Beiträge von tobn

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    Vielleicht wäre es besser gewesen die wichtigsten Regeln zuerst mal an einem Elternabend einzuführen mit der Aufforderung dass jeder, der sich damit nicht abfinden könne die Hand heben soll. Das macht dann keiner.


    Aber was ist, wenn es einer doch tut? Und dann vielleicht sogar noch Unterstützer findet? Was machst du dann?


    Aber wenn dann einer gegen die Regeln verstösst ist dann auch klar dass er nicht nur gegen die Regeln des Trainers, sondern gegen von allen Eltern akzeptierte Regeln verstösst. Zweitens muss hier - bevor du überhaupt was machst - mit dem Verein ein kristallklares Vorgehen abgesprochen sein, resp. muss du sicherstellen, dass der Verein sowohl deine Regeln als auch die Konsequenzen beim Regelverstoss nicht nur abnickt, sondern dich in deinem Fall auch aktiv unterstützt


    Ja, diese Rückendeckung muss es geben, damit du auch in dem Fall, dass sich einige Eltern uneinsichtig zeigen, dennoch auf die Einhaltung pochen kannst und in der Lage bist, eben auch mit Konsequenzen zu reagieren. Leider befürchte ich, dass in einigen Vereinen der Wunsch, die besten Spieler nicht zu verlieren, indem man gegenüber ihren Eltern auf Konfrontationskurs geht, letztlich aber obsiegen wird... :S

    Auszug aus AGB-Nutzungsbedingungen für DFBnet von DFB-Medien GmbH & Co. KG
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    Hahaha, das wird dann ja ein Spaß, wenn die ersten Eltern kommen und verlangen, dass die Daten ihrer Kinder gelöscht werden sollen. Denn gleichzeitig ist bei uns zu dieser Saison der elektronische Spielbericht verpflichtend eingeführt worden. Mich würde durchaus interessieren, wer hier letztlich in der Pflicht ist, der Anbieter des Dienstes, die Entität, welche die Verwendung des Dienstes vorschreibt, oder die Nutzer.


    Allerdings ist mir aufgefallen, dass man die Namen unserer Spieler auf fussball.de nicht sieht, da steht stattdessen "k.A.". Melde ich mich mit unserer Vereinskennung an, so sehe ich die Namen aber sehr wohl. Es scheint da also ein Häkchen zu geben, mit dem man angeben kann, ob der Name des Spielers veröffentlicht werden darf. Von den anderen Teams in der Liga sehe ich aber alle Namen..


    NB: Falls es nicht offensichtlich ist: ich habe die Daten unserer Spieler nicht eingegeben, ich kenne bisher auch nur einen ganz kleinen Teil des DFBNet.
    NB2: Ich glaube, das Häkchen gefunden zu haben: wenn man den Spielbericht bearbeitet und Spieler für Startaufstellung und Ersatzbank zusammen stellt, gibt es dort neben jedem Spielernamen ziemlich weit rechts ein Kästchen mit der Bezeichnung "n.ö.". Ich vermute, das heißt "nicht öffentlich". Jetzt könnte ich natürlich auch noch in der Anleitung nachsehen....

    Ja, TW-Trainer, das wäre in der Tat ein Erklärungsansatz. Wenn die Kette hoch steht, auf Abseits spielt und sich nicht antizipierend fallen lässt, dann rennen die Verteidiger natürlich dem Pass in die Tiefe hinterher und müssen dann tatsächlich pfeilschnell sein, um den mutmaßlichen Vorsprung des ungehindert auf das Tor zupreschenden Stürmers noch wett zu machen. Danke für die Vermittlung dieser Einsicht. :)

    Sehr nützliche Beiträge, TW-Trainer und Steini, genau in diese Richtung gingen auch meine Gedanken.


    In dieser sehr sinnvollen Spielform:

    Für die nachfolgende Übung sollte man:
    1. Das Spielfeld je nach Größe (gutes Verhältnis von Lauf- und Passwegen) der seiner Trainingsgruppe mit Hütchen markieren
    2. Die Spielfeldmitte zusätzlich mit Pylonen deutlich sichtbar markieren.
    3 seine Trainingsgruppe in 2 in etwa gleich großen und starken Teams aufteilen und zwecks besserer Übersicht Leibchen verteilen
    4. Tore zählen nur dann, wenn das eigene Team beim erfolgreichen Torabschluß komplett in der gegnerischen Hälfte befindet


    .. würde ich aber, wenn es um das schnelle Umschalten auf Abwehr sowie die Bereitschaft, die Mannschaftskameraden dabei zu unterstützen, folgende Provokationsregel ergänzen:
    5. Gegentore zählen doppelt, wenn sich mindestens ein Verteidiger in der Hälfte der Angreifer befindet, wenn das Tor fällt.


    Ohne sie erreicht man zwar:

    1. schnelles Umschalten der gesamten Mannschaft von Abwehr auf Angriff bei Balleroberung


    dies aber nicht unbedingt:

    2. schmelles Umschalten der gesamten Mannschaft von Angriff auf Abwehr bei Ballverlust


    Ich mache es mir mal einfach:
    Alle Altersklassen 2 gegen 2 Zweikampfübung


    Sehr gut! An diesen Thread hatte ich auch gedacht, wie auch an die dargestellte Spielform, hatte mir aber nicht zugetraut, ihn über die Suchfunktion einigermaßen schnell zu finden.

    Was die Außenverteidiger anbelangt, bin ich ziemlich bei dir, vor allem müssen sie viel laufen können, zumindest, wenn sie auch ihr offensives Potenzial ausschöpfen sollen. Aber er meinte auch bzw. vor allem die Innenverteidiger, und das hat sich mir nicht erschlossen..

    Hallo Sportsfreunde, ich suche eine kleine nette Übung, mit der ich meiner Mannschaft (E-Jugend / 2003er) ein wenig "das Pressing" schmackhaft machen kann ? [...] Ich möchte einfach wie vermutlich jeder Trainer, dass die Mannschaft / Spieler den ballführenden Gegner angreift und dies nach Möglichkeit ruhig etwas schneller und vielleicht sogar zu zweit ?


    Hmm, was machen sie denn im Moment? Und was ist daran falsch? Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass sie den ballführenden Gegner einfach so ziehen lassen..


    Pressing ist hier der falsche Begriff, das ist ein Element der defensiven Mannschaftstaktik, bei der es darum geht, durch die Zusammenarbeit der gesamten Mannschaft den Ball gezielt und konsequent zu erobern. Bei dir scheint es ja eher um allgemeines Abwehrverhalten zu gehen. Dabei würde ich dir zunächst 1:1-Spielformen empfehlen, in denen naturgemäß der Verteidiger auf sich selbst gestellt ist und die Verantwortung für die Verteidigung nicht abgeben kann. Ich würde zunächst den Fokus darauf setzen, dass jeder Spieler dazu bereit ist, Defensivarbeit zu leisten und dies auch im Rahmen seiner Möglichkeiten hin bekommt -- natürlich gibt es da auch geschickte und weniger geschickte Spieler.


    In Spielen mit mehr als einem Spieler pro Team würde ich dann zunächst nur fordern, dass der Verteidiger, der dem ballführenden Gegner am nähesten ist, diesen attackiert. Der Rest des Teams soll dabei hinter den Ball kommen, wo sie dann genau stehen, ist erst einmal weniger wichtig, mir ginge es nämlich vor allem darum, dass die die Situation der Abwehr als mannschaftliche Aufgabe begreifen. Wenn nun der Verteidiger, der den Ballführenden attackiert, ausgespielt wird, muss der Spieler, der dann den geringsten Abstand hat, den Zweikampf suchen. Wenn tatsächlich alle zügig hinter den Ball gekommen sind, dürfte der nicht sonderlich weit weg sein.


    Was E-Junioren durchaus schon verstehen können, ist, dass sie sich als Verteidiger eigentlich immer zwischen dem Gegner und dem eigenen Tor befinden müssen. Darauf können sie auch selbstständig kommen, wenn man sie fragt, was denn der Angreifer vorhat (Tor schießen), wo er denn zu diesem Zweck hin will (zum eigenen Tor) und wie man ihm das am besten erschweren kann (sich als Hindernis in seinem Weg befinden).


    Zur richtigen und genauen Technik des defensiven 1:1 und des Verteidigens zu Zweit kommt man dann ja in der D-Jugend, dazu gibt es ja ein paar DFB-Info-Abende.

    bei der Größe würde ich durchaus in Erwägung ziehen, 4er und 5er Bälle zu bestellen. So verbessert sich die Anpassungsfähigkeit und die Lernkurve wird steiler (vgl. Differenzielles Lernen)


    Ist wahr, aber ich würde persönlich erst mal gucken, dass ich genügend 4er-Bälle besorge. Wenn ich dann noch Kohle übrig habe, schaden ein paar 5er sicher nicht. Dabei muss man aber aufpassen, dass sie nicht zu schwer sind.

    Als Fazit wird gesagt: "man muß die richtigen Spieler dafür haben."


    Ein AH-Kollege, der selbst wohl mal dritte Liga spielte, behauptet, man bräuche für die Kette schnelle Verteidiger. Warum gerade diese Spieler beim ballorientierten Spiel schneller als bei dem mit Libero sein müssen, hat sich mir noch nicht erschlossen..

    Für die F und E würde ich welche mit unter 300g Gewicht nehmen. Also z.B. den grünen Futsal Light von JAKO: http://www.jako.de/de/fussball…en-schwarz-ca-290-g-2349/. Mit diesem habe ich gute Erfahrungen gemacht. Aber es gibt selbstverständlich Alternativen, die ich aber nicht kenne:


    Guck mal hier nach: http://www.futsalbälle.net/

    Wenn bei euch körperlich noch schwächere Spieler mehr Chancen bekommen, müsste sich das doch im RAE Faktor niederschlagen. Ist das so?


    Das hat FB so doch aber nicht geschrieben, oder? Vielmehr wären bei ihm technisches Geschick, antizipative Fähigkeiten und Schnelligkeit von Vorteil, während die reine körperliche Präsenz weniger entscheidend sei.


    Ich habe dazu keine Zahlen für die Schweiz. Gefühlsmässig würde ich aber sagen dass auch bei uns in den Leistungsvereinen Januar-Kids die bessern Chancen haben als die vom Dezember. Dies liegt wohl daran dass der realtive Alterseffekt - bezogen auf einen Spieler eine Konstante ist währenddem Wachstum und körperliche Entwicklung alles andere als linear verläuft.


    Eben, das wundert mich nicht. Denn ältere Kinder sind nun mal im Schnitt in ihrer physischen und psychischen Entwicklung weiter als ihre jüngeren Spielkameraden.


    Weit zuverlässiger wäre Röntgen der Wachstumsfugen. Wenn man sicher wäre, dass der Spieler dann IRGENDWANN mal schon mal gross und kräftig wird könnte man sich zurücklehnen und sich wieder voll auf die Technik und das Kognitive konzentrieren.


    Ich würde sagen, man könnte sich auch einfach die Eltern angucken. Wenn sowohl Mutter wie Vater unter 1,70 m sind, dann wird das Kind mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit die 1,80 m auch nicht knacken. Aber grundsätzlich hast du natürlich recht, gerade das Längenwachstum so um die Pubertät herum tritt bei verschiedenen Kindern zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten ein. Ich selbst zählte jahrelang zu den eher Kleineren der Klasse (ich war aber auch der Jüngste). In der Oberstufe habe ich dann aber viele meiner Mitschüler passiert..

    sie trinkt beim Sport nur Wasser, ist rothaarig - also der helle Typ


    Dieser Hauttyp wird doch am schnellsten und intensivsten rot, oder? Mache dir da mal keine Gedanken, es hört sich alles völlig normal an. Als Trainer würde ich es übrigens eher umgekehrt sehen: wenn meine Spieler eine gesunde Gesichtsfarbe haben und schwitzen, ist das ein Zeichen dafür, dass sie sich körperlich auch anstrengen. Und das gehört beim Sport ja nun mal auch dazu.

    meine Tochter hat immer das Problem, dass sie sehr schnell schwitzt und knallrot wird, wenn sie sich anstrengt.


    Wieso ist das ein Problem? Ich habe schon immer sehr schnell und viel geschwitzt. Ohne Mist, ich spiele nur im Tor, bin fast beschäftigungslos, und gerate dennoch ins schwitzen. Wenn ich mal wirklich etwas anstrengendes hinter mir habe, tropft es mir minutenlang von Nasenspitze und Kinn runter. Dass meine Trikots und Laufshirts nach dem Sport immer klatschnass sind, erwähne ich da nur der Vollständigkeit halber.


    Gleichzeitig habe ich Spieler im Team, bei denen es unheimlich lange dauert, bis ihre Haut auch nur feucht ist, ich habe da schon gefühlte fünf Liter transpiriert. Der rote Kopf kommt einfach davon, dass der Körper durch verstärkte Durchblutung des Unterhautgewebes die Körperwärme abtransportiert, das ist völlig normal.


    Für Fußball mußten wir ein ärztliches Attest haben, da war alles okay.


    Das ist der entscheidende Punkt: wenn der Arzt sagt, dass es OK ist, dann würde ich ihm da auch vertrauen. Wenn du ganz sicher sein willst, kannst du dich ja mit dieser speziellen Frage noch mal an ihn wenden.


    Was meint deine Tochter eigentlich dazu, hat sie das Gefühl, ein Problem zu habem?


    Woran könnte es sonst noch liegen ? Und, muss ich Angst haben, wenn sie immer so rot wird ?
    Vielleicht hat ja jemand schon einen ähnlichen Fall gehabt.Laut Kinderarzt ist sie topfit.


    Hey, dann ist alles klar, mach dir keine Sorgen. Sorge nur dafür, dass sie genug zu trinken hat und auch immer trinkt, wenn sie Durst hat. Am besten Wasser, keinen Süßkram, Säfte oder Schorlen. Ich würde auch die ISO-Drinks nur in Maßen reichen. Dann sollte alles gut sein. Und wenn sie wirklich mal körperlich überfordert ist, wird sie mit Sicherheit auch von sich aus weitere Bewegungen einstellen.

    Bei uns sind Schienbeinschoner auch Pflicht, es kommt auch nur sehr selten vor, dass einer sie mal vergisst. Für den Fall, dass das mal beim Spiel passiert, habe ich zwei alte Paare meines Sohnes dabei, sie wären dann zwar eher klein, aber der Spieler dürfte wenigstens auflaufen. In dem einen Fall, in dem sie bisher hätten zum Einsatz kommen können, hat der Betroffene dann aber die Schoner eines Kameraden, der gerade auf der Bank saß, bekommen.


    In den höheren Jugenden sind Schoner, so mein Eindruck, im Training eher selten anzutreffen. Ich selbst trage meine auch so gut wie nie, eigentlich nur zu Altherrenspielen, die ich aber schon länger nicht mehr bestritten habe (der Knie wegen...). Was die Frage der Pflicht im Kinderbereich anbelangt, so glaube ich, dass meine D-Junioren auch schon gut ohne sie auskämen, im Training wird da schon nicht so hart zur Sache gegangen und die Verletzungen, die ich erlebe, betreffen, das habe ich, glaube ich, schon erwähnt, dann in fast allen Fällen den Fuß oder Knöchel, das Schienbein aber so gut wie nie. Andererseits schaden sie sicher auch nicht, insofern habe ich gegen die Pflicht, sie zu tragen, aber auch nichts. Zumal ich finde, dass sie auch nicht stören.

    Sambu, ich versuche mal, aus deinem interessanten Posting die Kernthesen zu destillieren. Korrigiere mich bitte, wenn sich dabei Unschärfen oder gar Fehler ergeben:

    • In Eurem Kreis herrscht eine große Konkurrenz um den Nachwuchs: viele Vereine, nicht genügend Kinder für alle Vereine
    • Durch die hohe Fluktuation lösen sich viele Mannschaften auf dem Weg von der F- zur C-Jugend auf
    • Die fußballinteressierten Spieler wechseln zu den, an Resultaten gemessen, erfolgreichen Mannschaften
    • Diese sind erfolgreich, weil sie gegen die Prinzipien der Fair-Play-Liga (FPL) verstoßen
    • Schlussfolgerung: Die FPL kann nicht funktionieren, weil nur Teams, die sich nicht an ihren Leitsätzen orientieren, auf Dauer bestehen bleiben


    Als FPL-Befürworter und Gegner des Leistungsgedankens im Kinderfußball würde ich sagen, dass das Verhalten, welches der FPL zuwider läuft, zu einem nicht unerheblichen Teil an der hohen Drop-Out-Quote ursächlich beteiligt ist. Es sorgt bereits bei den Kindern für einen hohen Erfolgsdruck, so dass Alle auf der Strecke bleiben, die meinen, nicht gut genug zu sein.


    Tatsächlich finde ich, dass die FPL ein Teil der Lösung ist. Wird auf die Umsetzung ihrer Regeln geachtet, so kommen die Kinder dazu, ihr eigenes Spiel zu spielen, und können während des Spiels nicht immer wieder darauf hingewiesen werden, dass sie doch härter ran gehen müssen, etc.


    Aber du hast Recht, wenn die FPL-Regeln nicht geeignet kommuniziert werden und wenn man sich anschließend auch überhaupt nicht an sie hält -- bei Euch wurde ja mit Schiri gespielt und die Trainer haben massiv Einfluss auf das Spiel genommen -- dann hat sich ja tatsächlich überhaupt nichts verändert. Dann beklagst du eigentlich nur das Drop-Out-Phänomen und den hohen Erfolgsdruck im KiFu. Mit der FPL hat das doch gar nichts zu tun..

    Deinen Vorschlag mit 1:1, 2:1, 1:2, 2:2 werde ich auch berücksichtigen. Ich hätte, wie in einem anderen Thread beschrieben, hier eher das 3:3 gespielt aber deine Ausführung klingt logisch, weil die Intensität höher ist (hoffe mal ich habe das richtig gedeutet)


    Ich möchte nicht Andres Ausführungen in Abrede stellen, aber du darfst ruhig auch 3:3 und auch 4:4 spielen lassen. Lasse sie aber auch 1:1 bis 2:2 spielen. Gute Möglichkeiten dazu findet man z.B. im Coerver-Repertoire. Sehr praktisch in diesem Zusammenhang sind Popup-Tore, die es für unter EUR 30,- gibt -- ich habe mir mal vier bei Intersport geholt, als sie für EUR 15,- im Angebot waren.

    Das mit den Spiel- und Übungsformen habe ich so vom DFB übernommen. Hatte mich aber auch schon gefragt ob ich nicht erst die Übungsform und dann die Spielform machen sollte. War mir aber nicht so sicher...


    Ja, der DFB sieht bei E-Junioren zunächst Spielerisches, aber bereits zum Thema der Trainingseinheit Passendes vor, im Hauptteil wird dann der Schwerpunkt zunächst als Übungs-, und dann als Spielform behandelt, bevor zum Schluss das Abschlusspiel kommt, in dem häufig auch noch der Schwerpunkt eine Rolle spielt. Der Wechsel zwischen Spiel und Übung ist auch sinnvoll, selbst die Übungen sollte man nicht zu lange in der Reinform, wenn ich sie mal so nennen darf, durchführen, sonst leiden Spaß und Motivation zu sehr. Dann lieber kurz halten, dabei intensiv, aber stets verständlich, zielgerichtet und konstruktiv korrigieren, um dann in die Wettbewerbsübung zu wechseln. Beim Wettbewerb kann man ja auch Regeln oder Bedingungen einführen, welche die technisch saubere Ausführung belohnen.


    Das 3 gegen 3 + 2 werde ich dann in einer der nächsten Trainingseinheiten ganz in Ruhe einführen.


    Dabei liegt eine Schwierigkeit dabei, dass die Neutralen ja nicht angegriffen werden können. Sie neigen daher dazu, so zumindest meine Erfahrung, den Ball zu stoppen und ewig und drei Tage zu halten, bevor sie ihn wieder abspielen. Mittlerweile geht das dann gar nicht mehr richtig, weil sich sämtliche anderen Spieler unmittelbar vor ihnen befinden. Daher würde ich dir dazu raten, zunächst mal selbst einen der Neutralen zu geben und als zweiten Neutralen einen Spieler mit Übersicht und guter Ballannahme auszuwählen.


    Tja und das mit den Minitoren habe ich mir auch gedacht aber leider hat unser Verein nur 4 Stück von denen. Aber ich überlege ob ich die Tore vielleicht mit Hütchen oder Hütchenhürden mache. Sie sollen den Ball ja auch am besten flach ins Tor "schieben", von daher reicht das sicherlich.


    Mit Hütchentoren geht es genauso gut, Tore mit Netz machen den Kids halt noch mehr Spaß, aber wir hatten meine ganze E-Jugendzeit über gar keine und haben trotzdem in der E1, also dem zweiten E-Jugendjahr, unheimlich viel Minifußball mit Hütchentoren gespielt. In der Regel habe ich da nur Treffer bis von mir im Zweifel festgelegter Kniehöhe zählen lassen, außerdem zählte es nicht, wenn ein Hütchen umfiel, weil die Bewertung von Pfostentreffern bei Hütchentoren immer wieder Zeit kostet -- dazu kann man die Tore ja eben ein bisschen breiter machen. Da bei Hütchentoren kein Netz den Ball aufhält, empfehle ich dir, einen oder zwei Ersatzbälle pro Feld bereit zu halten, damit das Spiel zügig weiter gehen kann -- das war dann praktisch auch meine Form von Konditionstraining: Spiele in kleinen Mannschaften mit nur sehr kurzen Unterbrechungen. Außerdem habe ich oft den Spieler, der den Ball ins Aus befördert hatte, ihn auch holen lassen, während das Spiel mit einem neuen Ball weiter lief. Seine Mannschaft war also solange in Unterzahl, wie er zur Rückkehr brauchte.


    Ist schon was ganz anderes, wenn der erfahrene Trainer an seiner Seite fehlt. Da kommt man schon ins Grübeln ob das alles so passt. ;)


    Ach, weißt du, ich tue mich immer noch schwer damit, eigenkreativ ein Training zu entwerfen, und orientiere mich auch noch gerne an Mustereinheiten, oder hole mir Anleihen bei Soccerdrills o.ä.. Glücklicherweise gibt es davon ja genug, da hat man ja durchaus die Qual der Wahl. Oder die Schwierigkeit liegt darin, Übungen so zu kombinieren, dass man möglichst wenig umbauen muss und die Themen zueinander passen. Da ist Training Online sehr gut, dafür finde ich sie manchmal ein wenig zu langweilig.


    Aber keine Angst, du machst schon nichts grob falsch, und mit der Zeit kommt einfach die Erfahrung, mit der man erkennt, wie man eine nicht ganz so toll funktionierende Übung doch noch zum Flutschen bringt, wann es genug ist, wann man sich auch einfach in der Wahl der Übungen vertan hat, wann die Kids einfach einen weniger guten Tag haben, etc. Dann kann man immer noch auf ein Training umsatteln, in dem hauptsächlich gespielt wird. Wenn man in kleinen Teams ein Turnier auf zwei Feldern durchführt, geht das Training ruckzuck herum. Und mit Provokationsregeln kann man da auch einiges erreichen.


    Danke nochmal!


    Gern geschehen.