Beiträge von tobn

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    Danke erst mal für die Blumen, House, dein Lob freut mich natürlich. Ich war und bin halt auch Trainer und nicht nur Vater, und ich war schon als Kind sehr auf Gerechtigkeit und Integration Aller bedacht. So hatte ich auch die Mannschaft meines Sohnes geführt, wobei ich in den ersten paar Jahren noch den Spagat versuchte, es dabei auch den stärkeren Spielern recht zu machen und ihren Wünschen möglichst zu entspechen. Das ist aber leider sehr schwierig, wenn nicht sogar zum Scheitern verurteilt, was nicht heißen soll, dass man auch einen Laden mit großer Spannbreite in der Leistung nicht zusammen halten kann, zumindest überwiegend. Den einen oder anderen selbsternannten CR7 mag man verlieren, man sollte dabei aber nicht den Fehler machen zu glauben, er wäre geblieben, wenn man die zwölf "Unwürdigen" hätte links liegen lassen.


    Einfach ist es aber sicher nicht! Wenn man ein guter Kinder- und Jugendtrainer sein möchte, so muss man viel Blut, Schweiß, Tränen und Zeit investieren, und für oft leider nur recht wenig Dank. Dessen sind sich viele Eltern nicht wirklich bewusst...


    Aber zurück zu Euch: Ihr habt ja drei D-Jugendmannschaften, da spielen aber auch E-Junioren mit. Wie viele sind das denn? Wieviele 2002er und 2003er habt Ihr, wie ist die Verteilung auf die drei D-Mannschften und wie viele 2004er sind da noch dabei? Wie viele Mannschaften und Spieler habt Ihr in der E-Jugend?


    Verstehe mich bitte auch nicht so, dass ich zur Einteilung deines Sohnes irgendeine Aussage treffe, denn das kann ich aus der Ferne ganz sicher nicht. Aber ich denke, 'man' könnte bei Euch besser verfahren und dadurch weniger Unfrieden haben.


    PS: Bei uns ist die Kreisklasse die niedrigste Spielklasse. In der D-Jugend gibt es eine D2-Kreisklasse, welche für Jungjahrgangsmannschaften gedacht ist, eine D1- (oder D-) Kreisklasse, darüber dann eine einzige Kreisliga (eben auf Kreisbasis) und darüber die Gruppenliga, welche mehrere Kreise umfasst -- davon gibt es in Hessen sechs. Kreisklassenstaffeln gibt es zwei bis drei nebeneinander.

    sind aber auch viele unterstellungen von ihm gewesen, agressiv rübergebracht, wo er gar nicht beurteilen kann, da er micht nicht kennt, genauso wenig weiss was bei uns abläuft.....


    Schaue dir doch aber bitte noch mal vor allem die ersten drei Absätze an, die er im Brüllmodus geschrieben hat, also das, was vor dem "was ist besser??" steht. Ist das nicht konstruktiv? Hättest du darauf nicht deutlich entspannter und weniger angepisst reagiert, wenn er für genau dasselbe die normale Groß- und Kleinschreibung verwendet hätte?


    Ich denke, in den Beiträgen von Don Quijote (#128) und guenter (#131) steckt der Großteil der Wahrheit.


    Was mich anbelangt, ich bin durchaus auch immer mal wieder ziemlich emotional dabei und erhebe durchaus auch ab und an meine Stimme. Dabei versuche ich eben die Gratwanderung, die Don Quijote und guenter benennen. Denn es entspricht auch meinen Beobachtungen, dass ein gewisses Maß an Coaching den jugendlichen Spielern durchaus gut tut, ich andererseits aber ja nicht möchte, dass sie marionettenhaft nur das tun, was ich gerade sage, und dann völlig aufgeschmissen sind, wenn meine Anweisungen fehlen. Außerdem muss man den Junioren auch zutrauen, eigene Entscheidungen zu treffen und auch Fehler zu machen.


    Ich meine auch mittlerweile gemerkt zu haben, dass richtiges individuelles Coaching nicht möglich ist, wenn man dabei brüllen muss. Ich brauche dazu nämlich die Aufmerksamkeit des Spielers, den ich anspreche, ich muss ihn eigentlich richtiggehend für eine kurze Zeit aus dem Spiel nehmen, ihn zu mir an die Seitenlinie holen, wenn das Spiel gerade unterbrochen ist oder der Ball hoffentlich gerade ganz woanders, um ihm dann das, was ich von ihm will, tatsächlich so erklären zu können, dass er es auch begreift.


    Anfeuerungsrufe und kurze allgemeine Anweisungen à la "Fallen lassen!" kann ich natürlich einfach rein rufen, das ist klar. Wie aber schon gesagt wurde: eigentlich strebe ich da ja an, dass die Jugendlichen, denn erst ab der D-Jugend können solche Kommandos überhaupt einigermaßen sinnvoll umgesetzt werden, sich selber coachen und immer intelligenter die Situationen einzuschätzen lernen. Daher will ich solche Sachen eigentlich nur möglichst sparsam rein rufen müssen.

    Hallo uzunbacak was möchtest Du mir mit Deiner unfreundlichen Art und Weise denn sagen? Entweder versteh ich es nicht, oder Du bist einfach nur respektlos, dann ist es auch egal..........


    Tja, uzunbacak, ich würde sagen: q.e.d.


    Und an frank1973: Genau das wollte dir ja uzunbacak zeigen, er hat in seinem Post demonstrativ brüllend geantwortet. Fandest du jetzt den Inhalt respektlos oder nicht vielmehr die Art des Vortrags? Und exakt darum ging es uzun, er macht deutlich, dass auch konstruktiver Inhalt als aggressiv rüber kommt, wenn eine zu große Lautstärke zu seiner Vermittlung bemüht wird.

    So, und nun antworte ich weiter.


    Also, natürlich ist es auch sinnvoll, wenn man erkennt, wo man etwas erreichen kann und woran man nichts wird ändern können. Es bringt niemandem etwas, wenn man einen Krieg anzettelt, den man nicht wird gewinnen können. Insofern finde ich deinen Rat auch für viele Eltern sinnvoll, die unzufrieden sind: sie sollten zunächst einmal selbstkritisch hinterfragen, ob sie wirklich einen Grund zur Unzufriedenheit haben. Haben sie ihn, dann sollten sie prüfen, ob es möglich ist, daran etwas zu ändern. Dazu dürfte typischerweise auch das konstruktive Gespräch mit dem Trainer gehören, vielleicht ist er sich des Problems ja überhaupt nicht bewusst. Stößt man mit seinem Anliegen jedoch auf Unverständnis und kann man keine überwältigende Koalition mit gleichgesinnten Eltern bilden, so bringen eventuelle Proteste wenig bis gar nichts. Dann könnte man entweder deinen Weg gehen und die Sache selbst anpacken, oder es halt woanders versuchen.


    Nichtsdestotrotz kann ich selbst das Möchtegernproficlubgehabe, das man leider noch viel zu oft antrifft, nicht mit meinen ethischen Vorstellungen vereinbaren. Auch wenn ich es Woche für Woche akzeptieren muss.

    du irrst dich. ich war nie in einem NLZ oder auch einem Leistungsverein tätig.


    Ich weiß. Ich habe bezüglich des NLZ bewusst nur Sir Alex angesprochen. Chris und dich habe ich hinzu genommen, weil ich anschließend gegen die von Euch drei vorgebrachten Meinungen argumentierte.


    Wenn ich jetzt Euch individuell ansprechen müsste, so würde ich sagen:


    Sir Alex: Bei Euch im NLZ gelten eigene Regeln, da geht es von vornherein nur um Leistung und Potenzial, viel mehr Nachfrage als Angebot, Kadergröße ist bekanntermaßen begrenzt und natürlich wird da heim geschickt, wer von den Trainern für zu schwach befunden wird. Nicht das Thema hier.


    guenter: Im Dorfverein sieht es meiner Ansicht nach ganz anders aus, da gilt meiner Meinung nach das, was ich schrieb: man kann zwar nach Leistung trennen, muss sich aber unbedingt auch um die schwächeren Spieler/Mannschaften kümmern und die unteren Mannschaften eben nicht als Abstellgleis (das Wort hast du an anderer Stelle kürzlich gebraucht) betrachten.


    Chris: Tja, wie ich dir schon per PN schrieb, ich halte Eure Situation, wie auch z.B. die der beiden Vereine, die sich bei uns zusammen getan haben, für schwierig, denn man ist zwar ambitioniert, aber eigentlich vom Grundsatz her ein stinknormaler Breitensportverein wie viele andere in der Umgebung auch -- ich muss dazu sagen, dass ich ja nicht weiß, in welchem Verein du tätig bist, aber von den Beschreibungen her klingt es schon nicht so unähnlich.. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Vereine, die so den mittleren Leistungsbereich anpeilen, auch dafür sorgen müssen, dass die schwächeren Spieler aus ihrem Einzugsgebiet eine angemessene Berücksichtigung erfahren. Dazu bedarf es dann aber pro Altersklasse mindestens zwei, eher drei oder vier Mannschaften. Dazu muss man dann besonders von F- bis D-Jugend alles dafür tun, dass möglichst wenige Spieler den Verein verlassen. Zumindest sind das meine Schlussfolgerungen.


    Und jetzt, guenter, lese ich mir den Rest deines Beitrags durch.

    Es gibt, so zumindest meine Beobachtung, auch nicht wenige Trainer, die sich von den stärkeren Spielern und/oder ihren Eltern regelrecht erpressen lassen. Letztere mosern dann, wenn das Kind ausgewechselt wird und dafür ein schwächerer Spieler auf den Platz kommt, geben gut hörbar zum besten, dass ihr Sohn (es sind ja meistens die Söhne, um die es geht, ich kenne nur einen so gelagerten Fall mit einem Mädchen) ja Leistungsträger sei, vielleicht sogar noch beim alten Verein sich ja alles um ihn drehte und er nie ausgewechselt wurde, da hätte man ja auch dort bleiben können, wenn er hier nicht zum spielen kommt. Tja, und da diese Spieler ja tatsächlich zu den besseren gehören, lässt sich der Trainer Schiss machen und kommt den Wünschen der Silberrücken nach. Und wer leidet darunter? :thumbdown: Sowas finde ich persönlich ganz schwach..


    Es ist sicherlich sehr viel häufiger anzutreffen, dass Eltern ihre Kinder stärker einschätzen als sie es sind und dass sie, bewusst oder unbewusst, ihr Kind protegieren. Und kaum einem Kind ist damit gedient, in einer Mannschaft oder Spielklasse zu spielen, die für ihn zu stark ist. Insofern sind die Hinweise an House, seinen Eindruck über die vermeintliche Ungerechtigkeit einmal selbstkritisch zu übrerprüfen, durchaus gerechtfertigt. Aber das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass es in vielen Mannschaften in vielen Vereinen regelmäßig zu ganz großen Ungerechtigkeiten kommt, und dass in der Regel die schwächeren Spieler die Leidtragenden sind. Und das sage ich als Vater eines Leistungsträgers (von einer ganzen Zahl), der heute sogar von einem Trainer vom Musikunterricht abgeholt wird, damit er bei dem Punktspiel dabei sein kann -- er wird erst kurz vor Anpfiff am Spielort sein. Und zu diesem Spiel wurden, weil es ein paar Absagen gab, zwei Spieler aus der nächsthöheren Mannschaft herunter geholt -- bei einem Kader von 27 Spielern (C-Jugend). Kreisliga, unsere Bilanz ist bisher 4:0:0 mit +19 Toren, beim Gegner stehen 1:1:1 und +3 Tore zu Buche... Ich weiß ja nicht...


    Nachtrag: Bei der Bildung der Mannschaft meines Sohnes gab es das Problem, dass in der D-Jugend zu viele schwächere Spieler vergrault wurden, so dass es dann nicht zur Bildung von zwei C-Jugendmannschaften gereicht hat. Daher der große Kader. Aber ich kenne alle diese Spieler und ich habe auch drei der vier Spiele gesehen: bis auf vielleicht einen Spieler hätte man jeden da mitnehmen und auch einsetzen können. Vielleicht nicht mehrere der schwächsten Spieler zusammen und vielleicht auch nicht auf kritischen Positionen. Mein Sohn ist bei denen dabei, die auch mal durchspielen, ich kann mich seinethalber überhaupt nicht beklagen. Aber einige seiner Mannschaftskameraden tun mir leid.

    Ich kenne übrigens durchaus stärkere Spieler, die nur ungern bei niedrigeren Mannschaften aushelfen, oder bevorzugt bei Freundschaftsspielen verhindert sind... Bisher hat auch jeder dieser Spieler die schwächeren Spieler stets im Training und Spiel ständig geflissentlich übersehen und wie Luft behandelt. Und bei sowas schwillt mir dann unweigerlich der Kamm mächtig an.. :whistling:

    Ich verstehe zwar, was Ihr meint, aber guenter, Sir Alex und Chris, ich finde auch, dass Ihr es Euch ein wenig zu leicht macht. Wenn man wie du, Sir Alex, an einem NLZ tätig ist, so hat man andere Voraussetzungen, da ist ja tatsächlich von vornherein klar, dass die Teilnahme Einladungssache ist, der Kader klar begrenzt, mit einer viel höheren Nachfrage als das Angebot, da wird natürlich nach Leistung, Perspektive und Potenzial aussortiert, das ist auch jedem klar.


    Aber der Sohn von House ist nicht in einem NLZ, das ist ein stinknormaler Verein, wie es sie zu tausenden in Deutschland gibt. Dort sammeln sich dann also Kinder aller Leistungsstufen. Hat ein Verein nun so viele Spieler, dass er pro Altersstufe mehrere Mannschaften bilden kann, so steht es ihm natürlich frei, dies nach Leistungskriterien zu tun. Wenn das Leistungsgefälle sehr groß ist, kann das sogar im Sinne aller Spieler sein. Wobei dabei auch jedem Trainer, der in diesem Geschäft ein paar Jahre auf dem Buckel hat, klar ist, dass das untere Drittel der höheren Mannschaft so ziemlich mit dem oberen Drittel der unteren Mannschaft ausgetauscht werden könnte -- je nach Spreizung mögen es Viertel oder Fünftel statt Drittel sein, aber am Grundsatz ändert das nichts.


    Wie gesagt, ich habe gar nichts grundsätzlich gegen eine Trennung nach Leistung, obwohl ich sie eigentlich erst ab der D-Jugend anstreben würde, In G und F würde ich sie sicher noch nicht vornehmen und auch noch in der E-Jugend zu vermeiden suchen -- es sei denn, ich habe zwei Mannschaften, die in unterschiedlichen Spielklassen unterwegs sind, also z.B. eine in der Kreisliga und die andere in der Kreisklasse -- das sind die einzigen verschiedenen Spielklassen, die es bei uns in der E-Jugend gibt.


    Aber, und jetzt kommt mein eigentlicher Einwand, wenn man nach Leistung trennt, so sollte man das, wie ich finde, möglichst transparent und mit ganz viel Kommunikation machen. Und man sollte, nein, ich finde sogar, man muss sich um die verständlicherweise enttäuschten Spieler, die in die unteren Mannschaften einsortiert wurden, intensiv kümmern, typischerweise sogar mehr als um die erste Mannschaft. Ebenso muss ich als Trainer der ersten Mannschaft darauf achten, wie es meinen schwächsten Spielern geht, sie tun sich naturgemäß schwerer, da bin ich dann umso mehr gefragt, damit ich es schaffe, sie eher ins Mittelfeld zu bekommen als dass sie, frustriert dadurch, dass sie offenbar weniger können als die anderen, stetig weiter abfallen.


    Und ich muss die Maßnahme der Trennung, den Vorgang, die Kriterien, etc. auch den Eltern erklären, muss ihnen begreiflich machen, dass es eben nicht darum geht, einige Kinder zu belohnen und andere abzustrafen, sondern dass es vielmehr das Ziel ist, dass möglichst alle Kinder in einer Mannschaft und einer Spielklasse unterwegs sind, die gut zu ihnen passt. Ich würde da auch deutlich sagen, dass es da natürlich knifflige Fälle gibt und dass es quasi einen Überlappungsbereich zwischen oberer und unterer Mannschaft gibt -- bei den Spielern in diesem Bereich sowie ihren Eltern liegt ja das größte Konfliktpotenzial. Da sollte ich als Trainer proaktiv den intensiven Dialog suchen.


    Und dann muss ich natürlich auch Wort halten und den Werdegang der Kreisklassenmannschaft genauso verfolgen und ihm im Vereinsblättchen usw. genauso viel Aufmerksamkeit und Anerkennung zollen wie der Gruppenligatruppe. Denn schließlich ist es hier doch genauso wie in diesem Thread: die Spieler sollen sich alle bemühen, ihr Potenzial auszuschöpfen. Das ist halt bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.


    Häufig beobachtet man doch aber, dass die besten Spieler und die am höchstklassigen spielenden Mannschaften den Großteil der Aufmerksamkeit erhalten. Ich bin jetzt beileibe nicht dafür, dass man die stärkeren Spieler links liegen lässt und sich nur noch um die schwächsten kümmert, nein, es soll schon jeder zu seinem Recht kommen. Aber es soll eben bitte schön auch wirklich jeder zu seinem Recht kommen, und eben auch nicht die stärkeren Spieler deutlich mehr als die schwächeren.


    So, und nun habe ich auch fertig.

    Kann man den Trainern eigentlich sagen, wir fahren gerne mit zu den Spielen. Aber wenn er nur 5-10 Minuten spielen darf, bleiben wir lieber zu Hause. Gar nicht böse oder provozierend gemeint, lediglich deshalb weil wir dann wirklich was Besseres zu tun haben.


    Klar kann man das. Das Thema der Spielzeit ist ja eines, das immer wieder aufkommt, wenn man mit Eltern spricht, und deine Meinung entspricht derjenigen der ganz ganz großen Mehrheit. Es mag ganz wenige Situationen geben, in denen ein Kurzeinsatz im Kinder- und Jugendfußball gerechtfertigt werden kann, ich denke da z.B. daran, dass ich einen neuen, unbeleckten Spieler im Team habe, den ich zum ersten mal zu einem Spiel mitnehme -- den lasse ich sich erst mal das Treiben von der Seitenlinie aus ansehen und wechsle ihn erst im Verlauf des Spiels ein. Und wenn ich merke, dass er noch überfordert ist und überhaupt nicht klar kommt, dann hole ich ihn vielleicht auch früher wieder raus als ich es eigentlich vor hatte. Ggf. kriegt er dann in noch ein, zwei Spielen erst einmal kürzere Einsätze, bis er sich akklimatisiert hat. Aber dann sollte er soweit sein.


    Euer Fall ist ja nun auch ein ganz anderer. Meiner persönlichen Meinung nach ist das ein Unding, aber man erlebt sowas leider doch recht häufig.


    Oder kann man so was nicht sagen? Wahrscheinlich darf er dann aber so schnell gar nicht mehr mit.


    Naja, versuche vielleicht mal, noch einigermaßen offen da rein zu gehen. Es kann ja immer noch sein, dass der Trainer nicht ganz so übel ist..

    Ich würde auch sagen, dass der Torschuss beim Aufwärmen für viele Kinder sehr motivierend wirkt. Bei der F-Jugend wechsle ich da den Spieler im Tor ab, so kommt jeder zum Torschuss und außerdem gibt es eigentlich auch immer mehrere Spieler, die sich gerne auch mal ins Tor stellen. Das frontale Passen, Anlaufen und Versenken des Ablegers finde ich aber selbst nicht so toll, obgleich es ein Klassiker und bei unheimlich vielen mannschaften zu beobachten ist. Nur: im Spiel sehe ich diese Situation so gut wie nie.


    Die F habe ich sich nun abwechselnd links und rechts neben dem Tor aufstellen lassen, alle Spieler bis auf den ersten haben einen Ball. Vor ihnen befindet sich ein Zickzackkurs aus Hütchen, man kann da auch Ringe oder Stangen nehmen, es ist letztlich ein kurzer Koordinationsparcours. Den soll der erste Spieler durchlaufen, dann um ein Wendehütchen ca. an der Strafraumgrenze sprinten, er bekommt dann den Pass vom nächsten wartenden Spieler und ballert das Ding aufs Tor, der zweite Spieler läuft los. Der Schütze holt den Ball und stellt sich auf der anderen Seite an.


    Auch gut finde ich übrigens einige der Schnelligkeitswettkämpfe der Münchner Fußballschule.

    Ich vermisse in solchen Situationen einfach Fingerspitzengefühl für die Situation, aber wohl schwierig wenn man zeigen will, dass man der King auf dem Platz ist. Diese Typen haben mich schon als Aktiver stark gereizt.
    Oder wie sagt ein anderer Spielervater nach dem Spiel zum Schiri: Nicht pfeifen können, aber dann auf Paragraphen rumreiten.


    Ich sehe es genauso. Witzigerweise sind diese Leute ja oft tatsächlich ziemlich unreflektiert paragraphenhörig, daher könnte es sich vielleicht lohnen, sich für eben diesen Fall zu merken: StGB §323c: Unterlassene Hilfeleistung

    AM? KJSK? STA?


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    Ansonsten mein Beileid. Da ist wohl noch viel zu tun. Was mich an die Esso-Werbung von früher, ziemlich früher, erinnert:


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    Das nächste mal, guenter, verschweigst du einfach, dass da dein Sohn liegt, und entgegnest dem Schiri einfach nur, dass du erste Hilfe leistest, wozu ja jeder gesetzlich verpflichtet ist, und bittest ihn darum, den Rettungswagen zu rufen, da hier ja offenbar eine schwerere Verletzung vorliegt. So hat er eine Aufgabe und Verantwortung und muss sich nicht damit beschäftigen, ob gerade seine Autorität Schaden nimmt.


    Mannomann, Leute gibts...

    Ich finde es auch nicht wild, dass und vor allem wie guenter da auf den Platz gelaufen ist. Schließlich war das Spiel unterbrochen und er hat sich nur dem verletzten Spieler zugewandt, ist also insbesondere keine gegnerischen Spieler oder den Schiri angegangen. Da kann ich mich als Schiri mit einem kurzen Blick um mich herum davon überzeugen, dass die Situation dadurch in keiner Weise zu eskalieren droht, und schaue dann einfach auch nur danach, wie es dem Spieler geht.

    da die Zitierfunktion hier eine Macke hat, setze ich am ende eines zitates dann immer "ZITATENDE".


    Ich vermute, dass du beim Verfassen deiner Antworten den "Editor" benutzt. Wenn du die stattdessen den "Quellcode" anzeigen lässt, kannst du erkennen, wie die Zitate syntaktisch aufgebaut sind und dafür sorgen, dass sie korrekt angezeigt werden. Nur so als Tipp.

    Das ist schon mal gut, Marco84, ich finde es gut, wenn du den Spielern erklärst, warum du bestimmte Verhaltensweisen nicht sehen willst. Dann allerdings, und da sind wir dann wieder bei der Menschenführung, musst du auch weiterhin darauf achten und kannst deinen Kandidaten ruhig ein paar mal darauf aufmerksam machen, wenn er wieder herum meckert. Das hat er sich nämlich mit großer Wahrscheinlichkeit angewöhnt und bekommt es gar nicht immer mit, wenn er es macht. Wichtig ist dabei aber auch, dass man das nicht übertreibt, sonst empfindet er es als Bloßstellung.

    Marco, meine Bemerkung mit dem Wörtchen "autoritär" war jetzt nicht so gemeint, dass du dir als Trainer auf der Nase herum tanzen lassen darfst oder Disziplinlosigkeit dulden solltest. Als Trainer solltest du eine klare Linie fahren, das ist ganz wichtig. Den Spielern muss klar sein, dass du die letzte Instanz bist, dass du sagst, wo Schluss ist, und dass Übertritte auch Folgen haben. Das ist so ähnlich wie bei Lehrern: mir und den meisten Leuten, mit denen ich spreche, waren diejenigen am liebsten, bei denen man wusste, woran man ist, bei denen man etwas gelernt hat und die durchaus anspruchsvoll waren, und dabei zwar klare Grenzen gesetzt haben, aber dennoch einen fairen Umgang gepflegt haben.


    Man sollte als Trainer daher für seine Truppe auf jeden Fall die Autorität sein, zumindest im Training und während des Spiels. Ich finde aber, sie sollten Respekt und nicht Angst vor ihrem Trainer haben.

    Bei uns in der Mannschaft herrscht einfach der Irrglaube das die Stürmer die Top-Stars im Team sind und der Rest mitläufer sind. Etwas überspitzt formuliert, aber so denkt der Grossteil bei uns. Deswegen möchte bei uns niemand in der Abwehr spielen und alle mindestens im Mittelfeld, derjenige der sich in der Abwehr freiwillig anbietet ist ein Risikofaktor da er Angst vor Ball und Gegner hat.


    Tja, wenn du das als Grundübel festgestellt hast, dann ist doch deine Aufgabe als Trainer klar: beseitige bei ihnen diese Gedanken. B-Jugend, oder, also keine kleinen Kinder mehr, tja, dann überlege dir mal, wie du sie davon überzeugen kannst, dass sie ihre Eigeninteressen hinter die der Mannschaft stellen.


    Ich würde wohl das Grundübel tatsächlich mal offen ansprechen, sie direkt damit konfrontieren, dass es dir so scheint, als wären sie der Meinung, die Stürmer wären die Stars usw.. Wie du dann weiter machst, hängt dann davon ab, was für ein Typ du bist und wie die Spieler so drauf sind. Da gibt es sicher ganz viele Möglichkeiten. Du könntest sprichwörtlich auf den Tisch hauen und den Autoritären raus hängen lassen, schließlich ist eine Fußballmannschaft keine Demokratie und jeder hat dort zu spielen, wo du ihn aufstellst, basta. Stars gibt es keine, die Mannschaft ist der Star, Punkt, aus, Micky-Maus. Dann könntest du zumindest eine Zeit lang verstärkt rotieren, wenn du das Gefühl hast, dass sich einige ins Fäustchen lachen, weil sie eben vorne spielen dürfen und sich ein paar andere darüber ärgern oder darüber traurig sind, dass sie hinten spielen müssen.


    Mir ist noch ein anderes Vorgehen eingefallen, das ich selbst vielleicht eher wählen würde, ich bin aber halt auch eher der kommunikative Typ, der versucht, auch wirklich alle mit Argumenten zu überzeugen und ins Boot zu holen. Das dauert oft länger, ich finde aber, dass die Stimmung dadurch besser ist und die Wirkung auch nachhaltiger ist. Übrigens kann es durchaus sein, dass man sich am Ende dennoch durchsetzen muss, weil nicht alle Spieler die eigenen Argumente nachvollziehen können oder wollen. Zu einer Demokratie wird die Mannschaft also weiterhin nicht.


    Nun, ich könnte mir also vorstellen, dass ich die Spieler alle frage, wo sie denn am liebsten spielen würden, vielleicht an der Taktiktafel, und dann schreibe ich dann ihre Namen in den jeweiligen Bereich. Oder ich setze da Kringel, Dreiecke, Strichmännchen oder Magnete hin, ganz egal. Wenn es so ist, wie du meinst, dann dürfte sich ein recht sturmlastiges Gebilde ergeben. Ich würde dann wohl anteilig Magnete entfernen, bis zehn Feldspieler plus Torwart übrig bleiben -- angenommen, am Anfang war da bei einem Kader von zwanzig Mann ein 1-1-8-10, dann ergäbe das ein 1-1-4-5 (also TW, einen Verteidiger, vier MF und fünf ST). Dann würde ich sie fragen, ob sie in dieser Aufstellung spielen wollen. Werden sie nicht, und so kommt dann die Diskussion ins Rollen.


    Ich weiß nicht, wie wichtig es für Euch ist, eine möglichst optimale Mannschaftsaufstellung zu haben, und ob es nicht möglich wäre, mehr zu rotieren. Denn folgende Äußerung deines Spielers:

    "Ich überlege mit Fussball aufzuhören,. weil ich keine Lust habe ständig in der Abwehr zu spielen. [...]"


    würde mir schon zu denken geben. Ich finde, dass die Mannschaft ein Team sein muss, das klappt nur, wenn sich alle ausreichend gewürdigt und berechtigt fühlen. Wenn es so empfunden wird, dass Abwehrarbeit eine Strafe ist, dann würde ich sie, wenn es nicht anders geht, einfach reihum gehen lassen, und das auch so kommunizieren. Ich bin aber halt vom Typ her auch ein großer Integrator, es gibt nicht viel, das ich weniger leiden kann, als wenn Spieler ausgeschlossen werden oder sich ausgeschlossen fühlen. Wenn sie es selbst tun, ist das etwas anderes.

    Ja, guenter, ich mache mir über den Themenkomplex selber schon und bereits seit längerem Gedanken... Tatsächlich gehöre ich inzwischen dem bei uns im Verein neu gegründeten Jugendausschuss an und befasse mich da hauptsächlich mit dem Thema Trainer und Training. Da ich aber tendenziell kein Bäcker kleiner Brötchen bin, möchte ich das Thema möglichst systematisch angehen. Und tatsächlich soll eines der Ergebnisse meiner Mühen eine Art Leitfaden für Alt- wie Neutrainer werden. Da gehört dieses von dir angesprochene Thema natürlich auch an prominenter und recht früher Stelle rein. Da ich diese Aufgabe allerdings nebenher erledigen muss, wird noch einige Zeit ins Land gehen, bevor ich fertig bin und ich kann leider auch nicht absehen, wie schnell ich Fortschritte machen werde. Und leider neige ich auch dazu, sehr viele Informationen zu sammeln, wodurch dann natürlich der Aufwand, alle gründlich zu sichten, aus- und einzusortieren, und schließlich einfließen zu lassen, nicht ganz gering ist...