Beiträge von tobn

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    Auch wenn ich eine solche Praxis verwunderlich finde, ist sie bei Euch etabliert. Wenn Ihr das einfach ignoriert und stattdessen Euer Ding macht, dann dürft Ihr Euch nicht wundern, wenn das zu Ärger führt.


    EDIT: Ich habe da noch was:


    Unser Vorsitzender sponsort nicht die Trikots sondern nur seine eigene Werbung darauf! Soll heissen der bezahlt den Flock und die Trikots bezahlt der Verein aus seinen Mitgliedsbeiträgen !

    Nun, das empfinde ich persönlich als äußerst fragwürdig, denn hier zieht ein Amtsträger einen Vorteil in Form von Trikotwerbung, ohne dass es dafür eine Gegenleistung für den Verein gibt. Das riecht für mich schon ein wenig nach Amtsmissbrauch und Interessenkonflikt.


    Wenn Ihr Euch ganz sicher seid, dass es so ist, wie du schreibst, halte ich Euren Vereinsvorsitzenden für in einer angreifbaren Position. Ihr könntet daraus drei Schlüsse ziehen:

    • Es macht ihn erpressbar und Ihr leiert ihm so die fünf Trikots aus den Rippen. Erpressung ist aber ein strafbares Vergehen, dessen Ihr Euch damit schuldig macht, alleine schon deshalb muss ich strengstens davon abraten. Selbst wenn sie nicht raus käme, so müsste Euer Opfer in der Folge doch befürchten, dass Ihr dieses Druckmittel immer wieder zu verwenden versucht und würde wahrscheinlich seinerseits versuchen, Euch anderweitig los zu werden. Warum sollte er sich da nur an die Spielregeln halten, wenn Ihr das auch nicht tut? Das Klima zwischen Euch und ihm wäre in jedem Fall auch nachhaltig vergiftet.
    • Ihr sorgt dafür, dass der Amtmissbrauch öffentlich wird, so dass der Vorsitzende jede Menge Ärger bekommt, evtl. sogar juristischen. Das bedeutet aber auch für den Verein, also die übrigen Mitglieder, eine Menge Schaden. Wenn heraus kommt, dass Ihr ihn "angeschwärzt" habt, seid Ihr unten durch, könnt direkt die Koffer packen. Wenn es blöd läuft, belangt man Euch unter Hinweis auf die Vereinssatzung, in der vermutlich ein Passus der Art steht, dass die Mitglieder vereinsschädigende Handlungen unterlassen.
    • Der Vereinsvorsitzende weiß evtl. nicht, dass er sich auf rechtlich dünnem Eis bewegt. Man könnte ihn vertraulich darauf hinweisen, dass er seine Praxis vielleicht mal überdenken bzw. von einem Juristen mal prüfen sollte.

    Das hat aber eigentlich nichts mit der Frage nach den fünf Trikots, die Ihr gerne hättet, aber nicht bekommen habt, zu tun. Dafür ist die Frage, wer sie bezahlt, eigentlich nur mittelbar interessant. Unmittelbar von Bedeutung ist die Frage, wie viele Trikots einer Mannschaft bei Euch im Verein gemäß Vereinsbeschluss zustehen. Die Frage ihrer Finanzierung stellt sich erst anschließend.


    Ich verstehe Euren Frust, und Eigeninitiative ist auch grundsätzlich lobenswert. Aber Ihr seid nun mal in einem bestehenden Verein und müsst da auch die vorhandenen Spielregeln beachten. Wenn Sie Euch nicht passen, steht es Euch frei, einen anderen Verein zu suchen oder gar einen eigenen zu gründen. Oder Ihr bringt Euch in den Verein ein, um an der Veränderung der Spielregeln mit zu wirken. Aber das muss im gültigen Rahmen erfolgen.

    Also bei mir im Fußballverband zählt im gesamten Jugendbereich die Tordifferenz nicht im Meisterschaftsbetrieb. Also auch nicht in der A-Jugend.

    Das ist, soweit ich weiß, bei uns auch so. Allerdings wissen es, glaube ich, die meisten Eltern und auch recht viele Trainer nicht.


    Spiele die wegen Überlegenheit abgebrochen werden, idR zur Halbzeit gibt es auch ab und an.
    Aber meist nur in d, c, und b Jugend, wo mitunter ein Jahrgang eines Vereins die zu hohe Spielklasse des Vorjahrgangs "erbt".

    Eben, und deshalb fände ich es eine Überlegung wert, ob es nicht sinnvoll wäre, eine Anpassung der Spielklassen während der Saison zu ermöglichen bzw. vorzunehmen, wenn es geboten ist.


    Bei uns gibt es die vererbten Spielklassen ja auch in der E-Jugend, das ist aber zu einem bedeutenden Teil Nonsens. Soll heißen, dass das untere Drittel der Kreisliga besser in einer der Kreisklassen aufgehoben wäre und umgekehrt das obere Drittel der Kreisklassen sinnvoller gegen die oberen zwei Drittel der Kreisliga spielen sollte.


    Und auch in F- und G-Jugend sind sehr deutliche Ergebnisse keine Seltenheit, sie fallen aber nicht so auf, weil die Ergebnisse nicht veröffentlicht werden. Aber auch da wäre es sinnvoller, wenn man da mehr nach Spielstärke einteilen würde. Oder den Vereinen die Möglichkeit gäbe, für eine bestimmte Spielklasse zu melden. So läuft das z.B. im Handball, da meldet man seine Mannschaften für verschiedene Spielklassen, die dann noch durch ein Qualifikationsturnier bestätigt werden müssen. Da gibt es zwar auch den gelegentlichen Ausreißer, aber er ist deutlich seltener als im Fußball.

    Die Sache mit dem Pott, den @Follkao erwähnt, hatte ich auch noch anbringen wollen. Wenn es da um insgesamt € 200 geht, dann sind das bei zwanzig Spielern € 10 pro Nase. Diesen Apfel empfinde ich selbst nicht als wirklich ganz so großartig sauer..

    ich rück ma grade !
    der verein übergab uns einen 15ner Satz mit Werbung !----> für 20 Spieler einfach zu wenig !

    Ich spiele mal Teufels Advokat: Warum reichen 15 Trikots nicht? Dürfen denn mehr als 15 Spieler spielen?


    wir wollten 5 dazu haben ---> wurde abgelehnt !

    Mit welcher Begründung? Habt Ihr Gründe für Euren Wunsch angeführt und wurde auf diese eingegangen?


    selber dazu kaufen wurde von uns abgelehnt, da wir ja schliesslich Beitrag bezahlen !

    Und wie wäre es gewesen, wenn Ihr eine Fundraising-Geschichte dafür organisiert hättet, also bspw. ein kleines Turnier veranstaltet oder so. Fünf Trikotsätze kosten ja nun nicht die Welt, mit den üblichen Rabatten und bei Verzicht auf die Premiummarken sind das ja so ca. € 150 bis € 200 -- der letzte Trikotsatz, den ich bestellt hatte, war von JAKO und bestand aus Trikot Winner, Hose Anderlecht und Stutzen Eintracht. Mit Vereinsschriftzug und Nummer als Flextransfer auf dem Rücken und einem farbigen Flextransfer für den Sponsor auf der Brust kam dann ein Satz auf € 30 netto bzw. € 35,66 inkl. MwSt.


    ein von uns selbst gesuchter Sponsor schenkte uns einen 20ziger Satz mit seiner eigenen Werbung !
    mit diesem 20ziger untersagt uns der Vorsitzende zu spielen !

    Hattet Ihr nach der Ablehnung noch mal das Gespräch mit dem Vorsitzenden gesucht und angeboten, selbstständig einen anderen Sponsor zu suchen?


    In unserer Vereins-Satzung ist nicht vorgeschrieben wer Trikotwerbung machen darf !

    Da dürfte auch so einiges andere nicht stehen, was aber trotzdem eine dumme Idee wäre..


    Zumal bei uns in der Jugendabteilung fast jede Mannschaft einen eigenen Trikotsponsor hat ( DUWE / KICK ect. ) und da spielt das keine Rolle !

    Nur wird da der Vorsitzende gar keine Trikots sponsoren.


    Der will einfach nicht das wir mit Trikots spielen auf denen nicht sein Name steht !

    Er will, dass die Trikots, die er bezahlt hat, auch getragen werden.

    Als 2.Mannschaft Senioren stellte uns der Verein einen 15ner Satz zur Verfügung. ( mehr wurde nicht bewilligt ) Auf Eigeninitiative beschafften wir uns einen zusätzlichen Trikotsatz über einen selbst gesuchten Sponsor.

    Habt Ihr denn den Kontakt zu Vereinsleitung und Sponsor, welche bei Euch ja eine Personalunion bilden, gesucht und Euer Anliegen vorgetragen? Habt Ihr begründet, warum Euch ein Satz nicht reicht? Braucht Ihr einen ganzen zweiten Satz oder ist es 'nur' so, dass fünfzehn Trikots zu wenige sind, aber z.B. zwanzig reichen würden?


    Nun verbietet uns unser Vereinsorsitzende das wir mit diesen Trikots spielen, da seine Werbung nicht auf dem Trikot ist. Wir können da leider keine Rechtsgrunlagen finden um ihn da mal in die Schranken zu verweisen.

    Kommunikation ist für Euch wohl ein Fremdwort, oder? Es ist doch nachvollziehbar, dass der Sponsor nicht begeistert ist, wenn er unerwartet fest stellt, dass Ihr in anderen Trikots aufläuft, als er sie bezahlt hat. Natürlich muss ihm das undankbar vorkommen. Und Ihr sucht nicht das Gespräch, sondern geht stattdessen wieder auf Konfrontation und sucht nach Rechtsgrundlagen, um Euch gegen ihn durchzusetzen. Meiner Vorstellung von Kooperation im Verein entspricht das nicht..


    Das soll jetzt nicht heißen, dass ich dem Sponsor/Vereinsvorsitzenden komplett Recht gebe. Diese Kombination ist sicher von vornherein nicht sonderlich glücklich, aber immer noch lieber so einen Sponsor als gar keinen. Darüber, wie er agiert hat, hast du nichts gesagt, zu Eurem Vorgehen schon mehr. Und so, wie es klingt, seid Ihr nicht sonderlich geschickt und schon gar nicht feinfühlig vorgegangen..

    Wenn das Spiel sehr unausgeglichen ist, dann ist, so meine Meinung, das Kind doch schon längst im Brunnen. Der Abbruch eines sinnlosen Spiels ändert an dessen Sinnlosigkeit ja nichts, der halbe Tag ist für alle Beteiligten verschwendet. Sinnvoll wäre es, man würde vorher ansetzen und dafür sorgen, dass die Staffeln, am besten von vornherein, passend eingeteilt sind. Z.B. mittels einer vorgeschalteten Qualifikation oder einer Findungsphase. Vielleicht wäre es auch eine Überlegung wert, dass man Mannschaften, die deutlich nach unten oder nach oben aus ihrer Liga heraus ragen, während der Saison in die nächsthöhere bzw. -niedere Liga verschiebt. Natürlich gäbe es dann keinen Meistertitel, es könnte sogar Teams geben, die so scharf auf eben den Titel sind, dass sie dann die Strategie übernehmen, eine bestimmte Tordifferenz bewusst nicht zu überschreiten, eben um nicht während der Saison aufzusteigen... Um das zu vermeiden, müssten die Verantwortlichen auf Kreis- oder noch höherer Ebene dann deutlich machen, dass es keinen Meistertitel gibt. Vererbte Auf- und Abstiege müssten auch abgeschafft werden, aber dieser Meinung bin ich ja sowieso schon länger.

    Bei unserer F (bzw. inzwischen E) müssen sich alle Kinder daran beteiligen, das Trainingsmaterial auf den Platz und auch wieder vom Platz zu bringen. Wir Trainer sind vor den meisten Kindern da, wir weisen dann einfach jedem, der kommt, ein bisschen Material zu, also z.B. zwei Stangen oder einen Stapel Hütchen. Die zwei Ballsäcke finden immer sehr schnell einen Abnehmer, denn auf die Bälle sind die Kids ja immer ganz scharf. Die Spieler, die sich schon auf dem Platz befinden, dort also mit dem eigenen Ball schon vor dem Training spielen, rufen wir hoch oder lassen sie hoch schicken, damit sie sich auch am Materialdienst beteiligen.


    Oft ist dann für die Kids, die als letzte eintreffen, nichts mehr zum runter bringen da. Diesen wird dann am Trainingsende zuerst etwas zum Aufräumen zugewiesen. Das Material räumen die Kinder selbstständig ein, die Ordnung kontrolliere ich. Keiner geht, bevor das Material nicht vollständig und ordentlich weg geräumt ist.


    Das klappt sehr gut, die Eltern unterstützen es auch. Wir haben allerdings auch mit ~30 Kindern einen recht großen Kader, so dass wir häufig recht viel Material benötigen.


    Später, so ab D-Jugend, und bei kleineren Kadern würde ich eben so viele Spieler, wie man für den Materialtransport braucht, dafür einteilen, und zwar schön in einer Rotation, die dafür sorgt, dass jeder am Ende der Saison gleich oft dran war.

    Du sagst es, @Follkao. Mich wundert am Ende aber weniger, dass man die Geister, die man rief, nicht mehr los wird, sondern, dass der Zauberlehrling sich über deren Verhalten wundert.


    Außerdem würde mich mal interessieren, wie sich die Vereinsführung es sich vorstellt, wieder einen Kinderbereich aufbauen zu können, wo sich doch offenbar und zum Glück für die Kinder herum gesprochen zu haben scheint, dass auf viele Kinder ab der U11 nicht mehr viel Wert gelegt wird und sie ab der U14 sogar unerwünscht sind. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass..

    Das stimmt, wobei ich den Eindruck habe, dass ihre Bedeutung mit zunehmendem Alter der Spieler auch zunimmt. Soll heißen, dass bei F-Junioren die Schwellung meinem Eindruck nach oft deutlich geringer ausfällt und i.d.R. nicht behandlungsbedürftig ist, während sich das in der E- über die D-Jugend langsam ändert, und dass bei C-Junioren und Älteren die "Anfälligkeit" für Verletzungen, die eine Pause von Tagen oder Wochen nach sich ziehen, deutlich höher (als bei den Kleinen) ist.


    Ansonsten sollte man aber bei Verletzungen eher zur Vorsicht tendieren. Ich habe schon zwei mal während des Spiels die Mannschaft an den Co oder ein Elternteil übergeben, um mit einem verletzten Spieler der Vorsicht halber ins Krankenhaus zu fahren. Glücklicherweise lagen in beiden Fällen dann doch nur Prellungen vor, aber sie waren doch so stark, dass direkt eine zwei- bzw. dreiwöchige Sportpause verordnet wurden.

    Eiswasser oder Eisspray? Ich habe kein Kälte- oder Eisspray, weil ich auch immer öfter höre, dass es nicht gut sei. Aber oftmals bekommen die Jungs einen "Schlag" auf den Knöchel. Und meistens genau da wo der Schuh anfängt. Da sind die Kühlpads mMn nicht wirklich hilfreich, denn man kommt schlecht ran. Bei meinem Einstieg als Trainer hatte mein damaliger Chefcoach auch Eisspray. Wenn dann mal der Knöchel wehgetan hat, hat er das den Jungs draufgesprüht. Schuh und Stutzen haben sie aber angelassen und er hat von weit weg gesprüht. Das war praktisch, weil nicht aufwendig.

    Uns wurde im C-Trainerlehrgang auch gesagt, dass wir vom Eisspray lieber die Finger lassen sollen und es eigentlich nichts besseres als Eiswasser gibt: ist kalt, kann aber gar nicht zu kalt werden, ist billig und einfach in der Anwendung.


    Mal ehrlich: wenn es einen kurzen Schlag gab und dann ein Stoß Eisspray reicht, dann hätte man auch gar nichts gebraucht, das ist doch der reine Placebo-Effekt. Bzw. tatsächlich ist die Schwellung gar nicht so groß und es wäre wahrscheinlich auch ohne jegliche Behandlung wieder weiter gegangen, wenn der erste Schmerz verflogen ist.


    Wenn richtig was ist, dann gilt ja die PECH-Regel, die ich aber natürlich gerade nur zu drei Vierteln zusammen bekomme: Pressure, Cool, Hoch lagern. Was war denn die vierte Komponente? Da wird dann aber sowieso nicht mehr weiter gespielt und man muss länger als nur ein paar Sekunden kühlen, was wiederum nicht mit Spray, sondern nur mit Eiswasser geht.


    Eiswasser und Schwamm, wie @TrainerT schrieb, ist da aber sicherlich die bessere (sicherste) Alternative. War mir aber immer zu viel Aufwand das mitzunehmen. Ich nehme immer was aus meiner Wasserflasche und kipp es über den Knöchel. Nehmt ihr das Eiswasser jedesmal von zuhause mit und gibt es da Behälter die auskippsicher (im Auto) sind?

    Ich nehme einfach eine Thermosflasche.

    @renek, auch ich bin der Meinung, dass Euer derzeitiges Problem hausgemacht ist und dich nicht wundern sollte. Wie soll das denn anders sein, wenn Ihr Eure Spieler frühestens zur U11 holt und dabei selektiert? Weshalb kommen diese Spieler zu Euch, wenn nicht, um in einer starken Mannschaft zu spielen und die Meisterschaft, den Pokal und viele Turniere zu gewinnen? Ihr holt doch diejenigen Spieler (und Eltern), denen die Vereinstreue (im Schnitt) weniger wichtig ist als der eigene Erfolg, die sich für besser halten, als es ihr bisheriger Verein verdient, für die es, wenn nicht zumutbar so doch zumindest nachteilig ist, wenn sie "durch ihre schwächeren Mannschaftskameraden in ihrer Entwicklung gehemmt" werden. Das sind doch alles so ziemlich die Stars ihrer früheren Mannschaften gewesen, und da gibt es die Allüren i.d.R. gratis dazu. Deshalb solltest du dich nun nicht, wundern, dass insbesondere die Eltern dieser Spieler nun gekränkt reagieren und sich zur Wehr setzen, wenn es mal gegen sie geht.


    Ich muss ehrlich sagen, dass ich auch über die Naivität Eures Vereins verwundert bin. "Ach ja, Mist, wir haben den ganzen Kinderbereich verloren, OK, dann müssen wir da wohl wieder welche aufnehmen, aber in der C-Jugend suchen, bitte schön, weiterhin die Spieler, die sich nicht haben aufdrängen können, eine andere Beschäftigung, ach so, ja, oder eben einen anderen Verein. Denn weiterhin ist es ja der Anspruch des Vereins, hochklassig zu spielen." Klingt für mich nach Größenwahn und dem Wunsch einiger handelnder Personen, so hoch wie die NLZ u.Co. zu spielen, ohne dafür aber das Fundament zu besitzen.


    Das geht jetzt nicht gegen NLZ, welche ja mehr oder weniger einem Selektionszwang ausgesetzt sind, bei denen aber hoffentlich fachlich gut und sozial verantwortlich mit den Spielern umgegangen wird -- da ist jedem klar, dass der Spaß allerwahrscheinlichst nur zeitlich begrenzt ist. Außerdem kann sowohl durch die Vielzahl der Interessenten für jeden frei werdenden Platz als auch dem Vertrauensvorschuss der Öffentlichkeit für die Profivereine wirksam die Meckerei selbst schwieriger Eltern unterbunden werden. Die obigen Äußerungen richten sich auch nicht gegen Vereine, die durch (wirklich) gute Arbeit mit entsprechendem Fundament und demzufolge einer großen Zahl an Spielern mit ihren ersten Mannschaften auch recht weit oben spielen. Von denen gibt es aber, so mein Eindruck, leider nicht wirklich viele..


    Ich zitiere mal aus "Einfach besser Fußball spielen":


    S. 14ff, Kapitel "Irrtümer über den Kinderfußball: Warum wir eine neue Ausbildungsphilosophie für unsere Kinder brauchen", Abschnitt "Gewinndenken im Fußball":

    Zitat

    Nichts ist einfacher, als Fußballspiele in der F- oder E-Jugend zu gewinnen. Man nimmt die am stärksten entwickelten Kinder [...], bolzt mit ihnen Kondition und macht vor dem Tor Abschlusstraining bis zum Umfallen. Die schwachen Kinder [...] setzt man dagegen auf die Auswechselbank oder nimmt sie erst gar nicht mit zum Spiel. Das Ergebnis ist eine Gewinnquote, die sich wahrlich sehen lassen kann. Nach genau diesem Prinzip wird leider noch immer in den meisten Fußballvereinen verfahren. Statt Kinder auszubilden, werden sie selektiert. Die Starken kommen weiter, die vermeintlich Schwachen werden aussortiert.
    [...]
    In unserer Ausbildungsphilosophie verzichten wir bis zur D-Jugend aufs Gewinnenwollen. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und schwächen unsere Mannschaften ganz bewusst, indem wir ohne festen Torwart spielen und ein Rotationsprinzip anwenden, bei dem jeder Spieler in jeder Partie auf jeder Position im Feld eingesetzt wird. Gegen "spezialisierte" Mannschaften verlieren wir sicher das eine oder andere Spiel, wenn unser bester Verteidiger in den letzten zehn Minuten vorne im Sturm spielt. Dafür gewinnen unsere Kinder jedoch etwas viel Wertvolleres [...]. Nur wer in der Jugend auf jeder Position spielt, kann sich taktisch, technischt und koordinativ komplett entwickeln."


    S. 40ff, Kapitel "Das Rotationsprinzip: Warum wir uns schwächer machen müssen, um stärker zu werden":

    Zitat

    Dieses Rotationsprinzip hat zwei entscheidende Vorteile. Erstens geben wir jedem Kind die gleiche Spielzeit und somit die gleiche Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Viele Trainer neigen aus übertriebenem Ehrgeiz dazu, stärkeren Spielern mehr Einsatzzeit zu geben als schwächeren. Damit vergrößern sie allerdings nur die Kluft zwischen den Spielern, denn auf der Auswechselbank ist noch niemand ein besserer Fußballer geworden. Zweitens erreichen wir mit dem Rotationsprinzip, dass jeder Spieler jede Position auf dem Platz kennenlernt. Warum ist das wichtig? Nur durch das Rotationsprinzip verschaffen wir jedem Spieler die Möglichkeit, ein umfassendes Spielverständnis und eine gehobene Spielintelligenz zu entwickeln, bevor er später in der C-Jugend seine Position findet.
    [...]
    Indem jeder Spieler auf jeder Position ranmuss, öffnen wir den Horizont der Kinder für das Fußballspiel als Ganzes. Durch die Rotation lernen Kinder die einzelnen Positionen nicht nur kennen, sondern sie beginnen sie auch wertzuschätzen. [...] Der Effekt der Rotation für den Mannschaftsgeist ist enorm. In einem Team mit Rotationsprinzip werden die Spieler viel weniger übereinander schimpfen und einander kaum Vorhaltungen machen, weil sie selbst wissen, wie schwer es ist, auf jeder Position zu spielen.Wir alle kennen das ja selbst: Als Stürmer schimpft man gern über die Abwehspieler, die viel zu viele Gegentore zulassen. Und als Abwehrspieler motzt man am liebsten über Stürmer, die vorne die Chancen reihenweise liegen lassen. Mit dem Rotationsprinzip tut sich diese Kluft gar nicht erst auf.


    Im (meiner Meinung nach nicht völlig richtig betitelten) Buch Fußball-Taktik, das ich ebenfalls im Urlaub gelesen habe, äußert sich übrigens Frank Wormuth, Chef-Ausbilder des DFB, durchaus Kritik am zuweilen zu hohen Erfolgsdruck im deutschen Jugendbereich. In diese Richtung gehende Äußerungen von ihm kann man auch dem hier geplanten Interview mit ihm lesen, welches Trainertalker @ElPannaking gemeinsam mit einem Kollegen geführt hat.

    Ich werde zum Fall von Max nichts mehr sagen, weil da meiner Meinung nach alles gesagt worden ist und sich nun zeigen wird, ob auf Worte auch Taten folgen. Als ich eben sagte, die Faktenlage sei ja eindeutig, vergaß ich das Wörtchen "anscheinend", oder "offenbar". Genauso hätte ich auch "deiner Meinung bzw. Aussagen nach"schreiben können. Ich selbst möchte die Faktenlage nicht beurteilen, weil ich es schlicht nicht kann.


    Und nun bin ich raus, bleibt mir nur noch, Max viel Spaß im neuen Verein zu wünschen.

    tobn: Wie kommst Du zu dem Schluß, dass die Nichtzustimmung wirksam erklärt wurde ?

    Ich komme nicht zu diesem Schluss. Stattdessen betrachte ich das schlicht als gegeben. Auf jeden Fall war das in meinem ersten Beitrag in diesem Zusammenhang so, da ich dort ausschließlich die Jugendordnung zitierte, welche keinerlei Aussagen dazu enthält, wann eine Nichtzustimmung wirksam ist. Diese stehen, wenn überhaupt, wohl nur in der Spielordnung.


    Ich habe auch keine Aussagen dazu getroffen, ob nun die Zeitpunkte der Absendung der Abmeldung oder des Spielerpasses (mit dem Vermerk über die Zustimmung) oder der des Empfangs, und hier ob tatsächlich oder per Einwurf, relevant sind.


    Kurz zuvor hatte @Sir Alex angemerkt, es hätte für eine ABmeldung innerhalb der Wechselfrist evtl. zu spät sein können -- in einigen Landesverbänden dauert diese ja nur bis zum 30.6. Je nach weiteren Bedingungen hätte da Euer 29.6. nicht mehr reichen können. Ich habe dann fest gestellt, dass in der Jugendordnung (JO) des wfv diese Frist bis zum 15.7. läuft. Eure Abmeldung am 29.6. ist also eine fristgerechte. Verweigert dann der abgebende Verein die Zustimmung, und, wie gesagt, von irgendwelchen Fristen dazu ist in der Jugendordnung keine Rede, dann darf Max ab dem 1.11. Pflichtspiele für den neuen Verein bestreiten. Dass in der JO keine Fristen im Zusammenhang mit der Zustimmung erwähnt sind, heißt selbstverständlich nicht, dass es keine gibt und noch weniger, dass sie in diesem Fall eingehalten wurden.


    Nochmal die Daten:
    [...]
    Das ist nach meiner Auffassung einen Tag zu spät.

    Dann kläre das doch einfach und erläutere uns das Resultat.


    Und ich drehe den Spieß mal um: Wie kommst du darauf, dass der bisherige Verein die Frist versäumt hat? Welche Frist überhaupt? Wo steht denn dazu etwas?


    Und weiterhin: Wird die Nichtzustimmung eigentlich aufrecht erhalten? Habt Ihr mal mit dem Jugendleiter Eures bisherigen Vereins gesprochen?

    Naja, ich habe doch zitiert:

    Zitat

    Abmeldung bis zum 15. Juli und Eingang des Antrages auf Spielerlaubnis bis zum 31. Oktober
    Die Spielerlaubnis für Pflichtspiele wird ab Eingang des Antrages auf Spielerlaubnis erteilt, jedoch frühestens ab dem 16. Juli, wenn der abgebende Verein dem Vereinswechsel zustimmt, im Übrigen zum 1. November.


    Abmeldung erfolgte am 29.6., also "bis zum 15. Juli". Ich gehe mal davon aus, dass der Antrag auf Spielerlaubnis bis zum 31. Oktober eingehen wird, das ist aber erst einmal zweitrangig. Damit würde die Spielerlaubnis "ab Eingang des Antrags auf Spielrerlaubnis erteilt, jedoch frühestens ab dem 16. Juli, wenn der abgebende Verein dem Vereinswechsel zustimmt". Aber er stimmt nicht zu, also: "[...]im Übrigen zum 1. November."


    So komme ich auf den 1.11.2015.

    Ich habe doch Artikel und Paragraphen der Jugendordnung sowohl angegeben als auch wörtlich zitiert.. Häh? ?(


    Aber, um deine Frage zu beantworten: ich meine, vorhin gesehen zu haben, dass in der Spielordnung steht, dass der abgebende Verein dazu verpflichtet ist, den Spielerpass innerhalb von vierzehn Tagen nach der Abmeldung an den Verband zurück zu schicken, und dass auf dem Spielerpass vermerkt wird, ob die Freigabe erteilt wird oder nicht. Es gab dann noch Passagen dazu, was passiert, wenn der Pass nicht innerhalb diesr Frist beim Verband eintrifft, usw., das habe ich aber nur noch überflogen. Denn ich hatte da ja nur rein geschaut, weil ich in der Jugendordnung keinen Hinweis auf die Möglichkeit einer nachträglichen Freigabe sah und mich das sehr wunderte.

    Ich meine, das steht in der Spielordnung. Hast du diese selbst schon angesehen? Ich will sicher nicht unhöflich sein, aber ich bitte um Verständnis dafür, dass ich nicht die Zeit habe, mich komplett durch die Regularien Eures LV zu wühlen.

    Ich bin der Meinung, dass das nicht nur etwas zu weit geht. Eine gesunde Ernährung ist nützlich und für den ambitionierten Sportler auch wichtig, keine Frage. Man sollte aber seine Spieler in dieser Hinsicht nicht bevormunden.


    Was man durchaus machen könnte, wenn einem das Thema am Herzen liegt, ist, einen tatsächlich qualifizierten Ernährungsexperten für einen Vortrag einzuladen und seine Spieler ebenso. Auch das würde ich freiwillig halten, man könnte sie ja mit der Einbettung in eine spaßige Veranstaltung ködern.