Ein Widerspruch? Dass viele auf der Jagd nach "talentierten" Spielern (bzw. Ministars ihrer Träume (mal nen Großen rauszubringen) sind, ist auch bei uns so, doch die Teams der "untalentierten" machen ja den zu fördernden "sozialen" Breitensport aus u. die werden bei uns reihum mal eben aufgelöst, als wäre man dankbar, wenn man dann zB in D- o. C-Jugend plötzlich zu wenig Spieler zählt. Meine Jungs spielen ja in den "Jahrgangsersten"; als ich zB ohne jedes Eigeninteresse anbot, für die Zweiten, die Spaßteams, die fehlenden Spieler aus dem Freundeskreis meiner Jungs anzuwerben (da dort bereits einige frustriert aufgehört hatten), hieß es nur, die Auflösung sei bereits beschlossen, von den sog. "Oberen" natürlich, nicht von den betroffenen Jungs o. Eltern. Mir erscheint es in solchen Vereinen - ich sprach nie von "allen" Vereinen u. weiß nicht, was solch Unterstellung außer unfaire Stigmatisierung soll, als habe der Mohr ab 11, 12 Jahre dann seine Schuldigkeit getan u. soll gehen, sofern er nicht genug Talent hat, um in der Ersten zum Erfolg beizutragen. Wie bitter dies für jedes einzelne betroffene Kind ist, scheint sich heute kaum noch wer von den ach so sozial engagierten Oberen vorstellen zu können o. zu wollen; spricht man sie in unserem Verein drauf an, wird man nur als unverschämt u. dreist abgetan o. eben ignoriert, wo Empörung wg der Sachlage (Umziehen zuhause statt Duschen wie die Herren im Verein) allzu bodenlos wäre. Also bitte: Alle Kids verdienen, dass wir ein Herz für sie haben, auch die untalentierten. Denn alle sind unsere Zukunft, das sog. Talent entpuppt sich in aller Regel am Ende als Blütentraum, da es nur wenigste im Promillbereich real nach oben schaffen!
Aber warum löst man Kinder- und Jugendmannschaften auf, wo die doch die ganzen Herrenspieler subventionieren?
