(forts.)
Aber die Vereine brauchen Geld, also wird -wie in unserem Fall- Druck auf die Jugendleitung ausgeübt, noch mehr Kinder aufzunehmen, auch wenn man keine zusätzlichen Trainer hat. Die mittleren (ab dem 6.-10.) sind jetzt total frustriert, weil sie mit den "schlechten/noch nicht so guten" gleichgestellt werden.
OK, und hier fängt es nämlich an, dass die böse Saat der Ungleichbehandlung aufgeht. Nur die hofierten Stammspieler sind zufrieden, alle anderen nicht mehr. Es dürfte klar sein, was die langfristige Folge ist: am Ende bleibt nur noch der Stamm und ein paar völlig abgestumpfte Kinder. So geschehen übrigens in der der meines Sohnes entsprechenden Mannschaft im Nachbarverein. Da gab es so ein paar "Goldjungs" und am Ende der E waren von vormals deutlich über zwanzig Spielern noch ganze acht da.
Am besten wäre es, Ihr würdet zusätzliche Trainer bekommen. Wenn das nicht geht, kann ein Aufnahmestopp die notwendige Maßnahme sein, aber dann muss man alle Interessenten, die kommen, wenn der Kader voll ist, abweisen, und kann keine stärkeren Spieler mehr aufnehmen. Das wollen viele Trainer und Vereinsverantwortliche dann wieder doch nicht, oder? Ich halte es auch nicht für sinnvoll, denn später braucht man die Spieler für die größeren Mannschaften. Deshalb finde ich, dass es ganz besonders wichtig ist, dass man sich darum kümmert, dass es von G bis E richtig läuft, dass im Zweifel eher da ein weiterer Trainer platziert wird als in der B, denn da wird das Fundament gebaut und werden die Weichen gestellt.
Ich weiß auch, dass nur wenige Menschen in der Lage sind, ehrlich Ihre Meinung zu sagen. Schon im Restaurant, wenn es mir nicht geschmeckt hat und der Kellner fragt, ob alles O.K. war, sage ich: "Sorry, war zu viel." Statt: "Es war unter aller Kanone." Deswegen glaube ich, dass die Eltern Dir nicht sagen würden, wenn es an Dir liegen würde.
Du hast leider Recht. Der Ton macht aber auch die Musik, egal wo. Und wenn das Essen wirklich schlecht war, dann sage ich auch, dass es leider nicht ganz die Erwartungen erfüllt hat und auch wieso. Wenn man dann noch dazu noch sagen kann, was es konkret war, dann finde ich das völlig in Ordnung. Man kann sowas auch auf höfliche und freundliche Art machen.
Eltern wollen, dass Ihre Kinder sich bewegen und Spaß haben. Oft ist das eben nicht der Fall. Wir Eltern neigen dazu, unsere Kinder zu stark zu beschützen und alles Negative von Ihnen fernzuhalten. Bevor mein Kind also heulend und schlecht gelaunt zu Hause rumsitzt, überlegt man: Muss ich meinem Kind das antun? Da sagt man sich häufig. Nein, muss man nicht und wechselt.
Aber warum redet man nicht vorher mit den Verantwortlichen. Mit ihnen reden, nicht meckern, wohlgemerkt. Hey, ich strebe als Trainer ein von Vertrauen geprägtes Verhältnis zu allen Spielern und ihren Eltern an, ich möchte unbedingt, dass sie mich ansprechen, wenn sie etwas auf dem Herzen haben.
Mein Sohn muss am Sa aussetzen, ob wohl er zum Stammkader gehört, weil auch von den besten 5 immer nur 4 spielen und er jetzt eben dran ist mit aussetzen.
Ist ja schön, dass sie auch ein bisschen verzichten müssen, aber mit Verlaub: ich käme mir als Elternteil eines der anderen Kinder verar***t vor, um es mal ganz unverblümt zu sagen.
Er kommt zu jedem Training (außer wir sind in Urlaub), er hat am Mo im Training 7 von 8 Toren seiner Mannschaft geschossen und das, obwohl der beste Spieler in der gegnerischen Mannschaft ist. Er wäre wahrscheinlich in vielen anderen Mannschaften der beste und müsste nicht aussetzen.
Du nimmst also Anstoß daran, dass er aussetzen musste?! Ernsthaft?!
Ich befürchte so langsam, das Phänomen "it's every man for himself" greift bereits um sich... Na, dann gute Nacht... ![]()
Deswegen überlegen auch wir zu wechseln. Die mittleren Spielen überlegen auch zu wechseln, weil sie auf eine Stufe gestellt werden mit Kinder, die (noch) wesentlich schlechter sind.
Ein weiteres Indiz.
Glücklich ist momentan nur der beste: spielt immer, darf alles und die nicht so guten, weil die Eltern froh sind, dass sie überhaupt mal mitspielen dürfen.
Ich hoffe inständig, dass bei Eurer Jugendleitung die Alarmglocken schrillen...
