Beiträge von tobn

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    Bei 1:50 min herum, wir wollten zeigen, dass man auch verzweifeln darf ;)


    Hah, seit wann brauche ich dazu eine Erlaubnis?! ;)


    Ansonsten ist das relativ perfekt, aber mal ehrlich, sieht bei jedem zum Beispiel der Übersteiger perfekt aus?


    Ohne Zeit- und Gegnerdruck und in, naja, sagen wir mal 30% der Fälle: ja. Hahaha, wir werden schon unseren Spaß haben, davon bin ich überzeugt.. =)


    Es geht aber auch viel einfacher ... wartet mal ab, in Kürze (1,2,3 Wochen) gibt es Details, dann verfliegt die Angst. Vielleicht hätte ich euch diese "Profispielerinnen" gar nicht posten sollen ;)


    Och nö, mach ruhig weiter, so heben wir hier wenigstens nicht ab, vor lauter gegenseitiger Schulterklopferei uns so. ;)


    Schönes Wochenende schon mal! Und Zodiak, ich werde das Wochenende über bei dir in der Nähe sein, bin aber leider verplant: Hochzeit (nicht die eigene, die liegt schon länger zurück)

    Ich würde hin gehen und dabei, wie du ja schon andeutest, für genügend Möglichkeiten sorgen, dass die Spieler sich abkühlen können. Eimer, die mit Wasser befüllt werden können, sind sicherlich eine gute Sache. Genügend Getränke und Sonnenschutz sind auch ganz wichtig -- wenn es vor Ort nicht genug Schatten gibt, so können die Eltern ja vielleicht Sonnenschirme o.ä. mit bringen. Ich würde auch versuchen, eine oder zwei Sprühflaschen mitzunehmen und sie mit Wasser füllen, damit können sich dann die Spieler besprühen, wenn es ihnen zu heiß ist.


    Ich würde das Wasser übrigens nicht weiter abkühlen, also auf z.B. Eiswürfel verzichten. Es geht ja um Abkühlung und nicht darum, einen Temperaturschock zu erleiden..

    Am Wochenende bin ich mit Hilfe verantwortlich für die Mannschaft, ohne unseren Trainer, Pfingstturnier, sieben Spiele, da schauen wir dann mal, ob das klappt...


    Ich rate dir davon ab, eigenmächtig und ohne Zustimmung des Trainers zu sehr von seinen Gewohnheiten abzuweichen. Du hast schon beschrieben, dass zumindest einige der anderen Eltern dir gegenüber nicht unkritisch eingestellt sind. Mache dir nicht sinnlos Ärger. Wenn du mit dem Vorgehen des Trainers nicht einverstanden bist, so sprich ihn darauf an, bitte um ein Einzelgespräch. Du kannst ja Infos hier aus dem Forum holen, kannst die Beiträge z.B. ja ausdrucken. Verlange aber nicht von ihm, dass er auf deine Linie einschwenkt, mache ihm vielmehr Vorschläge. Wenn er darauf eingeht, wunderbar, dann kannst du ja gucken, ob sich etwas ändert. Wenn er ablehnt, dann sieh zu, dass das Gespräch nicht eskaliert und zum Streit wird, sondern es bei einem sachlichen Meinungsaustausch bleibt. Und dann ziehe eine der zwei möglichen Konsequenzen:

    • Du akzeptierst seine Autorität und mischst dich fortan nicht mehr ein -- ich würde wahrscheinlich dann aber vom Betreuerposten zurücktreten (offiziell aus persönlichen Gründen)
    • Du suchst dir für deine Mädels einen anderen Verein

    wie fest ist fest ?


    Naja, fest halt. ;)


    Bei uns sieht es so aus, dass es Kinder gibt, die immer hinten spielen (wahrscheinlich, weil sie es einfach gut machen), es gibt welche im Mittelfeld (meine beiden) und es gibt welche vorne.


    Das ist nicht im Sinne des Kinderfußballs. Es sollte im Zusammenhang mit Aufstellung und Positionen nie das Wort 'immer' geben. Wie viele Spieler sind bei Euch denn gleichzeitig auf dem Platz? Ich frage deshalb, weil ich beim 7er-Fußball, also sechs Feldspielern plus Torhüter, die Bildung von drei Reihen für zu viel halte. Ich bin da gerade dabei, meinen Trainerkollegen einer noch jungen F, zu dem ich im Februar stieß, davon zu überzeugen, dass ein 2:2:2 (ohne weitere Angaben zur Breite) zu tief ist, dass das dazu führt, dass sowohl die Abwehr als auch der Sturm sich auf diese eine Aufgabe beschränken, die Stürmer also nur bei eigenem Ballbesitz, die Abwehrspieler nur bei gegnerischem aktiv werden. Das sieht man tatsächlich auch in den Spielen. Ich bin da übrigens auf einem guten Weg, die Positionsrotation gibt es inzwischen, in der Rückrunde haben deutlich mehr unterschiedliche Kinder gespielt als noch in der Hinrunde, und zur nächsten Saison werden zwei Mannschaften gemeldet, damit alle der 20 bis 26 Spieler ihre Einsätze bekommen.


    Wer möchte und meint, das hin zu bekommen, soll von mir aus mit drei Mannschaftsteilen, also Abwehr, Mittelfeld und Sturm, spielen. Ich glaube, dass die meisten Kids das dann zu streng interpretieren und die Aufgaben der Abwehr wenn nicht völlig, so doch zumindest in allererster Linie darin sehen, Gegentore zu verhindern, während Stürmer als nur für das Schießen der Tore zuständig empfunden werden. Ich würde es heute so machen wie viele andere Trainer hier: sie in zwei Dreierreihen einteilen, die sie beim Anstoß und dem gegnerischen Abstoß einnehmen 'sollen', aber sobald der Ball läuft, war es das. Da ginge es mir dann erst einmal darum, dass möglichst alle sowohl nach hinten als auch nach vorne mit arbeiten, und es würde natürlich jeder ähnlich häufig in der vorderen wie der hinteren Reihe stehen.


    Unsere Torhüter spielen auch mal im Feld.


    'Auch mal' klingt nach 'selten'. Ich würde hinsichtlich Torhüter empfehlen, jeden Spieler mal im Tor spielen zu lassen, der sich nicht weigert. Im Training würde ich auch alle mal ins Tor schicken, das machen wir in den Abschlussspielen eigentlich immer, da muss immer mal wieder ein anderes Kind ins Tor. Diejenigen, die sich da nicht wohl fühlen, halt erst mal weniger lang.


    Ich hatte mit den 2001ern in der F und im ersten E-Jahr noch den Fehler -- so betrachte ich das jetzt -- gemacht, dass wir nur drei Torhüter hatten, die sich reihum abgewechselt haben. Tja, und nach dem ersten E-Jugendjahr zogen zwei von ihnen weg und wir bildeten zwei Mannschaften. Der verbleibende Torhüter wollte nicht nur im Tor spielen, ich wollte das auch nicht, und die andere Mannschaft konnte ja auch nicht ohne Torhüter auflaufen. Ich habe dann, wie gesagt, es zur Regel gemacht, dass in der von mir im Spielbetrieb betreuten Mannschaft jeder Spieler auch mal im Tor steht. Im Training war das ja sowieso bereits der Fall, allerdings richtig konsequent auch erst seit der Rückrunde des ersten E-Jahres. Zum Glück stellte sich das erhoffte Resultat ein und es fanden sich drei weitere Kandidaten, die durchaus gerne auch mal ins Tor gingen, und die ihr Ding auch richtig gut gemacht haben.


    Ein Kind spielt immer vorne (sie steht meist vorne rum (Abseits ist ja noch nicht bei den Kleinen)) und macht auch mal ein Tor, weil ihr jemand den Ball gibt. Sie ins Mittelfeld zu stellen oder nach hinten wäre eher nichts, da man sie nur anpusten muss, um sie umzuwerfen (ist ein ganz dünnes Ding).


    Auf Dauer ist das aber auch nichts, so lernt sie doch überhaupt nichts.. Ich hatte auch bis zu vier sehr kleine Spieler im Team, aber sie mussten sich natürlich auch irgendwie durchbeißen und den Kampf annehmen. Denn daran, dass die kleiner als ihre Mitspieler sind, wird sich nichts ändern, das kann man an den Eltern ja erkennen... Natürlich kann man nicht von ihnen verlangen, sich einem anderen Kind, das zwei Köpfe größer ist, in den Weg zu stellen, das ist klar. Man muss ihnen als Trainer halt zeigen, wie sie sich möglichst geschickt verhalten, um den größeren Spielern Paroli bieten zu können. Damit meine ich übrigens keine Unfairness! Sondern eher Mut und Tempo.


    Was wir haben ist ein fester Kapitän.


    Davon hatten wir es ja hier im Forum schon. Ich bin da absolut bei guenter, in dem Alter ist das keine gute Idee.

    Falls es jemanden interessiert: ich habe mal die Daten zur Geburtenverteilung von der Website des Statistischen Bundesamtes herunter geladen und ein paar Auswertungen hinzu gefügt. Ich füge die Excel-Datei mal bei. Die Bereiche F66:N67 sowie G4:V65 habe ich hinzu gefügt. Da die Daten für 2013 noch unvollständig sind (der Dezember fehlt), sind die Berechnungen der Quartals- und Halbjahresanteile noch falsch.


    Ein paar kurze Erkenntnisse:
    - Im Frühling und Sommer (Mai bis Oktober) kommen mehr Kinder zur Welt als im Herbst und im Winter
    - Das dritte Quartal ist das geburtenreichste, mit zwischen 1,98% und 2,51% mehr Geburten als im Schnitt


    Aber heruntergebrochen auf eine Mannschaft von zwölf bis zwanzig Spieler ergeben sich durch die Abweichungen in den Geburtszahlen so gut wie keine Unterschiede in den Quartalen oder Monaten, das machen Spalten P:V deutlich.


    Darüber, dass es den RAE gibt, herrscht ja Einigkeit. Die tatsächlich vorhandenen Unterschiede in den monatlichen Geburtsraten spielen dabei aber offensichtlich überhaupt keine Rolle.

    @ tobn
    die die sich angesprochen fühlen!


    Tja, damit habe ich leider meine Schwierigkeiten. Du scheinst ja Andre zu meinen, das war mir aber nicht so klar, als ich deinen Beitrag erstmals las. Und ich kenne leider das Problem der Missverständnisse nur zu gut. Ich gehe mal davon aus, dass jeder, der hier schon geschrieben hat, das Gefühl kennt, das man sich angegriffen fühlt, wenn man Gegenwind erhält, noch mehr, wenn man den Angriff als ungerecht(fertigt) empfindet. Ich hoffe, du kannst es nachvollziehen, wenn ich deinen Beitrag als einer ernsthaften Diskussion nicht wirklich hilfreich betrachte.

    Gringo, wen sprichst du mit deiner Anklage an? Wo erkennst du deine Vorwürfe in den bisherigen, in diesem Thread gemachten Beiträgen von guenter, kaiser franz, holzi und mir wieder?


    EDIT#1: Und um deinem Vorwurf der Demotivation einiger Spieler durch die Rotation entgegen zu treten: sie sind Teil einer Mannschaft, in der bestimmte Regeln gelten. Und diesen Regeln müssen sich nun mal alle Mitglieder der Gruppe unterwerfen, es kann da keine geben, die, um es in Anlehnung an die Farm der Tiere zu formulieren, gleicher sind als die anderen. Wie du in meinen Ausführungen erkennen solltest, bedeutet das nicht den totalen Egalitarismus und die Unterdrückung jeglicher Individualität, weit gefehlt. Es bedeutet vielmehr Integration in eine Gruppe und Respekt und Achtung vor allen Mitspielern.


    holzi, meine Vita ist deiner nicht unähnlich. Ich habe damals in der G und F ähnlich agiert wie du, dachte auch, dass das den Kindern entgegen kommt. Und sicher muss man auch damit acht geben, die Kids nicht zu überfordern. Ich tendiere da jetzt im zweiten Durchgang aber zu einem ähnlichen Vorgehen wie von dir beschrieben: es gibt keine Positionen, ich habe die Begriffe Sturm und Abwehr schon länger aus meinem Vokabular für die Positionszuweisung verbannt. Sondern es gibt die vordere und die hintere Reihe und im Spiel immer wieder die Ermunterung an alle Spieler, sich aktiv am Spiel zu beteiligen, also im Angriff den Vorwärtsgang einzulegen und nach Ballverlust eben das Gegenteil zu tun. Ich achte dabei bewusst auch auf die Spieler, die sich abseits des Geschehens befinden, die aber von vielen Trainern, die ziemlich auf den Ball fixiert sind, wenig beachtet werden.


    EDIT#2: PS: Ich nenne Andre in der Aufzählung oben deshalb nicht, weil er in diesem Thread keine Beschreibung seines eigenen Vorgehens abgegeben hat.


    EDIT#3: guenter, ich sehe es genauso wie du: wenn man gleich von Anfang an rotiert, entstehen viele Probleme erst gar nicht. Später, also ab zweitem E-Jahrgang oder, mit sympathischer, ab der D, kann man dann die Rotationsabstände erhöhen. Ab D9 nehmen die Unterschiede in den Aufgaben auf den verschiedenen Positionen auch zu, es geht mehr ins Detail und die Vertiefung von Fähigkeiten, da ist das schon sinnvoll, allerdings sind auch da weiterhin Mannschaften im Vorteil, die mit vielen flexiblen Spielern aufwarten können..

    Andre, wir sind in dieser Angelegenheit sehr nahe beieinander. Aber es ist mitnichten so, dass ein Kind, das neu in eine Mannschaft kommt, die bereits seit mehreren Jahren besteht, und deren Mitglieder ihm sämtlich überlegen sind, erst einmal kein besonders gutes Selbstbewusstsein haben kann und sich zurück nimmt. Das ist zumindest die Regel, die sehr forschen Ausnahmen sind eine eigene Herausforderung... Aber auch die bereits in der Mannschaft spielenden Kinder lassen sich durch Misserfolge schnell verunsichern. Das ist zumindest meine Beobachtung, wie auch die, dass Kinder (und nicht nur sie) dazu neigen, eine einmal für erfolgreich befundene Handlungsweise immer wieder anwenden zu wollen. Wenn sie mal etwas anderes, das sie sich z.B. bei einem Mannschaftskameraden abgeschaut haben, ausprobieren, dann lassen sie es schnell wieder sein, wenn es nicht klappt, zumindest dann, wenn sie sich beobachtet fühlen. Und es gibt definitiv auch verschiedene Vorlieben, wobei wohl alle Kinder gerne glänzen und nach Anerkennung streben. Darüber hinaus sind sie aber auch Egoisten, manche mutiger und forscher, andere zurückhaltender und schüchterner, aber egozentrisch sind sie eigentlich alle.


    Insofern ist es nur zu erwarten, dass die Silberrücken der Mannschaft für sich und ihre Kumpels die besten Positionen beanspruchen und die anderen Spieler ins Tor oder in die Abwehr schicken, wenn man sie nur machen lässt. Wenn der Trainer das mit macht, zum Teil wahrscheinlich auch aus dem Grund, dass die Silberrücken ja auch gleich von Beginn an mehr Tore schießen als ihre Kameraden, so ergibt sich recht bald der Eindruck des Gewohnheitsrechts. Dann zurück zu rudern ist, so denke ich, mühsamer als wenn man von vornherein eine Linie fährt, in der mehr auf Rotation und den wahren Teamgedanken Wert gelegt wird -- die Rotation ist ja nur Ausdruck dessen.


    Ich muss aber auch erwähnen, dass wir einen Spieler hatten, der weder mit der Rotation zurecht kam noch damit, dass er gemeinsam mit schwächeren Spielern trainieren musste. Er wollte einfach nicht hinten spielen und hat die schwächeren Spieler ignoriert. Er hat uns zum Ende der ersten E-Jugendsaison dann auch verlassen. Mittlerweile ist er in das Team, das ich ja aber nicht mehr trainiere zurück gekehrt, als dieses nämlich in der Gruppenliga spielte und das im zweiten E-Jugendjahr sehr starke Team, in das er wechselte, aufgrund der Ligenvererbung und des deutlich schwächeren Vorgängerjahrgangs 'nur' in die Kreisklasse einsortiert wurde... Neulich schmorte er zwei Drittel des Spiels auf der Bank, weil auch seinem jetzigen Trainer sein nicht sonderlich ausgeprägtes Engagement in Sachen Defensive negativ aufgefallen ist.

    kaiser franz, das hört sich doch ziemlich gut an. Ich hatte auch einen Spieler, der zur E1 dazu stieß, nachdem er zwei bis drei Jahre pausiert hatte, davor war er in einem anderen Verein, wo es in der F bereits sehr stark um Titel geht, herum geschrien und mit festen Positionen gearbeitet wird. Er gehörte da zu den eher schwächeren und wurde dann von den unantastbaren Spielern so ziemlich rausgeekelt, die Verantwortlichen weinten ihm und seiner Mutter, die als schwierig angesehen wurde, auch keine Träne nach.. Unabhängig von ihm kam ein anderer Spieler, der auch mit den dortigen Spielern nicht klar kam, zu uns, so als letzter Versuch, bevor das Fußballspiel ganz eingestellt wird. Der erste Spieler war in meinem Team, der zweite in dem meines Co-Trainers. Und sie waren in dieser letzten E-Saison absolut zuverlässig, die angeblich schwierige Mutter hat uns super unterstützt -- wir haben uns aber halt auch um ihren Sohn genauso intensiv gekümmert wie um alle anderen.


    Naja, ich schweife ab, jedenfalls habe ich ihn nach zwei, drei Versuchen auch nur noch in der hinteren Reihe außen eingesetzt, aber erst nach einem Gespräch mit ihm. Wir hatten auch noch zwei Spieler des nächstjüngeren Jahrgangs im Team, sie waren zu uns gestoßen, nachdem ihr Jahrgang in einer etwas unschönen Aktion ihres Trainers geschlossen mit ihm den Verein gewechselt hatten. Einer von ihnen ist sehr klein, seine Eltern auch, und dazu noch Dezemberkind, er war also wirklich unser Mannschaftsküken. Und er war erst in der Rückrunde des ersten E-Jugendjahrs eingestiegen -- der andere Jungjahrgang übrigens auch. Unser Küken hat mehr offensiv als defensiv gespielt, denn allein von den körperlichen Voraussetzungen her war es nicht leicht, von ihm zu verlangen, sich in den Zweikampf gegen ein anderes Kind zu stürzen, das mehr als einen Kopf größer war und bestimmt auch in der übernächsten Gewichtsklasse angesiedelt war.. Aber gegen die nicht ganz so starken Teams hat auch er in der Abwehr gespielt, flankiert von einem in dieser Hinsicht erfahrenen Spieler.


    Ich gehe insofern mit dir und auch guenter insofern konform, dass man darauf acht geben sollte, die Spieler nicht zu überfordern. Unerfahrenere Spieler sind sicherlich eher überfordert als die alten Hasen. Letztere waren in fraglichem E-Jahr meine Manövriermasse, sie konnte ich tatsächlich auf dem Platz so ziemlich hin- und herschieben, wie ich wollte -- sie hatten zwar auch ihre individuellen Stärken und Schwächen, aber sie konnten auf jeder Position adäquat spielen. Der Unterschied zu den anderen Spielern ist da aber nur der, dass sie eben das vielfältige Spiel von ihrer Vergangenheit in meinem Team schon seit der F-Jugend gewohnt waren. Denn obwohl ich da viele Spieler hauptsächlich auf der für sie vermeintlich am besten passenden Position einsetzte, habe ich schon damals Wert darauf gelegt, dass die Einsätze über den Kader hinweg geichmäßig verteilt werden und dass die Mannschaft auch stets anders zusammen gesetzt ist -- mir ist der Gesamtteamgedanke halt sehr wichtig.. Dadurch hatten einige Spieler bereits in der F auf verschiedenen Positionen spielen müssen. Heute würde ich das zum Prinzip machen, sonst schleicht sich bei den Kids schnell die Wahrnehmung eines Gewohnheitsrechts ein -- wenn man einen Spieler, der sich selbst als Stürmer, nichts als Stürmer, sieht nach einem halben Jahr nach hinten beordert, so wird er erst einmal davon überhaupt nicht begeistert sein. Wenn er da auch noch ein halbes Jahr bleiben soll, so wäre das ja die Höchststrafe. Ich würde also von Anfang an und in kürzeren Abständen rotieren. Ob man seine Spieler nun innerhalb eines Spieles mehrere Positionen spielen lässt, das pro Spiel macht oder alle zwei, drei Spiele wechselt, empfinde ich noch nicht als so entscheidend, da sind auch die Kinder unterschiedlich in dem, was sie können. Es gibt da ja auch noch den Unterschied zwischen dem Instinktfußballer und dem Denker auf dem Platz, wenn Ihr wisst, was ich meine. Und es gibt die Spieler, die jede Anweisung, oder sagen wir jeden Ratschlag des Trainers befolgen und solche, die eher versuchen, auch dagegen ihr Ding durchzusetzen. Da muss man als Trainer unterschiedlich agieren, nicht so sehr im was, aber sehr wohl im wie.

    in einem Jahr, 1 Halbzeit im Tor. Erklär mir mal bitte was diese 1 Halbzeit dem Jungen in seiner Entwicklung gebracht hat. hatte er die Chance zu erfahren, dass er eigendlich ein besserer TW wie Feldspieler wäre? Hat er in dieser 1 Halbzeit gelernt, wie man sich als TW verhalten soll?


    Das war in einem Pflichtspiel. Im Training war jeder Spieler immer mal wieder im Tor, da haben wir rotiert wie auf allen anderen Positionen auch. Es ging mir dabei, dass jeder Spieler auch in einem Pflichtspiel im Tor gestanden haben sollte, auch weniger darum, ihnen das Torwartspiel mit all seinen Facetten näher zu bringen, sondern eher um den mannschaftlichen Grundgedanken, dass da Einer für Alle und Alle für Einen spielen. So sollte jeder mal ins Tor gehen und so auch erleben, wie das ist, denn die Situation im Tor ist ja eine ganz eigene. Und da jeder wusste, wie es sich anfühlt, hatte ich auch kaum Schwierigkeiten damit, die Feldspieler dazu zu motivieren, ihrem Torhüter so gut zu helfen, wie sie nur konnten.


    Es gab dann natürlich ein paar Spieler, die froh waren, die Geschichte hinter sich gebracht zu haben, gerade sie waren aber danach stolz wie Oskar. Es gab drei Spieler, die nach ihrem ersten Einsatz im Tor danach bereitwillig wieder rein gingen, und zwei, die sich im zweiten Durchgang freiwillig meldeten, aber auch wirklich freiwillig. Am Ende gab es nur zwei, die sich weiterhin sträubten, bei ihnen blieb es auch bei der einen Halbzeit. Und da hatte ich schon darauf geachtet, dass sie ihre Torhüterpartie gegen schwächere Gegner absolvierten.


    aufs Spiel verlagert: was bringt einem Jungen wenn er 1 oder 2 Spiele in der Saison mal auf einer bestimmten Position mal spielt.


    Wir reden hier vom 6+1 mit zwei Dreierreihen, da gibt es nicht so riesige Unterschiede. Es gibt vorne und hinten, außen und zentral. Also vier verschiedene Kombinationen. Und dann kommt noch die Spezialposition im Tor dazu.


    von welcher Altersstufe, von welchem Leistungsstandstand schreibt eigendlich Coerver?


    Wenn ich ihn richtig verstanden habe, fing er damals so in der G oder F an und begleitete sein Team ins Jugendalter. Ob seine Spieler nun vorab bereits alle überdurchschnittlich talentiert waren, kann ich nicht sagen. Meine, also die, von denen ich eben schrieb, waren sicher nicht Überflieger, da waren zwei dabei, die jetzt D-Juniorengruppenliga spielen, einer aber 'nur' Innenverteidiger, vom Stil her dort eher Ausputzer als Filigrantechniker, der andere war Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft, der in der D hauptsächlich im zentralen Mittelfeld spielt. Er hat aber, als einziger im jetzigen Team, schon auf fast allen Positionen gespielt, also neben dem ZDM auch als Zehner, Außenverteidiger, Flügel- und Mittelstürmer. Nur als Innenverteidiger und Torhüter ist er noch nicht aufgelaufen. Der Rest meines E1-Teams war höchstens durchschnittlich, am Ende der Saison sind wir folgerichtig auch im unteren Mittelfeld gelandet. Aber an der Rotation hat das garantiert nicht gelegen, in der damaligen Gruppe wären maximal zwei Plätze weiter vorne erreichbar gewesen.


    es ist für mich ein Unterschied, ob ich die Rotation einführe, d.h. die Jungs mit den einzelnen Positionen richtig vertraut mache, oder ob sie die Rotation schon ausreichend kennengelernt haben, die einzelnen Positione dann vernünftig spielen können.


    Wie gesagt, in der E sehe ich noch nicht so, dass man da schon die Aufgaben der Positionen so sehr ins Detail ausgearbeitet hat, dass es lange dauert, bis man sich mit ihr vertraut gemacht hat. Wenn es um Positionen geht, reden wir doch von Taktik. Und da ist im Kinderfußball noch nicht so richtig viel zu wollen. Da freue ich mich ehrlich schon riesig, wenn ein Großteil der Mannschaft auf Defensive umschaltet und sich bei eigenem Ballbesitz sinnvoll verhält. Was das ist, hängt vom Entwicklungsstand des einzelnen Spielers ab. Dabei ist es mir am wichtigsten, dass die Spieler lernen, die Gesamtsituation zu erfassen und daraus zu schließen, was sie selbst in diesem Moment am besten tun können. Mein Ziel ist es, dass sie versuchen, ein kleines bisschen in die Zukunft zu denken, und sich dann entsprechend zu verhalten. Dabei ist mir relativ schnurz, was z.B. ein Außenverteidiger generell so zu tun hat. Darauf können sie durchaus selbst kommen. Oder ich nutze mal eine entsprechende Situation, um einem Spieler eine mögliche Option aufzuzeigen, während das Spiel anderswo weiter läuft.


    Ist letzteres gegeben, dann stimme ich Coerver zu, dann kann ich ständiger und schneller rotieren.


    Nun, ich kann schlecht für ihn sprechen, ich schildere hier nur meinen Eindruck...


    Für mich sind das aber 2 Dinge. Rotation um zu Lernen, und Rotation nach dem Gelernten.


    Ja, da bin ich auch bei dir. Ich würde aber nach wie vor im Kinderbereich mit höherer Frequenz rotieren und auch noch nicht so richtig von Positionen sprechen. Mir schwebt da viel eher ein flexibles Spiel vor, in dem jeder Spieler auf jeder Position aushelfen kann. Quasi Horst Weins funino/Minifußball auf die doppelte Mannschaftsstärke vergrößert. In der E, spätestens im zweiten Jahr gibt es da, gerade in der Defensive, dann zwar schon auch den Aufruf nach einer gewissen Disziplin. Aber eben damit es nicht immer dieselben paar Spieler sind, denen mehr Disziplin und Zurückhaltung abverlangt wird, finde ich die Rotation wichtig.


    Du hast die Rotation im Training zur Grundlage gemacht. Allein von der Zeit her, kann ich doch dort viel mehr vermitteln als in kurzen Spielzeiten.


    Vollkommen richtig. Im Spiel ging es eher darum, jedem mal gerecht zu werden. Ich hatte eine recht offensivlastige Mannschaft, soll heißen, dass von den neun Spielern sieben eher offensiv gepolt waren. Drei waren auch neu im Team, sie blieben bei gegnerischem Ballbesitz erst einmal grundsätzlich in der gegnerischen Hälfte stehen -- das kennen vermutlich viele von Euch. Naja, und die anderen wollten halt auch lieber vorne als hinten spielen. Und der eine Defensive war eigentlich nur nicht so offensiv gepolt, weil er in F und junger E praktisch nur defensiv gespielt hat. Was meinst du, was der abging, als er dann sein erstes Tor schoss. Das ist übrigens der jetzige Innenverteidiger.


    Es ist doch so: Kinder haben gerne Erfolgserlebnisse, sie tun am liebsten das, womit sie sich sicher fühlen. Ich habe es auch als meine Aufgabe als Trainer gesehen, ihnen neue Möglichkeiten zu eröffnen, sie dazu zu motivieren, auch neue Dinge auszuprobieren, Dinge, von denen sie glaubten, sie noch nicht so gut zu können. Und da durften sie selbstverständlich auch Fehler machen, das habe ich ihnen offen gesagt. Ich habe aber stets gefordert, dass sie sich anstrengen, so gut es geht. Wenn sie dann Fehler machen oder falsche Entscheidungen treffen, dann ist das kein Problem, sondern eine Erfahrung. Wenn sie wiederholt den selben Fehler machten, habe ich ihn thematisiert, oft im kurzen Einzelgespräch, seltener in der Gruppe.


    Ich erlebe das Problem der fehlenden Rotation im Gruppenligateam meines Sohnes: da gibt es einige Spieler, die ihr bisheriges Vereinsfußballerleben nur offensiv oder defensiv gespielt haben. Das rächt sich jetzt, auch ein Flügelstürmer muss den Gegenspieler richtig anlaufen, um zumindest einen Passweg zu blockieren, und kann nicht frontal volle Lotte drauf gehen. Und ein Abwehrspieler muss auch mal einen gegnerischen Stürmer verladen können, weil es noch zwei Zehntelsekunden dauert, bis der Mitspieler sich frei gelaufen hat. Das fällt einigen Spielern da richtig schwer und es sind ausnahmslos solche, die im KiFu-Alter auf festen Positionen spielten.


    Du bist ja von der Trainingsgestaltung fitter wie ich, deshalb solltest du mal etwas genauer beschreiben, wie du da die Vorteile und Erfordernisse der Rotation an den Mann bringst.


    Hui, das schaffe ich jetzt nicht mehr, möchte es aber gerne versuchen. Ich muss jetzt zum ersten Treffen der evtl. neu zu gründenden Jugendkommission, zu der mich die Jugendleitung eingeladen hat. =)

    kaiser franz, wie oft siehst du die Kids Eurer Mannschaft spielen? Eventuell nur in den Spielen gegen andere Teams? Bzw. eben nicht im Training? Und hast du das Thema mal mit den Trainern besprochen? Für mich klingt bei dir, verstehe das bitte nicht als Vorwurf, etwas Unverständnis für das Vorgehen der Trainer raus, du meinst bei den Spielen etwas zu sehen, was dir nicht gefällt. Ich kann nur dazu raten, in einem solchen Fall die Trainer anzusprechen und sie ihre Sicht der Dinge schildern zu lassen.


    guenters Vorgehen ist sicherlich eine Möglichkeit. So wie ich seine Beschreibungen lese, geht aber bspw. Dirk Coerverfan anders mit der Rotation um, er scheint das häufiger zu tun. Bei uns (Jg. 2001, jetzt alte D) war es so, dass wir ab Mitte der E2 recht intensiv rotiert haben -- vorher war ich noch nicht soweit, das zu wagen, damals bin ich von diesem Forum dazu ermutigt worden. Jedenfalls haben wir im Training häufig alle paar Minuten rotiert, dazu noch, wie von maddog8427 schon erwähnt, auch viel Minifußball gespielt, wo sich das Einnehmen von festen Positionen bitter rächt. In der E1 meldeten wir dann zwei 7er-Teams mit jeweils neun Spielern, da ich aber dennoch die Einsatzzeiten pro Spiel gleichmäßig verteilte, mussten viele Spieler innerhalb eines Spiels verschiedene Positionen übernehmen. Und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hat das ziemlich gut funktioniert. Im Tor haben wir auch rotiert: im Normalfall ging ein Spieler in der ersten Halbzeit ins Tor, ein anderer in der zweiten. Dafür spielten diese zwei Spieler die jeweils andere Halbzeit auf dem Feld durch. Und am Ende der Saison war jeder Spieler mindestens eine Halbzeit im Tor gewesen.

    Mir fällt gerade auf: 'wir' hätten natürlich auch noch das Finale für uns entscheiden müssen... Ich wünsche Euch aber viel Spaß, es wird bestimmt ein Highlight.

    Unser Team ist leider im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger ausgeschieden. Sonst hätten wir uns gesehen.

    Meinem Sohn hat der Orthopäde unbedingt dazu geraten, seine Nike Free-Schuhe nicht mehr zu tragen. Außerdem wurdem ihm orthopädische Einlagen verschrieben. Diagnose war übrigens auch ein Fersensporn, die Diagnose erhielt er, als er gerade 12 Jahre alt geworden war.

    Hallo, derschultrainer, bist du noch da? Ist die Geschichte schon vorbei oder brauchst du noch Hilfe? Und kannst du uns noch ein paar Infos geben? Je mehr desto besser. Ganz wichtig sind die Größe der Gruppe, ob es ums Feld oder die Halle geht, und welcher Bereich der Taktik relevant ist: Individual-, Gruppen- oder Mannschaftstaktik. Wobei ich bei letzterer Frage in Richtung Gruppentaktik vermute..