Die Kreisauswahl, Bezirksauswahl und Landesauswahl ist das bis zum Jahr 2002 praktizierte Modell. Die Kreisauswahl sollte lediglich für den DFB-Stützpunkt aufbauen.
Aha, siehst du, da merkt man mal wieder, dass ich erst gemeinsam mit meinem Filius nach dem Sommermärchen in den organisierten Fußballsport eingetreten bin. Allerdings gibt es bei uns, wie gesagt, auch eine D-Auswahl. Wieso, weshalb, warum kann ich nicht sagen. In nächster Zeit werde ich mich aber darüber schlau machen.
Es gibt sogar Trainer, die in beiden Bereichen tätig sind, weshalb sie sich schon mal terminlich nicht überschneiden können.
Sie tun es bei uns aber. Die nächsten Termine der D-Juniorenauswahl sind: 2.9., 16.9., 30.9., 7.10., 31.10., 8.11. Im September alles montags, danach allerdings nicht mehr. Ich glaube, hier bei uns laufen die Auswahlen und der Stützpunkt eher nebeneinander her, als dass es da eine Zusammenarbeit gäbe. Aber das ist nur mein Eindruck.
Die Bezirksauswahl wurde nach Einführung des DFB-Stützpunkts gestrichen.
Ah ja, vielleicht gibt es die dann auch hier gar nicht. Ich hatte das einfach angenommen, da es ja ab der C offenbar keine Kreisauswahlen mehr gibt und ich einfach erwartet hätte, dass es zwischen der Landesauswahl und der Kreisauswahl noch eine Abstufung gibt.
Die Landesauswahl ist geblieben. Hier treffen sich die Besten 1 x jährlich, wo sie den DFB-Junioren/innnen Nationaltrainern präsentiert werden.
Aha. Und wer legt fest, wer in die Landesauswahl kommt? Da es in jedem Kreis einen Stützpunkt gibt und jeder Stützpunkt ein gutes Dutzend Spieler hat, kommen da doch einige zusammen, oder?
Natürlich sind diese Trainer aus "Fleisch und Blut", sollten jedoch aufgrund ihrer fachlichen Qualitäten besonders geeignet sein. Seltsam ist allerdings, dass man vorort Eltern/Trainer anspricht. Denn dann machen sich diese Leute wohlmöglich Hoffnungen, die ggf. nicht erfüllt werden.
Vom Sehen her kannten der Auswahltrainer und ich uns schon, wir haben uns vor dem Spiel schon locker unterhalten. Und er kannte die Gastmannschaft sowie deren Trainer sehr gut. Ich weiß nicht, ob er auch andere Eltern angesprochen hat. Vielleicht war das bei mir eine Ausnahme, da ich ja in diesem Fall sowohl Trainer als auch Vater bin.
Eine Einladung zum Probetraining erfolgt normalerweise telefonisch oder schriftlich durch Kontaktaufnahme mit den Eltern.
Er ließ am selben Tag auch noch eine E-Mail folgen.
Nach Aufnahme ins Fördertraining wird dann der Heimaterein informiert.
Unabhängig von dieser Begebenheit wird die Auswahl übrigens ein Freundschaftsspiel gegen unser Team durchführen, auf Betreiben des Auswahltrainers, mit dem Ziel der Sichtung für die Auswahl. Dem wurde in unserem Fall quasi vorgegriffen. Grundsätzlich habe ich ja auch nichts dagegen, dass einige unserer Spieler zusätzlich in der Auswahl spielen. Man muss es halt einordnen können und sich eben nicht falsche Hoffnungen machen. Deshalb betreibe ich ja u.a. hier Forschung. Und sollten noch andere unserer Spieler eingeladen werden, so werde ich auch den Kontakt zu ihren Eltern suchen.
Weil das Fördertraining nicht den sozialen Zusammenhang im Heimatverein beieinträchtigen soll, wird es als zusätzliche Trainingseinheit angeboten. Der Entscheidung: ".. wer da hingehen möchte, soll da hingehen ...aber die Trainingstermine werden nicht angepaßt ..." zeugt m.E. von Desinteresse der Verantwortlichen für den eigenen Nachwuchsbereich!
Naja, so war der Wortlaut sicher nicht. Die Stützpunktspieler sollten dem Stützpunkttraining die Priorität geben, so war die Aussage. Aber es sei organisatorisch nicht machbar, einen anderen Trainingstermin zu finden. Desinteresse kann man der verantwortlichen Jugendleitung nicht unterstellen, das wäre tatsächlich unzutreffend. Die Aufmerksamkeit ist aber vielleicht nicht ganz gleichmäßig verteilt und einige Protagonisten werden, wenn ich mich an Orwells "Die Farm der Tiere" anlehnen darf, auch etwas gleicher behandelt als andere.
Was die Einstellung zu Stützpunkt und Auswahl anbelangt, so ist bei einigen Vereinsverantwortlichen, so mein Eindruck, das Hemd halt näher als die Hose, d.h. das Abschneiden der Vereinsmannschaft im Ringen um die Goldene Ananas ist unmittelbar wichtig, für die Perspektive der einzelnen Spieler sind diese hingegen eher selbst verantwortlich.
