Beiträge von tobn

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    Ich habe in der E-Jugend damit begonnen, nicht mehr von Stürmern und Abwehrspielern zu sprechen, würde ich nochmals von vorne anfangen, kämen mir diese Begriffe, wenn ich mit meiner eigenen Mannschaft spreche, erst in der D über die Lippen. Denn Ziel sollte es sein, dass alle gemeinsam verteidigen und ebenso gemeinsam angreifen. Meiner Erfahrung nach herrscht jedoch die Empfindung vor, Stürmer seien die Angreifer, während Verteidiger oder Abwehrspieler eben für die Verteidigung zuständig sind und im Falle des Angriffs eigentlich nur zugucken sollen. Deshalb sprach ich nur noch von hinterer und vorderer Reihe und spielte ein 3:3-"System". Das wäre auch mein Vorschlag an dich. Vergiss die Suche nach dem Knipser, sondern sorge dafür, dass alle deine Spieler angriffslustig sind und sich trauen, aufs Tor zu schießen. Und bringe ihnen andererseits bei, dass, wenn der Gegner den Ball hat, jeder Spieler sich an der Aufgabe beteiligen muss, den Ball wieder zu erobern. Auf dem Weg dorthin ist die Rotation sehr wichtig, außerdem solltest du deine Spieler oft in kleinen Mannschaften spielen lassen, maximal 4:4. Kennst du die von Horst Wein propagierte Spielform des Minifußballs? Außer für den Torschuss (und den in dieser Altersklassen aber auch unwichtigen Flugball) ist sie großartig für sämtliche fußballspezifischen Fertigkeiten, sie fördert das Zusammenspiel in der Gruppe (noch mehr, wenn du mit entsprechenden Provokationsregeln arbeitest) und die Spielintelligenz. Du wirst zwar nicht kurzfristig völlig andere Spieler haben, aber du wirst, wenn du dazu auch in den Spielen deutlich einforderst, dass sie sowohl gemeinsam verteidigen wie angreifen sollen, hoffentlich eine Besserung feststellen.

    Zum Thema des Wechsels einer kompletten Mannschaft habe ich auch eine Begebenheit beizusteuern. Da gab es einen Vatertrainer, dessen Sohn unbestritten Leistungsträger des Teams war, der meinte, im (erfolgsorientierteren) Nachbarverein sei das Gras für seinen Sohn grüner. Die Gründe für seinen Wunsch nach einem Wechsel kenne ich nicht, ich möchte da auch gar nicht spekulieren. Ich kenne ihn als eigentlich ziemlich guten, aber auch ziemlich ehrgeizigen Trainer, näheren Einblick habe ich nicht. Jedenfalls hat er der Jugendleitung mitgeteilt, dass er zusammen mit seinem Sohn wechseln werde. Sie hat also begonnen, sich auf die Suche nach einem neuen Trainer zu machen. Den Eltern seiner Mannschaft hat er dann auch über seine Pläne informiert, hat aber wohl, so teilten mir mehrere Beteiligte mit, durchblicken lassen, dass noch unklar sei, wer als künftiger Trainer komme, vielleicht wurde sogar angezweifelt, ob es da überhaupt einen geben werde. Tatsächlich wissen wir alle, dass das Finden von Trainern so ungefähr die schwierigste Aufgabe der Jugendleitung ist. Naja, jedenfalls sagte mir ein Elternpaar, sie hätten letztlich von ihm mitgeteilt bekommen, entweder kämen sie mit ihrem Kind mit, oder sie blieben halt ohne Trainer da. Die Jugendleitung war darüber sehr verärgert, weil sie wohl gerade einen Trainer gefunden hatte, als die ganzen Abmeldungen ins Haus flatterten. Tja, und anschließend fehlte ein Jahrgang dann komplett...

    du sprichst von Trainingsspielformen, die auch schon mal, jedoch noch höchst selten bei einem Turnier durchgezogen wird.


    ich sprach von der offiziellen Mini-Spielform der G mit klaren Vorgaben über Spielerzahl, Torgrösse und Spielfeldgrösse. die bei uns schon als Regelspielbetrieb eingeführt ist.


    Bei Euch ja, für dich ist das Saarland ja auch der Nabel der Welt, aber mir war, bis du es in diesem Thread erwähntest, neu, dass Horst-Wein-Minifußball überhaupt irgendwo im offiziellen Spielbetrieb vorgesehen ist. Allerdings weise ich deine Behauptung, es handle sich dabei 'nur' um eine Trainingsspielform zurück. Horst Wein schlägt Minifußball, zu dem er ja auch sämtliche Regeln, in denen es vom Fußball abweicht, aufführt, ausdrücklich als offizielle Spielform im unteren Juniorenbereich vor. Da es bei uns nicht zum offiziellen Spielbetrieb gehört, bleibt mir und anderen Minifußballfans halt nichts anderes übrig, als es nur im Training und bei eigenen Turnieren spielen zu lassen.


    Übrigens hat Dirk Coerverfan in seinem Eingangsbeitrag explizit Horst Wein erwähnt. Ich dachte deshalb, dass es klar ist, dass es um Horst Weins Minifußball geht, und nicht um irgendwelche anderen Fußballspiele mit verkleinerten Mannschaften.

    Wenn ich Minifußball sage, meine ich die Spielform von Horst Wein: 3:3 auf vier Minitore (~2 m x 1,50 m), Feldmaße ~30x24m, Tore dürfen nur aus der sechs Meter tiefen Angriffszone erzielt werden. Eine Mannschaft besteht im Normalfall aus vier Spielern, bei jedem Tor wird in beiden Teams in Rotation ausgewechselt. Nach Tor- oder Seitenaus wird eingekickt oder-gedribbelt, dabei sind 3 m zur gegnerischen Angriffszone einzuhalten. Ein strafwürdiges Vergehen in der eigenen Abwehrzone (also der gegnerischen Angriffszone) zieht einen Strafangriff nach sich, der dem Penalty im Eishockey ähnlich ist.


    Für G-Junioren könnte das Standardspielfeld etwas groß sein, das Auswechseln könnte anfangs eine Herausforderung sein, ansonsten ist es eigentlich ziemlich einfach.


    Damit das Spiel nach einem Tor schnell wieder los geht, habe ich die Regel eingeführt, dass alle auf dem Feld verbleibenden Spieler der Mannschaft, die gerade ein Tor erzielt hat, erst in ihre eigene Abwehrzone zurück kehren müssen, bevor sie den Ball wieder berühren dürfen. Dabei ist es übrigens unerheblich, ob der Ball schon im Spiel ist oder nicht. So ist es von Vorteil für das Team, das gerade das Tor kassiert hat, den Ball schnell zu holen und gleich anzugreifen. Und andererseits sind die anderen schnell wieder im Spiel, wenn sie 'schnell umschalten'. Dabei muss man natürlich darauf achten, dass das nicht dazu führt, dass der Ball absichtlich beim Torschuss weit weg gebolzt wird -- haben die Tore Netze, gibt es dieses Problem ja aber von vornherein nicht. Und ansonsten kann man auch einen Ersatzball auf die Grundlinie oder kurz dahinter legen, mit dem weiter gespielt wird, während der Spieler, der das Feld verlässt, den Ball holt.


    Ich habe selbst übrigens erst in der E Minifußball spielen lassen, vorher kannte ich es leider nicht. Hätte ich noch mal eine Mannschaft in G- oder F-Jugend, ich würde sicher ziemlich viel Minifußball spielen lassen.

    Ist dieses Mini Fussball konzept eventuell auch schon für eine G Jugend ( U7 / U6 ) nützlich bzw Sinnvoll ?


    Warum nicht? Gegebenenfalls könnte man sie, falls es sich als sinnvoll heraus stellen sollte, die Regel, dass Tore nur aus den Angriffszonen erlaubt sind, fallen lassen. Womit man aber nicht rechnen sollte, ist, dass sich die Bambini-typische Traube von Spielern, die sich um den Ball herum bildet, auflöst. Andererseits wird sie, da es ja nur sechs Spieler auf dem Platz gibt, sicher deutlich kleiner ausfallen als bei den sonst typischen Abschlussspielen mit ca. zwanzig Kindern und einem Ball.


    Mal abgesehn davon genügend Teams zu finden die das Mitmachen würden!?


    Ihr könntet es ja erst einmal intern spielen und dann einzelne Mannschaften zu Minifußballturnieren einladen.

    Ah, na, das ist dann ja etwas anderes, danke für die Klarstellung.


    Nun, bei uns im Lehrgang für den Trainer C-Breitenfußball hat man für die Lehrprobe ein komplettes Training, bestehend aus Aufwärmen, Hauptteil und Abschlussspiel (Schlussteil) entworfen. Dabei sollte am besten in allen Phasen das Thema deutlich werden. In der mündlichen Prüfung stellte man dann seine Trainingseinheit komplett vor, anschließend wurde man dazu und auch zu übrigen Themen des Lehrgangs befragt. In der praktischen Demonstration hatte man dann 'nur' den Hauptteil in zwanzig Minuten vorzuführen. Wichtig dabei war, dass das Thema deutlich wurde -- "Thema verfehlt" ist die größte Gefahr --, dass die Methodik "vom Einfachen zum Schweren" deutlich wurde, und dass deutlich gecoacht und korrigiert wurde. Außerdem sollte es recht zügig in die Übung gehen, lange Erklärungen sollten vermieden werden.


    Deshalb:

    • Unbedingt beim Thema bleiben
    • Einfacher Aufbau mit Möglichkeiten zur Steigerung des Schwierigkeitsgrads
    • Wenn möglich Tore einbeziehen
    • Einfache Übung, die ohne umfangreiche Erklärung auskommt


    Wenn du Vorschläge zu deiner Lehrprobe hast, können wir dir gerne unseren Senf dazu geben. Mich irritiert dabei aber das Thema etwas, denn wenn es um die Verbesserung des Abwehrverhaltens geht, sollte eigentlich kein technischer Schwerpunkt des Angreifers trainiert werden. Es heißt eigentlich, man solle sich einen Schwerpunkt auswählen und diesen gezielt trainieren. Andere Themen, die bei der Übung dann natürlich auch beteiligt sind, aber nicht zum Schwerpunkt gehören, sollten eigentlich nicht trainiert werden. D.h. bei deinem Schwerpunkt sollte es eigentlich um das defensive 1:1 am Flügel gehen. Ob der Angreifer nun fintiert oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle. Sicher wäre es für einen Angreifer im 1:1 sinnvoll, Finten einzusetzen. Aber deine Bemühungen als Trainer sollten sich eigentlich ausschließlich auf das Defensivverhalten beschränken. Diesbezüglich würde ich noch mal nachfragen. Ich vermute, du sollst den Abwehrspielern vermitteln, wie sie sich verhalten sollen, auch wenn sie mit einem intensiv fintierenden Angreifer konfrontiert sehen. D.h. neben den allgemeinen Maßgaben für das defensive 1:1 am Flügel ist es wichtig, dass du ihnen vermittelst, dass sie sich unbedingt und intensiv auf den Ball konzentrieren müssen, anstatt auf die Bewegungen des Angreifers. Dabei müssen sie versuchen, den Körperschwerpunkt niedrig zu halten, um jederzeit den Antritt des Angreifers mit gehen zu können und ihren notwendigerweisen nur geringen Vorsprung zu nutzen.


    Du weißt, wo du die Weisheiten den DFB zum 1:1 in der Defensive findest?

    Tabellen abseits der Leistungsstaffel sind bei solchen Verhältnissen wirklich absurd.


    Du sagst es. Wie war das noch mal mit der Überlegung, im gesamten Kreis mit nur einer Liga zu spielen, die dann nach dem Schweizer System läuft? Aber das wäre ja eine zu große Änderung und viel zu kompliziert.


    Bei uns in der D2-Kreisklasse gibt es diesen Unfug übrigens auch, da hat, so habe ich zumindest gehört, ein Verein in einem Prestigeduell einige Spieler aus seinem D1-Kreisliga-Team eingesetzt, die als Erstplatzierter auf Aufstiegskurs in die Gruppenliga sind. Ich selber weiß nicht, was dieser Unfug soll, muss aber auch sagen, dass 'das System' sich solches Verhalten teilweise auch heran züchtet. So gab ein Trainer mir gegenüber zu, dass er seine Mannschaft in der vergangenen Saison auch in einem Spiel verstärkt habe, um sich sicher zur Hallenkreismeisterschaft (HKM) zu qualifizieren. Da es bei uns in der D-Jugend keine Hallenrunde gibt, qualifizieren sich für die HKM die bestplatzierten Feldrundenmannschaften. Und dann war er noch so kindisch, die stärksten, eigentlich mannschaftsfremden Spieler noch extra lange drauf zu lassen, eben weil der gegnerische Trainer sich bei ihm über ihre Anwesenheit beschwerte.

    Ich gehe gerade wieder dem Sammeltrieb nach und lade bei trainermedien.dfb.de Online-Medien der fußballtraining-Zeitschrift herunter. Da die Altersklasse und das Thema zu meinen Spielern passt, habe ich mir gerade die Online-Ergänzung zum Beitrag über das Training der D- und C-Junioren des VfB Stuttgart heruntergeladen: http://trainermedien.dfb.de/fi…_pdfs/ft12_05_tedesco.pdf


    Seid doch so nett, Euch den Hauptteil dieser Übung anzusehen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Tore, auf die nach Überdribbeln der Linien gespielt werden soll, richtig genannt werden. Ist es doch für Spieler C ungemein einfach, einfach an der Auslinie entlang über eine der Linien zu dribbeln und dann sofort in das direkt neben ihm befindliche Tor zu schießen. Am besten natürlich in Tor 1, da kommen A und B niemals vor ihm hin.


    Ich würde C eher vorgeben, nach Überdribbeln der Linie 1 auf Tore 2 und 3 spielen zu müssen, bei Überdribbeln von Linie 2 hingegen Tore 3 und 4. Was meint Ihr?

    Ja, Karl, und ja, Stefan70, ich sehe das genau so. guenter wahrscheinlich auch. Die Regelung kann missbraucht werden, das würde den Grundgedanken des Kinderfußballs entgegen stehen. Aber eine gewisse Flexibilität ist andererseits halt auch notwendig, weshalb eine gewisse Durchlässigkeit zwischen den Mannschaften auch sinnvoll ist.


    Ist denn das Grundübel nicht der Wunsch einiger Trainer, unbedingt gewinnen zu wollen, und dabei die meisten der anderrn Ziele hinten anzustellen? Annie, gibt es bei Euch Tabellen?

    du redest hier über zwei unterschiedliche Dinge. Mini-Fussball einer D mit insgesamt 4 Toren hat wenig mit dem Mini-Fussball (4+1) einer G-Jugend mit insgesamt 2 Toren zu tun.


    Nö, bei einigen Spielern gibt es da tatsächlich nur geringfügige Unterschiede. Leider...


    Ich habe ein G-Mini-Turnier mal teilweise verfolgt. viele Vorteile, aber keinen einzigen Nachteil gesehen.


    Das glaube ich gerne. In der G, teilweise auch in der F sehe ich auch überhaupt keinen Nachteil darin, dass keine Distanzschüsse möglich sind, haben die Spieler in diesem Alter, also zumindest noch in der jungen F, dafür auch noch nicht die Kraft. Und andererseits sind die Jugendtore für die F-Torhüter auch noch zu groß.

    Ich bin auch auf deinen Bericht gespannt. Ansonsten teile ich aber deine Eindrücke:


    Meine D-Jugend habe ich letztens beim Training auch Mini-Fußball spielen lassen (als Aufwärmteil). Die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Leider waren viele Spieler ein wenig überfordert, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Darüber hinaus war dieses Spiel auch recht laufintensiv.


    Absolut. Minifußball ist nicht so einfach wie 'normaler' Fußball, alleine schon dadurch, dass es eben pro Grundlinie zwei Tore gibt, da muss man sich ständig im Raum orientieren und beim Angriff abwägen, ob es besser ist, den Ball auf der einen Seite zu halten oder rüber zu spielen. Genauso werden beim Angreifen die Teams belohnt, bei denen auch das Spiel ohne Ball gut funktioniert, bei denen sich also die Spieler ohne Ball geschickt in die freien Räume bewegen, von wo aus sie dann oft freie Bahn zum gerade ballfernen Tor haben.
    Und auch in der Defensive ist es ein forderndes Spiel. Dadurch, dass es zwei Tore gibt, ist die Raumaufteilung wichtig, und man braucht zur Verteidigung mindestens zwei Spieler, eigentlich aber wirklich alle drei, wobei sich dann im Idealfall eine 2:1-Situation gegen den Ballführenden ergibt, während der dritte Spieler sich geschickt im Raum so postieren muss, dass er bei der Verlagerung auf das andere Tor eingreifen kann.
    Und natürlich ist das schnelle Umschalten extrem wichtig, da es, wegen der geringen Zahl an Spielern, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive auf jeden Spieler ankommt.


    Mein Fazit daraus: Das muss wiederholt werden. Hier haben meine Jungs noch Nachholbedarf - und die Trainingsform finde ich sehr intensiv. Da kann jeder viel in sehr kurzer Zeit lernen und nebenbei noch etwas für seine fußballspezifische Ausdauer tun. 8)


    Ganz genau. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass 'richtige' Minitore, d.h. solche mit Netzen, deutlich mehr motivieren als Stangen- oder Hütchentore. Ansonsten ist die Spielform, zumindest meiner Erfahrung nach, bei den Spielern am wenigsten beliebt, die am bequemsten sind, die auf eine der beiden Aufgaben, Defensive oder Offensive, weniger Lust haben (meist Defensive). Defizite in diesen Bereichen treten bei dieser Spielform deutlich hervor. Allerdings auch die individuellen Probleme der schwächeren Spieler, weshalb es sinnvoll ist, ähnlich starke Teams zu bilden und/oder mit Ergänzungsregeln zu arbeiten, welche die schwächeren Spieler zur aktiven Teilnahme und die stärkeren Spieler dazu zwingen, erstere einzubeziehen. Bspw. indem man vorgibt, dass ein Tor erst erzielt werden darf, wenn jeder im Team den Ball berührt hat. Oder dass das erste Tor eines Spielers deutlich mehr zählt als folgende. Oder indem man erzielte Tore mit Zahl der Torschützen multipliziert. Da gibt es viele Möglichkeiten.

    Nicht nur weicher. Auch leichter. Aber nicht viel leichter.


    Stimmt. Das wäre mal 'ne Aufgabe für eine Physikklausur. Luft als ideales Gas mit 29 g/mol, bei angenommen festem Ballradius, dann für verschiedene (Über-) Drücke das Ballgewicht zu bestimmen.

    Für mich widerspricht sich das. Und es ist ein Freibrief für Ergebnisverzerrungen.


    Ich habe jetzt nicht hinein geguckt, aber nur die beiden Aussagen, die du nennst, widersprechen sich schon, zumindest im reinen Sinne. Und ja, natürlich kann man Ergebnisse verzerren, indem man das Maxiumum an Spielern der stärkeren Mannschaft in ach so wichtigen Spielen in der schwächeren einsetzt. Aber diese Klauseln haben auch ihr Gutes, manchmal wäre es nämlich sonst nicht möglich anzutreten, wenn die Mannschaften keinen besonders üppigen Kader haben oder aus irgendwelchen Gründen ungewöhnlich viele Spieler kurzfristig ausfallen. Meiner Meinung nach sollte man nur aushelfen lassen, wenn es notwendig ist. Und dann sollten die aushelfenden Spieler in dem Team, dem sie aushelfen, nicht übermäßig auffallen, wenn es geht.

    ... der Spieler meldet sich bis zum 1.5. ab (und ggfs schon bei Euch an), dann wäre nichts fällig.


    Das hätte aber andere Konsequenzen. Ich kriege es aus dem Kopf nicht mehr zusammen, du kannst aber gerne nachlesen, oben habe ich die Jugendordnung ja verlinkt.


    (oder man bespricht das ganz offen mit den Vereinen auf dieser Grundlage, ao nach dem Motto: "Entweder bekommen wir die Freigabe zum Wechsel am Ende der Saison, oder wir melden uns sofort ab"


    Nun, es ging mir ja um unseren konkreten Fall, wo das nach Möglichkeit nicht so laufen sollte. Zumindest ein Teil der Spieler, die zu uns kommen, tun dies hauptsächlich wegen der sportlichen Perspektive, nicht, weil sie im bisherigen Verein unglücklich oder unzufrieden sind.


    Nichts fällig wird ja auch, wenn der abgebene Verein auch so seine Zustimmung gibt; Oder ihr einigt Euch auf 20 EUR pro Spieler oder oder;


    Klar, eine solche Lösung wird auch angestrebt. Mir ging es aber um den oben beschriebenen Fall, ich wollte die Jugendordnung verstehen. Das ist mir zwar nicht gelungen, aber ich habe zumindest eine Antwort auf die Frage in dem geschilderten, konkreten Fall.


    Frage:
    ist das mit der Ausbildungsentschädigung genauso wie bei den SeniorenSpieler, dass dies also
    bedeutet, dass man die Freigabe durch die Zahlung dieser Summe automatisch erhält ?


    Gemäß unserer Jugendordnung ist das während des Wechsefensters, d.h. im Juni, so, ja. Außerhalb dessen nicht, Details siehe Jugendordnung.


    (Wurde mal vor Jahren eingeführt, damit Vereine nicht mehr Spieler sperren können, obwohl der aufgebene Verein sogar was zahlen wollte; und so hat man diese "Höchstgrenzen" eingeführt mit automatischer Freigabe)


    Ich meine, eine Sperre gibt es eben außerhalb der Wechselperiode, kenne aber die Details, wie gesagt, nicht mehr. Steht in der JO.

    das auch aber ich finde die sind sehr hart, ich weis auch nicht woran das liegen könnte.


    Zu viel Luft drin.


    Notfalls wenn die E1 das nicht verstehen kann, dann können die Kinder ja die Bälle von zu Hause mitbringen


    Was hat die E1 damit zu tun? Aber mal ehrlich, was ist das Elementarste, das man zum Fußballspielen braucht? Genau, ein Ball. Wenn ein Verein schon sonst nichts zur Verfügung stellen kann, Bälle sollten auf jeden fall drin sein. Und zwar die für die jeweilige Altersklasse vorgesehenen, d.h. für G- und F-Junioren Light-Bälle der Größe 4, Gewicht ~300 g, für E-Junioren Light-Bälle der Größe 5, Gewicht ~300 g. Für D-Jugend Light-Bälle Größe 5, ~360 g schwer. Ab C-Jugend wird dann mit Erwachsenenbällen gespielt.

    Mittlerweile habe ich eine Antwort auf meine per E-Mail an die Geschäftsstelle des HFV gestellte Frage erhalten: Es wird eine Ausbildungsentschädigung fällig, in meinem Fall eines Spielers, der zu uns bzw. zu einem der unsere Kooperation bildenden Vereine wechselt, werden €100,- Grundbetrag fällig, da die 1. Herren unseres Vereins in der Kreisliga A spielt, zusätzlich noch €25,- pro Jahr, das der Spieler beim abgebenden Verein gespielt hat. Im konkreten Fall sind das zwei Jahre (E1- und D2-Jahr), summa summarum liegt die Ausbildungsentschädigung also bei €150,-.