Beiträge von bcefferen

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    mmmmmh,

    hört sich ungefähr so an, als ist dem Verein die Existenz einer bzw. mehrerer Mädchenmannschaften völlig egal.

    Da stellen sich mir einige Fragen:

    Welche Unterstützung erhaltet ihr von eurem aktuellen Verein?

    Ist eure Existenz innerhalb des Vereins überhaupt gewollt?

    Ich jedenfalls setze keine Energie mehr in Vereine, die den Mädchenfußball nicht wirklich unterstützen bzw. überhaupt nicht dahinter stehen. Die Energie die ich dort benötige, investiere ich lieber in die Mannschaft die ich betreue. Der Reibungsverlust innerhalb des Vereins ist auf Dauer einfach zu groß.

    Deshalb würde ich unter den von dir genannten Punkten ernsthaft überlegen komplett zu einem anderen Verein zu wechseln. Das ist allerdings meine persönliche Meinung aus den bisherigen Erfahrungen die ich gemacht habe.

    Kleiner Tipp von mir an alle anderen.

    Mädchenmannschaften gibt es meines Wissens garnicht unter der E-Jugend. Offizielle Staffeln in der E-Jugend gibt es zumindest in unserer Region (NRW) nicht. Ich kenne zwar einige Mannschaften, aber die spielen nur Freundschaftsspiele. Falls Mädchen vorher mit dem Fußball beginnen, was ehr selten der Fall ist, spielen sie in der Regel bei den Jungen mit.

    Es müßte sich somit um eine D-, C- oder B-Jugend handeln. Aber warten wir mal ab welche Information wir von der Erstellerin dieses Postings erhalten

    Sollte die Spielerin tatsächlich E-Jugend oder jünger sein, wäre die Rotation innerhalb der Mannschaft eine andere gute Lösung.

    Wie alt ist deine Spielerin?

    Setz dich doch mal mit ihr in einer ruhigen Minuten hin und besprech das Thema so wie du es wirklich siehst bzw. wie du dir die Lösung des Problems vorstellst. Dabei solltest du deine Spielerin auf ihre Vorschläge zur Lösung des Problems ansprechen.
    Anscheinend weiß sie zur Zeit selber nicht so genau was sie will.

    Mein Lösungsvorschlag wäre folgender. In der Meisterschaft spielt sie weiterhin im Tor. Unabhängig davon vereinbarst du Freundschaftsspiele gegen Mannschaften die etwas schwächer sind als dein eigenes Team. Entsprechende Gegner kannst du über Fussball.de heraussuchen. Falls in deiner Alterklasse alleTeams besser sind, solltest du auf jüngere Mannschaften ausweichen.

    In diesen Freundschaftsspielen darf deine Torhüterin dann als Feldspielerin aktiv werden. Allerdings würde ich ihr eine Position zuordnen, die mit sehr viel Laufarbeit - sprich Mittelfeld - verbunden ist. Des weiteren würde ich sie immer komplett durchspielen lassen, damit sie erkennt wie anstrengend es Feldspielerinnen haben.

    Dieses Vorgehen hat drei Ziele:

    1. Du triffst mit deiner Torfrau eine Vereinbarung, das sie in der Meisterschaft weiterhin im Tor aktiv ist und dafür in den Freundschaftsspielen als Feldspielerin eingesetzt wird.

    2. Wahrscheinlich wird deiner Torhüterin die erforderliche Laufarbeit garnicht gefallen und sie wird freiwillig im Tor bleiben wollen.

    3. Euer Team (alle Spielerinnen) benötigt unbedingt Erfolgserlebnisse, welche mit dieser Variante wahrscheinlich (hoffentlich gewinnen sie dann des öfteren) bekommen wird. Das festigt die Moral und die Motivation für die nächsten Spiele.

    Den Gedanken an eine Spielgemeinschaft halte ich für eine gute Idee.

    Allerdings habe ich persönlich folgende Erfahrung gemacht: "Theorie und Praxis, zwei Welten treffen aufeinader".

    Vielen, oder den meisten fällt es doch sehr schwer gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Das ist ja schon oft innerhalb eines Vereins der Fall. Ansonsten würde die Aussage von "JB" wir sind innerhalb des Vereins das 5te Rad am Wagen nicht zutreffen.

    Bevor ihr überhaupt über eine Spielgemeinschaft ernsthaft nachdenkt, solltet ihr Vereinsintern und beim ausgewählten Partner mal nachhören die von euch überlegte Möglichkeit eine realistische Chance hat durch den Jugenvorstand eine Zustimmung zu bekommen.

    Diese erste Hürde wird für meine Einschätzung bereits bei 70 - 80 % nicht genommen werden. Erst danach kommen die von fluegi11 genannten weiteren Basispunkte die ebenfalls geklärt werden müssen.

    Also klärt es erst einmal intern, ob überhaupt der Wille innerhalb des Vereins zu einer Spielgemeinschaft vorhanden ist.

    Das wichtigste scheint mir dein waches Auge im Training und im Spiel zu sein. Dort solltest du besonders beim Wiedereinstieg von verletzten Spielern/Spielerinnen langsam und behutsam vorgehen. Ist doch klar, das sie erst einige Wochen benötigen um an ihre alte Leistungsstärke anzuknüpfen bzw. den Konditionsrückstand erst aufholen müssen. Und Kondition wird eben nur langsam nach und nach wieder aufgebaut.

    Zweitens solltes du deinen Spielern sagen, das du von ihnen erwartest sofort über Schmerzen und gesundheiliche Problem informiert zu werden. Wer verantwortungsbewußt ist, wird seinen Spielern dann die Möglichkeit zur Pause oder zum Abruch (Spiel, Training) geben. Sollten Beschwerden öfter bzw. regelmäßig auftreten sollte dem Kind/Jugendlichem ein möglichst guter Arzt (Facharzt, Pysotherapeuten etc.) empfohlen werden.

    Wachstumsprobleme sind des öfteren mit erheblichen Schmerzen verbunden. Da niemand außer dem Kind beurteilen kann wie weh es tut, muß das Kind/Jugenlicher beurteilen wann Schluß ist. Erzeugung von falschem Ehrgeiz bzw. Aussprüche wie beiß mal auf die Zähne etc. sind tabu.

    Kein Arzt kann und wird dir einen Trainingsplan zur Verfügung stellen. Die Verantwortung liegt bei dir, dem Spieler/Spielerin und den Eltern. Eine funktionierende Kommunikation untereinander machen dieses Problem einfacher.

    Die körperliche Unterlegenheit gleicht man am besten mit einem guten, schnellem Pass- und Kombinationsspiel aus. Es geht eigenlich darum den Zweikämpfen so weit wie möglich auszuweichen und den Gegner ins leere laufen zu lassen.

    Je weniger Zweikämpfe eingegangen werden müssen, umso weniger Verletzungsrisko besteht für die körperlich unterlegenen Spieler/Spielerinnen.

    Ansonsten immer versuchen bei Ballannahme des Gegners eng am Gegenspieler (Abwehr) stehen und soweit möglich die Ballannahme stören. Wer den Ball bei der Ballannahme nicht richtig unter Kontrolle bring macht öfter Fehler im Abspiel.

    Übungen dazu findest du unter unter www.soccerdrills.de und unter www.dfb.de

    Fazit: Ich würde in diesem Fall stärker an der sicheren Ballannahme und einem schnellem Pass- und Kombinationsspiel (inkl. freilaufen und wieder anbieten) arbeiten, als am reinem Zweikampfverhalten. Ansonsten besteht immer die Gefahr das ihr eine Spielweise aufgezwungen bekommt, die eine körperlich unterlegenen Mannschaft nicht wirklich gewinnen kann. Das wäre dann bolzen und haurauck Fußball.

    Definier doch bitte mal deine Bewertung von Agressivität. Was erwartest du von deinen Spielern konkret?

    Ist es das unter Druck setzten einzelner Spieler, Manschaftsteilen bzw. der gesamten Mannschaft, orientiert zum Ball, oder ist es die Bereitschaft zum körperlichen Kontakt zum Gegenspieler mit allen Konsequenzen?

    heißt, "davor kommen zwei Mittelfeldspieler", das ihre Hauptaufgabe denfensives agieren bedeutet?

    Von welcher 4-er Kette in der Abwehr redest du, wenn du mit Libero spielst?

    In der defensiver Handhabung der Mittelfeldspieler würde ich deine Aufstellung als 6-2-2 bezeichnen, in der etwas offensiveren als 4-4-2.

    Vieles ist eine Frage der Interpretation. Ich persönlich bin gegen starre Systeme und wünsche mir von meinen Spielerinnen Flexibilität während des Spielverlauf´s. Das bedeutet, das während des Spiel´s die System wechseln, je nachdem ob wir offensiv oder defensiv innerhalb des Spiel´s agieren können/müssen.

    Ich meine "eyeballer"

    Leistungskontrollen im Jugendbereich haben medizinische Risiken, die klar und deutlich belegen, das Leistungskontrollen im unteren und mitlerem Jugendbereich keine, oder nur eine untergeordnete Aussagekraft haben. Wichtig ist, das innerhalb des aeroben Wertes der Spieler/Spielerinnen trainiert wird, da es ansonsten zu Übersäuerung des/der Muskel kommt und damit ein sofortiges Trainingsende (ausgpowerte Spielerinnen/Spieler) oder zu langwierige Verletungen (Zerrungen etc.) kommen kann. Da aber sehr viele Spieler/Spielerin bei solchen Test´s dazu neigen über das eigene Limit zu gehen, damit er im oberen Bereich der Gruppenleistungen stehen, ist durchaus mit langwierigen Verletzungen zu rechnen.

    Ohne mehrfache Messung der Laktatwerte kann niemand eine Zuordnung der persönlichen Leistungsstärke vornehmen!
    Fakt ist das jeder Spieler/Spielerin einen eigenen anerobe Schwellewert hat. Besonders im Ausdauerbereich und Sprintbereich können ohne Laktatmessungen keine Aussagen über die persönliche Leistungsfähigkeit getroffen werdenen.

    Und wer von euch hat die Möglichkeit von regelmäßigen Messungen der Laktatwerte im Jugenbereich?
    Soviel zu Leistungstests und ihrer Aussagekraft, ohne medizinische Überwachung !!!

    Chris, ich gebe dir in praktisch allen Aussagen recht.

    Entgegen den meisten hier im Forum bin ich der Meinung, das es vom Prinzip fast egal ist, ob du ein 4-4-2 oder ein 3-5-2 spielst, da es entscheidend ist mit welcher taktischen Vorgabe die einzelnen Spieler/Spielerinnen auf ihren Einzelpositionen und in ihren jeweiligen Manschaftsteilen belegt werden.
    Beispiel: wenn ich einer oder zwei Spielerinnen die Vorgabe mache stärker nach hinten mit zu arbeiten, oder sogar die Vorgabe mache eine außergewöhnlich gute Gegenspielerin in Manndeckung (z.B. Spielmacherin - je nach Postion) bzw. aus dem Spiel zu nehmen verändere ich damit indirekt unter umständen das gewählte System.

    Was ich mit dem 4-4-2 System bezüglich schwächeren Mannschaften gemeint habe, ist das es für technisch und taktisch nicht so gut geschulte Mannschaften einfacher ist wenn sie von vornherein tiefer stehen, damit sie nicht zuviel Zeit verlieren ihre Postition zu erreichen / zu verteidigen. Ich jedenfalls würd bei etwas schlechteren Mannschaften so spielen lassen.

    Ein 3-4-3 ist die absolute Ausnahme. Sie wird praktisch nur von den Team´s gespielt, die sich ihrer Stärke sehr bewußt sind. Und das scheinen die wenigsten zu sein.

    Chris, mein Fazit aus dem gesehenem ist, was du bereits notiert hast. Es wird in der Tendenz mit alten, bewährten Systemen gespielt. Die Stelle wo ich das für gut befinde, dürfte es eigentlich nicht geben ;) . Es war somit nur eine Feststellung der Fakten.

    PS: in der Meisterschaft spiele ich ein 4-3-3 oder ein 3-4-3, was in der Regel sehr offensiv ausgelegt ist.

    Richtig, die Tendenz zeigte eindeutig das bevorzugte Spiel mit Libero und entsprechender Mann(Girl)deckung. Praktisch keine Raumdeckung!

    Weiter zeigte sich das fast alle Mannschaften erst einmal auf eine extreme Absicherung nach hinten größten Wert legten. Je nach Leistungsstärke wurden meistens mit einem 3-5 2, aber ebenfalls mit einem 4-4-2 gespielt.
    Teilweise wurden sogar nur mit einer Spitze gespielt (4-5-1 in defensiver Ausrichtung), weil die Angst der Trainer vor einem Gegentreffer, förmlich zu riechen war. Diese Spiele gingen in der Regel dann auch 0-0 aus.

    Aus meiner Sicht waren die Mannschaften, die mit einem 3-5-2 spielten flexibler und schneller auf dem Weg nach vorn. Allerdings reden wir hier bereits über Spieler/Spielerinnen, die nicht nur über eine gepflegte Technik (Pass- und Kombinationsspiel inkl. toller langer Bälle) verfügen, sondern auch eine gute taktische Schulung im taktischen Bereich (schnelle Umschaltung von defensiver auf offensiver Spielweise) erkennen ließen.

    Für spielstarke Mannschaften würde ich somit immer ein 3-5-2 als beste Lösung einschätzen. Schwächere Teams sind sicherlich mit einem 4-4-2 System besser beraten.

    Ich war heute und gestern auf dem Ländervergleichskampf aller deutschen Fußballverbände (21) der C-Juniorinnen in der Sportschule in Duisburg.

    Dort sind zur Sichtung nicht nur bezahlte DFB Trainer, sondern auch auch bezahlte Verbandstrainer und Trainerinnen mit ihren Team´s aktiv.

    Was glaubt ihr mit welchen Systemen dort gespielt wird?

    höh?! muss ich das verstehen?! du weisst schon wovon ich rede oder?!
    Das hast du doch klar und deutlich zu Ausdruck gebracht!. Du kommst mir vor wie der Geisterfahrer, der gerade die Nachricht im Radio hört und sagt: wie ein Geitsterfahrer, es sind hunderte, nein tausende die mir hier entgegen kommen. Du bist bisher auf noch kein einziges belegbares Argument gegen diese Leistungstest eingegangen. Da reden andere ernsthaft von Beratungsresistenz. Aber tu du nur weiter so, als wenn du garnicht verstehen willst, was andere dir sagen wollen. Es gibt leider Fälle da macht es irgendwann einfach keinen Sinn mehr die Menschen zum nachdenken anzuregen.

    siehe fskt.info! es geht um ballbeherrschung, passen, schiessen etc pp unter verschiedenen aspekten wie zeitdruck etc pp!!! und NICHT um ausdauer oder sonst was. das ist die richtung in die ich gehen wollte..wie eigentlich hinreichend erläutert..und dazu brauchst du keinen mediziner oder sonst was..


    ich bin auf der suche nach ideen für leistungskontrollen für d- bis a-jugendliche
    ziel:
    u.a. möchte ich vorhandene defizite im technisch-koordinativen bereich aufdecken !


    Kommt diese rot markierte Aussage nun aus deinem ersten Posting, oder haben andere und ich etwas verpaßt? Schade, das du anscheinend nicht mehr weiß wovon du geschrieben hast. Würde mich ernsthaft interessieren wie du "Leistungskontrolle" (Zeitdruck, Leistungsfähigkeit etc.) definierst?, nachdem ich auf Alternativmöglichkeiten währen des Trainings und der Spiele hingewiesen habe. Mag sein, das du dein privates Umfeld täuschen oder unterdrücken kannst, aber das in einem öffentlichem Forum zu versuchen, wo die meisten durch langjährige Praxis und der Erfahrung wissen wovon sie sprechen, zeugt zumindest für mich von "Dreisheit" und von einer gewissen "Unverschämtheit".

    Toleranz hört immer dort auf, wo die Gegenseite nicht bereit ist auf gut begründete Argumente einzugehen und alle anderen für dumm zu verkaufen bzw. anfängt sie zu veralbern. In diesem Sinne ...

    In diesem Forum geht es um kindgerechte, angemessene Trainingsformen. Punkt, Ende

    Diesen Thread ist für meine Einschätzung ein eigenes Thema für sich. Er hat sich aus einem anderen Thema/Diskusion ergeben.

    Machen Leistungstest`s im Kinder- und Jugendbereich (für nicht leistungsorientierte Mannschaften), Sinn?

    Wie aussagefähig sind diese Leistungskontrollen, ohne medizinische Vor- und Nachuntersuchung? Machen sie dann überhaupt noch Sinn?

    Welche Alternativen gibt es zu diesen Leistungstest´s?

    Eure Einschätzugen und Bewertungen sind gefragt.

    Kinder- und Jugendtraining ist keine reduziertes Erwachsenentraining !!!

    Wer Leistungstest´s durchführt, ohne das alle Spieler/Spielerinnen vorher medizinisch komplett durchgecheckt werden, hat keine Basis für verläßliche Werte. Machen Leistungstests ohne verläßliche Basis wirklich Sinn im Kinder und Jugendbereich, der nicht leistungsorientiert ist?
    Ohne medizinische Voruntersuchung sind diese Tests subjektiv und nicht objektiv! Sie erwecken nur den Eindruck der Objektivität, erfüllen ihn aber nicht.

    Grund/Beispiel: 2 meiner Spielerinnen haben während der Saison läuferisch und konditionell nachgelassen, was übrigens ohne Tests bei Spielen und im Training erkannt wurde. Wir haben die Kinder ärztlich untersuchen lassen und als Diagnose jeweils Allergien die Atemnot verursachen mitgeteilt bekommen. Die Kinder haben laut Arzt keine sportlichen Einschränkungen wenn sie vor dem Training bzw. ihrem Spieleinsatz ein Spray in den Rachen sprühen. Nun gehen sie wieder ab, wie die "geölten Blitze".

    Ich persönlich bin der festen überzeugung das vergleichbare Allergien besonders im Kinder und Jugenbereich stark zunehmen, und viele Kinder, Eltern und Trainer garnicht wissen das einige ihrer Kinder unter dieser Erkrankung, oder aber auch andere Erkrankungen (Herzkreislauf, Zucker etc.) leiden.

    eyeballer, mal Hand auf´s Herz, bist du dir wirklich sicher das du dich zu 100% auf die von dir gewünschten Test´s verlassen kannst? Was macht dich so sicher, das du jedwede Vorerkrankungen ausschließen kannst.?

    Tu mir bitte einen Gefallen und sehe die Sache mal ganzheitlich bzw. aus der Kinderperspektive. Wir reden hier über eine Leistungskontrolle laut deiner eigenen Aussage!!!. Auch wenn du von den Test´s überzeugt bist, muß du dir die Frage stellen ob nicht andere Indikatoren zu dem von dir gewünschtem Ergebnis führen und somit kindgerechter sind.

    aha, chillig drauf, mmmh

    Für mich bedeutet das, dass er die Sache ggf. nicht wirklich ernst nimmt, und nach außen einen auf Cool macht. Viele dieser "coolen", tuen zwar als ob sie alles im Griff haben, aber eigentlich ist dieses Verhalten ein Selbstschutz, um andere nicht an sich selbst heran zu lassen bzw. ihre Verletzlichkeit und Schwächen zu überdecken.

    Auch diese Menschen haben Selbstzweifel, wie wir alle. Das Problem ist nur das man nicht so gut an sie herankommt.

    Deshalb empfehle ich ein persönliches Gespräch mit diesem Spieler. Sag ihm wie du die Sache siehst / realistisch einschätzt, und was er unbedingt ändern muß, damit er bei dir regelmäßig spielt. Erkläre ihm, das du und die Mannschaft die Leistungsunterschiede Training/Spiel nicht tollerieren/akzeptieren könnt. Das du weiß was er wirklich kann, aber in den Spielen nicht abruft bzw. abrufen kann. Behandel in freundlich im Ton, aber bestimmt/konsequent in der Sache, oder anders gesagt hart aber immer fair. Führe ihn niemals vor den anderen Spielern vor. Denn trotz der ganzen Coolness, sind diese Menschen nach innen sehr verletzlich.

    Auch wenn`s schwer fällt, laß ihn auf der Auswechselbank schmoren. Sag ihm vor jeder Einwechselung was du von ihm erwartest und das du ihn wieder auswechselst, wenn er nicht die von dir erwartete Laufbereitschaft und Einstellung zeigt. Es mag ja sein, das ein Spieler mal einen schlechten Tag hat, aber wir als Trainer können und sollten erwarten das sie kämpfen und laufen, um ins Spiel zu finden. Wer das nicht macht, wird ausgewechselt. Egal wie gut bzw. wieviel Talent jemand hat.

    Bevor du eine Mannschaft übernimmst, solltest du sie dir möglichst 2-3 mal ansehen.

    Der Vorteil daraus ist, das du dir einen eigenen Eindruck über die Stärken und Schwächen, Einstellung der Spieler und das soziale Verhalten machen kannst. Somit erkennst du erkennen ob du nur an fußballerischen Dingen arbeiten muß, oder auch erheblichen Aufwand im Bereich Regeln (Erziehung), Teamförderung etc. auf dich warten.

    Das was ich bei Spielen sehe und erkenne ist subjektiv? Kommt das nicht auf meinen Blickwinkel an? Woher weiß du welchen Blickwinkel ich während der Spiele habe?

    Subjektiv bin ich, wenn ich nur einen eingegrenzten Blickwinckel einnehme. Objetiv dagegen wenn ich alle Faktoren einbeziehe und in ein vernünftiges Verhältnis zu einander bringe.

    Was nützt mir ein technisch versierter, schneller Spieler, wenn er bei eigenem Ballverlust oder Rückstand nicht die Ärmel hochkrempelt und über den Kampf zurück ins Spiel findet, oder einfach zu schnell aufgibt?
    Ich bin immer noch der festen Überzeugung dass die meisten Trainer die Stärken und Schwächen innerhalb ihrer Mannschaft sehr genau im Spiel erkennen und entsprechend die Trainingsschwerpunkte angehen.

    Leistung ist bei mir nicht negativ behaftet, da wir von der Tendenz leistungorientierten Fußball spielen. Die Frage ist doch, wie kitzel ich diese Leistung aus den Jungs und Mädels heraus. Indem ich ihnen belege, beweise (durch Leistungstests) das sie zu langsam oder technisch nicht gut genug sind?
    Ich halte es da ehr mit der Philosophie das wir an den Schwächen der Spielerinnen im Training arbeiten, sie stark reden und mit den richtigen Maßnahmen motivieren. Besonderen Wert legen wir auf die mannschaftliche Geschlossenheit bzw. auf den Spaßfaktor innerhalb der Mannschaft.

    Mein Spruch dazu ist: Es spielen nicht die besten 11, sondern das beste Team!!!

    Solange wir uns nicht über leistungorientierten Fußball unterhalten, sehe ich mehr Nachteile als Vorteile bei Leistungstests im Jugendbereich.

    Es ist das gute Recht eines jeden eine eigene Meinung zu vertreten und diese Tests durchzuführen. Letzlich ist es doch nur wichtig was hinten raus kommt. Es wird immer unterschiedliche Vorgehensweisen geben die zur Entwicklung bzw. zu Erfolg führen.

    Ich kenne viele Mannschaften die über außergewöhnlich gute Spieler/Spielerinnen verfügungen, aber leider nicht in der Lage sind, sie zu einem richtig gutem Team zu formen. Kampfkraft und Zusammenhalt und Moral innerhalb der Mannschaft, machen den Unterschied in engen Spielen aus.


    Spielt dein Team leistungsorientiert?

    Ich stelle mir diese Frage, weil ich mir nicht ganz sicher bin, ob solche Leistungstest für die meisten Jugendmannschaften überhaupt einen Sinn machen.

    Was erkennst du in den Leistungstesten (Zeiten, Geschwindigkeiten etc.), was du nicht bei den Spielen erkennen kannst?
    Die meisten Trainer werden doch wohl sehr genau wissen ob der jeweilige Spieler schnell oder langsam ist, ein guter oder schlechter Sprinter ist, kampstark ist oder ehr technischen Fußball spielt, ein Teamplayer oder ehr ein Solist ist, einen guten oder ehr schlechte Schußtechnik besitzt, Das sind nur einige Beispiele, die ebenfalls sehr wichtig sind.

    Ich weiß ebenfalls nicht, ob es immer gut ist Kinder, auch in ihrer Freizeit, unter Leistungsdruck zu setzen. Und offensichtliche Test machen das, oder wie seht ihr das?

    Mir jedenfalls ist es wichtiger den Spielern/Spielerinnen den Druck zu nehmen als zusätzlichen, eventuell nicht erforderlichen Druck aufzubauen. Denn nur mit dem nötigen Selbstvertrauen probieren sie Dinge, die ich bei zuviel Druck wahrscheinlich nicht erreichen würde.

    Mir ist die Spielfreude jedenfalls sehr wichtig. Mit welchem Test willst du die denn testen?

    Letztlich weiß jeder Spieler/Spielerin sehr genau wo er leistungsmäßig gegenüber den anderen steht.
    Es ist nicht immer entscheidend wer schneller laufen kann, oder einen besseren Laktatwert hat. Da gehören ganz viele andere große und kleine Dinge dazu, die ich nicht mit Tests belegen kann. Die wichtigsten davon sind für mich Charakter und die manschaftliche Geschlossenheit.

    Unabhängig davon benötige ich Wasserträger, geniale Technicker und Instinktfußballer. Letztlich kommt es immer auf die richtige Mischung an.