Beiträge von Alexbonn

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    Ja, das mit den Fußballinternat hat und der Trainer empfohlen und uns auch mehr als einmal darauf angesprochen. Wir hätten die finanzielle Möglichkeiten, daran liegt es nicht. Sportlich würde er das mithalten da sind sich schon die DFB Trainer, und seinen Trainer, die er bisher hatte einig gewesen. Er hätte sogar die Möglichkeit West wie Ost Fußball zu spielen, da Verwandtschaft ihn aufnehmen würde.


    Aber ich zöger immer noch. Vielleicht ist das unfair, vielleicht nehme ich ihm eine Chance, aber ich kann mich zu einem Probetraining nicht durchringen......feige, ich weiß.


    Kann ich gut verstehen!

    Wow, Aufstieg in die Regionalliga mit einer B oder dann vielleicht schon A, da weht ein anderer Wind. Das hat schon nichts mehr mit Jugendfußball zu tun und schon garnicht mit Kinderfussball.
    Daher verwundert mich eher noch mehr, dass er aufgrund der Eltern gegangen ist. In den Regionen interessiert es niemanden mehr, was die Eltern denken oder sagen.
    Um so mehr denke ich, dass ihm da der Rückhalt des Vereins gefehlt hat. Ein Trainer kann und muss in dieser Klasse nicht mehr everyboddys Liebling sein, sondern gute Leistungen bringen und das hat er, wenn die Mannschaft auf Eins steht.

    Hallo,
    das Ende deines Posts ignorierend würde ich viel offensiver Spielen. Auch wenn ich 5 Mann um den Riesen stellen würde, wird er sein Tor machen. Dies würde ich dann halt in Kauf nehmen und versuchen mehr Tore zu schießen als zu kassieren. Wenn sie spielerisch gut sind und mithalten können, wie du sagst, dann stehen die Chancen ja nicht schlecht. Da du Körpergröße nicht antrainieren kannst, bleibt dir ja nicht mehr.
    Leider hast du keine Stürmer, dies macht es wieder etwas schwerer. Versuch sie zu Stürmern zu machen, Schaden kann's nicht.
    Gruß Alex

    Hallo zusammen,
    meine Meinung ist, man kann keinen A Lizens Trainer anheuern und erwarten, dass er auf Kosten des Tabellenplatzes alle spielen lässt, bei einer B Jugend.
    Man kann genau so wenig solch einen Trainer holen in einen Dorfverein, der nicht genug Mitglieder hat, um eine B2 darzustellen.
    Tut man dies trotzdem, ist Missmut vorprogrammiert. Hier liegt die Verantwortung in der Vereinsführung und nicht im Trainer.
    Damit sind leider die Verantwortlichen oft überfordert, wahrscheinlich weil sie selten oder nie die Situation hatten, einen, nennen wir ihn "Erfolgstrainer" , zu haben.
    Ohne die nötige Rückendeckung erreichen den Trainer nun, trotz erstklassiger Leistungen, Querelen der Eltern, auf die er, genau so wenig wie wir alle, Lust drauf haben.
    Da stellt sich dann schnell die Frage, ob er sich das wirklich antun will und muss. Die Antwort darauf ist einfach...
    Gruß Alex

    Ganz ehrlich, welcher Trainer hat eine solche Situation nicht auch schon erlebt? Egal wie klar man am Anfang der Saison darauf hingewiesen hat oder wie respektiert man auch ist.
    Fakt ist und bleibt meiner Meinung nach, dass der Trainer alleine für die Aufstellung zuständig ist. Es stellt sich nur die Frage, ob ein Trainer sein Konzept immer Preis geben muss? Aussagen wie: "Wer nicht zum Training kommt, spielt nicht!" hören sich zwar fair und nett an, sind aber in der Realität, besonders wenn man erfolgsorientiert spielt, nicht umsetzbar. Daher ist es meiner Meinung nach besser, solche Dinge garnicht erst ins Spiel zu bringen.
    Einen Punkt, den ich nur schwer verstehen kann, ist die Aussage, dass die Abwehr langweilig ist. Ok, wenn ich jedes Spiel mit 10:0 gewinne, dann kann auch ich es nachvollziehen, aber dann würde ich mehr rotieren. Und ich bin kein Fan des Rotierens!
    Weiterhin vermeide ich es meistens, in Spielberichten die Torschützen zu erwähnen, sondern hebe die gute Abwehrleistung oft namentlich hervor. Das führt zu einer größeren Wertschätzung der Defensive. Ein weiterer Punkt ist, dass meine Verteidiger meist durchspielen, sofern sie es schaffen. Da stellt sich dann der Ein oder Andere Spieler von selber die Frage, ob er lieber durchspielt als Verteidiger oder 50% die Bank drückt als Stürmer oder im Mittelfeld.
    Gruß Alex
    P.S. Auf solche Experimente wie: die Spieler machen die Aufstellung als schlechtes Beispiel, würde ich besser verzichten. Der Schuss kann ganz schön nach hinten los gehen.

    Hallo zusammen,
    mir kommt immer eine Variante in den Kopf, wenn ich das lese, welche sehr gewagt ist. Trotzdem möchte ich sie kurz anmerken.
    Du schreibst, dass du allen Spielern und Eltern klar gemacht hast, dass siegen nicht so wichtig ist, dass du auch bei Spitzenspielen die Besten mal Zuhause lässt und so weiter. Alles durchaus vertretbar, keine Frage. Es gibt bestimmt viele Eltern, die in Gesprächen mit Außenstehenden immer lobend erwähnen, dass du das alles nicht so verbissen siehst wie viele Andere. Vielleicht sind es genau diese Eltern, die diese "Lockerheit" falsch verstehen und sich sagen, kein Problem wenn wir mal nicht pünktlich sind, der Trainer sieht es ja nicht so eng.
    Du verstehst sicher was ich meine.


    Gruß Alex

    Hallo Jean,
    Ich kenne weder dich noch deinen Verein, daher kann man nur spekulieren, wie objektiv du das Problem behandelst.
    Daher möchte ich dir erklären, wie ich vorgehe, wenn ich zwei gemischte E Jugend Jahrgänge habe. Ich verstehe, dass viele nicht immer neue Mannschaftszusammenstellungen möchten, aber alleine durch den gemischten Jahrgang ist es eh nicht anders möglich. Bei der Verteilung der Spieler auf 2 Teams gibt es verschiedene Ansatzpunkte. Die einen mischen die Teams, damit die Schwächeren von den Besseren lernen können und keins der beiden Teams unter geht. Die anderen, zu denen ich auch gehöre, bauen eine starke E1 und eine schwache E2 auf. Das hat nicht nur den Hintergrund des siegen wollen's, sondern auch um das Gefälle im Team gleich zu halten. Kinder können ganz schön grausam zu anderen sein und eine Niederlage dem weniger guten Spieler offen anlasten. Da kann man als Trainer oder Elternteil noch so hinterher sein, damit das nicht passiert, leider passiert es immer wieder.
    Wie gesagt, es gibt immer zwei Seiten, wobei keine die vollkommene Lösung ist, leider. Wenn dein Sohn gut ist, dann würde er bei mir in der E1 spielen und wenn sein Freund ein eher unbegabter Spieler ist, würde ich ihn in die E2 setzen. Nicht schön, aber wenn sie im gleichen Jahrgang sind, wird es nächste Saison ja vielleicht wieder anders.
    Was ich nicht machen würde ist, dass mein Sohn, der eigentlich noch E spielen müsste, in die D geht, weil er ja so toll ist. Da könnte mir der Trainer erzählen was er will. So viel Honig könnte er mir garnicht um den Mund schmieren und spätestens da würde ich an der Ernsthaftigkeit eines Trainers oder Vereins zweifeln.
    Hoffe ich konnte dir helfen, auch wenn es vielleicht nicht ganz das ist, was du hören wolltest.


    Gruß Alex

    Ja ja, die Jungs sind halt manchmal nicht ganz bei der Sache. Liegt in der Natur des Alters.
    Ich denke, man muss es auch stark abhängig davon machen, was das Ziel und die Klasse einer Mannschaft sind. Spielt man hochklassig mit dem Ziel die Meisterschaft zu gewinnen, herscht eine ganz andere Disziplin, als bei einer Mannschaft, die in der normalen Gruppe spielt und aus reinen Hobbyfussballern besteht. Da sollte man als Trainer auch mal 3 gerade sein lassen, ohne natürlich völliges Chaos hin zu nehmen. Meist sind es eh wir Trainer, die sich wichtiger nehmen, als die Spieler.
    Hinzu kommt noch, dass gerade bei höherklassigen Mannschaften das Training eben nicht nur spass macht. Simples Beispiel, das trainieren einer Viererkette ist doch wirklich nichts, was spass macht. Ein Team aus ambitionierten Spielern wird es trotzdem durchziehen, ohne Frust aufkommen zu lassen. Hingegen der Hobbyfussballer, der will sich kurz warm machen mit Ball und am liebsten direkt zum Spiel übergehen. Halt die mal bei Laune mit Technik, Taktik und so weiter, da kommt es häufig zu lustlosigkeit und damit verbunden zu Disziplinlosigkeit.
    Wie gesagt, wichtig ist es zu erkennen wo man steht, was die Mannschaft erreichen will und darauf basierend stellt man sich ein. Einen Profi kann ich alla Magath mit Medizinball Berg auf Berg ab laufen lassen bis er kotzt und wenn er zickt, dann bezahlt er halt 20.000€ Strafe und spielt nicht, einem Hobbyfussballer in der untersten Klasse sage ich als Trainer, wenn er mal überhaupt keinen Bock hat, dass er nach Hause gehen soll, weil er sich den Knöchel weh getan hat.

    Hab's mit der C probiert.
    Genau so ist es. Das muss man den Jungs aber auch erst mal klar machen und am besten schon in einer E damit beginnen. In die Breite gehen bedeutet hauptsächlich den Weg in der Mitte frei zu machen. Aber solche Geschichten sind doch genau der Grund, warum Fussball so viel Spass macht. Es ist eben nicht nur Gebolze, sondern viel Taktik.

    Ganz merkwürdige Geschichte.
    Der Normalfall bei uns ist, Stürmer zentral, hängender Stürmer auch zentral, natürlich nicht direkt beim anderen Stürmer, sondern situationsbedingt versetzt. Über außen kommen dann die Mittelfeldspieler. Bekommt nun einer meiner beiden Stürmer den Ball, ist er sehr zentral vor dem Tor und hochgradig gefährlich.
    Bei meinem kleinen Versuch kamen die Mittelfeldspieler ebenfalls über außen, sodass sich die 3 Stürmer nach innen orientierten. So weit so gut, aber als einer von ihnen dann den Ball bekam, war es dort so eng, dass er eher wieder den Weg weg vom Tor suchte. Dies führte dazu, dass der Winkel zum Tor immer spitzer wurde und die Gefahr immer geringer. Der Ball wurde dann entweder wieder zurück zum außen gespielt oder per versuchten Kurzpass im Strafraum zurück zu einem der anderen Stürmer. Naja, das dauert in der praxis alles viel zu lange und ist nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Zu bemerken ist dabei, dass es ein sehr schwacher Gegner war. Hätten wir normal gespielt, wären das alles sichere Tore gewesen.
    Wie gesagt, das System kann sicher funktionieren, aber dafür braucht man bärenstarke Techniker, die den Ball per Kurzpass schnell und genau spielen können.

    Ich würde den Kapitän nie wählen lassen. Nur der Trainer sollte das bestimmen, unter Berücksichtigung aller Faktoren. Ich muss mit meinem Kapitän reden können und wissen, dass er keine Angst hat auch unangenehme Dinge anzusprechen, sei es mir gegenüber, als auch der Manschafft gegenüber.
    Wählen lasse ich hingegen einen Manschaftsrat.

    Schönes Thema!
    Habe vor ein paar Tagen in einem Testspiel, bei dem wir völlig überlegen waren, auch mal ein 3:4:3 spielen lassen. Das heisst, 3er Kette, ohne 6er und ohne 10er, also wirklich alle in Reihe. Ziel war es, das Mittelfeld so stark zu machen, dass der Gegner garnicht erst in Tornähe kommt und zusammen mit den 3 Stürmern den Gegner völlig überrennt.
    Das Resultat und die Erkenntnis daraus sind aber eher anders. Der Gegner kam öfters vor unser Tor als normal, das Mittelfeld war zwar stark aber halt doch nicht wie eine undurchlässige Wand und der Sturm ist in Tornähe eher in die Breite gegangen als entscheidend aufs Tor.
    Ich denke, so ein System ist eher etwas für sau gute Mittelfeldleute, die zum einen erstklassische Verteidiger sind und zum anderen technisch am Ball hochklassisch sind. Mit wenigen Worten, sie lassen keinen vorbei und wenn sie den Ball haben lassen sie ihn untereinander laufen.
    Der gegnerische Trainer war am Ende des Spiels positiv überrascht von seinen Jungs, da sie trotz hohem Rückstand zu Beginn der zweiten Halbzeit besser vors Tor kamen und hinten sicherer standen. Naja, von unserer Systemumstellung hat er wohl nichts gemerkt, aber sehr wohl, dass wir dadurch schwächer wurden.
    Fazit, kein System, was man einfach mal so spielen kann und ohne die richtigen Spieler nicht wirklich was bringt.


    P.S. Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, mit dem Doppelsechser? Viererkette mit doppel Sechser würde mir nie in den Sinn kommen, nichtmal wenn ich gegen Barca spielen würde.


    Gruß Alex

    Prinzipiell halte ich garnichts davon, wenn ein Spieler nicht altersgerecht spielt. Daher ein ganz klares nein zur D2. Sollte er wirklich so gut sein, dass er bei den älteren mithalten kann, dann würde ich ihn beim nächsten Sihtungstermin eines Stützpunktes sein Glück versuchen lassen.
    Dies bedeutet nicht, dass er nicht ab und zu mal bei den "großen" mittrainieren darf, nur so zum spass.

    Sorry wenn ich dummes Zeug rede, bin gerade erst aufgestanden. Mein Köpfchen hat mir gesagt, wenn es Sportarten gibt, bei denen man es so macht, wegen den Regeln, dann ist es um so mehr gerechtfertigt, dass man es im Fussball halt nicht so macht.

    tobn
    Wollte damit nur sagen, dass es Sportarten gibt, bei denen der "Anstoss" im Gegensatz zum Fussball kein Angriffsball ist. Da schreibt es die Regel vor. Im Fußball gibt es eine solche Regel nicht, daher wäre es eher entgegen jeder Logik dem Gegner den Ball zu zuspielen.

    Ich sehe es genau so wie Zodiak. Stellen und Tempo aufnehmen, dann doppeln und die Gefahr ist gebannt. Weiterhin bin ich der Meinung, wenn man richtig stellt auch keine Flanke geschossen werden kann und schon garkeine genaue.
    Und noch eins, stellen bedeutet ja nicht, dass man nur passiv bleiben muss. Man spekuliert auf einen Fehler des Gegners, also Ball zu weit vorgelegt oder Blick in die falsche Richtung. Ich erkläre meinen Spielern immer, dass man wie eine Schlange passiv ist und im richtigen Moment zuschlägt.
    Ein weiterer Vorteil des Stellens ist noch, dass man seinen Gegner dahin lenkt wo man ihn haben will. Daher auf aussen selten frontal stellen.
    Gruß Alex