Das mit den Spiel- und Übungsformen habe ich so vom DFB übernommen. Hatte mich aber auch schon gefragt ob ich nicht erst die Übungsform und dann die Spielform machen sollte. War mir aber nicht so sicher...
Ja, der DFB sieht bei E-Junioren zunächst Spielerisches, aber bereits zum Thema der Trainingseinheit Passendes vor, im Hauptteil wird dann der Schwerpunkt zunächst als Übungs-, und dann als Spielform behandelt, bevor zum Schluss das Abschlusspiel kommt, in dem häufig auch noch der Schwerpunkt eine Rolle spielt. Der Wechsel zwischen Spiel und Übung ist auch sinnvoll, selbst die Übungen sollte man nicht zu lange in der Reinform, wenn ich sie mal so nennen darf, durchführen, sonst leiden Spaß und Motivation zu sehr. Dann lieber kurz halten, dabei intensiv, aber stets verständlich, zielgerichtet und konstruktiv korrigieren, um dann in die Wettbewerbsübung zu wechseln. Beim Wettbewerb kann man ja auch Regeln oder Bedingungen einführen, welche die technisch saubere Ausführung belohnen.
Das 3 gegen 3 + 2 werde ich dann in einer der nächsten Trainingseinheiten ganz in Ruhe einführen.
Dabei liegt eine Schwierigkeit dabei, dass die Neutralen ja nicht angegriffen werden können. Sie neigen daher dazu, so zumindest meine Erfahrung, den Ball zu stoppen und ewig und drei Tage zu halten, bevor sie ihn wieder abspielen. Mittlerweile geht das dann gar nicht mehr richtig, weil sich sämtliche anderen Spieler unmittelbar vor ihnen befinden. Daher würde ich dir dazu raten, zunächst mal selbst einen der Neutralen zu geben und als zweiten Neutralen einen Spieler mit Übersicht und guter Ballannahme auszuwählen.
Tja und das mit den Minitoren habe ich mir auch gedacht aber leider hat unser Verein nur 4 Stück von denen. Aber ich überlege ob ich die Tore vielleicht mit Hütchen oder Hütchenhürden mache. Sie sollen den Ball ja auch am besten flach ins Tor "schieben", von daher reicht das sicherlich.
Mit Hütchentoren geht es genauso gut, Tore mit Netz machen den Kids halt noch mehr Spaß, aber wir hatten meine ganze E-Jugendzeit über gar keine und haben trotzdem in der E1, also dem zweiten E-Jugendjahr, unheimlich viel Minifußball mit Hütchentoren gespielt. In der Regel habe ich da nur Treffer bis von mir im Zweifel festgelegter Kniehöhe zählen lassen, außerdem zählte es nicht, wenn ein Hütchen umfiel, weil die Bewertung von Pfostentreffern bei Hütchentoren immer wieder Zeit kostet -- dazu kann man die Tore ja eben ein bisschen breiter machen. Da bei Hütchentoren kein Netz den Ball aufhält, empfehle ich dir, einen oder zwei Ersatzbälle pro Feld bereit zu halten, damit das Spiel zügig weiter gehen kann -- das war dann praktisch auch meine Form von Konditionstraining: Spiele in kleinen Mannschaften mit nur sehr kurzen Unterbrechungen. Außerdem habe ich oft den Spieler, der den Ball ins Aus befördert hatte, ihn auch holen lassen, während das Spiel mit einem neuen Ball weiter lief. Seine Mannschaft war also solange in Unterzahl, wie er zur Rückkehr brauchte.
Ist schon was ganz anderes, wenn der erfahrene Trainer an seiner Seite fehlt. Da kommt man schon ins Grübeln ob das alles so passt. 
Ach, weißt du, ich tue mich immer noch schwer damit, eigenkreativ ein Training zu entwerfen, und orientiere mich auch noch gerne an Mustereinheiten, oder hole mir Anleihen bei Soccerdrills o.ä.. Glücklicherweise gibt es davon ja genug, da hat man ja durchaus die Qual der Wahl. Oder die Schwierigkeit liegt darin, Übungen so zu kombinieren, dass man möglichst wenig umbauen muss und die Themen zueinander passen. Da ist Training Online sehr gut, dafür finde ich sie manchmal ein wenig zu langweilig.
Aber keine Angst, du machst schon nichts grob falsch, und mit der Zeit kommt einfach die Erfahrung, mit der man erkennt, wie man eine nicht ganz so toll funktionierende Übung doch noch zum Flutschen bringt, wann es genug ist, wann man sich auch einfach in der Wahl der Übungen vertan hat, wann die Kids einfach einen weniger guten Tag haben, etc. Dann kann man immer noch auf ein Training umsatteln, in dem hauptsächlich gespielt wird. Wenn man in kleinen Teams ein Turnier auf zwei Feldern durchführt, geht das Training ruckzuck herum. Und mit Provokationsregeln kann man da auch einiges erreichen.
Gern geschehen.