siebener, auch ich habe mich bei dem Spiel gefragt, wozu die deutsche Mannschaft aus dem Halbfeld auch noch in der Schlussviertelstunde hoch in den (bereits gut mit polnischen Spielern besetzten) Strafraum geflankt hat. Wenn ich Spieler wie Götze, Müller, Kroos, Schürrle und Kramer, ja, ich würde auch noch den gelernten Stürmer Durm hinzu nehmen, auf dem Platz habe, ist doch klar, dass ich mich in den Strafraum kombinieren will, um dann das Tor aus kürzester Distanz per flacher Direktabnahme erziele, vielleicht noch als Rückpass von der Fünfmeterlinie an oder in den Rückraum (von Müller oder Götze zu Kroos, Kramer oder Schürrle).
Beiträge von tobn
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tobn: das tragen wir jetzt aber aus.
Na super, das wird jetzt also anstrengend...
richtig ist, dass meine Frage dahin ging, was der Schiri macht, wenn der Ball ins Tor rollt.
Genau, deine Frage war:Schiedsrichterball. Spieler spielt fairerweise den Ball zum gegnerischen TW. dieser schläft mal wieder und der Ball rollt ins Tor. [--] Was macht der Schiri?
Die Situation war also klar: Es gibt gerade Schiedsrichterball, bei dem der Spieler von Team A den Ball ins Tor von Team B spielt. Direkt, kein anderer Spieler war mehr am Ball.die Antwort von Follkao wäre richtigerweise gewesen, dass auf Absstoss entschieden wird.
War sie ja auch:Abstoß. Aus einem Schiedsrichterball kann nicht direkt ein Tor erzielt werden.
Weiter gehts:
Follkao, clever wie er ist, erweitert folgerichtig die Antwort umfassender indem er aufzeigt, dass bei einem Hochball kein direktes Tor erzielt werden kann, also nicht nur das eigene Tor, sondern auch das gegnerische Tor betreffend.
Günter gibt nun die endgültig richtige allumfassende Auflösung, in der ja die Möglichkeit des Seitenaus miteingeschlossen ist.
Naja, Follkao hat sich aber noch auf die von dir genannte Situation bezogen, indem er Abstoß als Antwort gab, seine Auführung diente ja lediglich dazu, die Antwort zu begründen. Mitnichten nannte er die weiteren Möglichkeiten Ecke und Einwurf. Das warst du alleine:
richtig. Die Spielfortsetzung erfolgt dann immer durch Ballbesitz der gegenerischen Mannschaft, je nachdem wo der Ball die Linier überschreitet,
also Abstoss, Eckball doer EinwurfUnd daraufhin wies dich Follkao darauf hin, dass es in dem von dir geschilderten Fall weder Eckball und noch Einwurf geben kann.
Du hast inhaltlich vollkommen Recht, aber du warst einen Schritt weiter. Weder Follkao noch ich haben deiner Regelkenntnis widersprochen, wir haben nur darauf bestanden, dass Follkao mit seiner ersten Antwort vollkommen Recht hatte und die anderen Möglichkeiten, die du nanntest, hier unerheblich, wenn auch zumindest für mich durchaus interessant sind.
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Weder top ausgebildete Trainer, hauptamtliche Entscheidungsträger noch allerbeste, gar durchgezogenen Konzepte sind in der Lage, diese unterschiedlichen Interessen (die ja schon bei Kind zu Eltern anfangen) zur Zufriedenheit aller unter einen Hut zu bringen.
Das ist richtig, aber Konzepte können dabei helfen, allen Beteiligten eine Basis zu geben, sie sind quasi die Grundlage, auf der gearbeitet wird, darauf, was da drin steht, sollten sich alle Seiten verlassen können, ihm sind sie auch verpflichtet. Wenn eine Partei meint, dass eine andere zu ihren Lasten gegen das vereinbarte Konzept verstößt, so ist ein Einspruch berechtigt und ihm muss nachgegangen werden. Weiterhin erlaubt ein Konzept allen Parteien, sich bereits vorab darüber zu informieren, wie der Hase läuft, worauf man sich also einlässt. Und wenn da z.B. die Regelung von Einsatz- und Spielzeiten verbrieft ist, wie sie Stefan70 gerade hier beschrieben wird, dann weiß das auch das Elternteil des vermeintlichen Messi vorab und bekommt somit den Wind aus den Segeln genommen, wenn es sich über die Auswechslung des Zöglings aufregt.
Ein gut ausgebildeter Trainer erkennt auch ein sinnvolles Konzept, d.h. eines, das ihm den Rücken frei hält, um den Tätigkeiten nachgehen zu können, für die er sich begeistert, und nicht ständig zwischen verschiedenen Interessengruppen zerrieben zu werden. Es sollte ihm auch genügend Freiheit geben, um geeignet arbeiten zu können. Wenn man den Trainern dann noch Hilfsmittel an die Hand gibt, die ihnen eine konzeptkonforme Arbeit erleichtern, so denke ich auch, dass die Akzeptanz ganz gut sein dürfte. Schließlich kann sich der Trainer der uneingeschränkten Rückendeckung des Vereins sicher sein, wenn er sich innerhalb des Rahmens des Konzepts bewegt.
Ich denke schon, dass es möglich ist, sowas zu entwickeln, man braucht aber dazu sicher einige Zeit und Geduld, und einerseits viel Idealismus und andererseits auch viel Erfahrung. Und natürlich darf es keinesfalls die vielfältige und offene Kommunikation der Parteien nicht stören, sie ist weiterhin ein zentrales Element, das zum Gelingen des Gesamtprojekts Fußballverein notwendig ist. -
Spieleröffnung beim 2:4:2. Die Verteidiger stehen in der Tat breit und einer der ZM kommt in der Mitte entgegen. Bleibt er frei, nimmt er den Ball und spielt dann weiter. Wird er bedrängt, lässt er auf den Torwart klatschen. und dieser spielt.
Wenn immer auf den Sechser gespielt wird, wozu stehen die Verteidiger dann breit? Dann könnte doch der Gegner, sobald er das spitz kriegt, seine beide Stürmer den Sechser doppeln lassen, sobald er angespielt wird, oder einer greift den Sechser an und der andere macht den Rückpass zum Torwart zu und doppelt von hinten -- damit kann der Sechser auch nicht zum Torwart zurück klatschen lassen, und wenn er es doch schafft, dann jagt ein Stürmer aber holla die Waldfee dem Ball hinterher und es kann gut sein, dass der Torhüter dann das Nachsehen hat. Der Ballverlust in zentraler Position direkt außerhalb des Strafraums dürfte so ziemlich den Spieleröffnungs-GAU darstellen.. Deshalb meine ich, darf sich nicht nur einer der ZM-Spieler in der Zentrale anbieten, sondern da müssen noch zwei andere mit machen, die sich gegenseitig Lücken schaffen, indem sie sich sowohl in der Tiefe als auch in der Breite bewegen. Als weitere Alternativen stehen die Verteidiger neben dem Strafraum und wohl auch die weiter höher an den Außenlinien postierten Spieler zur Verfügung, erstere können zum Torhüter klatschen lassen, letztere sind durch die Verteidiger und hoffentlich einen Mittelfeldspieler, die nach ihrem eventuellen Ballverlust den Weg des Angreifers zum Tor zu machen können, abgesichert. -
Stefan70, ich finde diese Regelung richtig gut, so war ich auch mit meiner damalligen Mannschaft verfahren: bei Spielen hat jeder Spieler mindestens 50% Spielzeit, am Ende des Jahres darf der Spieler mit den meisten Einsätzen maximal doppelt so viele gehabt haben wie derjenige mit der geringsten Zahl. Auch ich habe keinen Unterschied gemacht zwischen Pflicht- und Freundschaftsspielen, ich habe auch beide offensiv den Eltern und Spielern gegenüber als absolut gleichwertig propagiert. Kurzfristige Absagen zu einem Spiel gingen übrigens im Zweifel zu Lasten der Spieler, da die Spieltermine (zumindest die der Pflichtspiele) ja typischerweise bereits zu Beginn der Saison bekannt sind, so dass sie gegen die Familienplanung geprüft werden können.
Ich bin sogar der Meinung, dass eine solche Regelung vielen Trainern eine Erleichterung gegenüber der jetzigen Situation böte.
Nachtrag: Ich hatte diese Vorgehensweise in F1- und E2-Jugend praktiziert, in der E1 hat sie sich erübrigt, weil wir zwei Mannschaften melden konnten, so dass jeder Spieler zu jedem Spiel förmlich gebraucht wurde. Auch da wurde aber weiterhin darauf geachtet, dass jeder Spieler minimal die halbe Spielzeit auf dem Platz ist. Im Verlauf der F2-Saison habe ich das "System" entwickelt.
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Einwurf geht sehr wohl, der Ball kann ja durchaus ins Seitenaus gespielt werden.
Nein, nicht in deinem Beispiel, denn du schreibst: "... und der Ball rollt ins Tor."Oder stehen bei Euch die Tore auf den Seitenlinien?

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Ich war ja eines der Meerschweinchen bzw. der Komparsen in dem Video... tätsächlich habe ich mich erst wieder an das Spiel erinnert, als es hier gepostet wurde, habe es dann aber gleich am selben Tag noch mit der F-Jugend gemacht. Kam auch sehr gut an und war sehr erheiternd. Und ich durfte einigen Kindern erklären, was die Wade ist... In der Form Boppes an Boppes muss ich es noch ausprobieren.
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Innere Linie bezeichnet eine gedachte Linie vom ball zum Tor Mittelpunkt nur wie soll man diese zum bsp in einem frontalen 1 vs 1 verteidigen
Ich verstehe deine Frage nicht.. Kennst du den DFB-Info-Abend Nr. 7: "Training des 1 gegen 1 in der Defensive"? -
Naja, dann schlage ihm halt ein dann wohl letztes Gespräch vor, in dem es dann darum geht, ob er zurück kommen und mit ziehen will, oder Euch lieber verlässt. Karten klar auf den Tisch, offen drüber reden, und am Ende soll er sich entscheiden. Gar nicht groß herumzicken.
Dabei gehe ich davon aus, dass es Regeln für Spieler gibt, aber eben auch welche für die Trainer, und dass sich beide Seiten an die Vereinbarungen halten müssen. Was Eure Kadereinteilung anbelangt würde ich, glaube ich, zwar etwas anders vorgehen, denn ich bin nur sehr bedingt ein Freund davon, innerhalb des Kaders Konkurrenz aufzubauen, aber ich habe noch keine B-Jugend und schon gar nicht in Eurer Spielklasse trainiert, deshalb sei Euch das unbenommen -- ich würde nur dazu raten, auch mal selbstkritisch zu überprüfen, ob Euer Einteilungsmodus Eurer Meinung nach allen Euren Spielern auch gerecht wird. Damit möchte ich es mal bewenden lassen.
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Der fragliche Spieler scheint nicht ganz einfach zu sein. Seinen sowie den Äußerungen seiner Mutter nach zu urteilen, haben sie wohl auch nicht verstanden, wie bei Euch die Einsatzzeiten verteilt werden, sie behaupten es ja zumindest. Eltern sind und bleiben Eltern und sind nicht objektiv, wenn es um ihre Kinder geht, das dürfte auch in der B-Jugend noch verbreitet sein. Und von B-Junioren selbst kann man, so denke ich, auch nicht die Reife von Erwachsenen erwarten. Insofern möchte ich weder das Verhalten deines Spielers noch das seiner Mutter entschuldigen, würde es aber auch nicht überbewerten und mich vor allem dadurch nicht angemacht oder in Frage gestellt fühlen lassen.
Nun zu der Diskussion im Verein: Mein 2 Co-Trainer die direkt bei der B1 dabei sind sagen beide genau richtig. Unser C1-Trainer der nächste Saison wohl in die B-Jugend hoch gehen wird sieht es kritisch und ih solle auf den Spieler nochmal zugehen und mit ihm reden weil uns sonst nächste Saison ein guter Spieler fehlen würde und der andere Stadtverein nochmal den Jahrgang 99 aufbauen möchte.
Ich würde den anderen Verein bei meinen Überlegungen völlig außen vor lassen, ebenso die Frage nach der Qualität des Spielers. Es geht schlicht darum, wie bei Euch die Regeln sind und ob er damit klar kommt. Daher würde ich, wie der C1-Trainer empfiehlt, noch mal das konstruktive Gespräch mit dem Junior, ggf. im Beisein seiner Mutter oder beider Eltern, führen, ihm klar machen, dass ihr ihn gerne im Kader habt, dass Ihr viel von seinen fußballerischen Fähigkeiten haltet, dass Ihr es aber halt soundso hanfhabt aus Gründen bliblablubb. Dann fragen, ob er das verstehen und nachvollziehen kann, ob er einverstanden ist. Und dann, wo er sich diesbezüglich jetzt unfair behandelt sieht?Du sollst ihm nicht in den Allerwertesten krabbeln, aber ich finde schon, dass du ihn mit seinen Bedürfnissen respektieren solltest. Und als Trainer erwarte ich von dir auch ein wenig mehr an Reife, Gelassenheit und Offenheit.
Ich habe ihm entgegnet das wir genug Qualität im Jahrgang 99 haben, auch ohne diesen Spieler.
Bei solchen Äußerungen zucke ich unwillkürlich etwas zusammen, weil ich finde, dass da der Spieler nicht mehr als Mensch gesehen wird, sondern nur auf sein fußballersiches Können und seinen Beitrag zum Sieg der Mannschaft reduziert wird. Das passt nicht so gut zu meinem Bild des Jugendtrainers.Zumal ich nicht sehe das er wechseln wird sondern ganz mit Fußball aufhört da Alkohol und Zigaretten wichtiger sind.
Das ist eine Unterstellung. Und solange er sich bei Euch ansprechend verhält: was geht dich das an? Soll jetzt nicht heißen, dass ich pro Alkohol und Tabak bin, keineswegs. Aber was der Junge macht, wenn er nicht bei Euch ist, kann dir schnurz sein, solange es sich nicht auf sein Verhalten bei Euch auswirkt, das darf er, wie ich meine, verlangen.Für mich ist die Tür für den Spieler nicht verschlossen, allerdings muss er die Tür aufmachen. Danach werde ich die Tür auch aufhalten.
Das ist, wie ich finde, eben kein Zeichen von Reife und Größe, sondern klingt eher, wenn ich offen sein darf, nach beleidigter Leberwurst. Er ist fünfzehn Jahre alt und du verlangst von ihm, den ersten Schritt zu machen... -
Du hast zwei Problemfelder: erstens klappt es offenbar menschlich nicht zwischen dir und dem anderen Trainer, und zweitens befürchtest du Disziplinprobleme in der Mannschaft. Ich würde beide nicht vermengen, sondern getrennt angehen. Vorrangig ist dabei das Spannungsfeld zwischen dir und dem anderen Trainer, solange das mit Euch beiden nicht klappt, wird es mit der Mannschaft sicher nie richtig gut.
Ihr seid erwachsene Männer, also solltet Ihr auch dazu in der Lage sein, Euch zusammen zu raufen oder festzustellen, dass die Vorstellungen und Befindlichkeiten zu unterschiedlich sind und eine Trennung die für alle sinnvollste Option ist. Trefft Euch also mal, setzt Euch eine Weile zusammen und redet miteinander. Du sagst, wie du die Situation wahrnimmst und empfindest, was dir gut gefällt und was dich stört. Klar ist: wenn Ihr weiter zusammen arbeiten wollt, muss sich etwas ändern, von seiner Seite aus auf jeden Fall, vielleicht auch bei dir, das kann ich noch nicht erkennen.
Solltet Ihr hingegen feststellen, dass eine gemeinsame Zusammenarbeit nicht möglich ist, so solltet Ihr lieber einen Schlussstrich ziehen, bevor ihr noch mehr und die Kinder auch leiden. Da ist dann nur die Frage, wer der Trainer bleibt -- es klingt so, als würdest du das werden, da du einfach mehr im Training und bei den Spielen bist. Er scheint es vom Zeitaufwand her nicht hin zu bekommen, damit scheidet er eigentlich aus. Die dritte Möglichkeit wäre, dass ein anderer Trainer das Team übernimmt und sowohl du als auch er andere Mannschaften trainiert. Zu diesem Thema sollte man wohl auch die Jugendleitungen hinzu ziehen.
Was die Spieler anbelangt, so ist es schon wichtig, dass man als Trainer eine klare Linie fährt, fair, verständnisvoll und gerecht ist. Man muss Kindern und Jugendlichen schon klar machen, wo die Grenzen liegen und darf es dann auch nicht tolerieren, wenn sie überschritten werden -- wobei da sicher eine Verwarnungsregelung in vielen Fällen auch sinnvoll sein kann, um nicht zu drakonisch zu wirken. Es ist halt nichts, wenn man mal etwas erlaubt bzw. über etwas hinweg sieht und sich ein anderes mal tierisch darüber aufregt.
Ich denke aber, es dürfte mit den Kids deutlich einfacher werden, wenn der schwelende Konflikt zwischen den Trainern gelöst ist. Und für die 20 Spieler würde ich versuchen, einen Co zu bekommen, aber einen, mit dem du kannst.
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Er hat verstärkt aufgepasst und am Ende auch eine Meldung an den BFV geschrieben...
Ja, und dann?! Das ist ja wohl ein Cliffhanger vom feinsten!
Also: wie ging die Sache denn nun aus?
Ansonsten finde ich übrigens nicht, Zodiak, dass unfaires Spiel im Leistungsbereich dazu gehören muss, aber das ist ein anderes Thema. Ich frage mich, wenn ich das Video ansehe und mir vorstelle, dass solche Dinge das ganze Spiel über laufen und die Delinquenten dabei ja auch nicht ungeschickt sein werden, so dass sie darauf achten, stets Momente zu nutzen, in denen der Schiri nicht guckt, z.B. weil der Ball gerade ganz woanders ist: was kann ich denn da als Trainer dagegen machen? Als Spieler kann ich vielleicht ja noch in einer Spielpause zum Schiri gehen und ihn darauf hinweisen, was da abgeht, das schaffe ich dann in einer Lautstärke und einem Ton, der vielleicht zivil rüber kommt, aber als Trainer von der Seitenlinie aus? Reinbrüllen? Damit heize ich die Stimmung doch nur an. Und wie vermittle ich dem Schiri verständlich, dass er doch bitte mal dahin gucken soll, wo eigentlich nichts passieren sollte, eben weil da etwas passiert? Wie soll das gehen? Andererseits ist eine solche Situation doch absolut unerträglich, zumal wir als Trainer uns ja auch für unsere Spieler verantwortlich fühlen.
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frank1973, man kann beliebig in die Details gehen, irgendwann fängt man dann an, Situationen zu konstruieren und ist da so tief drin, dass es keinem mehr hilft. Es ging zumindest mir in meinem Beitrag überhaupt nicht darum, irgendwen davon zu überzeugen, dass er Unsinn macht. Und es ist sicher auch so, dass jeder Trainer für seine Mannschaft sehen muss, was sie kann und was ihr liegt. In meinen theoretischen Überlegungen gehe ich ja auch nicht von bestimmten Spielern oder Mannschaften aus, sondern, wenn man so will, von Robotern oder Klonen, alle Spieler gleich oder zumindest alle Innenverteidiger gleich.
Wenn es dir um den Spielaufbau geht: klar, den kann man im 3:2:3 auch machen, von oben sieht das dann eigentlich dem Spielaufbau im 4:3:1 auch sehr ähnlich. Nur gehen beim 3:2:3 die äußeren Verteidiger (sind sie Außenverteidiger?) neben den Strafraum, im 4:3:1 hingegen die Innenverteidiger, im 3:2:3 bieten sich zentral die Doppelsechs und der IV an, im 4:3:1 die Sechs und die beiden MA -- und damit das funktioniert, müssen die Spieler sich in beiden Systemen bewegen und flexibel pendeln -- denn in diesen Bereich kommt entweder direkt das Abspiel des Torwarts oder die Eröffnung geht nach außen und von dort dann vermutlich ins Zentrum, nur, wenn der Gegner da massiert steht und die Außenbahn frei lässt, wird der Pass die Linie entlang erfolgen. Immer davon ausgehend, dass kein weiter Abschlag erfolgt. Und ungefähr da, wo beim 3:2:3 die Außenstürmer stehen, befinden sich im 4:3:1 die AV. Von oben kaum ein Unterschied erkennbar, zumindest solange der Torwart den Ball hat.
Über den Spielaufbau im 2:4:2 habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.. Ich denke, da gehen die IV auch breit, im Zentrum dürften sich wohl die zwei ZM anbieten, die MA dürften sich in der Nähe des Schnittpunkts von Mittel- und Seitenlinie aufhalten. Dann kann sich entweder ein Stürmer quasi als Zehner fallen lassen, um eine weitere Anspielstation im Zentrum zu bilden, oder sie machen das sogar im Wechsel -- das wäre aber schon ganz hohe Schule, denke ich, denn da müssten sich ja vier Spieler koordinieren, und in der D-Jugend ist die gute Koordination von zwei Spielern schon noch eine gewisse Herausforderung..
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Danke für die Ergänzung, guenter. Ja, ein respekt- und vertrauensvoller Informationsaustausch mit den Eltern ist da sicher angeraten. Ich würde wahrscheinlich von mir aus mal die Eltern auf meine Beobachtungen ansprechen. Dabei muss man unbedingt Fingerspitzengefühl haben und betonen, dass man das Kind sehr schätzt und überhaupt nichts gegen es hat, dass man aber halt gewisse Verhaltensweisen -- diese zwar konkret, aber nicht zu drastisch benennen, und es bei wenigen Beispielen belassen -- fest gestellt hat, die so im Mannschaftssport nicht gehen und dem Kind selbst sicher eher Schwierigkeiten bereiten. Wichtig: es muss deutlich werden, dass man ihrem Kind helfen möchte. Es soll nicht ausgezählt und schon gar nicht ausgeschlossen werden. Und um andere Kinder geht es übrigens auch überhaupt nicht, man sollte sich tunlichst nicht auf diese Schiene bringen lassen.
Was ich noch vergaß: Solche Erziehungsgeschichten funktionieren nur dann gut und nachhaltig, wenn ein Vertrauensverhältnis zwischen Spielern und Trainer besteht, noch besser, wenn sich dieses auch auf die Eltern erstreckt. Als erstes muss man sich als Trainer also das Vertrauen seiner Spieler erarbeiten.
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Nicht einfach.. Ich stecke in einer ähnlichen Situation, bei unseren 2006ern gibt es auch einige Spieler, die zu ehrgeizig und dadurch eben schnell verbissen sind. Sowas stellt man nicht von heute auf morgen ab, das eigentlich ja begrüßenswerte Engagement in konstruktive Bahnen zu lenken bedarf, so denke ich, eines langen Prozesses und viel Geduld. Ich gehe davon aus, dass in solchen Fällen steter Tropfen am besten den Stein höhlt, es ist also wichtig, dass du da zwar praktisch permanent dran bleibst, aber andererseits das Thema dabei auch nicht zu oft in den Vordergrund holst. Dein eigenes Verhalten in den kritischen Situationen ist auf Dauer am wichtigsten. Und selbst, wenn er erst sieben oder acht Jahre alt ist, du kannst und musst diesem Jungen zwar freundlich, aber deutlich sagen, dass es, um deine Punkte aufzugreifen:
- überhaupt nicht tragisch ist, wenn etwas nicht klappt -- das ist völlig normal, wenn man etwas Neues ausprobiert. Da soll man vielmehr aber dran bleiben, denn nur durch Übung wird man etwas, das man noch nicht kann, beherrschen. Und das gilt natürlich auch für seine Mitspieler.
- Es passiert nun mal, dass man mal einen Tritt abbekommt, das sollte ja im Normalfall auch keine Absicht des anderen Spielers sein. Wenn doch, dann musst du natürlich etwas dagegen tun, absichtlich unfairem Spiel gegenüber würde ich eine Nulltoleranzlinie fahren. Und wenn er arg zu viel abbekommt, weil seine Kameraden sich motorisch deutlich zu ungeschickt anstellen, dann würde ich das auch mal thematisieren: wann fahre ich den Fuß aus (nur, wenn ich den Ball treffen kann), wann ist es ein Foul (wenn ich die Beine des Gegenspieler treffe), und wann fahre ich eben noch nicht den Fuß aus (Ball ist nicht frei). Man sieht bei F-Junioren tatsächlich sehr häufig, dass sie mit den Beinen da unten herumstochern, während sie den Oberkörper weg halten, eben weil sie einerseits Angst davor haben im Gesicht etwas abzubekommen und sich andererseits dessen nicht bewusst sind, dass sie da unten gerade den anderen Spieler treten. Mache dazu doch einfach mal 1:1-Spielformen und erkläre ihnen im Zuge dessen, wann und wie man da geschickt verteidigt. Um den Bogen zurück zu deinem speziellen Spieler zu bekommen: er fühlt sich dadurch, dass du dieses Thema aufgreifst, von dir ernst genommen.
- Wenn er sich aufregt, wenn er ausgewechselt wird, dann mache ihm deutlich, dass du solche Wutausbrüche nicht akzeptierst. Er ist Teil der Mannschaft, jeder spielt und jeder wird ausgewechselt, basta. Wenn er länger auf dem Platz bleibt, muss ein anderer länger draußen bleiben, wie fände er das denn an dessen Stelle? Hilfreich dürfte es dabei sein, wenn du bei deinen Wechseln nach Regeln vorgehst, auf die sich die Kids verlassen können. Ich hatte nie Unruhe bei den Wechselvorgängen, wenn ich nicht zu viele Kinder dabei hatte, so dass jeder Spieler wusste, dass er höchstens zehn Minuten am Stück an der Seitenlinie würde verbringen müssen. Sollte dein spzieller Spieler sich übrigens als beratungsresistent erweisen, so würde ich vielleicht zunächst damit drohen, ihn beim Wiedereinwechseln einmal zu übergehen, und das dann, wenn es nicht hilft, tatsächlich auch mal demonstrativ zu machen, also einen Spieler, der erst nach ihm raus kam, vor ihm wieder einzuwechseln -- am besten einen Kumpel von ihm, damit er möglichst wenig Groll diesem Spieler gegenüber aufbaut. Tatsächlich würde ich wahrscheinlich so verfahren, dass ich diesen Spieler erst wieder rein bringe, das dem Spezialfall dann direkt mitteile, dass eigentlich er dran gewesen wäre, weil er sich aber so aufgeregt hat, er jetzt, wie angekündigt, erst später wieder auf den Platz kommt. Dann ein, zwei Minuten warten, bis er das begriffen hat, und ihn dann zum Wiedereinwechseln holen und ihm sagen, dass er diesmal nur kurz hat darauf warten müssen, um wieder rein zu kommen, das ist die Warnung dafür, dass es dir ernst ist, beim nächsten mal bleibt er länger draußen. Und dann anlächeln, ihm sagen, dass du ihm nicht böse bist, er das nur beherzigen und sich merken soll, und jetzt soll er zeigen was er kann, und los gehts.
Ich habe auch vor, Kooperationsspiele ins Training einzubauen, weil wir leider ein paar Spieler haben, die in puncto Teamgeist noch Nachholbedarf haben..
Gute Erfahrung habe ich übrigens auch damit gemacht, selbst mal mit zu spielen, um den Kids auch als Spieler als Vorbild dienen zu können. Wichtig dabei ist natürlich auch, dass man sich selbst eher zurück nimmt als sich in den Vordergrund zu spielen. Und man sollte dann natürlich das bestmögliche Beispiel für fairen Umgang, positives Engagement, gegenseitige Unterstützung und Anfeuerung, gelassenen Umgang mit kniffligen Situationen, Fehlern, Fehlentscheidungen und Gegentoren, etc. sein.
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Schon recht, guenter, aber ich glaube, dass die meisten guten Trainer sich in den Grundsätzen ziemlich stark ähneln dürften. Und wenn es hier um das Thema des Aufwärmens geht, da, aber nicht nur da, gibt es doch so viele verschiedene Möglichkeiten, dass selbst sehr, sehr ähnlich tickende Trainer im Detail durchaus ziemlich unterschiedliche Aufwärmprogramme verwenden könnten. Ja, ich meine sogar, dass ich als Trainer bewusst mein Aufwärmprogramm zumindest im Kinder- und Jugendbereich immer mal wieder variieren sollte, eben damit es auch bei mir nicht, wie du sagst, ätzend langweilig wird.
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Um nochmal auf die D9-Systeme zurück zu kommen, finde ich interessant, wie viele Alternativen es da mittlerweile gibt. So hat der DFB in ft 08/2011 die Aufstellungen 3:2:3 und 3:3:2 angeboten, hier findet sich auch eine Online-Variante des damaligen Artikels.
Als dann das D9 in Bayern eingeführt wurde, hat die Münchner Fußballschule (MFS) vorbereitend ein paar Videos veröffentlicht, in denen in der Defensive zu einem 4:4 (mit zwei Viererketten) geraten wurde, in zwei weiteren Videos (Nr. 1 und Nr. 2) wurde der Spielaufbau thematisiert, in dem die AV hoch und die IV breit, d.h. beiderseits des Strafraums stehen sollten.
Gleichzeitig wurde an anderer Stelle das 4:3:1 vorgeschlagen, bei dem die AV in der Offensive stets mit angreifen sollten, während die Mittelfeldaußen eher die Halbräume besetzen und sich im Spielaufbau gemeinsam mit dem ZM pendelnd im Zentrum anbieten sollten. Ich meine, damals auch davon gelesen zu haben, dass ein NLZ in diesem System spielte, irgendwie geistert mir da der VfB Stuttgart im Kopf herum, da kann ich mich aber auch täuschen.
Tja, und inzwischen propagiert dir Spvgg. Unterhaching auf ihrer D9-DVD und auch die MFS (hier zu sehen) das 2:4:2.
Ich selbst bin da etwas unschlüssig. Außerdem muss ich dazu sagen, dass guenter und einige andere hier natürlich Recht haben, wenn sie darauf hinweisen, dass man in der D-Jugend noch keine ausgefeilte Mannschaftstaktik erwarten darf und das auch nicht das Thema sein sollte. Dennoch befindet man sich, so meine Meinung, in der D-Jugend schon im Übergang zum größeren Spiel, die Aufgabenteilung nimmt, wie hier bereits gesagt wurde, zu, und man hat ja schon das Ziel im Sinn, in der B- und A-Jugend dann tatsächlich auch sinnvoll im Mannschaftsverband agieren zu können und ballorientiert zu spielen. In der D-Jugend sind zumindest die spielstärkeren Mannschaften auch durchaus in der Lage dazu, Überzahlsituationen gezielt herbei zu führen und auszuspielen, auch schnelle Spielverlagerungen und Schnittstellenpässe werden bewusst eingesetzt, so dass es zumindest in höheren Spielklassen meiner Meinung nach schon sinnvoll ist, wenn man seine Spieler auch mittels der Grundordnung dabei unterstützt, dass sie gemeinsam verteidigen können. Und gleichzeitig strebt man ein System an, das der Mannschaft eine möglichst flexible Offensive ermöglicht.
Ich favorisiere dabei immer noch das 4:3:1, bei dem sich beide AV bei Ballbesitz unbedingt in die Offensive einschalten sollten, um mit den MA auf den Halbpositionen zu kombinieren. In der Defensive würde ich eine kompakte Ordnung anstreben, bei der sich ja ein Keil ergibt, der den Gegner eigentlich nach außen leiten müsste -- dabei kann der Stürmer zusätzlich noch die Richtung beeinflussen, in die der Gegner sein Spiel aufbaut. Ich bevorzuge die Viererkette gegenüber drei Abwehrspielern, weil ich es für die AV für leichter halte, wenn sie einfach beide jeden Angriff mitgehen dürfen -- bei drei Abwehrspielern sollte ja einer mit gehen, weil man sonst vorne in Unterzahl ist, aber zwei sollen typischerweise zur Absicherung zurück bleiben. Ich habe es auch oft erlebt, dass tatsächlich die drei Abwehrspieler wie zwei Vorstopper und ein Libero dahinter gespielt haben -- gerade Teams mit einem einzelnen überragenden Spieler als Ausputzer haben das gemacht: die beiden anderen Spieler haben den gegnerischen Angriff gebremst und ein 1:1 provoziert, das zwar häufig der Angreifer gewann, der aber dann den Ball sogleich an den "Libero" verlor.
Ähnlich wie Sir Alex bevorzuge ich Grundaufstellungen, in denen im Angriff kein Spieler, der sich an der Offensive beteiligt, durch vor ihm stehende Mitspieler blockiert wird. Das finde ich am 3:3:2 und sogar auch am 3:2:3 suboptimal, da stehen den AV die MA bzw. die Außenstürmer mehr oder weniger im Weg. Und da gefällt mir das 4:3:1 besser, wobei man halt darauf achten muss, dass zumindest im Spielaufbau die MA nicht zu weit nach außen gehen, sonst blockieren auch sie die AV. In der Defensive müssen die MA auch schnell nach innen einrücken, sonst sieht sich der Spieler im ZM oft einer Überzahl gegenüber und wird leicht mit einem Doppelpass ausgespielt.
Am 2:4:2 stören mich hingegen zwei Dinge:
- Die Außen müssen extrem viel rennen.
- In der Mitte ist mir die Vertikale zu sehr zugebaut.
Positiv ist andererseits, dass es zwei Stürmer gibt, obwohl ich andererseits nicht so sicher bin, ob es für D-Junioren nicht einfacher ist, das taktische Verhalten als Stürmer zunächst alleine zu erlernen und erst später einen zweiten hinzu zu nehmen... -
Ach so, D9, stimmt, na, dann passt es ja. Ich hatte deine Abwehrreiche falsch verstanden und gedacht, du hättest zwei Innenverteidiger. So hast du jetzt das, ich bin versucht zu sagen "klassische" 3:2:3 dargestellt.
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Dazu werden gerne mal Bindestriche benutzt, also etwa in der Art:
--------------TW
RAV------IV-------IV--------LAV
------------6-------6
RA---------------------------LA
-----------------STDa fehlt aber dann ein Spieler... Oder meintest du zwei Stürmer?
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Ich drücke Euch jedenfalls die Daumen.

