Beiträge von tobn

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    Stimmt schon, guenter, man muss den (in Deutschland) herkömmlichen Hallenfußball nicht abschaffen. Gerade im Kinderbereich finde ich aber Futsal (mit etwas vereinfachten Regeln -- so würde ich auf die Torwartrückpassregel verzichten) besser geeignet, weshalb ich es begrüßen würde, wenn es den Hallenfußball als Standardspielform im Winter ablösen würde. Mich stört in diesem Zusammenhang übrigens auch, dass man einen zweiten Pass brauchen soll -- für den konventionellen Hallenfußball brauchen die Kinder ja auch keinen anderen...


    Im Zusammenhang mit Futsal liest sich der Masterplan für mich daher leider etwas halbherzig.. :|

    Danke, habe ihn gefunden, und zwar hier.


    EDIT: Jetzt werde ich ihn auch mal ganz durchlesen. Wenn ich nach "Futsal" suche, finde ich 'nur' auf Seite 10 in der Tabelle "Handlungsfeld: Entwicklung Spielbetrieb" die "Ziele":

    Zitat

    Futsal:

    • Implementierung von Futsal in Verbands- und Vereinsstrukturen als offizielle Variante des Hallenfußballs
    • Akzeptanz von Futsal (Hallenfußball nach FIFA-Regeln) als offizielle Variante des organisierten Hallenfußballs steigern


    Und unter "Inhalte" auf derselben Seite:

    Zitat

    Futsal:

    • Ab 2014 geplant: u.a. Aufnahme von Futsal in das Programm 20.000+, Durchführung von Landesauswahlturnieren, Einführung einer Regionalliga in den RV Süd, Südwest, Nord


    Ergibt sich schon aus den genannten "Zielen" die Ablösung des herkömmlichen Hallenfußballs im Regelspielbetrieb durch Futsal?

    Werft einfach mal die alten Vorurteile gegen den Hallenfussball über Bord und probiert euch mal am Futsal aus!


    Ich bin bei uns großer Verfechter des Futsal, allerdings hat der Verein bisher noch keine Futsalbälle angeschafft, weil der offizielle Hallenspielbetrieb noch als klassischer Hallenfußball ausgeführt wird. Nun lese ich hier im Forum, dass Futsal verpflichtend eingeführt werden soll und den klassischen Hallenfußball ablöst. Dazu findet man per Google auch ein paar Artikel in allerdings nicht ganz so großen Zeitungen und einen Verweis auf den "Masterplan [zum] Amateurfußball", der wohl auf dem DFB-Bundestag im September oder Oktober 2014 verabschiedet wurde. Den Masterplan selbst finde ich auf dfb.de aber nicht...


    Weiß hier jemand Näheres und hat belastbare Infos?

    Ja, guenter, du hast Recht, eventuell tragen die Eltern dazu bei, dass das Kind sich so unter Druck setzt -- das ist ja letztlich der Grund hinter der ganzen Geschichte. Insofern wäre es wichtig, wenn 14ValenciaCF eine Einschätzung zu den Eltern abgeben könnte. Ich ging von 'vernünftigen' Eltern aus.

    Hat schonmal jemand solche Erfahrungen gemacht?


    Ja, mit meinem eigenen Sohn. In der G-Jugend war das noch nicht so, aber in der F und auch noch in der E ist er immer mal wieder vom Platz gelaufen, war völlig aufgelöst und auch zunächst nicht dazu bereit, wieder am Spiel teilzunehmen, wenn ihm oder seiner Mannschaft etwas 'Schlimmes' passierte. Also z.B. nach einem Eigentor oder wenn der Gegner das dritte Tor in relativ kurzer Folge schoss, obwohl er alles versuchte, um das zu verhindern. Geweint hat er dabei nur selten, aber völlig 'zu gemacht', d.h. er hat sich völlig stur gestellt und jede Kommunikation verweigert.


    Ich kann Euch aber beruhigen: das gibt sich von selbst. Lasst sie einfach in Frieden, wechsle ein anderes Kind für sie ein und nimm sie zu dir auf die Bank, von wo aus sie erst einmal einfach nur zusehen kann. Wenn sie sich ein bisschen beruhigt hat, kannst du ja nebenher ein bisschen mit ihr reden und z.B. davon erzählen, wie oft du schon neben das Tor geschossen hast o.ä, was auch immer, einfach das Kind runter holen. Ich würde dabei übrigens erst mal ausprobieren, ob sie sich bei dir und ihren Mitspielern beruhigen kann, d.h. ohne die Eltern. Ist das erst einmal zu schwierig, dann soll sie aber ruhig zu den Eltern gehen oder, besser noch, ein Elternteil kommt in dieser Situation ausnahmsweise zu Euch dazu, um sie zu beruhigen, Euch dann aber auch wieder (alleine) zu verlassen, wenn dieses Ziel erreicht ist -- am besten wahrscheinlich gar nicht mit Worten, sondern nur durch die Geborgenheit. Das Reden übernimmst dann du.


    Erwarte nicht, dass sich dieses Verhalten schnell gibt, und übe dabei unbedingt Geduld. Das Kind muss Vertrauen zu dir aufbauen, da darfst du überhaupt keinen Druck aufbauen oder Forderungen stellen.

    Ich halte viel von Derbystar-Bällen, aber man sollte beachten, dass es bei ihnen auch verschiedene Qualitätsstufen gibt, angezeigt durch die Zahl der Sterne auf dem Ball. Ich befürchte, dass Derbystars mit nur einem Stern von der Qualität her nicht besser sind als ähnlich teure Bälle anderer Hersteller.

    Spielbälle sind besser, d.h. aufwendiger gearbeitet und aus höherwertigem Material. Daher sind sie teurer. Man benötigt typischerweise so viele Trainingsbälle, dass es zu teuer wäre, dafür Bälle aus der Kategorie "Spielbälle" zu kaufen. Trainingsbälle sind also billiger, aber auch in ihren Eigenschaften weniger gut. Typischerweise dürften sie auch weniger haltbar sein, wobei ich mir da vorstellen könnte, dass einige Spielbälle da nicht besser abschneiden.

    also ich meinte wirklich strassenfußball (wie zb das hier: http://sportjugend-bb.de/deuts…gagiert/strassenfussball/, http://www.deutschesoccerliga.de/DSL/HOME , http://www.soccer-tour.de/ ) und nicht rumgebolze.


    Ich nicht, ich meinte den ursprünglichen Straßenfußball, das unorganisierte Sich-Treffen-und-dann-Fußballspielen. Mir geht es dabei ja eben gerade um den Aspekt der Selbstorganisation dabei.


    das was du meinst, das normale 'gebolze' nach der schule auf irgendeiner wiese, oder einem spielplatz hatte meist wenig mit fairplay wie wir es uns wünschen zu tun, sondern entsprach den hier schon öfter geschilderten vorgehen in der fpl...............der größere und stärkere, der auch noch dreist genug ist, der setzt sich halt durch.


    Ab und an kommt (und kam) das sicher vor, aber ich würde nicht sagen, dass es die Regel ist. Es kommt halt darauf an, wie die Gruppe sich zusammen setzt. Bei uns war es schon so, dass die große Mehrheit die Regeln respektieren und fair spielen wollte, das waren aber auch Werte, die z.B. in der Schule stark betont wurden, ebenso aber auch der Gedanke, dass man tolerant war und andere bereitwillig integrierte. Ich muss auch sagen, dass mir in den Schulen, die meine Kinder besuchen, diese Werte nicht stark genug betont werden, das gilt aber auch, zumindest meiner Meinung nach, auch für unsere gesamte Gesellschaft. Trotzdem habe ich, wenn auch nicht in ganz so vorbildlicher Form, das von Erwachsenen unreglementierte Spiel unter Kindern auch in anderen Runden zumeist so erlebt. Blöd war es dann, wenn die stadtbekannten Rowdies vorbei kamen, dann hat man halt das Feld geräumt und sich einen anderen Ort gesucht.


    sicher ist das unrealistisch, genauso unrealistisch wie sich einzubilden, das man mit einer fpl die trainer, die du nicht haben möchtest, zu besseren menschen macht.


    Ich weiß nicht... Sicher wird man nicht jeden Saulus zum Paulus machen können, aber ich denke schon, dass es gar nicht so wenige gibt, die es einfach nicht besser wissen. Ich würde sagen, dass von den problematischen Mannschaften, die ich in meiner bisherigen Trainerlaufbahn kennen gelernt habe, ich schon bei einem Viertel bis sogar vielleicht der Hälfte meinen würde, dass sowohl Trainer, Spieler wir Eltern mit der FPL hätten lernen können. Bei ihnen würde ich sagen: "sie wussten es einfach nicht besser."


    im grunde müsstest du, wenn du den trainer als "ursprung des übels" ausgemacht hast, eine verpflichtende vorauswahl treffen, um nur geeignete und ausgebildete trainer für den kinderbereich zu haben.


    Daher ja die Überlegung, ob nicht alle Trainer, die im Kinderbereich unterwegs sind, den Besuch einer FPL-Infoveranstaltung nachweisen müssten, bevor sie weiter praktizieren dürfen bzw. ihre Mannschaft zum Spielbetrieb anmelden dürfen.


    du hattest an einer stelle geschrieben, das der spielbetrieb weitaus früher beginnt als vor vielen jahren...............das stimmt. aber warum eigentlich???


    Die natürliche Ungeduld und Begeisterung von Eltern und Kindern vielleicht? Ralf hat ja geschrieben wie es dazu kam. Ich habe es selbst nicht miterlebt, ich erlebe aber Eltern, die es gar nicht erwarten können, dass ihre Fünfjährigen endlich 'richtig' spielen. Das ist Murks, ich werde auch versuchen, zumindest bei uns im Verein darauf hin zu wirken, dass man die G nicht mehr zum Spielbetrieb meldet. Aber es gibt ihn derzeit halt nun mal und er ist für rund die Hälfte der Kinder und Eltern und die Mehrzahl der Neutrainer im KiFu-Bereich der erste Kontakt mit dem Spielbetrieb. Daher ist es meiner Meinung nach, wenn er schon nicht so organisiert ist, wie er es sein sollte, auch sinnvoll, da dann gleich mit den FPL-Regeln zu beginnen, auch wenn ich mir für die G etwas anderes vorstelle, übrigens auch noch zumindest für die junge F.


    hatte doch auch was fürsich, das zu meiner kifu-zeit der spielbetrieb erst mit schulbeginn einsetzte. g-jugendspiele zu absolvieren halte ich auch nicht für so sinnvoll und ist doch meist eher etwas, was von den wünschen der eltern ausgeht.


    Da sind wir einer Meinung. Und wie gesagt, ich würde den F-Spielbetrieb auch anders regeln als es bei uns der Fall ist -- und auch anders, als ihn der DFB noch empfiehlt.

    Es gibt nachvollziehbare Gründe für Spiel ohne Schiri.


    Aber das ist ein Logik, die mir einfach nicht in den Kopf will. Das ist so, als ob das Tor abgeschafft wird, es es einigen Kids einfach nicht gelingt dieses zu treffen.


    Nö, denn das Tor braucht man, damit das Spiel überhaupt funktioniert, genauso wie einen Ball, ein Feld und mindestens zwei Spieler. Aber den Schiedsrichter braucht kein Mensch, um Fußball spielen zu können.


    Übrigens: im Training passt ein geschickter Kindertrainer die Größe der Tore durchaus an den Leistungsstand seiner Spieler an, um ihnen genügend Erfolgserlebnisse zu bieten.


    Weil Zuschauer nicht mit Schirientscheidungen klarkommen, wird der Schiri abgeschafft. Meine eigene Logik sieht da den Zuschauer als Ansatzpunkt.


    Bedenke aber doch bitte, wie sich die Anwesenheit des Schiedsrichters auf Trainer und erwachsene Zuschauer auswirkt. Dazu haben Ralf und viele andere hier im Forum schon genug geschrieben, ich bin dessen, ehrlich gesagt, langsam müde. Und wenn man dann keinen Schiri braucht, wovon ich felsenfest überzeugt bin, sein Fehlen hingegen allen übrigen Akteuren (außer den ganz wenigen Problemfällen) gut tut, dann verzichte ich liebend gerne auf ihn.


    Doch die gibt es. Dass es derer zuwenig sind ist mir auch klar.


    Genau. Und, wie oben gesagt, man bräuchte ja eigentlich viel, viel mehr von der Sorte. Braucht man tatsächlich aber nicht, wie man ja auch im Trainingsspiel feststellen kann. Da ruft man als Trainer zu Beginn noch die Entscheidungen rein, relativ schnell brauchen die Kids das aber immer weniger und können das Spiel immer besser selbst regeln. Für die kniffligeren Fälle ist ja immer noch der Trainer da. Und beim Wettspiel ist das auch nicht anders, da sind es halt nur zwei Trainer.


    Aber das liegt doch auch in der Verantwortung der Trainer, die einfach jeden nehmen, der sich zum Pfeiffen bereit erklärt. Mehr Sorgfalt in der Auswahl und mehr Bereitschaft der Trainer selbst zu pfeiffen würde da einiges bewegen.


    Die Trainer übernehmen ja bei der FPL die Spielleitung, sie sind halt nur nicht auf dem Platz und nehmen den Kids nur die Entscheidungen ab, mit denen sie überofordert sind.


    dann macht es doch mehr sinn, zum einen die stellung des schiedsrichters zu stärken, und zum andern den "job" des schiedsrichters attraktiver zu gestalten.............


    Von mir aus gerne. Das wird aber dennoch nicht reichen, um für alle Spiele bis in den gegenüber früher deutlich weiter hinunter reichenden Spielbetrieb angesetzte Schiedsrichter stellen zu können. Wie gesagt, bei uns gibt es die Schiedsrichteransetzung ab der D-Jugend, da sind es schon deutlich weniger Mannschaften als zuvor.


    Ich habe mir eben mal die Mühe gemacht, für unseren Kreis von A- bis G-Jugend die Zahl der Mannschaften im Spielbetrieb sowie die Zahl der Ligen und ihre Stärke nachzuvollziehen. Es gibt da in den Altersklassen mit angesetzten Schiedsrichtern:

    • A: KK:12, KL:13, GL:13 (bei 6 Kreisen, also ca. 2 pro Kreis), HL (x3):14 (bei 32 Kreisen im Land, also ca. 0,5 pro Kreis). Daraus resultieren pro Saison (12*11 + 13*12 + 13*12/6 + 3*14*13/32) Schirieinsätze = 331 Schirieinsätze
    • B: KK:12, KL:13, GL:13 (2), HL (x3):14 (0,5). Schirieinsätze: 331
    • C: KK:14+12, KL:13, GL:13 (2), HL (x3):14 (0,5). Schirieinsätze (=Spiele): 513
    • D: KK:12+12+7+9, KL:13+6, GL:14 (2). Schirieinsätze (=Spiele): 523


    In der Hessenliga (HL) werden Gespanne angesetzt, d.h. da braucht man dann dreimal so viele Schiris wie in den unteren Klassen, deshalb die Ergänzung "x3". Unberücksichtigt bleiben Pokal- und Freundschaftsspiele sowie höhere Ligen.


    Gesamtsumme: 1.698 Schirieinsätze pro Saison


    Sehen wir uns die KiFu-Jahrgänge an:

    • E: KK:9+8+9+10+10+9+10+10, KL:14. Spiele: 632
    • F: KK:8+8+8+8+8+7+8+8+8+7+7: Spiele: 574
    • G: KK:10+6+8+7+7, Spiele: 260


    Summe: 1.466


    D.h. man bräuchte knapp doppelt so viele Schiedsrichter wie zur Zeit. Um das Schiriamt ein wenig attraktiver zu machen, müsste man jedoch die Belastung der Schiedsrichter gegenüber dem heutigen Niveau deutlich reduzieren, es gibt ja auch jede Menge Vereine, die es nicht schaffen, ihr Schirisoll zu erfüllen. Eigentlich bräuchte man schon heute rund doppelt so viele Schiedsrichter wie vorhanden sind. Wenn man nun, gemäß deiner Vorstellung, auch in den FPL-Jahrgängen angesetzte Schiedsrichter haben müsste, so bräuchte man gegenüber dem heutigen Stand vier mal so viele Schiedsrichter. Und das sollten, bitte schön, auch nur 'gute' Schiedsrichter sein, die den Kids etwas beibringen können. Dabei sind das von den angesetzten Schiedsrichtern, zumindest nach meiner Erfahrung, gerade mal ungefähr ein Drittel, wohingegen rund die Hälfte einfach nur ihr Programm tunter spulen und ein Sechstel zu der Kategorie gehört, auf die man lieber verzichten würde.


    Mein Fazit: die Vorstellung, alle Spiele von 'guten' angesetzten Schiedsrichtern leiten zu lassen, ist völlig unrealistisch.


    im grunde genommen müsste man die ganze sache doch umdrehen.
    im kifu müssten die 'richtigen' schiedsrichter angesetzt werden und die kinder im sinne des fußballs erziehen, damit man im seniorenbereich auf die spielleitung verzichten könnte, denn auch im männerbreich geht es in den kreisklassen und kreisligen nur um die 'goldene ananas' und das bierchen danach....


    Dein Ansatz ist schon richtig, aber es geht nicht um die Schiedsrichter, sondern eher um die Trainer. Die Schiedsrichter haben viel weniger erzieherischen Einfluss auf die Kinder als die Trainer, denn sie verbringen viel mehr Zeit mit ihnen, die Kinder bauen ein Verhältnis zu ihnen auf, während sie einen Schiri nur einmal pro Saison für die Dauer eines Spieles erleben. Der Trainer kann sich im Training die Zeit nehmen, Dinge zu erklären, er wirkt viel nachhaltiger in seinem ganzen Verhalten als Vorbild für die Kinder als dies ein Schiri zu tun vermag. Außerdem geht es im Kinderspielbetrieb per Definition um die Goldene Ananas, eben weil es dort keine Tabellen und in G und F auch noch keine unterschiedlichen Spielklassen gibt -- in der E auch nur zwei verschiedene. Also braucht man da, um deine eigene Argumentation aufzugreifen, keinen Schiedsrichter, das sollten die Spieler und ihre Trainer selbst geregelt bekommen. Und sie schaffen es ja auch, das einzige Problem der FPL sind ungeeignete Erwachsene.


    grade im seniorenbereich sollte man davon ausgehen können, das alle die regeln kennen, in ihren umgangsformen gefestigt sind und ein gewisser entwicklungsprozess abgeschlossen ist, der jeden einzelnen spieler dazu befähigen müsste gewisse situationen einzuschätzen.


    Und bei den Kindern haben die Erwachsenen noch einen so großen Einfluss, dass dort das Argument genauso gilt. Es ist zwar richtig, dass die Kinder selbst nicht sämtliche dieser Fähigkeiten haben, aber ihre Trainer haben noch einen unmittelbaren und ziemlich unumschränkten Einfluss auf sie. Das kommt dann aufs Gleiche raus, wenn die Trainer ihren Job richtig machen.


    bei erwachsenen wird wohl kaum einer auf die idee kommen, das dieses modell praktikabel ist


    Wieso? Ich denke schon, dass es gehen sollte.



    ich bin seit vielen jahren 'anhänger' des strassenfußballs und bin bei sehr vielen turnieren (auch mit meinen jungs) dabei und kann diesen von die geschilderten eindruck nicht bestätigen.
    das die fairplaypunkte abgezogen werden, oder irgendwelche jungs/mädels ausgeschlossen werden findet fast nie statt.


    Moment mal, Turniere sind doch kein Straßenfußball. Mir geht es um die Situation, dass sich eine Gruppe Gleichgesinnter trifft, um zu bolzen. Wenn da einer das Spiel permanent stört, so wird ihm zunächst gesagt, dass er damit aufhören soll, dann wird ihm deutlich zu verstehen gegeben, dass er unerwünscht ist, bis er sich bessert. Blöd ist das nur dann, wenn ihm der Ball gehört..


    die einen sagen "das war unfair" und die andern sagen " was wollt ihr denn, war doch alles ok"..........


    Und bei uns fragte man dann früher einen Spieler, der dafür bekannt war, dass er ehrlich ist.


    die entscheidung der teamer (quasi die 'spielbeobachter' des strassenfußballs) reagieren meist mit einem "ihr müsst euch da schon selber einigen" und in der regel sind die fairen mannschaften die 'gekniffenen'.


    Nee, das kannst du nicht mit dem Straßenfußball vergleichen. Beim Straßenfußball gab es ja immer mal wieder verschiedene Mannschaften, da gab es daher auch nicht eine so ausgeprägte Solidarisierung innerhalb eines Teams. Und wenn einigen Spielern es leid waren, permanent übervorteilt zu werden, haben sie das Spiel halt verlassen, wenn es genügend Spieler waren, haben sie dann eine eigene Runde aufgemacht oder die anderen haben gemerkt, dass es so nicht weiter geht, und haben etwas geändert -- so lief das ja häufig auch, wenn die Mannschaften unfair aufgeteilt waren. In einem Turnier geht das alles nicht.


    und genau darum wirst du mit der fpl auch nichts ändern, sondern eher noch "den bock zum gärtner" machen.
    ein (guter) schiedsrichter kann doch durch sein auftreten, durch seine entscheidungen, durch sein eingreifen genau diese klientel 'im zaum' halten.


    Und wo kommen dann die Berichte über angegriffene oder sich bedroht fühlende Schiedsrichter her?


    Ich gebe auch zu bedenken, dass der Fall, der Ralf dazu brachte, sich überhaupt die FPL auszudenken, eine Eskalation der Streitigkeiten zwischen Zuschauern bei einem F-Jugendspiel waren. Ausgangspunkt war eine strittige Schiedsrichterentscheidung.


    Beachte bitte weiterhin, dass es in weiten Teilen der Republik in den Altersklassen, in denen jetzt nach FPL gespielt wird, keine vom Verband (oder Kreis) angesetzten Schiedsrichter gibt, dazu gibt es schlicht und ergreifend viel zu wenige von ihnen. In manchen Landesverbänden pfeift der Heim-, in anderen der Gastverein. So gut wie nie gibt es dabei einen der von dir angeführten 'guten Schiris, [die] durch [ihr] Auftreten, [ihre] Entscheidungen, durch [ihr] Eingreifen genau dieses Klientel im Zaum halten'.


    Der Spielbetrieb mit Schiri, den du hier als Gegenentwurf zur FPL anführst, gibt es nicht, und wenn nicht auf einen Schlag Tausende von (guten) Schiedsrichtern aus dem Nichts erscheinen, wo sie es seit Jahren nicht tun, sondern ihre Zahl im Gegenteil stetig abnimmt, wird es ihn auch nicht geben. Deswegen gibt es die FPL, die von sämtlichem Klientel verlangt, dass es sich benimmt, unabhängig davon, ob es einen Schiedsrichter gibt und wie 'gut' er ist.


    sie sich selbst zu überlassen, bzw. sie 'auszusperren' ändert doch nichst an den ausgangsproblemen.


    Wenn sie sich nicht benehmen können, so gehören sie ausgesperrt, doch, natürlich. Um den Bogen zum Straßenfußball zu ziehen: denjenigen, die das Spiel immer nur gestört haben, wurden damals doch auch ausgeschlossen. Wenn sie sich benommen haben, konnten sie auch wieder mit machen.


    wenn ich mich dann auch noch mit einem schiedsrichter auf augenhöhe verständige, weil ich selber regelsicher bin und halbwegs ordentliche kommunikationsformen besitze, die nicht gleich auf vorwürfen und "runtermachen" basieren, so hast du in den spielen auch keine probleme.


    Aber das ist doch genau das, was 'dieses Klientel' eben nicht macht. Da gibt es deutliche Vorwürfe an den Schiedsrichter und er wird 'runter gemacht'. Das ist doch genau der Punkt, warum es richtig ist, dass es ihn nicht gibt und auch 'dieses Klientel' dafür in die Pflicht genommen wird, dass das Spiel der Kinder ordentlich und gesittet abläuft.


    Karl, das wäre auch für mich zuviel, genauso wie ich gegen eine Gebühr bin, da es überhaupt um die Basis des gesamten Fussballes geht.


    Männers, es ging bei mir stets um eine Veranstaltung. Für sie gibt es aber zwei zur persönlichen Wahl stehende Termine, damit diejenigen, die an dem einen verhindert sind, den anderen nutzen können. Völlig kostenfrei und auch von anderen Terminen frei geräumt. Irgendwann hat aber auch der Kreis seine Schuldigkeit getan, und Mannschaften, die es nicht geschafft haben, einen der beiden Termine wahrzunehmen, können das noch erreichen, indem sie dann wenigstens einen Termin, insgesamt den dritten, aber ihr erster und einziger, wahrnehmen. Vielleicht könnte das dann auch einfach die FPL-Schulung des DFB sein, diese ist, wie alle anderen Kurzschulungen, ja auch (sehr moderat) kostenpflichtig.


    Man könnte auch für beiden anderen Termine die DFB-Kurzschulung heran ziehen und letztlich um einen praktischen Teil sowie ein gemütliches Beisammensein ergänzen, das bietet man zwei mal gegen Saisonende zur kostenfreien Teilnahme an. Und nochmal zu Saisonbeginn, aber ohne Grillen und als ganz normale Kurzschulung mit Standardobulus.


    Ich hätte dann nichts dagegen, dass jede Mannschaft einen Begleiter braucht, der die Teilnahme an der FPL-Schulung belegen kann. Vielleicht wäre das aber auch unnötig. Ich würde mich als Verantwortlicher aber innerlich darauf einstellen, nachzuhaken, wenn mir von Problemen berichtet wird, und dabei auch in Erfahrung zu bringen, ob die Mannschaftsverantwortlichen die FPL-Schulung besucht haben. Aus den Erkenntnissen würde ich dann ggf. meine Schlüsse für die nächste Saison ziehen...

    Ich möchte doch überhaupt nicht den Sinn von Schulungen oder Trainerzusammenkünften in Frage stellen, sondern kritisiere nur, dies als Pflichtveranstaltung mit 1 oder 2 Terminen durchführen zu wollen.


    Ich weiß, das verstehe ich auch. Mir wäre es auch lieber, man bräuchte diese Schulung überhaupt nicht, oder könnte sie nur für die Interessierten anbieten. Aber damit erreiche ich eben gerade nicht das Ziel, dass die Regeln der FP-Liga verstanden werden und umgesetzt werden können. Wir beobachten hier im Forum doch, dass die FP-Liga dort ziemlich gut läuft, wo es vorab Infos gab, während die negativsten Berichte aus den Gegenden stammen, wo sie einfach nur zu Saisonbeginn eingeführt wurde, ohne den Trainern vorher erklärt worden zu sein. Darunter leiden dann alle Beteiligten.


    Auch kann ich einen Trainer im unteren Jugendbereich hier nicht unbedingt mit einem Feuerwehrmann vergleichen.


    Das sehe ich auch so, ich würde diesen Vergleich auch nicht ziehen, allerdings hauptsächlich, weil es beim Feuerwehrmann auch immer mal wieder um Leib und Leben geht.


    Bei dem einen ist es das eigene Hobby, welches er ausübt, bei dem anderen vielleicht nur das Hobby des eigenen Kindes und er nur Trainer, weil sich sonst niemand fand und er auch wieder weg, sobald das eigene Kind der Sache entwachsen ist.


    Stimmt schon, aber das heißt nicht, dass er keinerlei Verpflichtungen unterliegt. Nur weil ich sie freiwillig mache, kann ich mir nicht nur die Rosinen heraus picken. Und die Verpflichtung zur Teilnahme an einer einzigen Schulungsmaßnahme im Rahmen meiner Karriere als Kindertrainer empfinde ich tatsächlich als überaus zumutbar.


    Jetzt versetze ich mich mal in so einen Trainer hinein, der dazu noch von seiner Grundeinstellung gegen die FPL ist. der einer Arbeit nachgeht und in Fällen, wo es nicht anders geht, notfalls mal das Training ausfallen lässt oder terminlich verschieben kann. Dem werden jetzt zwei Termine genannt, zu denen er verpflichtend zu erscheinen hat. Diese Vorgehensweise allein würde bei mir schon Widerstand hervorrufen.


    Mag sein, aber ganz ehrlich: genau einen solchen Trainer möchte ich im Spielbetrieb auch nicht haben. Da tut es mir dann zwar um 'seine' Kids leid, die dadurch nicht zum Spielen kommen, mir sind aber die Kids der sieben anderen Vereine, die in seiner Staffel gewesen wären, wichtiger. Du gehst von einem Trainer aus, dessen Grundeinstellung konträr zur FPL ist -- gerade diese Trainer sind es doch, die unbedingt dieser Schulung bedürfen, bei denen die Gefahr groß ist, dass die FPL-Spiele mit ihrer Beteiligung sonst nicht laufen. Ihm werden übrigens nicht zwei Pflichttermine genannt, sondern zwei Termine, von denen er sich einen auswählen kann. Meiner Erfahrung nach kriegt man solche Trainer übrigens nur mit Pflichtveranstaltungen, sie mögen dann vielleicht ein bisschen herum mosern, aber wenn man da nicht mit Pflicht kommt und mit Strafen droht, passiert da leider gar nichts.


    Meines Erachtens kann man so etwas nicht als Pflichtveranstaltung deklarieren sondern muss die Dinge für die Trainer lukrativ machen. Die Leute müssen dorthin gehen WOLLEN.


    Deshalb ist es ja auch, wenn man so will, keine Pflichtveranstaltung, sondern 'lediglich' Voraussetzung dafür, eine Mannschaft zum Spielbetrieb, in dem die FPL gilt, anzumelden.


    Wie sieht es denn zu den Trainerschulungen bei Euch aus ? Doch wohl auch so, dass die von denjenigen besucht werden, die diese gerade zur Verlängerung ihrer Lizenz brauchen und vielleicht noch von vereinzelten Enthusiasten. Die große Mehrheit sieht man doch dort nicht.


    Und genau deshalb würde eine rein freiwillige FPL-Schulung auch nicht viel bringen. Ich habe es schon erwähnt, bei uns in Hessen musste letztes Jahr schon pro G- und F-Jugendmannschaft jeweils mindestens ein Vertreter zu der FPL-Schulung. Das hat funktioniert, die Leute sind dahin gegangen. Wäre das aber freiwillig gewesen, hätte man vermutlich allerhöchstens ein Viertel der Teilnehmer da gehabt, wenn überhaupt.


    Man sollte vielmehr überlegen, wie man es schaffen kann, Trainer ( auch Vatertrainer ) auf Dauer zu halten. Die Tätigkeit muss auch ihnen Spaß machen und eine gewisse Erfüllung geben. Da sind "von oben" diktierte "Pflichtveranstaltungen" in meinen Augen eher kontraproduktiv.


    Richtig, deshalb bin ich auch unbedingt dafür, die Zahl der Pflichtveranstaltungen minimal zu halten. Aber da, wo es notwendig ist, darf und sollte man auch eine Veranstaltung zur Pflicht machen.


    Vergleicht es mal mit den Kindern. [...] Schaffe ich es aber, das Training so interessant zu gestalten, dass auch diese Kinder jederzeit gern dorthin wollen, ohne dass es Pflicht wäre, erreiche ich wohl viel mehr.


    Schon recht, aber bei manchen Kindern wirst du auch das nicht schaffen, da ist dann halt das PS4-Spiel einfach attraktiver als dein Training, ganz egal wie sehr du dich anstrengst. Da ist dann einfach das Mindestmaß an Eigenmotivation unterschritten. Das gibt es natürlich auch bei Trainern, und ebenso, wie ich es für legitim halte, dass man als Trainer, wenn man mit gutem Gewissen ein attraktives Training für sich reklamieren kann, Kinder, die aufgrund von Bocklosigkeit nicht zum Training komme, auch nicht für das nächste Spiel aufstellt, so halte ich es für genauso rechtfertigt, dass man Trainer, die sich aus ähnlichen Gründen nicht genug engagieren, auch nicht zur Teilnahme zulässt.


    Natürlich muss sich der Kreis dann genauso wie der Trainer darum bemühen, sein Programm attraktiv zu machen, keine Frage. Aber die jeweils andere Seite muss auch mit machen.


    So wie ich unterschiedlich motivierte Kinder habe, so habe ich unterschiedlich motivierte Trainer. Bei den einen könnte ich theoretisch einen gewissen Druck anwenden, - bei den anderen nicht. Ich brauche sie aber alle....


    Nö, das sehe ich nicht so. Auf die schwarzen Schafe verzichte ich lieber, sie richten langfristig ohnehin mehr Schaden an als dass sie Nutzen bringen.


    Bei der FP-Liga darf man einfach nicht erwarten, dass sich alles sofort zum Guten verändert. Man muss den Dingen Zeit geben und hat es im Moment, meines Erachtens nach, überhaupt nicht nötig, hier mit Druck in Form von zusätzlichen Pflichtveranstaltungen zu arbeiten.


    In den ersten beiden Punkten sind wir einer Meinung, allerdings denke ich schon, dass man durch entsprechende Veranstaltungen die Akzeptanz und auch die korrekte Durchführung von FPL-Spielen und die Befolgung der Regeln deutlich beschelunigen könnte. Und uns geht es hier im Forum ja auch im Zusammenhang mit der FPL immer wieder um die Problemfälle. Ich denke schon, dass man die Zahl dieser bedauerlichen Fälle stark reduzieren könnte, wenn man alle Trainer geeignet informieren könnte.


    Man könnte vielmehr auch andere Veranstaltungen dazu nutzen, um nebenbei für die FPL zu werben und über ihre Ziele und Verfahrensweisen aufzuklären. Veranstaltungen, wo Vereinsverantwortliche und/oder Trainer aus anderen Gründen schon vor Ort sind. Das könnten u.a. Schulungen, Versammlungen, aber auch z.B. Turniere sein.


    Das blöde daran ist aber, dass du dabei dann ja doch wieder nur diejenigen erreichst, die du nicht mehr überzeugen musst, das wäre dann das, was im englischsprachigen Raum als "preaching to the choir" bezeichnet wird. Kann man gerne machen, bringt aber nichts, wenn es darum geht, die Zahl der Problemfälle zu reduzieren.

    Warum nicht mal überlegen, ob es Sinn macht, mit Schiri zu agieren, der aber dann nur die FPL-Regeln zu beachten hat?


    Hmm, naja, das müsste man aber ganz deutlich heraus stellen, dass diese Person eben kein Schiri ist, sondern ein FPL-Regelwächter. Grundsätzlich denke ich, dass es sinnvoll sein könnte, aber mir wäre es da lieber, er würde sich im Hintergrund halten, bis er der Meinung ist, dass er einschreiten solle. Denn wenn er ständig bei den Trainern steht, denn auf dem Platz hat er meiner Ansicht nach gar nichts verloren, dann wird er ja doch gleich wieder als Schiri angesehen und gar nicht so wenige Trainer würden, so meine Einschätzung, dann doch wieder damit beginnen, mehr Einfluss aufs Spiel zu nehmen, halt einfach zu gucken, wie weit sie gehen können, bevor der 'unparteiische Nicht-Schiri' ihnen Einhalt gebietet. Ich finde es tatsächlich auch gut, dass den Trainern eindeutig die Verantwortung für ein friedliches und für alle Seiten erfreuliches Spiel, sieht man von der Enttäuschung der unterlegenen Partei einmal ab, übertragen bekommen.


    Da man sicher nicht genug FPL-Regelwächter für alle Partien finden kann und andererseits die meisten FPL-Partien ihrer überhaupt nicht bedürfen, könnte man die paar FPL-Unterstützer, die man tatsächlich mobilisieren könnte, aber vielleicht zu den Spielen schicken, bei denen man mit Schwierigkeiten rechnet -- ich denke, die paar schwarzen Schafe unter den Mannschaften hat man schnell identifiziert.


    Mal überlegt ob es nicht Sinn macht, dass beide Trainer sich vor dem Spiel einigen, wer von beiden zuständig ist, die FPL-Regeln im Spiel umzusetzten, anstatt den Kids 2 Personen mit evtl. unterschiedlicher Auffassung auszusetzten.


    Davon halte ich persönlich nicht viel, da würde ich befürchten, dass sich dann in der zweiten Halbzeit für die Verfehlungen des anderen Trainers in der ersten revanchiert wird. Oder dass es Probleme gibt, weil es in der zweiten Halbzeit zwei, drei wirklich knifflige Situationen gibt, während die erste völlig ruhig war. Außerdem wird der 'zuständige' Trainer dann ja doch wieder zum Schiri...


    Mal überlegt, die Kompetenz dieser beiden, ob Schiri oder Trainer, derart zu erweitern, auch bestimmend vorzugeben, dass bei Fehlverhalten von Trainer und Zuschauer, das Spiel zu beenden.?


    Den FPL-Regelwächtern würde ich dieses Recht durchaus zugestehen, allerdings müssten sie zuvor schon versucht haben, das Spiel wieder auf die richtige Bahn zu bekommen. Bei anderen Partien wäre das deutlich schwieriger, weil es ja keine erklärterweise unabhängige Instanz gibt, welche die Situation bewerten kann.


    Die Denkschablonen sind mir zu einseitig, sollte es um wirkliche Verbesserungen vor Ort gehen. Manchmal habe ich den Eindruck dass es eher darum geht eine Idee mit aller Gewalt durchzusetzen, anstatt auf Schwachpunkte zu reagieren.


    Hmm, "mit aller Gewalt" halte ich da nicht für die allerglücklichste Formulierung.. ;)


    Ich kann deine Meinung auch nicht wirklich teilen, aber ich stand der FPL auch von vornherein positiv gegenüber. Ich finde es gut, dass die Trainer eine gemeinsame Linie finden sollen, ich denke auch, und die Erfahrung hast du ja auch gemacht, dass das mit den allermeisten Trainern auch problemlos klappt, auch wenn man sicher nicht jede Situation gleich einschätzen wird. Wirklich problematisch sind doch nur die wenigen schwarzen Schafe, es geht doch eigentlich nur darum, sich zu überlegen, wie man ihnen bestmöglich begegnet.


    Was nutzt die Einführung von Neuem, wenn Probleme teilweise nur verlagert werden .


    Ich glaube nicht, dass Probleme mit der FPL nur verlagert werden, sondern meine schon, dass die FPL zu einer generellen Verbesserung der Situation der Kinder führt. Es wird weiterhin Probleme geben, es kann sicher auch mal solche geben, die es mit Schiri nicht gegeben hätte, aber insgesamt denke ich, dass das Klima auf den Fußballplätzen besser werden dürfte. scrum beschreibt es doch auch so. Natürlich bleibt die Aufgabe, den, wie ich vermute, wenigen problematischen Fällen, die es weiterhin oder auch zusätzlich gibt, geeignet zu begegnen.


    Keine Probleme sind, so meine Meinung, Fehlentscheidungen der Kinder, auch wenn sie zu spielentscheidenden Toren führen. Wobei es, wie zumindest ich im Zusammenhang mit der FPL schon öfters gesagt habe, die Trainer bei eklatanten Regelverletzungen ja durchaus einschreiten und das Spiel unterbrechen sollen.

    Ich finde es als Leitschnur schon sinnvoll, dass Kinder in der Mannschaft ihres Jahrgangs spielen. Eine gewisse Flexibilität ist da sicherlich auch angebracht, allerdings sollte man dabei darauf achten, dass man wirklich das Kind in den Vordergrund stellt und nicht die Mannschaft, den Wunsch der Eltern oder eines Trainers. Es ist oft nicht einfach, das zu beurteilen. Wir haben aktuell z.B. einen Papa, dessen Söhne Ende 2004 und Anfang 2006 geboren sind. Er hätte sie jetzt gerne beide in derselben (eher schwachen) E-Jugendmannschaft, für ihn würde das natürlich organisatorisch einige Vorteile mit sich bringen. Er hat dort auch schon mal gespielt und gleich ein paar Tore geschossen, so dass die dortigen Spieler ihn gerne bei sich behielten -- er fühlt sich natürlich auch geehrt und geschmeichelt, dass die Älteren ihn so gerne haben wollen. In der F1 schießt er auch seine Tore und ist sehr beliebt, er fühlt sich auch da sehr wohl. Bei seinem Papa schwingt auch ganz viel Stolz mit, wenn er darüber spekuliert, sein Jüngerer könnte bei den Älteren mitspielen -- das ist mir ein gewisser Dorn im Auge. Ebenso stört es mich aber auch etwas, dass der andere F1-Trainer den Jungen gerne behalten würde, aber, wie mir scheint, eher aus dem Grund, dass er halt recht torgefährlich ist. Ich persönlich (als zweiter Trainer der F1) bin unentschlossen, würde aber eher für einen Verbleib in der F1 plädieren, einfach weil der Junge aus diesem Team überhaupt nicht heraus ragt, da gibt es durchaus einige Spieler, die insgesamt besser sind als er, so dass ich der Meinung bin, dass er sich in seiner bisherigen Mannschaft wahrscheinlich besser entwickeln kann als in der anderen, zumal da die eher schwächeren E-Spieler des Altjahrgangs versammelt sind. Daher lautet mein Vorschlag, dass der Rest des F1-Teams versucht, bei der Logistik zu helfen, indem z.B. der Junge mit einem anderen gemeinsam zum Training und Spielen fahren kann usw. Bei den Spielen müsste sich der Papa dann ggf. entscheiden, welchem seiner Söhne er zusehen möchte, oder er hat halt den doppelten Zeitaufwand, aber mit diesem Schicksal ist er ja beileibe nicht alleine..


    Was ich aber übrigens auch nicht so toll finde, aber nicht selten sehe, ist dass Bambini-Trainer, die dann mit dem entsprechenden Jahrgang in die F-Jugend wechseln, einfach gewohnheitsmäßig einige spielstarke Bambini mitnehmen. Meiner Meinung nach sollte ein Spieler, der eigentlich 'ein Jahr zu jung' ist als der Rest seiner Mannschaft, sinnvollerweise zumindest im Mittelfeld mit halten können. Gehört er zum schwächeren Drittel, so denke ich, wäre er in den meisten Fällen in der seinem Jahrgang entsprechenden Mannschaft besser aufgehoben. Aber natürlich können andere, also z.B. die von guenter verdeutlichten sozialen Gesichtspunkte dagegen sprechen. D.h. man muss den Einzelfall betrachten.

    Klingt sehr gut finde ich!


    Klar, da bin ich bei dir, gäbe es das, dann hätte Ralf die Schiriregel wohl auch nicht erfinden müssen. Aber bei uns in den KiFu-Altersklassen ist das leider nicht machbar, einfach, weil dazu das Personal fehlt. Auf dieses Problem kommst du ja weiter unten schon selbst..


    Spiel nach Fairplay-Regeln mit einem Schiedsrichter, der nur dann eingreift wenn es wirklich von Nöten ist. dies würde die Trainer entlasten [...]


    Tja, und als ich dann das las, da dachte ich mir, dass eigentlich wir Trainer das doch auch ohne den neutralen Spielunterstützer hinbekommen sollten, oder? Zumal es ja als 'Erweiterung' der FPL dann in der E-Jugend den Spielleiter gibt, also einen jugendlichen Unterstützer, der sich für das Schiriamt interessiert bzw. interessieren könnte. Mit bereits FPL-geimpften Trainern und Spielern sollte das eigentlich auch klappen, oder?


    Wenn man dann noch ohne Tabellen spielen würde, wäre es vll. perfekt.


    Da sehe ich es übrigens wie guenter: die FPL muss es ziemlich schwer haben, wenn es Tabellen gibt, zumindest in G- und F-Jugend haben sie überhaupt nichts verloren.


    Stellt sich nur die Frage wo man genügend (für die Fairplay-Liga) ausgebildete Schiedsrichter her bekommt...


    Eben. Bei uns wird erst ab der D-Jugend von offiziellen Schiris gepfiffen, zusätzlich in der E-Jugend die Kreispokalspiele. Das wars, alles andere von G bis E wurde von Laienschiedsrichtern, die der Heimverein zu stellen hatte, gepfiffen, also im Regelfall Spielerpapas.

    Hmm... Nun ja, Karl, ich verstehe ja schon, was du meinst, aber ich denke schon, dass man auch von freiwilligen Helfern auch mal etwas erwarten kann und muss. Ich weiß, dass die Bezeichnung "Pflichtveranstaltung" bei viele Leuten Unmut erzeugt, es wird über einen verfügt, das hat man nicht gern. Man muss das Kind ja auch nicht unbedingt so nennen, sondern es als Qualifikationsmaßnahme, FPL-Schulung oder was auch immer bezeichnen. Dabei geht es mir ausdrücklich nicht darum, Verschleierung zu betreiben, sondern vielmehr, auf die positive Absicht hinzuweisen. Ich denke auch, dass guenter und scrum Recht haben, wenn sie darauf hinweisen, dass es allgemein besser läuft, wenn die Trainer sich bereits kennen gelernt haben, ohne Konkurrenten zu sein. Das kann ich auch bestätigen, zu den Trainern, die ich zunächst auf dem Tag der Qualifizierung vor ein paar Jahren und später dann beim Lehrgang zum C-Breitenschein kennen gelernt habe, bestand von vornherein eine großartige Atmosphäre, wenn wir uns dann auch mal bei Spielen oder Turnieren gesehen haben.


    Außerdem denke ich auch, dass viele Neutrainer sich erst einmal ziemlich hilflos fühlen, ich glaube, dass viele für eine solche Infoveranstaltung durchaus dankbar wären.

    Zitat tobn:

    Dann hätten wir hier wohl kaum noch Mannschaften im Spielbetrieb bzw, oft Spielausfälle. Schon der Begriff "Pflichtveranstaltung" passt nicht zu einer unbezahlten ehrenamtlichen Tätigkeit.


    Man darf es mit der Zahl der Pflichtveranstaltungen ganz sicher nicht übertreiben, keine Frage, und auch hier macht der Ton die Musik, sprich die Maßnahme muss so angekündigt werden, dass sich ihre Sinnhaftigkeit jedem kinderfreundlichen, sozial eingestellten und engagierten Menschen direkt erschließt. Dadurch, dass man zwei Termine anbietet, kann sich jeder den am besten in derm Terminplan passenden aussuchen.


    Im übrigen gehen diese ganzen Ehrenamtler doch auch alle zwei, drei Wochen zu den Spielen, das sind doch, wenn man so will, auch Pflichtveranstaltungen. Diese Veranstaltung wäre gerade mal eine mehr, wenn auch zugegebenermaßen etwas länger.


    Dazu habe ich den allerhöchsten Respekt von dem Engagement der Ehrenamtler, bin ja selbst auch einer. Aber die Tatsache, dass es ein Ehrenamt ist, bedingt doch nicht, dass damit keine Pflichten verbunden sind, oder?