst als ich im Seniorenbereich gespielt habe, wurden die Trainer immer mit SIE angesprochen. Bei KÖNIG OTTO und anderen Bundesligatrainern ist das heute auch noch so.


    Wenn du dich damit nicht wohlfühlst, dann hat sich eigentlich eine Debatte erübrigt. Ich lasse mich von meinen zwar auch dutzen (Kindergartenkinder dutzen jeden, daher hat sich die Frage bei mir gar nicht gestellt), aber in deinem Fall (oder in Ihrem Fall???) bin ich auch ein "Sie" Fürsprecher.

    Hallo,


    ich habe Gerüchte aus eigentlich gut informierten Kreisen vernommen, dass beim WFV ein radikaler Umsturz bei F-Jugend und Bambinis ansteht. Bisher gibt es Spieltage (mehrere Teams treffen sich, jedes Team hat 3-4 Spiele mit 5 vs 5 Spielern und fertig). Diese sollen durch Spielfeste nach Nordbadischem Modell (Spiele 4vs4, verpflichtendes Rahmenprogramm) abgelöst werden.


    Hat da noch jmd. etwas gehört? Schon jetzt haben wir die Situation dass die älteren F-Jugenden öfters bei der E-Jugend gemeldet werden, weil die ja schon "richtig" Fußball spielen (mit Ligabetrieb usw.).


    grüße
    dinazen

    Ich meine, ein Trainer könnte auch mit dem kind ein positives Bündnis u. Band aufbauen, das Kind positiv motivieren, pünktlich zu werden, gerade weil es die Mutter nicht ist. Das geht im In-Coaching unter 4 Augen u. mit viel Vertrauen! Die Gefahr ist dann nur, dass die Mutter in Eifersucht so stinkig wird, dass sie das Kind abmeldet, damit es nicht besser wie sie werde und wirke. Aber da hat man als Trainer dann echt keinen Einfluss drauf, wenn Eltern so sind, dass sie positives Vorbild fürs Kind als negativ für sich bewerten u. so reagieren. Da könnte einem das kind nur leidtun,


    Also was du da schreibst ist entweder komplett Banane oder übersteigt meinen Horizont (eventuell auch beides). Wie sollte das mit dem In-Coaching denn aussehen? Und wie viel Vertrauen braucht das Kind um mir glauben zu können, dass pünktlich sein echt knorke ist? Ich denk das geht auch mit Skepsis. Als ich das gelesen habe, hab ich direkt eine "Dschungelbuch-Mogli-Kaa" Szene vor Augen gehabt: "Höööör auuuufff mich - glaauuubbbbeee miiiiiiiir".

    Okay, der Eltern hören nicht, also fühlen die Kinder.


    Wenn ich meine bei 8 Minuten Verspätung laufen lassen würde, würde ich sie zum Trainingsende wiedersehen. Ganz davon abgesehen, dass die nach der zweiten Runde keinen Bock mehr hätten und am anderen Platzende anfangen würden irgendwas anderes zu machen.


    Von der Kindgerechtheit der Strafe mal abgesehen.

    Tja, als Haltener Stadtmeister kann man so was machen. Aber der Pöbel bei uns muss sich halt mit so untalentierten Zwergen rumschlagen.


    Mir sind so zurückhaltende Postings gerade von Neuen total symphatisch. Ich werd direkt mal die Kurzen auf Spur bringen, die sollen mit der dämlichen Spaßnummer aufhören und endlich mal kämpfen wie Männer (oder halt Amazonen), damit wir mal was reißen.


    Sorry kurz mal außer der Reihe: Ist es dann nicht so, dass die Kinder in diesem Fall eben nur dann Spaß haben, wenn sie gewinnen - oder warum sind sie im Fußball?


    In diesem Sinne, may the force be with you!

    Gut, wenn das mit dem Kuchen klappt. Aber bei dieser Mutter besteht meines Erachtens kein Unrechtbewusstsein, daher halte ich es für nicht unwahrscheinlich, dass sie sich querstellt - und dann könnte das eskalieren, wenn du konsequent sein willst (und Inkonsequenz macht Strafen zu zahnlosen Tigern). Daher wäre es gut etwas zu finden, was du alleine in der Hand hast.


    Wie gesagt, eine tolle Lösung habe ich auch nicht.

    Huhu,


    bei mir ist es mit der Pünktlichkeit leider auch sehr schlecht. Ich habe den Beginn des Trainings daher erstmal immer eine "Tummelphase" wie sie der DFB nennt. Meine äußerste Strafe ist bisher, dass die Kinder bei der ersten Übung dann nicht mitmachen dürfen, da ich keine Lust habe das Ganze nochmal zu erklären.


    Leider fallen mir nur Konsequenzen ein, die dann die Kinder treffen - und die sind in diesem Alter meist nicht an den verspätungen schuld.


    gruß
    dinazen

    Wenn du lieber jüngere Teams trainieren willst, kannst du ja versuchen die Trainingszeiten zu ändern. Die sind sicher nicht in Stein gemeiselt und um 17:30 Uhr anzufangen ist in dem Alter auch noch absolut ok.
    gruß
    dinazen

    Eine sinnvolle Sache, die du bzgl. der Individualkondition tun könntest - und das runter bis in den Bambini Bereich - ist mir dann doch eingefallen:


    Bei uns (wie bei etlichen anderen Vereinen) hat es Kinder mit einem gefühlten dreistelligen BMI. Da läuft ordentlich was bzgl. der Ernährung im Elternhaus schief. Wenn es dir gelingt in einem vorsichtigen Gespräch mit den Eltern das Problem anzusprechen und ein wenig Bewußtsein zu schaffen, tust du was für die Kondition dieses Kindes (und für die Gesundheit insgesamt).


    Das ist aber vermutlich nicht das, was du suchst.

    Hallo Imparatore,


    ich denke hier gibt es keine Grenze nach unten. Im gegenteil finde ich das angenehme an Tagen mit geringer Trainingsbeteiligung, dass man die Möglichkeit hat intensiver mit den einzelnen Kindern zu arbeiten. Und wenn du für so wenige nichts vorbereiten möchtest, dann kickt ihr eben nur, das bringt auch was und macht allen Spaß.


    Wenn wir sehr wenige sind (5-6 Kinder) dann machen wir oft Trainer + 1 Spieler gegen den Rest, das ist für alle ne witzige Sache.


    gruß
    dinazen