Beiträge von tobn

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    Natürlich gibt es mehr als genug Neid und Missgunst, keine Frage. Ich würde mich halt nur darum bemühen, die Sache auch aus der Sicht der Eltern zu sehen und mir zu überlegen, wie ich das fände.


    Ich würde ebensowenig wie du Stärkere und Schwächere gemeinsam zum Fördertraining einladen, so hatte ich es gemeint, als ich schrieb, dass ich die Termine machen würde. Das würde auch den Aspekt des für mich tolerierbaren zeitlichen Aufwands beinhalten. Ich würde übrigens auch eine gewisse Korrelation zwischen der Stärke der Spieler und ihrem Willen dazu, den Sondertermin wahrzunehmen, vermuten...


    Ich möchte das aber lediglich als Vorschlag verstanden wissen.

    Ich würde es nicht mal als Neid oder Mißgunst bezeichnen. Die Sache ist nicht ohne Risiko, denn es geht ja um eine zusätzliche Förderung für nur einen Teil der Kinder. Welches Ziel soll diese Förderung denn haben? Wie kann aus diesem Ziel heraus die Selektion begründet werden? Ich finde schon, dass man sich diesen kritischen Fragen stellen muss.


    Persönlich würde ich den Teilnehmerkreis nicht einschränken. Auch die schwächeren Spieler können von Einzeltraining profitieren, entscheidend ist meiner Meinung nach die Motivation des Spielers. Daher würde ich die Maßnahme für alle Spieler anbieten, würde aber sagen, dass man sich dafür verpflichtend anmelden muss, die Termine gebe ich dann vor. Erscheint einer nicht, so ist er erst mal raus. Teilt er mir rechtzeitig mit, dass der Termin nicht passt, so kann noch getauscht werden. Ich denke, mit einem solchen Vorgehen hätte die Elternschaft kein Problem.

    Ich denke du hast eine komische Vorstellung von Kommunikation.
    Wenn ich A sage, und der andere B versteht, heisst das oft eben nicht gleich, dass A falsch ist, sondern der andere was anderes verstanden hat oder meint.


    Zu diesem durchaus möglichen Fall habe ich mich überhaupt nicht geäußert. Es steht dir selbstverständlich frei, darauf hinzuweisen, wenn du missverstanden wurdest, und deine ursprüngliche Aussage dementsprechend zu ergänzen. Das ist in solchen Fällen ja sogar wünschenswert, sofern man beim Thema bleibt. Und das gibt es hier im Forum doch zuhauf, oftmals ist eine erste Aussage doch recht knapp, so dass Nachfragen und Ergänzuungen dazu führen, dass sich ein schärferes Bild ergibt, zu dem dann auch bessere Beiträge kommen.


    In diesem Zusammenhang finde ich die Evolution deiner Thesen zum "Dribbling vs. Passen" in diesem Thread übrigens durchaus in Ordnung. Und im Sinne der Weiterentwicklung des Threads waren es auch positiv, dass u.a. Don Quijote an ihren ersten Ausprägungen Anstoß nahmen.


    Wenn ich dann auf B eingehe (oder mindestens das was ich unter B verstehe) hat das nichts mit A zu tun, sonder lediglich mit dem Respekt dem anderen gegenüber ihn verstehen zu wollen oder das Thema auf seiner Ebene zu diskutieren.


    Worauf beziehst du dich hier? Im hiesigen Thread hast du bspw. auf Andres Beitrag geantwortet, dabei diesem aber eine Aussage gegeben, die nicht enthalten war. Siehe hier z.B. Auch interessant, nicht nur für dieses Forum (und nicht speziell auf Fußballbaron gemünzt), sondern auch für offizielle Verlautbarungen und PR- und Politikeräußerungen: http://onegoodmove.org/fallacy/toc.htm und https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_fallacies.


    Ich denke, die Widersprüche die du siehst hat lediglich davon zu tun, dass es für dich nur Schwarz und Weiss gibt, und es für dich ausgeschlossen bleibt, dass beides parallel, sequentiell oder wie auch immer existieren kann.


    Ich kann dich beruhigen, mein Weltbild enthält jede Menge an Schattierungen, ich hoffe auch, dass das aus meinen Beiträgen deutlich wird, bin diesbezüglich wegen des Feedbacks, das ich ab und an erhalte, aber auch durchaus zuversichtlich. Ach, übrigens, schaue mal hier.


    Vielleicht solltes du dich grundsätzlich mal mit Kommunikation befassen. Oder dich einfach raushalten wenn du die Uebersicht verlierst.


    Auch hier verweise ich hierauf.

    Ich denke, es ist völlig normal und eher die Regel als die Ausnahme, dass man es gegen Saisonende eher so austrudeln lässt, noch ein paar Turniere und Freundschaftsspiele mitnimmt, die ja aber auch eher dazu dienen, den Spaßfaktor hoch zu halten. Und vor der recht langen Pause der Sommerferien lohnt es sich häufig auch nicht, mit ganz neuen Themen zu beginnen, viel von dem, was man erarbeitet hat, wird nach den Ferien ja verschüttet sein -- da du sie nicht trainieren wirst, weißt du außerdem ja nicht, worauf der kommende Trainer besonderen Wert legt... Da außerdem Spielzeit keinesfalls verlorene Zeit ist, würde ich dir sogar dazu raten, in den verbleibenden Trainings hauptsächlich spielen zu lassen. Ich würde dabei verschiedene Spielformen ausprobieren und mit ganz kleinen bis zur größtmöglichen Mannschaft alles mögliche mal durchexerzieren, gerne auch in Turnierform, und vielleicht sogar über mehrere Trainingseinheiten hinweg. Bei uns waren übrigens Eltern-und-Kinder-Turniere auch immer Highlights.

    Was habt ihr gegen FB?? Der tut nix schlimmes und das was ich bisher so mitgekriegt habe waren sinnvolle Beiträge


    Ich möchte nicht ausführlich darauf eingehen, denn das Thema dieses Threads ist ein anderes. Aber da du fragst: es gibt in der Tat einige interessante Beiträge von Fußballbaron. Aber in letzter Zeit neigt er verstärkt dazu, auf ziemlich deplatzierte Art kurze und, so mein Eindruck, bewusst provozierende Antworten einzuwerfen. Im Usenet nennt man das "Trolling". Das ist das eine. Desweiteren lesen sich viele seiner Beiträge zunächst auch mal sehr schlüssig, bestehen aber überwiegend aus Allgemeinplätzen und generellen Thesen, die, wenn überhaupt, nur selten belegt werden. Nicht selten ist es dann so, dass wenn jemand diesen Thesen widerspricht und seine Meinung schlüssig untermauern kann, Fußballbaron seine ursprünglichen Thesen entsprechend uminterpretiert, umformuliert oder ergänzt, so dass sie wieder halbwegs passen. Oder er stimmt einfach nur zu und sagt, das würden sie bei ihm selbstverständlich auch so machen, halt auch noch. Das entspricht dann schon auch mal einer 180°-Wende. Oder er antwortet auf ein Fragment eines Beitrags, das dessen eigentliche Aussage nicht wiedergibt. Nachzulesen ist dies z.B. in diesem Thread in der Folge von Beiträgen ab #63, auf den Fußballbaron in Beitrag #64 geantwortet hat. Ich habe in #70 auf die fehlerhafte Argumentation hingewiesen. Don Quijote bezieht sich, so mein Eindruck, in seinem Vorwurf der 180°-Wende auf Beiträge, die noch weiter zurück in diesem Thread liegen. Fußballbaron's Antwort darauf findet sich in Beitrag #82, bewerte dessen Wert bitte selbst..

    Mir fällt da noch etwas ein: wenn du das Einzeltraining nur für ein paar Spieler deines Teams anbietest, kann das dein Team natürlich spalten, du teilst die Mannschaft ja in deiner Eigenschaft als Trainer in zwei Hälften, eine bessere und eine schlechtere. Das birgt Zündstoff und will entsprechend begleitet werden. Von E-Junioren und ihren Eltern darfst du nicht zu viel Verständnis voraussetzen. Ich würde also dazu raten, die Sache positiv offensiv anzugehen und nicht erst zu warten, bis die stirnrunzelnden Nachfragen oder gar Beschwerden kommen.

    Das Einzeltraining ist, an und für sich, keine verkehrte Sache und bietet den Spielern die Möglichkeit der 100%-Betreuung, du kümmerst dich ausschließlich um sie. Du musst dabei natürlich aufpassen, dass du sie dabei nicht überforderst, sie sollen ja eher zusätzlich motiviert werden als nur mit ihren Defiziten konfrontiert zu werden.. Wenn du dich aber wirklich nur einen Spieler im Einzeltraining hast, würde mir dabei aber das Spiel fehlen. Senioren mögen den Sinn eines rein übungsbasierten Einzeltraining erkennen und sich darüber motivieren können, aber für junge E-Junioren stelle ich mir eine Stunde in Übungsformen als schnell recht langweilig vor.


    Ich habe im Zusammenhang mit meinem Sohn erlebt, dass er sehr viel von den kleinen Fußballspielen profitiert hat, die wir im Urlaub auf den Campingplätzen gemacht haben, das waren oft Spiele im 2:2, bei denen wir zusammen gespielt haben. Da hat man viele Ballkontakte, man kann auch viel reden und erklären. Ich denke, das hat ihm mehr gebracht und auch mehr motiviert als es entsprechend lange Einzeltrainings geschafft hätten. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, etwas ähnliches in dein Vorhaben einzubauen.


    Das Drehen findet oft im eigenen Kopf statt, wenn man erkennt, dass man denselben Satz verschieden interpretieren kann :)


    Wenn man aus einem Satz sowohl eine Aussage als auch ihr Gegenteil heraus lesen kann, dann ist er aber nicht gut gewählt. Du wirst doch nicht etwa behaupten, gleichzeitig sowohl den einen Standpunkt als auch sein Gegenteil zu vertreten? Entschuldige, aber diese Antwort ist einfach nur eine Schnellantwort aus der Hüfte, die den Ball wieder aus dem eigenen Feld befördern soll, eine Erwiderung ohne Substanz.

    Du hast schon recht, DSV, auch aus den vermeintlich hoffnungslosen Fällen wird häufig noch ein passabler Kicker. Aber ich kann Fußballbarons Behauptung, man könne alle Kinder nach Ablauf eines Jahres auf einem Niveau haben, nur als Unfug bezeichnen. Es ist nämlich eben wie du sagst: sie entwickeln sich alle unterschiedlich schnell und haben dazu noch unterschiedliche Begabungen. Wie schnell sich der einzelne Spieler wann entwickelt ist so ziemlich eine Sache für die Kristallkugel..

    Ich möchte am BEISPIEL der Q. nur die Denkmechanismen bez. der Aussgage, dass Einschränkungen Spielintelligenz verhindern aufzeigen.


    Und ich habe eben schon gesagt, dass es nicht diese Einschränkungen sind, die Andre meinte. Wenn ich dich zitieren darf:


    Von der Logik her ist deine pauschale Argumentation falsch:
    Das Spielfeld, die Tore, die Spielregeln: sie alle grenzen ein und verbieten gewisse Dinge. Trotzdem entwickelt sich auch dort Intelligenz.


    Du hast dabei aber weg gelassen, was Andre meinte, als er von den Verboten schrieb:

    Bezogen auf Statement 1.....bin ich der Meinung, dass ein Trainer einer Jugendmannschaft überhaupt nichts vorgeben oder reklementieren, befehlen oder unterdrücken sollte! Nichts anderes geschieht aber, wenn ich im Spiel z.B. die Fintenzahl und Ballberührungen begrenze.


    Es geht nicht um Änderungen am Feld, der Zahl der Spieler, der Art der Tore und ihrer Erzielung. Sondern um Einschränkungen à la Zahl der auszuführenden Finten oder einer Begrenzung der Ballkontakte.


    Euer Quadranten'konzept' hat sicherlich auch seine Berechtigung, ist hier aber nicht das Thema.

    Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, das Thema der Quadranten wieder hoch zu holen. Wenn du aber mit deinem Ansinnen, jedem Spieler innerhalb seines Quadranten ein optimales Umfeld zur Erarbeitung von Lösungen bieten zu wollen, meinst, dass es eben in den Quadranten immer wieder zum 1:1 kommt, dann erreiche ich das doch noch besser, indem ich auf vier Feldern, die meinetwegen in ihrer Größe den Quadranten ähneln, gleichzeitig 1:1 spielen lasse. Je nachdem, wie ich da die Tore gestalte, d.h. welche Form sie haben, in welche Richtung si geöffnet sind, wie das Tor erzielt werden muss, etc., habe ich da ganz viele Möglichkeiten, um verschiedene Schwerpunkte zu setzen. Gegenüber den Quadranten fehlt der Aspekt des Freilaufens, dafür haben die Spieler aber pro Zeiteinheit viermal so viele Ballkontakte.


    Von der Logik her ist deine pauschale Argumentation falsch:
    Das Spielfeld, die Tore, die Spielregeln: sie alle grenzen ein und verbieten gewisse Dinge. Trotzdem entwickelt sich auch dort Intelligenz.


    Ganz genau, da gibt es aber nicht wirklich einen Widerspruch. Wir versuchen ja durchaus auch, bereits die jungen Spieler kognitiv zu fördern, aber eben nicht indem wir künstliche Verbote aufstellen, die ihren natürlichen Handlungsweisen zuwider sind, sondern dadurch, dass wir geeignete Spielformen und Feldaufbauten nutzen. So kann ich z.B. den positiven Effekts des Abspielens gegenüber dem Solodribbling erkennbar machen, indem ich z.B. abwechselnd 2:1+1 auf zwei Minitore spielen lasse (alternativ auf eine breite Dribbellinie). Die Angreifer sind gegenüber dem Verteidiger im Feld in Überzahl, wenn der freie Angreifer sich entsprechend positioniert, ist der Pass zu ihm auch für F-Junioren die sinnvollere Option als der Sololauf auf das näher gelegene Minitor, das ja vermutlich auch gerade von dem zweiten Verteidiger bewacht wird. Das ist aber etwas anderes als wenn ich die Kinder dazu anweise, nur Pässe zu spielen. Sie erkennen selbst recht schnell, wie sie ihre Erfolgsquote steigern können.


    Ich mag mich noch an die Diskussion mit den Quadranten erinnern:
    Nur weil ein Trainer noch ein paar wenige ZUSATZEinschränkungen bringt soll die ganze Intelligenz sich nicht entwickeln können ? Irgendwie unlogisch, oder ?


    Nein, denn bei den Quadranten gibst du bereits komplett den Fahrplan vor, du machst die Regeln, die Kinder müssen sie nur noch verinnerlichen. Dabei verstehen sie aber erst viel später, wann und warum die Raumaufteilung in dieser Form sinnvoll ist. Unser Ansatz ist der umgekehrte: wir schaffen eine Umgebung, in der die Kinder mehr oder weniger zwangsläufig auf die Lösung kommen, die wir uns vorstellen, zumindest im Groben. Diese Erfahrung machen sie aber selbst, sie entwickeln die Lösung eigenständig, ohne dass sie ihnen vorgegeben wird. Um stimulierend zu wirken, fördert man die Erreichung der Lösung durch geschickte Fragen.


    Nur hat hier drin jeder andere Bilder und Erfahrungen auf welche deine pauschalen, indifferenzierten Aussagen unmöglich passen können, finde ich.


    Naja, hier nennt aber ein Esel den anderen Grautier, mit pauschalen und undifferenzierten Aussagen bist du im Moment ja auch ganz gut dabei, oder?

    Interessanter Post, Chris. Tatsächlich wird in der Gruppenliga in der Region Wiesbaden das D9-Feld eingerückt, Sollgröße für das Feld sind die vom DFB empfohlenen 70 m x 50 m. Hiervon gibt es aber durchaus häufiger Abweichungen..


    Im ersten D-Jugendjahr war ich ja noch einer der zwei Trainer der Mannschaft meines Sohnes. Damals spielten wir im 4:3:1, was aber noch nicht so optimal lief. Das lag zum einen an den äußeren Mittelfeldspielern, die das Spiel zu breit machten und zu offensiv agierten, so dass oft aus dem 4:3:1 ein 4:1:3 wurde. Aber in der Defensive braucht der 'Sechser' Unterstützung, sonst hat er keine Chance gegen die zwei Mann, die der Gegner da hat. Außerdem interpretierten unsere Außenverteidiger ihre Rolle oft zu defensiv, so dass die Mannschaft oft mit nur 3,5 Spielern angriff -- der Sechser muss ja das Zentrum absichern.. Gut am 4:3:1 hat mir allerdings gefallen, dass man einerseits, wie du sagst, die Spielfeldbreite gut abdecken kann, und dass im Zentrum die Innenverteidiger so richtig schön zu zweit verteidigen können, mit der richtigen Staffelung und allem drum und dran.


    Wie gesagt, unser Team hatte das Problem, dass die Mittelfeldaußen in der Defensive zu wenig eingerückt sind und daher unser Sechser oft in Unterzahl agieren musste und dann gegen die stärkeren Teams einfach ausgespielt wurde. Zum Saisonwechsel wurde deshalb auf 3:2:3 umgestellt und so auch die Gruppenliga bestritten. Es gab ein paar neue Spieler im Kader, es ergab sich eine ziemlich offensivlastige Zusammenstellung und gerade auf der 'Doppelsechs' gab und gibt es weiterhin ab und an einige Abstimmungsschwierigkeiten -- da ziehen schon mal beide Sechser ganz nach außen auf die selbe Seite... Die offensiven Außen sind teilweise auch keine besonderen Freunde der Rückwärtsbewegung, was dann blöd ist, wenn der Gegner über außen angreift und die Dreierkette so weit rüber schiebt, dass der lange Pfosten völlig offen ist... Denn da müsste sich dann eigentlich der ballferne offensive Außen einreihen. Die Dreierkette hat auch beim Abstoß Schwierigkeiten, wenn der Gegner sich sehr breit aufstellt, da neigen unsere Außenverteidiger dazu, sich nach außen ziehen zu lassen, so dass sich große Lücken zwischen ihnen und dem Innenverteidiger ergeben, was den Gassenpass erleichtert.. Seit Oktober bin ich ja nicht mehr Trainer dieser Mannschaft und daher nur noch Beobachter. Nachdem das Team ein paar mal ausgekontert wurde und nach dem Sieg von Real Madrid gegen die Bayern hat der Trainer auf ein tiefes Mittelfeldpressing im 3:4:1 mit schnellen Gegenstößen umgestellt, das führte aber eigentlich nur dazu, dass es kaum noch Torraumszenen gab, weil die Gegner tatsächlich nur noch selten vor unser Tor kamen, andererseits aber unsere Mannschaft kaum erfolgreiche Angriffe zustande brachte.. Bessere Gegner können ein 3:4:1 auch ganz gut mit Diagonalpässen auf den Flügel, also hinter die vier Spieler im Mittelfeld, überwinden, und dann gefährlich vors Tor flanken oder von der Grundlinie zurück in die Mitte passen.


    Ich würde inzwischen wieder zu einem 4:3:1 tendieren und halt versuchen, den Spielern auf den 'schwierigen' Positionen das geeignete Verhalten zu vermitteln. Mir gefällt auch defensiv das 4:3:1 besser als das 4:4, zumindest, wenn die Mittelfeldspieler die Formation zum Kegelstumpf werden lassen und den Gegner dadurch nach außen treiben -- oder halt den Ball im Zentrum erobern. Gegenüber dem 4:4 kann nämlich der Stürmer den Spielaufbau der Gegner lenken, man kann, wenn man so weit kommt, sogar ein Pressing spielen. Dass das ballferne Mittelfeld unbesetzt ist, sollte nicht so problematisch sein, da sollte bei einer Spielverlagerung das Verschieben schnell genug funktionieren.


    Ich kenne auch Trainer, die ein 2:4:2 spielen lassen, so wird das z.B. auch auf der 9:9-DVD der Spvgg. Unterhaching propagiert. Mir müssen dabei die Mittelfeldaußen dann doch zu viel laufen, und für die übrigen Spieler kommt mir das ganze recht statisch vor.. In einer der letzten Ausgaben 2013 von fußballtraining wurde auch angeregt, in der D-Jugend mal mit einer Raute zu spielen, also ein 2:4:2 mit Raute. Ich bin mir nicht sicher, wie sie sich das vorstellen, denn daraus wird ja schnell ein 3:2:3.. Und für ein 2:1:2:1:2 ist der Platz meiner Meinung nach zu kurz, man würde damit praktisch einen mittleren Streifen über die ganze Länge des Feldes besetzen, die Flügel wären aber völlig unbesetzt..

    Uns wurde auch von Eisspray ziemlich deutlich abgeraten, weil es zu sehr kühlt und das Gewebe schädigen kann. Stattdessen wurde Eiswasser empfohlen.

    Grundsätzlich ist das ballorientierte Spiel in der D-Jugend durchaus sinnvoll, ob aber eine Viererkette oder sogar zwei machbar und anzustreben sind, hängt aber von recht vielen Faktoren ab. Ganz zu Beginn muss man sich aber, wie ich meine, fragen, ob alle Mannschaftsmitglieder bereits das defensive 1:1 beherrschen und dazu bereit sind, im Verbund zu verteidigen, d.h. dass sich nach Ballverlust alle Spieler an der Abwehrarbeit beteiligen. Dabei spielt es eine Rolle, wie die Spieler zuvor gespielt haben: gab es feste Positionen oder wurde rotiert, wurde Manndeckung forciert oder im Raum verteidigt? Man kann die Spieler natürlich in einer Viererkette aufstellen, aber sinnvolle Verhaltensmuster können sie erst begreifen, wenn sie das 1:1 beherrschen und auch dazu in der Lage sind, zu zweit sinnvoll zu verteidigen. Denn wenn ich das 1:1 beherrsche, kann ich meine Zweikämpfe eher erfolgreich führen, ich kann auch den Gegenspieler lenken. Und ich kann auch als absichernder Spieler den Zweikampf meines Mannschaftskameraden einschätzen und mich entsprechend darauf vorbereiten, entweder eingreifen zu müssen oder mich als sichere Anspielstation zur Verfügung zu stellen. Das Verteidigen zu zweit ist der erste Schritt in Richtung Kette und Verteidigung im Verbund. Erst, wenn die Spieler hier ein Gefühl dafür entwickelt haben, welche Abstände sinnvoll sind, wie man sich positioniert, wie man sich gegenseitig coacht (also vor allem der absichernde Spieler den stellenden), können sie ein Verständnis dafür entwickeln, wo die weiteren Gefahren drohen, wie sie zu priorisieren sind und was wer deshalb am sinnvollsten tun sollte. Denn nur mit anerzogenen Verschiebebewegungen und an den Positionen orientierten Aufgabenzuweisungen kommt man nicht wirklich weit und schränkt, so mein Dafürhalten, die Spielintelligenz ein. Ordnet sich z.B. bei einem schnellen Gegenangriff über den Flügel der ballferne Außenverteidiger in die Kette ein, statt das Zentrum zu besetzen -- angenommen, der Sechser war am Angriff beteiligt und kann seine Position nicht schnell genug einnehmen, so würde er sich gemäß Anweisung für seine Position verhalten. Er würde aber gar nicht erst versuchen, die Situation zu erfassen, den kritischsten Ort zu ermitteln und diesen zu besetzen. Das ist es aber, was ich mir wünsche. Insofern würde ich weniger die Viererkette an sich trainieren als vielmehr versuchen, die Spieler darin zu schulen, Situationen zu erfassen und schnell flexibel handeln zu können. Dabei spielt ihre aktuelle Position auf dem Feld eine größere Rolle als diejenige auf der Taktiktafel.

    Ich würde den Ansatz mit den lateinischen Quadraten nehmen..


    Welche Mannschaftsgrößen strebst du an? Bei 9 Spielern bietet es sich ja an, drei Teams à drei Spieler zu bilden. Alternative. 4 gegen 4 plus Auswechselspieler. Bei zwölf Spielern hast du entweder drei Vierer- oder vier Dreierteams.


    Ich füge mal ein beispielhaftes Lateinisches Quadrat für vier Mannschaften à drei Spieler bei.

    Und hier bewegt sich die grosse Masse an Kinderfussballern. Und für diese spielt die RAE doch wohl keine Rolle.


    Hmm, ich denke schon, dass es Dezemberkinder auch in Breitensportmannschaften im Schnitt schwerer haben als ihre Kameraden, die schon im Januar Geburtstag feierten. Es gibt da nicht so die Selektion, sondern es bleiben die im Team, die dauerhaft Spaß an der Sportart haben, daher kann man an den Statistiken zu den Geburtstagen nicht so viel ablesen. Aber die älteren Spieler eines Jahrgangs sind den jüngeren ja doch eher körperlich, geistig und sozial eben die elf Monate voraus, die sie im Alter trennen. Das merkt man dann z.B. daran, dass sie eher zurückhaltender sind, während die "Führungsspieler" eher unter den älteren zu finden sind. Natürlich alles nur im Schnitt und keine Regel ohne Ausnahme, aber grundsätzlich ist das, meine ich, schon so.