Beiträge von tobn

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    habs immer geahnt, jetzt der Beweis. tobn manipuliert, und das im KIFU 8o


    Aber hallo, und nicht mal unerheblich! :thumbup:


    Deinem "sowohl als auch" schließe ich mich, was die Bambini anbelangt, gerne an. Mit zunehmendem Alter würde ich die Bande dann seltener nutzen. Wobei man später z.B. Bänke umkippen und an einigen Stellen auf die Auslinien legen kann, um eine ganz nette Variation ins Spiel zu bringen.

    Nun ja, es gibt natürliche Solche und Solche.


    Sicher, als Trainer muss man mit beiden geeignet umzugehen lernen. Es gibt aber nur ganz, ganz wenige wirklich Unverbesserliche. Aber es ist auch so, dass von nichts eben nichts kommt, man sollte nicht erwarten, dass man als Trainer pädagogisch und psychologisch nicht gefordert wird, das gehört nun mal zum Tätigkeitsprofil dazu.


    Ich hab gestern mit meiner D Jugend Handball gespielt, nach lange bekannten Regeln.


    Beachte bitte, dass D-Junioren schon ganz anders drauf sind als G- oder F-Junioren. Mir kommt es so vor, als würdest du öfters von deinen Spielern auf sowohl jüngere als auch ältere schließen. Da gibt es aber deutliche Unterschiede, auch wenn sich Kinder und Jugendliche alle allmählich ändern und nicht sprunghaft zum Saisonwechsel, so dass man auch nicht alle Vetreter einer Altersklasse, ja, nicht mal eines Jahrgangs, über einen Kamm scheren kann.


    Da war trotzdem eine Unruhe und Streit drin, dass es kaum uu glauben ist.


    Naja, da hast du wohl noch etwas zu tun, wie mir scheint. Nimm die Aufgabe an und bleibe dran, dann sollte sich das mit der Zeit geben. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, hätte damit aber keiner angefangen, so stünde es heute nicht.


    Außerdem ist mein Bruder ziemlich zimperlich, vllt kommt ja daher meine Fixierung auf die Negative Seite. Oder von meinem ganz speziellen Schützling wenn man das so nennen kann.


    Naja, es ist ja so, dass das Ziel weder ist, dass sich alle nach den Mimosen richten, noch dass die Brutalos den Ton angeben. Man kann als Trainern den zimperlichen Spielern nach und nach ihre übertriebene Empfindlichkeit ein Stück weit nehmen, ebenso wie man dafür sorgen kann, dass die Rabauken sich mäßigen. Ein kontaktfreier Sport ist der Fußball nicht, das soll er auch nicht sein, und mit ein wenig Härte sollte jedes Kind, das Fußball spielen möchte, auch klar kommen. Hey, ich habe selbst als Kind gerne British Bulldog gespielt (schau mal hier, ich habe das Spiel auch schon mal in der E-Jugend spielen lassen, warne aber davor, das unbedacht zu tun und absolut darauf zu achten, dass die Kids es da mit der Härte nicht übertreiben -- außerdem muss klar sein, dass Schlagen und Treten absolut verboten sind. Und genauso ist es beim Fußball wichtig, dass man lernt, wie weit der erlaubte Körpereinsatz geht und wann die Grenze überschritten ist.


    Es ist immer unheimlich schwierig auch für die Kinder, die meines Erachtens zB oft nicht wahrnehmen ob der Ball gespielt wurde oder nicht.


    Dann würde ich sagen: "Err on the side of caution." Somit wäre es dann im Zweifel ein Foul, wobei das von mir verfolgte Ziel wäre, dass meine Spieler lernen, ihre Zweikämpfe mit eindeutig sauberen Methoden zu gewinnen, also z.B. nicht gleich den Körperkontakt suchen, sondern geschickterweise dann den Ball erobern, wenn er frei ist oder der Gegenspieler ihn sich zu weit vorgelegt hat.


    Da können die subjektiven Wahrnehmungen gehörig auseinanderdriften


    Oder es hilft ein Dritter, der die Situation aus der Nähe beobachtet hat.

    Die F-Junioren, mittlerweile Altjahrgang, zu denen ich als zweiter Trainer Anfang des Jahres hinzu gestoßen bin, finden die Futsalbälle, die ich mit Beginn dieser Hallensaison ins Training gebracht habe, super. Daran hat ein klein bisschen wahrscheinlich auch Anteil, dass ich ihnen erklärt habe, dass Christiano Ronaldo und Lionel Messi mit diesem Ball gespielt haben. Außerdem habe ich ihnen dann noch (übertrieben und ein wenig clownhaft) vorgemacht, wie sehr der Filzball dotzt und wie das im Vergleich mit dem Futsalball ist. Tatsächlich waren auch die zum Ende des Trainings eintreffenden fußballinteressierten Papas sehr angetan davon, um wieviel mehr das Spiel ihrer Kids nach Fußball aussah als mit dem Filzball, den sie ja von den Hallenturnieren schon kennen.


    Wichtig: wie Don Quijote schon sagte, sollte man unbedingt auf das korrekte Gewicht achten und für alle Kinder bis zu den F-Junioren nur Bälle mit 300g oder weniger verwenden. Ich würde gerne mal Bälle der Größe 3 ausprobieren, habe aber noch die Investition gescheut. Da unser Verein so knapp bei Kasse ist und der offizielle Hallenfußball bei uns ja noch die Filzbkugel ist, sind noch keine Kinderfutsalbälle beschafft worden. Ich werde mich weiterhin darum bemühen, das zu ändern, die Info, dass Futsal per FIFA-Dekret offiziell werden könnte, könnte da sehr nützlich sein, vielen Dank!


    Die Torhüterregel des Futsal würde ich übrigens in der F noch nicht anwenden, die 4s-Regel hingegen schon, wobei Sekunden ja nicht immer gleich lang sein müssen.... :whistling:


    Was die Bande anbelangt, bin ich unentschlossen. Ich kann mir schon vorstellen, dass bei den Bambini der Ball ziemlich chaotisch herum springt und daher dem Trainer zu oft ins Aus geht. Ich kann mir schon vorstellen, dass es dann eine regelrechte Einkickorgie geben kann, wenn der Ball immer wieder gleich nach dem Einkick im Aus landet. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass die Bambinitraube ziemlich an der Bande kleben bleiben könnte und auch nicht so richtig gut den Weg zurück ins Spielfeld findet.. Ich würde es nach guenters Leitspruch halten und es einfach mal ausprobieren. Als Alternative könnte ich mir übrigens auch vorstellen, dass ich als Trainer laut "Aus!" rufe und sofort einen zweiten Ball neutral einspiele -- der bisherige Ball ist dann 'tot' und die Kids sollen mit dem neu eingespielten Ball weiter machen, während ich Trainer den im Aus befindlichen Ball einsammle und mich auf das nächste Aus vorbereite. So kann ich bspw. den Ball auch mal zu dem Kind spielen, das sich schüchtern abseits hält.

    ich meine wissenschaftliche Erkenntnisse, wie Kinder sind, wie sie lernen, was sie brauchen ......da hat man doch die letzten Jahrzehnte viel an wertvollem Wissen gewonnen. Wenn der Staat oder andere Instituionen daraus nicht immer das Optimale rausholen, ist das kein Grund für den Fußball in Schockstarre zu verharren.


    Herrlich, großartig formuliert (ernsthaft)! :thumbup:


    Ehrlichkeit ist ja bei Kindern ausgeprägt ABER Wahrheit ist subjektiv. Viele Kinder fühlen sich bei jeder berührung gefoult, auch wenn nichts war.


    Das kann ich so nicht bestätigen. Sicher gibt es da ganz unterschiedlich besaitete Wesen, von sehr zart bis unverwüstlich, aber Kinder lernen recht schnell einzuschätzen, wann es ein Foul war und wann nicht, zumindest wenn man im Training viel spielen lässt und dabei den Kids auch erklärt, was ein Foul ist und was nicht. Es wird auch genug Situationen geben, in denen der Trainer reinrufen kann: "Ist jetzt egal, spielt weiter!" Jetzt mal ehrlich, so schwer, wie es hier bei Manchen klingt, ist es nicht. Man guckt sich das Spiel der Kids an und lässt es ein bisschen laufen. Bei deutlichen Fouls, welche die Kinder nicht erkennen, unterbricht man sofort und erklärt den Sachverhalt. Ansonsten lässt man es laufen, dann sieht man schon recht schnell, welche Spieler welche Neigungen haben. Und auf die Häufung gewisser Eigenheiten, die in der Summe auch unfaires oder gefährliches Spiel ergeben, kann man dann auch mal eingehen. Dann noch ein paar Verhaltensregeln eingeworfen (z.B.: Spiel wird unterbrochen, wenn ein Spieler weint, oder: der Spieler, der den Ball aus dem Aus holt, wirft auch ein, oder: jeder darf mal einen Freistoß schießen und ins Tor gehen) und die Sache ist so ziemlich geritzt.


    Andersherum sehen die foulenden nicht ein dass die Gegner Freistoß bekommen, weil sie es SUBJEKTIV anders wahrgenommen haben.


    Auch das entspricht nicht meiner Erfahrung. Da kommt es, so finde ich, darauf an, dass zwischen Kind und Trainer ein intaktes Vertrauensverhältnis herrscht. Ich denke, ein kompetenter Kindertrainer, der seine Schützlinge kennt, kann zwischen absichtlichen und unabsichtlichen Fouls unterscheiden. Da ist die Wahrnehmung der Kinder tatsächlich anders, sie betrachten von sich aus absichtliche Regelübertretungen als Foul, wenn sie aus Versehen einen Mitspieler foulen, dann betrachten sie das von sich aus oft nicht als solches. Da ist aber wieder der Trainer in der Pflicht, um ihnen zu erklären, dass auch ein unbeabsichtigtes Foul ein solches ist und dass man dazu stehen kann und sollte -- für solche Dinge sollte der Kindertrainer seinen Kids auch nicht böse sein, sondern versuchen, ihnen beizubringen, wie sie geschickter vorgehen, so dass es seltener zu sowas kommt. Er muss andererseits klipp und klar machen, dass absichtliche Fouls nicht toleriert werden, bei mir gibt es für ein (erkennbar) absichtliches Foul sofort eine kurze Auszeit für den betreffenden Spieler.


    es ist doch nichtmal zu schaffen, das alle die sportlich mit kindern und jugendlichen zu tuen haben einen trainerschein haben und das, obwohl dieses ja ab bestimmten spielklassen sogar gefordert ist


    Nun, eine Lizenz wird erst ab recht hohen Spielklassen und den älteren Altersklassen gefordert. Dass es schwer ist, Trainer zu lizenzieren, kann ich schon verstehen, denn der Erwerb des Trainerscheins C-Breitenfußball (ab 1.1.2015 C-Trainer) ist mit einem recht hohen Aufwand verbunden, nämlich 120 Lerneinheiten (à 45 Minuten), das sind entweder zwei Wochen am Stück am zentralen Ausbildungsort des Landesverbands oder zwischen drei und sechs Monaten ein bis zweimal die Woche (je nach Gesamtdauer) von 18 bis 22 Uhr ein Termin bei einem der Vereine im Kreis, wo die Ausbildung dezentral durchgeführt wird. Das ist eine Menge Holz und meiner Meinung nach auch wirklich zu viel von einem G-Juniorenpapa verlangt, der nicht nein sagen konnte. Wenn er dann Spaß an der Sache findet und länger dabei bleiben will, dann sollte der Verein ihn durchaus bearbeiten, sich auch fortzubilden, und da kann nach dem Besuch von ein paar Kurzschulungen durchaus auch die Lizenz angestrebt werden.


    Hier geht es aber um eine vom Umfang und Aufwand her deutlich beschränktere Sache, und es geht auch nur darum, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der Spielbetrieb mit FPL-Regeln sauber läuft. Sowas kann man viel eher und sollte man meiner Meinung nach auch von den Vereinen verlangen.


    wenn du eine nichtteilnahme an den pflichtveranstaltungen quasi mit ausschluss vom spielbetrieb 'bestrafen' würdest, hätten wir wohl in absehbarer zeit keinen spielbetrieb mehr.


    Das glaube ich nicht, du malst hier für meine Begriffe den Teufel an die Wand. Natürlich kann es sein, dass ein paar Mannschaften die Sache verschludern, ich bin auch durchaus dafür, dass man es den Leuten nicht zu schwer macht, die Regeln zu befolgen. Daher würde ich vielleicht auch versuchen, zwei Termine anzubieten, damit diejenigen, die aus wirklich wichtigen Gründen bei einem der Termine verhindert sind, dennoch einen besuchen können. Pflichtspiele an diesem Tag sollten auch verlegt werden und keine Freundschaftsspiele oder Einladungsturniere für die betroffenen Altersklassen im Kreis genehmigt werden. Man könnte auch überlegen, ob man für diejenigen, die es nicht geschafft haben, zu einem der Termine zu kommen, noch einen dritten zu Saisonbeginn anzubieten, der dann aber kostenpflichtig wäre.


    wo willst du die grenze ziehen? muss immer ein 'pflichtveranstaltungsteilnehmer' bei der mannschaft sein?


    Grundsätzlich ja. Die Teilnahmebestätigungen könnten einfach in die Passmappe dazu und sollten vor Spielbeginn vom gastgebenden Verein kontrolliert werden, wie es bei den Pässen bereits der Fall ist. In Ausnahmefällen darf einer Person, welche nicht die Pflichtveranstaltung besucht hat, für ein Spiel eine Vollmacht erteilt werden, das müsste, wie ich finde, aber durch die Jugendleitung oder ihren Vetreter erfolgen.


    reicht es, wenn der verein einen nachweisen kann?


    Nein. Für die Vereine wäre es aber gut, viele Leute da hin zu schicken, denn eine Mannschaftsbindung gibt es ja nicht, so dass z.B. der zweite Trainer der E2 am Spieltag bei der F2 aushelfen könnte, wenn da kein Veranstaltungsbesucher da ist.


    müssen die 'betreuer' dann auch zu den veranstaltungen?


    Definiere bitte 'Betreuer'. Es muss grundsätzlich niemand an den Veranstaltungen teilnehmen. Aber man muss bei der Meldung der Mannschaften für die nächste Saison belegen, dass man pro Mannschaft einen Teilnehmer hat, und man ist weiterhin dazu verpflichtet, dass bei jedem Spiel ein Teilnehmer in der Coaching-Zone anwesend ist. Im Normalfall werden das die Trainer sein, aber niemand hält einen Betreuer davon ab, an der Veranstaltung teilzunehmen und die zugehörige Berechtigung zu erwerben.


    darf eine mannschaft nicht antreten, wenn nur der betreuer am wochenende da ist?????............


    Wenn sie keinen FPL-Pflichtveranstaltungsteilnehmer vorweisen kann, ja, dann darf sich nicht antreten. Deshalb sollten Vereine zusehen, dass sie genügend Leute zu der Veranstaltung schicken. Sie ist ja kostenlos.


    um eine kleine sache im sport, nämlich den vernünftigen respektvollen umgang mit (mit)menschen, durchzusetzen, oder den überhaupt wieder ein wenig mehr in den fokus zu stellen, wird eine rieeeeeesen sache gestartet, in der dann das eigentliche ziel als 'nebenkriegsschauplatz' verloren geht.


    Ja ja, schon klar, die Welt wird untergehen, schon recht... :wacko:


    Tatsächlich ist unser Kreis mit Pflichtveranstaltungen schon jetzt nicht zimperlich, manchmal geht es den Verantwortlichen auch erkennbar darum, vor den Landesverbandsvertretern, die da kommen, nicht schlecht da zu stehen, wenn nur fünf Leute kommen... Aber die FPL-Schulung im letzten Frühjahr war bei uns, wie wahrscheinlich überall in Hessen, schon eine Pflichtveranstaltung, nur war es halt eine reine Theoriegeschichte.

    Alte, schon öfters wiederholte Forderung von mir. jedoch nicht; am besten unter Beteiligung der Trainer , sondern gerade als Pflicht für diese.


    Lies noch mal genau bei mir nach, bitte. Ich schreibe weiter unten, dass nur die Trainer, welche die Teilnahme an dieser Veranstaltung nachweisen, eine Mannschaften für den Spielbetrieb melden dürfen. Jugendleiter müssen auch teilnehmen, würde ich noch ergänzen. Die optionale Teilnahme der Trainer beschränkt sich bei meinem Post auf den praktischen Teil, also auf die Betreuung einer Mannschaft bei einem als Bestandteil dieses Termins stattfindenden Turniers.

    Eine Sache muss man aber dann mal hinterfragen: Hier wird oft argumentiert, dass ein F-Ling zu Egozentrisch denkt um zu passen, [...]


    Hui, das ist aber ganz stark verkürzt... Das, was du sagst, gilt sicherlich für einige F-linge, nicht aber für alle. Sie können schon passen, die Frage ist, ob, wie viel und aus welcher Motivation heraus sie passen sollen. Und da plädiere (nicht nur) ich dafür, dass Trainer geduldig sind und nicht zu früh Pässe und den Blick für den freien Mann von ihren Spielern fordern und in Form von direkten Anweisungen ins Spiel hinein rufen. Aber es gibt sehr wohl Situationen, in denen F-Junioren planvoll zusammen spielen können, und zwar von sich aus. Beim letzten Hallentraining haben wir 4+1:4+1 spielen lassen, da hat man das gut beobachten können. Ein starker Spieler, der zu Alleingängen neigt, dribbelte sich gegen drei Mann fest, verlor den Ball und ärgerte sich darüber, dass ihm keiner geholfen hatte. Ich sagte ihm nur kurz, dass er gegen drei Verteidiger keine Chance hat und deshalb lieber das Abspiel suchen solle. Im nächsten Spiel zog er wieder mehrere Verteidiger auf sich, nahm aber tatsächlich rechtzeitig den Kopf hoch und gab dann den Ball zu dem in der Mitte mit gelaufenen Spieler ab. Vorbildlich! Aber ohne Anweisung. Natürlich habe ich ihn dafür dann auch gelobt.


    Eine andere Situation: ein technisch etwas weniger starker Spieler sieht sich nahe der rechten Auslinie zwei Verteidigern gegenüber, dreht ihnen den Rücken zu, um den Ball abzuschirmen, erkennt dabei den drei Meter in Richtung eigenem Tor befindlichen Spieler und spielt ihm den Ball zu. Großartig, vor allem, weil der Passempfänger ein motorisch wirklich sehr limitierter Junge ist. Das ist für mich dann wahres Teamplay.


    Aber zurück zur FPL.


    [...] aber eine Situation in einem WETTSPIEL (wehrt euch ruhig gegen den Begriff, aber ihr wisst, genau das ist es) soll problemlos objektiv beurteilt werden können? Ist doch ein Widerspruch in sich.


    Ich wehre mich keineswegs gegen diesen Begriff, Fußball ist ein Wettspiel, und die Kids sollen absolut um den Sieg wetteifern.


    Was die verlangte Objektivität anbelangt, da glaube ich durchaus, dass das möglich ist. Es geht doch um Ehrlichkeit, und meiner Erfahrung nach sind eigentlich alle Kinder ehrlich oder können es sein. Es ist die Sache von uns Trainern, von den Kindern Ehrlichkeit einzufordern, was natürlich am besten geht, wenn man das selbst vorlebt. F-Junioren können noch nicht die Feinheiten einiger Regeln korrekt beurteilen, schwierig dürften da z.B. Handspiel, grenzwertiger Körpereinsatz (also: wie viel schieben und welcher Armeinsatz ist erlaubt, auch beliebt: Grätschen) und gefährliches Spiel (Paradebeispiel: hohes Bein) sein. Das Gefühl für diese Regeln muss ich als Trainer vor allem im Training vermitteln. Wenn es dann im Spiel allzu sehr hakt, kann und sollte ich ruhig auch mal das Spiel unterbrechen und den Kindern eine Regel erklären -- normalerweise sollte das aber nicht nötig sein, so dass ich das Thema auf das Training vertagen kann.


    Wichtig dabei ist es doch, dass ich als Trainer den Kids vermittle, dass Ehrlichkeit eine wertvolle Tugend ist, und dass ich es besonders schätze, wenn sie auch dann ehrlich sind, wenn es ihnen nicht zum Vorteil gereicht. Ich erwarte tatsächlich aber von meinen Spielern, dass sie nicht versuchen zu betrügen. Wenn man seine Mannschaft entsprechend konditioniert hat, dann unterbinden das die anderen Spieler aber eigentlich auch schnell. Als Trainer kann ich den Kindern auch dabei helfen, solche problematischen Situationen zu lösen, eben indem ich mir den Ball schnappe, alle Kinder zusammen hole, und wir dann die Situation klären. Dabei stelle ich Fragen und moderiere das Gespräch, so dass alle beteiligten Spieler ausreichend zu Wort kommen. Außerdem gebe ich darauf acht, dass derjenige, der gerade spricht, auch nicht gestört und ihm zugehört wird. Wenn sich alle geäußert haben, ergibt sich hoffentlich und i.d.R. ein eindeutiges Bild, das ich den Kindern dann erklären kann. Nach und nach lernen die Kinder so sowohl die Regeln kennen als auch eine Methode, Konflikte zu klären. Lässt sich die Situation übrigens doch nicht klären, so stelle ich das dann fest, erkläre, dass ich, da ich den Vorgang selbst nicht gesehen habe, keine Partei ergreifen kann und dass wir das Spiel jetzt fortsetzen. Und dann werfe ich den Ball rasch in Richtung der anderen Seitenauslinie. Der nächste Streitpunkt lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.


    Ich plädiere für eine freiwillige Fair Play Staffel (bzw 2,3, oder 4) damit die Unwillentlichen sich weiter die Köppe einschlagen können und die, die die Neuerung, sei es auch nur als Experiment, annehmen können sich beruhigt FPL geben.


    Ich nicht, ich finde es gut, dass die FPL Teil des Regelspielbetriebs ist, um für kindgerechten Fußball zu sorgen. Wenn die hier getroffene Einschätzung desjenigen, der zu o.g. Petition aufgerufen hat, zutrifft, dann sind genau solche Leute der Grund dafür, dass die Kinder die FPL brauchen, vor ebensolchen Personen müssen sie geschützt werden und diese Leute sollten aus dem Kinder- und Jugendfußball entfernt werden. Richtig ist, dass vielerorts die vernünftigen Trainer das Gefühl haben, den Trainern, welche die FPL nicht respektieren oder sie sogar ausnutzen, recht hilflos gegenüber zu stehen. Ich denke auch, dass die Kreise als diejenigen Organe, die den Spielbetrieb in den FPL-relevanten Altersklassen regeln, sich dieses Problems bewusst sein sollten. Ich fände es auch sinnvoll, wenn die Kreise und die Verbände sich darum bemühen würden, sowohl praktikable als auch wirksame Maßnahmen zu finden, um diesem Problem zu begegnen. Die Information aller Beteiligten ist sicher ein ganz wichtiger Punkt. Ich halte es aber durchaus auch für sinnvoll, dass die Vereine dazu angeregt werden, Verstöße gegen die FPL-Regeln zu melden, woraufhin sich dann die Verantwortlichen die betreffenden Mannschaften in den nächsten Spielen mal beobachten können -- das kann ja durchaus auch unauffällig passieren, z.B. also erst nach dem Anstoß.. Und wenn sich der Verdacht bestätigt, so kann man die Trainer in der Halbzeitpause zu einem Gespräch unter sechs Augen bitten, in dem man an die FPL-Regeln erinnert, erklärt, was da nicht gepasst hat, und sich bestätigen lässt, dass ab sofort die FPL-Regeln eingehalten werden. Man sollte auch weitere Beratung anbieten. Dann kann man sich noch schriftlich bestätigen lassen, dass das Beratungsgespräch stattgefunden hat. Sollte es dann wieder eine Beschwerde geben und in einem Folgetermin fest gestellt werden, dass die FPL-Regeln nach wie vor nicht eingehalten werden, so würde ich eine Strafe aussprechen.


    Vorab und vor Beginn jeder Saison sollte der Kreis aber auch eine Infoveranstaltung zur FPL durchführen, die sowohl aus einem theoretischen Teil als auch einer praktischen Demonstration bestehen sollte, am besten unter Beteiligung der Trainer selbst, die dabei dann von den Referenten 'trainiert' werden. Es sollten sich dann nur diejenigen Vereine zum Spielbetrieb anmelden dürfen, welche nachweisen, dass ihre Trainer diese oder eine solche in vorangegangenen Saisons durchgeführte Veranstaltung besucht haben.

    Bist du nicht etwas naiv in deiner Vorstellung wie es in Vereinen der Grössenordnungvon Jugendabteilung so zugeht.? Das ist doch allgemeine Realität.
    Das was in diesen Vereinen aus dem G,F und E Bereich kommt wird doch so um die 80% aussortiert.


    Dass es sich um einen Partnerverein eines Zweitligisten handelt, hat er doch erst zuletzt erwähnt, das habe ich zuvor nicht heraus lesen können. Ich hatte ja auch eingangs gesagt, dass ich weder Umfeld noch Umstände kenne. In diesem Zusammenhang könnte eine Diskussion darüber, was die Tatsache, dass ein Verein zum Partner eines Profi-Vereins wird, an diesem ändert, aber das wäre wohl ein eigenes Thema.


    Ansonsten an Jugendabteilung: ich würde auf die Fähigkeiten achten, die einen guten Fußballer ausmachen. Also Technik, Engagement, Spielverständnis, Schnelligkeit. Ich würde davon absehen zu versuchen, Spieler für bestimmte Positionen zu holen, denn ich würde in der D noch keine feste Positionszuweisung vornehmen.

    Ja, meine Meinung hierzu hat sich in den letzten Jahren gewandelt, so dass ich es auch für angebracht halte, dass Vereine sich von Trainern und Betreuern ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis geben lassen sollten. Allerdings müssen sich alle Beteiligten dessen bewusst sein, dass es damit nicht erledigt ist, wie der Fall, den Don Quijote schildert, auch zeigt: das Führungszeugnis des betroffenen Trainers war diesbezüglich nämlich bislang noch makellos.


    Ich finde aber übrigens auch, dass die Vereine die Kosten für das Führungszeugnis übernehmen müssten.

    Naja, du machst aber mit und kannst dich ja selbst auch nicht der Versuchung entziehen, in der E-Jugend in der Tabelle möglichst erfolgreich zu spielen, oder? Ich kenne Euer Umfeld nicht und weiß auch nichts weiter über Euren Verein, aber noch ist er mir alles andere als sympathisch, wenn ich ehrlich bin. Und wenn ich weiter ehrlich bin, würde ich allen Eltern, denen es bei ihren Kindern auch um andere Werte als Leistung und Erfolg, ohne Rücksicht auf Verluste, geht, dazu raten, einen großen Bogen um Euren Verein zu machen... Denn ich bin der Meinung, dass sowohl eine Fußballmannschaft als auch ein Verein zuallererst ein soziales Gebilde ist und dass daher der soziale Aspekt an allererster Stelle stehen muss. Wenn man dann viele Spieler hat, und wenn der Spielbetrieb verschiedene Spielklassen vorsieht, dann kann es sinnvoll sein, nach Leistung getrennte Mannschaften zu bilden. Meiner Meinung nach ist das aber nur statthaft, wenn es nicht zu einer Ungleichbehandlung der jungen Vereinsmitglieder führt.

    Hier eine Ergänzung zu den Angaben für Hessen, siehe dazu die Jugendordnung des HFV:


    Da steht in:

    • §14, Abs. 3: Juniorinnenmannschaften bilden eigene Spielrunden, können aber in Ausnahmefällen in Spielrunden der Junioren eingeteilt werden. Juniorinnenmannschaften, die in solchen Spielrunden mitwirken, können um eine Altersklasse älter sein als die Junioren.
    • §14, Abs. 5: Das Spielen von Juniorinnen in Juniorenmannschaften ist bis einschließlich der B-Junioren gestattet. In den Altersklassen bis einschließlich C-Junioren dürfen Spielerinnen ein Jahr älter sein als die männlichen Spieler.
      Für den Einsatz von Juniorinnen in B- und C-Juniorenmannschaften ist die schriftliche Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters erforderlich.


    Reine Mädchenmannschaften dürfen also eine ganze Altersklasse älter sein, in gemischten Mannschaften dürfen die Mädels ein Jahr älter sein als die Jungs.

    Ja, offiziell sind 27 Spieler für dieses Saison bei uns. Aber wie das eben so ist, der eine hat Montags Schule, der zweite Theater-AG, der dritte/vierte ist verletzt usw., im Schnitt sind es knapp über 20.


    OK, also gibt es ein paar Wenige, die generell einen der Trainingstermine wegen anderweitiger Verpflichtungen nicht wahrnehmen können, und daneben gibt es die Ausfälle wegen Krankheiten und Verletzung, die sich ja aber nicht auf einzelne Kinder beschränken sollten, auch wenn eine gewisse Häufung wohl nicht ungewöhnlich ist.


    Das klingt jetzt für mich erst einmal nicht so, als ob es an der mangelnden Motivation liegt, dass Ihr 'nur' eine Teilnahmequote von 74% habt. Ich würde sie mir aber noch mal genauer ansehen und bei den einzelnen Spielern nach den Gründen dafür suchen. Ich würde nämlich vermeiden wollen, dass Spieler nicht kommen, weil sie sich im Training nicht wohl fühlen.


    Bei uns in der Schule gehören AGs übrigens zum Wahlpflichtprogramm, von der fünften bis siebten Klasse müssen fast alle Kinder AGs belegen, um am Ende der Mittelstufe da genügend Punkte beisammen zu haben. Dafür, dass der Termin der Theater-AG mit dem Training kollidiert, kann das Kind nichts..


    Wir haben eine D9 - in der Leisungsmäßig die stärkeren spielen + eine D7 - in der die noch nicht ganz so starken Spieler zum Einsatz kommen.


    Und wie klappt das vom Mannschaftsklima her? Läuft das gut oder erzeugt das einen Riss im Kader? Wie sehen die Spieler sich selbst und die anderen, wie gehen sie miteinander um? Wie steht Ihr Trainer dazu? Die Eltern lasse ich bei dieser Betrachtung übrigens bewusst außen vor.


    Ich denke es wird auch jetzt in der 2 Hälfte der Saison nicht ganz so einfach sein die Trainingszahl zu erhöhen, auch wenn sie am Anfang der Saison noch ein Tick höher war aber Schule oder auch eine Theater-AG haben bei manchen eben vorrang.


    Die Schule muss doch aber auch Vorrang haben, oder? Eine Theater AG gehört meiner Meinung nach übrigens auch dazu.


    Ciao,
    Tobias

    Francesco1912, sei mir nicht böse, aber das klingt mir für Bambini schon zu ambitioniert. Vergiss nicht, auch andere sportliche Inhalte in das Bambini-'Training' einzubauen. Dribbeln darfst du sie selbstverständlich auch gerne lassen, ich würde vorschlagen, dass du da einen kurzen Dribbelparcours aufbaust, an dessen Ende der Torschuss kommt. Da das Dribbeln mit Richtungswechseln koordinativ recht anspruchsvoll und daher für die Lütten ziemlich anstrengend ist, würde ich den Parcours nicht zu lang wählen. Man kann da noch den Wechsel zwischen Tempodribbling und Richtungswechseln einbauen, indem man sie z.B. zu Beginn um drei Hütchen dribbeln lässt, dann eine freie Strecke von zehn bis fünfzehn Meter überwinden, anschließend wieder drei Hütchen, und dann kommt der Torschuss. Baue den Parcours oft genug auf, so dass die Wartezeiten nicht zu lang werden. Lasse den Kindern auch genug Zeit, beachte und lobe jeden (aber nicht nach dem Gießkannenprinzip und allgemein, sondern möglichst gezielt) und korrigiere individuell je nach Können. Da ein solcher Dribbelparcours, wie gesagt, recht anstrengend ist, führe ihn auch nicht zu lange durch und gib den Kids anschließend Gelegenheit, den Kopf wieder ein bisschen zu erholen. Ich würde dir empfehlen, dabei von vornherein und möglichst Low-Key auf Beidfüßigkeit zu achten, also dazu anzuregen und sie, spielerisch verpackt, auch direkt einzufordern. Man könnte z.B. die Kids Piraten mit Holzbein sein lassen, mit dem sie den Ball natürlich nicht spielen können, und dann ist das Holzbein mal rechts, mal links. Klar ist, dass man die Kids in diesem Alter zwar darauf hinweist, wenn sie den Fuß nehmen, den sie eigentlich nicht benutzen sollen, das aber keinesfalls böse rüber kommt, sondern vielmehr als Anregung, es sich ruhig mit dem anderen mal zuzutrauen.


    Nach und nach kannst du ihnen durchaus ein paar verschiedene Ballführungs- bzw. vor allem Techniken zur Richtungsänderung beibringen. Achte aber darauf, dass du nicht zu viel fußballspezifisches Techniktraining machst und vor allem diese Einheiten nicht zu lang machst, um die Lütten nicht zu überfordern.

    Du schreibst, dass Ihr zwar einen Kader von 27 Spielern habt, aber nur zwanzig regelmäßg zum Training kommen. Mit 27 Spielern kann man, denke ich, zwei D9-Teams bilden (und melden), zwanzig sind dafür aber eigentlich zu wenige. Für eine Mannschaft hingegen sind schon zwanzig Spieler IMHO deutlich zu viele. Was bedeutet also bei Euch 'unregelmäßig' und wie schätzt du die Chancen dafür ein, die Anwesenheit im Training zu erhöhen?

    (forts.)


    Wenn ich U9 und U11 schreibe, dann deshalb, weil es hier bei uns für die U8 und die U10 eine "+3 Regel" gibt (drei ein Jahr ältere Spieler dürfen eingesetzt werden), für die U9 und die U11 gilt dies leider nicht.


    Nicht nachvollziehbare und wenig stringente Regelungen gibt es auch zuhauf, oft genug schüttelt man, wenn man von außen kommt und das Regelwerk des organisierten Fußballs (damit meine ich nicht die Fußballregeln selbst) nach und nach kennen lernt, den Kopf. Paradebeispiel ist hier sicherlich die Vererbung der Spielklassenzugehörigkeit: da steigt z.B. ein Jahrgang in die Gruppenliga auf, in der Folgesaison spielt aber der Folgejahrgang in dieser Gruppenliga. Der Außenstehende greift sich da an den Kopf, ist aber ab D-Jugend allgemein Usus, bei uns im Kreis auch in der E-Jugend, der untersten Stufe, in der es überhaupt unterschiedliche Spielklassen gibt.


    @Leistungsgefälle, der Egodribbler und das Zusammenspiel; 2:2 auf kleine Tore, Egodribbler vs. Defensivstarke: Das ist eine ziemlich zähe Angelegenheit, an der wir wirklich knabbern.


    Das ist normal, man darf da auch keine Wunder erwarten und schnell geht es sowieso nicht. Eine der Kardinaltugenden eines Kindertrainers ist ja auch nicht ohne Grund die Geduld. :) Es gibt auch einfach egoistische und weniger egoistische Kinder, das ist so, da spielen Elternhaus und weitere Umgebung auch eine große Rolle. Ich kann nur empfehlen, nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern gegenüber die Ideale des Mannschaftssports deutlich zu vertreten und auch für sie zu werben. Man muss aber auch wissen, dass es ganz natürlich für Kinder ist, sehr egozentrisch zu sein, daher ist es auch völlig OK und man sollte nicht versuchen, ihnen das auszutreiben. Vielmehr sollte man viel dafür tun, dass sie nett und freundschaftlich miteinander umgehen, und nach und nach, eben entsprechend ihrer allmählich zunehmenden Fähigkeiten die gegenseitige Unterstützung im Spiel stärker zu fördern. Kleine Mannschaften und viel Rotation sind dabei, so meine Überzeugung, sehr hilfreich.


    Wir haben am Dienstag ein kleines 2:2 Turnier gespielt, wobei wir die Größe der Tore an der Stärke der beiden Spieler orientiert haben. Sprich, die beiden schwächeren spielen auf ein reguläres F/E- Jugendtor, die beiden stärkeren auf ein Winztor, etwa 1 m x 0,70 m.


    Da müsst Ihr aufpassen, dass die Kids das nicht als ungerecht empfinden.. Und ein einziges, so kleines Tor könnte sich auch als zu anspruchsvolles Ziel herausstellen..


    Gleichstarke Teams auf die Winztore. Wir haben den Schwächeren Tips gegeben, am Umsetzen haperte es..


    Ich würde entweder Allen Tipps geben oder aber niemandem. Ich würde auch nicht gezielt ein schwächeres 2er-Team gegen ein stärkeres spielen lassen, das bringt zumindest in dem Alter keinem der beiden Teams und auch keinem der Spieler etwas. In meinem Vorschlag, zwei Ego-Dribbler gegen zwei Defensivstarke spielen zu lassen, hatte ich die Gruppe der stärkeren Spieler im Sinn. Bei uns ist es zumindest so, dass es unter den stärkeren Spielern einige gibt, die sich deutlich mehr für die Offensive als die Defensive interessieren und gerne alle Tore selbst erzielen möchten, und es gibt aber auch ein paar Spieler, die sich selbst eher ein wenig zurück nehmen, dafür aber defensiv sehr stark sind. Diese hätte ich mal gegeneinander antreten lassen, mit gleich großen Toren auf beiden Seiten -- diese sollten nur nicht so groß sein, dass sie aus der Entfernung zuverlässig getroffen werden können, daher auch die Alternative der Dribbellinie.


    Heute ein ähnlicher Versuch, die Schwächeren Überzahl spielen zu lassen. 5:3. mit ebenfalls entsprechenden Toren.Gänzlich einseitiges Spiel, Favoritensieg. Die Dreiertruppe suchte ihr Heil in freilaufen und passen, die anderen waren heillos überfordert.


    Ja, das ist klar, sie können auch noch nicht gemeinsam verteidigen, und wenn sie den Ball erobern, dann greifen sie nicht gemeinsam an, nehmen sich teilweise sogar eher noch gegenseitig den Ball ab. Nee, Stark gegen Schwach hat keinen Taug. Man sollte schon, wenn man sie selbst bildet, i.d.R. ähnlich starke Teams gegeneinander spielen lassen, also entweder die Starken und die Schwachen jeweils untereinander spielen lassen, oder aber Teams bilden, die ähnlich viele stärkere wie schwächere enthalten. Da kann man dann z.B. über rotatorische Wechsel dafür sorgen, dass auch mal überwiegend schwächere Spieler auf dem Feld sind, oder man kann die Regel einführen, dass jeder Spieler eines Teams am Ball gewesen sein muss, bevor ein Tor erzielt werden darf -- dazu muss dann das Feld aber auch groß genug sein.


    @Der Threaderöffner und ich: Ja, wir trainieren die Mannschaft gemeinsam und machen normalerweise die Trainingspläne für einen Termin entweder abwechselnd oder wir bringen ein paar Ideen mit und arbeiten dann ggf. im Hauptteil des Trainings mit Gruppen nach Leistungsvermögen getrennt parallel zueinander


    Klingt so, als würde das gut klappen, Glückwunsch dazu. :thumbup:

    @Horst Wein: Ist ja Weihnachten. Soll mir meine Frau gefälligst schenken.


    Oder die Mannschaft, da könnte man ja dafür sorgen, dass da irgendwer diesen Wunsch unauffällig erfährt. ;) Bei uns ist es zumindest üblich, dass die Trainer von der Mannschaft bzw. den Eltern ein Weihnachtsgeschenk erhalten.


    @Leistungsgefälle und Mannschaftsgefühl: Im sich gegenseitig ankröten sind sie alle ganz groß. Im Nichtzuhören auch... von "Wir sind ein Team" sind wir leider immer noch ein gutes Stückchen weg, was auch an diesem doofen Wechselspiel der Jahrgänge liegt; mal haben wir 2006/2007, ein Jahr weiter dann 2005/2006, dann wieder 2006/2007...


    Der jährliche Wechsel der Mannschaftszusammenstellung macht es sicher nicht leichter, aber unmöglich ist es dennoch nicht, ein in sozialer Hinsicht gut funktionierendes Team zu bilden -- bei uns im Fußball ist das in den Kinderjahrgängen zwar nur selten erforderlich, weil da genügend Kinder pro Jahrgang für eine Mannschaft zusammen kommen, beim Handball unserer Tochter war es jedoch schon in der E so, dass nach Leistung eingeteilt wurde. Das Mannschaftsklima wird entscheidend durch den bzw. die Trainer bestimmt, ich sehe es auch als eine der wichtigsten Aufgaben der Trainer an, für ein harmonisches, respektvolles, vertrauensvolles und kooperatives Miteinander zu sorgen. Man ist da als Trainer Vorbild und sollte auch aktiv dafür etwas tun. Ich habe z.B. in den letzten zwei Hallentrainings bewusst jeweils ein Kooperationsspiel durchgeführt. Das vor zwei Wochen hat besonders gut geklappt, vielleicht kennt Ihr es schon: zwei Spieler setzen sich Rücken an Rücken auf den Boden und haken sich mit beiden Armen ein. Dann sollen sie aufstehen, ohne die Verbindung zu lösen, eigentlich sollte sie sogar recht eng bleiben. Ich wollte, dass dabei nicht nur Spieler kooperieren müssen, sich also zu den Pärchen zusammen finden, die sowieso miteinander gut befreundet ist. Deshalb habe ich die Kids im Mittelkreis versammelt und habe sie selbst Pärchen bilden lassen -- dadurch entstehen dann die Beste-Kumpel-Pärchen. Ich habe dann die Pärchen sich am Mittelkreis verteilen lassen, wobei einer im Mittelkreis und der andere außerhalb steht und sie einander zugewandt sind. Tja, und dann habe ich die inneren Spieler um zwei Spieler nach links wandern lassen, und das waren dann die Pärchen für das Spiel.


    Das Spiel war dann natürlich sehr lustig, als Trainerpaar probiert man es ja auch selbst und müht sich dabei kräftig ab. Im nächsten Schritt haben wir dann einige Pärchen aufgelöst und ihre Spieler anderen Pärchen zugewiesen, so dass Dreiergruppen entstanden, und haben das Spiel dann so wiederholt. Dann Vierergruppen, usw., bis am Ende alle Spieler in ein- und derselben Gruppe waren und gemeinsam aufstehen mussten. Es war auch interessant zu sehen, welche Problemlösungsstrategien die Kids anwenden.


    Teambuilding: ganz wichtig! Und da muss man permanent dran arbeiten.


    @6+1 in der G: Gibt es bei uns nicht (mehr), hier finden Bambini- Spielfeste statt, kein Ligabetrieb.


    Früher gab es bei uns auch Turniere, aber immer im 6+1. Dann gab es wohl mal eine Häufung von Beschwerden der ausrichtenden Vereine über nicht angetretene Mannschaften -- sie blieben auf den Sachen, die sie für die Bewirtung organisiert hatten, sitzen. Tja, Lösung des Kreises war dann der Ligabetrieb (ohne Notwendigkeit der Bewirtung) und die Einführung oder Erhöhung von Strafen für den Nichtantritt. Und das in der G-Jugend... :thumbdown:


    Ob die da 4+1 spielen oder 5+1, weiß ich jetzt allerdings nicht, nicht meine Baustelle. In der F spielen wir Liga, aber ohne Tabelle, die Ergebnisse werden alle genullt.


    Das ist bei uns auch so, nichtsdestotrotz gab es zumindest zu der Zeit, als ich mit dem Jg. 2001 in der F war, recht viele Vereine, die sich die Ergebnisse der anderen Spiele besorgten, um eigene Tabellen zu pflegen. Seit Anfang dieser Saison gelten bei uns ja die Regeln der Fair-Play-Liga, von dem was ich so höre, scheint es besser als damals zu sein -- da ich aber nur selten bei den Spielen dabei bin, kann ich dazu selbst aktuell nicht so viel sagen. Wenn ich aber unsere Spieler im Training beobachte, wenn wir Spiele in verschiedenen Mannschaftsstärken duchführen, so komme ich zu der Überzeugung, dass es für die meisten, wenn nicht sogar alle von ihnen besser wäre, man würde noch nicht im 6+1 spielen.


    @das ältere Mädchen, eine U9 und eine U11, eine F und eine E...: Nach meinem Kenntnisstand werden Mädchen bei uns in den gemischten Mannschaften wie Jungen behandelt, was das Alter angeht. Aber am Sonntag ist wieder Lehrgang, da werde ich das ansprechen.


    Ich war damals darüber unheimlich erstaunt, aber es ist so: in Deutschland gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Regelungen, bis hinunter in die Kreise kann es da ganz unterschiedlich laufen...


    (Fortsetzung folgt)

    Ohne Tobn vorgreifen zu wollen, er meint nach meiner Meinung den Ligabetrieb.


    Ich halte auch vom 6+1 als Regelspielform nicht viel, kann man ab und an mal einstreuen, finde ich aber frühestens ab zweitem F-Jahr einigermaßen erträglich. Noch schlimmer finde ich allerdings den Ligabetrieb, mit dieser Einschätzung hast du Recht.


    Da würde ich dich bitten mal näher drauf einzugehen. Weniger förderlich als ein 4-1 ist ein 6-1 allemal, aber schädlich?


    Sieben Spieler auf dem Platz sind zu viele für G- und F-Junioren. Ich habe selten ein Spiel gesehen, in dem nicht bis zu drei Spieler pro Mannschaft das Geschehen da völlig dominiert haben, während die anderen nur Statisten waren. Es bildet sich so gut wie immer eine Traube von Spielern um den Ball herum, diese umfasst typischerweise vier bis sechs Spieler, da wird eigentlich nur sinnfrei irgendwie herum getreten und geschubst, während die weniger forschen Kinder aus sicherer Entfernung zuschauen. Und rein mathematisch hat jedes Kind den Ball im Schnitt nur 14% der Zeit, das macht bei 2 x 20 Minuten dann ganze 5:42 Minuten. Kommen noch die bis zu vier Auswechselspieler hinzu, reduziert sich das auf nur noch gut dreieinhalb Minuten. Da aber ja die forscheren Kinder das Spiel so dominieren, dürfte es auch immer ein paar Kinder geben, die im gesamten Spiel vielleicht allenfalls zwei oder drei Ballkontakte hatten.


    Mir persönlich ist das 4+1 für die G noch zu viel, ich favorisiere Dreiermannschaften, also 3:3 auf Minitore oder 3+1:3+1 mit rotierendem Torhüter. Wenn man dann noch Einkicken oder -dribbeln lässt und dafür nur vier bis sechs Sekunden zulässt, außerdem dafür Ersatzbälle vorhält und denjenigen, der den Ball als letzter, bevor er ins Aus ging, diesen Ball wieder holen und zum Trainer bringen lässt, während das Spiel jedoch weiter läuft, ergibt sich ein stets schnelles (zuweilen zugegebenermaßen auch mal hektisches) Spiel mit hoher Nettospielzeit für jeden Spieler.


    Das ist die eine Seite, also die Wahl der Spielform. Da halte ich das 6+1 für suboptimal, da ich denke, dass es G- und auch viele F-Junioren überfordert und die einzelnen Spieler, gerade die weniger forschen, zu kurz kommen lässt. Die andere Seite ist die Organisationsform. Da halte ich es auch für verkehrt, in einer Liga einzelne Spiele pro Spieltag zu veranstalten, denn so werden die erwachsenen Trainer und Eltern in Versuchung geführt, diese Spiele ebenso zu handhaben wie sie es aus dem Fernsehen und vielleicht noch aus ihrer Erinnerung her kennen -- die meisten Leute erinnern sich dabei eher an ihre Jugendzeit als an ihre Kindheit. Und auch wenn es keine Tabellen gibt, so werden viele doch dazu verführt, insgeheim welche zu führen und eine Bambinimeisterschaft auszutragen. Das ist aber völlig daneben.

    Sorry, ich habe so meine Probleme mit der Zitierfunktion. Ich hatte gehofft, in html funktioniert das, tut es aber nicht.


    Nee, HTML kann man nicht direkt eingeben. Ich kann nur sagen, wie es im Quellcode-Editor funktioniert, da ich den WYSIWIG-Editor selbst nicht benutze. Da lautet die Syntax für ein Zitat <eckige Klammer auf>quote='<zitierter Benutzer>'<eckige Klammer zu><Zitattext><eckige Klammer auf>/quote<eckige Klammer zu>. Ich schreibe "eckige Klammer auf/zu", da der Trainertalk-Interpreter es sonst als Zitat auffassen und anzeigen würde... Optional kann noch, per Komma abgesetzt und mit Hochkommata eingefasst, auf den Benutzernamen ein Link auf den Beitrag folgen, der zitiert wird.


    Ich korrigiere mal dein Zitat und fasse es in ein Zitat deiner ein:


    Schon aus reinem Eigennutz (weil ich auch drei Jahre weiter gedacht noch mehr als nur eine Hand voll Spieler auf dem Platz haben möchte... [/size][size=12]kümmern wir uns um die schwachen Spieler genau so wie um die starken. Und schwach ist ja auch relativ, bei den Entwicklungssprüngen, die die Kurzen mitunter binnen eines halben Jahres in diesem Alter machen.


    Absolut, ganz genau, wunderbar, "formidable"! :thumbup:


    Wir haben ja auch ein Leistungsgefälle im Kader, zum einen [...]


    Zu diesem Absatz auch meine volle Zustimmung. Die Aufgabe und Herausforderung zugleich besteht dann darin, dennoch für ein Mannschaftsgefühl zu sorgen, daran muss man als Trainer aktiv arbeiten. Sonst kann es schnell dazu kommen, dass sich die stärkeren Spieler für etwas Besseres halten und arrogant und gemein gegenüber den schwächeren werden.


    @Altersgerechter Spielbetrieb:


    Das zielt übrigens eher auf die Kreise als die Vereine ab. Ich finde das 6+1 in der F-Jugend suboptimal, in der G für, ich sage es mal tatsächlich unverblümt so drastisch, wie ich es empfinde, schwachsinnig. Bei uns im Kreis wird in der G so gespielt und zwar in Ligaform. Ich werde versuchen, darauf einzuwirken, dass unser Verein sich für diesen Spielbetrieb nicht mehr meldet, denn ein solcher Spielbetrieb ist schlicht und ergreifend nicht altersgerecht und schadet meiner Meinung nach den Kindern in dem Alter in der Regel sogar.


    Wir haben im Verein aktuell (u.a.) eine U9 (2006/2007) und eine U11 (2005/2004).


    Also eine F- und eine E-Jugend, um es mal zu übersetzen. :)


    Wir haben uns aus der E- Jugend ein 2005er Mädchen wieder runter gezogen, was dort körperlich absolut nicht klar kam, um zu vermeiden, das sie hinschmeißt und nicht mehr zum Training kommt. Bei uns fühlt sie sich pudelwohl und ordnet sich im guten Mittelfeld des Leistungsvermögens ein.


    Wunderbar. Ich würde zwar anstreben, dass sie längerfristig wieder hoch geht, aber am wichtigsten ist, dass sie sich wohl fühlt, dem würde ich die meisten anderen Interessen unterordnen.


    Offiziell dürfen wir sie aber nicht in Pflichtspielen einsetzen und sind da auf das Wohlwollen der gegnerischen Trainer angewiesen, da sie auf dem Spielberichtsbogen nicht auftauchen darf.


    Bist du da sicher? Bei uns dürfen Mädchen in gemischten Mannschaften ein Jahr älter sein als es die Altersklasse vorgibt. Reine Mädchenmannschaften dürfen sogar eine Altersklasse niedriger spielen. Ich bin da (als Vater sowohl eines Sohnes als auch einer Tochter) zwar nicht gänzlich davon überzeugt, dass das im Sinne der Mädchen ist, aber bei uns dürfte Euer Mädchen spielen.


    Zu Horst Wein kann ich mangels Kenntnis des selben keine Aussage treffen.


    Ich kann sein Buch nur empfehlen, auch wenn es, wie kein mir bekanntes Buch, den Anspruch erheben kann, allumfassend zu sein. Aber ich halte es für eines der wichtigsten Bücher für den Kinder- und Jugendfußball.


    Was Deine Beschreibung der zarten Ansätze des Zusammenspiels Deiner Mannschaft angeht, klingt das vertraut. Haben wir welche, wo man sowas umgesetzt sieht und welche die sich am entgegengesetzten Ende des Spielverständnisses befinden...


    Sie sind halt F-Junioren, und so sind sie. Ich kenne das Phänomen von mir selbst: wir Trainer möchten, dass die Kids stets ihr Potenzial ausschöpfen, dass sie aus sich das Maximum heraus holen. Sie sollen im Vergleich mit Gleichaltrigen gut dastehen, uswusf. Bei vielen Eltern ist das genauso stark, wenn nicht noch stärker ausgeprägt, der Fokus ist nur ein anderer, denn sie schauen hauptsächlich auf ihr Kind, während viele Trainer eher auf "die Mannschaft" schauen -- das bringt dann wieder andere Konflikte mit sich. Bei aller Liebe und allem Engagement für die Kinder, das hinter alldem steckt, müssen wir Erwachsene doch aufpassen, dass wir es damit nicht übertreiben und die Kinder weiterhin Kinder sein lassen. Die Begeisterung der Erwachsenen führt leider sehr schnell zur Ungeduld, gerade wenn man auf Turnieren sieht, was andere Mannschaften vermeintlich schon drauf haben. Davor sollte man sich tunlichst in acht nehmen. Bei Euch sehe ich die Gefahr nicht großartig, wobei ich auch Euch dazu raten würde, Euch im Zweifel eher einmal mehr auf die Zunge zu beißen als Eurem Egodribbler während des Spiels das Abspiel zu empfehlen. Motiviert ihn ruhig dazu, diese Alternative zu erkennen und zu nutzen, aber weniger mitten im Getümmel. Macht entsprechende Kleinstspielformen im Training. Oder setzt Euch neben ihn auf die Bank, während die anderen spielen, und beobachtet und diskutiert gemeinsam das Spielgeschehen -- da finden sich sicher auch Situationen, in denen das Abspiel sinnvoller gewesen wäre. Oder spielt 2:2 (auf Minitore oder Dribbellinie) und setzt dabei eine Mannschaft aus Egodribblern zusammen, die andere aus Spielern, die stark im Defensivzweikampf sind. Da dürfte es der Egodribbler alleine schwer gegen zwei Verteidiger haben, und wenn er der Angreifer ohne Ball ist, wird er selbigen haben wollen und frustriert und ärgerlich darauf reagieren, dass sein Partner den Ball nie zu ihm rüber spielt. Da beide Spieler so drauf sind, muss er sich dabei aber eigentlich auch an die eigene Nase fassen. Diese Situation muss der Trainer natürlich ganz eng begleiten und dabei dann viel mit den Spielern reden, da ist der Pädagoge gefragt. Und nicht davor zurückscheuen, das Experiment schnell abzubrechen, wenn die Situation aus dem Ruder läuft.


    Was Diskrepanzen zwischen dem Eingangspost meines Kollegen und meinen Ausführungen angeht: Wir harmonieren gut und haben ähnliche Vorstellungen, auch wenn es sich anders liest.


    Verstehe ich dich richtig und du und der Threaderöffner seid Partner?